Pflegetarifstreit: Regensburger Bischof Voderholzer verteidigt Caritasverband

Bischof Voderholzer hat sich in seiner Predigt am Gründonnerstag im Pflegetarifstreit hinterdie Caritas gestellt:

„Wenn die Arbeitnehmervertreter wirklich etwas Gutes für die Frauen und Männer in den nichtkirchlichen Einrichtungen tun wollen, dann sollen sie sich dafür einsetzen, dass überall so gut bezahlt wird wie bei der Caritas, und nicht der Kirche, die in Gestalt der Ordenskrankenhäuser und anderer Einrichtungen in diesem Bereich
Pionierarbeit geleistet und Maßstäbe gesetzt hat, ihren Dritten Weg bestreiten.“

Es geht um den Vorwurf, die Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes habe verhindert, dass den Pflegekräften eine bessere Bezahlung zuteil werde, weil sie sich geweigert hat, der Ausdehnung eines von den Gewerkschaften ausgehandelten Flächentarifvertrags in der Altenpflege auf die gesamte Pflegebranche zuzustimmen.

Mittlerweile hätten sogar die Kritiker selbst einräumen müssen, dass die Caritas wesentlich besser bezahle als andere Träger sozial‐caritativer Einrichtungen, so der Bischof. Für ihn dränge sich vielmehr der Verdacht auf, dass es in der Kritik an der Caritas gar nicht um gerechtere Bezahlung der Pflegekräfte gehe. Vielmehr solle dem sogenannten „Dritten Weg“ der Garaus gemacht werden.

Der „Dritte Weg“ ist eine besondere Form der Tarifeinigung, die die Katholische Kirche in Deutschland für sich und ihre Einrichtungen geschaffen hat, um Arbeitsvertragsbedingungen auszuhandeln. Die Arbeitsbedingungen werden nicht durch weltliche Instrumentarien wie Tarifverträge, Streiks und Aussperrung, sondern durch paritätisch besetzte arbeitsrechtliche Kommissionen festgelegt.

Bischof Voderholzer belegte die Tarifpolitik konkret mit Zahlen: Der Mindestlohn, etwa für einen Pflegehelfer, eine Pflegehelferin sieht nach dem allgemeinverbindlichen Tarif 11,80 € vor. Der Caritas‐Tarif sieht über 4 Euro mehr die Stunde vor, nämlich 15,90 €. Dasselbe gilt für den Mindestlohn einer examinierten Pflegekraft. Nach allgemeinverbindlichem Tarif werden hier 15,00 € bezahlt. Nach dem Caritas‐Tarif 19,20 €.

Zudem fehlen beim allgemeinverbindlichen Tarif die betriebliche Altersversorgung und Regelungen zu Arbeitszeitmodellen.

Quelle: Bistum Regensburg


Bischof Voderholzer segnete das Krankenöl, das Katechumenenöl und Chrisam

Am Montag dieser Karwoche hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom St. Peter die Missa chrismatis gefeiert, in der die Weihe der heiligen Öle vorgenommen wird.

Zudem haben die anwesenden Priester aus der ganzen Diözese die Erneuerung ihres Weiheversprechens abgelegt.

Intensiv wurde das Prinzip der Stellvertretung gelebt: Die anwesenden Regionaldekane und Dekane standen für die vielen Priester im Bistum. Auch Gläubige, darunter vier junge Menschen waren gekommen. Es war bereits die zweite Missa chrismatis während der Pandemie, diesmal waren allerdings wesentlich mehr Personen anwesend als ein Jahr zuvor.

Vor der Pandemie waren zu diesem Termin traditionell die künftigen Firmlinge in den Dom gekommen. „Diesmal müssen wir wieder auf das sprudelnde Leben verzichten, das die jungen Leute sonst mitgebracht haben“, sagte Bischof Voderholzer.

