Klartext aus Israel: „Teflonpfanne“ Merkel, weil an der Kanzlerin jede Kritik abgleitet

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Der Offene Brief von Dr. Hans Penner an die Kanzlerin (siehe HIER) führte auch zu einem interessanten Echo aus Israel:
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Der deutsch-israelische Autor und judenchristliche Prediger Klaus Moshe Pülz (siehe Foto) äußert seit vielen Jahren deutliche Kritik an Merkels Politik, die er jetzt in seinem Schreiben an den Naturwissenschaftler Dr. Penner bekräftigt:
Tel Aviv, den 22.11.2017
Lieber Herr Dr. Penner,
dem Inhalt Ihres diesbezüglichen Briefs an Frau Merkel ist beizupflichten. Nicht von ungefähr nennen die Amerikaner Frau Merkel eine „Teflonpfanne“, weil an ihrer Person jedwede Kritik abgleitet.
Ich dachte, daß es nur bei Männern Egomane gibt, aber Frau Merkel erkennt nicht, daß ihre Anhängerschaft in dem Maße schrumpft, wie sie weiterhin ungebildete und kulturfremde Muslime unerlaubt und entgegen den Sicherheitsbedrüfnissen der Bundesbürger ins Land läßt.
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Erst seit dieser Zeit gab es Terroranschläge und wird es auch künftig geben. Bei einem Nachzug von Omas und Opas aus arabischen Gebieten werden dann schließlich auch unsere Gesundheits- und Sozialdienste zusammenbrechen, wobei mit Macrons geplantem EU-Finanzminister den deutschen Bürgern die letzten Spargroschen aus der Tasche gezogen werden.
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Mein Beitrag über die Zukunft im Nahen Osten wird am Wochenende in der Tageszeitung „The Jerusalem Post“ erscheinen.
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Christian Lindner von der FDP ist für sein konsequentes Handeln zu danken. Es ist geradezu unverschämt, wenn Bundespräsident Steinmaier als ehem. SPD-Mann Lindner dafür Vorwürfe macht, denn der FDP-Chef hat sich selbstverständlich an den Wählerwillen zu halten, was Frau Merkel nicht tut, weil es ihr ausschließlich darum geht, zu herrschen und zu regieren. Aber Macht und Geld korrumpiert den Menschen, was man auch bei US-Präsident Trump sehen kann.
 
Heute am sog. Buß- und Bettag wird der Gerechtigkeit durch machtgierige Politiker weiterhin Schaden zugefügt. Eigentlich gehört Frau Merkel wegen Hochverrats vor Gericht gestellt, aber die Medien sind aufgrund der politischen Fernsehräte nicht mehr neutral in ihrer Berichterstattung. Daher ist dem Bundesverfassungsrichter Professor Di Fabio Recht zu geben.
 
Da die Maastrichtverträge keineswegs eine Schuldenunion vorgesehen haben, die zur Folge hat, daß den Sparern ihre zustehehenden Zinseinkünfte verweigert werden, bedeutet der EU-Wasserkopf in Brüssel einen ständigen Aderlaß für die deutschen Steuerzahler.
 
In summa wäre es ein Unglück, wenn Frau Merkel noch weitere vier Jahre Deutschland ihre Dienste aufoktroyieren möchte. Da sie keinerlei Kritikfähigkeit besitzt, wird sich auch keine Besserung ihrer Politik einstellen.
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Dies bedeutet, daß Frau Merkel in der Tat den Bezug nicht nur zur Realität verloren hat, sondern auch über keine Sachkompetenz über die notwendigen politischen Erfordernisse verfügt, die ausschließlich dem Wohle des deutschen Volke dienen. Die Bibel sagt dazu: „Hochmut kommt vor den Fall!“ (Sprüche 16,18).
Mit herzlichem Schalom aus Israel
Klaus Moshe Pülz
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Evangelikaler ABC gegen kirchliche Segnung bzw. Trauung von Homo-Partnerschaften

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) hält öffentliche Trau- und Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare aus biblischen, theologischen, kirchenrechtlichen und ökumenischen Gesichtspunkten für ausgeschlossen.

