Zika-Virus: eine hochgespielte Gefahr? – Nicolsamide: Gibt es Hoffnung auf Heilung?

Von Dr. med. Edith Breburda

Das New England Journal berichtet, dass eine Zika-Virus-Infektion während der Schwangerschaft höchstwahrscheinlich nicht mit einer sogenannten Mikrozephalie, d.h. mit der Ausbildung eines kleineren Kopfes beim Ungeborenen, in Verbindung gebracht werden kann. Die Krankheit könnte hingegen durch die Insektenschutzmittel dr-breburdahervorgerufen werden, welche großflächig angewendet werden, um die Virusträger bzw. Schnaken abzutöten.

Es hat sich noch nie eine Missbildung im Ungeborenen entwickelt, die durch einen Insektenstich hervorgerufen und ggf. über Geschlechtsverkehr übertragen wurde. Berichte über Zikavirus verfolgen uns und jagen schwangeren Frauen Angst ein.

Die abtreibungsfreundliche Organisation „Planned Parenthood“ pocht auf die Rechte der Schwangeren, die von einer Schnake gestochen wurde, damit sie ihr ungeborenes Kind töten darf. Nur so könnte man eine eventuell vorliegende Mikrozephalie des Babys behandeln.

„Wir kennen die Argumente von Planned Parenthood, die arme, jugendliche oder afrikanische-Amerikaner zu einer Abtreibung raten. Nun wurde Mikrozephalie der langen Liste der Abtreibungsempfehlungen hinzugefügt“, sagt Patti Armstrong in ihrem Artikel „Questionable Zika Scare Manipulated by Pro-Abortion Forces“ vom 7. September 2016.

„Das Erschreckende an dem Virus ist nicht, dass es durch eine Schnacke übertragen wird, sondern dass die Abtreibungsindustrie angibt, Schwangeren in den “Zika-Virus Gebieten“ nur durch eine Abtreibung helfen zu können. Es scheint nicht so sehr relevant, ob ihr Ungeborenes wirklich erkrankt ist. Zika wird benutzt, um Ängste zu schüren. Es ist die reinste Hysterie ausgebrochen“, erklärt Patti.  images (2)

Mittlerweile hinterfragen einige Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und ihrem Transmitter, der Schnake. Das New England Journal berichtet, dass der Virus höchstwahrscheinlich nicht mit einer Mikrozephalie in Verbindung gebracht werden kann.

Das New England System Institute (NECSI) untersuchte 12´.000 kolumbianische Schwangere, die mit Zika infiziert waren. Keines ihrer Ungeborenen hatte Mikrozephalie. Das NECSI fand insgesamt nur sieben Mikrozephalie-Fälle, die bei 48 Millionen Kolumbianern auftraten, während bei 200 Millionen brasilianischen Einwohnern 1.500 erkrankte Ungeborene gefunden wurden. Die Einwohnerzahl der Länder kann für den zahlenmäßigen Unterschied der Erkrankung nicht verantwortlich gemacht werden.

Das New England Journal of Medizin interpretiert die Daten dahingehend, die Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie neu zu überdenken. Die wissenschaftliche Kommune sucht mittlerweile nach anderen Ursachen. In einem Artikel der medizinischen Fachzeitung Science Daily wird das Insektenschutzmittel Pyriproxyfen als Mikrozephalie-Verursacher angesehen.

Die Substanz gleicht chemisch einem Hormon von Insektenlarven, welches dem Körper Retinsäure, ein Metabolit des Vitamin A’s, raubt. Wenn Vitamin A, dass für das Wachstum und die Entwicklung des Menschen verantwortlich ist, während der Embryonalentwicklung fehlt, kommt es zu Missbildungen (1).gmo

Wissenschaftler aus Brasilien, Argentinien und des toxikologischen Wissenschaftszentrums in Schweden sowie die NECSI untersuchen das Insektenschutzmittel Pyriproxyfen genauer. Einige Impfstoffe oder genetisch veränderte Moskitos kommen weiterhin als Verursacher von Makrozephalie in Betracht.

BILD: Protest gegen die Förderung von gentechnisch veränderten GMO-Organismen (Foto: Dr. Edith Breburda)

„Multimillionen-Dollar-Konzerne, die GMO-Organismen herstellen, sind wahrscheinlich eher verantwortlich, als dass man Moskitos die Schuld an der Krankheit gibt“, erläutert Petty.

Noch im April 2016 hat das US-amerikanische Zentrum für Krankheitskontrolle (Center for Disease Control and Prevention) Zika als Ursache für die Missbildung angesehen. Der amerikanische Staat stellte bereits damals 222 Millionen US-Dollars zur Verfügung, um Moskitos zu vernichten. Eine weitere Unterstützung aus der Staatskasse wurde im September beschlossen.

Millionenfaches Bienensterben im Südosten der USA

Die angewendeten Insektenschutzmittel schaden jedoch allen Insekten. Man beobachtet, dass Bienen millionenfach im Südosten der USA verenden, nachdem von der Luft aus ein Neurotoxin versprüht wurde, um Moskitos zu töten. Die vielen, meist leblosen Bienen, die neben den Bienenstöcken liegen, sind auf einem Video (https://www.facebook.com/Flowertown-Bee-Farm-and-Supplies-169371146803372/) zu sehen, welches Imker auf Facebook veröffentlichten.

Bienen gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztieren nach Rindern und Schweinen. Mit 200 Millionen Euro berechnet man die Wertschöpfung der Bienen weltweit. Immer öfter hören wir von Bienen, die auf mysteriöse Weise sterben. Gegner von GMO machen gentechnisch veränderte Pflanzen dafür verantwortlich.

Mais ist z.B. einer der wichtigsten Nahrungs- und Futterpflanzen. Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verursachen jedes Jahr enorme Ernteschäden. Große US-Agrarfirmen versuchen, diese Schädlinge mit Hilfe von gentechnisch veränderten Maissorten einzudämmen. prolifeusa

GMO-Pflanzen produzieren neben Herbiziden auch Insektizide. Ihr Bt-Gift wird in jede Zelle der Pflanze eingebaut. So gelangt es auch in den Pollen. Insekten sterben daran, wenn sie Bt-Toxin fressen. Pollen landen meistens auf den Blättern. Das Ziel ist es, die Insekten zu schwächen, damit sie keinen weiteren Schaden anrichten können.

Leider können auch andere Insekten an dem Gift sterben. Langzeiteffekte und die Kumulation im Insektenorganismus sind noch nicht erforscht. Der Pollenflug ist zwar hauptsächlich auf das Maisfeld konzentriert, aber Pollenflug und Niedrigkonzentrationen sowie chronische Effekte des Bt-Giftes erfassen somit alle Insekten, auch die des weiteren Umfeldes. Hummeln und Bienen könnten dadurch sogar ausgerottet werden.

Brasilien: Resistenz gegen GMO-Gifte

In Ländern wie Brasilien, die massiv GMO-Pflanzen anbauen, kommt es zudem zu einer Resistenz der Unkräuter und Insekten gegen GMO-Gifte. Zu oft hören wir Landwirte klagen, die mit GMO- Pflanzen mehr Insektizide und Herbizide anwenden müssen.

Im April/Mai 2008 war es bereits zu einem großen Bienensterben im Rheintal gekommen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ließ daraufhin die Zulassung von acht Saatgutbeizmitteln ruhen, da sechs von ihnen die oben genannten Neonicotinoide enthielten.

Auf den Verlust der Imker durch ein Bienensterben wird seit Jahren aufmerksam gemacht. Gesunde Bienen-Populationen garantieren letztendlich eine gute Ernte, so dass Bt-Toxine und andere Insektizide, wie z.B. Clothianidin, nicht dazu beitragen sollten, sie auszurotten.

Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide (Acetamiprid, Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) können die Entwicklung von Neuronen und Hirnstrukturen bei Föten und Kleinkindern beeinträchtigen. Die zuständige EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit will deshalb die Grenzwerte für Neonicotinoide verschärfen (2).

In den USA ist das anders, dort werden momentan Steuergelder benutzt, um einen Virus zu bekämpfen, an dem bisher 35 Amerikaner mit eher milden Symptomen erkrankt sind. IMG_9180 - Kopie

Anfang März 2016 erklärte Dr. Smith in einer US-medizinischen Zeitung, dass es in jedem Land Kinder gibt, die eine Mikrozephalie entwickeln:

„Die tatsächlich an Mikrozephalie erkrankten Ungeborenen sind eher gering im Vergleich zur Gesamtzahl der Neonaten eines Landes. In den USA werden im Jahr 39 Millionen Babys geboren. Von ihnen entwickeln 2 – 12 pro 10.000 eine Mikrozephalie.

Die Amerikanische Akademie für Neurologie und die Gesellschaft für Kinder-Neurologie vermutet, dass die Anzahl im höheren Bereich liegt. Das heißt: 25.000 aller Neugeborenen haben einen kleineren Kopf. 2015 wurden in Brasilien weniger als 200 Kinder mit Mikrozephalie geboren. Von 3 Millionen Babys erkrankten in 10.000 Fällen 0.5 Kinder. Das sind viel weniger Babys, als man vermutete“, sagte der Experte damals (3).

Was aber, wenn die ganze Insektenvernichtung, Aufregung und all die Empfehlungen, was man bei einer Erkrankung (prophylaktisch) tun soll, vergeblich waren?

Helfen Nicolsamide gegen das Zika-Virus?

Amerikanischer Wissenschaftler der Florida-State-Universität, des „Nationalen Institutes of Health“ und der John-Hopkins-Universität haben zwei Substanzen entwickelt, die das Virus an einer weiteren Teilung und damit Vermehrung hindern. Die bereits von der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassene existierende Komponente kann bei Ungeborenen verhindern, dass es zu einer Fehlentwicklung kommt und so Geburtsdefekte erst gar nicht entstehen.

„Nicolsamide“ wird momentan dazu benutzt, Endoparasiten zu behandeln. Theoretisch könnte es umgewidmet werden und steht damit sofort Schwangeren zur Verfügung.

„Es hat keine weiteren Nebenwirkungen, man müsse nur mehr Untersuchungen vornehmen, um die genaue Dosierung für Schwangere festzulegen. Es ist eine große Hoffnung für Frauen, die ein hohes Risiko haben, ein Kind mit Mikrozephalie zu bekommen“, sagt der Biologe Professor Hengli Tang der Florida-State-University.

„Wir konzentrierten uns auf die chemischen Substanzen die wir haben und waren so in der Lage, schnell ein Mittel zu finden, welches eine Fehlbildung stoppen kann.“ Der Professor berichtet weiter: “Auch wenn eine Mikrokephalie, die durch Zika-Virus entstanden ist, nur sehr selten vorkommt  – der Schaden ist schrecklich, weil er irreversible ist und ein Kind mit einem kleineren Kopf später nicht mehr geheilt werden kann.“ (4)

Literatur:

  1. Breburda et al. Vitamin A deficiency in the late gastrula stage rat embryo results in a one to two vertebral anteriorization that extends throughout the axial skeleton. Dev Biol. 2003 May 1; 257(1):14-29.
  2. Edith Breburda: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst. Paperback: Publischer: Scivias-Verlag: 254 pages. ISBN-10: 0615926657, ISBN-13: 978-0615926650, Language: German, February 2014
  3. Smith M.: Brazil: Reported Microcephaly number rising. But among investigated cases, 60% were ruled out. Medpage 02.03.2016
  4. Kthleen Haugency FSU Research team makes Zika drug breakthrough, Florida State University. Science, 29. August 2016

Vorab-Auszug aus dem demnächst erscheinenden Buch: „Gentopia  –  das gelobte Land“ von Dr. Edith Breburda

Unsere Autorin ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin).

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html


Israelisches Startup vertreibt Schädlinge auf Feldern mit natürlichen Mitteln

Initiative will zudem weiteres Bienensterben eindämmen

Bauern stehen heutzutage vor einem scheinbar ausweglosen Problem: Zum einen sollen die Felder möglichst frei von Insekten sein, die die Ernte fressen und zerstören können. Zum anderen verursachen Pestizide, die am effektivsten gegen diese Insekten sind, große Umweltprobleme und töten nicht nur die Schädlinge, sondern auch hilfreiche Insekten wie Bienen.1403634115528

Mehrere Studien vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und dem übermäßigen Einsatz von Pestiziden. Wissenschaftler glauben, dass bis zu ein Drittel der Nahrung, die wir zu uns nehmen, durch Bienenbestäubung entstanden ist. Weniger Bienen bedeutet weniger Nahrung. Aber ohne den Einsatz von Pestiziden würde die Zahl der Schädlinge ansteigen, die die Bestände zerstören.

Ein israelisches Startup, EdenShield, hat dazu den goldenen Mittelweg gefunden und vertreibt die Schädlinge mit natürlichen Mitteln:

Yaniv Kitron, Geschäftsführer von EdenShield, ist vor einigen Jahren aufgefallen, dass Schädlinge bestimmte Pflanzen und Sträucher meiden, auch wenn diese nicht mit Pestiziden besprüht wurden. Er stellte fest, dass die Schädlinge eine natürliche Abneigung gegen die Sekrete der Pflanzen hatten.

EdenShield zieht aus diesen Pflanzen die Essenz, die wiederum auf die zu schützenden Bestände gesprüht werden können bzw. in die Eingangsbereiche der Gewächshäuser. Alle Pflanzen, deren Sekret von den Schädlingen gemieden wird, sind in der israelischen Wüste heimisch.

Die Ablehnung der Schädlinge gegen den Geruch der Pflanzen ist tief in deren DNA verankert. Sie kommen daher gar nicht erst in die Nähe der Pflanzen mit diesem Geruch und können so nicht „lernen“, damit umzugehen. Darin liegt eine weiterer Vorteil im Vergleich zu Pestiziden, denen gegenüber Schädlinge eine gewisse Toleranz entwickeln können.

In Israel wird das Mittel vielfach eingesetzt, aber auch in Italien und Spanien gibt es bereits Testreihen. Der Schädlingsbefall konnte zu fast 100 Prozent gestoppt werden und der Einsatz von Pestiziden hat sich um über 80 Prozent verringert.

Quellen: Times of Israel / Israelische Botschaft in Berlin