Israelische Regierung stellt gegenüber Abbas klar: Jesus war ein Jude

Auf Widerspruch und Spott bei der israelischen Regierung sind Äußerungen des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, über Jesus Christus gestoßen. accumulator_default_img

Abbas hatte in seiner Weihnachtsansprache gesagt: „In Bethlehem wurde vor 2000 Jahren Jesus geboren – ein Palästinenser, der die frohe Botschaft brachte und eine Führungsgestalt für Millionen weltweit wurde, so wie wir, die Palästinenser, 2000 Jahre später für unsere Freiheit kämpfen. Wir wollen so weit wie möglich in seine Fußstapfen treten.“

Der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Yigal Palmor, erklärte dazu dem Radiosender Arutz Scheva: „Abbas hätte das Neue Testament genauer lesen sollen, bevor er solch blanken Unsinn redet.“

In Anspielung auf eine Aussage Jesu am Kreuz an seine Henker sagte der Sprecher im Blick auf Abbas: „Wir vergeben ihm, denn er weiß nicht, was er tut.“  – Jesus sei eindeutig ein Jude gewesen.

Quelle: http://www.idea.de


Christmette im Regensburger Dom: „Offen sein für d a s Geschenk aller Geschenke“

Bischof Rudolf Voderholzer hat die Christmette mit den Gläubigen im vollbesetzten Regensburger Dom gefeiert. In seiner Predigt ermutigte der Bischof die Menschen, zu weihnachtlichen, zu neuen Menschen zu werden: Christmette Dom 2012

„Das Kind in der Krippe ist das Weihnachtsgeschenk schlechthin, das Urbild und die Quelle jeder Herzensgabe, mit der wir zum Weihnachtsfest Freude, Liebe und Zuneigung bekennen.

Öffnen Sie Ihr Herz für dieses Geschenk aller Geschenke. Nicht das Ansichreißen erlöst den Menschen. Kein Geld der Welt kann Glück, Lebensfülle oder Liebe kaufen. Alles, was im Leben wichtig ist, muss man sich vom Himmel schenken lassen.“

Der Christbaum ist wie ein sinnliches Bild weihnachtlichen Geschehens, ja der Geschichte Gottes mit den Menschen. Seine Kugeln verweisen auf den Apfel des Paradiesbaumes, den der alte Adam an sich riss. Seine Lichter durchdringen das Dunkel, das Adams Selbstherrlichkeit der Welt bescherte.

Die Kerzen stehen für den „neuen Adam“, für die Quelle allen Lichts, für Christus, geboren in Bethlehem; zu Deutsch: Brothausen, Haus des Brotes.  –  Darauf verweisen die Lebkuchen.

Die Sterne des Christbaums führen den Weg zum Kind in der Krippe, das ewiges Leben schenkt, immergrün wie die Tanne. Sein Holz deutet auf den Stamm des Kreuzes, an dem Christus seine Liebe zu den Menschen bis zum bitteren Tod erfüllte.

Der Regensburger Oberhirte erklärte:

„Der Christbaum des Petersplatzes in Rom stammt in diesem Jahr aus der bayerisch-böhmischen Grenzregion. Er ist ein wahrhaft grenzüberschreitender Baum, der die Universalität des göttlichen Geschenks beleuchtet. Gott meint jeden Menschen, wirklich jeden, zu allen Zeiten, überall und in jeder Phase des Lebens.“

Quelle (Text und Foto): Bistum Regensburg:

Dr. Veit Neumann
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2
93047 Regensburg


Friedenslichts aus Bethlehem mit dem Regensburger Bischof am 15. Dezember

Jedes Jahr im Dezember holen Vertreter der deutschen Pfadfinderverbände das Friedenslicht aus Bethlehem in Wien ab. Das vom Österreichischen Rundfunk (ORF) in der Geburtsstadt Jesu entzündete Licht wird daraufhin am dritten Adventswochenende an Pfadfindergruppen aus ganz Europa gegeben. Friedenslicht_Plakat_2013

Anschließend wird die kleine Flamme mit dem Zug in mehr als 30 Städte in Deutschland gebracht und dort in zentralen Aussendefeiern an die Pfarreigruppen gegeben, die es zu Weihnachten an die Gläubigen weiter reichen.

