Regensburg: 1500 Gläubige solidarisch mit dem Papst

Bewegende und glaubensfrohe Feier auf dem Domplatz

Rund 1500 Teilnehmer aus dem ganzen Bistum waren am Sonntagnachmittag in den Hohen Dom St. Peter in Regensburg gekommen, um mit ihrem Bischof den 85. Geburtstag von Papst Benedikt zu feiern.

Damit setzten die Gläubigen ein deutliches Zeichen der Verbundenheit mit dem Pontifex, der in der Vergangenheit über Regensburg gesagt hatte: „Hier bin ich daheim.“

Bischof Gerhard L. Müller leitete die eucharistische Vesper im überfüllten Dom, die vom 1. Chor der Regensburger Domspatzen  musikalisch hervorragend gestaltet wurde.

Aus der Oberpfalz waren über 20 Feuerwehren und ca. 50 Delegationen der Marianischen Männerkongregation (MMC) sowie zahlreicher weiterer Verbände gekommen, so daß sich von der Statiokirche St. Ulrich aus ein langer Zug zum Dom in Bewegung setzte und durch das Hauptportal in die Kathedrale einzog.

In seiner Predigt warnte der Regensburger Bischof vor selbsternannten sog.„Reformern und Propheten“ (siehe Foto). In Wirklichkeit seien Petrus und seine Nachfolger das sichtbare Zeichen der Einheit der Kirche mit Gott.

„Der Papst ist nicht irgendeine prominente Gestalt in Rom zur Befriedigung der Sensationslust“, bekräftigte der Reensburger Oberhirte. Er diene vielmehr der Einheit der Kirche in Christus: „Er bewahrt und verkündet die Wahrheit, die uns geoffenbart ist.“

Bischof Müller wandte sich gegen den antirömischen Affekt auch innerhalb der katholischen Kirche, der sich nur dem Zeitgeist anpassen wolle. Er erklärte, daß jene antirömischen Stimmen von außerhalb des Bistums Regensburg während des Katholikentags 2014 keinen Platz haben werden. „Entgegen diesem antirömischen Gemurmel und Geschwätz stehen wir auf der Seite unserer Priester und Seelsorger“, betonte der Bischof.

Nach der Vesper fand auf dem südlichen Domplatz eine Bewirtung für hunderte Gäste statt. Es gab Limonade, Bier und Brezen.

Papstbruder Prälat Georg Ratzinger, das Domkapitel Regensburg, Dr. Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, und Philipp Graf Lerchenfeld vom Diözesankomitee der Katholiken, feierten mit dem Bischof zu den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches.

Auch die Oberpfälzer Bierkönigin Julia Aschenbrenner hatte sich eingefunden und stieß mit Brauereidirektor Hermann Goß, Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Domdekan Prälat Robert Hüttner, Prälat Georg Ratzinger und Bischof Gerhard Ludwig auf das Wohl des Heiligen Vaters in Rom an.

Quelle für Text und Fotos: Presseamt des Bistums Regensburg


25. März: Bischof em. Manfred Müller feiert 40. Jahrestag seiner Bischofsweihe

Anläßlich des 40. Jahrestages der Bischofsweihe Manfred Müllers zelebriert Bischof Gerhard Ludwig Müller am kommenden Sonntag, den 25. März um 10 Uhr ein feierliches Pontifikalamt mit vielen bischöflichen Mitbrüdern im Regensburger Dom (siehe Foto).

Alle Gläubigen sind zur Mitfeier herzlich eingeladen.

Dom—the Regensburg Cathedral

Der frühere Regensburger Oberhirte Manfred Müller feiert nicht allein den 40. Jahrestag seiner Bischofsweihe, sondern auch sein 60-jähriges Priesterjubiläum sowie sein 30-jähriges Jubiläum als Bischof von Regensburg.

Im Anschluß findet ab 11,45 Uhr ein Festakt im Regensburger Kolpinghaus mit geladenen Gästen statt. Neben Bischof Gerhard Ludwig Müller wird auch Kardinal Reinhard Marx ein Grußwort an den Jubilar richten.

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Geistliche Religionslehrer als „Türöffner des Heiligen Geistes“

Bischof Gerhard L. Müller im Gespräch mit priesterlichen Religionslehrern des Bistums

Am vergangen Samstagvormittag, den 3.3.2012,hat sich Bischof Müller mit geistlichen Religionslehrern aus der Diözese Regensburg getroffen.

Das Bistum stellt eine erhebliche Anzahl an Priestern für den Dienst an den weiterführenden und berufsbildenden Schulen frei. Bei dem Termin im Priesterseminar sprach der Regensburger Oberhirte mit den Lehrkräften über ihre Bedeutung in der Schulgemeinschaft.

So seien die geistlichen Religionslehrer nicht nur Pädagogen, sondern auch Wegbegleiter für junge Menschen, die sich in einer Umbruchsphase ihres Lebens befinden. Gemeinsam mit den Schülern herauszufinden, was Gott für sie vorgesehen hat, gehört genauso zu den Aufgaben der geistlichen Religionslehrer wie die Feier von Gottesdiensten. Daher wirken sie häufig als „Türöffner des Heiligen Geistes“, sagte der Bischof.
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„Reformstau“? – Die wahre Reform: Erneuerung in Christus!

Hirtenbrief von Bischof Müller zur Fastenzeit zeigt klares Profil

Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg ist ein Oberhirte, der klare Worte nicht scheut. Das zeigt auch sein neuer Hirtenbrief zur Fastenzeit, aus dem wir den zweiten Teil dokumentieren, der sich mit dem  angeblichen „Reformstau“ in der Kirche befaßt und alle dazu aufruft, den „Reformstau“ vor der Türe des eigenen Herzens zu überwinden:

Jesus-Christus-Kirche in Meinerzhagen

Image via Wikipedia

„Das ist die Botschaft dieser vorösterlichen Gnadenzeit: Wir sind gerufen zur Erneuerung in Jesus Christus. In weltlichen Institutionen ist immer wieder von notwendigen Reformen die Rede. Und manche übertragen unreflektiert das Schlagwort vom „Reformstau“ auf die Kirche.

Dabei merken sie nicht, dass sie dadurch den Tempel Gottes entweihen und die Kirche Jesu Christi verweltlichen. Die Kirche aber muss heilig werden, indem nicht die Welt, sondern Gott ihr Maß ist. Mit der Unterwerfung kirchlicher Einrichtungen und Lehren unter den Zeitgeist kann man keine neue Glaubwürdigkeit vor der Welt gewinnen.

Es gibt jedoch Reformbedarf; aber der liegt bei uns. Bauen wir den Reformstau vor der eigenen Haustür ab, indem wir die Gebote Gottes und die Weisungen der Kirche treu und freudig erfüllen. Sie wollen uns nicht ärgern oder gängeln, sondern dienen unserem Heil, auch wenn uns Bequemlichkeit und Unlust manchmal das Gegenteil vorgaukeln.

Neue Glaubenskraft und der Wagemut zur Neuevangelisierung werden wach, wenn wir den persönlichen Reformstau vor der Tür unseres Herzens abbauen, wenn wir Lauheit und Kälte in unserer Gottesliebe überwinden.

Werden wir stark im Glauben und sicherer in der Hoffnung! Übertreffen wir einander in der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Hinweise für die Erneuerung des persönlichen Lebens

Die regelmäßige Mitfeier des Kreuzesopfers und der Auferstehung unseres Herrn in der hl. Messe, der Empfang des Leibes und Blutes Christi als Speise und Trank zum ewigen Leben in der hl. Kommunion helfen am meisten, den Reformstau abzubauen. Auf diese Weise öffnen wir dem Herrn die Tür zu unserem Innern.

Er sagt: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten,
und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20). So bleiben wir im geistlichen Leben jung und fit, aktiv und gesund.

Denken wir an die Sakramente der Buße und der Krankensalbung. Überhöre nicht, wenn er Dir in die Augen schaut, Seinen Ruf zum geistlichen Stand im Priesterdienst und Ordensleben. Schätzt die Heiligkeit der Ehe und bedenkt den herrlichen Tag Eurer Hochzeit. Als Braut und Bräutigam habt Ihr vor Gottes Angesicht für alle Tage Eures Lebens einander das große Jawort der Liebe versprochen – in Freude und Leid.

Richten wir unser moralisches Leben aus an den zehn Geboten und den Seligpreisungen der Bergpredigt, den Werken der leiblichen und geistigen Barmherzigkeit! Stellen wir das Wohl des Nächsten über das eigene. Fragen wir, was gut ist für meinen Mann, für meine Frau, für meine Kinder, für meine Eltern, für meine Schulfreunde, für meine Arbeitskollegen und für meine Verwandten und Freunde. Wie kann ich meine Talente einsetzen für das Gemeinwohl in Kirche und Gesellschaft?

Reformieren wir unseren persönlichen Tagesablauf: Beginnen wir den Tag mit einem Gebet und beschließen wir ihn mit Dank und einer Gewissenserforschung. Verschlingen wir unser tägliches Brot nicht gedankenlos, sondern danken wir im Tischgebet dem, der wie der gute Hausvater ohne Unterlass für seine Kinder sorgt.

Beschäftigen wir uns mit den Inhalten unseres Glaubens, sodass wir den Spöttern schlagfertig begegnen können. Wir müssen in der Lage sein, den Suchenden Sinn, Inhalt und Logik der Offenbarung Gottes, des Schöpfers und Erlösers, überzeugend darzulegen.“


Bischof Gerhard L. Müller: „Keine Ökumene mit der Brechstange!“

„Der Bundespräsident hat als Katholik keine besonderen Vorrechte“

Bischof Gerhard L.  Müller wandte sich gegen voreilige und unsinnige Formen der Ökumene, besonders gegen „pauschale Zugeständnisse, die lehrmäßig nicht in Ordnung sind“. 

Foto: Bischöfl. Presseamt Regensburg

Der Regensburger Oberhirte, der in der Dt. Bischofskonferenz für Ökumene zuständig ist, erklärte im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ vom 19.9.2011: „Wir Katholiken können nicht evangelisch werden in dem Sinne: Die Evangelischen haben zwei Sakramente, wir haben sieben, also einigen wir uns auf fünf. So funktioniert Ökumene nicht.“  

Man dürfe, so der Bischof, die Ökumene „nicht mir der Brechstange“ betreiben.

Das gelte auch für das Problem, Katholiken in kirchlich ungültiger Ehe (wiederverheiratete Geschiedene) zum Tisch des HERRN zuzulassen:

„Wir Katholiken gehen von dem hohen Gut, ja, dem Geschenk der Unauflöslichkeit der Ehe aus“, erläuterte der Bischof: „Wir müssen pastoral jeden Einzelfall betrachten, aber wir können nicht generell und augenzwinkernd sagen: Wiederverheiratete Geschiedene können einfach zur heiligen Kommunion gehen, und dann ist alles in Ordnung.“

Zu dem hierbei oft erwähnten Bundespräsidenten Christian Wulff (katholisch, wiederverheiratet geschieden) äußerte der Regensburger Oberhirte: „Als Bundespräsident hat Christian Wulff im staatlichen Sektor Anspruch auf besondere Achtung. Als Katholik hat er keine besonderen Vorrechte.“

Foto: Bistum Regensburg