IRAN: Gewaltsam gegen den Valentinstag

Islamischer Staat warnt vor “christlichem Fest”

Bewaffnete Gruppen bedrohten Geschäftsleute in Mossul, die Geschenkartikel zum “Valentinstag” ausgestellt hatten und forderten diese auf, die Waren aus dem Schaufenster wegzuräumen. BILD0230

Wie die Nachrichtenagentur ankawa.com berichtet, ist dies auch dem Geschäftsmann Majed Ibrahim geschehen, der ein Souvenirgeschäft in der Nähe der Universität besitzt.

Das Motiv für die Kampagne gegen das “Fest der Verliebten”, das in aller Welt gefeiert wird, ist der Bezug auf das christliche Fest des heiligen Valentin von Terni, Bischof und Märtyrer, der im 3. Jahrhundert nach Christus lebte, und in der katholischen Kirche und in den Ostkirchen als Heiliger und Schutzpatron der Verliebten verehrt wird.

Wie aus Informationen hervorgeht, sollen auch Prediger in den Moscheen das Fest kritisiert haben, das in den vergangenen Jahren zunehmend auch von arabischen Jugendlichen, unabhängig von deren Religion, gefeiert wird.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Bild: Evita Gründler


Der heilige Valentin: Patron der Liebenden, Bischof und Märtyrer

Der Valentinstag fällt jedes Jahr auf den 14. Februar. 
Der heilige Valentin ist der Namensgeber dieses „Tags der Liebenden“, denn er gilt als Fürsprecher derVerlobten und aller Liebenden und als Schutzpatron zur Bewahrung jungfräulicher Reinheit. DSC05481 - Kopie

Hieraus entstand der weltliche „Valentinstag“, der in Deutschland erst in der Nachkriegszeit populär wurde. In Frankreich und England gab es ihn vorher schon.

St. Valentin ist zudem Patron der Reisenden, Bienenzüchter und Epileptiker.

Eine Legende besagt, er habe Soldaten kirchlich getraut, obwohl dies im kaiserlichen Rom verboten war. Zudem habe er frisch verheirateten Eheleuten Blumen aus seinem Garten geschenkt.

Bischof Valentin aus Terni in Umbrien (Mittelitalien) lebte im dritten Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Claudius II.  Er wurde am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet,  nachdem er das heidnische „Götteropfer“ vor dem Kaiser verweigerte.

Auch die orthodoxe Kirche feiert St. Valentin als Heiligen, allerdings ist dort sein Gedenktag am 30. Juni.