Corona und die Folgen für uns, die Natur und die Meinungsfreiheit

Von Dr. med. Edith Breburda

Beim ersten Cornoavirus-Fall Italiens handelte es sich um eine 65-jährige Frau, die Ende Januar von Wuhan nach Italien reiste. Fünf Tage nach ihrer Ankunft wurde sie mit einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung) in einem Krankenhaus vorstellig.

Ärzte des Lazzaro Spallanzani National Institutes für Infektionskrankheiten in Rom konnten SARS-CoV-2 in ihrer Bindehaut isolieren. Nach 21 Tagen verschwanden die Coronaviren, doch fünf Tage danach waren sie wieder da.

Dies veranlasst die Annahme, dass sich die Viren nicht nur sehr lange im Auge aufhalten, sondern auch replizieren. Eine Konjunktivitis wird nur selten mit Coronavieren in Zusammenhang gebracht. Sie ist dennoch extrem kontagiöse und birgt eine Gefahr, unsere Mitmenschen sehr leicht anzustecken.

„Die meisten Leute bringen die Augen nicht mit der Nase in Verbindung“, sagt der Infektiologe W. David Hardy. Deshalb sollte man nicht in die Augen greifen und täglich das Handtuch wechseln, sagen Experten (1). 

In Hinblick auf Coronaviren erlangen Forscher jeden Tag neue Erkenntnisse. Es handelt sich um eine noch nie dagewesene Krankheit. Wissenschaftler versuchen alles, um die Infektions- und Sterblichkeitsrate zu entschlüsseln.  

Trotzdem ist es unverständlich, dass Wissenschaftler oft mundtot gemacht werden. Ein Video der Mikrobiologin Dr. Judy Mikovits mit dem Titel „The Plandemic“, in dem sie über das ihr auferlegte Redeverbot bezüglich ihrer Retrovirenforschung berichtet, wurde von Google untersagt. Mikovits glaubt, Sars-COV-2 sei im chinesischen Labor manipuliert worden. Diese Behauptung brachte sie ins Gefängnis (2).

Bing Lou, ein Wissenschaftler aus Pittsburg, der eine wichtige Entdeckung im Zusammenhang mit Covid-19 machte, wurde kürzlich tot in seinem Haus aufgefunden. Er hatte mehrere Einschüsse, wobei Hao Gu als Täter identifizierte wurde, der sich anschließend selber in den Kopf geschossen hatte. 

„Wenn wir dachten, dass Internet sei schon vor COVID-19 zensiert worden, dann sehen wir, dass es jetzt wirklich der Fall ist“, sagt der Mediziner Dr. Josef Mercola: „Es handelt sich um einen Eingriff, der unsere Rede- und Meinungsfreiheit global verändert. Auf Youtube über Twitter bis Facebook usw. werden wir uns nicht mehr frei äußern dürfen, wenn unsere Meinung der Wahrheit nachkommt, diese aber im Gegensatz zu der allgemeingültigen, aber eben zensierten Ansicht steht.“

Manche Leute sind so verunsichert, dass es einen nicht wundert, wenn Vergiftungen mit Reinigungsmitteln zunehmen. Das US-amerikanische National Poison Data System berichtet in den ersten drei Monaten dieses Jahres von 45.550 Telefonanrufen, die sie in Bezug auf Reinigungs- und Desinfektionsmittel bekommen haben.

Eine Frau sagte, sie hörte in den Nachrichten, ihre Einkaufsware desinfizieren zu sollen. „Sie füllte ihre Spüle mit Essig, Bleichmittel und heißem Wasser, um ihre Lebensmittel zu desinfizieren. Doch so weit kam sie gar nicht. Sie hatte Schwierigkeiten zu atmen und landete mit erhöhten „Schadstoffwerten“ in der Lunge in der Notaufnahme, wo sie Sauerstoff und ein Mittel gegen ihren Bronchospasmus bekam.“

Die Food und Drug Administration der USA versicherte, dass sich das Virus nicht auf Lebensmittelverpackungen anreichert. Das bestätigt auch der deutsche Forscher Dr. Hendrick Streeck, der bisher keinen einzigen lebenden Virus in den Häusern kranker Personen gefunden hat. Er kontrollierte Türklinken, Ablagen und sogar das Fell der Haustiere in Heinsburg, dort, wo es in Deutschland die meisten Erkrankungen gab.

Notfallarzt Dr. Robert Glatter kann nicht oft genug betonen: „Während es wichtig ist, unser Haus und unsere Hände oft zu säubern, sollten wir dennoch sehen, dass wir uns nicht zu lange diesen Stoffen aussetzen. Sie einzuatmen, endet oft in der Notaufnahme.“ (3)

Die USA hatte zwar eine gute Wirtschaft vorzuweisen. Doch in all dem ist eines nicht berücksichtigt: Die verheerenden umweltzerstörenden Einflüsse, welche ein „Faktroy Farming“ mit sich brachte. (Siehe dazu das bioethische Sachbuch: „Gentopia, das gelobte Land“).

So glauben viele, dass es am Ende der Conroavirus-Pandemie zu einer noch nie dagewesenen Hungersnot kommen wird. Die Lebensmittelproduktion ist schon jetzt unterbrochen. Einwanderer haben ihre Stellen verloren und kein Geld, um es nachhause zu senden, und sind auf Armenspeisungen angewiesen. Viele Amerikaner würden niemals die Arbeiter der Einwanderer verrichten. Viele Schlachthäuser wurden geschlossen, weil die Fleischbeschauer und Grobschlachter zu nahe aneinander stehen.

Die reichen Industriestaaten wird es nicht so sehr betreffen, aber die armen Länder, in denen eine gute Lebensmittelverteilung sowieso schon immer chaotisch war.

Fast kein Sektor wurde von COVID-19 verschont; vom Tourismus bis hin zur Landwirtschaft sieht man einen Fallout.

Logistische Probleme sorgen schon jetzt dafür, dass Bauern im Dairyland Wisconsin ihre Milch entsorgen müssen, Schweinefarmer ihre Ferkel in South Dakota euthanasieren, und Erdbeerbauern in Kalifornien ihre Feldfrüchte verfaulen lassen.

Trotz allem ist das Aftermatch von COVID-19 dort am schlimmsten, wo eine extreme Trockenheit und Umweltkatastrophen bzw. die Zunahme von Plagen durch Heuschreckenschwärme jetzt schon die Herstellung unsere Lebensmittel beeinflusst.

Ganz abgesehen von der Umweltbelastung, die durch den Anbau von GMO-Feldfrüchten bestehen, wie z.B. die rapide Zunahme von Glyphosat in unserem Boden, Nahrung oder Wasser.

Ob ein Bienensterben mit Pestiziden und Herbiziden in Verbindung steht, wird zwar geleugnet, dennoch lehrt seit neuestem eine sogenannte Mörderhornisse den Imkern das Fürchten. Sie kommt offenbar aus Japan – wie sie in die USA gelangte, ist nicht bekannt. Man hat sie im Staat Washington gesichtet. Für das Rieseninsekt ist es eine Angelegenheit von Stunden, ganze Bienenstöcke auszurotten  – und doch sind Bienen unser wichtigsten Pollinatoren.
Wenn wir dachten, wir hätten ein Ende von COVID-19 erreicht, müssen wir uns nunmehr mit den Folgen der Pandemie befassen.

Dennoch gibt einem die außergewöhnliche Schönheit dieses Frühlings zu denken. Sie stimmt so gar nicht mit den Perspektiven der Pandemice unseres Planeten überein. Sagte doch der hl. Thomas von Aquin: Gott hat alles aus dem Nichts geschaffen und ER erhält uns jede Sekunde am Leben.

Weiterführende Literatur von Edith Breburda: „Gentopia, das gelobte Land“

Referenzen:
1)    Mercola J.: Coronavirus may reproduce in eye for weeks. Mercola, take control of your health, 8. Mai 2020
2)    Mercola J: you tube takes down “Plandemic’ video with coronavirus claims by Judy Mikovits. Mercola Health, May 7 2020
3)    Mercola J: Rising Reports of Poisoning from cleaning products. Mercola Health May 6. 2020 


Fledermäuse als häufige Viren-Überträger

Von Dr. med. Edith Breburda

Wissenschaftler gehen davon aus: Fledermäuse sind Träger des Coronavirus. Sie leben auf jedem Kontinent der Erde. Nur auf der Antarktis sind sie nicht zu finden.

Dazu kommt, dass sie fliegen können, womit sie eine Krankheit – auch über ihre Ausscheidungen – schneller verbreiten; sie haben ihr Habitat nahe bei uns Menschen.

So heißt es z.B. hier: „Eines ist sicher: Dieses Virus stammt von einem Tier, höchstwahrscheinlich von einer Fledermaus… Sars Coronavirus 2 kommt ja genauso wie das ursprüngliche Sars-Virus aus einem Fledermaus-Reservoir.“  (Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-wissenschaftler-erforschen-gefaehrdung-von.697.de.html?dram:article_id=472930)

Zudem stehen sie in vielen Ländern auf der Speisekarte, wodurch sie oft lebend verkauft werden. Tiermärkte waren auch für den Ausbruch von SARS verantwortlich.