Der Tag wird herbeigesehnt, an dem es wieder möglich sein wird, in der großen Gemeinschaft den Gottesdienst zu feiern: „Aber wir wollen nicht das Virus, sondern die Glaubensfreude verbreiten.“

Die Öle wurden für den Gebrauch im Bistum gesegnet. Sie sind das besondere Zeichen für die Einheit in der Diözese Regensburg. Im Anschluss an die Feier erhielten die Dekane bzw. von ihnen beauftragter Priester aus dem ganzen Bistum, teilweise von Laien unterstützt, die Öle, die sie in Gefäße füllten und in die Dekanate brachten.

Mit den Krankenölen wird bei der Krankensalbung die Hand eingerieben, wobei Sündenvergebung zugesprochen sowie um Heilung, Genesung und das Bestehen einer schwierigen Situationen wie einer Operation gebetet wird.

Das Katechumenenöl wird für Erwachsene eingesetzt, die sich auf den Empfang der Taufe vorbereiten.

Das geht auf den antiken Brauch zurück, Kämpfer für den Ringkampf zu salben. Entsprechend steht das Öl dafür, dass die Katechumenen den Glauben erringen können.

BILD: Erwachsenen-Taufe im Dom von Regensburg

Am häufigsten aber wird das Chrisamöl gebraucht: bei der Taufe als Erweiterung und Vertiefung des Übergießens mit Wasser. Es handelt sich um ein duftendes und stärkendes Oliven- sowie auch Rosenöl. In Israel wurden einst die Propheten, Priester und Könige gesalbt.

Bischof Dr. Voderholzer: „Jesus Christus ist der schlechthin Gesalbte: der Christus.“

Eingesetzt wird der Chrisam ebenfalls bei der Firmung, bei Priester- und Bischofsweihen, zudem ei der Weihe von Kirchen, konkret der Altarweihe sowie bei der Segnung der Apostelleuchter und der Apostelsteine: „Die Kirche ruht auf dem Zeugnis der zwölf Apostel auf, deshalb wird auch bei diesen Gelegenheiten gesalbt.“

Schließlich werden die Kirchenglocken ebenfalls gesalbt.

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


Regensburger Oberhirte begrüßt vatikanisches Segensverbot für homosexelle Partnerschaften

Stellungnahme von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Responsum der Glaubenskongregation vom 15. März 2021:

Ich begrüße das Responsum der Glaubenskongregation und danke für die darin enthaltene Klarstellung. Die Glaubenskongregation hat deutlich gemacht, dass die Kirche nicht die Vollmacht hat, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen.

Papst Franziskus hat die Veröffentlichung des Dokumentes und der begleitenden Erläuterungen gutgeheißen.

Mit dem Papst und den Mitgliedern der Familiensynode von 2015 unterstreiche ich zugleich, „dass jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, in seiner Würde geachtet und mit Respekt aufgenommen werden soll und sorgsam zu vermeiden ist, ihn ‚in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen‘“ (Amoris laetitia 250).

Mit diesem Responsum bekräftigt die Glaubenskongregation die Lehre des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“, worin der Bischof von Rom als universaler Hirte der Kirche ausgeführt hatte:

„Was die Pläne betrifft, die Verbindungen zwischen homosexuellen Personen der Ehe gleichzustellen, gibt es keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“ (AL 251).

Mit der Weisung, Analogien und Ähnlichkeiten mit dem Ehebund auch in einem weiteren Sinne zu vermeiden, ist die Segnung von Verbindungen zwischen homosexuellen Personen ausgeschlossen.

Über den Ehebund zwischen Mann und Frau lehrt das Zweite Vatikanische Konzil in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche:

„Durch ihre natürliche Eigenart sind die Institution der Ehe und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung. Darum gewähren sich Mann und Frau, die im Ehebund nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch (Mt 19,6), in inniger Verbundenheit der Personen und ihres Tuns gegenseitige Hilfe und gegenseitigen Dienst und erfahren und vollziehen dadurch immer mehr und voller das eigentliche Wesen ihrer Einheit“ (Gaudium et spes 48).

