AfD begrüßt Bischof Neymeyers Glückwunsch an (Ex-)Ministerpräsident Kemmerich

Amtseid mit der Formel „So wahr mir Gott helfe!“

Am vergangenen Donnerstag (6.2.) gratulierte der katholische Bischof Neymeyer dem neu gewählten Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) zum neuen Amt und wünschte ihm „Gottes Segen“. Der Oberhirte von Erfurt erklärte weiter, die Aufgabe eines Ministerpräsidenten bestehe auch darin, „eine Gesellschaft zusammenzuhalten“.  

Der 1965 in Aachen geborene Kemmerich ist praktizierende Katholik und verheirateter Familienvater (6 Kinder). Seinen Amtseid als Ministerpräsident beendete er mit der freiwilligen Zusatzformel „So wahr mir Gott helfe!“

Stephan Brandner ist stellv. Bundessprecher der AfD und Bundestagsabgeordneter, dessen Wahlkreis Erfurt umfasst. Zu Bischof Neymeyers Gratulation an Kemmerich erklärt er:

„Gerade angesichts der Turbulenzen der letzten Tage, die im Ergebnis sogar dazu geführt haben, dass der Ostbeauftragte Hirte wegen bloßer Glückwünsche zum Rücktritt gezwungen wurde, ist es als besonders positiv zu bewerten, dass die katholische Kirche in Thüringen dem politischen Druck nicht nachgibt, Haltung zeigt und sowohl die Notwendigkeit als auch das Gegebensein der bürgerlichen Mehrheit in Thüringen als wichtig für unser Land erkennt“.

Noch vor einiger Zeit habe Bischof Neymeyer sogar die Beleuchtung des Doms gelöscht, als die AfD auf dem Domplatz eine Versammlung abhielt. Dafür war er von Brandner deutlich kritisiert worden.

Der AfD-Parlamentarier schreibt in seiner Pressemeldung weiter:

„Das ist nun Gott sei dank Vergangenheit. Ich bin jetzt froh, dass sich zumindest die katholische Kirche in Thüringen wieder der konservativ-bürgerlichen Werte erinnert und offen dazu steht. Offenbar hat der Bischof auch erkannt, wie wichtig ein nichtsozialistischer Ministerpräsident für Thüringen ist. Ich persönlich fühle mich endlich wieder darin bestärkt, bisher nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten zu sein.“