In einer Stellungnahme erinnert der ABC daran, dass Segnungen bzw. Trauungen homosexueller Paare noch vor wenigen Jahren innerhalb der evangelischen Kirche prinzipiell ausgeschlossen waren. Mit den Entscheidungen der jüngeren Zeit werde das traditionell geltende Verständnis von Ehe und Trauung auf der Grundlage von Schrift und Bekenntnis aufgegeben.

Nach Einschätzung des ABC geht es bei der Frage nach der Einführung gottesdienstlicher Segenshandlungen für homosexuelle Paare, die nach der Einführung der sog. „Ehe für alle“ neu diskutiert wird, ganz wesentlich um das Verständnis und die Auslegung der Heiligen Schrift und des kirchlichen Bekenntnisses.

Eine Bekenntnisfrage lasse sich aber nicht durch synodale Mehrheitsbeschlüsse entscheiden.

In diesem Zusammenhang verweist der ABC auf eine Stellungnahme des Erlanger Kirchenrechtlers Heinrich de Wall, der zu dieser Thematik geschrieben hat, dass selbst im Fall, „in dem die einen, möglicherweise sogar eine große Mehrheit in der Kirche, davon ausgehen, dass eine Neuregelung das Bekenntnis nicht betrifft, andere aber aus der Schrift nachvollziehbar begründeten Widerspruch dagegen erheben, (…) das Ganze als Bekenntnisfrage behandelt werden (muss): Denn ein Konsens darüber, was Schrift und Bekenntnis aussagen, lässt sich in diesem Fall gerade nicht feststellen.“

Der Versuch, diese Problematik dadurch zu umgehen, dass Gegnern möglicher Segnungs- und Traugottesdienste für homosexuelle Paare eine Art Gewissensschutz zugebilligt wird, ist nach Einschätzung des ABC ebenso wenig statthaft wie die Verlagerung der Entscheidung in die Gemeinden vor Ort: dies verschiebe den Streit um diese Bekenntnisfrage lediglich auf eine andere Ebene.

Es werde sogar erst erhebliche Konflikte in Kirchengemeinden erzeugen und sei darum als Weg der Bewahrung der Einheit gerade ungeeignet.

Der ABC hat seine Stellungnahme dem Ausschuss aus Mitgliedern des Landeskirchenrats und der Landessynode zur Verfügung gestellt, der seit kurzem über die Frage möglicher Segnungs- bzw. Traugottesdienste für homosexuelle Paare berät.

Der vollständige Text ist hier zu lesen: www.abc-bayern.de/stellungnahmen

 


Münster: Christlich-jüdische Gedenkstunde an den Synagogenbrand vom 9. November 1938

Von Felizitas Küble

Am Donnerstag, dem 9. November, veranstaltete die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein Gedenken an die Zerstörung der Synagoge und anderer jüdischer Einrichtungen in Münster und in Deutschland durch die NS-Diktatur am 9. November 1938. 

Dieses schauerliche Unrecht, bei dem 7000 jüdische Synagogen und Geschäfte brannten bzw. zerstört wurden, nannte man früher (wegen der zerbrochenen Fensterscheiben) „Kristallnacht“, heute wird meist von Pogromnacht gesprochen.

Dabei wurden rd. 20.000 deutsche Juden aus ihren Wohnungen herausgeprügelt, meist verhaftet oder ins KZ transportiert, ca. hundert jüdische Bürger wurden ermordet.

Der Vorstand der christlich-jüdische Initiative besteht – wie auch in anderen Städten üblich – aus einem katholischen, einem evangelischen und einem jüdischen Vertreter. 

Der jüdische Gemeindeleiter Sharon Fehr (siehe Foto) erinnerte die Besucher in der vollbesetzten Synagoge an antisemitische Entgleisungen damals und heute; er forderte alle Bürger zur Wachsamkeit auf.