Die Übergabefeier im Bistum Regensburg mit Bischof Rudolf Voderholzer findet am Sonntag, den 15.12.2013 in der Obermünsterruine, Obermünsterplatz um 16 Uhr statt. Das Jahresmotto für 2012 lautet: „Recht auf Frieden“.

Alle Kinder, Jugendliche und Erwachsenen sind eingeladen, an der Feier teilzunehmen.

Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Das Friedenslicht ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität  –  unabhängig von Religion, Weltanschauung oder Hautfarbe. Es wird an alle Menschen verteilt,  die sich Frieden wünschen.

In diesem Jahr steht die Aktion Friedenslicht aus Bethlehem in Deutschland unter dem MottoRecht auf Frieden“. Damit möchten die Pfadfinder die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen aufgreifen, die in diesem Jahr seit 65 Jahren besteht. Dort wird darauf hingewiesen, dass alle Menschen die gleichen Rechte auf “Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt” haben. Im 2. Artikel wird ausgeführt, dass “jeder Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand”, hat.

Weitere Infos sehen Sie unter www.friedenslicht.de. Dort finden Sie Kontaktadressen zu regionalen Vorbereitungsgruppen in beinahe allen großen Städten.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Ruth steht treu zu Naomi: „Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Buch Rut 1,1.3-6.14b-16.22:

Zu der Zeit, als die Richter regierten, kam eine Hungersnot über das Land. Da zog ein Mann mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen aus Betlehem in Juda fort, um sich als Fremder im Grünland Moabs niederzulassen.

Foto: Paul Badde

Foto: Paul Badde

Elimelech, der Mann Naomis, starb  –  und sie blieb mit ihren beiden Söhnen zurück. Diese nahmen sich moabitische Frauen, Orpah und Ruth, und so wohnten sie dort etwa zehn Jahre lang.

Danach starben auch Machlon und Kiljon und Naomi blieb allein, ohne ihren Mann und ohne ihre beiden Söhne. Da brach sie mit ihren Schwiegertöchtern auf, um aus dem Grünland Moabs heimzukehren; denn sie hatte dort gehört, der HERR habe sich seines Volkes angenommen und ihm Brot gegeben.

Doch dann gab Orpah ihrer Schwiegermutter den Abschiedskuss, während Ruth nicht von ihr ließ. Naomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch!
Ruth antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.
So kehrte Naomi mit Ruth, ihrer moabitischen Schwiegertochter, aus dem Grünland Moabs heim. Zu Beginn der Gerstenernte kamen sie in Betlehem an.


„Die Weisen aus dem Morgenland waren Gottsucher: sie hielten Ausschau nach dem Größeren“

Vollständiger Wortlaut der Predigt des Papstes am Fest der Erscheinung des HERRN (Dreikönig) im Petersdom (6.1.2013)

Liebe Brüder und Schwestern!

Für die glaubende und betende Kirche sind die Weisen aus dem Morgenland, die unter der Führung des Sterns zur Krippe von Bethlehem gefunden haben, nur der Anfang einer großen Prozession, die sich durch die Geschichte hindurchzieht.

Darum liest die Liturgie das Evangelium, das vom Weg der Weisen erzählt, zusammen mit den glanzvollen prophetischen Visionen von Jesaja 60 und Psalm 72, die in kühnen Bildern die Wallfahrt der Völker nach Jerusalem schildern. e65cd6a1c152f162ffff8100fffffff2

Wie die Hirten, die als erste Gäste beim neugeborenen Kind in der Krippe die Armen Israels verkörpern und überhaupt die demütigen Seelen, die von innen her ganz nah bei Jesus leben, so verkörpern die Männer aus dem Morgenland die Welt der Völker, die Kirche aus den Heiden  –  die Menschen, die sich alle Jahrhunderte hindurch auf den Weg zum Kind von Bethlehem machen, in ihm den Sohn Gottes verehren und sich vor ihm beugen.