Quelle: https://www.bistum-regensburg.de/news/bischof-voderholzer-begruesst-responsum-aus-rom-7955/


Bischof Voderholzer für dunkelhäutigen König in Krippen und bei Sternsingern

Einen der Hl. Drei Könige als Schwarzen darzustellen sei keine Verunglimpfung von Menschen mit dunkler Hautfarbe, sagte der Regensburger Oberhirte Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) in einer Predigt am Dreikönigstag in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild.

Seiner Erfahrung nach sei der dunkelhäutige König meist sogar die schönste Figur in einer Krippe. Da die Botschaft der Geburt Christi die Menschen in aller Welt betreffe, würden die Darstellungen der Sterndeuter die drei damals bekannten Kontinente repräsentieren.

Sollte es misslungene Darstellungen von dunkelhäutigen Menschen in Krippen geben, wie etwa in Ulm, könne man das korrigieren, sagte der Bischof weiter. Die Universalität der Krippe dürfe jedoch nicht angetastet werden.

Voderholzer gilt als Krippenliebhaber, was er selbst auf seine familiären Wurzeln in Böhmen zurückführt, „wo die Krippe gleichsam zuhause sei“.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-01/voderholzer-krippe-bischof-dunkel-schwarz-koenig-blackfacing.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

Foto: Bistum Regensburg


Bischof Voderholzer über das Mannsein Christi und das Weiheamt in der Kirche

Gott ist Fleisch geworden – das ist die zentrale Botschaft von Weihnachten. Das hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in seiner Predigt am Weihnachtstag im Regensburger Dom gesagt.

Dass Christus ein Mann war, habe Konsequenzen für das Weiheamt in der Kirche.

„Die römisch-katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen gehen davon aus, dass zur Repräsentation Christi, des Hauptes der Kirche, von seiner natürlichen Zeichenhaftigkeit her das männliche Geschlecht gehört“, stellt Bischof Dr. Rudolf Voderholzer fest: „Es gibt kein Menschsein jenseits oder unabhängig von geschlechtlicher Bestimmung.“

Die biblischen Zeugnisse und die Liturgie der Kirche lassen keinen Zweifel am konkreten Menschsein Jesu „als männliches Wesen“. So heiße es im Introitus des 25. Dezember: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt.“

„Es wird versucht, das Glaubensbekenntnis der Kirche gegen die kirchliche Tradition auszuspielen“, beobachtet der Regensburger Oberhirte. Mit Hinweis auf das Credo werde vorgebracht, der Sohn des Vaters sei Mensch geworden, nicht Mann.

Dem setzt der Bischof entgegen: „Nach biblischem Verständnis und auch den Texten altkirchlicher Liturgie gehört die geschlechtliche Bestimmung zum ganzen Menschsein hinzu, eine abstrakte menschliche Natur jenseits davon hat auch das Credo der Kirche nicht im Sinn“.

Gott ist Fleisch geworden. Fleisch, das ist der Mensch auch dadurch, dass er auf vielfältige Weise begrenzt ist, insofern er müde oder krank werden kann, ja sterben kann. Dass Gott Fleisch geworden ist, bedeute Hoffnung: „Von Jesus dürfen wir glauben, dass wir durch seine Wunden geheilt sind.“

Bischof Dr. Voderholzer schließt mit Worten, die Kraft spenden: „Das Wort ist Fleisch geworden, es hat unter uns gewohnt, es hat unter uns sein Zelt aufgeschlagen, es hat alles mit uns geteilt, unsere Krankheiten, selbst den Tod auf sich genommen. Und Christus geht mit, auch diese Wegstrecke.“

Quelle: Bistum Regensburg


Gedenktag des sel. Berthold von Regensburg

Anlässlich des Gedenktags des seligen Berthold von Regensburg hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Montagabend im Dom St. Peter ein Pontifikalamt gefeiert.

In den vergangenen Jahren war der Gottesdienst in der Minoritenkirche gefeiert worden, in der der Selige gewirkt hatte und auch zunächst bestattet worden war. Aufgrund der Situation fand der Gottesdienst in diesem Jahr im Dom statt.

Auch diese Verlegung ist eine Verwirklichung des bereits sprichwörtlichen „Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen“.

Bischof Dr. Gerhard L. Müller hatte als Oberhirte von Regensburg die Tradition begründet, in der seit rund 200 Jahren profanierten Kirche wieder die heilige Messe zu Ehren des Seligen zu feiern.

Berthold von Regensburg war weit über die Mauern der Stadt hinaus als kräftiger Prediger bekannt. Bischof Rudolf nannte ihn „einen der großen Prediger und besonders auch Bußprediger“. Er gratulierte allen, die den Namen des Seligen tragen, so z.B. Diakon Berthold Schwarzer, der an diesem Abend am Altar assistierte.

Die Reliquien des seligen Berthold waren eigens aus der Bischofsgruft empor getragen worden. Der Holzschrein, der die sterblichen Überreste des Seligen enthält, wurde nur vom Schein zahlreicher Kerzen erleuchtet.

In seiner Predigt verwies der Bischof auf die sehr dunkle Zeit, in der der Text des Adventsliedes „O Heiland reiß die Himmel auf“ aus der Feder des Jesuiten Friedrich von Spee (1591 – 1635) entstanden war. Von Spee hatte ihn während des grausamen Dreißigjährigen Krieges getextet. Schwierige Zeiten: Er hatte sich gegen das Phänomen des Hexenwahns gestellt, das in der Neuzeit wiederholt aufgetreten war.

Überhaupt gelte es, die christliche Hoffnung, auch und gerade in schweren Zeiten nicht aufzugeben, sagte der Bischof von Regensburg.

Zur Vita des seligen Berthold: Wohl um 1210 in Regensburg geboren, trat Berthold im Jahre 1226 in die Gemeinschaft der Minderbrüder, der Franziskaner, ein. Hunderte, gar tausende Zuhörer nennen die Chronisten bei den Predigten des seligen Berthold von Regensburg, der sich als wortgewaltiger und weitgereister Prediger einen Namen machte. Von ihm sind rund 400 lateinische und 70 mittelhochdeutsche Mitschriften von Predigten in ganz Europa überliefert. Die Volkspredigt war in Zeiten, in denen nur wenige Menschen des Lesens und Schreibens mächtig waren, ein Massenmedium.

Berthold verstarb wohl am 13. oder 14. Dezember 1272 in Regensburg und wurde zunächst in der Minoritenkirche im südlichen Seitenschiff beigesetzt. Im Zuge der Klosterauflösung vor gut 200 Jahren im Rahmen der Säkularisation wurde seine Grabplatte in einem Privathaus verbaut, 1862 wiederentdeckt und dann im Domkreuzgang platziert. Bertholds Grabplatte hat heute ihren Platz wieder zentral im Chorraum der Minoritenkirche.

Quelle (Text / Fotos): Bistum Regensburg


Bischof Voderholzer weihte im Regensburger Dom sieben Männer zu Diakonen

Sieben Männer empfingen am heutigen Samstag (5.12.) im Regensburger Dom St. Peter durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer die Weihe zum Diakon.

Die Weihekandidaten versprachen ihrem Bischof Gehorsam und die Bereitschaft zum Dienst in der Kirche. Sie erhielten ihre Gewänder und das Evangeliar.

Im kommenden Jahr, Ende Juni 2021, werden die sieben Männer in der Regensburger Kathedrale zu Priestern geweiht.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die Einsetzung des Sieben-Männer-Amtes in der Apostelgeschichte, das seit frühester Zeit mit den Diakonen identifiziert wird. Die Apostel richten es ein und die Hauptaufgabe sollte die Sorge sein um die Bedürftigen, die Armen, die Kranken usw. in der Pfarrei. Die Apostel konnten sich so auf die Verkündigung, den Gottesdienst, die Predigt und den Religionsunterricht konzentrieren.

„Am besten wird es immer sein, wenn die Verkündigung vom Caritas-Dienst gedeckt ist, und wenn umgekehrt das sozial-caritative Tun begleitet wird vom Wort der Verkündigung, von der Erschließung des Glaubens“, erklärte der Bischof.

An die Weihekandidaten gewandt sagte der Regensburger Oberhirte:

„Die Tradition der Kirche hat es aus gutem Grund so eingerichtet, dass vor der Weihe zum Priester die Weihe zum Diakon steht. Das ist nicht ein bloßes Durchgangsstadium, sondern gewissermaßen der Grundton, die Basis, der Bass.

Euer Diakonat fällt in eine Zeit ganz besonderer Herausforderungen. Die Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie sind für viele Menschen eine riesige Belastung.

Ich bitte Euch, zusammen mit den Pfarrern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pfarreien gerade jetzt auch sensibel und kreativ alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Kontakte zu halten, zu schauen, dass niemand vergessen wird, zu überlegen, wen könnte ich wenigstens anrufen, eine Karte schreiben, ein Zeichen der Verbundenheit; wo wartet vielleicht jemand schon lange voll Sehnsucht darauf, wahrgenommen zu werden und in verwandelter Form die Hand ausgestreckt zu bekommen. Danke für alle Leidenschaft und Kreativität, die ich in der Seelsorge beobachte!“

Die neuen Diakone:

Neumann, Bastian aus Tirschenreuth, Heimatpfarrei: Pfarrei St. Laurentius in Konnersreuth, Praktikumspfarrei: Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Amberg

Preuß, Henrik Lukas aus Völklingen (Saarland), Heimatpfarrei: Pfarrei Hl. Kreuz im Warndt in Völklingen-Ludweiler, Praktikumspfarrei: Pfarrei St. Georg in Amberg

Rodriguez, Ramon aus Hirschau (geboren in Amberg), Heimatpfarrei: Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hirschau, Praktikumspfarrei: Pfarrei St. Wolfgang in Regensburg

Skorczyk, Leonard Georg Martin aus Amberg (geboren in Hamburg), Heimatpfarrei: Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, Praktikumspfarrei: Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Deggendorf

Strätz, Matthias aus Zeil am Main (geboren in Haßfurt, Unterfranken), Heimatpfarrei: Pfarreiengem. Am Weinstock Jesu / Pfarrei St. Michael in Zeil am Main, Praktikumspfarrei: Pfarrei St. Josef in Weiden

Eibl C.R.V., HerrPatrick aus Langquaid (geboren in Hutthurm), Propstei St. Michael der Augustiner Chorherren in Paring/Langquaid, Praktikumspfarrei: Pfarrei St. Pius in Kelheim

Röse C.R.V., HerrAlexander aus Langquaid (geboren in Marburg), Propstei St. Michael der Augustiner Chorherren in Paring/Langquaid, Praktikumspfarrei: Pfarrei St. Ägidius in Lappersdorf

Quelle: Bistum Regensburg – Erste zwei Fotos: © Uwe Moosburger / altrofoto


Regensburg: Bischöfe haben ökumenischen Krippenweg eröffnet

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler (siehe Foto) und Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer haben am vergangenen Samstagnachmittag vor dem Alten Rathaus in Regensburg den Ersten ökumenischen Krippenweg eröffnet.

Dies geschah bewusst am Ersten Advent, der bereits mit dem Vorabend beginnt. Regensburg folgt dem Stern – unter diesem Motto steht der Weg, auf dem hauptsächlich in der Regensburger Altstadt, in Schaufenstern wie auch in öffentlich zugänglichen Gebäuden Krippen zu sehen sind.

Tatsächlich haben sich seit der ursprünglichen Konzeption, die von 61 Ausstellungsorten und 80 einzelnen Krippendarstellungen ausgegangen war, viele weitere Aussteller mit ihren Krippenschätzen dazugesellt. Dies wird sehr begrüßt, denn es ist das Anliegen, dass die Darstellung der Geburt Christi im Stall von Bethlehem immer weitere Kreise zieht.

Die Idee zum Ersten ökumenischen Krippenweg geht auf Bischof Dr. Rudolf Voderholzer sowie auf Regionalbischof Klaus Stiegler zurück, denen die Ökumene der christlichen Gemeinschaften ein besonderes Anliegen ist. Die Stadt Regensburg hat dies gerne aufgegriffen und das Projekt mit Unterstützung der Stadtmarketing Regensburg, der Krippenfreunde und des Kulturreferats der Stadt auf den Weg gebracht.

Die Ausstellung im öffentlichen Raum findet bis zum 6. Januar statt – wenn die Heiligen Drei Könige bei der Geburtsszene angekommen sind, um dem neugeborenen Heiland zu huldigen.

Präsentiert werden in Regensburg Krippen unterschiedlichster Stile. Das Bistum Regensburg, die evangelischen Partner, die Krippenfreunde Regensburg sowie zahlreiche ausstellende Institutionen haben ihre Krippen zur Verfügung gestellt. Kaufleute stellen etwa die Hälfte der Krippen. Krippenvereinsvorsitzender Glas sagte: „Dieser Weg ist ein Ruhepol zur Besinnung und eine gute Vorbereitung auf die Weihnachtszeit.“

Quelle (Text/Foto) und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/die-krippe-gott-schaut-uns-von-unten-an-damit-wir-gross-rauskommen-bischoefe-und-oberbuergermeisterin-eroeffnen-den-ersten-oekumenischen-krippenweg-7794/


1000 Jahre Geschichte: Sudetendeutsches Museum in München eröffnet

Von Susanne Habel

Zur Eröffnungsfeier des neuen Sudetendeutschen Museums in München kamen wegen der Corona-Pandemie nur wenige prominente Gäste, darunter der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters, der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (der eine Festansprache hielt und das Museum einweihte) und Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe.

Die ersten Besucher waren begeistert vom Rundgang durch den Prachtbau im Münchener Osten.

BILD: Bischof Voderholzer im Sudetendeutschen Museum, das er eingeweiht hat

Das Museum erstreckt sich auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern direkt im Anschluss an das Sudetendeutsche Haus und zeigt auf fünf Etagen und mit 900 Exponaten die Geschichte dieser Volksgruppe.

Der wuchtige Bau mit Steinplattenverkleidung direkt neben dem Sudetendeutschen Haus steht zur Zeitreise. Der Museumsrundgang beginnt im obersten Geschoß, das man über einen Lift vom Foyer aus erreicht. Von dort geht es über die Ausstellungsetagen immer treppab nach unten.

Vom Treppenhaus öffnen sich dem Besucher aus dem ansonsten aus konservatorischen Gründen fensterlosen Bunker aus auch Ausblicke ins Freie über die Isar auf München. Dann folgt er den Leitlinien am Boden über die Stockwerke nach unten: Chronologisch werden die Epochen abgehandelt, zunächst die Vorgeschichte der Sudetendeutschen, von der ersten Besiedlung bis zur Epoche von Kaiser Joseph II., und die Landschaften vom Egerland im Westen bis nach Sudetenschlesien im Südosten, jede Region mit einem speziellen Schmankerl.

Dazu gibt es eine interaktive Karte mit Touchscreen, auf der jeder Gebiete und Orte aufrufen und weitere Informationen sehen und lesen kann. Ähnliche interaktive Multimediastationen sind auch in den anderen Abteilungen zu finden.

So kann man sich zwischen den Vitrinen mit Kulturschätzen wie einer Madonna Immaculata aus Leitmeritz und einer Kastenkrippe an einem Monitor durch die Religionen und ihre jeweiligen Kultstätten klicken: Vor allem katholisch, aber auch protestantisch und jüdisch waren Land und Leute geprägt. Selbst die christlichen Kirchenfeste sind am Touchscreen zu besuchen.

BILD: Kastenkrippe aus Böhmen

Wirtschaft und Kultur sind die Hauptthemen der nächsten Etage mit Erzeugnissen sudetendeutscher Produzenten: Noch heute kennt man Kunert-Strümpfe, Znaimer Gurken, Pilsner Bier oder Gablonzer Schmuck bekannt, aber es gab viel mehr erfolgreiche Produkte, wie hier zu sehen ist. Auch Vereinswesen, Theater, Musik, das böhmische Bäder- und Kurwesen und und das blühende literarische Leben werden dargestellt.

Die Etage darunter ist der Geschichte der Nationalitäten- und Sprachenkonflikte gewidmet, die in den dreißiger Jahren eskalierten und besonders nach der Gründung der Tschechoslowakei nach Ende des Ersten Weltkriegs zum Aufstieg der Sudetendeutschen Partei bis hin zum „Anschluss“ an den NS-Staat führten.

Schließlich geht es mit erschütternden Exponaten um die Vertreibung und die Nachkriegszeit mit dem harten Neubeginn und der Aufbauleistung der Heimatvertriebenen. Trotz der Fülle des Materials ist der Weg durch die Geschichte nicht anstrengend, sondern immer spannend und mühelos zu bewältigen.

Alle Abteilungen sind barrierefrei und gut lesbar deutsch, tschechisch und englisch beschriftet.

BILD: Statuette des traditionsreichen Prager Jesuleins

Wem all die Exponate, Texte, Filme und Medienstationen nicht genügen, der kann über einen Mediaguide vertiefende Informationen zu den einzelnen Abteilungen, Interviews mit Zeitzeugen oder Details zu Exponaten abrufen. Das Haus bietet Modelle zum Anfassen, Bücher und Zeitungen und Medienstationen.

Die Finanzierung der Baukosten von über 25 Millionen Euro wurde schließlich zu von zwei Dritteln vom Freistaat Bayern und einem Drittel Bundesrepublik Deutschland übernommen.

Die Sudetendeutsche Stiftung als Träger des Museums trug drei Millionen bei. Nachdem das Münchner Architekturbüro pmp architekten den Wettbewerb gewonnen hatte, baute man von 2015 bis Ende 2019 und nahm seither die Einrichtung und Bestückung des Museums vor.

Voraussichtlich wieder ab Dienstag, 1. Dezember geöffnet: Sudetendeutsches Museum, Hochstraße 10 in 81669 München.
Dienstag bis Sonntag und Feiertag 10 – 18 Uhr; nur nach Anmeldung: Telefon (0 89) 48 00 03 37 oder eMail: museum-anmeldung@sudetendeutsche-stiftung.de.
Bis Jahresende Eintritt frei.

Fotos: Susanne Habel



Bistum Regensburg kritisiert Medienberichte über den „Marsch für das Leben“ in Berlin

Pressemeldung des Bistums Regensburg:

Manches am Marsch für das Leben hat bereits quasi-rituellen Charakter. Dazu gehören Anfragen, ob man denn an einer Kundgebung teilnehmen wolle, die rechtsextrem unterwandert sei. Begründet mit obskurem Twittergeraune, Facebook-Gerüchten oder linksextremen Empörungsphantasien.

Neu war in diesem Jahr, dass sich der Bayerische Rundfunk hergab, dieser Gerüchteküche den Mantel des Ernstzunehmenden umzuhängen.

Zum Ritus gehören auch die Aufrufe von Sozialdemokraten, Grünen, Linken und anderen, gegen die Lebensrechtler zu „demonstrieren“, was de facto darauf hinausläuft, Bürgerinnen und Bürger gewaltsam zu hindern, ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen.

BILD: Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nimmt seit Jahren am Berliner Lebensrechtler-Marsch teil (so auch diesmal)

Es ist nur dem massiven Einsatz und der professionellen Strategie der Berliner Polizei zu verdanken, dass der Marsch für das Leben stattfinden kann. Beim diesjährigen Marsch für das Leben gelang der Polizei dies besonders gut.

Im Jahr 2020 war ansonsten so manches anders als in den Jahren zuvor. Coronabedingt hatten sich weniger Menschen auf den Weg nach Berlin gemacht als ansonsten üblich.

Dennoch: 3.500 Lebensschützer trafen vor dem Brandenburger Tor zusammen. Dabei fiel auf: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer würde man eher zu den jungen Menschen zählen. Es waren wohl besonders die Älteren, die in Coronazeiten zu Hause blieben.

FORTSETZUNG hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/jedes-leben-zaehlt-und-ist-kostbar-marsch-fuer-das-leben-2020-7657/

Foto: Pressestelle Bistum Regensburg