Polizeigewerkschaft mahnt Versäumnisse an, warnt aber vor schnellen Schuldzuweisungen

Die Parlamente haben den Verfassungsauftrag die Regierungen zu kontrollieren. Das hätte in den vergangenen Jahrzehnten auch beim Katastrophenschutz geschehen müssen, ist aber offenbar unterblieben, erklärt die DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft).

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt (siehe Foto) warnt aber vor Wahlkampfmanövern:

„Wir sind hierzulande mit dem ausfindig machen von Schuldigen immer schnell dabei, aber es geht jetzt darum, sorgfältig zu schauen, was verbessert werden kann und wie die Bürgerinnen und Bürger zukünftig rechtzeitig gewarnt und aktiv in Schutzmaßnahmen einbezogen werden können.

Es ist wenig hilfreich, aus Wahlkampfgründen mit dem Finger auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu zeigen. Unser Ziel muss es sein, das Bundesamt zu stärken – personell, finanziell und technisch und dort, wo es notwendig ist, auch mit entsprechenden weiteren Kompetenzen.“

Einen Dank richtete er ausdrücklich an die vielen Helfer – auch die ehrenamtlichen – im Katastrophengebiet.

„In der Ausnahmesituation gehen viele der Menschen, die vor Ort im Einsatz sind über ihre Grenzen hinaus. Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste und zahlreiche Ehrenamtliche zeigen in diesen Tagen, wie Zusammenhalt und Zusammenarbeit zur Bewältigung der Katastrophe beitragen. Der Einsatz wird noch längere Zeit dauern. Wir als Deutsche Polizeigewerkschaft sichern zu, dass wir die eingesetzten Kolleginnen und Kollegen vor Ort nach Kräften unterstützen.“

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-bundesamt-fuer-katastrophenschutz-staerken/


Das kulturelle Versagen in der Coronakrise und die deutsche Neigung zur Anpassung

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin lehrt an der Universität München. Zusammen mit Nathalie Weidenfeld verfasste er das Buch „Die Realität des Risikos“, in dem die Autoren warnen, dass der Verfall der politischen Kultur Deutschlands die Fähigkeit des Landes zur Bewältigung von Krisen schwäche. Dies sei im Verlauf der Corona-Krise deutlich sichtbar geworden.

Die Ansätze und Strategien südostasiatischer Staaten wie Taiwan und Südkorea seien auch deshalb erfolgreicher gewesen als die Deutschlands, weil deren politische Kultur krisentauglicher sei und deshalb bessere Lösungen, die mit weniger Kollateralschäden verbunden gewesen seien, habe finden können.1 Deutschland müsse man hingegen ein „umfassendes Staatsversagen“ bescheinigen.

Dieses Versagen habe vorwiegend kulturelle Ursachen, welche die gesamte Gesellschaft beträfen. Während der Krise sei in Deutschland allgemein „keine differenzierte und rationale Auseinandersetzung“ mit Risiken möglich gewesen. Es sei deutlich geworden, das in Deutschland eine „Unkultur“ vorherrsche, in der viele Teilnehmer der öffentlichen Diskussion „sämtliche Maßnahmen der Regierung bedingungslos befürworteten“ und Kritiker grundsätzlich als „Spinner, Verschwörungstheoretiker und Fake-News-Fans“ abzutun versucht hätten...

Nur „mit einer entwickelten politischen Urteilskraft können Länder die großen Herausforderungen in Krisenzeiten bestehen“. Urteilskraft „setzt aber voraus, dass wir uns unsere Fähigkeit zur Kritik und zur eigenständigen Stellungnahme jenseits von Konformismus auch in Zeiten der Angst nicht nehmen lassen.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://renovatio.org/2021/06/julian-nida-ruemelin-deutschlands-politische-kultur-ist-nicht-krisentauglich/


Glaube hilft bei der Heilung von Krankheiten

Gläubigsein wirkt sich positiv auf das Befinden aus – dies belegt der Schweizer Arzt René Hefti in mehreren Studien. Ebenso wird die körperliche Heilung verbessert, wenn die spirituelle Ebene einbezogen wird.

Zum Thema «Spiritual Care» organisiert Hefti nun eine Tagung an der Universität Basel.

Dr. Hefti leitet in Langenthal das «Forschungsinstitut für Spiritualität und Gesundheit» (FISG), gleichzeitig wirkt er als ärztlicher Consultant, der in der Klinik SGM-Patienten betreut. zudem ist er Dozent an der Universität Bern für psycho-soziale Medizin sowie an der Uni Basel für Spiritual Care.

In den letzten Jahren wurde erkannt, wie bedeutsam dieses Thema ist: «Man hat gemerkt, dass die Spiritualität auch im medizinischen Kontext relevant ist und dass es den Patienten hilft, Krankheitssituationen zu bewältigen.»

Wichtig sei das Thema auch in der Palliativmedizin, «wo man festgestellt hat, dass man die existenziellen Fragen am Lebensende nicht ausklammern kann».

Quelle und vollständiger Text der Meldung hier: https://www.jesus.ch/themen/glaube/glaube/342422-der_glaube_ist_bei_koerperlicher_heilung_ein_wichtiger_faktor.html


Papst Franziskus über die Bedeutung der Realpräsenz und der hl. Kommunion

Am Ende der Generalaudienz von Mittwoch, dem 17. Mai 2017, richtete Papst Franziskus einen „besonderen“ Gruß an die Jugendlichen, an die Kranken und an die Neuvermählten.

„Heute feiern wir den liturgischen Gedenktag des hl. Paschalis Baylon“ , so erinnerte Franziskus. Der Spanier Pascual Baylón (1540 – 1592) war Laienbruder im Orden der Franziskaner-Observanten (auch Franziskaner-Barfüßer genannt); er war geprägt von großer Verehrung des Altarsakramentes und wurde 1897 von Papst Leo XIII. zum Patron der eucharistischen Vereine und Bruderschaften erhoben.

„Seine Liebe zur Eucharistie zeige euch, lieben jungen Menschen, die Bedeutung des Glaubens an die reale Gegenwart Jesu“, erklärte Franziskus, der sich anschließend an die Kranken und jungvermählte Paaren richtete:

„Das eucharistische Brot stütze euch, liebe Kranke, bei der heiteren Bewältigung der Prüfung. Euch, liebe Neuvermählte, sei es Nahrung im menschlichen und geistlichen Wachstum eurer neuen Familie.“

Quelle: https://de.zenit.org/articles/das-eucharistische-brot-stuetze-euch/

Gemälde: Evita Gründler