Die Kirche nennt dieses Fest  Epiphanie  –  Erscheinen des Göttlichen. Wenn wir darauf hinschauen, wie seit jenem Beginn Menschen aller Herkünfte, aller Erdteile, all der verschiedenen Kulturen und Weisen des Denkens und Lebens auf dem Weg zu Christus waren und sind, dann dürfen wir wirklich sagen, daß diese Pilgerschaft und die Begegnung mit Gott als Kind eine Epiphanie der Güte und der Menschenfreundlichkeit Gottes ist (Tit 3, 4).

Einer vom seligen Papst Johannes Paul II. begründeten Tradition folgend, begehen wir das Fest der Epiphanie des Herrn zugleich als Tag der Bischofsweihe für vier Priester, die nun in verschiedenen Funktionen am Dienst des Papstes für die Einheit der einen Kirche Jesu Christi in der Vielheit der Teilkirchen mitwirken werden.

Der Zusammenhang dieser Bischofsweihe mit dem Thema der Wallfahrt der Völker zu Jesus Christus ist offenkundig. Dem Bischof ist es aufgetragen, in dieser Wallfahrt nicht nur mitzugehen, sondern voranzugehen und den Weg zu zeigen. Ich möchte aber noch eine konkretere Frage in diesem Gottesdienst zusammen mit Ihnen betrachten.

Christus begründete ein neues Königtum

Anhand der von Matthäus erzählten Geschichte können wir uns durchaus ein gewisses Bild davon machen, was für Menschen dies gewesen sein müssen, die da auf das Zeichen des Sterns hin aufgebrochen sind, um den König zu finden, der nicht nur für Israel, sondern für die Menschheit eine neue Art von Königtum begründen sollte.

Was also waren das für Menschen? Und fragen wir auch, ob trotz des Unterschieds der Zeiten und der Aufträge von ihnen her etwas darüber sichtbar werden kann, was ein Bischof ist und wie er seinen Auftrag erfüllen soll.

Die Männer, die da ins Unbekannte ausgezogen sind, waren auf jeden Fall Menschen des unruhigen Herzens. Menschen, die die Unruhe nach Gott und nach dem Heil der Welt umtrieb. Wartende Menschen, die sich nicht begnügten mit ihrem gesicherten Einkommen und ihrer wohl ansehnlichen sozialen Stellung. Sie hielten Ausschau nach dem Größeren.

Es waren wohl gelehrte Männer, die vieles von den Gestirnen wußten und wohl auch über philosophische Bildung verfügten. Aber sie wollten nicht einfach nur vieles wissen. Sie wollten vor allem das Wesentliche wissen. Sie wollten wissen, wie man es macht, ein Mensch zu sein. Und deshalb wollten sie wissen, ob es Gott gibt, wo und wie er ist. Ob er sich um uns kümmert und wie wir ihm begegnen können. Sie wollten nicht nur wissen. Sie wollten die Wahrheit über uns und über Gott und die Welt erkennen.

Unterwegs sein zu einer Verheißung

Ihre äußere Pilgerschaft ist Ausdruck ihres inneren Unterwegsseins, der inneren Pilgerschaft ihres Herzens. Es waren Menschen, die Gott suchten und letztlich auf dem Weg zu ihm hin waren. Es waren Gottsucher. media-375476-2

Damit sind wir aber nun bei der Frage: Wie muß ein Mensch sein, dem die Hände zur Bischofsweihe in der Kirche Jesu Christi aufgelegt werden? Wir können sagen: Er muß vor allem ein Mensch sein, dem es um Gott geht, denn nur dann geht es ihm auch wirklich um die Menschen.

Wir könnten auch umgekehrt sagen: Ein Bischof muß ein Mensch sein, dem die Menschen am Herzen liegen, den das Geschick der Menschen bewegt. Er muß ein Mensch für die anderen sein. Aber das kann er nur dann wirklich, wenn er ein von Gott ergriffener Mensch ist. Wenn ihm die Unruhe zu Gott zur Unruhe für sein Geschöpf Mensch geworden ist.

