Sexualisierte Gewalt in einer Mainzer Kita – und die Verantwortung des Bistums?

PRESSEMELDUNG der Betroffenen-Initiative „netzwerkB“:

Das Bistum Mainz, mit Kardinal Karl Lehmann an der Spitze, „feuert“ lieber sieben Angestellte, anstatt selbst die Verantwortung für den Skandal in der Mainzer Kita ‘Maria Königin‘ zu übernehmen. https://i2.wp.com/netzwerkb.org/wp-content/uploads/2015/06/kardinal-lehmann-kita-mainz.jpg

55 Kinder sollen monatelang mehrfach täglich massiv bedroht und erpresst worden sein und sexualisierte Gewalt erfahren haben. Laut Berichten soll es geradezu ein Bandenwesen von Kindern gegen andere Kinder gegeben haben.

Die Frage ist zu stellen, was für eine Kultur in dieser Kita vorherrschte, dass ein solch massives Ausagieren von Gewalt möglich war.

Die Entlassung von allen Mitarbeitern mag für manche befreiend wirken; der Anschein wird erweckt, die Wurzel des Übels sei bereits identifiziert, nötige Konsequenzen gezogen und somit alles wieder in Ordnung.

Mitarbeiter-Entlassung nur Symptombehandlung

Letztendlich ist diese Maßnahme nur eine sehr oberflächliche Symptombehandlung.

Und noch bevor der Widerhall in den Medien über diesen Skandal ganz verklungen ist, geht die katholische Kirche zum nächsten Tagesgeschäft über: die anstehende Neueröffnung ihrer Kita.

Durch die Kündigung der Erzieher wird die Annahme bestärkt, dass der Dienstgeber – also der Träger oder Geschäftsführer – davon überzeugt ist, dass die Angestellten ihre Dienstpflichten verletzt haben. Bisher werden in den Medien lediglich die Anklagepunkte durch die Staatsanwaltschaft gegen die Angestellten mitgeteilt.

Die Seite der Erzieherinnen wird ausgeklammert, wie sie die beschriebenen Vorgänge erlebt haben mögen, wie das Ganze arbeitsrechtlich zu behandeln sei, etc.

Dabei könnte es sich lohnen, näher hinzuschauen und z.B. arbeitsorganisatorische Fragen zu stellen:

Wie viele KollegInnen arbeiteten pro Schicht? Wie lange dauerte eine Schicht? Für welches Entgelt wurde gearbeitet? Wie waren die Arbeitsbedingungen? Wie lief die Kommunikation der KollegInnen untereinander? Wie war die übliche Stimmung bzw. Arbeitsatmosphäre und warum?

Und brisanter noch: Wie waren die Kommunikationsstrukturen zwischen Team und Leitung, zwischen Leitung und Geschäftsführung bzw. Träger? Interessierte die Geschäftsführung bzw. den Träger denn nicht, wie der Arbeitsalltag in dieser Kita aussah?

Informierte sie sich also oder tat sie dies nicht? Wenn sie sich informiert hatte – warum handelte sie dann erst, als eine Tageszeitung sich einschaltete? Merkwürdigerweise scheint die Aufmerksamkeit sowohl der Staatsanwaltschaft als auch der Öffentlichkeit nur auf die Ex-Angestellten gerichtet zu sein und nicht auf die Verantwortung der Bistumsleitung.

Wer versucht hier, seine Hände in Unschuld zu waschen bzw. die Verantwortung auf die weiter unten in der Arbeitshierarchie abzuwälzen?  


Der grüne Landesverband und seine „Aufarbeitung“ des Pädosex-Skandals

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative „netzwerkB“:

Jetzt sind die GRÜNEN mal wieder dran. Zur letzten Wahlzeit hat man sich ja noch etwas bedeckt gehalten, auch wenn der Skandal schon am Kochen war. 

