Ursachen und Folgen der Globalisierung

Von Dr. Bernd F. Pelz

Vor einigen Tagen hatte ich mit Freunden eine ausgiebige Diskussion über die Frage: Warum die Zeiten jetzt so sind, wie sie sind. – Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung des komplexen Sachverhalts, der Sie zu weiterführenden Diskussionen verleiten soll:

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit Hilfe neu geschaffener internationaler Organisationen der Versuch gemacht, eine neue, friedvolle Weltordnung zu schaffen. Das ist in den gut 70 Jahren global, aufgrund geopolitischer und nationaler Interessen, nicht gelungen. Europa jedoch erfreut sich seitdem einer friedvollen Zeit.

In diesen 70 Jahren aber haben einige rasante Entwicklungen die Lebensbedingungen total verändert. Das Tempo der Veränderungen überschritt bei weitem alle Erfahrungen. Getrieben wurden diese Entwicklungen vom Glauben an das Machbare, an das Himmelreich auf Erden. Praktisch jedoch vor allem durch die unglaubliche Bevölkerungsentwicklung von 2,5 auf jetzt 7,7 Milliarden, und weiter steigend.

Ermöglicht wurde diese Entwicklung durch Methoden der Globalisierung (Großformen von Wirtschaft, Handel und Logistik), Digitalisierung (Information, Kommunikation, Arbeitsprozesse), Individualisierung (Menschenrechte), Liberalisierung, Finanzierung, Urbanisierung und Schaffung neuen Wissens.

Entstanden ist ein sowohl für den Einzelnen als auch Parlamentarier unüberschaubares, komplexes Geflecht von Vernetzungen und Abhängigkeiten. Gegenwärtig wird mehr auf der Basis von Nichtwissen als auf der Basis von Wissen agiert und regiert (Versuch und Irrtum).

Die Auswirkungen sind zunehmend:

Nur ungenügend funktionierende, koordinierende internationale Institutionen
Globale Krisen (Erderwärmung, Brexit, Migration, Antibiotika-Resistenz, Plastikmüll, Hongkong, etc.)
Semi-souveräne Staaten (die jedoch weiter die Freiheit von Bürgern garantieren sollen)
Verschuldung (sowohl von Einzelpersonen als auch von Staaten)
Zuviel Güterproduktion, Erwerbsarbeit, Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung

Überforderung von Parlamenten und Bürgern
Technikabhängigkeit (Menschen funktionieren in Techniken)
Mangelnde Infrastrukturen bei wachsender Bevölkerung
Fernsteuerung der Teilnehmer an Politik und beim Kaufverhalten

Entgrenzung, keine Tabus, „alles geht“
Eine unübersehbare Flut von Rechtsvorschriften
Nichtwissen, Dilettieren, Versuch und Irrtum
Gefühlte Unsicherheit, Bindungslosigkeit, unterentwickelter Gemeinsinn

Komplexe Systeme lassen sich richtig nur mit entsprechend komplexen Methoden über geeignete Formen der Kommunikation in den Griff bekommen. Das setzt entsprechendes Wissen und Wollen voraus.

FORTSETZUNG des Beitrags von Dr. Pelz hier: https://www.linkedin.com/pulse/warum-die-zeiten-jetzt-sind-wie-sie-dr-bernd-pelz/


AfD: Demografische Katastrophe durch eine bessere Familienpolitik stoppen

Zu den aktuellen statistischen Berechnungen der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland erklärt die AfD-Vorsitzende Dr. Frauke Petry:

Das, was seit Jahren als demografischer Wandel beschönigt wird, ist in Wahrheit eine der gravierendsten Krisen auf die Deutschland im 21. Jahrhundert zusteuert. DSC_0048

Die Altparteien verkennen, aus Inkompetenz oder aus Mutlosigkeit, die eigentlichen Probleme. Die aktuelle Familienpolitik beschränkt sich auf die Frage, wie Kinder möglichst effizient um die Berufstätigkeit möglichst beider Eltern ‚herumorganisiert‘ werden können. Familien werden durch die Umverteilungspolitik zuerst als Empfänger sozialer Leistungen betrachtet.

Dabei gerät völlig aus dem Blick, dass vor allem sie es sind, die diese Sozialleistungen in Höhe von rund 400 Milliarden Euro pro Jahr finanzieren.

Einkommen von Eltern müssen durch Maßnahmen wie Familiensplitting und Befreiung von Sozialabgaben so entlastet werden, dass ihre finanzielle Mehrbelastung gegenüber Kinderlosen beendet wird.

Eine ideologische Wertung von Familienentwürfen bezüglich der Berufstätigkeit der Eltern seitens des Staates hat zu unterbleiben. Eltern muss ermöglicht werden, aus eigener Kraft und finanzieller Leistungsfähigkeit Lebensentscheidungen für sich und ihre Kinder zu treffen.