Wie die Weisen aus dem Morgenland, so darf auch ein Bischof nicht jemand sein, der bloß seinen Job ausübt und es dabei bewenden läßt. Nein, er muß von der Unruhe Gottes für die Menschen ergriffen sein. Er muß gleichsam mit Gott mitdenken und mitfühlen.

Nicht nur dem Menschen ist die Unruhe für Gott eingeschaffen, sondern diese Unruhe ist Mitbeteiligung an der Unruhe Gottes für uns. Weil Gott nach uns unruhig ist, darum geht er uns nach bis in die Krippe, bis an das Kreuz.

„Von der Suche nach mir bist du müde am Brunnen gesessen, hast zu meiner Erlösung das Kreuz erlitten. Laß diese Mühsal nicht umsonst gewesen sein“, betet die Kirche im Dies Irae.

Die Unruhe des Menschen nach Gott und von ihr her die Unruhe Gottes nach dem Menschen muß den Bischof umtreiben. Das ist gemeint, wenn wir sagen, daß der Bischof vor allem ein Mensch des Glaubens sein muß. Denn Glaube ist nichts anderes als das innere Berührtsein von Gott, das uns auf den Weg des Lebens führt.

Glaube zieht uns in das Ergriffensein von Gottes Unruhe hinein und macht uns zu Pilgern, die innerlich unterwegs sind zum wahren König der Welt und zu seiner Verheißung der Gerechtigkeit, der Wahrheit, der Liebe. Der Bischof muß in dieser Pilgerschaft vorausgehen, den Menschen Wegweiser zu Glaube, Hoffnung und Liebe hin sein.

Die innere Pilgerschaft des Glaubens zu Gott hin vollzieht sich vor allem im Gebet. Der heilige Augustinus hat einmal gesagt, das Gebet sei letztlich nichts anderes als Aktualisierung und Radikalisierung unserer Sehnsucht nach Gott.

Wir könnten statt des Wortes „Sehnsucht“ auch das Wort „Unruhe“ einsetzen und sagen, daß das Gebet uns aus unseren falschen Bequemlichkeit, aus unserer Verschlossenheit ins Materielle und Sichtbare herausreißen und uns die Unruhe zu Gott hin vermitteln will; uns so gerade auch offen und unruhig füreinander macht.

Der Bischof muß ein Pilger Gottes sein, dessen Seele sich weitet auf Gott hin

Der Bischof muß als Pilger Gottes vor allem ein betender Mensch sein. Er muß im steten inneren Kontakt mit Gott leben, seine Seele muß weit auf Gott hin offenstehen. Er muß seine Nöte und die der anderen, auch seine Freuden und die der anderen, zu Gott hintragen und so auf seine Weise den Kontakt zwischen Gott und der Welt in der Gemeinschaft mit Christus herstellen, damit sein Licht in die Welt hereinleuchtet.

Mut des Wagnisses  – Demut des Glaubens

Kehren wir zurück zu den Weisen aus dem Morgenland. Dies waren vor allem auch Menschen, die Mut hatten, den Mut und die Demut des Glaubens. Es brauchte Mut, um das Zeichen des Sterns als Auftrag zum Aufbruch anzunehmen, hinauszuziehen  –  ins Unbekannte, Ungewisse, auf Wegen, auf denen vielerlei Gefahren lauerten.

Wir können uns vorstellen, daß der Entschluß dieser Männer Spott hervorrief: den Spott der Realisten, die die Träumerei dieser Menschen nur belachen konnten. Wer auf so ungewisse Verheißungen hin aufbrach und alles riskierte, der konnte nur lächerlich erscheinen.

Aber für diese von Gott innerlich angerührten Menschen war der Weg nach seiner Weisung wichtiger als die Meinung der Menschen. Die Suche nach der Wahrheit war ihnen wichtiger als der Spott der scheinbar gescheiten Welt.

Wie sollten wir bei einer solchen Situation nicht an die Aufgabe eines Bischofs in unserer Zeit denken?

Die Demut des Glaubens, des Mitglaubens mit dem Glauben der Kirche aller Zeiten wird immer wieder in Konflikt geraten mit der herrschenden Klugheit derer, die sich ans scheinbar Sichere halten.

Wer den Glauben der Kirche lebt, steht vielfach quer zum Zeitgeist

Wer den Glauben der Kirche lebt und verkündet, steht in vielen Punkten quer zu den herrschenden Meinungen gerade auch in unserer Zeit. Der heute weithin bestimmende Agnostizismus hat seine Dogmen und ist höchst intolerant gegenüber all dem, was ihn und seine Maßstäbe in Frage stellt.

Deshalb ist der Mut zum Widerspruch gegen die herrschenden Orientierungen für einen Bischof heute besonders vordringlich. Er muß tapfer sein. Und Tapferkeit besteht nicht im Dreinschlagen, in der Aggressivität, sondern im Sich-schlagen-Lassen und im Standhalten gegenüber den Maßstäben der herrschenden Meinungen.

„Wer Gott fürchtet, der zittert nicht“

Der Mut des Stehenbleibens bei der Wahrheit ist unausweichlich von denen gefordert, die der Herr wie Schafe unter die Wölfe schickt. „Wer Gott fürchtet, zittert nicht“, sagt das Buch Jesus Sirach (34, 16). Gottesfurcht befreit von der Menschenfurcht; sie macht frei.

Mir kommt da eine Begebenheit aus den Anfängen des Christentums in den Sinn, die der heilige Lukas in derApostelgeschichte erzählt. Nach der Rede des Gamaliël, der von der Gewalt gegenüber der werdenden Gemeinschaft der Jesus-Glaubenden abriet, rief der Hohe Rat die Apostel herbei und ließ sie auspeitschen. Dann verbot er ihnen, im Namen Jesu zu predigen und ließ sie frei.

Lukas fährt dann fort: „Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, daß sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden. Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich… und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus“ (Apg 5, 40 ff).

Auch die Nachfolger der Apostel müssen damit rechnen, daß sie immer wieder auf moderne Weise verprügelt werden, wenn sie nicht aufhören, das Evangelium Jesu Christi hörbar und verständlich zu verkündigen. Und dann dürfen sie sich freuen, daß sie gewürdigt wurden, für ihn Schmach zu erleiden.

Natürlich wollen wir wie die Apostel die Menschen überzeugen und in diesem Sinn Zustimmung gewinnen. Natürlich provozieren wir nicht, sondern ganz im Gegenteil laden wir alle ein in die Freude der Wahrheit, die den Weg zeigt.

Der Maßstab ist ER selbst: der HERR

Aber die Zustimmung der herrschenden Meinungen ist nicht der Maßstab, dem wir uns unterwerfen. Der Maßstab ist ER selbst: der HERR. Wenn wir für ihn eintreten, werden wir gottlob immer wieder Menschen für den Weg des Evangeliums gewinnen.

Aber unweigerlich werden wir auch von denen, die mit ihrem Leben dem Evangelium entgegenstehen, verprügelt, und dann dürfen wir dankbar sein, daß wir gewürdigt werden, am Leiden Christi teilzuhaben.

Die Weisen sind dem Stern gefolgt, und so sind sie zu Jesus gekommen, zu dem großen Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt (vgl. Joh 1, 9).

Als Pilger des Glaubens sind die Weisen selbst zu Sternen geworden, die vom Himmel der Geschichte leuchten und uns den Weg zeigen. Die Heiligen sind die wahren Sternbilder Gottes, die die Nächte dieser Welt erleuchten und uns führen. Der heilige Paulus hat im Philipper-Brief seinen Gläubigen gesagt, daß sie wie Lichter in der Welt leuchten sollen (Phil 2, 15).

Liebe Freunde, dies geht auch uns an. Dies geht besonders Euch an, die Ihr in dieser Stunde zu Bischöfen der Kirche Jesu Christi geweiht werdet. Wenn Ihr mit Christus lebt, im Sakrament neu ihm verbunden, dann werdet auch Ihr weise. Dann werdet Ihr Lichter, die den Menschen vorangehen und ihnen den rechten Weg des Lebens zeigen.

In dieser Stunde beten wir alle hier für Euch, daß der Herr Euch mit dem Licht des Glaubens und der Liebe erfüllt. Daß Euch diese Unruhe Gottes um den Menschen berührt, damit alle seine Nähe erfahren und von seiner Freude beschenkt werden. Wir bitten für Euch, daß der Herr Euch immer den Mut und die Demut des Glaubens schenke.

Wir bitten Maria, die den Weisen den neuen König der Welt gezeigt hat (Mt 2, 11), daß sie als liebevolle Mutter auch Euch Jesus Christus zeige und Euch helfe, Wegweiser zu ihm zu sein. Amen.


Vermeintliche „Schauwunder“ nehmen zu – Kirchenleitungen reagieren skeptisch

Seit zwei Jahren geistert ein „Wunder“-Video, das in der Geburtskirche von Bethlehem entstanden ist, durch die schwarmgeistige und mirakelbewegte Szene, wobei sich angeblich das Christkind  höchstselbst in Form von Nebelschwaden herausbilde  –  was freilich völliger Unfug ist.

Näheres hier:
http://blog.gwup.net/2013/01/02/jesus-christus-ist-erschienen-in-bethlehem-auf-video/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+gwup-die-skeptiker+%28gwup+|+die+skeptiker%29

Auch sonst wird in erscheinungsfrommen Kreisen  –  nicht zuletzt aus dem Umfeld Medjugorje  –  seit Jahrzehnten von angeblichen „Foto-Wundern“ oder Bluttränen-Madonnen erzählt. media-375643-2

Dabei nehmen derlei Phänomene manchmal größere Ausmaße an und rufen so die jeweilige Kirchenleitung auf den Plan, die mit Recht vor jeder Wundersucht warnt,  so etwa im September 2012, als es ein „Blutwunder“ an einer Marienstatue in Byblos im Libanon gegeben haben soll.

Ähnlich wenige Monate zuvor in New Jersey, wo es an einem Ginkgo-Baum zu einer Art mysteriösem Marienbild gekommen sein soll,  wobei die Kirchenvertreter das „Wunder“ sofort dementiert haben.

Mit solchem Unfug wird der wahre Glaube lächerlich gemacht, der nicht allein durch den Unglauben bedroht ist, sondern auch und erst recht durch den Aberglauben.

Wir leben hier auf Erden im Glauben, nicht im Schauen, wie der hl. Apostel Paulus bekräftigt (vgl. 2 Kor 5,7)  – wer hingegen  mirakulöse „Schauwunder“  benötigt (noch dazu solche, die  inhaltlich bzw. theologisch sinnlos sind), der ist offenbar in seinem Glauben  nicht sattelfest.

Felizitas Küble


28. Dezember – Gedenktag der Unschuldigen Kinder (ermordet in Bethlehem)

Kindermord damals und heute

Sag mir, wo die Kinder sind, wo sind sie geblieben?

Unbarmherzig wurden sie in den Tod getrieben.

Mütterseelen leiden Not, haben abgetrieben,

gaben ihrem Kind den Tod, wollten es nicht lieben.

Baby (2)

Aber unauslöschlich leben ewig diese Kleinen.

Werden sich mit uns erheben, zum Gericht erscheinen.

ER hat Dein und meine Würde stets geliebt auf Erden. 

Darum drängte GOTTES SOHN, selbst ein Kind zu werden.

Pfr. Winfried Pietrek


ZDF-Sendung zu Weihnachten bestand aus „geradezu albernen Vermutungen“

Von Dr. Christoph Heger

Beschwerdebrief an das ZDF

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Ihre Sendung „Das Geheimnis der Geburt Jesu“ war leider eine ärgerliche wissenschaftliche Dünnbrett-Bohrerei  –  ausgerechnet am 25.12.2012.