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

Dann hat man – das ist ja derzeit eine richtige Wachstumsindustrie – ein Gutachten in Auftrag gegeben. Und nun macht man auf Aufarbeitung.

Dem üblichen Prozedere folgen auch die GRÜNEN:

Akt I: Man gebe sich erstaunt, dass da dann doch ein Problem wäre. Man winde sich wie ein Aal – versucht das Ganze zu ignorieren (wenn ich lange genug wegschaue, geht es weg.

Akt II: Wenn man gar nicht anders kann, fängt man die ‚Aufarbeitung‘ an. Man beauftragt ein Forschungsinstitut (nicht vergessen: Akten vernichten!). Man winde sich weiter wie ein Aal und gibt dann nur so viel zu, wie ohnehin schon offenliegt.

Akt III: Man übe sich in öffentlichen Bekanntgaben. Der Forschungsbericht wird offengelegt – schonungslos! – man bemüht den Zeitgeist und bestätigt, dass das natürlich keine Entschuldigung sei. Halt irgendwie dumm gelaufen alles.

Akt IV: DAS GROSSE REDEN und der Quak-Chor:

Man unterhält nun beste Verbindungen mit den Strukturen, die ja schon geschaffen sind, um das ganze Thema zu besprechen – aber kostengünstig, ohne wirkliche und schnelle Hilfe für die Betroffenen.

Nun kommt ein Handlungkatalog (s. S. 90 Bericht http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2015/05/bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf) – man übernimmt schließlich Verantwortung und zieht Konsequenzen: Die bundesweite GRÜNE Anlaufstelle kriegt jetzt eine besondere Berlin-Grüne-Email Adresse. (‚Opfer‘ haben mittlerweile so viele Anlaufstellen, da können sie den ganzen Tag lang jammern.)

Man wird sich nun bemühen, dass der bundesweite Hilfsfond besser ausgestattet wird. Nun wird für die Zukunft auch politischer Einsatz zum Thema gefordert. Es wird eine Diskussion geben über Strukturen und Denkmuster.

Öffentliche Bewusstseinsbildung soll vorangetrieben werden. Bei parteieigenen Veranstaltungen wird man dafür sorgen, dass die lieben Kleinen in der Kinderbetreuung auch wirklich sicher sind. Im Klartext heisst das: Quaken – bis zum Sankt Nimmerleinstag!

Und wenn Ihr GRÜNE dieses Quak-Konzert lange genug durchhaltet, gerät das Ganze ohnehin in Vergessenheit.  


Schützt die Vorlage von Führungszeugnissen wirklich vor pädosexuellen Taten?

Pressemeldung der Betroffenen-Initiative „netzwerkB“:

Wir fordern die Politik auf, den Mythos der Sinnhaftigkeit der Vorlagepflicht von Führungszeugnissen nicht weiter zu verbreiten: paragraph_300x3001

Führungszeugnisse sind keine geeignete Präventivmaßnahme. Die Verpflichtung zur Vorlage polizeilicher Führungszeugnisse bei der Bewerbung um eine Anstellung in einer Einrichtung, welche hauptsächlich Kinder bzw.  Jugendliche betreut oder in welcher diese beschäftigt werden, führt faktisch nicht zur Verbesserung des Schutzes der Kinder und Jugendlichen vor Pädo-Kriminellen.

Zunächst ist zwingend zu beachten, dass eine Verfahrenseinstellung gemäß § 153 oder 153a StPO, wie zuletzt im Fall Edathy bekannt geworden, aus einem solchen Führungszeugnis gerade nicht hervorgeht, sondern lediglich etwaige Verurteilungen. Dies ist für Beschuldigte/Täter gerade einer der Haupt-Anreizpunkte einer Verfahrenseinstellung zuzustimmen und eine (häufig medienwirksame) Verurteilung zu vermeiden.

Grafik: PI-News

Grafik: PI-News

§ 153 StPO wird angewandt, wenn aus Sicht der Staatsanwaltschaft die Schuld des Beschuldigten als gering einzustufen ist. Die häufigere Verfahrensweise ist jedoch das Vorgehen nach § 153a StPO, das heißt, einer Verfahrenseinstellung gegen eine Auflage – im Regelfall die Zahlung eines Geldbetrages an eine gemeinnützige Einrichtung oder die Staatskasse oder das Ableisten gemeinnütziger Arbeit.

Ein potentieller Arbeitgeber kann folglich aus einem vorgelegten Führungszeugnis nicht erkennen, ob gegen den Bewerber bereits ein Ermittlungsverfahren wegen pädokriminellen Tat geführt wurde.

Zur Vorlage eines „erweiterten“ Führungszeugnisses

Die Vorlage eines „erweiterten“ Führungszeugnisses, wie es etwa Staatsanwaltschaften und Gerichte anfordern können, kann allenfalls bei Bewerbern um Ämter des öffentlichen Dienstes / Richterämter und dergleichen verlangt werden. Ausschließlich aus diesen Führungszeugnissen sind auch etwaige Verfahrenseinstellungen ersichtlicn.

Insbesondere privat geführte Einrichtungen, Vereine etc. können folglich aus einem Führungszeugnis keineswegs erkennen, ob der Bewerber / die Bewerberin bereits in pädokrimineller Weise in Erscheinung getreten ist, wenn keine entsprechende Verurteilung vorliegt.

Zu berücksichtigen ist zudem in diesem Zusammenhang, dass von der Möglichkeit der Verfahrenseinstellung gemäß § 153a StPO, also gegen die Erfüllung von Auflagen, auch bereits durch die Staatsanwaltschaften häufig Gebrauch gemacht wird, zahlreiche Verfahren folglich gar nicht erst bei den Gerichten eingehen und somit bekannt werden.


Kinderschutzbund Niedersachsen möchte kein Geld von Edathy annehmen

NetzwerkB-Pressemitteilung vom 3. März 2015:

Das Verfahren gegen den ehem. Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy wurde gegen eine Geldauflage von 5000 Euro eingestellt. Empfänger sollte der Kinderschutzbund Niedersachsen sein. Der aber will das Geld nicht annehmen.

Die Entscheidung, das ‚Kinderporno-Verfahren‘ für eine Zahlung von 5000 Euro einzustellen, sei ein „fatales Signal“.

NetzwerkB begrüßt die Entscheidung des Kinderschutzbundes Niedersachsen und fordert alle Einrichtungen auf, die sich für mehr Kinderschutz einsetzen wollen, das Geld von Edathy ebenfalls nicht anzunehmen.


Betroffenen-Initiative fordert: Sexualkunde darf kein Einfallstor für Pädos sein!

Pressemeldung des Opferschutzverbandes „netzwerkB“:

NetzwerkB fordert eine kritische, transparente und differenzierte Diskussion in Politik und Gesellschaft über Inhalte, Möglichkeiten und vor allem auch wieder über die Grenzen des Sexualkundeunterrichtes in den Schulen. IMG_1061

Ein Unterricht, der Kinder und Jugendliche weit über ihre eigene natürliche Phase ihrer jeweiligen Entwicklung hinaus mit erwachsener Sexualität konfrontiert, ist kaum zu unterscheiden von sexualisierter Gewalt.

Wir meinen zudem, es darf nicht sein, dass von Sexualpädagogen verfasste Werke an Schulen zugelassen werden, die sich nicht nachdrücklich distanzieren von zweifelhaften Pädagogen wie z.B. einem Helmut Kentler: „Anfang der siebziger Jahre ließ er verwahrloste Jugendliche bei vorbestraften Päderasten unterbringen.“ (FAZ, 14.10. 2014)

„Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen nicht aufbrechen“

Eine zu frühe Konfrontation mit sexuellen Praktiken, Methoden und evtl. späteren Bedürfnissen verletzt die Kinder in ihrer zu schützenden natürlichen Entwicklung und öffnet zudem Pädokriminellen Tür und Tor.

„Das ist brandgefährlich“, sagte auch die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christina Hennen von der Vereinigung Deutscher Psychotherapeuten gegenüber der FAZ.

Eine solche Sexualpädagogik sei der Versuch, die Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen aufzubrechen. Pädagogen, welche die Abhängigkeit der Schüler ausnutzen, könnten so Gehorsam erzwingen. „Die Kinder werden hier gezielt verwirrt. Dabei brauchen sie gerade in der Persönlichkeitsreifung natürlich Toleranz, aber auch Eindeutigkeit und Strukturen.“

Unter dem Vorzeichen von „Gender“ komme hier zurück, was schon in der Kinderladenbewegung und der Reformpädagogik als übergriffig erkannt wurde. (FAZ 14.10.2014)

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://netzwerkb.org/2014/10/17/sexualkundeunterricht-als-einfallstor-fur-padokriminelle/

Kontaktdaten:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782  
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

Betroffenen-Initiative übt grundsätzliche Kritik an „Reformpädagogik“ und Odenwaldschule

Aktuelle Stellungnahme von „netzwerkB“:

Die Odenwaldschule ist zum Symbol der institutionalisierten sexualisierten Gewalt geworden. Ein Lehrer hat dokumentierte sexualisierte Gewalt, vom Volksmund gerne und falsch Kinderpornographie genannt, auf seinem Computer gespeichert.

Die Polizei kommt, beschlagnahmt das Material, die Schule kündigt dem Lehrer, im Nachklapp werden dem Lehrer weitere Grenzüberschreitungen vorgeworfen. IMG_1061

Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Vorfall und den neuen Vorwurf. Das hätte an jeder anderen Schule in Deutschland auch passieren können. Ist es aber nicht. An jeder anderen Schule hätte die Schulleitung um sich selbst und der Institution wegen den Vorfall der übergeordneten Behörde gemeldet, hätte die Vorkommnisse diskutiert und sich selbstkritisch auseinandergesetzt.

Nicht so an der Odenwaldschule. Stattdessen lässt die Schule das vom Landrat gesetzte Ultimatum, sich bis vergangenen Freitag zu erklären, verstreichen und musste zum Krisengespräch bei der übergeordneten Behörde antreten. Strengere Auflagen sollen nun die Schule auf Kurs bringen. Monatlich rapportieren soll sie.

Eine Strafarbeit also, wie sie eigentlich gar nicht zum Konzept der reformpädagogischen Schule passt. Vielleicht ist der nächste Schritt ja Nachsitzen.

Reformpädagogik als solche Anfang März erschien der Tagungsband „Reformpädagogik  –  wie weiter?“ in der Verlagsgruppe Beltz, herausgegeben von den Professoren für Pädagogik Jürgen Oelkers und Damian Miller.

Eigentlich ein gewöhnlicher Vorgang. Experten einer Disziplin finden auf einer Tagung zusammen, so wie in diesem Fall im Herbst 2011 im schweizerischen Kreuzlingen und diskutieren über die Frage, inwieweit die Reformpädagogik als solche für die massenhafte sexualisierte Gewalt an der Odenwaldschule verantwortlich gemacht werden kann oder nicht.

Das Ergebnis war niederschmetternd für die Odenwaldschule. Die Gurus dieser Ideologie waren Grenzüberschreiter, die Ideologie begünstigt die Grenzüberschreitungen und die Berichte aus der Praxis bestätigen die Erfahrung der Grenzüberschreitung. Worüber soll nach dieser Erkenntnisflut eigentlich noch diskutiert werden? Und wozu? Und mit wem?

Die Verantwortlichen der Odenwaldschule leben in ihrer eigenen Realität, und die anderen sind sich weitgehend einig. Das „Familienprinzip“, nachdem ein oder mehrere Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schülerinnen und Schülern unter einem Dach in sogenannten „Heimfamilien“ leben, begünstigt Grenzüberschreitungen. Darüber sind sich alle einig. Außer die Vertreter der Odenwaldschule.

Quelle und Fortsetzung der Erklärung von Norbert Denef und Andreas Huckele hier: http://netzwerkb.org/2014/05/02/zeit-das-licht-auszumachen/

 


NetzwerkB kritisiert „Runden Tisch“ und staatliche Haltung gegenüber Betroffenen

Pressemitteilung der Initiative „netzwerkB“:

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, äußert sich am 29. April 2014 in Berlin zu seiner Agenda bis 2018.

Aus unserer Erfahrung heraus diente die Stelle des Bundesmissbrauchsbeauftragten nur dem Hinhalten der Betroffenenverbände, damit am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ die großen Täterorganisationen ihre Vorstellungen von einer täterfreundlichen Welt durchsetzen konnten. 

Wir halten die Ergebnisse des Runden Tisches für komplett unbrauchbar. Der “Fond sexueller Missbrauch” (http://netzwerkb.org/2013/06/20/der-murks-mit-der-hilfe/) hat zum Ziel, diejenigen Organisationen, die Täter beschäftigten und dies immer noch tun, aus ihrer Verantwortung zu entlasten.

Hierfür ist ein einmaliger Betrag vorgesehen, um Betroffenen Therapien zu gewähren, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht anerkannt sind. Es handelt sich also im wahrsten Sinne des Wortes um ein Placebo.

BILD: Titel der fundierten Buch-Dokumentation „Die mißbrauchte Republik“

Wir können die Länderregierungen, die sich daran nicht beteiligen vollumfänglich verstehen. Außer Spesen nichts gewesen!

Die frühere Familienministerin Christine Bergmann wurde von der Bundesregierung zur unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung ernannt, mit einer Stimme und Sitz am Runden Tisch.

Im Dezember 2011 folgte ihr der Unterabteilungsleiter im Familienministerium, Johannes-Wilhelm Rörig, nach. Zwar hatte ihr Nachfolger keine Stimme und kein Sitz am Runden Tisch, wohl aber ein eigenes Budget, über das Rörig frei verfügen konnte.

Kritik am „Jour Fixe für Betroffene“

Davon veranstaltete er beispielsweise in regelmäßigen Abständen auch einen sog. “Jour Fixe für Betroffene”, für die man sich anmelden konnte und zu der man dann eingeladen wurde.

Vom Ablauf her sah es so aus, dass zuerst ein Überblick über den aktuellen Sachstand der Arbeit des Unabhängigen Beaufragten gegeben und anschließend darüber diskutiert wurde; ein Protokoll darüber wurde nicht angefertigt.prolifeusa

Nach einer Mittagspause mit kleinem Imbiss erfolgte dann ein Referat zu einem Thema, das der Unabhängige Beauftragte bestimmte; Betroffene hatten keine Möglichkeit, auf die Themenauswahl Einfluss zu nehmen, konnten also nicht ansprechen, was ihnen unter den Nägeln brennt.

Um 16 Uhr endete die Veranstaltung. Die Reisekosten wurden den Teinehmerinnen & Teilnehmern gem. Bundesreisekostengesetzt erstattet – so weit, so gut   –   aber jetzt kommt der Haken: “Voraussetzung für die Gewährung von Reisekosten war die ganztätige Teilnahme am Jour Fixe.” 

Man konnte also nicht einfach gehen, wenn einem etwas nicht gefiel, es sei denn, man wollte auf seinen, unter Umständen erheblichen, Fahrtkosten sitzen bleiben. Irgendwie erinnerte uns das an eine der kostenlosen Tagesausflüge per Bus, bei denen die Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung für Rheumadecken obligatorisch ist…

Sieht so der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Steuergelder und uns als Betroffenen aus? Wollen wir uns das länger gefallen lassen, an derartigen Shows teilnehmen, uns als Statisten benutzen lassen, damit die Politik in der Öffentlichkeit gut da steht und noch immer sagen kann: Seht her, wir tun was!?

Ja, wir wissen: Einige werden jetzt sagen, dass doch schon mancherlei in die Wege geleitet worden sei und dass wir eben Geduld haben müssten…

Ja, wie lange denn noch? Sind vier Jahre Untätigkeit nicht schon lange genug? Und was sollen diese Demut und Bescheidenheit, die doch sehr an die Haltung eines Opfers erinnern? Warum nicht Herrn Rörig zurück an seinen Unterabteilungsleitertisch schicken? Und das dadurch eingesparte Geld direkt den Opfern zukommen lassen?

Quelle: http://netzwerkb.org/2014/04/29/auser-spesen-nichts-gewesen/
Kontakt:
NetzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782  
presse@netzwerkb.org   www.netzwerkB.org

„NetzwerkB“ fordert sofortigen Rücktritt von Jürgen Trittin

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative „NetzwerkB“:

Am 16. September 2013 berichten die Parteienforscher Franz Walter und Stephan Klecha in einem Gastbeitrag in der „taz“ über die kommunale Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) in Göttingen:

„Die Göttinger AGIL plädierte 1982 im Programmabschnitt ‚Lesben und Schwule‘ ganz auf der Linie des Grünen-Grundsatzprogramms auf Bundesebene für eine strafrechtliche Freistellung von sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen, die nicht unter Anwendung und Androhung von Gewalt zustande kamen.“

Über Jürgen Trittins Verantwortung berichten die Wissenschaftler: „Er ist als eines von fünf Mitgliedern der Schlussredaktion aufgeführt, nur hinter Trittins Namen steht in Klammern V.i.s.d.P. – die Abkürzung für ‚Verantwortlich im Sinne des Presserechts‘.“

Wir als Betroffene von sexualisierter Gewalt halten solche Personen wie Trittin für untragbar. Wir fordern den sofortigen Rücktritt von Trittin aus der Politik.

Ein Rückblick auf das Jahr 2013:

Daniel Cohn-Bendit schwärmte über viele Jahre hinweg „fiktiv“ über sexuelle Handlungen mit Kindern – bisher ohne Konsequenzen. Er bekommt Orden und Auszeichnungen und steht in hoher Position im Europaparlament.

Volker Beck arbeitete offen den pädokriminellen Interessen zu. Das blieb bisher ohne Konsequenzen. Jerzy Montag und Christian Ströbele fordern vehement auch heute noch, das Inzestverbot zu kippen. Allesamt können sie in der Prostitution keine sexualisierte Gewalt erkennen als Teufelskreis von Ursache und Wirkung, sondern nur „ehrlich verdientes Geld“

Täter und Schreibtischtäter:

Es zeichnen sich Vernetzungen von Tätern und Schreibtischtätern ab. Das erstreckt sich vom Bundeskriminalamt (Affäre Michael C. Baurmann), über den Kinderschutzbund (Affäre Walter Bärsch), bis hin zur Humanistischen Union (HU). Auch die HU arbeitete eng mit der „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität“ (AHS) zusammen, die 1982 aus der „Deutschen Studien- und Arbeitsgemeinschaft Pädophilie“ (DSAP) hervorging. 

Buchtitel der Aktion "Kinder in Gefahr"

Buch der Aktion „Kinder in Gefahr“

Die Humanistische Union, 1961 in München gegründet, verstand sich als Intelligenzlerverein, in dem Politiker, Juristen, Ärzte, Theologen und andere unter sich waren; schon ab 1963 setzte man sich in Seminaren für sexuelle Aufklärung und Reformen ein.

Aus den Reihen der pädophilen AHS kamen Forderungen wie „Gleichberechtigte, einvernehmliche und verantwortliche sexuelle Handlungen dürfen – weil sie nicht schädigen – auch zwischen Erwachsenen und Kindern nicht mehr strafbar sein.“

„Humanistische Union“ auf Abwegen

Noch im Juni 2000 verfaßte der Vorstand der Humanistischen Union eine „Erklärung des Bundesvorstandes der Humanistischen Union zum Sexualstrafrecht“, die Pädophile und Päderasten zu Opfern einer „moralischen Panik“ stilisierte. Der Vorstand der HU lässt sich vom Beirat beraten, in dem sich Volker Beck, Renate Künast, Claudia Roth und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wiederfinden. Die HU hatte unter Schröder und wieder unter Merkel das Justizministerium sozusagen gut im Griff.

Im Jahre 2004 distanzierte man sich in der HU offiziell von der AHS, nachdem es zu Hausdurchsuchungen und Ermittlungsverfahren gegen Pädophile aus diesen Kreisen in München gekommen war. Dabei soll es auch zu zu einer Razzia in den Räume des Bildungswerks der HU gekommen sein, in denen sich die Gruppe traf.

Im Beirat befinden bzw. befanden sich aber auch heute noch Fritz Sack, Soziologieprofessor und Kurator der „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität“. Oder Rüdiger Lautmann, emeritierter Sexualwissenschaftler, Homosexuellen-Aktivist und Verfasser des Buches „Die Lust am Kind“, sowie der Sexualwissenschaftler Helmut Kentler (†).

Im Beirat der HU befindet sich auch Prof. Hartmut von Hentig, Lebenspartner des Schulleiters Gerold Beckers, der beim sexuellen Missbrauch in der Odenwaldschule zu den Haupttätern zählte.

Pro familia unterstützte noch 1997 die Thesen von Kentler: „Kinder haben ein Recht auf Sexualität mit Erwachsenen, aber Erwachsene haben kein Recht auf Sexualität mit Kindern.“ Lautmann unterstützte pro familia, das noch eine ganze Weile Texte verbreitete wie „Werden solche Beziehungen von der Umwelt nicht diskriminiert, dann sind um so eher positive Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung zu erwarten, je mehr sich der Ältere für den Jüngeren verantwortlich fühlt.“

Wir sagen: Sofort Schluss damit! Deckt den pädokriminellen Filz endlich auf und zieht Konsequenzen!

Wir Betroffene von sexualisierter Gewalt wollen von solchen Menschen nicht vertreten werden!

Kontakt:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: 04503 892782 oder 0163 1625091
presse@netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

„Netzwerk B“ demonstriert am Samstag (20.4.) gegen Preisverleihung an Daniel Cohn Bendit

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative Netzwerk B:

Am Samstag, den 20. April 2013 um 9:30 Uhr, veranstaltet netzwerkB eine Demo vor dem Neuen Schloss in Stuttgart.

Anlass ist die Verleihung des Theodor-Heuss Preises an Daniel Cohn-Bendit, die im Vorfeld heftige Diskussionen ausgelöst hatteDSC_0233, da der Grünen-Politiker in seinem Buch „Der große Basar“ 1975 von Erfahrungen mit Kindergartenkindern geschrieben hat, in denen einige von ihnen „meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln“ (http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8).

NetzwerkB wird präsent sein, um aufzuzeigen, dass die Bagatellisierung von Übergriffen auf Kinder in unserer Gesellschaft ein Ende haben muss. Es ist die Verantwortung der Politiker, die Verjährungsfristen in Fällen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder abzuschaffen. Offensichtlich ist die Politik dazu noch nicht bereit. So können Altfälle nicht geklärt werden, was ein unerträglicher Missstand für die Betroffenen ist. Die Demo ist ein Appell an die Politik endlich diesen Missstand aufzulösen und die Verjährungsfristen abzuschaffen.

Ort: Vor dem Neuen Schloss in Stuttgart

Die Demo ist genehmigt. Ansprechpartnerin ist Beate Lindemann.

Für Rückfragen: netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 Mobil: 0163 1625091 / Fax:  04503 892783 / Mail:  info@netzwerkb.org