Dr. Johannes Hartl spricht mit pfingstlerischen Starpredigern auf der Presence-Konferenz

Mit Bonnke – Fitzgerald – Johnson – Baker – Wenz

Dr. Johannes Hartl, Leiter und Gründer des charismatisch-ökumenischen Gebetshauses Augsburg, hat gestern in einem Tweet auf englisch darauf hingewiesen, daß er auf der „Presence-Conference“ in Genf auftreten wird.

Die pfingstlerische Großveranstaltung in der Schweiz beginnt am heutigen 20. Mai und endet am 1. Juni.

Mit dem katholischen Theologen Dr. Hartl treten weitere bekannte Redner auf, meist seit Jahrzehnten international bekannte „Stars“ der  protestantisch-charismatischen Szene, darunter folgende:

Reinhard Bonnke (per Skype): Das schwarmgeistige Urgestein ist Gründer von „Christus für alle Nationen“ (CfaN): https://charismatismus.wordpress.com/?s=reinhard+bonnke

Bill Johnson: Pastor der kuriosen US-amerikanischen Bethel-Gemeinde: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Bill+Johnson

Heidi Baker, ultra-enthusiastische Charismatikerin: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Heidi+Baker

Ben Fitzgerald, pfingstlerischer Star-Prediger: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Ben+Fitzgerald

Markus Wenz (Stuttgart), bis vor kurzem Leiter des charismatischen Gospelforums (einer Mega-Gemeinde): https://charismatismus.wordpress.com/?s=Peter+Wenz

 


So läuft eine charismatische Ehe-Therapie…

Von Felizitas Küble

Die evangelisch-charismatische Zeitschrift  „Charisma“ ist für schwarmgeistige Verhältnisse noch erstaunlich nüchtern. Extreme Verstiegenheiten werden im allgemeinen vermieden. Neben enthusiastischen Artikeln gibt es auch lebenspraktische Beiträge oder Reportagen aus Israel bzw. sonstigen Weltgegenden.

Trotzdem kommen die typisch charismatischen Merkmale immer wieder zum Vorschein – und sie sind umso bemerkenswerter, gerade weil das vierteljährlich erscheinende Magazin sich gerne etwas intellektuell und alltagsnah präsentiert.

So finden wir in der Ausgabe 3/2018 einen Bericht über einen charismatischen Ehe-Workshop. Es geht also um die Heilung und Verbesserung ehelicher Beziehungen  – das Seminar nennt sich LAM (Love after Marriage = Liebe nach der Heirat).

LAM geht auf die pfingstlerisch-amerikanische Bethel-Gemeinde zurück, die von Starprediger Bill Johnson und seiner Frau geleitet wird. Wir haben über die mehr als sonderbaren Praktiken in dieser Megagemeinde bereits zwei Artikel veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/?s=bill+johnson

Nun ist es natürlich ein ehrenwertes Anliegen, sich um die Therapie von Eheproblemen zu kümmern oder gesunde Ehen  noch gesünder hinzukriegen.

Keine seelische Intimsphäre in der Ehe?

Allerdings zeigt sich bereits hier wieder die typisch charismatische Neigung zu Verstiegenheiten:

Im Artikel „Tiefer verbunden“ (S. 25) wird dazu aufgefordert, „keine Geheimnisse voreinander zu haben“. Begründung von Pastor Martin Heidenreich: „Eine Beziehung ohne Offenheit ist keine echte.“  – Wenn also ein Ehepartner nicht komplett alles ausplaudert, ist die Beziehung „keine echte“?

Zudem wird darauf verwiesen: „Das Ehepaar im Paradies ist für mich ein Bild dafür, ohne Scham äußerlich und innerlich voreinander nackt zu sein. Das ist Gottes Muster für unsere Ehe.“

Hat der LAM-Seminarleiter schon einmal etwas vom Sündenfall gehört? Mit seiner „Logik“ könnten wir heute noch splitterfasernackt herumlaufen, Versuchungen diesbezüglich gab es schließlich im Garten Eden auch nicht. Also alles paletti?!

Durch den Sündenfall ist aber der Mensch moralisch und spirituell geschwächt, grundsätzlich anfällig für die Sünde, daher gibt es als eine Art Schutzwall für ihn sein angeborenes Schamgefühl  – nicht nur fürs Ankleiden, sondern auch für die seelische Intimsphäre.

Natürlich öffnen sich die Eheleute voreinander weitaus mehr als gegenüber Freunden, Verwandten oder Kollegen. Aber es ist schwärmerisch gedacht, dabei völlig auf jede „innere Scham“ zu verzichten und seine Persönlichkeit gleichsam komplett „auszuziehen“.

