Israels Regierungschef hielt eine Bibelarbeit in seiner Residenz und diskutierte über Kain und Abel

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu 17 hat jüdische Gelehrte und Rabbiner zum Bibelstudium in seiner Jerusalemer Residenz empfangen. Er knüpfte damit an eine Tradition seiner Vorgänger David Ben-Gurion (1886-1973) und Menachem Begin (1913-1992) an.

Der 62-jährige Netanjahu hatte erstmals im Mai zu einer Bibelarbeit über das Buch Ruth eingeladen. Am 11. Oktober beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Geschichte von Kain und Abel (Gen 4). Kain hatte seinen Bruder Abel erschlagen, weil Gott dessen Opfer gnädig ansah, seines aber nicht.

Wie der Parlamentskorrespondent der Zeitung Jerusalem-Post, Herb Keinon, berichtet, sagte Netanjahu, Eifersucht sei eine starke Antriebskraft, die er auch in seinem politischen Leben öfter erlebt habe. Er fragte, welches „Rezept“ die Bibel für den Umgang mit jemandem anbiete, der  –  von Eifersucht getrieben  –  sich nicht mehr beherrschen könne.

Zudem wollte der Regierungschef wissen, warum Gott den Brudermord nicht mit der Todesstrafe gesühnt habe. Eine Antwort: Gott wolle die Welt nicht untergehen lassen  – Kain lebte weiter und zeugte Kinder  –  und dies war dem Allmächtigen wichtiger als Vergeltung.

Quelle: www.idea.de