Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen

Die Anzahl weiblicher Genitalverstümmelungen in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren um 44 Prozent gestiegen. Bis zu 68.000 Frauen sind bereits betroffen, bis zu 14.900 Mädchen akut davon bedroht. Dies ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des Familienministeriums.

 Dazu erklärt die Obfrau der AfD-Bundestagsfraktion im Familienausschuss, Mariana Harder-Kühnel:

„Bei der weiblichen Genitalverstümmelung handelt es sich um eine frauenfeindliche und bestialische Tradition, die in Deutschland zurecht unter Strafe steht. Derartige Misshandlungen werden in der Regel unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, ohne Betäubung, mit Glasscherben oder Rasierklingen vorgenommen.

Viele der betroffenen Mädchen sterben bereits an den unmittelbaren Folgen des Eingriffs, aber auch bei den Überlebenden bleiben lebenslange, massive körperliche und seelische Schäden zurück.

Die Ursache für den deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Deutschland liegt in der anhaltenden Zuwanderung aus zahlreichen Regionen Afrikas, Arabiens und Südostasiens, in denen die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird.

Die tatsächliche Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Etliche Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung bleiben leider unerkannt und können strafrechtlich nicht verfolgt werden. Die gesetzliche Einführung einer ärztlichen Meldepflicht nach französischem Vorbild ist daher dringend erforderlich.

Das Ausmaß der weiblichen Genitalverstümmelung muss präziser ermittelt und jeder bekannte Fall bundesweit zentral erfasst werden. Jugendämter, Beratungsstellen und Frauenhäuser sind personell und finanziell aufzustocken, damit sie Mädchen und Frauen ausreichend über ihre Rechte informieren und im Notfall konkrete Hilfsangebote zur Verfügung stellen können.

Ebenso muss an Kindergärten und Schulen eine angemessene Aufklärung erfolgen.

Strafbares Verhalten darf auch nicht unter dem Deckmantel ‚kultureller Tradition‘ geduldet werden.

Nun beginnen in den Bundesländern die Schulferien und es ist zu befürchten, dass gerade in dieser Zeit wieder zahlreiche Mädchen zum Zwecke der Beschneidung ins Ausland verbracht werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Mädchen und Frauen müssen endlich konsequent vor Genitalverstümmelungen geschützt werden!’’


Kritik an staatlicher Untätigkeit beim Kampf gegen Beschneidungen von Frauen

In der 32. Sitzung des Familienausschusses des Bundestags wurden die Anträge der AfD-Fraktion zur statistischen Datenerhebung über Abweisungen von Frauen an Frauenhäusern (Drucksache 19/5045) und zur statistischen Erfassung von Beschneidungen bei Frauen (Drucksache 19/5046) behandelt.  

Dazu erklärt die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst:

„Bei beiden Anträgen konnten sich alle anderen Parteien im Ausschuss noch nicht einmal auf die Erfassung von Daten einigen und verschoben sie in die Abstellkammer eines Runden Tisches.

Bereits Mitte 2018 haben wir den Antrag auf Datenerfassung bei Beschneidungen eingebracht. Seither wurde das wohlfeile Deckmäntelchen der Vielfalt, welches die Misere zudeckt, nicht gelupft.

Bei U-Untersuchungen bis zum 16. Lebensjahr können Beschneidungen bei Mädchen durch Ärzte festgestellt und Jugendämter beziehungsweise Gerichte eingeschaltet werden. Diese Körperverletzungen dann gesetzlich verpflichtend anonym statistisch zu erfassen, dürfte nicht schwierig sein. 

Es ist für unsere Demokratie ein Skandal wie hier über die strukturelle Benachteiligung und letztlich Diskriminierung der betroffenen Teile der weiblichen Bevölkerung hinweggeschaut wird.

Die Betroffenen werden weiterhin alleine gelassen, am runden Tisch kann man sich gegenseitig versichern, dass man auf einem guten gemeinsamen Weg sei, während die Fallzahlen in die Höhe schnellen und die Hilfe unterbleibt. Weibliche Beschneidungen und Beihilfe dazu sind nach geltendem Recht strafbar. Sie werden aber nicht verfolgt.

Auch die Probleme der Frauenhäuser sind hinlänglich bekannt. So spricht der Dachverband ‚Frauenhauskoordinierung‘ sogar von einer Katastrophe. Die toleranzplusbegabten Mandatsträger der anderen Parteien schauen aber lieber weg, da die katastrophale Situation unter ihrer Verantwortung erst entstanden ist. Die Argumente waren allesamt ideologisch geprägt. Reden und posieren statt handeln, scheint das Motto zu sein.“


Mehr Aufklärung über Genitalverstümmelung

Seit ihrem Einzug in den Bundestag kritisiert die AfD-Fraktion das Desinteresse der Politik an der Genitalverstümmelung von Frauen, die vor allem in islamischen Gebieten weit verbreitet ist.

Bereits in ihrer Frauentagsrede 2018 kritisierte die AfD-Parlamentarierin Nicole Höchst, dass die Zahl der Beschneidungen bei Frauen dramatisch zunimmt und die Betroffenen nicht wirksam geschützt werden. Zu aktuellen Berichten über die Zunahme von Genitalverstümmelungen teilt die Bundestagsabgeordnete mit:

„Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der FDP zeigt deutlich, dass die geltenden Gesetze unwirksam sind. Die Aufklärungsarbeit, die in Afrika geleistet wird, muss auch in Deutschland im sozialen Umfeld der gefährdeten Mädchen stattfinden.

Erste Hilfsmaßnahmen  wie beispielsweise Aufklärung an Schulen oder die Schaffung von letzten Rettungsankern für betroffene Mädchen und Frauen müssen dringend etabliert werden.