Weiter heißt es in einer Weise, die auch aus einer gruppendynamischen Sitzung oder Selbsterfahrungs-Stuhlrunde stammen könnte: „Zunächst gilt es, Blockaden aufzuspüren: Schuld, Festlegungen, Ängste sowie Ballast aus der Familienvergangenheit.“

Eheliche Sexualität: „In der Woche zwier….“ – ?

Wie könnte es anders sein bei soviel eingeforderter „Offenheit“ – es folgt diese Klarstellung: „Hohe Priorität hat das Thema Sexualität.“

Die Gruppenleitung vermittelt den Ehepaaren die rechte Lust: „Außerdem gibt es die Hausaufgabe, zweimal pro Woche sexuell aufeinander zuzugehen.“

Die evangelische Zeitschrift denkt hierbei wohl an den alten Luther-Spruch: „In der Woche zwier – schadet weder ihm noch ihr.

Nur ist diese hausbacken wirkende „Weisheit“ so klug nun auch wieder nicht, weil ein Paar mit Anfang 20 das wohl anders empfindet als eines, das auf die Fünfzig zugeht  – oder noch ältere Semester. Zudem hängt die Angelegenheit auch von der bisherigen Dauer der Ehe ab, von den Temperamenten und sonstigen Befindlichkeiten der Eheleute.

Einen solch fraglichen Ratschlag dann auch noch als „Hausaufgabe“ aufzugeben, wirkt womöglich alles andere als „therapeutisch“. Sex als Leistungsanforderung ist normalerweise kein Ehe-Heilrezept, sondern bewirkt eher das Gegenteil.

Warum Weniger MEHR bedeutet

Zudem besteht mit Luthers Spruch die Gefahr der Gewohnheit und Banalität, was zu sexuellem Überdruß und damit Unlust führen kann – einmal abgesehen davon, daß das Judentum schon wissen wird, warum es – wenngleich im Kontext kultischer Reinheitsregeln – gut zwei Wochen pro Monat eine eheliche Enthaltsamkeit vorsieht.

Dasselbe gilt übrigens (zudem bei einem fast identischen Zeitraum nach der Periode) für die Natürliche Empfängsregelung, wie sie gläubige Katholiken praktizieren. Diese Art der Familienplanung ist nicht nur komplett gesund und kostenlos, sondern dient auch einer bleibenden frischen Spannung in der Ehe und einer menschenwürdigen Sexualität mit gegenseitiger Rücksichtnahme und vernünftigen Verzichtsphasen, welche die Vorfreude steigern.

Also genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Statt „in der Woche zwier“ hilft es der Ehe, zwei Wochen pro Monat enthaltsam zu sein!

Gläubige jüdische und katholische Ehepaare haben hier die Nase vorn!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Beni Johnsons Weckruf für die Engel

Charismatikerin bringt schlafende Engel in Aktion

Kürzlich haben wir über den US-amerikanischen Star-Prediger Bill Johnson und sein pfingstlerisches Bethelwerk berichtet. Seine Frau Beni ist noch „origineller“ als er; sie betreibt nicht nur das „Grabsaugen“/ Grave-Sucking (sich die „heilende“ Energie von verehrten Charismatikern an deren Gräbern holen, indem man sich drauflegt), sondern verfügt auch sonst über wunderliche Einfälle.

Unter dem Titel „Wakey! Wakey!“ (Aufwachen!) beschreibt sie ihre Methode, Engel aus ihrer Langeweile aufzuwecken und ans Werk zu setzen: http://www.benij.org/blog.php?id=1

Zunächst behauptet sie, es gäbe drei Sorten Engel: Botengel, heilende Engel, feurige Engel. – Diese „Einteilung“ ist zwar weder der Heiligen Schrift noch der kirchlichen Tradition geläufig, aber da Charismatiker  – eigenen Angaben zufolge  – über einen direkten Draht zum Heiligen Geist verfügen, wird man immer auf Überraschungen gefaßt sein dürfen.

Frau Johnson meint sodann, die Engel hätten sich „schon lange gelangweilt“, doch sie seien „bereit, an die Arbeit zu kommen“ und den „Himmel auf die Erde zu ziehen“. Allerdings benötigen die himmlischen Boten hierfür einen speziellen Weckruf – und zwar WAKEY-WAKEY.

Zur Begründung für diese Sonderoffenbarung schildert die Autorin das Erlebnis einer Bekannten, die Gott mitten in der Nacht entsprechend beauftragt habe, auf daß eine geistliche „Erweckung“ in Wales eintreffe:

„Etwa fünf Minuten lang passierte nichts, also drehte sie sich um, um die Straße zu überqueren, um zu einem Geschäft zu gehen. Als sie sich umdrehte, spürte sie, wie der Boden zu wackeln begann, und hörte dieses riesige Gähnen. Sie schaute zurück zu der Kapelle und ein riesiger Engel trat heraus. Alles, was sie sehen konnte, waren seine Füße, weil er so groß war. Sie fragte ihn, wer er war, und er drehte sich zu ihr um und sagte: „Ich bin der Engel aus der Erweckung von 1904 und Sie haben mich gerade aufgeweckt.“ – Sie fragte ihn: „Warum hast du geschlafen?“ Der Engel antwortete und sagte: „Weil niemand mehr nach Erweckung gerufen hat.“ 

Die erwähnte Erweckung in Wales aus dem Jahre 1904 gehört zu den anfänglichen Ereignissen aus der pfingstlerisch-protestantischen Bewegung. Das Engel-Aufwecken geschieht aber nicht nur für die ganz großen Dinge, sondern auch für kleinere Vorgänge, wie die Verfasserin sie beschreibt, z.B. wenn ein Pastor seine verlegte Bibel sucht.

Abschließend schreibt Frau Johnson, sie und ihr Team hätten „festgestellt, dass die Engel auch Spaß haben und unter uns sind“.

 

 


„Grabsaugen“/Gravesucking für eine „Salbung“ durch verstorbene Charismatiker

Von Felizitas Küble

Es gibt im charismatischen Lager  – zumal in seinem extremen Flügel – nichts, was es nicht gibt – und mag es noch so bizarr wirken.

Zu den mehr als gewöhnungsbedürftigen Praktiken in der pfingstlerischen Bethel-Church des kalifornischen Star-Pastors Bill Johnson gehört z.B. das sogenannte „Grave Sucking“ – gemeint ist ein Aufsaugen der „Salbung“ von toten Predigern oder Pastoren, deren charismatische Geistesgaben man dadurch empfangen möchte, daß man sich auf deren Grab legt.

Falls die Grabstätte sich dafür nicht eignet, weil sie mehr hoch als lang ist, wird sie umarmt.

Unter „Salbung“ versteht man in schwarmgeistigen Kreisen einen besonderen Geist-Empfang – sei es durch die Handauflegung eines „vollmächtigen“ Predigers oder durch ein sonstiges persönliches Erlebnis einer speziellen „Sendung“ durch den Hl. Geist….

Bekannt ist z.B. die besondere Beziehung des pfingstlerischen Predigers Benny Hinn zur verstorbenen Charismatikerin Kathryn Kuhlmann und ihrem Grab, wo er seine vollmächtige „Salbung“ zum Heilungsdienst empfangen habe.

Das Foto oben zeigt die Ehefrau von Pastor Johnson beim „Grave-Sucking“ auf dem Grab des christlichen Schriftstellers C.S. Lewis in Oxford liegend, um dessen Charismen „aufzusaugen“. (Daß dieser anglikanische Autor mit der Charismatik  durchaus nichts am Hut hatte, steht auf einem anderen Blatt.)

Es gibt Äußerungen von Pastor Bill Johnson, die einen solchen Totenkult bzw. nekromantische Praktiken begünstigen, z.B. diese:

„Es gibt Salbungen, Deckungen, Offenbarungen und Geheimnisse, die nicht beansprucht wurden und buchstäblich dort sind, wo sie verlassen wurden, weil die damalige Generation sie nie weitergab.

Ich glaube, es ist uns möglich, die Salbung mit ihrer Einsicht in die Reiche Gottes zu holen, nachdem sie seit Jahrzehnten einfach nicht gepflegt wurden – und sie zurückzufordern und zu verewigen für künftige Generationen.“

Näheres zu dieser extrem-charismatischen Praxis: https://bewareofthewolves.blogspot.com/2015/03/david-hind-trinity-life-church.html

Weitere Belege zur „Salbung durch Verstorbene“ hier: https://verfuehrungderbraut.wordpress.com/2016/06/09/salbung-verstorbener/

Bill Johnson ist übrigens ein bekannter Anhänger des Star-Charismatikers John Wimber (+) und des Toronto-„Segens“ mit seinen massenhaften Ausuferungen und beklemmenden Manifestationen, z.B. Rückwärtskippen in Trance, „Lachen im Geist“, „Wiehern im Geist“, Grunzen im Geist bzw. Ungeist usw….

Im Juni 2017 fand in Bern (Schweiz) die Vineyard-Konferenz statt  – die Vineyard-Bewegung wurde von dem vorhin erwähnten John Wimber gegründet: http://www.vineyard-konferenz.ch/

Und welches waren u.a. die Star-Redner dieses protestantisch-pfingstlerischen Kongresses?

Bill Johnson und Dr. Johannes Hartl, jener katholische Theologe, der das ökumenische Gebetshaus Augsburg leitet.

Erst vor kurzem warb er für den Extrem-Charismatiker Mike Bickle: https://charismatismus.wordpress.com/2019/01/06/mehr-gruender-dr-johannes-hartl-wirbt-fuer-den-extrem-pfingstler-mike-bickle/