Neue Bundesländer: Überdurchschnittlich viele Christen unter den Handwerkern

Unter Handwerkern gibt es in den neuen Bundesländern mehr Christen als in anderen Berufen. Denn in der DDR hatten sie im Handwerk größere Möglichkeiten, sich zu entfalten, als in der Industrie.

Diese Ansicht äußerte einer der beiden Vizepräsidenten der Handwerkskammer Potsdam, Thomas Erdmann, aus Anlass des Gartenfestes seines Dachverbandes am 31. Mai in Caputh. Die Vereinigung umfasst 17.300 Betriebe.

Erdmann sorgte dafür, dass sich erstmals Christen bei einem der wichtigsten Treffen der Handwerkskammer präsentieren konnten. Am Gartenfest nahmen rund 300 Führungskräfte teil, darunter drei Minister der brandenburgischen Landesregierung.

Bild: Christliches PLAKAT des Deutschen Handwerksverband vor einigen Jahren: „Ich baue Gott ein Haus“.

Zur Vorbereitung hatte sich eine Gruppe von „Christen im Handwerk“ gebildet, die während des Festes Gespräche über ihren Glauben führten, die Angebote der Organisation „Christen in der Wirtschaft“ vorstellten und zum Kongress Christlicher Führungskräfte einluden.

Zuvor konnte einer der dortigen Hauptreferenten, der Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz, vor allen Besuchern darüber reden, warum er Christ ist. Nach seinen Worten bekommt man durch die Beziehung zu Gott befriedigende Antworten auf entscheidenden Lebensfragen. Kirche und Handwerk gehörten eng zusammen, denn beide gründeten auf wesentlichen Werten.

Im Handwerk ist es – so Plentz – vor allem wichtig, ehrlich zu sein. Seine Bäckerei mit ihren rund 150 Mitarbeitern zählt zu den vorbildlichen brandenburgischen Betrieben, die im April von Bundespräsident Steinmeier mit dem Europass Mobilität ausgezeichnet wurden.

Wie der Präsident des Zentralverbandes des Dt. Handwerks, Hans-Peter Wollseifer, auf dem Gartenfest sagte, geht es den Handwerkern wirtschaftlich gegenwärtig sehr gut. Ihr größtes Problem sei der Mangel an Fachkräften. Der Verband vertritt etwa eine Million Betriebe mit mehr als 5,4 Millionen Beschäftigten, die einen Jahresumsatz von über 560 Milliarden Euro erwirtschaften. Wie es auf dem Fest weiter hieß, verdienen gute Handwerker mittlerweile mehr als viele Akademiker.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/neue-bundeslaender-unter-handwerkern-mehr-christen-als-in-der-industrie-105500.html


Bayern: Staatl. Unternehmenswettbewerb sucht familienfreundlichsten Arbeitgeber

Bewerbungen bis 30. Oktober möglich

Die Bayerische Staatsregierung sucht die 20 familienfreundlichsten Unternehmen in Bayern. Darauf haben heute Bayerns Arbeitsstaatssekretär Johannes Hintersberger und Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer noch einmal hingewiesen:

„Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern heute familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Der Katalog an Möglichkeiten ist dabei unbegrenzt. Die 20 familienfreundlichsten Unternehmen zeichnen wir mit dem Unternehmenspreis ‚Erfolgreich.Familienfreundlich“ aus.“

Bewerbungen sind noch bis 30. Oktober möglich.

Arbeitsstaatssekretär Hintersberger ist sich sicher: „Qualifizierte Fachkräfte achten immer stärker darauf, Beruf und Familie gut miteinander in Einklang zu bringen. Darauf müssen sich Unternehmen einstellen. Hier gibt es keine Musterlösung. Denn die Anforderungen am jeweiligen Arbeitsplatz sind genau so verschieden wie die individuellen Lebensplanungen.