In China verkauft man neben Affen und Fledermäusen natürlich auch Kakerlaken. Ein unvergessliches Bild, das sich mir auf einer von meinem Vater geleiteten wissenschaftlichen Exkursion quer durch China  –  u.a. Wuhan  –  Mitte der 80iger Jahre einprägte. (1)

Die in Höhlen lebende Fledermaus-Kolonien sind ideal dafür geeignet, Viruskrankheiten zu verbreiten.

Dr. Daszak von EcoHealth Alliance berichtete bereits 2017 in der Fachzeitung Nature von seiner Datenbank, in der er 754 Säugtieren katalogisierte, die 586 verschiedenen Viren in sich tragen. Damit bestätigte er, dass Fledermäuse prädestiniert sind, Krankheiten auf den Menschen zu übertragen.

Sie überleben nicht nur das Virus, das sie in sich tragen, sondern werden erstaunlich alt. Während Mäuse höchstens zwei Jahre leben, hat die große braune amerikanische Fledermaus eine Lebensspanne von etwa 20 Jahren. Wobei andere Arten ohne weiteres 40 Jahre bzw. eine kleine Sibirische Fledermaus bis zu 41 Jahre alt werden. Sie zu studieren, ist eine Notwendigkeit für unsere eigene Gesundheitsvorsorge.  

Dr. Daszak wünscht sich, den Verkauf dieser Tiere zu stoppen. Es würde sicherlich den weiteren Ausbruch von Krankheiten verhindern. „Doch dies ist nicht durchführbar, deshalb müssen wir die Lebensgewohnheiten der Tiere studieren“, postuliert der Wissenschaftler. „Ein Ausbruch kann kontrolliert und abgemildert werden. Aber wenn wir nicht den Ursprung der Krankheit kennen, kann sich ein Virus weiterhin schnell verbreiten.“

2018 hatten Wissenschaftler aus China und Singapur in einem Artikel in Cell Host and Microbe beschrieben, warum das Virus den Tieren selbst nichts anhaben kann. Der Kraftaufwand zu fliegen bewirkt, dass kleine Stränge der Erbinformation (DNA) in ihren Körperzellen herausbrechen. Diese DNA-Bruchstücke werden vom Immunsystem nicht angegriffen.

So wurden im Laufe der Evolution auch keine Viren mehr vom natürlichen Abwehrsystem der Fledermäuse bekämpft. Damit wurden die Tiere zu Trägern vieler Krankheiten, ohne dass sie ihnen selber schaden, weil sie tolerant gegen den Erreger sind.

Eine Fledermaus alleine kann ein natürliches Reservoir für das Marburg Virus, Tollwut, dem Nipa- und Hendra-Virus sein, das sie vor allem in Afrika, Malaysia, Bangladesch und Australien an den Menschen weitergegen.  

Man weiß, dass Kakerlaken und Insekten viele Krankheiten beherbergen – Fledermäuse übertreffen sie um das Vielfache. Noch dazu sind sie wichtige Bestäuber von z.B. Bananen und anderen Früchten.

Es gibt so viele Fledermausarten, dass sie ein Viertel aller Säugetiere ausmachen. Ihre Fähigkeit, Viren zu beherbergen, die leicht auf Menschen übertragen werden, hat verehrende Konsequenzen. Man vermutet, dass Fledermäuse auch ein Reservoir des Ebola-Virus sind. (2)

Seit 1976 fragen sich Wissenschaftler, welche Tiere bei einer Zoonose, in der eine Krankheit von Menschen auf Tiere übertragen wird, ein Erregerreservoir beinhalten.

Zum ersten Mal trat Ebola im Juni 1976 in einem kleinen Missionskrankenhaus in Yambuku auf. Heute gehört dieses Gebiet zum Kongo. Die am Rande des Dschungels gelegene Ortschaft grenzt an den Ebola-Fluss. Die sich infizierten Personen bekamen plötzlich hohes Fieber, Unterleibsschmerzen und einen entzündeten Hals. Dann bluteten sie aus der Nase, den Augen und anderen Körperöffnungen.

Neunzig Prozent der damals 318 infizierten Menschen starben innerhalb weniger Tage. Danach schien die Krankheit verschwunden. Mittlerweile nannte man sie nach dem Fluss-Ebola. Es betraf jedes Mal nur ein paar Personen in ein oder zwei Ortschaften.

Bis das Ebola-Zaire-Virus – wie aus dem Nichts heraus – 2011 plötzlich wieder in Zentral-Afrika auftrat, worüber der Virologe Garz Kobinger des Gesundheitsinstitutes in Winnipeg ausKanada berichtete.

2013 infizierten sich dann 11.000 Menschen in West-Afrika. Als erstes erkrankten Guineas Einwohner. Rasant verbreitet sich das Virus in der dicht mit Menschen gefüllten Hauptstad Conakry. Schnell infizierten sich die Bewohner der Nachbarländer Liberia und Sierra Leona.

Wissenschaftler studierten in den letzten Jahren das Virus sehr genau. Weltweit entschlüsselte man in Sicherheitslaboren das Erbgut des Virus. An Hunderten von Patienten entnahm man damals Blutproben und speicherte Gesundheitsdaten. Während des Ausbruchs testeten Wissenschaftler viele Impfstoffe. Arzneimittelfirmen versuchten mehrere verschiedene Medikamente aus. Bis auf einen Impfstoff schien alles Andere nicht zu helfen.

Den einzigen vielversprechenden Impfstoff entwickelte Merk. Er wurde bereits in Guinea angewandt, obwohl er damals noch nicht offiziell freigegeben war. Wenn Kongos Regierung Bedarf angemeldet hätte, wäre er als Versuchsimpfstoff eingesetzt worden. Ärzte ohne Grenzen standen bereit, den Impfstoff zu applizieren.

Forscher versichern, dass folgende Ebola-Ausbrüche längst nicht mehr so dramatisch verlaufen würden. 2017 wurden zwei Personen in einer sehr abgelegenen Gegend des Kongos positiv auf Ebola getestet. Nicht lange danach wurden drei bestätigte Fälle und 37 Verdachtsfälle des hoch pathogenen Virus gefunden.

Trotzdem ist man sich über die Entstehung des mysteriösen Virus immer noch im Unklaren. Der Virologe des Nationalen Institutes für Allergien und Infektionskrankheiten im Bundestaat Montana, Vincent Munster, erläuterte gegenüber dem Science Magazin am 2. Juni 2017: „Wir wissen sehr genau, wie sich das Virus vermehrt. Dennoch können wir uns weder erklären, woher es kam, noch wissen wir, was seinen sporadischen Ausbruch bewirkt?“

Es tötet Menschen, Antilopen, Gorillas und Schimpansen. Eines der Tiere muss das Virus in sich tragen. Das dem Ebola-Virus naheverwandte Marburg-Virus hat sein Erregerreservoir in Fledermäusen, Nagetieren und in Menschen.

Bei vorhergehenden Ebola Ausbrüchen fanden Wissenschaftler Antikörper des Erregers in Fledermäusen. Ein lebendes Virus hat noch keiner von einem Tier isoliert. Die Wissenschaft tappt im Dunkeln, wie das Virus vom Menschen auf Tiere – und umgekehrt – übertragen wird. Keiner weiß, unter welchen Bedingungen es zum Ausbruch der Krankheit kommt und vor: wo oder wann.

Wenn es um eine so tödliche Krankheit geht, wird der Wunsch verständlich, den Unsicherheitsfaktor auszuschalten. Man möchte Vorhersagen und Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Dr. Munster ist bemüht, diese Fragen so schnell wie möglich zu klären. Globalisierung, Urbanisierung und eine zunehmende Mobilität führen außerdem dazu, dass dem Virus keine Grenzen mehr gesetzt werden. Es kann sich in Windeseile verbreiten.

Wir müssen wissen, wo wir suchen müssen; und unter welchen Bedingungen es sich am Leben erhält. Deshalb ist Dr. Munster mitten in der Nacht in Kongo’s Dschungel zu finden. Es ist der Ort, von wo aus sich Ebola-Viren zu ihrer bisher tödlichsten Attacke verbreiteten. Man kann fast sagen, es handele sich in dieser Gegend um den Geburtsort von Ebola.

Seit sechs Jahren kommt der Wissenschaftler immer wieder hierher. Er hat sein Augenmerk auf Fledermäuse gerichtet. So schläft Dr. Munster kaum im Mai des Jahres 2017, weil er Urin- und Gewebsproben sicherstellen will, die er auf eine lange Reise nach USA sendet, damit sie dort auf Ebola-Viren getestete werden.

In der nur durch den Vollmond erhellten Nacht kann man über den Köpfen der Forscher ein Netz ausmachen.

Aus den Bäumen kommen knackende Geräusche. Munster und sein Team sind trotz der Schwüle in Schutzkleidung. In Masken und dicken Lederhandschuhen warten sie, bis ihnen ihre Beute – der Hammerkopfflughund – eine Fruchtfledermaus, ins Netz geht. Wenn es dunkel ist, kann man Afrikas größten Vampir – den Hypsignathus monstrous – im Regenwald finden. Ihre Flügel spannen sich bis zu einem Meter.

Dr. Munster hofft, den Tieren das Geheimnis um das Ebola-Virus zu entlocken. In zwei Wochen haben die Forscher 100 Tiere gefangen. Sie werden aus ihrer Falle befreit, in einen Sack gesteckt und an eine Leine gehängt, die zwischen den Bäumen aufgespannt ist.

Im Zeltlager der Wissenschaftler sind viele voller Hoffnung, das erste Mal lebende Viren aus einem Tier zu isolieren und so das Verhaltensmuster entschlüsseln zu können. Es könnte doch sein, dass sich Fledermäuse nur in jungen Jahren mit Ebola infizieren?

Oder es ist so etwas wie eine Kinderkrankheit und das Virus wird zeitlebens ausgeschieden? Vielleicht sind es nur ein paar Fledermäuse, die sich anstecken? Um genau diese Tiere zu identifizieren, reist Dr. Munster und sein Team jedes Jahr in Kongos Urwald.

Um zwei Uhr morgens, wenn die Arbeit der Vogelfänger vorbei ist, bekommt die Epidemiologien Sarah Olsen die Säugetiere. Eines der Zelte dient als Arbeitsplatz. Unter einer einfachen Osram-Birne, die durch einen lauten Generator gespeist wird, werden den hässlichen Kreaturen mit ihrem großen Kopf und gelben Augen Urin und Blutproben entnommen. Danach werden sie vermessen und schließlich freigelassen.

Die Forscher tragen immer noch Schutzkleidung. Über die Lederhandschuhe haben sie Vinylhandschuhe gezogen. Sie müssen sich absichern, falls sie wirklich mit Ebola zu tun haben sollten.

Wenn der Morgen dämmert, verstummen die Schreie der Hammerkopf-Fledermäuse. Die Poben der in der Nacht gefangen Tiere sind alle in flüssigem Nitrogen verstaut. Jetzt beginnt der Kampf mit den Bürokraten. Es wird viel Zeit in Anspruch nehmen, bis die Proben sicher in den USA ankommen. Man klassifiziert sie als hoch infektiöses Material  – unabhängig davon, ob sie Ebola-Viren enthalten.

Dr. Ondzie, Tierarzt der kongolesischen Artenschutzbehörde, ist Dr. Munsters rechte Hand. Seine Organisation untersucht vor allem, inwieweit das Ebola-Virus Schimpansen und Gorillas schadet. Ebola tötet zwischen 2005 bis 2012 die Hälfte aller im Kongo lebender Gorillas. Das ist ein schwerer Schaden, denn 60% dieser Primaten leben im Norden vom Kongo. Genau in diesem Gebiet hat Munster seine Zeltstadt aufgebaut.

Durch die Affen könnten sich Menschen sehr leicht an Ebola infizieren. Vor allem, wenn sie tote Urwaldtiere einsammeln und ihr Fleisch essen. Wenn Dr. Ondzie nicht damit beschäftigt ist, Fledermäuse zu fangen, sucht er die Eingeborenen auf. Seine Botschaft ist immer die gleiche: „Wenn Sie ein totes Tier sehen, sollen sie es nicht anfassen, sondern meine Organisation anrufen.“

Es scheint fast unmöglich, Ebola in lebenden Tieren zu finden. Desto wahrscheinlicher beherbergen Kadaver das Virus.

Munster hat ein besonderes Protokoll entworfen, dem jeder strikt folgt. Normalerweise schneiden Pathologen ein totes Tier auf, um Blutproben entnehmen zu können. Munster gibt sich mit abgeschabten Hautpartikeln zufrieden. Für ihn spielt der Unterschied keine große Rolle, denn: „Jede Zelle, die wir hier finden, ist mit Ebolaviren aufgefüllt“.

Die Zelte der Forscher sind nur knappe 100 Meter von der Straße entfernt, die erst seit kurzer Zeit eine Asphaltdecke trägt. Falls das Virus erneut im Urwald auftritt, kann es dank der Infrastruktur, die bis in den entlegensten Urwald hinein entwickelt wurde, morgen schon in Kongos Hauptstadt Brazzaville wüten und übermorgen in Boston, Berlin oder Bombay auftreten. (3)

Quellenangaben:

  • 1) Breburda J.: Wissenschaftliche Exkursion durch Zentral-China des Zentrums für Kontinentale Agrar- und Wirtschaftsforschung der Justus-Liebig-Universität Giessen, März 1987
  • 2) Gorman J.:  How do bats live with so many viruses? New York Times, 31, Jan 2020
  • 3) Breburda E.: Gentopia, das gelobte Land (siehe Foto)

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin, Immunologin und Verfasserin bioethischer Sachbücher; hier ihre Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/


Wahlergebnis in Thüringen: CDL verlangt „dringende Kurskorrektur“ von der CDU

Zum Wahlausgang in Thüringen und einer möglichen Regierungsunterstützung durch die Linkspartei erklären die Bundesvorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) und Odila Carbanje, NRW-Landeschefin und Vize-Bundesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben):

„Das Wahlergebnis in Thüringen ist für die CDU bundesweit ein erneuter und sehr ernst zu nehmender politischer Tiefschlag. Mit großer Sorge erfüllt uns als Christdemokraten für das Leben (CDL), deren Mitglieder meist auch gleichzeitig Mitglieder in der CDU/CSU sind, die kurzzeitig seitens der CDU-Führung aufgebrachten Überlegungen, die CDU könne gemeinsam mit der Linkspartei Regierungsverantwortung für das Land Thüringen übernehmen.

Schon im August 2018 hatte Daniel Günther als CDU-Ministerpräsident von Schleswig Holstein erstmals einen solchen Tabubruch vorgeschlagen, der innerparteilich sofort auf scharfe Ablehnung stieß.

Der daraufhin im Dezember 2018 klar getroffene Parteitagsbeschluß von Hamburg, der bewußt eine scharfe Trennlinie zu einer den Sozialismus nach wie vor anstrebenden Partei zieht, prägt den Umgang der Union mit linksextremen Parteien.

Allein die Tatsache, daß der größte Teil deren Parteimitglieder bereits Mitglied der PDS/SED war und dieser sozialistischen Tradition weiter eng verbunden ist, muß eine „No-Go-Area“ für eine Zusammenarbeit begründen.

Auch die „Kommunistische Plattform“ in der Partei DIE LINKE, die aktiv an der Basis und in Parteistrukturen mitwirken, zeigt überdeutlich, welcher Grundorientierung die Linkspartei weiterhin folgt und verpflichtet ist.

Eine Koalition mit ihr oder der AFD auf Länderebene einzugehen, sollte seitens der Unionsführung nicht von einem Landesverband beschlossen werden, sonst verlieren die Unionsparteien bundesweit eine wichtige Basis gemeinsamen Selbstverständnisses. Was nützen CDU-Parteitagsbeschlüsse oder Grundsatzprogramme noch, wenn sie nicht selten bei der ersten passenden Gelegenheit über Bord geworfen werden?

BILD: CDL-Vizechefin Odila Carbanje (links) mit Susanne Wenzel (Pressesprecherin) und weiteren Mitstreitern

Es gibt nachweislich keine inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der LINKEN, weder in programmatischer noch in strategischer Hinsicht, weder in der Wirtschafts-, Finanz-, Sozial-, Familien-, Verteidigungs-, Einwanderungs-, noch Sicherheits-, Kirchen- oder Bildungspolitik.

Statt sich aus machttaktischen Gründen mit solchen destruktiven Koalitionsmöglichkeiten zu befassen, sollte die CDU sich vielmehr fragen, wie sie verhindern kann, das Schicksal der SPD zu teilen, die durch die Existenz einer Partei links von ihr stetig an Bedeutung verliert und der extremen Linken das Feld bereitet und überläßt.

Die Wahl in Thüringen zeigte, daß die Einschätzung, wonach Wahlen heute in der politisch linksorientierten „Mitte“ gewonnen werden, so nicht mehr unbedingt stimmt.

Die Parteien müssen sich wieder klarer darüber sein, welche Grundhaltungen sie vertreten und unmißverständlicher Position beziehen. Die Wähler müssen eindeutige Unterschiede erkennen können.

Die langjährige, inzwischen erschöpfte „Große Koalition“ hat ihr Themenspektrum spürbar verengt. Klima, Digitalisierung und europäische Harmonisierungen sind gerade auf Landesebene nicht die tatsächlichen Hauptanliegen der Bürger, auch wenn dies Medien und Meinungsumfragen so nahelegen.

Wichtige Kernthemen und Sorgen der Bürger kamen im Parteienwettbewerb nicht mehr zur Sprache oder wurden sogar aufgegeben. Es konnte der Eindruck entstehen, daß es den Verantwortlichen manchmal eher darum ging, Positionen der gegnerischen Partei zu adaptieren, um die entsprechenden Wählerschichten an sich zu ziehen, als die eigenen Überzeugungen in reale Politik umzusetzen.

Inhaltliche „Demobilisierung“ hat durchaus auch die eigene Wählerschaft diffundieren lassen bzw. sie zu deutlicheren Alternativen gelotst.

Die Folge ist für CDU und SPD gleichermaßen, daß sich das eigene Klientel langsam oder aus Protest nach einer neuen politischen Heimat umschaute. Ein deutliches Beispiel dafür läßt sich u.a. auch in Thüringen finden:

Ein junger Politiker, der mit seinen 28 Jahren zum ersten Mal für den Landtag kandidierte, hat seine politische Laufbahn in der Union mit der Gründung eines Stadtverbandes der Schüler-Union begonnen. Danach engagierte er sich in der JU und in der CDU.

