US-Wahl: Das TIME-Magazin schildert eine „geheime Schattenkampagne“ pro Biden

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Die geheime Geschichte der Schattenkampagne, die die Wahl 2020 gerettet hat“ erscheint am 15. Februar 2021 in dem bekannten US-Politmagazin TIME ein ebenso ellenlanger wie aufschlußreicher Artikel, der bereits am 4. Februar online (voraus)veröffentlicht wurde: https://time.com/5936036/secret-2020-election-campaign/

Natürlich ist der Beitrag des linksliberalen Blattes erkennbar einseitig zugunsten von Joe Biden abgefaßt, woraus auch kein Geheimnis gemacht wird. Der Text liest sich wie eine Endlos-Pressemitteilung gegen Trump und die Republikaner mit den üblichen Floskeln aus diesem Spektrum.

Wirklich aufschlußreich ist der Artikel allerdings insofern, als er genau aufzeigt, welche Kräfte sich vor und während der Präsidentschaftswahl zusammengefunden haben, um eine erfolgversprechende Stimmung und Strategie pro Biden zu erzeugen.

Interessanterweise spricht das Blatt gar von einer (freilich aus seiner Sicht lobenswerten) „Verschwörung“ – es handelt sich hierbei also keineswegs um eine „Komplott-Theorie“ von Trump und Co. (oder gar von QAnon).

Dabei wird deutlich, daß sich vorher eher getrennte bis gegensätzliche politische Strömungen pro Biden zusammengefunden haben, nämlich Big Money („hunderte bedeutende Wirtschaftsführer“), Big Tech (Internetgiganten von Facebook bis Twitter) sowie linke Aktivistengruppen, BLM-Kämpfer, Planned Parenthood (größte Abtreibungsorganisation Amerikas), Umwelt-Initiativen und Gewerkschaften.

Im TIME-Artikel heißt es gleich eingangs:

„Für den Präsidenten fühlte sich etwas falsch an. „Es war alles sehr, sehr seltsam“, sagte Trump am 2. Dezember. „Innerhalb weniger Tage nach der Wahl erlebten wir eine orchestrierte Anstrengung, den Gewinner zu salben, obwohl noch viele Schlüsselstaaten gezählt wurden.“

In gewisser Weise hatte Trump recht.

Hinter den Kulissen ereignete sich eine Verschwörung, die sowohl die Proteste einschränkte als auch den Widerstand der CEOs koordinierte. Beide Überraschungen waren das Ergebnis eines informellen Bündnisses zwischen linken Aktivisten und Geschäftstitanen.

TIME findet diese Art einer „geheimen Schattenkampagne“ großartig, wobei es immerhin interessant ist, zu erfahren, daß auch Industrielle und Arbeitgeberverbände, die traditionell eher den Republikanern zuneigen, diesmal dem linken Netzwerk zuarbeiteten. Dafür gibt es mehrere Gründe, vor allem aber diesen:

Die Wirtschaftsführer haben befürchtet, so wird in dem Bericht zu verstehen gegeben, daß es im Falle eines Trump-Sieges zu weiteren linksradikalen Krawallen (etwa seitens BLM-Aktivisten oder Antifa) käme. Schon im vorigen Sommer wüteten wochenlang in vielen Städten der USA wilde Randale, die zahlreichen Geschäftsleuten großen Schaden zufügten.

Zudem gibt es natürlich auch Milliardäre mit durchaus linker Gesinnung – einer davon, nämlich Bloomberg, hat Bidens Wahlkampf massiv gesponsert – siehe unser Bericht aus dem Vorjahr dazu: https://charismatismus.wordpress.com/2020/12/05/milliardar-bloomberg-finanzierte-bidens-wahlkampf-und-die-abtreibungsagenda/

Nachdem Biden die radikalfeministische Kamala Harris als potentielle Vizepräsidentin nominiert hatte, sprudelten die Gelder aus der Abtreibungsindustrie noch stärker: https://charismatismus.wordpress.com/2020/11/26/warum-bidens-wahlkampf-finanziell-weitaus-besser-bestuckt-war/

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Mexiko: Präsident kritisiert BigTech-Zensur

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador („Amlo“) hat sich nach der Sperrung des scheidenden US-Präsidenten Trump auf Facebook und Twitter gegen die Zensurmacht von privaten Unternehmen gewandt.

Die Erläuterung des Facebook-Chefs Mark Zuckerberg beinhalte „viel Arroganz und Überheblichkeit“, so Amlo. Es sei ein „schlechtes Omen, dass private Unternehmen über Zensur und Schweigen entscheiden“, kritisierte der Präsident. Er rief zudem zum verstärkten Aufbau „alternativer Medien“ auf.

Der Fall markiere „ein Vorher und Nachher“ für das Recht auf Information. Große private Unternehmen dürften nicht die Rolle übernehmen, die nur rechtmäßigen und von der Verfassung legitimierten Behörden zukommen dürfe, argumentierte Amlo.

Der mexikanische Präsident hatte sich unlängst im Fall Julian Assange mit der scheidenden wie auch künftigen US-Regierung angelegt, als er dem in London in Auslieferungshaft sitzenden Enthüllungsjournalisten politisches Asyl anbot.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://amerika21.de/2021/01/246820/mexiko-amlo-facebook-zensur