Debatte in Linkspartei: Reiche “erschießen”

„Das Land verändern: für einen sozial ökologischen Systemwechsel“, lautete das Motto einer Strategiekonferenz der deutschen Linkspartei in Kassel am letzten Wochenende.

Wie sich Linke einen solchen Systemwechsel vorstellen, kam durch einen Videomitschnitt ans Tageslicht. Eine Rednerin skizzierte ein erschreckendes Bild, wie mit „Reichen“ anlässlich einer Revolution verfahren werden soll: Sie gehören erschossen.

Wörtlich sagte sie:

Energiewende ist auch nötig – nach einer Revolution und auch wenn wir das ein Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen – naja ist so, wir müssen von dieser Metaebene runterkommen.

Der Parteichef der Linken, Bernd Riexinger, setzte im Anschluss daran noch eins drauf. Anstatt die Rednerin zurechtzuweisen, wollte er sich von seiner „humanen“ Seite zeigen, indem er sagte: „Erschießen müssen wir sie (die Reichen) nicht, wir setzen sie für nützliche Arbeit ein“. Das Publikum fand die Wortmeldungen auch noch lustig.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.unzensuriert.de/content/92952-wilde-revolutionsfantasien-bei-strategiegespraech-der-linkspartei


Streit um Lampedusa: Unionsfraktion widerspricht Chef der Linkspartei

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hat im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsdrama vor Lampedusa Kritik an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich geäußert.

Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Günter Krings:

„Die Linkspartei zeigt zwei Wochen nach der Bundestagswahl wieder einmal ihr wahres Gesicht. Wer den Bundesinnenminister mit seiner ausgewogenen Position zum Flüchtlingsdrama vor Lampedusa als ‚Hassprediger‘ bezeichnet, hat die Grenzen des politischen Streits weit überschritten.

Das ist billigste Agitation und eine Herabwürdigung des politischen Gegners, wie sie die kommunistischen Kader in der DDR praktizierten.

Eine solche Wortwahl fällt auf Bernd Riexinger selbst zurück und offenbart den Extremismus der Linkspartei. Damit zeigt der Parteivorsitzende der Linkspartei, dass er nicht auf dem Boden unserer Verfassung steht.

Das Schicksal hunderter Toten vor Lampedusa für innenpolitische Polemik zu nutzen, wird der Komplexität der Flüchtlingsfrage nicht gerecht.

Deutschland hilft bereits heute in großem Umfang Flüchtlingen und Asylbewerbern etwa aus Syrien, dem Iran, Afghanistan oder Somalia. Wir werden damit unserer humanitären Verpflichtung durchaus gerecht.“