Zugleich begrüßte er den Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe (CDU)  – der eine kurze Ansprache hielt –  sowie eine Reihe Theologen und Verbandsleiter. Der Gemeindevorsteher erinnerte als moralisches Leitbild für uns alle an die Zehn Gebote, die im jüdischen Gebetshaus einen zentralen Platz einnehmen (Foto: hebräische 10-Gebote-Symbolik).

Die vor allem theologisch geprägte Hauptrede mit dem Titel „Wurzeln der Entmenschlichung“ hielt Alfred Buß (siehe Foto), der frühere Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Der evang. Ex-Präses Buß betonte in seiner Grundsatzrede die verhängnisvollen Auswirkungen des kirchlichen Antijudaismus. Dabei setzte er sich vor allem kritisch mit Martin Luther auseinander:

Der Reformator habe anfangs durchaus eher positiv über Juden geschrieben, sich aber im Laufe der Jahrzehnte immer stärker in eine judenfeindliche Verhärtung hineingesteigert. Die Ursache hierfür sah der Kirchenmann u.a. darin, daß Luther mit einer Bekehrung zahlreicher Juden durch seine Bewegung gerechnet habe; als dies nicht eintrat, wandte er sich gegen die Juden.

Anläßlich des Gedenkens an die Progromnacht von 1938 erklärte er, Luthers Schrift „Wider die Juden und ihre Lügen“ lese sich wie eine Anleitung dazu, zumal in diesem Druckwerk ausdrücklich das Anzünden von Synagogen vorgeschlagen wird.

Dabei erwähnte Buß, daß Luther mit seinem rabiaten Antijudaismus und den von ihm geforderten Zwangsmaßnahmen gegen Juden seiner eigenen Zwei-Reiche-Lehre widersprochen habe, wonach die weltliche Obrigkeit niemanden zum Glauben zwingen dürfe. Der kirchliche Antijudaismus sei zwar, so der Redner, vom späteren Antisemitismus zu unterscheiden, doch habe er dem rassistischen Judenhaß gleichsam den Weg bereitet.

Dabei hätte doch der Rückblick auf die Schöpfungsgeschichte Gottes eine andere Grundhaltung lehren müssen, denn im Buche Genesis wird der Mensch als Gottes Ebenbild gewürdigt. Der Ewige schuf den Menschen als Mann und Frau „nach seinem Bilde“.

BILD: Die Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Synagoge von Münster

Daher besitze der Mensch als Gottes Geschöpf eine unverlierbare Würde, die ihm nicht etwa erst durch Staat oder Gesellschaft zukomme, sondern die in seiner geschöpflichen Natur begründet sei.

Die Heilige Schrift halte an dem einen Stammelternpaar fest, zumal dann niemand sagen könne: „Mein Urvater ist größer als der deinige“.  – Alle Menschen führen sich auf dieselben Stammeltern zurück. 

Als Lebensraum des Menschen sei die Welt nicht „des Teufels“, sondern Gottes Schöpfung. Allerdings rufe Gott den Menschen zur Verantwortung  –  so wie einst im Garten Eden nach dem Sündenfall: „Adam, wo bist du?“

Teils kritisch befaßte sich der ehem. Präses mit dem Zeitalter der Aufklärung, weil damals die Vernunft überbetont worden sei. Der Mensch erhalte seine Würde aber nicht erst aufgrund seiner verstandesmäßiger Fähigkeiten. Gewisse Postulate der Aufklärung seien sodann von Antisemiten vereinnahmt worden.

Der Redner rundete seine Ansprache ab mit Versen aus dem Psalm 43. Er spielt in der klassischen katholischen Liturgie eine herausragende Rolle (Stufengebet).

In diesem biblischen Psalm heißt es u.a.:

Verschaffe mir Recht, Gott, und führe meinen Rechtsstreit gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor den bösen und tückischen Menschen! Denn du bist der Gott meiner Zuflucht…Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten; sie sollen mich bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zum Gott meiner Freude und meines Jubels. 
 

