Bibelgärten finden immer mehr Zulauf in Deutschland

Bibelgärten werden in Deutschland immer beiliebter: in den vergangenen zwei Jahren hat sich ihre Zahl von 120 auf etwa 160 erhöht.

Sie präsentieren u.a. Pflanzen aus Israel, Klostergewächse oder christliche Symbolpflanzen. Ob Pfaffenhütchen, Kapuzinerkresse, Jakobsleiter oder Engelwurz – sie haben eines gemeinsam: einen Namen, der auf die Bibel zurückgeht.

Besucher können sie in den Gärten sehen, riechen und schmecken. Sie werden dabei auch mit biblischen Traditionen bekanntgemacht.

So ist der Bibelgarten der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Horn bei Detmold jetzt um eine „Klagemauer“ erweitert worden. Das u.a. von Konfirmanden errichtete Bauwerk soll künftig alle 150 Psalmen beherbergen.  Die Klagemauer gehört zum Bereich „Der Tempel in Jerusalem“ des 2009 eröffneten Bibelgartens.

An einzelnen Stationen  – etwa „Straße der Propheten“ oder „Pflanzen im Neuen Testament“ – des Rundweges, der auch als Barfußpfad genutzt werden kann, informieren Tafeln über die Hintergründe der Pflanzen oder legen Bibelverse aus, die die Schöpfung beleuchten.

Auch Christus  benutzte die Pflanzenwelt, um seine Botschaft zu verdeutlichen: „Seht die Blumen auf dem Feld. Sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht und sind doch herrlicher gekleidet als Salomo in all seiner Pracht!“ (Mt 6,28-29). 

125 Pflanzen kommen in der Heiligen Schrift vor. „Wer sich auf diese Pflanzen einlässt, stellt erstaunt fest, wie viele Bäume, Gemüsesorten, Kräuter, Blumen und Getreidearten in den Schriften des Christentums und des Judentums erwähnt werden“, so die Bibelgarten-Expertin Gisela Andresen aus dem St. Johanniskloster Schleswig bei der diesjährigen 4. Bibelgarten-Fachtagung in Schleswig.

Rund 30 Pflanzen finden Besucher im jüngst eröffneten Bibelgarten bei der Kapelle der sieben Barmherzigkeiten in Stübeckshorn bei Soltau. Weitere sollen hinzukommen.  Angelegt wurde der 200 qm große Garten mit Hilfe geistig behinderter Menschen, die in der Zweigstelle Stübeckshorn der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal betreut werden. 

Quelle: www.idea.de 

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz