Ich empfehle das kritische Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pfr. Rudo Franken

Von Cordula Mohr

Ich habe seit geraumer Zei feststellen müssen, dass Medjugorje-Freunde sich in Gemeinden und Ordenshäusern immer mehr Gehör verschaffen und Räume bekommen für ihre charismatischen Gebetsabende. 

Traurig auch, dass selbst bodenständige Gläubige  – vielleicht teils aus Neugier oder Effekthascherrei  – diesen angeblichen Erscheinungsort in Bosnien-Herzegowina besuchen.

Somit dachte ich mir, dass es wieder an der Zeit sei, selber noch einmal zu lesen und zu bedenken, was mich vor über zehn Jahren so eindeutig von meiner Hinneigung zu Medjugorje abgebracht hat und wodurch mein nüchterner Glaube eingeläutet wurde.

Viele vermeintlichen Besonderheiten von Medjugorje finden wir ähnlich auch an anderen „Erscheinungsstätten“, die kirchlich nicht anerkannt sind.

Ich las also erneut in dem interessant geschriebenen Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pfarrer Rudo Franken, einem holländischen Priester, das in mehreren Auflagen und Verlagen erschien, die erweiterte Auflage im gediegenen Augsburger Dominus-Verlag, den der katholische Theologe Dr. Peter Düren leitet.

Auffällig an den angeblichen Erscheinungen ist, dass anfangs zwei Seher/innen wieder abgesprungen sind und stattdessen andere Visionäre dazukamen, was ich recht seltsam finde. Zusätzlich gibt es dann noch die sog. Seher der „zweiten Generation“, die später folgten.

Und anscheinend hat diese „Madonna“ keinen bestimmten Ort, an dem sie erscheint, wie das etwa in Lourdes der Fall war, sondern sie folgt den Jungen und Mädchen „hinterher“, je nachdem, wo diese sich gerade befinden; so ist sie z.B. der Vicka auf einer Zugreise erschienen. Passenderweise spricht Vicka gern von einem „Plaudern“ mit der (angeblichen) Gottesmutter.

Aus der Beweisführung dieses Buches geht klar hervor: Von Anfang an wurde nicht die volle Wahrheit gesagt. Die visionären Mädchen und Jungen, die vom Kaplan der Pfarrei bei den ersten Befragungen unter Eid gesetzt wurden, haben sich mehrfach durchgeschwindelt.

So gingen sie vor der ersten Erscheinung eben nicht zu den Schafen, um diese zu suchen, sondern sie wollen Zigaretten rauchen – und dies gegen das ausdrückliche Wort der Eltern. Das stellte sich später nach Aussage einer Seherin heraus; auch beim amtlichen Gespräch mit Bischof Zanic konnten die Gruppe das nicht mehr leugnen.

In dem Buch sind viele Tonbandaufnahmen nachzulesen und man merkt deutlich, wie gründlich sich Pfarrer Franken (siehe Foto) mit Medjugorje und den Ereignissen befasst hat. Dabei werden einige „Botschaften“ auch theologisch in Frage gestellt. Mittlerweile wird es nach bald 40 Jahren immer absurder mit diesen „Offenbarungen“.

Für mich aufschlussreich ist auch der Test, der bei einer „Erscheinung“ vorgenommen wurde. Vicka und die anderen Seher/innen behaupteten nämlich, immer in einen Trancezustand zu geraten, wenn sie „Maria“ sehen.

Bei einer dieser Erscheinungen wurde ein Fingertest durchgeführt: Vicka zuckte erkennbar zurück, als ihr die beiden Finger vors Auge kamen. Nachher sah man sie mit Pater Vego gestikulierend im Gespräch, wohl um sich „abzusprechen“, wie man die peinliche Situation erklären soll. Danach gab sie bekannt, dass der Madonna das Jesuskind aus den Armen gefallen sei; sie habe es auffangen wollen. Bei dieser faulen Ausrede vergaß sie aber, daß sie sich bei einem solchen (ohnehin unsinnigen) Auffangen nach vorne und nicht nach hinten bewegt hätte.

Ein weiterer Punkt unter zahlreichen Ungereimtheiten: 

Etliche Seher/innen hatten vor dem Bischof mehrmals in Briefen sowie persönlich ausgesagt, die ungehorsamen Franziskaner Vego und Prusina nicht zu kennen.
Dabei waren ihnen diese Patres sehr wohl bekannt. Angeblich hat sich die Erscheinungsdame für die zwei Priester ausgesprochen, obwohl sie kirchliche Strafen erhielten, teils wegen unsittlichem Lebenswandel. Der für Medjugorje damals zuständige Bischof Zanic hatte nicht zuletzt durch diese Lügen sein anfängliches Vertrauen in die Medjugorje-Seher gänzlich verloren.

Es lässt tief blicken, wenn eine der Visionärinnen berichtet, einmal sei ihr nicht die angekündigte Madonna erschienen, sondern eine als „Maria“ verkleidete Gestalt, die sich plötzlich zum Teufel veränderte, worüber sie natürlich sehr erschrak.

Auffällig ist, wie sich die katholisch-charismatische Bewegung von Anfang an positiv über Medjugorje äußerte und sich vielfach dort sogar niederließ, teils bis heute (z.B. die „Gemeinschaft der Seligpreisungen“).

Diese Beispiele aus dem fundierten Buch, die sich beliebig vermehren ließen, haben mir erneut deutlich gemacht, dass man bestimmt nicht nach Medjugorje zu reisen braucht, um seinen Glauben zu stärken und zu beleben. Wir haben in Deutschland genügend bewährte und kirchlich anerkannte Wallfahrtsorte von Kevelaer am Niederrhein bis Altötting in Südbayern.

BUCH-Daten: Rudo Franken. Eine Reise nach Medjugorje. Bedenken hinsichtlich der Erscheinungen. Mit Beiträgen von Mark Waterinckx und Manfred Hauke. – 2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2011. 320 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-940879-15-8. Preis 19,80 €.

Bestellungen bei uns oder direkt hier beim Dominus-Verlag: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61306125/Products/%22061%20Eine%20Reise%20nach%20Medjugorje%22


Causa Medjugorje: „Kathnet“ diffamiert den katholischen Mariologen Manfred Hauke

Von Felizitas Küble

Der konservative Priester und Theologe Prof. Dr. Manfred Hauke setzt sich seit Jahrzehnten  –  z.B. in seinen Büchern und Vorträgen, zudem als Herausgeber der Zeitschrift „Theologisches“  – für die Lehre der katholischen Kirche und eine Stärkung der Marienverehrung ein.

Ein ausführliches Werk gegen die Frauen-Priesterweihe gehört ebenso zu seinem Themenspektrum wie Sammelbände über mariologische Fragen oder die kirchlich anerkannten Botschaften von Fatima.

Umso überraschender wirkt ein Artikel auf der erscheinungsbewegt-charismatischen Nachrichtseite Kath.net vom 10. August: http://www.kath.net/news/64718/print/yes

Dort lautet die Überschrift allen Ernstes: Wenn ein ‚Mariologe‘ gegen die Muttergottes kämpft“.

Gemeint ist niemand anders als der erwähnte Professor Hauke (siehe Foto) aus der Schweiz, ein anerkannter Dogmatiker und Mariologe, dessen Kompetenz in Fragen der kirchlichen Marienlehre unbestritten ist, der als Referent weltweit auf mariologischen Tagungen spricht und dessen Publikation „Theologisches“ seit Jahrzehnten hochrangige wissenschaftliche und kirchliche Autoren aufweist, was „Kath.net“ gleichwohl nicht daran hindert, den Titel Mariologe in ironische Gänsefüße zu setzen.

Aber die eigentliche Unverfrorenheit liegt in der dreisten Unterstellung, wonach Hauke „gegen die Muttergottes kämpft“.

Und wie kommt die theologisch unbedarfte Webseite zu dieser steilen These?

Ganz einfach: Professor Hauke setzt sich kritisch mit den angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje auseinander, wobei die dortigen Phänomene vom zuständigen Bischof der Diözese Mostar (Peric) ebenso verneint werden wie von seinem Amtsvorgänger Zanic; außerdem hat sich auch die jugoslawische Bischofskonferenz schon vor Jahrzehnten von diesen Privatoffenbarungen distanziert.

Somit befindet sich der von Kath.net attackierte Theologe mit seinem Standpunkt auf der amtlichen kirchlichen Linie, wobei es freilich auch Kirchenvertreter wie z.B. den Wiener Kardinal Schönborn gibt, die aus ihrer Sympathie mit Medjugorje keinen Hehl machen.

Bekanntlich sind nicht einmal die  – relativ wenigen –  kirchlich approbierten (genehmigten) Erscheinungen für die Gläubigen verbindlich. Wenn die Kirche eine Privatoffenbarung „anerkennt“, so verpflichtet sie die Katholiken nicht zum Glauben daran, sondern gestattet ihn im Sinne einer Billigung bzw. Erlaubnis.

Bei „Botschaften“ und Visionen hingegen, die sich kirchenrechtlich in der Schwebe befinden, sollen die Gläubigen ein endgültiges kirchliches Urteil geduldig abwarten, bevor sie den Phänomenen zustimmen.

Das bedeutet, daß der Mariologe Hauke mitnichten „gegen die Muttergottes kämpft“. Vielmehr widerspricht „Kath.net“ mit seiner jahrzehntelangen Werbung pro Medjugorje dem ablehnenden Standpunkt von Diözesan-Bischof Peric (siehe Foto) und dem Urteil der (ex-)jugoslawischen Bischofskonferenz.

Schon im ersten Einleitungssatz des Kathnet-Beitrags heißt es weiter: „Der Wiener Medjugorje-Experte Christian Stelzer hat die erneuten Medjugorje-Verunglimpfungen durch den Theologen Manfred Hauke zurückgewiesen.“

Theologische Kritik wird hier als „Verunglimpfung“ abgewertet – und damit erneut gezeigt, daß man sich völlig auf strittige Privatoffenbarungen fixiert  – und den katholischen Glauben nicht auf seine beiden Säulen „Bibel und Dogma“ gründet, sondern auf vermeintliche Visionen.

BILD: Das faktenstarke Buch „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten) ist bei uns  verbilligt für 14,80 € (statt Ladenpreis 19,80 €) erhältlich.

Hintergrund der Attacke ist ein Artikel von Professor Hauke in der katholischen „Tagespost“, worin er die Meinung äußert, die vatikanische Untersuchungskommission kenne noch nicht alle Fakten zum Thema Medjugorje. 

Der von Kathnet als „Medjugorje-Experte“ bezeichnete Dr. Stelzer hält Hauke vor, er habe „nur blind die Argumente von Bischof Peric übernommen“.

Peric ist freilich nicht irgendwer, sondern immerhin Oberhirte des Bistums Mostar-Duvno, zu dem die Pfarrei Medjugorje gehört – und damit laut Kirchenrecht der erste Zuständige für die Beurteilung von Privatoffenbarungen in seiner Diözese.

Zudem hat Hauke keineswegs ungeprüft die Kritikpunkte Perics übernommen, sondern sich seit Jahren selber eigenständig mit der Causa Medjugorje befaßt, z.B. durch eine gründliche Abhandlung in dem Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pastor Rudo Franken, einem niederländischen Geistlichen. Es erschien im soliden Dominus-Verlag, den der kath. Theologe Dr. Peter Düren leitet: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectID=12849222

Natürlich ist Professor Hauke nicht der einzige Mariologe, der sich skeptisch zu Medjugorje äußert; auch der Augsburger Priester und Professor Dr. Anton Ziegenaus setzt sich seit langem kritisch mit diesem Phänomen auseinander. Das Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ (siehe Foto) mit Prof. Hauke als Co-Autor hat er positiv  gewürdigt.

Ebenfalls sehr lesenswert, gehaltvoll und theologisch tiefsinnig ist das Buch „Medjugorje verstehen“ des Engländers Donal Foley, das ebenfalls im angesehenen Dominus-Verlag erschien und von dem Konvertiten Volker Jordan übersetzt wurde: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61306125/Products/%22062+Medjugorje+verstehen%22

HINWEIS: Das kirchliche Portal „katholisch.de“ äußerte sich sachlich zu Prof. Haukes Artikel in der DT: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/mariologe-kritisiert-vatikanischen-umgang-mit-medjugorje


Polnischer Erzbischof Hoser berichtet von Mafia-Machenschaften in Medjugorje

Papst Franziskus hat den polnischen Erzbischof Henryk Hoser bereits zweimal im Auftrag des Vatikan mit Untersuchungen in und um Medjugorje beauftragt.

Derzeit wirkt der Würdenträger als Papst-Gesandter in dieser weltweit bekannten Pfarrgemeinde in Bosnien-Herzegewina, in der schon seit Juni 1981 bis heute angeblich die Gottesmutter  – dort „Gospa“ genannt – erscheint, jahrzehntelang sogar täglich. Es wird von über 42.000 Phänomenen und Visionen berichtet.

Diözesan-Bischof Ratko Peric hat sich  – ebenso wie sein Amtsvorgänger Zanic  –  entschieden gegen diese „Privatoffenbarungen“ geäußert und das Kirchenvolk aufgefordert, nicht nach Medjugorje zu wallfahren. Kritische Äußerungen kamen auch von Papst Benedikt und von Kardinal Gerhard Müller.

BILD: Dieses faktenstarke Buch „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten) kann bei uns zum Sonderpreis von 14,80 € (statt 19,80 €) bestellt werden: Tel. 0251-616768

Laut aktuellen Berichten  – u. a. in italienischen Medien oder in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ – hat sich Erzbischof Hoser in einer Predigt jetzt überraschend über Mafia-Geschäften in Medjugorje geäußert.

Diverse Mafia-Kreise, vor allem die neopolitanische Camorra mischen sowohl bei der Organisation und Durchführung von Pilgerreisen wie im Hotelbetrieb mit. Auch der Verkauf von Souveniers (Andenken, Mitbringsel, Andachtsgegenstände) sei teilweise betroffen. Angesichts des riesigen Wallfahrtsbetriebs mit jährlich mehreren Millionen Besuchern dort könne sich die kriminelle Vereinigung damit ihre Taschen füllen. 

Wie „Die Presse“ weiter schreibt, unterhalte der einflussreiche Camorra-Clan Casalesi gute Beziehungen zu bosnischen Kriminellen.

 


Neue „Monatsbotschaft“ aus Medjugorje wieder auf Kindergarten-Niveau

Von Felizitas Küble

In Bosnien-Herzegowina erscheint in der katholischen Pfarrei Medjugorje seit über 35 Jahren angeblich die Madonna als „Königin des Friedens“ einer Reihe von Seher/innen, damals waren es noch Kinder und Jugendliche.

Die zuständigen katholischen Oberhirten  – erst Bischof Zanic, dann Peric – lehnen diese Privatoffenbarungen ab.

Dennoch kommen große Scharen von Pilgern aus aller Welt seit Jahrzehnten nach Medjugorje, wo die Gottesmutter über 40.000 mal erschienen sein soll, wobei sie zB. der Familienmutter Marija Pavlovic-Lunetti nach wie vor täglich (!) erscheint. 

An jedem 25. Tag des Monats empfängt diese Seherin von „Maria“ eine Botschaft, die  – wie es dort heißt  –  „in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet ist“. Wir dokumentieren hier vollständig die jüngste Wortmeldung:

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch zum Gebet auf. Das Gebet möge euch Leben sein. Nur so wird sich euer Herz mit Frieden und Freude erfüllen. Gott wird euch nahe sein und ihr werdet Ihn in eurem Herzen als Freund fühlen.

Ihr werdet mit Ihm reden wie mit jemandem, den ihr kennt, und, meine lieben Kinder, ihr werdet das Bedürfnis haben, Zeugnis abzulegen, weil Jesus in eurem Herzen sein wird und ihr vereint in Ihm. Ich bin mit euch und liebe euch alle mit meiner mütterlichen Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Bei vermeintlich übernatürlichen „Offenbarungen“ wollen wir nicht nur darauf achten, was gesagt wird, sondern auch darauf, was  n i c h t  gesagt wird. 1523

Es fällt zB. auf, daß zwar ständig zum Gebet aufgefordert wird, aber fast nie zum Empfang der Sakramente, zu guten Werken oder zur Einhaltung der Zehn Gebote. Das Christenleben besteht aber nicht nur aus Gebet, nicht allein aus Worten, sondern auch aus Taten, aus der Nachfolge Christi!

Überdies sind die „Botschaften“ regelmäßig in ihrem Inhalt sehr banal, gewöhnlich, wenig gehaltvoll, wiederholen sich ständig und befinden sich fast alle auf Kindergarten-Niveau.

Zudem entsteht dabei der Eindruck, als sei der Glaube in erster Linie eine Sache des Gefühls  –  so auch diesmal: „Gott wird euch nahe sein und ihr werdet Ihn in eurem Herzen als Freund fühlen.“

Es spielt keine Rolle, was wir in unserem Herzen „fühlen“, sondern ob wir uns in unserer Lebensführung christlich bewähren. Es ist auch unwichtig, ob wir ein „Bedürfnis“ haben, Zeugnis abzulegen, denn der Glaube ist keine „Bedürfnisanstalt“. Nicht unsere Empfindungen und Wünsche sind der Ausgangspunkt, sondern Christi Auftrag zum Apostolat und der Wille Gottes!

Zudem ist Gott nicht nur unser „Freund“, sondern auch unser HERR, unser Erlöser und Richter zugleich. Auffallend ist auch, daß  – so wie diesmal  –  zwar oft allgemein von „Gott“, aber selten ausdrücklich von Jesus Christus die Rede ist.

Da sich die Botschaften nicht ausschließlich an eine Kleinkinderschar richten, wird man erwarten dürfen, daß hier keine derartige Schmalspur-Theologie vorgelegt wird, was aber seit Jahrzehnten der Fall ist.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Unheilvolle Medjugorje-Verstrickungen im jugoslawischen Bürgerkrieg

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In erscheinungsbewegten Kreisen hört man immer wieder die Mär, Medjugorje sei damals im serbisch-kroatischen Krieg „wunderbar“ beschützt worden durch die „Königin des Friedens“, welche dort angeblich mehreren Sehern schon seit Jahrzehnten erscheint. Scannen0004

Die dortigen Privatoffenbarungen sind kirchlich nicht anerkannt, die zuständigen Diözesanbischöfe (erst Zanic, dann Peric) haben sich sogar strikt dagegen geäußert.

Nun zum vielgehörten Argument von der wundersamen Friedensstätte Medjugorje inmitten des jugoslawinschen Bürgerkriegs Anfang der 90er Jahre. Die Wirklichkeit ist genau gegenteilig, wie Friedrich Reusch auf der katholischen Webseite „The Cathwalk“ klarstellt:

„Es gab damals eine enge Zusammenarbeit zwischen Kriegsverbrechern des jugoslawischen Bürgerkrieges in den 90er-Jahren und den in Medjugorje die Fäden ziehenden Franziskanern der Franziskanerprovinz Mostar.

Der Fuldaer Diözesanpriester Stefan Krönung erinnert sich an Einsätze mit dem Malteser-Hilfsdienst in Medjugorje infolge des Bürgerkriegs. Der Hilfsdienst hatte das besondere Anliegen, den durch den Krieg schwer gebeutelten Bosniern zu helfen und arbeitete mit dem Kassler Verein Helft Bosnien e.V. zusammen.

Pfarrer Krönung über sein Bild von Medjugorje:

„Das Ganze ist mir eher ‚nationalistisch’ als ‚fromm’ vorgekommen. (…) Das Franziskanerkloster in Mostar war bislang noch nicht einmal bereit, uns bei unseren humanitären Aktionen zu unterstützen, und wir hatten ‚nur mal nach einem Abstellplatz für PKW’ angefragt.

Ich werde nicht vergessen, wie wir erzählt bekamen, dass am Tag vor dem Angriff Kroatiens auf Mostar die UN-Blauhelme aus der bedrohten Stadt abzogen und in Medjugorje stationiert wurden. Natürlich war so das ‚Wunder’ vom wunderbaren Schutz der Gottesmutter komplett. Nur warum war der Schutz für die 30 km entfernten Menschen an der Neretwa nicht mehr da und das Morden griff um sich?“ 038_35

Wenn die Medjugorje-Propaganda uns also weismacht, der Ort sei im Krieg auf „wundersame Weise“ beschützt worden, so ist das entweder eine falsche Schwärmerei wider besseren Wissens oder aber eine Lüge.

Schließlich kann man wohl kaum behaupten, dass es wundersam ist, wenn die Strategen der Erscheinungen erst so eng mit kroatischen Freischärlern zusammenarbeiten, dass diese dann auf dem Franziskanergelände in Medjugorje Splittergranaten testen und zu einem ihrer strategischen Zentren ausbauen, bis irgendwann die UN-Schutztruppe eingreift und für Ruhe sorgt.

Angenommen, die Franziskaner von Medjugorje wären überzeugt, dass in Medjugorje wirklich die Muttergottes erscheint, würden sie dann Übungsmanöver mit Splittergranaten am Fuß des Erscheinungsberges zulassen?

Bald nach dem Krieg saßen bezeichnenderweise auch einige Medjugorje-Freunde in Den Haag als Kriegsverbrecher in Haft. Der neue Medjugorje-Guru, Pater Slavko Barbarić, besuchte die alten Freunde im Jahr 2000 in der Haft und schwärmte danach von ihnen in einer Presseaussendung in den höchsten Tönen: „Es wird das kroatische Volk in diesen guten und edlen Menschen gerichtet.“

Noch allerdings fließt das Geld. Es floss früher auch auf die Hercegovačka Banka, an der die Medjugorje-Franziskaner Anteilseigner waren. Die UN-Schutztruppe schloss im Jahr 2001 die Filiale dieser Bank in Medjugorje, auf der ein Großteil des Spendenaufkommens der Medjugorje-Industrie abgewickelt wurde, wegen Verdachts auf Wirtschaftskriminalität.
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Auf dem Höhepunkt des innerkirchlichen Konflikts zwischen der kritischen Diözesanleitung von Mostar-Duvno und den Medjugorje-Franziskanern wurde Bischof Ratko Perić am 2. April 1995 von kroatischen Freischärlern zusammengeprügelt, entführt und schließlich in einer Kapelle der Franziskaner 10 Stunden lang festgehalten und erst durch die UN-Schutztruppen wieder befreit. Das Exempel war statuiert: Wer sich gegen Medjugorje und Komplizen stellt, muss selbst als Bischof Angst vor Gewalt haben.“
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Quelle und vollständiger Text mit Fußnoten hier: https://thecathwalk.net/2010/01/19/medjugorje-lugennetz-und-sundenpfuhl-teil-3/
Wir danken für die freundliche Abdruckerlaubnis!
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Weitere Infos zu Medju: https://de.wikipedia.org/wiki/Me%C4%91ugorje

Causa Medjugorje: Die jüngste „Himmelsbotschaft“ an die Seherin Mirjana

„Verschwendet keine Zeit, indem ihr zuviel nachdenkt“

In der katholischen Pfarrei Medjugorje in Bosnien-Herzegowina soll  – einer Schar von männlichen und weiblichen Sehern zufolge  –  bereits seit dem 24. Juni 1981 die Gottesmutter als „Königin des Friedens“ erscheinen – und dies bei einigen der Visionäre sogar täglich. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Die zuständigen Oberhirten des Bistums Mostar (erst Bischof Zanic, danach sein Amtsnachfolger Bischof Peric) lehnen die  „Offenbarungen“ des Himmels bzw. die mittlerweile über 40.000 Erscheinungen strikt ab.

Zu den Sehern, denen angeblich „Botschaften“ der Madonna anvertraut werden, gehört auch die Familienmutter Mirjana Dragicevic-Soldo; sie soll zehn Geheimnisse von ihr erhalten haben.

Jeweils am zweiten Tag eines Monats erlebt sie  – eigenen Angaben zufolge – eine Erscheinung der „Gospa“, wie die selige Jungfrau Maria in jener Gegend bisweilen genannt wird. Diese sog. „Privatbotschaft“ wird per Medjugorje-Newsletter verbreitet.

Wir dokumentieren hier die jüngsten Aussagen der „Gospa“ vom 2. August 2015 im vollständigen Wortlaut (das Hervorheben einiger Äußerungen durch Linien erfolgt durch uns):

 „Liebe Kinder! Ich, als Mutter, die ihre Kinder liebt, sehe, wie schwer die Zeit ist, die ihr lebt. Ich sehe euer Leid, aber ihr sollt wissen, dass ihr nicht allein seid. Mein Sohn ist mit euch. Er ist überall. Er ist unsichtbar, aber ihr könnt Ihn sehen, wenn ihr Ihn lebt. DSC06228

Er ist das Licht, das eure Seele erleuchtet und den Frieden gibt. Er ist die Kirche, die ihr lieben sollt und für die ihr immer beten und kämpfen sollt – aber nicht nur mit Worten, sondern mit Werken der Liebe. Meine Kinder, wirkt, damit alle meinen Sohn erkennen, wirkt, damit Er geliebt werden kann, denn die Wahrheit ist in meinem Sohn, geboren von Gott – dem Sohn Gottes.

Verschwendet keine Zeit, indem ihr zu viel nachdenkt; ihr werdet euch von der Wahrheit entfernen.

Nehmt mit einfachem Herzen Sein Wort an und lebt es. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr beten. Wenn ihr Sein Wort lebt, werdet ihr mit barmherziger Liebe lieben, ihr werdet einander lieben. Je mehr ihr liebt, je weiter werdet ihr vom Tod entfernt sein. Für diejenigen, die das Wort meines Sohnes leben werden und die lieben, wird der Tod Leben sein. Ich danke euch. Betet, dass Ihr meinen Sohn in euren Hirten sehen könnt. Betet, dass ihr Ihn in ihnen umarmen könnt.“

Hierzu einige Hinweise:

1.Es heißt in der Botschaft: „Er (Jesus) ist die Kirche.“  –  Christus ist das Haupt der Kirche, die Gläubigen sind die Glieder dieses geheimnisvollen Leibes; in Wort und Sakrament wirkt der Erlöser auch nach seiner Himmelfahrt weiter in der Welt für das Heil der Menschen. mtcarmelpic1

2. Die Aussage, Christus sei „geboren von Gott“ ist zumindest mißverständlich, wenn nicht sogar irreführend. Christus selber ist ja GOTT, die zweite Person der göttlichen Dreieinigkeit. Es muß also richtig heißen: Christus ist „geboren vom Vater“, wie es auch das CREDO (Glaubensbekenntnis) lehrt: „Aus dem Vater geboren vor aller Zeit…“  

3. Was soll die Warnung vor „zu viel Nachdenken„, weil dies angeblich „Zeitverschwendung“ sei, verbunden mit der Mahnung, sich sonst von der „Wahrheit“ zu entfernen?  –  Soll hier womöglich einem kritischen Nachdenken hinsichtlich der Echtheit jener Erscheinungen vorgebeugt werden?

4. Sodann wird zum Gebet für die „Hirten“ aufgerufen, auf daß man in ihnen Christus „umarmen“ könnte. Auf der einen Seite verweigern alle Medjugorje-„Seher“ seit Jahrzehnten den kirchlichen Gehorsam, indem sie die ablehnenden Stellungnahmen ihrer zuständigen Oberhirten (erst Bischof Zanic, danach Bischof Peric) ignorieren bzw. links liegenlassen.  – Auf der anderen Seite werden „Umarmungs“-Aufforderungen zum Besten gegeben. Soll damit vielleicht der dauerhafte Ungehorsam verschleiert werden?

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt. 

 

 


Bischof Pavao Zanic: „Mamma Ebe“ als warnendes Beispiel für Falschmystik

Ebe Giorgini aus Italien ist die Gründerin eines kirchlich nicht anerkannten Frauen-„Ordens“; sie erblickte 1934 in Bologna das Licht der Welt. Die angebliche Heilerin und Seherin wurde wegen Betrug und mißbräuchlicher „Heilkunst“ 2008 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt.   Tzanic

Die aufsehenerregenden Vorgänge um diese Falschmystikerin veranlaßten den italienischen Regisseur Carlo Lizzani zu einem reißerischen Kinofilm unter dem Titel „Mamma Ebe“.

Im Sinne einer Warnung vor falschen Sehern, Heilern und „Stigmatisierten“ weist auch Bischof Pavao Zanic (siehe Bild) von Mostar auf diesen Fall hin  –  und zwar in seiner Stellungnahme gegen Medjugorje; dort findet sich seine Darstellung der vermeintlichen Visionärin „Ebe“  unter Punkt 26 (siehe hier der vollständige Artike: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/03/warnung-vor-medjugorje/).

Dieser Bischof aus Bosnien-Herzegowina war anfangs ein Befürworter von Medjugorje, bis er sich unter dem Gewicht vieler Fakten und eigener unerquicklicher Erfahrungen mit den dortigen „Sehern“ zu einem Gegner wandelte. 

Auch sein Nachfolger, der für die Pfarrei Medjugorje zuständige Oberhirte Dr. Ratko Peric, ist ein entschiedener Kritiker der angeblichen „Marienerscheinungen“ von Medjugorje.

Hier folgen nun die Ausführungen von Bischof Zanic zur Causa „Mamma Ebe“:

„Die Italiener kennen gut die Geschichte von Gigliole Ebe Giorgini, Gründerin des falschen Ordens “Pia Opera di Gesu Misericordioso”. Diese Frau ist geschieden und hat wieder zivil geheiratet. Sie betrieb Pseudomedizin, sammelte Mädchen für ihren Orden, erhielt viel Geld und hatte mehrere Häuser.

In ihrem Dienst waren auch zwei Priester. Sie selbst führte ein Doppelleben und trug falsche Stigmen, die sie sich selbst angebracht hatte. Ihre ‘Schwestern’ folgten ihr fanatisch und nannten sie ‘Mamma Ebe’.

In ihrem Orden befanden sich auch männliche Geistliche. Aber einige ‘Schwestern’, die sie verlassen hatten, erzählten, daß sie ein unmoralisches Leben führe. Als ‘Ordensgründerin’ hatte sie viel Schmuck, Geld, zwei Jachten, mehrere Pelzmäntel usw.

In der Kirche klagten viele sie an; andere verteidigten sie fanatisch und beriefen sich auf gute Früchte. So erhielt sie Lob und Anerkennung von zwei Bischöfen.

Zweimal war die Polizei nachts in ihr Zimmer im Mutterhaus eingedrungen und hatte sie mit einem ihrer Studenten der Theologie ‘in flagranti’ ertappt. Es kam zum Skandal.

Zweimal wurde sie zu mehreren Jahren Haft verurteilt, zusammen mit einem Franziskaner, der ihr Beichtvater war. Die Zeitungen belustigten sich jahrelang über ihre Skandale. Es wurde darüber ein schmutziger Film produziert. Trotzdem verteidigten sie ihre ‘Schwestern’ fanatisch und blindlings. Das taten sie auch noch, nachdem der Orden zerstört war.

Für sie war diese Frau eine Heilige, die Berufungen sammelte, und das war ein Argument für viele: An ihren Früchten wird es offenbar, daß sie Gott dient?“

Bild: Bistum Mostar


Medjugorje – eine unendliche Geschichte?

Muß die Kirche das Ende der „Erscheinungen“ abwarten?

Seit Jahrzehnten wird in der Medjugorje-Anhängerschaft immer wieder die Auffassung vertreten, daß die Kirche kein endgültiges Urteil über jene umstrittenen Marienerscheinungen fällen könne oder dürfe, solange diese noch andauern. Schließlich könne man einen Vorgang erst dann abschließend bewerten, wenn alle Fakten bzw. in diesem Falle alle Visionen vorlägen. media-374336-2

Diese weit verbreitete Auffassung, der sogar manche Medjugorje-Kritiker aufsitzen, klingt auf den ersten Blick logisch, ist aber aus zwei Gründen unzutreffend:

1. Laut Kirchenrecht ist der Ortsordinarius (also der amtierende Diözesanbischof) zuständig für Privatoffenbarungen, die in seinem Bistum vorkommen. Lehnt er ein Erscheinungsphänomen ab, dann ist es damit kirchlich nicht anerkannt. 

Bekanntlich ist der Fall Medjugorje so gelagert, daß der jetzige Bischof Dr. Ratko Peric sich ebenso eindeutig gegen die Echtheit der Medju-Visionen ausspricht wie sein Amtsvorgänger Zanic.

Darüber hinaus hat die (ex-)jugoslawische Bischofskonferenz diesem Erscheinungsort bereits zweimal ausdrücklich ihre Anerkennung verweigert, jeweils nach Abschluß von gründlich arbeitenden Untersuchungskommissionen   –   das kritische Urteil wurde also nicht etwa aus dem Ärmel geschüttelt.

Näheres dazu siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2013/11/10/medjugorje-kommission-der-bischofskonferenz-entschied-bereits-2009-ablehnend/

bildma12. Die zuständige kirchliche Leitung kann sehr wohl bereits zu einem negativen Ergebnis gelangen, solange angebliche Erscheinungen noch andauern. Angenommen, es zeigt sich, daß in den betreffenden „Botschaften“ theologische Irrlehren oder sonstige Irrtümer (die mit der Vernunft oder der Sittenlehre usw. nicht vereinbar sind) vorkommen, dann ist die Sachlage klar und kein weiteres Abwarten erforderlich. 

Zuständige Bischöfe haben sich mehrfach gegen Erscheinungen ausgesprochen, während diese noch fortdauerten bzw. teils noch jahrelang weiterliefen, etwa in den Fällen San Damiano oder Montichiari.

Besonders strikt war sowohl die bischöfliche wie auch die vatikanische Ablehnung der „Marienerscheinungen“ von Heroldsbach (1949 – 1951); alle Seherkinder wurden seinerzeit exkommuniziert. Allen katholischen Priestern war es unter unter Androhung von Kirchenstrafen verboten, nach Heroldsbach zu pilgern oder die dortigen Phänomene etwa in Predigten gutzuheißen.

Präzise Infos über die haarsträubenden theologischen Irrlehren der Heroldsbacher Botschaften siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/08/heroldsbach-und-die-%E2%80%9Ehimmelsvisionen%E2%80%9C/

Wenn der Ortbischof eine bestimmte Erscheinungsstätte ablehnt, welche weit über seine Diözese hinaus von Bedeutung ist, weil z.B. Pilgerscharen aus aller Welt nach dorthin strömen, dann kann sich der Vatikan zusätzlich damit befassen – so wie dies jetzt in der Causa Medjugorje geschieht (und auch betr. Heroldsbach der Fall war).

Dies ändert freilich nichts daran, daß an sich der jeweilige Oberhirte der Diözese kirchenrechtlich zuständig für die Beurteilung einer Privatoffenbarung ist, wobei er sein Urteil in der Regel erst fällt, nachdem eine von ihm eingerichtete Kommission ihre Untersuchungen abgeschlossen hat. Diese Vorgehensweise haben auch die erwähnten Bischöfe Zanic und Peric gewählt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Unhimmlische Drohung: Wie die Medjugorje-„Madonna“ den Bischof erpressen wollte

In der Dissertation (Doktorarbeit)  „Marienerscheinungen – Schein und Sein aus theologischer und psychologischer Sicht“ von Ivan Zeljko (veröffentlicht im Verlag Dr. Kovac) findet sich auf Seite 329 eine aufschlußreiche Begebenheit zu Medjugorje, die einmal mehr aufzeigt, daß die dortigen Marienvisionen, die angeblich bis heute andauern sollen, keinen himmlischen Stempel aufweisen.

Hieraus nun ein weiteres Beispiel   –  ergänzend zu den über 50 in diesem Forum veröffentlichten Medju-kritischen Artikeln:

Der Franziskaner Vlasic (damals Seelsorger der „Seher“) übermittelte Bischof Zanic (dessen ablehnende Haltung zu Medju bereits bekannt war) schriftlich  folgende Botschaft der „Gottesmutter“, die diese am 21.6.1983 dem „Seher“ Ivan mitgeteilt habe und die wir hier vollständig wiedergeben:

«Sag dem Vater Bischof, daß ich von ihm sofort eine Bekehrung zu den Ereignissen in Medjugorje verlange, sonst ist es einmal zu spät.

Er möge sich diesen Ereignissen mit viel Verständnis, Liebe und großer Verantwortung nähern. Ich möchte, daß er keine Spannungen zwischen Priestern schafft und daß er ihre Schwächen nicht hervorhebt. Der Heilige Vater hat allen Bischöfen für ihre Diözesen Aufgaben anvertraut, z.B. auch, Probleme und Streitigkeiten zu schlichten. Der Vater Bischof ist der Hauptvater für alle Pfarreien in der Herzegowina.

Deswegen verlange ich von ihm die Bekehrung zu diesen Ereignissen. Ich sende ihm damit die vorletzte Ermahnung. Wenn er nicht das ausführt, was ich ihm mitteile, wartet auf ihn mein Gericht und das Gericht meines Sohnes. Das bedeutet, daß er den Weg meines Sohnes Jesus nicht gefunden hat.»

Auf dem an den Bischof gerichteten Dokument Ivans heißt es abschließend: „Die Madonna befahl mir, Ihnen diese Botschaft  auszurichten. Ich grüße Sie sehr.  –  Bijakovici, 21.6.1983“

 


Medjugorje und der Franziskaner-Konflikt

 “The Catholic Herald” über kirchenpolitische Hintergründe

Die britische katholische Wochenzeitung “The Catholic Herald” veröffentlichte vor 9 Jahren einen kritischen Hintergrund-Bericht über Medjugorje,  der sich vor allem mit dem Grundkonflikt zwischen dem Bischof von Mostar (Weltklerus) und den Franziskanern in der Region Herzegowina beschäftigt. Diese jahrhundertealten Entwicklungen spielen in der Medjugorje-Causa eine gewichtige Rolle.

Der österreichische kath. Nachrichtendienst „kathpress“ publizierte am 28.7.2002 eine Übersetzung der Analyse von „The Catholic Herald“; hieraus folgen nun die wichtigsten Auszüge:

„Es stimmt, dass viele positive geistige „Früchte“ mit den behaupteten Erscheinungen in Medjugorje in Zusammenhang stehen. Fast jeder Katholik kennt jemanden, der erklärt, sein Leben hätte sich seit dem Besuch des Heiligtums grundlegend geändert.

Manche Pilger kehren heim mit Geschichten über rotierende Sonnen und Rosenkränze, die zu Gold werden, andere wiederum werden wahrhaftig und für immer bekehrt. Einige werden auch zu leidenschaftlichen Verehrern „Unserer Lieben Frau, Königin des Friedens“ (ihren Anhängern als „Gospa“ bekannt) und ihrer Mission, durch Versöhnung und Gebet den Weltfrieden herbeizuführen.