Evangelikaler Pastor: Die Ehe nach Gottes Gebot steht unter seinem Segen

Von Pfarrer Jakob Tscharntke

Du sollst nicht ehebrechensagt das nach kirchlicher Zählung 6.Gebot. Aber an der Zerstörung der Ehe und Familie arbeitet unsere Politik seit Jahrzehnten mit Hochdruck. Die durch die Medien gepeitschte Unmoral tut ein Übriges.

Wo gelingen heute noch Ehen? Wohl rund 50% dürften geschieden werden, ohne daß wir die unzähligen vorehelichen Beziehungen mitrechnen, die ja dem Wesen nach auch schon ein Scheitern von eheähnlichen Beziehungen darstellen.

Es geht mir überhaupt nicht um ein Aburteilen von Menschen. Ich sehe die große Not, der Beziehungen heute ausgesetzt sind. Das schöpfungsgemäße Wesen von Mann und Frau wird geleugnet. Frauen werden möglichst in die vollzeitige Berufstätigkeit gezwungen. Die Belastungen für Mann und Frau im Beruf nehmen nicht nur rein arbeitsmäßig, sondern vor allem psychisch enorm zu.

Frauen haben meist gar keine Zeit und Kraft mehr, zuhause ein Nest für die Ehe und Familie herzurichten. Abends kommen zwei gestreßte Menschen nachhause. Jeder hat den Kopf voll mit den Dingen seines Berufsalltags und soll jetzt ein offenes Ohr und Herz für die Anliegen, Nöte und Sorgen des Andern haben. Und dann muß der Haushalt gemacht und Unzähliges organisiert und verwaltungstechnisch geregelt werden.

Dabei ist eine gelingende Ehe das Schönste, was uns auf dieser Erde passieren kann. Und so dürfen wir die Gebote Gottes ja immer auch auffassen: nämlich als Verheißungen, als Zusagen.

Gottes Gebot „Du sollst nicht“ ist ja zugleich die Zusage: Mit meiner Kraft und Hilfe kannst du anders! Gott gebietet uns nichts, was mit seiner Hilfe nicht möglich wäre.

Und wo gibt es etwas Schöneres, als wenn zwei Menschen in Liebe und Verständnis füreinander da sind. Wo nicht einer auf seine Rechte und Bedürfnisse pocht, sondern die Bedürfnisse des Anderen im Blick hat. In der Predigt vom 15.3.2009 mit dem Thema „Ehen mit Bestandsgarantie“ (http://www.nbc-jakob-tscharntke.de/Predigtarchiv-2017/Predigtdateien-2009) habe ich versucht, die Zusagen Gottes für unsere Ehen auszuführen und für ein gelingendes Miteinander praktisch anzuwenden.

„Ehen mit Bestandsgarantie“ – das klingt sehr hochtrabend, wahrscheinlich in vielen Ohren geradezu völlig unrealistisch. Ich bleibe aus tiefster Überzeugung bei dieser Formulierung: Wo Menschen eine Ehe schließen und in einer Ehe leben nach den Ordnungen und unter den Verheißungen Gottes, da haben ihre Ehe eine göttliche Bestandsgarantie.

Und wo gesunde Ehen sind und ein Volk, das nach den Geboten Gottes lebt und von der Sünde umkehrt, da ist ein Volk und ein Vaterland, das unter dem Segen Gottes lebt. Und wo Gott segnet, da toben alle Feinde und Mächte der Finsternis vergeblich!

Jakob Tscharntke ist ein protestantisch-freikirchlicher Pastor aus Reutlingen. – Erstveröffentlichung seines Beitrags hier: http://w2jgko72f.homepage.t-online.de/wordpress/?p=411

 


Deutsch-israelischer Autor zum Problemfall „Islam und Religionsfreiheit“

Von Klaus Moshe Pülz

Das Kardinalproblem hinsichtlich des staatlichen Umgangs mit dem Islam besteht darin, daß unser Grundgesetz jede Art von Religion und deren freie Ausübung nicht nur toleriert, sondern sogar als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ mit Sonderprivilegien garantiert.