Es gibt bereits erprobte Maßnahmen, wie das bewusste Verstecken von Löffeln oder Metall im Schuh oder eben auch an anderen Stellen durch die betroffene Mädchen, damit sie bei Sicherheitskontrollen am Flughafen bei ihrer Ausreise Alarm auslösen und so die Behörden auf die ihnen drohende Genitalverstümmelung hinweisen.

Das Personal muss nach britischem Vorbild an Flughäfen aber auch auf Schiffen entsprechend geschult werden. Nur so können diese Mädchen über eine entsprechende Wirkungskette durch den Staat Schutz erfahren. Das ist für diese Mädchen oft die einzige Möglichkeit, dem Druck der eigenen Familie zu entfliehen.

Wir fordern, dass endlich genau hingesehen und den Betroffenen wirksam geholfen wird. Dazu gehört neben einer verpflichtenden Einbindung von Schulen und Ärzten auch eine konsequente Strafverfolgung.“

 

 


„Was wird wohl aus diesem Kinde werden?“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 1,57-66:

Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft und sie brachte einen Sohn zur Welt. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der HERR ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.   polskaweb

Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.

Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.

Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.

Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott. Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken  –  und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.

Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kinde werden?  –  Denn es war deutlich, daß die Hand des HERRN mit ihm war.


Der grüne Politiker Volker Beck beklagt jetzt den Fanatismus von Atheisten

Volker Beck, seines Zeichens erster Betroffenheitsbeauftragter des Bundestages, hat vor kurzem etwas für ihn vollkommen Überraschendes herausgefunden:

„Auch die Weltanschauung des Atheismus kann fundamentalistische Züge annehmen.“

Wirklich? Sach bloß!

Und es geht noch weiter:

„Es zeigt sich ein tiefes Unverständnis von Religion als Phänomen. Da spürt man oft eine tiefe Verletzung durch Religion. Da wird die Ausübung von Religion immer schon als übergriffig erlebt, als politischer Anspruch, wieder das ganze Leben aller bestimmen zu wollen.“

Und ganz am Ende wuchtet sich Beck sogar noch zu einem fast religionsfreundlichen Grundsatz auf:

„Der religiös neutrale Staat muss aber eben beides achten: die Rechte derjenigen, die nicht an Gott glauben, und die der anderen, die an eine transzendente Größe glauben.

Da frage ich mich als geneigter Leser und Fan von Volker „die Krawallnudel“ Beck natürlich, wie er das auf einmal herausgefunden hat.

Die Antwort: Beck verteidigte das Recht auf Beschneidung von Jungen bei Juden und Muslimen und bekam dafür wütende Hassmails von Atheisten.

Seine überraschende Zuneigung zu den Rechten religiöser Menschen kommt aber nicht von ungefähr, sondern ist tief in seiner eigenen Vita verwurzelt, wie er selber zugibt:

„Als Angehöriger einer Minderheit weiß ich, wie man sich fühlt, wenn die Gesellschaft die Rechte einer Gruppe negiert. Deshalb setze ich mich auch für Roma, Behinderte, Prostituierte und religiöse Minderheiten ein.“

Die orthodoxen Rabbiner finden es sicher super, mit Prostituierten auf eine Stufe gestellt zu werden. Doch erklärt sich aus dieser Aussage der wahre Grundsatz Becks: Religionen dürfen verteidigt werden, wenn sie eine Minderheit darstellen und müssen angegriffen werden, wenn sie eine Mehrheit darstellen.

Hier meine Frage an Volker Beck:

Sind nicht Katholiken in der Minderheit? Schließlich stellen praktizierende Katholiken eine kleine Minderheit dar, während praktische Atheisten und Agnostiker eine Mehrheit bilden. Folgerichtig müssten Sie Atheisten angreifen und Katholiken mit Zähnen und Klauen verteidigen. Ihre Bühne, Herr Abgeordneter!

Das ganze Interview mit Volker Beck gibt es hier.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2012/07/auch-der-atheismus-kann.html


„Forum Deutscher Katholiken“ kritisiert aktuelle Gerichtsurteile zur Beschneidung und zur lesbischen Erzieherin

„Gefährdungen der Religionsfreiheit“

Der Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ bezieht sich mit seiner Urteilskritik auf den Fall einer in lesbischer Lebensgemeinschaft stehenden Erzieherin in Neu-Ulm und auf die Kriminalisierung der bei Juden und Muslimen vorgeschriebenen Beschneidung männlicher Säuglinge.

Wenn die katholische Kirche gezwungen werden soll, in ihren Einrichtungen Kinder der Erziehung durch eine Frau auszusetzen, die im Gegensatz zur kirchlichen Grundordnung steht, so greift damit der Staat in den Kernbereich kirchlichen Auftrags ein.

Auch Christen seien von der Entscheidung des Landgerichts Köln zur Beschneidung betroffen. Denn das Landgericht habe in der Urteilsbegründung ausgeführt, die Beschneidung sei deshalb kriminell, weil sie in das Selbstbestimmungsrecht des Kindes eingreife, das später selbst entscheiden können müsse, welcher Religion es annehme oder nicht.

Dann werde wohl die Kindertaufe entsprechend unter Strafe gestellt. „Körperverletzung werde es wohl nicht sein, aber Juristen werden schon irgendeine Strafvorschrift finden, unter die sie die Taufe eines Kindes subsumieren können“, meinte der Sprecher des Forums, Prof. Dr. Hubert Gindert.

Er zeigt sich mehr als verwundert darüber, wie das bislang unbestrittene Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften, das immerhin in Artikel 140 des Grundgesetzes verankert sei, nun angefochten werde.

Prof. Dr. Hubert Gindert,
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken