Unser PLAKAT für die Liebe zur Hl. Schrift

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses Poster aus dem Ecclesia-Plakatdienst kann auch einzeln bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag evtl. in Briefmarken beilegen). –
Bestellung gerne per Tel. 0251 – 616768 oder Fax 0251-614020 oder Mail: felizitas.kueble@web.de
Es gibt auch die Möglichkeit, bei uns vier verschiedene Kennenlern-Plakate für nur 6 Euro zu bestellen.


Glaubensstarkes Buch mit Kardinal Müller über die Wahrheit als DNA der Kirche

Von Dr. Michael Th. Sprenger-Menzel

Gleich zu Anfang darf festgestellt werden, dass es sich nicht um eine der vielen Biographien eines Journalisten mit „flotter Schreibe“ handelt, der eine berühmte Persönlichkeit der Welt- und Kirchengeschichte interviewt, sondern um das einfühlsam geführte Zwiegespräch zweier Glaubender, die aus dem Glauben leben.

Der eine ein breit gebildeter und wissenschaftlich interessierter Familienvater und Publizist, der andere ein Theologieprofessor, Kardinal der römischen Kirche und emeritierter Präfekt der Glaubenskongregation.

Martin Lohmann ist es in seinem Band gelungen, in der leicht verdaulichen Form eines lockeren, oft aber tiefsinnigen Gesprächs unter gläubigen Katholiken gleichzeitig eine (I) Lebensbeschreibung Gerhard Ludwig Kardinal Müllers, eine (II) Wiederauffrischung und Vertiefung wichtiger Glaubenswahrheiten und (III) einen Überblick zu wichtigen Ereignissen und Epochen der Kirchengeschichte samt einem Wegweiser zur Unterscheidung der Geister in Kirche und Welt turbulenter Zeiten vorzulegen.

  1. Lebensbeschreibung

Wie nebenbei erfährt der Leser viel Biographisches über Gerhard Ludwig Müller, der am Silvestertag 1947 in der 3.000-Seelen-Gemeinde Finthen (heute der westlichste Ortsbezirk der Stadt Mainz) als Sohn eines Wagners (bei Opel) und Nebenerwerbslandwirtes „doppelt arbeitete“ (S. 7), um seine sechsköpfige Familie zu ernähren, geboren wurde.

Er wuchs in einem frommen Umfeld auf, in dem gleich nach dem Aufstehen „Kontakt mit Gott aufnahm“; verließ man das Haus, wurde der Schutzengel „als treuer Begleiter herzugebeten“ (14).

Schon als Kind eine Berufung spürend und unter Geistlichen wie Laien aufwachsend, „die ihren Glauben ernst nahmen“ (27), hatte er das Glück, einen vorbildlichen, sich ganz in der Sorge um das ewige Heil der Menschen aufreibenden Pfarrer kennenzulernen, der weder Freizeit noch Urlaub vom Priestertum kannte und welchem Krankenbesuche und Versehgänge immer allem vorgingen.

Ebenso erlebte er einen frommen Religionslehrer, der intellektuell auf der Höhe seiner Zeit war und sich in der Theologie gut auskannte, so dass dem Heranwachsenden die Wahrheit der Evangelien und des Glaubens „immer klar und einleuchtend“ (27) waren.

Den stud.theol. (Mainz, Freiburg und München), der Seelsorger in einer Pfarrgemeinde werden wollte, interessierte vor allem die Kirchengeschichte und die Dogmatik, welche er „immer schon“ als „heilsgeschichtliche Disziplin“ (50) betrachtete.

Er bewunderte den oberschlesischen Dogmatiker und Mariologen Leo Scheffczyk (Gf) (1920 bis 2005; Kardinal ab 2001) wegen seines klaren, systematischen Verstandes und seiner außerordentlichen dogmengeschichtlichen Kenntnis, mit der Scheffczyk auch die Gott-ist-tot-Theologie „systematisch zerlegt“ (55) hatte.

1977 wurde er unter Karl Lehmann (1936 – 2018) zum Dr. theol. promoviert, erhielt im selben Jahre die Weihe zum Diakon und 1978 in seiner Heimatpfarrei die Priesterweihe. Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge weiter wissenschaftlich arbeitend (Habilitation über die Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen ebenfalls bei Professor Lehmann in Freiburg) wurde er 1986 zum Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in München berufen.

Der überaus breit interessierte und publizierende Theologe lehrte auch als Gastprofessor spanischer, indischer, römischer und südamerikanischer Universitäten – bis er 2002 zum Bischof von Regensburg ernannt wurde.

REGENSBURG (Bild: E. Gründler)

Der neue Bischof ordnete das kirchliche Schulwesen mittels Gründung einer Schulstiftung, stärkte die katholische Jugendfürsorge, förderte das katholische Glaubensleben samt dessen Vollzug in Andachten und Prozessionen (an denen er selbst teilnahm), regte Volksmissionen an und ließ eine neue Domorgel anfertigen. Auch dadurch wollte er den Dom wieder „zum Herzen der Diözese machen“ (85).

Neben vielen überdiözesanen Aufgaben in Deutschland übernahm Bischof Müller ab 2007 zunehmend weltkirchliche Aufgaben, wurde Mitglied mehrerer römischer Kongregationen, 2012 zum Erzbischof ad personam erhoben und zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. 2013 bestätigte ihn Papst Franziskus in diesem Amt und erhob ihn 2014 zum Kardinaldiakon (Titelkirche Sant’Agnese in Agone an der Piazza Navona).

Zur Überraschung vieler, auch des Kardinals selbst, wurde die erste, Mitte 2017 auslaufende, Amtszeit des als „bewahrend“ geltenden Präfekten der Glaubenskongregation von Papst Franziskus ohne Angabe von Gründen nicht verlängert.

II Kirchengeschichtlicher Überblick und Katechese

Die sich in den 1968er-Zeiten aufbauende und verstärkende Kategorisierung in „konservativ“ oder „progressiv“ sieht Kardinal Müller als „Beleidigung des menschlichen Verstandes“, und als nicht weiterführende und irreführende „Begriffe der Politik“ (55), weil er die Diffamierung anderer als konservativ und die Selbsterhöhung als progressiv als ein sicheres Zeichen dafür sieht, „dass Theologie durch Ideologie ersetzt wurde“ (55).

Schon auf den ersten Buchseiten wird klar, wie wichtig dem Kardinal die Authentizität der Evangelien ist, als er betont, dass schon Kinder sehr wohl zwischen Märchen und biblischer Geschichte bzw. zwischen „utopischen Traumwelten“ und der in den Evangelien „geoffenbarten Wahrheit und Wirklichkeit im Blick auf die Transzendenz“ unterscheiden könnten (22).

Anders als bei Glorifizierungen in Pharaonengeschichten oder Aufzeichnungen über römische Kaiser zeige sich die Glaubwürdigkeit der Evangelien schon daran, dass die Schwächen der Jünger und die Verleugnung des Petrus nicht verschwiegen wurden (84).

Im weiteren Verlauf bietet der Kardinal, ausgehend von den Irrtümern der Reformation, einen Generalüberblick über wichtige Stationen der neueren Kirchen- und Dogmengeschichte.

Interessant geraten die Ausführungen über die „unaufgeklärte Aufklärung“ und die „Fehlsichtigkeiten“ Gläubiger wie Theologen, welche historische Abläufe durch die Brille des Marxismus beurteilen möchten (77) und teils unter einem „katholischen Minderwertigkeitskomplex“ leiden, und solche Bischöfe, die als „Lehrer der Wahrheit und Diener des Wortes“ (89) nicht immer den Mut zum Bekenntnis und zum Zeugnis vor der Welt hätten.

Immer wieder erweist sich die Lektüre des Buches als Fundgrube und Kurzdarstellung wichtiger Wahrheiten, etwa, wenn er (wie Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI.) die Diktatur des Relativismus als „System der affirmativen Negation der Affirmation“, als eine Diktatur der Vernunft kritisiert, die Ihren konstituierenden Akt im aktuellen Erkennen nicht akzeptiert und leugnet, dass es eine Wahrheit (überhaupt) gebe, „vor allem jene, die er als nicht existent behauptet“ (102 – 103) und deshalb die Tragik des Skeptizismus darin besteht, „dass er alles leugnet, was wirklich ist“ (103).

Maßstab seines Glaubenslebens ist Christus selbst, die „Wahrheit, die von Gott kommt“ und welche Jesus Christus selbst „mit seiner Person in seinem Weg bis zum Tode am Kreuz bezeugt hat“. Dabei gehe es gar nicht um ein „Haben“ („Besitzen“) oder ein „Nicht-Haben“ der Wahrheit, sondern „um das Sein“ (104) und einen Wahrheitsanspruch „für immer und ewig“, weil der Wahrheitsanspruch „mit dem Sein Gottes koexistent ist“ (105).

Die Kirche sei auf einem starken Fundament aufgebaut, nämlich Jesus Christus selbst, und „dieses Fundament heißt Wahrheit“ (109). Erste Aufgabe der Bischöfe sei es, „Zeugnis für die Wahrheit abzulegen“ (110).

Der Kardinal erweist sich als profunder Verteidiger des (Priester-)Zölibates, dessen (Versuch der) Abschaffung er als Verstoß wider die „Natur des Priestertums und eine Missachtung der gesamten katholischen Tradition“ (134) betrachtet, und er bekräftigt den hohen Wert des Zölibates auch im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal.

Alles ohne Angst vor einem „Anecken“ („Ein guter Bischof darf bei den falschen Leuten anecken und redet ihnen nicht nach dem Mund.“ (250)), und zwar auch mit einer klaren und an der überlieferten Lehre der Kirche und am Evangelium selbst orientierten Haltung zur Homosexualität).

Die Verteidigung des Zölibates (151) erfolgt nicht in theologisch fein ziselierter Weise, sondern im Duktus und auch mit der geballten Überzeugungskraft eines abgeklärten Gemeindepfarrers mit jahrzehntelanger Beichterfahrung. Klar und deutlich kritisiert Müller den Missbrauchsskandal, wehrt sich aber entschieden dagegen, ihn als wohlfeile Begründung für Forderungen nach Aufhebung des Zölibates, Einführung der Diakonen- und Priesterweihe für Frauen oder Lockerungen der Sexualmoral zu akzeptieren.

Ebenso klar fallen die Äußerungen für jene aus, die bei ihrer Standeswahl nicht das freiwillige Zölibatsversprechen, sondern das freiwillige Eheversprechen anstreben. Der Wille des Schöpfers selbst spreche gegen eine „Ehe für alle“ oder „Segnungen“ gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Eheleuten muss die Offenheit für das Leben, das Gott den Eheleuten schenkt bzw. der Schutz dieses Lebens von der Zeugung bis zum irdischen Tode eine Selbstverständlichkeit sein.

Der Kardinal hebt auch die klare Haltung des dafür angefeindeten Papstes Benedikt XVI. zu diesen Fragen hervor, von der er sagt, dass Benedikt XVI. recht behalten habe. Überhaupt ist Kardinal Müller kein Freund des Leisetretens oder des Verschweigens bewiesener Tatsachen, z.B. des Genozids an den Armeniern.

III Bollwerk der Wahrheit und Wegweiser zur Unterscheidung der Geister

Es gibt fast keine Problemfrage der letzten Jahrzehnte in Kirche und Welt, auf welche in dem von Lohmann sensibel und empathisch geführten Gespräch nicht eingegangen würde und wo Seine Eminenz in klarer und schnörkelloser Sprache Stellung bezieht, wie z.B. zum sogenannten synodalen Weg des kirchlichen Establishments in Deutschland.

In dieser „synodalen Sackgasse“ (141) gehe es um eine „Umwandlung des Weihesakramentes in ein professionelles System von gut bezahlten Funktionären“ und die Verlagerung der politisch verstandenen „‘Macht‘ von den Bischöfen und Priestern auf eine Führungsriege von ‚Laien“ mit der Klausel, dass bei gleicher Qualifikation die Frauen bevorzugt würden“ (141); und: die als „leibfeindlich“ abqualifizierte gewollte Abschaffung der christlichen Moral, des Zölibates und auch der evangelischen Räte (der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit.

Der in seinen Antworten ganz und gar nicht „professoral“, sondern sprachlich auf der Höhe der Zeit und in moderner Weise, ja teilweise „flott“ argumentierende Kirchenfürst, der als „engagierter Teilnehmer“ zum Glauben kam, spricht immer wieder tiefe Wahrheiten aus und dies mit der größten Selbstverständlichkeit eines wirklich „Durchglaubenden“, wie es wohl Erzbischof Johannes Dyba (1929-2000) formuliert hätte.

In dem Gespräch erläutert der offenkundig felsenfest konzilstreue Kardinal, den niemand, auch er selbst nicht, als starrsinnig-konservativen „Traditionalisten“ einstufen würde, und welcher nicht die geringsten Berührungsängste zu protestantischen wie katholischen Theologen und Philosophen des XX. Jahrhunderts zu haben scheint, sine ira et studio auch Fehlentwicklungen in Kirche und Gesellschaft. Kritisch spricht er über die „synodale Sackgasse“ (141) und lässt es aber auch nicht, wo es geboten erscheint, an „Lob für Franziskus“ (196-200) fehlen.

Das handliche gebundene Buch gehört nicht nur auf den Nachttisch zum Dienst in der Kirche berufener und geweihter Bischöfe, Priester und Ordensleute, sondern auf die Nachttische der Studenten und aller Katholiken als gut zu lesende, leicht verdauliche Auffrischung des Glaubens und zur Wiederfindung der Freude am Glauben.

Es weist nur einen Mangel auf, den man in einer zweiten Auflage beheben könnte: Gerade angesichts der Fülle der Themen aus Kirche und Welt, der Breite und Tiefe der Betrachtungen, bei denen es u.a. auch um die Schönheit des Glaubens und dessen Vollzug in der Liturgie und eine gelebte Ökumene geht, würde sich ein Stichwortverzeichnis empfehlen, damit Leser dieses Werk künftig als übersichtliches, mit zehn Kapiteln klar strukturiertes Brevier zur Glaubens- und Sittenlehre nutzen kann, aber auch zu aktuellen Fragen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein Instrument zur Unterscheidung der Geister finde.

Buch-Daten: Lohmann, Martin / Kardinal Müller, Gerhard: Wahrheit. Die DNA der Kirche. Ein Gespräch. Fe-Medienverlag (Kissleg), 2020, 344 Seiten, fest gebunden, 19,80 Euro,ISBN: 978-3863572778

Unser Gastautor Dr. Michael Thomas P. Sprenger-Menzel ist Hochschul-Dozent und Publizist; diese Besprechung wurde in einer gekürzter Form zuerst in der CV-Zeitschrift „Academia“ (Nr. 5/2021) veröffentlicht.

HIER geht es zur Bestellung beim Fe-Verlag: https://www.fe-medien.de/Wahrheit-Die-DNA-der-Kirche


Mexiko: Bischöfe warnen vor „Homo-Ehe“

Nicht ändern, was GOTT festgelegt hat

Zur geplanten Neudefinition der Ehe zwischen Mann und Frau in Mexiko äußern sich die katholischen Bischöfe in einem Appell an „das gesamte katholische Volk“, an alle, „die unseren Glauben an Christus teilen, an alle Gläubigen anderer Religionen und an alle Menschen guten Willens“; sie laden dazu ein, gemeinsam, „die ursprüngliche Wahrheit“ der Ehe zu schützen „mit ihrer unveränderlichen anthropologischen Struktur und ihren Zielen zum Wohle der Gesellschaft“.

Angesichts der merkwürdigen Gesetzesinitiativen“, so die Oberhirten, „rufen wir dringend dazu auf, sich zusammenzuschließen und solchen Initiativen dauerhaft zu widersetzen. Wir bitten darum, dass wir gemeinsam unsere Stimme erheben, uns organisieren und in allen Foren die Wahrheit über die Würde des Menschen, die Unantastbarkeit des Lebens und die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau verteidigen, aus der die Familie, die Grundzelle der Gesellschaft, hervorgeht“.

In ihrer Botschaft erinnern die Bischöfe daran, dass „die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau das kulturelle Erbe aller Völker ist, das auf dem biblischen Menschenbild beruht“, während gleichgeschlechtliche Partnerschaften als „Ehe“ bezeichnet und dies in Mexiko legalisiert werden soll; man solle unterscheiden zwischen „privaten persönlichen Entscheidungen oder denen von Gruppen, die von Anfang an ein Lebensmodell bevorzugen und wählen, das sich von Gottes Projekt der menschlichen Liebe unterscheidet“.

„Ausgehend vom Glauben haben wir das Recht“, so die Bischöfe, „die ursprüngliche Wahrheit der von Gott geschaffenen Realität der Ehe zu schützen, indem wir fordern, dass sie in der Rechtsordnung respektiert wird und nicht neu definiert werden soll, was Gott festgelegt hat. Wir sind Teil einer mexikanischen Gesellschaft und werden in dieser Forderung durch das Menschenrecht auf Religionsfreiheit unterstützt“.

Quelle: Fidesdienst


Irak: Chaldäischer Patriarch Sako erinnert bei Abtreibungen an Kains Mordtat

Bei der Abtreibung wiederhole sich die Geschichte von Kain, der den ersten „vorsätzlichen Mord“ beging, von dem die Bibel berichtet. Und für die Kirche „hat jedes menschliche Leben, auch das ungeborene, seine Würde und das Recht, geschützt zu werden“.

Dies schreibt der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako in einem Beitrag, in dem er auch den Absatz der Enzyklika „Evangelium Vitae“ zitierte, worin Papst Johannes Paul II. daran erinnert, dass bei einer Abtreibung „ein menschliches Geschöpf getötet wird, das gerade erst dem Leben entgegengeht, das heißt das absolut unschuldigste Wesen, das man sich vorstellen kann: es könnte niemals als Angreifer und schon gar nicht als ungerechter Angreifer angesehen werden! Es ist schwach, wehrlos, so daß es selbst ohne jenes Minimum an Verteidigung ist, wie sie die flehende Kraft der Schreie und des Weinens des Neugeborenen darstellt. Es ist voll und ganz dem Schutz und der Sorge derjenigen anvertraut, die es im Schoß trägt“ (Evangelium vitae, 58).

Dies werfe radikale Fragen über das Geheimnis des Bösen auf, das die Geschichte der Menschheit begleitet. „Die Bibel“, so der irakische Kardinal weiter, „stellt im Buch Genesis fest, dass Hass und Gewalt ein Teil der menschlichen Geschichte sind“.

Das Böse – so lehre der biblische Text – sei nicht durch den Willen Gottes in die Welt gekommen, der den Tod in seinem Schöpfungswerk wollte. Die Türen zu Gewalt und Tod seien vielmehr durch die Undankbarkeit und den Stolz des Menschen geöffnet worden, auch durch die Erbsünde und deren verderbliche Früchte, wie sie sich erstmals in der Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain manifestierten.

„Das menschliche Leben ist ein heiliges Geschenk Gottes, und niemand hat das Recht, es wegzunehmen“, so Kardinal Sako weiter. Der Mensch sei aber nicht in der Lage sei, sich selbst zu „vermenschlichen“.

Nur das Heilsgeschehen, das Christus in die Welt gebracht habe, könne den Samen der Vergebung im Herzen der menschlichen Beziehungen sprießen lassen. Ohne das Wunder der Gnade Gottes könne jeder Appell an den Dialog und die Brüderlichkeit leicht in erstickenden Moralismus oder in „Parteinahme“ umschlagen.

Quelle: Fidesdienst


Sodom und Gomorra? – Archäologische Hinweise auf einstige riesige Luftexplosion

Wie die Internetseite „Grenzwissenschaft aktuell“ berichtet, war Tall el-Hammam vof 3600 Jahren die „wohl größte Stadt“ der südlichen Levante: Schon länger gelte sie als mögliche Quelle der biblischen Erzählung um die Zerstörung von Sodom und Gomorra.

Jetzt hätten Archäologen weitere Belege für eine gewaltige Detonation am Himmel über der Stadt gefunden, wie sie auch Einzelheiten des AT entspreche:

Wie das Team um Prof. James Kennett im Nature-Fachjournal „Scientific Reports“ (DOI: 10.1038/s41589-021-97778-3) berichtet, wird in Tall el-Hammam seit Jahren ausgegraben. Nun sei man in der Grabungsschicht zur Mittleren Bronzezeit auf „ungewöhnliches Material“ gestoßen, z.B. Tonscherben, deren Oberflächen zu Glas verschmolzen sind, Lehmziegel mit zu Blasen aufgeschmolzenen Oberflächen und weitere Belege für ungewöhnlich hohe Temperaturen.

Zitat-Quelle und weitere Infos hier: https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/sodom-und-gomorra-archaeologische-beweise-fuer-gewaltige-luftdetonation-vor-3-600-jahren20210921/


Wenn der Sinn des Regenbogens verkannt wird

Von Christa Meves

Zwei Regenbogen in vollkommener Form verzeichnet die Heilige Schrift: den ersten im Alten Testament bei Moses 1,9 nach Noahs Überleben der Sintflut – unterstrichen von den Worten Gottes:

ER verheißt, in Zukunft bei seinen Menschengeschöpfen Gnade walten zu lassen und sie nicht noch einmal auslöschen zu wollen, wie er das mit dem Ausbruch der Sintflut zuvor angedroht hatte.

Warum steht in der Heiligen Schrift als Untermauerung dieser Aussage der Regenbogen? Auch das wird von Gott direkt gesagt: „Meinen (Regen-) Bogen setze ich in die Wolken. Er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.“

Es folgt noch eine lange, aufschlussreiche Rede an Noah und seine drei Söhne. Und besonders ist sie wohl an die drei jungen Männer gerichtet, wiederholt Gott hier doch noch einmal die Aussage am Anfang der Genesis: „Seid fruchtbar und mehret euch!“

Damit ist der Regenbogen ein Kennzeichen für Gottes Zuwendung, wenn der Mensch – wie Noah mit seiner Familie – in der Gottesnähe und in der Schöpfungsordnung bleibt.

Zum zweiten Mal kommt sinnvollerweise dieses biblisch singuläre Motiv im Neuen Testament vor, und zwar bei den Visionen des Johannes über die Zukunft der Menschheit. Hier wölbt sich im Kapitel 4,3 der Regenbogen über Gottes Thron.

Damit sind diese beiden Regenbogen voll ausgewiesen als die zentralen Kennzeichen, gewissermaßen als die Insignien unseres Gottes und damit als ein entscheidendes Kennzeichen seines Schöpfungswerkes.
 
Zur Zeit stehen Regenbogenembleme im Fokus unserer Öffentlichkeit – offensichtlich dadurch, dass die Gruppierung LGBTIQ
(lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersex, queer) den Regenbogen zu ihrem Banner ernannt hat.

Sogar die Kommissionspräsidentin der EU hat zweimal dazu Stellung genommen. Sie betont apodiktisch, dass jedermann innerhalb der EU seine Partner frei wählen könne. Aber das ist in der öffentlichen Meinung längst unstrittig und wird in unserer Demokratie – gelegen oder ungelegen – bereits wie selbstverständlich toleriert.

Nun wurde daraus ein politisches Intermezzo: In der EU plane man Sanktionen gegen Ungarn. Man müsse in dieser Hinsicht die internationale Verantwortung gegen die aufmüpfige Regierung dort in Anspruch nehmen, indem man ihr Sanktionen androht, wenn sie was tue bzw. nicht tue? Das bleibt unklar.

Allgemein bekannt geworden ist aber, dass das ungarische Parlament für die Schulen ein Verbot aussprechen wollte, dass Vertreter der Gruppe LGBTIQ in den ungarischen Schulen auftreten, um ihre Lebensweise den Jugendlichen vertraut zu machen (das geschieht in manchen deutschen Bundesländern schon seit vielen Jahren).

Fürchtet man in Ungarn, dass dadurch in Zukunft eine Minderung der Geburtenrate entstehen könnte? Das ist denkbar – die Verfassung betont besonders den Wert der Familie.

Gegen allen Trend in der EU betreibt man in Ungarn nämlich eine konträre Familienpolitik. Die Regierung verteilt seit Jahren an Jungmütter Kredite, die es ihnen ermöglichen, in der ersten Lebenszeit ihrer Kinder zu Hause zu bleiben. Diese Zuwendungen brauchen umso weniger zurückgezahlt werden, je mehr Kinder nachgeboren werden.

Der Anstoß für diese internationale Beachtung der aufmüpfigen ungarischen Regierung war aber bereits vor dem Fußballspiel von Deutschland gegen Ungarn hochgebrandet. Kesse Leute regten damals an, in München anlässlich des Fußballspiels das Stadion in Regenbogenfarben auszuleuchten, was aber die UEFA verhinderte, weil sie solche Aktionen als störend einschätzte und verbot. Dennoch schwenkten viele der Zuschauer Regenbogenwimpel beim Betreten des Fußballstadions.

Aber unabhängig von allem medialen Großgetöse bleibt die bange Frage: Sollten diese Regenbogenfahnen nun eigentlich das aussagen, was sie in einer Kultur mit christlicher Grundlage sind und bleiben müssen: ein Kennzeichen der Präsenz dieses unseres Gottes?

Oder was meint diese so medial beachtete Regenbogenpräsenz denn sonst? Wurde das Insignium Regenbogen doch von der LGBTIQ-Gruppierung gewählt, um sich von dem tradierten Gebrauch als Gotteszeichen abzuheben?

Dafür spricht, dass bei dem modischen Regenbogen die Farbe hellblau gestrichen wurde. Dadurch geriet dieses Naturphänomen in den Bereich der Künstlichkeit. Denn bei keinem vollständigen Regenbogen in der Natur fehlt diese Farbe und kündigt an, dass nach Regen das helle Sonnenlicht als ein Zeichen der Hoffnung neu hervortritt.

Wie dem auch sei: Regenbogen tauchen nun in der Öffentlichkeit in Vielzahl auf, allemal beim Christopher Street Day, gelegentlich sogar als Fahnen auf Kirchendächern oder in manchen überregionalen Werbeblättern von wem auch immer.

Im Raum bleibt also weiterhin die Frage: Warum diese Wahl als Banner einer vorpreschenden, Beachtung heischenden Vereinigung? Versteht diese Gruppierung den Regenbogen (durch die Künstlichkeit verstärkt) außer als Forderung nach Unabhängigkeit und schrankenloser Freiheit vor allem als einen Affront gegen den tradierten Sinn dieses Naturphänomens?

Ist hier letztlich prometheischer Trotz gegen einen allmächtigen Schöpfer im Spiel? Soll deshalb mit diesem modischen Regenbogen die moderne Welt in weiträumiger Solidarität mit einer sich großmütig fühlenden Bevölkerung genesen?

Aber damit wiederholt sich in der Geschichte eine immer wieder aufflammende Revolte. Umrahmt von höhnenden Mitläufern ist dann jeweils den verworfenen Gottgetreuen der Weg zu Kreuz oder Schafott vorgezeichnet. Lärmend dominant ist dieses zwar eine Zeitlang, aber regelmäßig vergänglich; denn  das ist lediglich der immer wieder vergebliche Versuch, Gott für tot zu erklären.

Aber nach wie vor sitzt unser allmächtiger Schöpfer weiter im Regimente.

Gemälde: Evita Gründler


Gottes Wort ist LICHT auf unserem Lebensweg

Von Jörgen Bauer

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Psalm 119,105)

Der Psalm 119 ist deshalb bemerkenswert, weil er der längste Psalm in der Bibel ist und sich der Verfasser regelrecht in Lobesworten „überschlägt“, wenn er vom Wort Gottes schreibt, denn von nicht anderem handelt dieser Psalm.

Der Psalmist kann von Gottes Wort überhaupt nicht genug bekommen und hält es für das Allerbeste, was man überhaupt erhalten kann. Damit liegt er absolut richtig, und wir sollten uns seine Gedanken zu eigen machen.

Während meiner Berufstätigkeit hatte ich in meinem Schreibtisch gleich mehrere Bibeln in unterschiedlichen Ausführungen.

Es hat sich ganz einfach als praktisch und hilfreich erwiesen regelmäßig einen Blick in die Heilige Schrift zu werfen, denn sie reicht völlig aus, wenn es um grundsätzliche Fragen geht. Und auch jetzt liegt bei mir unter dem PC-Monitor immer eine Bibel nebst einer Konkordanz, wovon ich regen Gebrauch mache.

Da kann ich noch so viele Ratgeber oder philosophische und psychologische Betrachtungen lesen: Die Bibel bringt es kurz und prägnant auf den Punkt. Sie vermittelt uns ein zutreffendes Welt- und Menschenbild, und das wusste und weiß ich immer wieder zu schätzen, wenn es galt und gilt, eine Sache zu bewerten oder etwas zu entscheiden.

Die richtigen Antworten auf unsere Fragen finden wir, wenn die richtigen Schlüsse aus den biblischen Berichten ziehen, in denen Dinge berichtet werden, die uns bis heute aus unserem Alltag bekannt sind.

Auch wenn das Umfeld zu biblischen Zeiten ein anderes war, als wie wir es heute kennen, ist doch eines unverändert geblieben, nämlich das menschliche Herz mit seinen Wünschen und Begierden samt den Motiven für unser Handeln. Die Bibel zeigt auf, wie das jeweils endet und warnt uns vor falschen Entscheidungen.

Alles, was wir heute erleben, was uns bewegt, Angst bereitet und umtreibt, ist nicht wirklich neu, sondern immer nur das Altbekannte, wenn auch in immer neuer Verpackung, wodurch wir uns nicht täuschen lassen dürfen. Das Wort Gottes schärft uns den Blick für die Hintergründe und bewahrt davor, scheinbar logischen und „einsichtigen“ Parolen auf den Leim zu gehen.

Unser Gastautor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und lebt in Heidenheim


Vor 25 Jahren: Die Künstlerin Evita Gründler illustrierte als erste Frau der Welt die Bibel

Von Felizitas Küble

Mit der christlichen Malerin Evita Gründler sind wir seit Ende der 90er Jahre freundschaftlich verbunden.

Die Regensburgerin steht im Guiness-Buch der Rekorde, weil sie weltweit als erste Frau die gesamte Heilige Schrift mit ihren eigenen Gemälden illustriert hat.

Vor 25 Jahren erschien mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren die Evita-Gründler-Bibel im katholischen Pattloch-Verlag auf der Basis der ökumenischen Einheitsübersetzung.

Das farbenstark und glaubensfroh gestaltete Werk umfaßt 1540 Seiten, enthält 84 Illustrationen der Künstlerin zum AT und NT –  und ist leider längst vergriffen, doch nach wie vor sehr gefragt.

Evita Gründler mit ihrem Mann

Die evangelische Christin pflegte immer schon gute Kontakte zur katholischen Seite.

So veröffentlichte z.B. das PUR-Magazin aus dem oberschwäbischen Kissleg ein ausführliches Porträt der Künstlerin, die in ihrem Schaffen seit jeher von ihrem Ehemann – einem pensionierten Offizier – unterstützt und ermutigt wird (siehe 2. Foto: Eine Grußkarte des Ehepaars heute).

Bereits seit 1946 erscheint der Ecclesia-Plakatdienst, der alle zwei Wochen ein neues Poster herausbringt. Unsere „Bildpredigt“ wird in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol vor allem in den Schaukästen katholischer Pfarrgemeinden ausgehängt.

Dabei haben wir schon seit Jahrzehnten dutzende unserer Plakate mit den Gemälden von Frau Gründler bestückt, die besonders guten Anklang finden, vor allem ihre zeitgemäßen Motive dem Kirchenjahr entlang: Advent – Weihnachten – Ostern – Pfingsten.

Auch eindrucksvolle Mariengemälde gehören dazu – und das nicht nur zur Weihnachtszeit, ebenso ein Bilderzyklus über die Zehn Gebote.

Die bibelfeste bayerische Künstlerin mit einer Vorliebe für die Bücher von Peter Hahne verfügt nicht „nur“ über ein großartiges Malertalent, sondern auch über eine ganz unkomplizierte Hilfsbereitschaft.

Mehrfach hat sie uns an Infoständen besucht – etwa bei Kongressen oder dem Katholikentag in Regensburg – und ermutigte uns nicht nur mit einem freundlichen „Schulterklopfen“, sondern brachte großzügig und höchst praktisch reichlich Kaffee und Kuchen, Eis, Erdbeeren und sonstige Köstlichkeiten an unseren Stand bzw. zum Infozelt (siehe 3. Foto: Die Künstlerin mit unserer Helferin Cordula Mohr an unserem Infozelt auf dem Katholikentag 2015).

Evita Gründler – 1945 in Nienburg an der Weser geboren – ist eine engagierte und erfolgreiche Frau, aber sie sieht sich nicht als Feministin: „Ich nahm mir vor, die Bibel mit den Augen einer Frau zu lesen: Feminin, aber nicht feministisch“.

Vielmehr stellt sie ihre Talente in den Dienst des Glaubens, inspiriert von ihrer Liebe zur Botschaft Gottes, wie sie uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird. Dabei beachtet sie aufmerksam auch die weiblichen Gestalten und Glaubenszeuginnen aus der Heilsgeschichte des Alten und Neuen Bundes.

BILD: Frau Gründler bei der Präsentation ihrer selbst illustrierten Bibel

Nachdem Frau Gründler die Bibel gründlich studiert hatte, schuf sie Mitte der 90er Jahre innerhalb von nur 12 Monaten weit über 100 Gemälde für den biblischen Prachtband, der 1996 zum 50. Jubiläum des Pattloch-Verlags erschien.

Vor allem die Psalmen haben es der Künstlerin angetan, viele ihrer Bilder – mit Acryl auf Holz gemalt – passen gut zu Kerngedanken bzw. Versen aus dem Psalterium.

Noch vor kurzem haben wir in unserem CHRISTLICHEN FORUM ein ansprechendes, farben- und formenkräftiges Beispiel dafür veröffentlicht – und zwar zu dem Leitsatz „Gerechtigkeit und Friede küssen sich“ (siehe HIER).

BILD: Frau Gründler überreicht dem katholischen Bischof Manfred Müller 1996 ihre Bibel

Ihren ersten Kunstpreis hat die weltweit erste Bibel-Illustratorin bereits mit kindlichen 12 Jahren gewonnen.

Ein Kunststudium war ihr nicht möglich, aber seit ihrem 41. Lebensjahr widmet sie sich ganz dem Malen in ihrem eigenen Atelier; sie gestaltet Kalender und Postkarten, illustriert Bücher und Zeitschriften, veranstaltet zudem zahlreiche Ausstellungen, auch in kirchlichen Museen und Bildungshäusern, z.B. in der Bischöflichen Zentralbibliothek von Regensburg (vgl. Bericht dazu HIER.)

Zudem hielt sie jahrelang honorarfrei Vorträge – auch in Kirchengemeinden – über ihre Bibel-Bilder und ihre Glaubensüberzeugung.

In unserem Blog CHRISTLICHEN FORUM haben wir schon hunderte von Artikeln mit ihren Fotos bebildert.

Die meisten ihrer Gemälde sind quadratisch geformt und fallen durch starke, oft leuchtende Farben und ausdrucksstarke Formen sowie eine glaubensfrohe Grundstimmung auf.

BILD: Fernseh-Interview mit Gründler über ihre Bibel-Illustration

Für Frau Gründler ist die menschenfreundliche Botschaft Gottes in der Schöpfungs- und Heilsordung ein starker Ansporn für den „gemalten“ Lobpreis des Ewigen, so daß sie ihr künstlerisches Schaffen nicht zuletzt als einen Dank an Gott versteht, unter dessen Schutz wir unser Leben stellen dürfen.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Buch-Tip zu kirchlich überprüften Wundern

Buch-Daten: Harald Grochtmann: Wunder: kirchlich überprüft, nie widerlegt – SJM-Verlag, 414 Seiten, Paperback. 14,80 Euro ISBN /EAN: 9783932426391

Der Autor dieses mit 414 Seiten umfangreichen Sachbuches, das trotzdem mit 14,80 € zu einem erschwinglichen Preis erscheint, betrachtet das religiöse Thema Wunder nicht allein auf religiöser Grundlage, sondern auch aus einer juristischen Sichtweise, indem der genaue Hergang, die Glaubwürdigkeit von Zeugen und insgesamt die Beweislage von wunderbaren Phänomenen gründlich erforscht wird.

Deshalb hat Dr. Grochtmann in seiner Arbeit dargelegt und erläutert, daß die äußeren Fakten, wie sie in kirchlichen Untersuchungsprozessen durch ein juristisches Verfahren exakt überprüft und durch Prozessakten dokumentiert wurden, bis heute gültig und stichhaltig sind.

Der Familienvater Dr. Harald Grochtmann war Richter am Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück. Er studierte Rechts- und Politikwissenschaft in Berlin und Paris.

Bei diesem Buch handelt es sich in seinen Grundzügen um die Dissertation des Verfassers. Freilich wurde die Doktorarbeit der Juristen inzwischen nach über sieben Auflagen erheblich erweitert und aktualisiert.

In der modernen Exegese bzw. Bibelauslegung werden vielfach sogar die in der Heiligen Schrift bezeugten Wunder angezweifelt oder direkt geleugnet. Angeblich, so heißt es, greife Gott nicht in die Naturgesetze ein. Woher wissen das diese rationalistischen Theologen so genau? Warum sollte der Allmächtige die Naturgesetze, die ER selber geschaffen hat, nicht beeinflussen können? Steht der Schöpfer nicht über seiner Schöpfung?

Wer davon ausgeht, daß Gott existiert, wie es bei den meisten Theologen wohl noch der Fall ist, kann nicht gleichzeitig grundsätzlich die Möglichkeit eines übernatürlichen Wirkens Gottes in dieser Welt leugnen, denn die Allmacht ist eine Grundeigenschaft Gottes, die zu seinem Wesen gehört.

Selbstverständlich will diese Einsicht nicht zur Wundersucht führen, weshalb der Autor das „umstrittene“ Thema nicht leichtfertig-naiv beschreibt, sondern gleichsam sorgfältig und gründlich wie ein Jurist untersucht.

Bestellmöglichkeit hier: https://www.fe-medien.de/wunder-kirchlich-ueberprueft


3000 Jahre alte Inschrift in Israel entdeckt: Geht es um den Namen des Richters Gideon?

Biblische Überlieferung erneut archäologisch bestätigt

Zum ersten Mal: Bei Ausgrabungen in Khirbat er-Ra’i, nahe Kiryat Gat, wurde eine Inschrift aus der Zeit der biblischen Richter geborgen, die sich auf das alttestamentliche Buch der Richter bezieht.

Die seltene Inschrift trägt den Namen „Jerubbaal“ in alphabetischer Schrift und stammt aus der Zeit um 1.100 v. Chr. Sie wurde mit Tinte auf ein Keramikgefäß geschrieben und in einer Lagergrube gefunden, die in den Boden gegraben und mit Steinen ausgekleidet war.

Das Keramikgefäß ist ein Krug, der etwa einen Liter fasst und möglicherweise eine wertvolle Flüssigkeit wie Öl, Parfüm oder Medizin enthielt. Offenbar hat der Besitzer des Gefäßes seinen Namen darauf geschrieben, um seinen Besitz zu kennzeichnen.

Die Inschrift wurde vom Epigraphik-Experten Christopher Rolston entziffert. Sie zeigt deutlich die Buchstaben yod (oben gebrochen), resh, bet, ayin, lamed, und Reste anderer Buchstaben deuten darauf hin, dass die ursprüngliche Inschrift länger war.

Prof. Garfinkel und Ganor erklären dazu:

„Der Name Jerubbaal ist aus der biblischen Tradition im Buch der Richter als alternativer Name für den Richter Gideon ben Yoash bekannt. Gideon wird zuerst erwähnt, als er den Götzendienst bekämpfte, indem er den Altar des Baal zerbrach und den Aschera-Pfahl abschlug.

In der biblischen Überlieferung wird er dann als Sieger über die Midianiter erwähnt, die den Jordan überquerten, um landwirtschaftliche Ernten zu plündern. Der Bibel zufolge organisierte Gideon eine kleine Armee von 300 Soldaten und griff die Midianiter bei Nacht in der Nähe von Ma’ayan Harod an.

In Anbetracht der geographischen Entfernung zwischen der Shephelah und dem Jesreel-Tal könnte sich diese Inschrift auf einen anderen Jerubbaal und nicht auf den Gideon der biblischen Überlieferung beziehen, obwohl nicht auszuschließen ist, dass der Krug dem Richter Gideon gehörte. In jedem Fall war der Name Jerubbaal zur Zeit der biblischen Richter offensichtlich gebräuchlich.“

Inschriften aus der Zeit der Richter sind extrem selten und in der israelischen Archäologie fast einmalig. Nur eine Handvoll Inschriften, die in der Vergangenheit gefunden wurden, tragen eine Reihe von nicht zusammenhängenden Buchstaben.

Dies ist das erste Mal, dass der Name Jerubbaal außerhalb der Bibel in einem archäologischen Kontext gefunden wurde – in einer Schicht, die auf etwa 1.100 v. Chr. datiert wird.

„Wie wir wissen, gibt es erhebliche Debatten darüber, ob die biblische Überlieferung die Realität widerspiegelt und ob sie den historischen Erinnerungen aus der Zeit der Richter und der Tage Davids treu ist“, sagen die Archäologen.

„Der Name Jerubbaal taucht in der Bibel nur in der Zeit der Richter auf, doch nun wurde er auch in einem archäologischen Kontext entdeckt, in einer Schicht, die aus dieser Zeit stammt. In ähnlicher Weise wurde der Name Ishbaal, der in der Bibel nur während der Monarchie König Davids erwähnt wird, in Schichten aus dieser Zeit am Fundort Khirbat Qeiyafa gefunden.

Die Tatsache, dass identische Namen in der Bibel erwähnt und auch in Inschriften gefunden werden, die bei archäologischen Ausgrabungen geborgen wurden, zeigt, dass Erinnerungen bewahrt und über die Generationen weitergegeben wurden.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Seltene-3000-Jahre-alte-Inschrift-gefunden.aspx?utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=NL+15.7.2021