Nachdem die CDU im Bereich „Schutz des menschlichen Lebens“ und der Familie solche Beschlüsse mittrug wie u.a. die Einführung der PID und der „Ehe für alle“, trat der überzeugte Christ aus der CDU aus und wechselte zur AfD. Der junge Mann holte aus dem Stand für seine Partei als MdL-Kandidat jetzt über 22 Prozent.

Ähnliche Beispiele in anderen Bundesländern gibt es reichlich.

Dabei ist die Union in der Gefahr, zu ignorieren, daß gerade auch in der jüngeren Generation klassische bürgerliche Werte und Überzeugungen, wie sie lange Zeit in der CDU/CSU politisch deutlich vertreten wurden, tatsächlich wieder mehr gelebt werden.

Thema Familienpolitik: Nicht Gender-Mainstreaming, sondern die klassische Familie wächst in der Realität. Schon seit über fünf Jahren steht die Eheschließung wieder hoch im Kurs: allein 2018 lag die Zahl bei 449.466  –  der höchste Stand seit 1992. Auch die „Haltbarkeit“ der Ehen steigt. Die Zahl der Scheidungen geht seit neun Jahren kontinuierlich zurück und lag 2018 bei 148.066 Paaren.

Familie und Ehe haben laut neuer Shell-Studie gerade für junge Menschen höchste Priorität. Dort fühlen sie sich geborgen und sicher. Eltern stehen für ihre Kinder und Kinder für ihre alten Eltern ein, das ist gelebte Realität und die Mehrheit in Deutschland.

Das soziale Gefüge einer Familie stellt eine Art von Lebensversicherung dar und wird auch immer mehr von jungen Menschen angestrebt. Das von der Politik favorisierte Modell, wonach beide Eltern in Vollzeit nach der Geburt wieder einer Erwerbstätigkeit nachgehen, während die Kinder in Kitas abgegeben werden, entspricht nicht dem Lebensideal junger Familien.

Eine Politik, die an der Lebenswelt der Mehrheit der Menschen vorbei agiert, verliert Zustimmung und Identifikation, wie allein mit diesem Beispiel in der Familienpolitik kurz aufzuzeigen ist. Wer hier in erster Linie einem Allparteienkorridor folgt, verliert an Unterstützung.

Wir als Christdemokraten für das Leben (CDL) fordern von unserer Mutterpartei nicht nur ein klares Bekenntnis zum christlichen Menschenbild als Grundlage unserer politischen Arbeit, sondern eine reale Umsetzung klarer christlicher und bürgerlicher Positionen und Interessen in der Politik.

Dazu gehört für uns an erster Stelle die Förderung der Familie und der Schutz des menschlichen Lebens in allen Phasen, ob geboren oder ungeboren, ob alt oder krank.

Die fortschreitende Diskriminierung von Menschen mit Behinderung muß auch vor der Geburt verboten werden. Untersuchungsmethoden, die als Selektionsinstrument genutzt werden, dürfen nicht weiter zugelassen sein.

Hingegen müssen alleinerziehende Frauen und Familien mit einem behinderten Kind besonders unterstützt werden. Wir brauchen keine Ausweitung von staatlich geförderten Abtreibungsangeboten, sondern eine neue Willkommenskultur für Kinder, und dies nicht erst, wenn sie zur Welt gekommen sind.

Familien sind die wichtigste Keimzelle der Gesellschaft und müssen als solche auch politisch gefördert werden. Dabei sind verschiedene Lebensmodelle zu berücksichtigen, jedoch sollten aktive Familienförderung und verbesserter Lebensschutz endlich wieder zum Merkmal christdemokratischer Politik werden.

Der Mensch darf in keiner Lebensphase verzweckt werden. Wir lehnen sowohl eine tötende Forschung an Embryonen als auch Manipulationen an der menschlichen Keimbahn ab. Die Union muß auch ein „Recht auf Abtreibung“ weiter ablehnen. Dies gilt auch für aktive Sterbehilfe und ärztlich assistierten Suizid. All das sind aber Kernforderungen von rot-rot-grün-gelben Parteien auf Bundes- und Landesebene.

Die CDU sollte ihr Grundsatzprogamm wieder ernst nehmen und den Wählern deutlich konturierte politische Positionen anbieten, statt ihre Mitglieder und Stammwähler immer stärker zu enttäuschen und zu verprellen.

Nicht nur durch Personen, sondern auch durch inhaltlich erkennbare Überzeugungen können und müssen Wähler zurück- oder neu gewonnen werden. Auf dem kommenden Bundesparteitag wäre Gelegenheit, die Inhalte und Lage der Partei und nicht nur Ämterambitionen offen und ehrlich zu diskutieren, bevor die SPD auf ihrem Parteitag möglicherweise unerwünschte Fakten für die Union schafft.

Wenn die CDU jetzt in Thüringen eine fatale Öffnungsstrategie zur Regierungsunterstützung der LINKEN entwickeln sollte, dürfte dies bundesweit ein politisches Damoklesschwert für die gesamte Union werden.“


Kardinal Burke: Mediziner sind dazu berufen, Zeugnis für das Leben zu geben

Von Dr. med. Edith Breburda

Kardinal Raymond Burke, der die Festrede für die alljährliche „Weisse Messe” am 19. Oktober 2019 hielt, war den katholischen Ärzten der US-amerikanischen Diözese in Phoenix schon immer sehr dankbar für ihre klare moralische Haltung.

Der Kurienkardinal, der zusammen mit Bischof Thomas Olmsted an der Päpstlichen Thomas-Universitätin Rom studierte, ermutigte bereits in seiner Predigt in der Kapelle des ‚Headquarters’ des Bistums, sich nicht entmutigen zu lassen, sondern weiter treu zur katholischen Lehre zu stehen.

In der heutigen Zeit sehen wir eine Perversion ethischer Prinzipien, erklärte er weiter. Diejenigen, die dennoch an ihnen festhalten, werden oft als Extremisten angesehen und erleiden ein „weißes“ Martyrium (ohne Blutvergießen)  – nicht zuletzt, weil sie den ideologischen Grundlagen eines moralischen Relativismus, dessen Ziel es ist egoistische Wünsche zu erfüllen, im Wege stehen.

„Bereits Papst Benedikt“, sagte Kardinal Burke, „kritisierte beim Weihnachtsempfang für das Kardinalskollegium im Jahre 2010 die heute gängige Ansicht: “Das in sich Böse gebe es so wenig wie das in sich Gute.“ Angeblich existiere nur ein „besser als“ und „schlechter als“. Nichts sei in sich gut oder schlecht.

Alles hänge von den Umständen und von der Zwecksetzung ab. Je nach den Zwecken und Umständen könne alles gut oder auch schlecht sein. Moral wird somit durch ein Kalkül der Folgen ersetzt und hört damit auf, als solche zu bestehen.”

Eine Ethik, so erläuterte Kardinal Burke, die sich irrtümlich allein auf den individuellen Zweck des menschlichen Handelns beschränkt, sei verwirrrend und könnte den Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie heraufbeschwören.

Katholische Mediziner sollten niemals vergessen, welchen Einfluss ihr Vorbild auf ihre Kollegen ausübt, wenn sie eine medizinische Ethik aufrechterhalten, die dem menschlichen Leben Respekt zollt. So wie die ersten Jünger Jesu leben wir in einer Zeit des Heidentums.

Unsere Welt hat sich von Gott als unserem Schöpfer verabschiedet. Die uns von ihm in unser Herz geschriebenen Gesetze werden nicht mehr wahrgenommen.

Deshalb ist eine Neuevangelisierung unabdingbar. Wenn wir unser Leben in Jesus Christus ausrichten und in der Wahrheit seiner Kirche leben, ist es leicht, den Irrtümern entgegenzutreten, die zu den vielen schwerwiegenden moralischen Übeln unsere Zeit führen.

Ein Leben, das im Einklang mit der Wahrheit steht, macht uns nicht nur frei, sondern auch glücklich und gibt denen, die den großen Übeln verfallen sind, einen sittlichen Halt und eine neue Perspektive.

Himmel und Erde trafen in Jesus Christus, Gottes menschgewordenem Sohn zusammen, um die Dunkelheit des Irrtums und der Sünde zu zerstören und unsere Seelen mit Licht, Wahrheit, Schönheit und Güte zu füllen.

„Wenn wir mit Christus verbunden sind, können wir unseren Brüdern und Schwestern, die unter den Irrtümern eines moralischen Relativismus in die Verzweiflung getrieben wurden, eine neue Hoffnung und Richtung geben, nach der sie sich sehnen und suchen,“ sagte Kardial Burke in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Speisesaal des Diözesanzentrums Downtown in der Halbwüsten-Metropole Phoenix.

Es bedarf einen gläubigen Menschen, damit er die in der Schöpfung vorhandenen Naturgesetze erkennt, so der Würdenträger weiter.

Gottes menschgewordener Sohn zeigt uns die Schönheit des Lebens auf. Durch Christus sehen wir auch den Sinn des Leidens als einer Teilnahme an seinem Kreuzweg.

Wir können uns nicht selbst erlösen. Unser Heil hängt auch nicht von einer magischen Formel ab, sondern besteht in der Alltagsheiligung, die sich an Jesus Christus ausrichtet, und in einer täglichen Hinkehr zu IHM besteht.

Seit unserer Taufe sind wir zur Heiligung berufen, indem wir uns der Anforderung stellen, die hohen Standards eines dennoch gewöhnlichen christlichen Lebens zu erfüllen. Eine nur mittelmäßige und minimalistische Einhaltung sittlicher Prinzipien hat darin keinen Platz.