Familienfreundlichkeit hängt nicht an der Größe oder der Art des Betriebes. Wichtig ist vielmehr der Wunsch, gemeinsam Verbesserungen für die Familien zu schaffen. Mit dem Familienpakt Bayern unterstützen wir die Unternehmen dabei.“

Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer erklärt:

„Bayerns Wirtschaft wächst stetig und das spiegelt auch der Arbeitsmarkt wider: Mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 3 Prozent – dem niedrigsten jemals gemessenen September-Wert – herrscht in Bayern de facto Vollbeschäftigung.

Um qualifizierte Fachkräfte zu bekommen, müssen bayerische Unternehmen daher ein attraktives Gesamtpaket bieten. Neben einem sicheren Arbeitsplatz und guter Bezahlung spielt dabei auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine immer wichtigere Rolle. Mit dem Preis wollen wir die Betriebe, die sich hier besonders engagieren, würdigen und Anreize für familienfreundliche Unternehmenspolitik setzen.“

Das Bayerische Arbeits- und das Wirtschaftsministerium verleihen den Unternehmenspreis ‚Erfolgreich.Familienfreundlich“ zum zweiten Mal. Im November letzten Jahres wurden im Rahmen des Familienpakts Bayern aus 188 Teilnehmern erstmals 20 Unternehmen ausgezeichnet, denen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besonders gut gelingt.

Am diesjährigen Wettbewerb können erneut kleine, mittlere und große Unternehmen sowie privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen der öffentlichen Hand teilnehmen. Teilnahmevoraussetzung ist: Sie müssen ihren Sitz bzw. ihre Betriebsstätte in Bayern haben und mit Gewinnerzielungsabsicht arbeiten.

Bewerbungen können bis zum 30. Oktober 2017 beim Wettbewerbsbüro eingereicht werden.

Nähere Infos, einen Zeitplan sowie das Anmeldeformular gibt es unter www.familienpakt-bayern.de/wettbewerb.

Quelle: http://www.stmas.bayern.de/presse/pm1710-445.php

Fotos: CSU, Evita Gründler


Mangelnde Disziplin und Deutschkenntnisse junger Asylbewerber beklagt

Er spricht aus, was sich viele nicht zu sagen trauen. Der Direktor einer Berufsschule aus dem mecklenburgischen Wismar redet Klartext über Integrationsprobleme jugendlicher Asylbewerber an seiner Schule.

„Wie es jetzt aussieht, werden wir es nur selten schaffen, die Schüler zur Berufsreife zu bringen“, beklagt Schulleiter Horst Stein im Interview mit der Schweriner Volkszeitung. Die Deutschkenntnisse vieler reichten „bestenfalls für die Verständigung“, für eine Berufsausbildung sei das nicht genug.

Noch gravierender ist für Stein das Mentalitätsproblem vieler junger Asylbewerber: „Werte wie Pünktlichkeit, Ordnung oder Disziplin werden von den jungen Leuten nicht eingehalten. Das verstehe ich nicht. Sie müssen sich doch nach unseren Gepflogenheiten und Lebensgewohnheiten richten.“

Stein bedauert, daß der Schule keine Druckmittel zur Verfügung stünden. „Manche Asylbewerber haben 200 und mehr Fehlstunden. Und wir können kaum etwas dagegen tun. Allein schaffen wir das nicht, hier Ordnung hereinzubringen“, so sein hilfloses Fazit. Von der Politik fühlt er sich unverstanden: „Die Bundeszentrale für politische Bildung hat uns übersetzte Grundgesetze überlassen. Schön, aber das nützt uns gar nichts.“

Immer häufiger gebe es zudem Auseinandersetzungen zwischen den Asylbewerbern, „meist aus religiösen oder pubertären Anlässen heraus“. Dabei bliebe es nicht nur bei der Androhung von Schlägen. Auch die Polizei sei schon in seiner Schule gewesen, „um jugendlichen Asylbewerbern Drogen abzunehmen“.

Zwar gebe es „einige positive Beispiele“ von Schülern, die an Gymnasien wechselten. Aber er warnt: „Wenn wir es nicht schaffen, diese Schüler auf Berufsniveau zu bringen, werden sie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/manche-asylbewerber-haben-200-fehlstunden/