Geht es um den theologischen Wahrheitsgehalt hingegen, so trennt die Bundesrepublik Staat und Religion, so daß die institutionelle christliche Kirche kein Exklusivrecht als allein wahre und seligmachende Religion nach Joh 14,6 genießt, wie es ihr eigentlich von der Bibel her zusteht.

Der Schwachpunkt eines freiheitlich demokratischen Staatswesens besteht darin, daß unter solchen Umständen die Wehrhaftigkeit einer Demokratie nicht gegeben ist, wenn tatsächlich eine Pseudo-Religion ebenfalls mit einem Wahrheitsanspruch auftritt, aber durch ihr aggressives Expansionsbedürfnis die „ lauere“ Religion sozusagen paritätisch überlagert, zumal wenn die Vertreter der christlichen Religion in ihrem missionarischen Eifer derart erlahmt sind, daß die Vertreter des Islam der Kirche den Rang ablaufen.

Diese laodizäische Lauheit (vgl. Offb 3,14f.) bringt das Christentum insbesondere im eschatologischen bzw. endzeitlichen Prozeß in Zugzwang, was als Bewährung anzusehen ist.

Demzufolge kann unter diesen Umständen die islamische Invasion als Herausforderung für das dereinstige christlich-jüdische Abendland gesehen und bewertet werden. Insofern eignet sich das demokratische Staatsverständnis nicht als Bollwerk gegen religiöse Verführung durch eine anderen Religion, die Professor Hans Küng als „Paradigma“ bezeichnete.

Aber es kann nur eine einzige Wahrheit existieren, so daß wir schließlich zur Gottesfrage kommen: welche Religion ist die einzig wahre?

Diese Frage stellte auch Friedrich der Große von Preußen, als er seine Generäle befragte. General von Ziethen war derjenige, der ihm erwiderte: „Die Juden sind der Beweis für die Existenz Gottes!“  –  und damit ist ihm beizupflichten. Die Christenheit bzw. die christliche Kirche begeht die gleichen Fehler wie das jüdische Tempeltum, indem sie nur noch Institution wurde, ohne vom Geist Gottes erfüllt zu sein.

Aber ein „Glaube“, der sich in seiner Tradition nur selbst tradiert, verliert nicht nur seine Strahlkraft, sondern seine Vollmacht von Gott.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Journalist und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die theologische Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Unser neues PLAKAT zum Rosenkranz-Monat

POSTER aus dem ECCLESIA-Plakatdienst in Münster:

Dieses POSTER kann bei uns bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten, 4 Stück nur 6 € inkl. Porto. – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

 


Gedanken zum Rosenkranzmonat Oktober

Von Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann

Der liturgische Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, den wir am 7. Oktober feiern, bietet mir die Gelegenheit, auf diese besondere Form des Mariengebets zurückzukommen.

Im Rosenkranz verbinden sich in wunderbarer Weise Einfachheit und Tiefe, individuelle und gemeinschaftliche Dimension.

Der Rosenkranz ist an sich ein kontemplatives Gebet – und er besitzt eine große Fürbitte-Kraft: Denn wer ihn betet, vereint sich mit Maria in der Betrachtung der Heilsgeheimnisse Christi und wird dazu gebracht, die diesen Glaubensgeheimnissen eigene Gnade in den vielfältigen Situationen des Lebens und der Geschichte anzurufen.

Der Rosenkranz gehört nicht zur Konjunkturfrömmigkeit; er ist kein Modeartikel, der heute geht und morgen vergessen ist. Er hat eine große, vielhundertjährige Geschichte. Bis in die Zeit des Mittelalters lässt sich dieses Gebet zurückverfolgen.

Wann aber und wie beten wir den Rosenkranz richtig? Dies zu wissen ist hilfreich, da die Kirche den Rosenkranz empfiehlt und die Gottesmutter an den kirchlich anerkannten Erscheinungsorten wie Lourdes und Fatima ausdrücklich dazu aufruft, ihn zu beten.

Christus steht im Zentrum des Rosenkranzes

Es ist nicht schwer, den Rosenkranz richtig zu beten. Die einzige Voraussetzung dafür ist ein Herz, das Gott lieben möchte, so gut es kann, und dies unter der Anleitung und Führung der Gottesmutter Maria, die auch unsere himmlische Mutter ist. 