Unsere Heiligung baut auf der Wahrheit auf und dazu gehört der Respekt vor dem menschlichen Leben und eine soziale Gerechtigkeit. Die Attacken auf ein unschuldiges Leben, das uns im Mutterleib schutzlos ausgeliefert ist, haben ihren Ursprung darin, dass wir den Respekt vor der Integrität von Ehe und Familie verloren haben.

So entstand eine falsche Sichtweise der menschlichen Sexualität, welche durch chemische oder mechanische Intervention die Entstehung eines neuen menschlichen Lebens unterbindet. Menschliche Sexualität wird nicht mehr als ein Geschenk Gottes angesehen, mit dem wir an seiner Schöpfung teilhaben.

Der Kardinal sage zudem:

„Das „Einswerden“ und die Selbsthingabe an den Ehegatten ist durch künstliche Verhütung missbraucht worden. Anstatt offen für neues Leben zu sein, wird dieses verhindert. Der sexuelle Akt dient vielfach nur noch der persönlichen Befriedigung. Diese Manipulation trägt letztendlich zur Zerstörung der Familien bei und schadet unserer ganzen Gesellschaft.

Diese Kontrazeption fürchtet das Leben, und wendet sich vom Schöpfungsauftrag Gottes ab. Bereits Papst Benedikt schrieb, dass Sexualität nicht  lediglich als Entertainment oder Vergnügen ausgelebt werden soll. Die  Sexualaufklärung in den Schulen besteht oft darin, Kindern technische Anweisungen zu geben mit dem einzigen Ziel, Sexualkrankheiten abzuwenden, oder die Entstehung eines neuen Menschen mit allen Mitteln zu verhindern.“

Der Redner deutete besonders auf die verheerenden Folgen der Multi-Billion-Dollar-Industrie der Pornographie hin.

Deshalb sei es unabdingbar, späteren Generationen bewusst zu machen, dass die Institution von Ehe und Familie den tiefsten Bedürfnissen und vor allem der Würde des Menschen entspricht.

Um Zeugnis für diese Wahrheit geben zu können, müssen wir im Glauben verankert sein. Dies erlangen wir durch das täglich Gebet und ein ‚Studium‘ des katholischen Katechismus. Dadurch formen wir unser Gewissen und handeln nach dem Willen Gottes.

Das Gewissen ist eine Botschaft Gottes, die uns im Verborgenen lehrt, leitet und zu uns spricht. Viele berufen sich aber fälschlicherweise auf ihr Gewissen und rechtfertigen damit sündhaftes Verhalten.

Für Kardinal Newman ist ein geschultes Gewissen nicht nur notwendig, um die Wahrheit zu erkennen, sondern es verpflichtet uns auch, ihm zu flogen. Es offenbart sich jedem, der nach ihm mit einem offenen Herzen sucht und lässt ihn erkennen, was gut und richtig ist. So kann es niemals zu einer Diskrepanz zwischen Glauben und Wahrheit kommen. 

Weiterhin verdeutlichte Kardinal Burke, dass die Natur der menschlichen Person aus der Einheit von Körper und Seele besteht. Alle unsere Freuden und unser Leid werden geistig und körperlich empfunden. Menschliches Leid nimmt immer eine physikalische und spirituelle Dimension an.

Der hl. Papst Johannes Paul II. war von Jugend an durch Leiden geprägt. Später verfasste er als Papst das Apostolische Schreiben Salvifici Doloris über das Geheimnis des Leidens als ein Mittel, das für die Heiligung der Welt einen unermesslichen Werte hat.

Menschliches Leiden ist eine Einladung, tiefer an der göttlichen Liebe teilzuhaben. 

In der Fastenzeit 2005 schrieb Papst Johannes Paul II. über das große Geschenk des Leidens. Wenn wir es verständen, würden wir uns anders gegenüber unseren kranken Brüdern und Schwestern verhalten. Wir würden ihnen beistehen, in ihnen das Antlitz Jesu Christi sehen und ihnen helfen, sich mit dem Leiden Christi zu vereinigen.

Bereits zu Beginn seiner Rede erwähnte Kardinal Burke die großen Übel unserer Zeit, „in der es sogar legitim erscheint, das Leben selbst zu manipulieren und damit Agenten des Todes zu werden. Zu oft wird der Entschluss einer Mutter damit gerechtfertigt, dass sie frei wählen könne, ob sie ihr Kind austragen will.“ 

Der Oberhirte sprach von einer künstlichen Generation, in welcher Menschen während ihrer embryonalen Entwicklung zerstört werden, damit man Unfruchtbarkeit therapieren kann bzw. Krankheiten heilen. Unter sie zählt nicht zuletzt die sog. „mercy-killing“ (Euthanasie), wenn die Lebensqualität von Schwerkranken oder Behinderten beeinträchtigt ist.

Unsere Zeit definiert Ehe und Familie neu, um eine gleichgeschlechtliche Verbindung zu rechtfertigen. Dazu kommt die sogenannte Gender-Theorie, welche im Namen der Toleranz erlaubt sei. Man redet von alternativen Formen der menschlichen Sexualität, ganz so, als ob die von unserem Schöpfer und Erlöser beabsichtigte Form der Sexualität nicht existieren würde und die in unsere Herzen geschriebene Wahrheit austauschbar wäre.

Bereist Papst Benedikt sprach, von der „Tyrannei des Mammons, der die Menschheit verhindert“ und „von einem fatalen Missverständnis der Freiheit, welche diese letztendlich zerstört“.

“Man lebt so, als ob Gott nicht existiert“, zitierte Kardinal Burke den hl. Papst Johannes Paul II.

„Diese Manifestationen der Sünde haben ihre Wurzeln im Stolz. Wir erkennen Gott nicht mehr als unseren Schöpfer an, dessen Sohn uns nach dem Sündenfall von Adam und Eva erlöst hat. Dies sind Anzeichen einer Torheit.

Man ist der Ansicht, man könne Freiheit auf einem anderen Weg als durch Gottes Willen erlangen. Wir erkennen nicht, dass wir uns versklaven, wenn wir unsere Freiheit und das Glück in anderen Werten wie Alkohol, Eßlust, sexuellem Missbrauch, Drogen, Pornographie usw. suchen. Letztendlich zerstört uns diese kulturelle Sucht.“

Um diesen erschreckenden Herausforderungen einer „Kultur des Todes“ entgegenzutragen, verwies Kardinal Burke am Ende seines Vortrages auf die Fürsprache der Gottesmutter.

Unter den Zuhörern befand sich der Dekan der medizinischen Fakultät der Universität von Arizona sowie viele Ärzte und Priester, die an diesem Samstag einen weiten Weg auf sich nahmen und bis aus Tucson oder Falstaff anreisten, um Kardinal Burke anzuhören.

Die Ärzte-Gilde in Phoenix ist sehr aktiv und lädt jeden Monat zu verschiedenen Gesprächen oder Exerzitien ein. Oft weilt Bischof Olmsted unter ihnen, denn die Diözese Phoenix hat ein besonderes Verhältnis zu ihren katholischen Ärzten, weil 1987 Johannes Paul II. die damalige St. Josefs-Klinik besucht hatte. Es war das einzige Krankenhaus, dass der Papst in USA auf einer seiner Pastoralreisen aufsuchte.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist eine versierte Bioethik-Expertin; sie lebt in den USA und veröffentlichte mehrere medizinethische Sachbücher, zuletzt „Gentopia“: https://charismatismus.wordpress.com/2019/08/29/unser-boethischer-buch-tip-gentopia-das-gelobte-land-von-dr-e-breburda/


Thüringen: Katholischer Theologe Leupold (AfD) kämpft um Landtagsmandat


Sollen Mischwesen als Organspender dienen?

In Japan sind erstmals Tierversuche genehmigt worden, die das Erzeugen von menschlichen Organen in lebenden Mäusen, Ratten und Schweinen ermöglichen sollen. Das meldet dpa unter Berufung auf die zuständige Direktorin Ayako Maesawa vom japanischen Wissenschaftsministerium.

Zuvor hatte der Korrespondent des Wissenschaftsmagazins „Nature“, David Cyranoski, berichtet, der japanische Stammzellforscher Hiromitsu Nakauchi habe die Genehmigung erhalten, die Mensch-Tier-Wesen in Leihmuttertieren heranwachsen zu lassen und anschließend auch zur Welt zu bringen. Die Forscher hoffen auf diese Weise, zukünftig transplantierbare Organe zu erhalten und den Organmangel zu beseitigen.

Der Molekularbiologe Professor Dr. med. Paul Cullen, der sich seit Jahren intensiv mit der Chimärenforschung beschäftigt, hält die geplanten Experimente für eine „absolute Horrorvision“ und ein „Verbrechen“, das einen Angriff auf die Gattungswürde des Menschen darstelle.

Das erklärte Prof. Cullen (siehe Foto), der auch Chef der „Ärzte für das Leben“ ist, im Interview mit der kath. Wochenzeitung „Tagespost“.