1. Die Mutter Jesu keine Jungfrau? Von wegen Übersetzungsfehler – das hebräische Wort `almah in Jes 7,14 hat im gesamten AT nie eine andere Bedeutung als “junges Mädchen vor der ersten Begegnung mit dem Mann”, also genau das, was mit “Jungfrau” bezeichnet wird. Die (jüdischen) Übersetzer des AT ins Griechische (in die sog. Septuaginta) haben das völlig richtig mit dem griechischen Wort für “Jungfrau”, nämlich “parthénos”, übersetzt. Das bestätigt auch widerwillig der spätere jüdische Talmud, der Jesus eine uneheliche Geburt bescheinigt.  6a40d593df - Kopie

2. Die Behauptung, Maria habe weitere Kinder geboren, weil im Evangelium von Brüdern und Schwestern Jesu gesprochen wird, ist ein alter Hut, schon aus der Antike bekannt  –  wie auch die Gegenargumente: daß es im Aramäischen kein Wort für „Vetter“ usw. gibt, daß Jesus am Kreuz seine Mutter dem Apostel Johannes anvertraut usw.

3. Jesus sei nicht in Bethlehem geboren? Merkwürdigerweise wird in der antiken (jüdischen und heidnischen) antichristlichen Polemik die Geburt Jesu in Bethlehem nicht bezweifelt. Die Umstände (Jesu nicht bezweifelte davidische Herkunft und damit Bezug zu Bethlehem) sprechen klar dafür.

4. Bethlehemitischer Kindermord eine Erfindung, weil bei Flavius Josephus nicht erwähnt? Lächerlich! Ein solches argumentum e silentio gilt in anderen Zusammenhängen als strafbare Volksverhetzung.

Dieselbe Redaktion, die sich nicht genug tun kann in der Erklärung der historischen Unglaubwürdigkeit der Evangelien, ergeht sich in teils geradezu albernen Vermutungen über den historischen Ablauf usw.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Heger

Dr. Christoph Heger
Kielsberg 43
51491 Overath

 


Scharfe Experten-Kritik an der bibelskeptischen ZDF-Sendung „Das Geheimnis der Geburt Jesu“

Deutliche Kritik an der ZDF-Dokumentation „Das Geheimnis der Geburt Jesu“  übt der Vorsitzende des Nordelbischen Arbeitskreises für biblische  Orientierung, Alexander Schick.

Der Fernsehsender hat sich am 25. Dezember in einem 45-minütigen sogenannten „Faktencheck“ mit der Geburt Christi befaßt. Nach Ansicht des evangelischen Nahostexperten Schick hat die Sendung jedoch lediglich „die  üblichen Klischees verbreitet“:

Es werde behauptet, daß Jesus nicht in Bethlehem, sondern angeblich in Nazareth geboren sei, daß seine Mutter Maria angeblich keine Jungfrau war und daß es den Kindermord von Bethlehem nie gegeben habe. Dies seien vielmehr alles Erfindungen der Evangelisten Lukas  und Matthäus oder  –  wie die Angelegenheit mit der Jungfrau  –  ein Übersetzungsfehler.

Laut Schick sind diese Thesen keineswegs neu; sie würden den Zuschauern Jahr für Jahr als vermeintlich „wissenschaftliche Fakten“ aufgetischt. Dabei hätten sie ihre Wurzeln in jener bibelkritischen „Theologie“, die  Wunder und eine übernatürliche Erfüllung göttlicher Ankündigungen grundsätzlich ausschließt.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Gemäß dieser Auffassung könne es nicht sein, daß Jesus in Bethlehem geboren wurde, also in jenem Ort, den der alttestamentliche Prophet Micha bereits als Geburtsort des Messias  vorhergesagt hat.

Schick bemängelt auch, daß in der ZDF-Sendung keine theologisch konservativen Forscher interviewt wurden.