An der Hand der Mutter Maria gehen wir unseren Weg zu ihrem Sohn Jesus Christus, der als menschgewordener Sohn Gottes im Zentrum des Rosenkranzgebetes steht. Denn jene „Geheimnisse“, die wir betend erwägen, sind die Geheimnisse des Lebens, Leidens und Sterbens sowie der Auferstehung und der Verherrlichung unseres Herrn Jesus Christus.

Zugleich ist im Rosenkranz auch unser eigenes Leben enthalten: Wir bringen ja all das mit, was wir sind und was wir haben, woran wir denken, was wir ersehnen, was wir uns wünschen, was uns Freude und Leid bereitet, worüber wir uns Sorgen machen, wofür wir Gott loben und ihm danken.

Alle Menschen, mit denen wir in Freundschaft und Liebe verbunden sind, bringen wir beim Beten des Rosenkranzes vor Gott, natürlich auch jene, mit denen wir uns schwer tun, wo es Unstimmigkeiten, Streit, Zerwürfnisse, ja sogar Feindschaft geben mag.

Ein Gebet des Vertrauens und der Hingabe

Vor Gott, dem HERRN, liegt alles offen; ER allein kennt unser Herz. Und so ist dieses Gebet ein Gebet des Vertrauens, in dem wir Gott wirklich alles sagen dürfen. Wir brauchen keine Angst zu haben, dass er uns nicht hört. Im Gegenteil: All jenes Beten, das Maria in unserem Namen vor den HERRN bringt, findet sein Wohlgefallen und wird auf diese Weise erhört, wie es für uns am besten ist!

Vielleicht hat der eine oder andere von ihnen auch erlebt, wie plötzlich drohende Gefahren verschwanden, Unheil vorüberging und Probleme durch das Rosenkranzgebet eine glückliche Lösung fanden. Es ist eines der wirksamsten Gebete der Kirche und wurde von vielen Päpsten empfohlen.

Geben wir diesem Gebet, sei es persönlich, sei es in der Familie oder in religiösen Gemeinschaften, einen bevorzugten Platz und glauben wir nicht, dass es altmodisch sei. Von vielen namhaften Persönlichkeiten ist bekannt, dass sie den Rosenkranz regelmäßig beten und sich offen dazu bekennen.

Was ein „moderner“ Student einst erlebte…

Ein Student fuhr mit dem Zug nach Paris. Er saß einem Mann gegenüber, der das Aussehen eines reichen Landwirts hatte. Der Mann bete den Rosenkranz. „Verehrter Herr“ – redete der Student ihn an: „Glauben Sie denn noch an diese veralteten Dinge? Folgen Sie meinem Rat, werfen Sie Ihren Rosenkranz aus dem Fenster und lernen Sie, was die Wissenschaft sagt.“

Wissenschaft? Vielleicht können Sie mir das erklären?“ – so antwortete der alte Mann bescheiden und mit Tränen in den Augen. Der Student sah die innere Bewegtheit seines Reisegefährten. Um seine Gefühle nicht noch mehr zu verletzen, sagte er etwas verlegen: „Geben Sie mir bitte Ihre Adresse. Ich sende Ihnen dann ein paar Unterlagen zu dem Thema.“ 

Der Student warf einen Blick auf die Visitenkarte, die der Herr aus einer inneren Jackentasche hervorgeholt hatte, und wurde sehr still. Auf der Karte stand gedruckt: „Louis Pasteur, Direktor, Institut für die wissenschaftliche Forschung, Paris“.

Versuchen wir, durch den Rosenkranz Gott immer näher zu kommen, ihn tiefer zu erkennen, nicht nur im Oktober, sondern Tag für Tag. Dann wird auch Maria, die uns der HERR unter dem Kreuz zur Mutter gegeben hat, für uns beten, jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Unser Autor, Ehrendomherr Dr. Franz Weidemann, stammt aus Oberschlesien und ist Pfarrer im Erzbistum Paderborn