Quelle: ALFA-Newsletter – Foto: Felizitas Küble


Rheine: Professor Paul Cullen sprach über gentechnische Chancen und Irrwege

Von Felizitas Küble

Im Rahmen der kirchlich-ökumenischen „Woche für das Leben“ veranstaltete die Aktion Lebensrecht für alle (ALfA) gemeinsam mit den Christdemokraten für das Leben (CDL) am Dienstag (7. Mai) einen Vortragsabend mit dem Bioethik-Experten und Molekularbiologen Prof. Dr. Paul Cullen zum Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen. Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin.“

Der Münsteraner Mediziner engagiert sich als Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“ deutschlandweit für den Respekt vor der Unanstastbarkeit der Menschenwürde vor und nach der Geburt. Dabei informiert er kompetent und auch für Laien verständlich über die Chancen und Gefahren der modernen Reproduktionsmedizin. 

Cordula Mohr (siehe Foto) eröffnete als Vorsitzende des ALFA-Regionalverbands Nordmünsterland die Abendveranstaltung im gut besuchten Pfarrheim St. Antonius in Rheine und bedankte sich besonders bei Pfarrer Meinolf Winzeler, der selber anwesend war, für die Verfügungstellung des Pfarrsaales.

Es gehe bei dem Vortrag darum, so erklärte sie, wie wir „mit unserem Menschsein und mit der Schöpfungsordnung Gottes verantwortlich umgehen können“. Es bringe unabsehbare Gefahren und Risiken mit sich, sich hierbei auf ein „Spiel mit dem Feuer“ einzulassen.

Dr. Cullen (siehe Fotos) sprach in seinem Vortrag, der durch Info-Grafiken und Schaubilder auf der Leinwand illustriert wurde, ein breites Spektrum brisanter bioethischer Herausforderungen an. Als „Startschuss“ des gentechnischen Neulands in der Fortpflanzungsmedizin bezeichnete er die Geburt des ersten „Retortenbabys“ am 25. Juli 1978 in Nordengland.

Nach wie vor seien Großbritannien  – und inzwischen auch China – weltweit die Vorreiterstaaten für „revolutionäre“ Verfahren.  Der Redner schilderte die Problematik der neuesten Gen-Schere  – CRISP/cas9 genannt  – über das „Sozial Egg Freezing“  – auf Zeit eingefrorene Eizellen, etwa um Karrierewünsche nicht vor dem Kinderkriegen stören zu lassen  –  bis hin zu Auswüchsen in Richtung „Designer-Baby“ oder gar Tier-Mensch-Mischwesen, sogenannte „Chimären“.

Der Medizinprofessor sieht nicht im gentechnischen Fortschritt als solchem das Problem, sondern in seiner Anwendung jenseits von Lebensrecht und Menschenwürde, etwa hinsichtlich der vorgeburtlichen Diagnostik im Dienste von Selektion und Abtreibung oder der vielen überzähligen Embryonen infolge künstlicher Befruchtung, die hierzulande aufgrund des Embryonenschutzgesetzes zwar „nur“ eingefroren, in manch anderen Teilen der Welt aber vernichtet würden.

Zudem wisse man nicht, wie lange das Embryonenschutzgesetz in Deutschland aufrechterhalten werde. Kritisch äußerte sich Dr. Cullen auch über vielfach übertriebenen Erwartungen an die Reagenzglas-Befruchtung (In Vitro Fertilisation), denn fünf von sechs betroffenen Frauen, die sich der zermürbenden IVF-Behandlung unterziehen, bringen kein Kind zur Welt.

Der Referent erwähnte zudem die gesundheitlichen Risiken sowohl für die Mutter wie für das IVF-Kind auch hinsichtlich späterer Langzeitfolgen.

Aus Sicht des Arztes sollte sich die Reproduktionsmedizin, die sich auf künstliche Methoden fixiere, stärker mit den natürlichen Chancen und Lösungen bei unerfülltem Kinderwunsch befassen.

Auf eine Nachfrage in der Diskussionsrunde hin bestätigte er, dass die Natürliche Empfängnisregelung (NER) eine stärkere Wertschätzung erfahren sollte, da sie nicht allein die Geburten reguliere, sondern auch den Zeitpunkt des Eisprungs genauer eingrenzen und damit die Chancen einer Befruchtung erhöhen könne.

Zugleich stellte der Mediziner klar, dass der gentechnische Fortschritt neben bedrohlichen Entwicklungen bei richtiger Anwendung auch therapeutische Erfolge ermöglicht. So sei etwa die Genschere  – eine Art „Zerschneiden“ der DNA – in der Tier- und Pflanzenzucht sinnvoll einsetzbar. Positiv zu werten seien auch die Möglichkeiten einer Gen-Therapie für das ungeborene Kind im Mutterleib, was „Heilung statt Abtreibung“ ermögliche.

Grundsätzlich sei der Mensch – auch als Embryo – kein Verbrauchsgegenstand und das menschliche Genom keine Spielwiese für verantwortungslose Experimente.

Bei der ausführlichen Fragerunde nach dem Vortrag Cullens, der mit großem Beifall bedacht wurde,  zeigte sich das rege Interesse der Zuhörer und das breite Themenspektrum, das von der Bevölkerungsentwicklung über die Frage nach der politischen Interessenvertretung für den Lebensschutz bis hin zur Sorge um die Zukunft all der eingefrorenen Embryonen reichte.

DIESER TAGUNGSBERICHT von Felizitas Küble wurde am 10. Mai fast vollständig in der „Münsterländischen Volkszeitung“ veröffentlicht – diese Tageszeitung gehört zur Pressegruppe der „Westfälischen Nachrichten“

 


Rheine: ALfA und CDL veranstalten am 7. Mai einen Vortragsabend mit Prof. Paul Cullen

Von Felizitas Küble

Prof. Dr. Paul Cullen aus Münster ist Vorsitzender der Ärzte für das Leben eV.  –  Der engagierte Lebensrechtler und Bioethik-Experte spricht deutschlandweit über aktuelle Herausforderungen, Experimente und Gefahren der sog. Reproduktionsmedizin, Gentechnik und Biomedizin.

Am Dienstag, den 7. Mai 2019 hält der Arzt in Rheine (nördliches Münsterland) einen Vortrag zu dem brisanten Thema „Vom Retortenbaby zum Mischwesen.“ – Es geht bei der ebenso aktuellen wie fundierten Rede um „Irrungen und Wirrungen in der Reproduktionsmedizin“.

BILD: Prof. Cullen und Cordula Mohr, die Veranstalterin des Vortragsabends in Rheine und langjährige Autorin des CHRISTLICHEN FORUM

Die Veranstaltung, die vom Regionalverband Nordmünsterland der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) und der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW organisiert wird, beginnt um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Antonius in der Osnabrückerstr. 34 in 48429 Rheine.

Nach der Rede Cullens können die Besucher sich gerne mit Fragen und Diskussionsbeiträgen zu Wort melden.

Alle Interessenten sind herzlich zu dieser interessanten Veranstaltung eingeladen.

Weitere Infos zum Thema und zum Referenten finden Sie unter https//www.mischwesen.net


Gefährliche Menschenexperimente mit CRISPR-Cas9 in China durchgeführt

Von Dr. med. Edith Breburda

Bei dem im Dezember 2015 stattfindenden internationalen Summit on Human Gene Editing, welches von den Wissenschaftsakademien der USA, Großbritannien und China organisiert wurde, sprach sich fast jeder Redner gegen den Gebrauch von CRISPR aus.

Die gezielte Geninsertion wird das Genom in jeder Zelle der daraus hervorgehenden Kinder und ihrer Nachkommen irreversibel verändern. Es handelt sich um eine viel zu riskante Methode. Letztendlich wandelt man einen solchen Eingriff in nichts anderes als in ein Experiment an Menschen um.

Unabhängig davon, wie viel Forschung über eine Gen-Editierung betrieben wurde, unvorhergesehene und unbeabsichtigte off-target-Mutationen konnten nicht eliminiert werden. Wir wissen nicht, inwieweit bestimmte Gene die Entwicklung und Gesundheit unserer Kinder beeinflussen.

Weitere Kritiken sind, dass wir es mit bisher unbekannten Konsequenzen und Langzeiteffekte zu tun haben.

Somit ist es undenkbar, Gen-Editing-Techniken in unseren Fruchtbarkeitskliniken anzubieten. Schon allein die Definition verbietet uns das. Denn ein Eingriff in die Keimbahn ist nicht legitim, um eine Krankheit zu behandeln. Wir lindern wir damit nicht die medizinischen Bedürfnisse unserer Patienten.

Im besten Fall bringen wir das Erbgut zukünftiger Menschen und deren Nachkommen durcheinander. Die unbekannten Mechanismen einer Interaktion von CRISPR mit der menschlichen Physiologie machen die Resultate nicht nur unvorhersehbar, sondern sie sind irreversibel[i].

Krebserzeugendes Potential von CRISPR

Am 11. Juni 2018 beseitigten zwei Studien die Euphorie, die immer noch viele bezüglich CRISPR hatten. Anstatt Krankheiten zu heilen, zeigte sich, dass das Mittel der Wahl ein krebserzeugendes Potential hat.

In Nature Medicine beschreiben Forscher des Karolinska-Institutes aus Schweden Zellen, die sie erfolgreich mit CRISPR-CAS9 behandelt hatten. Doch genau diese Zellen bilden Tumore innerhalb des so behandelten Patienten, was sie zu einer tickenden Zeitbombe macht. Separat davon kamen Wissenschaftler der Pharmafirma Norvatis zur gleichen Erkenntnis[ii].

BILD: Buchtitel von Dr. Breburda zum Problem der „Reproduktiven Freiheit“

He Jianku von der chinesischen Southern Universität für Science und Technology in Shenzhen missachtete alle Vorsichtsgebote bei seinem Eingriff in die Keimbahn mittels CRISPR-Cas9. Er nahm völlig unbekannte Folgen in Kauf, als er am 25. November 2018 über die Medien bekannt machte, dass soeben die Zwillingsmädchen Lulu und Nana geboren wurden, dessen befruchtete Eizellen genetisch verändert wurden.

Der Vater der Kinder hatte HIV/Aids. Der Wissenschaftler entfernte den CCR5 Rezeptor, der die „molekulare Eintrittspforte“ für die Krankheit ist. Dr. He hofft, dass die Kinder einst so berühmt werden wie Louise Brown, das erste Kind, das durch In-Vitro-Fertilisation geboren wurde.

Die Wiener Ethikerin Susanne Kummer redet von einem „Schlag ins Gesicht für alle, die einen verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnik beim Menschen befürworten. Der chinesische Wissenschaftler hat sich über alle Maßstäbe der klinischen Forschung hinweggesetzte und in Wahrheit einen Menschenversuch mit nicht vorhersehbaren Folgen durchgeführt.“

Die Eintragung des Versuches im chinesischen Register für klinische Studien erfolgte zwar, dennoch wendete sich Jianku an die Medien statt einer sonst üblichen wissenschaftlichen Veröffentlichung. Damit bekam der Forscher maximale Aufmerksamkeit.

Genetiker warnt vor Veränderung des Menschen

Der Genetiker Markus Hengstschläger warnt vor “fatalen Auswirkungen“: Diese stehe stark im Gegensatz zur über Millionen Jahre verlaufenden Entwicklung des Homo Sapiens und erlaube weder ein Zurückdrehen noch eine Folgenabschätzung.

Die CRISPR-Cas9-Methode sei zwar ziemlich genau, funktioniere jedoch nicht immer exakt, wodurch es zu „Effekten abseits des eigentlichen Ziels“ kommen könne: „Darüber hinaus ist es ein Eingriff in die Evolution. Wir verändern den Menschen. Das holen wir nicht mehr zurück.“

Der Mediziner und Moraltheologe Matthias Beck gibt zu bedenken, dass die Chinesen beim Weltkongress der Ethikkommissionen im Frühjahr 2016 „händeringend darum baten, dass Europa in Sachen CRISPR-Cas9 den Chinesen Einhalt gebietet, weil die Genschere in China bereits bei Embryonen angewendet werde.“[iii]

Der Bioethik-Experte der Oxford-Universität, Julian Savulescu, erklärt gegenüber BBC: „Nehmen wir an, dass die Behauptung stimmt, dann handelt es sich um erschreckende Experimente. Es waren gesunde Embryonen, an denen man ohne jeden Grund herumexperimentierte. Wir wissen eigentlich nicht viel über den Einsatz von Geneditierung. Aber es verursacht off-target Mutationen, die erst viel später im Leben Krankheiten und auch Krebs verursachen.“

Sein Kollege Feng Zhang stimmt der Aussage zu: „Der Eingriff war nicht notwendig und es kann passieren, dass die Zwillinge nun ein höheres Erkrankungsrisiko haben. HIV ist eine Bedrohung. Doch CCR5 anhand von CRISPR-Cas9 auszuschalten ist viel riskanter und hat den einzigen „Nutzen“, dass die Kinder nun viel wahrscheinlicher an West-Nil-Virus erkranken.[iv]

He Jiankui machte hingegen mit seinen Versuchen weiter. Beim zweiten Internationalen Kongress für Genom-Editierung, der an der Universität in Hongkong stattfand, verkündete er am 28.11.2018, dass von den insgesamt sieben Paaren, deren „Kinder“ er mithilfe von CRISPR-Cas9 manipulierte, eine weitere Frau schwanger geworden ist. Michael Deems von der Rice-University in Huston/Texas half He Jiankui. Deems ist Mitbesitzer der kleinen genetischen Firma, die He in China aufgemacht hat.

Genom-Editierung bei einer künstlichen Befruchtung

Die Technologie kam während einer künstlichen Befruchtung zur Anwendung, wobei eine Samenzelle in die Eizelle inseriert wurde, um die Embryonen zu ‚erschaffen‘.

Nach drei Tagen – im Achtzell-Stadium, wo jede Zelle omnipotent ist und aus ihr ein Embryo hervorgehen kann  – wurden davon einige Zellen genetisch alteriert. Die Eltern konnten sich entscheiden, ob sie mit einem der genetisch veränderten Embryonen weitermachen wollten. Insgesamt sind 16 von den ursprünglich 22 Embryonen manipuliert worden, von denen man 11 in sechs Versuchen einpflanzte und von denen dann die Zwillinge überlebten.

Die beiden Universitäten der Forscher – Rice- und Southern University – wie auch die chinesische Regierun, fingen sofort mit Untersuchungen an.

Jennifer Doudna, die ein Patent auf CRISPR besitzt, erklärte ABC News: „Es handelt sich wirklich um eine unakzeptable Entwicklung. He ist zwar auf dem Kongress erschienen; er hat jedoch keine Auskunft darüber erteilt, was ihn motivierte, diese Forschung am Menschen durchzuführen.“

Wesentliche Fragen bleiben unbeantwortet

Seine Methoden wurde immer noch nicht in einem von Experten begutachteten Fachjournal veröffentlicht oder unabhängig bestätigt. Weiterhin weigerte er sich zu beantworten, wer ihn bezahlte und warum er seine Forschung geheim gehalten hatte. Vor allem aber, ob die Eltern über Risiken und Nutzen des Projektes vollends aufgeklärt wurden und ob sie das Verfahren verstanden haben, in das sie freiwillig einstimmten.

David Liu von der Harvard MIT’s Institut, der auch in Patent auf eine andere Version von CRISPR besitzt, ist am Boden zerstört: „Es ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wofür wir eine vielversprechende Technologie, die ein großes Potential für die Gesellschaft hat, nicht nutzen sollten. Ich hoffe, es kommt nie wieder vor.“

Qui Renzong von der Chinesische Akademie für Sozialwissenschaften klagt die Organisatoren der Konferenz in Hongkong an, die es Dr. He erlaubten, seine Arbeit vorzustellen, obwohl sie noch nicht von unabhängigen Experten überprüft worden ist. Für Prof. Qui hat Dr. He gegen die Gesetzte der chinesischen Reproduktionsmedizin verstoßen.

He Jianqui behauptet dennoch, er hätte vor seinen Versuchen vier Experten konsultiert, davon einen Professor in den USA. Der Forscher der Southern Universität in China ist seit Februar 2018 auf einem dreijährigen unbezahlten Urlaub. Seine Arbeitgeber waren sich nicht bewusst, dass er seine Forschungsgelder für die die Finanzierung dieser HIV-CRISPR-Studie verwendete.

Prof. William Hurblut, Ethiker der Standford Universität, sprach lange mit Dr. He:

„Ich kannte seine frühen Arbeiten. Ich wusste nicht, dass er versucht hatte, eine Schwangerschaft mit geneditierten Embryonen zu erzielen. Dennoch hegte ich diesen Verdacht. Dr. He hätte niemals aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft herausgehen dürfen. Wenn Forscher der Meinung sind, dass eine Methode nicht sicher genug ist, um angewendet zu werden, entstehen Missverständnisse, Misstrauen und es schafft Diskrepanzen, wenn ein Forscher plötzlich seine eigenen Versuche auf diesem Gebiet durchführt.“

Am Anfang nahmen acht Paare an den klinischen Studien teil. Nachdem ein Paar abgesprungen ist, erzeugte man 30 Embryonen, von den sieben übriggebliebenen Eltern. He Jianqui hatte 21 von ihnen manipuliert.

Aufgrund der jetzigen Lage hat ein Gerichtsverfahren eine Fortsetzung der Studien untersagt[v].

Anmerkungen:
[i]Harris J. and Darnovsky M: Pro and Con: Should Gene editing be performed on human Embryos? National Geographic, August 2016
[ii] Begley S.: A serious new hurdle for CRISPR: Edited cells might cause cancer, two studies find. STAT, Reporting from the frontiers of health and medicine, June 11, 2018
[iii] IMABE: Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht. Kathpress, 27.11.2018
[iv] Burger J.: Chinese scientist announces birth of first humans whose genes have been edited. Aleteia, 26. Nov. 2018
[v] Terry M.: Second pregnancy reported by Chinese CRISPR researcher as ethical and legal investigations launch. Biospace, Nov. 28, 2018

Unsere Autorin Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/


Irrwege der Reproduktionsmedizin für homosexuelle Paare und ihren Kinderwunsch

Von Dr. med. Edith Breburda

Am 15. November 2018 berichtete die biomedizinische Presse über den großen Erfolg, wonach gleichgeschlechtlich Partner nun endlich ein Kind haben können [1].

Dieses Statement verwirrt auf den ersten Blick. Es ist unmöglich, aus einer Eizelle eine Samenzelle herzustellen. Man braucht sowohl eine Ei- wie auch eine Samenzelle, um einen Embryo zu erzeugen.