So habe der kath. Exeget Prof. Dr. Klaus Berger nachgewiesen, daß sich die Autoren des Neuen Testamentes keineswegs Berichte ausgedacht hätten, weil sie dadurch die  Prophezeiungen des Alten Testamentes erfüllt sehen wollten. Vielmehr  hätten sie Ereignisse festgehalten und erst beim späteren Nachdenken  festgestellt, daß diese mit den Voraussagen der biblischen Propheten  übereinstimmen. Dies gelte auch im Blick auf die  Jungfrauengeburt.  

Die Macher der ZDF-Sendung hätten „eine tolle Möglichkeit vertan, um die Zuschauer über Jesus von Nazareth seriös zu informieren“.  –  Es sei „mehr als bedauerlich, dass solche
Sendungen dann auch noch von unseren Gebühren finanziert werden“.

In einer Pressemitteilung ruft Schick zu Protesten gegen diese „manipulative Sendung“ auf.

Er ist Bestseller-Autor zu den Schriftrollen vom Toten Meer und Begründer einer Qumran- und Bibel-Wanderausstellung, die mehr als eine halbe Million Menschen gesehen haben.

Quelle:  evangelische Nachrichtenagentur www.idea.de 


Edith Stein: Am Kind in der Krippe, dem König der Könige, scheiden sich die Geister

„Der Geist Christi bekämpft die Sünde und liebt den Sünder

Die hl. Edith Stein   – als Nonne hieß sie Theresia Benedicta vom Kreuz (a Cruce)  –  erblickte 1891 als deutsche Jüdin in Schlesien das Licht der Welt; als junge Erwachsene fand sie zum katholischen Glauben, trat in den Karmelitenorden ein und wurde 1942 in Auschwitz ermordet. Die Märtyrerin wurde vom Papst heiliggesprochen und zur „Patronin Europas“ ernannt. 

In Ihrer Betrachtung „Das Weihnachtsgeheimnis“ schrieb die Ordensfrau Folgendes über das Bibelwort „Das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfaßt“ (Joh 1,5): 109fab9abe

Das Kind in der Krippe streckt seine Händchen aus  –  und sein Lächeln scheint schon auszudrücken, was es später, als Mann, sagen wird: “Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt“ (Mt 11,28)... „Folge mir!“ sagen die Hände des Kindes, wie es später die Lippen des Mannes tun.

So haben sie den Jünger gerufen, den der HERR liebte und der jetzt auch zu denen gehört, die sich um die Krippe versammeln. Der heilige Johannes, jung und reinen Herzens, brach auf, ohne zu fragen: Wohin? oder Warum? Er verließ das Boot und seinen Vater (Mt 4,22) und folgte dem HERRN überall hin  –  bis nach Golgotha (Joh 19,26).

„Folge mir!“  –  Diesen Ruf hörte auch der junge Stephanus. Er folgte seinem HERRN in den Kampf gegen die Mächte der Finsternis, gegen Verblendung und hartnäckige Verweigerung des Glaubens   – und legte durch sein Wort und sein Blut Zeugnis für seinen HERRN ab.

Er ließ sich von Seinem Geist leiten, dem Geist der Liebe, der die Sünde bekämpft, den Sünder jedoch liebt –  und der noch bis in den Tod den Mörder vor Gott verteidigt.

 Um die Krippe herum knien die Söhne des Lichtes: gebrechliche, heilige Einfältige, gläubige Hirten, demütige Könige, Stephanus, der leidenschaftliche Jünger, und der Apostel der Liebe, Johannes, alle, die dem Ruf des HERRN gefolgt sind.

Ihnen gegenüber stehen, im Dunkel unvorstellbarer Verhärtung und Verblendung, die Rechtsgelehrten, die wissen, wann und wo der Retter geboren werden würde (Mt 2,5) und doch nicht nach Bethlehem gingen  –  und König Herodes, der den HERRN des Lebens umbringen wollte.

Vor dem Kind in der Krippe scheiden sich die Geister. Es ist der König der Könige, HERR über Leben und Tod. Es spricht: „Folge mir“  –  und wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn (Mt 12,30).

Das Kind sagt es auch uns und fordert uns auf, zwischen dem Licht und der Dunkelheit zu wählen.