Ist es etwa der Reproduktionsmedizin gelungen, Samenzellen aus Hautzellen herstellen? Kann man die Zeituhr von induziert pluripotenten Zellen soweit zurückzudrehen, dass man noch über das Stadium der embryonalähnlichen Zelle hinaus Keimzellen produzieren kann?

Wissenschaftler behaupten, dies sei schon seit einiger Zeit bei Mäusen gelungen. Es ist zwar ein langer Weg, bis man Versuche von der Maus auf den Menschen übertragen kann, doch Eizellen anders zu gewinnen, als z.B. Studentinnen oder Frauen aus Entwicklungsländern auszubeuten, ist schon lange ein erklärtes Ziel der Forscher.

Wie man weiß, sind Eizellen in der modernen Reproduktionsmedizin der limitierende Faktor. Für einige US-Wissenschaftler ist es sogar unethisch, dass Frauen für gespendete Eizellen kein Entgelt bekommen. Zunehmend diskutiert man, ob eine Ei – oder Samenzellspende unter die gleiche Rubrik fallen sollt, wie jede andere Organspende, unabhängig davon, ob man die davon gewonnenen Embryos für die Stammzellforschung oder die Reproduktionsmedizin verwendet.

Robert Edwards, der Erfinder der In-Vitro-Fertilisation (IVF), erhielt 2010 den Nobelpreis der Medizin. Damals, 1978, als das erste Retortenbaby geboren wurde, waren viele Zeitgenossen skeptisch. Die medizinischen, soziologischen, juristischen und ethischen Fragen der künstlichen Befruchtung sind bis heute nicht beantwortet.

Trotzdem ist die IVF für gleichgeschlechtliche Paare der einzige Weg, Kinder zu bekommen. Aber normalerweise brauchen sie dazu einen Samenspender oder eine Eizellspenderin samt Leihmutter.

So ist es unverständlich, dass Bioscience in seinem Artikel eine neue Methode rühmt und dabei von einem gemeinsamen Kind von zwei Gleichgeschlechtlichen redet.

Doch wenn man genauer hinschaut, schreibt der Forscher: Dank neuer Fortschritte in der IVF ist es nun gelungen, dass gleichgeschlechtliche Paare beide ihr „Baby“ austragen.

Dieser Prozess der reciprocal effortless in vitro fertilisation wurde das erste Mal von Ashley und Bliss Coulter in Anspruch genommen. Sie beide hatten Anteil an ihrem „Wunderbaby“.

Effortless IVF ist ähnlich einer herkömmlichen IVF. Der Embryo wird jedoch nicht in der Petrischale „herangezüchtet“, bis er das Blastozystenstadium erreicht hat und dann in die Gebärmutter entlassen wird; nein, in diesem Fall wuchs der Embryo für fünf Tage in einer Kapsel heran, die in den Gebärmutterhals von Bliss eingeführt wurde. Es war auch die Eizelle, welche Bliss gespendet hatte, und die mit einer Samenzellspende befruchtet wurde.

Danach wurde die INVOcell Kapsel samt Embryo in Ashley’s Reproduktionsorgan übertragen, was Ashley zur Leihmutter machte. Diesen Vorgang nennt man „Reciprocal IVF“.

Es bedeutet nichts anderes, als dass eine andere Frau das Baby austrägt als jene, die ihre Eizelle spendete. Das klingt kompliziert. Am Ende ist es ein ganz einfacher Vorgang, den man schon lange in der Tiermedizin kennt. Sicher, das Ziel ist hier, möglichst schnell Hochleistungstiere bzw. geklonte Tiere heranzuzüchten. Natürlich kann man das nicht vergleichen.

Aber rein technisch ist der Vorgang fast derselbe. Im Falle Coulter wurde diese neue Methode gewählt, damit beide Eltern in einem gewissen Sinne an der „Erzeugung ihres Kindes“ teilhaben können.

Weiterhin schreiben die Wissenschaftler, dass man neben einer reciprocal effortless IVF bereits viele andere Fortschritte in der Reproduktionsmedizin gemacht hat.

Man redet von einer In-Vitro-Maturation, was nichts anderes bedeutet, als dass man unreife Eizellen der Frau entnimmt und diese dann im Labor heranreifen lässt. Diese Methode der Eizellreifung außerhalb des weiblichen Körpers erspart es der Frau, Unmengen von Hormonen zu schlucken, um meist 12 Eizellen auf einmal durch eine Hyper-Ovulation entnehmen zu können.

Der Film „Eggsploitation: Maggie’s Story“ des Centrums für Bioethics and Culture gibt uns einen Einblick, was geschah, als Maggie sich mehrere Male einer Eizellenextraktion unterzog. Sie hatte plötzlich einen Knoten in der Brust; er wurde von der Fertilitätsinstitution nicht ernst genommen. Erst als sie später ihren eigenen Hausarzt aufsuchte, diagnostizierte er Brustkrebs im vierten Stadium, mit Metastasen in der Lunge und in den Knochen. Keiner in ihrer Familie hatte vor ihr diese Krankheit. Diese Art von Krebs sieht man eigentlich nur bei Frauen nach ihren Wechseljahren oder bei Frauen, die drei oder mehr Kinder hatten.

Auch diese Art der Hyper-Ovulation ist aus der Tierzucht bekannt. In den 70iger Jahren war der posthume Nobelpreisträger Edwards enttäuscht, weil seine Methode der In-vitro-Fertilisation nicht die gleiche Erfolgsrate wie bei Kühen aufwies.

Doch dies sei nur einer der Fortschritte, die der Artikel nennt. Man ist bereits fähig, eine ganze Gebärmutter zu transplantieren. (Wir berichteten davon: https://charismatismus.wordpress.com/2016/05/03/transplantation-einer-gebaermutter-haben-wir-bald-noch-mehr-kinder-aus-dem-labor/)

Das Transplantat wird allerdings nur temporär im Körper der Frau verbleiben. Um die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern, müssen Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken. Damit dies nicht zu lange erfolgt, darf eine Frau nur zwei Schwangerschaften austragen. Danach wird die Gebärmutter wieder herausoperiert.

Ob zwei Schwangerschaften physiologisch überhaupt möglich sind, wird nicht hinterfragt. Eine Schwangerschaft unter immunsuppressiven Bedingungen aufrecht zu erhalten, ist physiologisch gesehen äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich.

Warum geht es also letztendlich? Neulich konnte man in der New York Times von einer Frau lesen, dessen sehnlichster Wunsch es war, eine Schwangerschaft zu erleben: „Solange ich mich daran erinnern kann, wünsche ich mir all die lästigen Nebeneffekte wie Schwangerschaftsübelkeit, geschwollene Beine, Rückenschmerzen. Diese Erfahrung ist zwar nicht lebensnotwendig, aber ich möchte sie dennoch unbedingt erleben.“

Lindsey war die erste Frau in den USA, bei der eine Gebärmutter eingepflanzt wurde; sie erhielt den Uterus einer verstorbenen Spenderin.

Gleichgeschlechtliche konnten bisher nur über eine Eizell-Samenzellspender die biologischen Kinder eines Partners austragen. Mit einer künstlichen Befruchtung geht eine Pränatal-Diagnostik einher. Embryos, die nicht den Vorstellungen der Mediziner entsprechen, werden vernichtet, tiefgefroren oder an die Forschung gespendet.

Die nächsten Generationen waren in den letzten Jahren die Versuchskandidaten der modernen Reproduktions-Medizin. Die sogenannten „künstlichen Kinder“ wurden zum Maßstab, ob etwas funktioniert oder nicht. Momentan weiß keiner, inwieweit die so erzeugten Kinder gesundheitliche, psychische oder physische Probleme haben.

Die Leidtragenden sind die Frauen, die ausgebeutet werden. Für moderne Reproduktionstechniken braucht man Eizellen, Leihmütter und nun auch Spender-Gebärmütter. Um unfruchtbaren Frauen zum Kind zu verhelfen, nehmen Eizellspenderinnen in Kauf, selber unfruchtbar zu werden.

BILD: Buchtitel von Dr. Breburda: Reproduktive Freiheit – free for what?

Diesbezüglich drängt sich die Frage auf, wo die Grenzen unseres Handelns liegen? Ist es egoistisch, ein Kind zu erzeugen, obwohl es nach allen Regeln der Fortpflanzung nicht natürlich zustande kommen kann?

Sollen wir all die Techniken, die wir zuvor in der Tiermedizin anwendeten, auch für den Zweck nutzen, einen Supermenschen zu schaffen? Viele argumentieren, dass die Produktion eines derartigen Menschen niemals gerechtfertigt werden kann, weil sie konträr zu Personenwürde, Integrität und Identität eines menschlichen Wesens steht.

Sigmund Freud sagte in einem Vortrag über das menschliche Sexualleben: „Die Abkehr von der reproduktiven Funktion ist das gemeinsame Merkmal aller Perversion.“

Der US-Mediziner Dr. Hunnell schrieb am 17. August 2011: Gott verlangt von uns niemals, etwas Unmoralisches zu tun, um unserer Berufung gerecht zu werden. Wenn einige nur durch reproduktionsmedizinische Maßnahmen Eltern werden können, dann trifft auf solche Ehepaare die Berufung für eine biologische Elternschaft nicht zu.“

Anmerkung:
[1] Sasha Mortimer, Breakthroughs in IVF: How a Same-sex couple carried the same Baby. BioSpace Nov. 15/2018: hier online

Unsere Autorin Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/