So ist es eine Ironie, dass gerade Medjugorje heute eine der größten Bedrohungen für die Einheit der katholischen Kirche darstellt. Denn viele fromme Medjugorje-Pilger nehmen vielleicht nicht zur Kenntnis, dass die Kirche gar nicht will, dass sie dorthin pilgern.

Die Glaubenskongregation hat schon 1995 alle öffentlichen Pilgerfahrten zum Heiligtum verboten. Bischof Ratko Peric von Mostar, der als Orts-Ordinarius der einzige kirchliche Autorität ist, über die Echtheit der Erscheinungen zu urteilen, ist überzeugt davon, dass es sich um Betrug handelt.

Derselben Meinung waren auch sein Vorgänger, Bischof Pavao Zanic, und die eins-tige Bischofskonferenz von Jugoslawien sowie die Mitglieder der drei offiziellen Kommissionen – jede von ihnen entschied negativ -, der ganze Diözesanklerus von Mostar und sogar die meisten Franziskaner dort zu Lande.

Es wird eine letzte, abschließende Untersuchung geben, die von Rom ausgeht und erst beendet wird, wenn entweder die Berichte über die Erscheinungen enden oder der letzte Seher gestorben ist. Die Normen der Kirche warnen davor, dass Fehler auftauchen könnten, wenn nur die „Früchte“ und nicht auch die „Ereignisse“ untersucht werden. Aber eine baldige, definitive Entscheidung ist eher unwahrscheinlich, da drei der ursprünglich sechs Seher erklären, dass ihnen die „Gospa“ lebenslang Erscheinungen versprochen habe – und eine zweite Generation von Sehern gibt es auch schon.

Seher haben finanziell profitiert

Günstig ist es für die Seher allemal, da sie durch ihren Status als Seher finanziell profitieren. Sie sind berühmt geworden und einige fuhren mit der „Gospa“, die sie auf Wunsch sofort herbeirufen können, durch die Welt. Sie hat eine offensichtliche Flexibilität, die sogar einige ihrer überzeugtesten Anhänger erstaunt hat.

Auf einer England-Tour soll der Seher Ivan Dragicevic sogar eine angekündigte „Erscheinung“ verschoben haben, damit er stattdessen ein Fußballspiel sehen konnte – mit dem Versprechen, dass die Gottesmutter auch nach dem letzten Anpfiff erscheinen würde. Ivan, der übrigens

mit der ehemaligen Schönheitskönigin und „Miss Massachusetts“, Loreen Murphy, verheiratet ist, wurde einmal von einem amerikanischen Reiseveranstalter als eine Persönlichkeit dargestellt, die für nur 500 US-Dollar eine persönliche Bekanntschaft mit der Madonna vermitteln könne. Er besitzt einen BMW und einen Mercedes sowie eine Villa im „deutschen Stil“ im lokalen Nobelviertel.

Sein Anwesen liegt dem Haus der Seherin Mirjana Dragicevic gegenüber, die einen Teil ihres Hauses in ein Gästehaus für Pilger umgewandelt hat – Erscheinungen sind hier im Arrangement miteinbegriffen. Alle Seher und Seherinnen sind verheiratet und bis auf einen besitzen alle Hotels in Medjugorje – im Unterschied zu Lucia Dos Santos und St. Bernadette Soubirous, die ein wesentlich weniger weltliches Leben führten, nachdem ihnen in Fatima bzw. Lourdes Marienerscheinungen zuteil geworden waren.

Der ehemalige Bischofs Zanic vermutete, dass die ganze Sache als Spaß begonnen habe, denn auf den ersten Blick erscheint sie auch als solcher. Die Kinder hatten nicht aufhören können, hysterisch zu lachen, z.B. als Jakov Colo während einer frühen Erscheinung der „Gospa“ fragte, ob sein Fußballteam „Dynamo“-Zagreb gewinnen werde. Nach einer ersten Woche von Erscheinungen, sagten die Kinder, die „Gospa“ würde „nur noch drei Tage“ erscheinen und die Visionen würden somit am 4. Juli 1981 enden.

Aber seitdem hat sie bei mehr als 30.000 Gelegenheiten gesprochen, hat jedem Seher 10 Geheimnisse anvertraut, große Zeichen vom Himmel versprochen, die sich aber nie ereigneten und – entgegen der seit zwei Jahrtausenden bestehenden Lehre der Kirche – erklärt, dass „alle Religionen vor Gott gleich sind“. Sie wurde zur ersten Apologetin einer Gruppe aufmüpfiger Franziskaner aus der Herzegovina erst, als P. Jozo Zovko, Pfarrer der Jakobskirche in Medjugorje, sich als „geistlicher Ratgeber“ der Kinder etablierte.

Madonna in „Herzegovina-Frage“ parteiisch

Was die örtlichen Bischöfe deutlich gegen die „Gospa“ einnahm, war ihre ausgesprochen parteiische Stellungnahme zur „Herzegovina-Frage“. Das ist der vatikanische Ausdruck für ein De-facto-Schisma, in das eine breite Minderheit von franziskanischen Mönchen aus der Herzegovina involviert ist, die nicht nur ihrem Bischof den Gehorsam verweigern, sondern sich auch dem Ordensgeneral und Rom selbst widersetzen.

In den achtziger Jahren wurden zwei dieser Mönche, P. Ivica Vego und P. Ivan Prusina, wegen Ungehorsam aus ihrem Orden ausgeschlossen – von einem vatikanischen Tribunal, das sich mit Bischof Zanic und dem Ordensgeneral beraten hatte. Die beiden Patres feierten aber weiterhin die Sakramente. 13 Mal teilte die „Gospa“ der Seherin Vicka Ivankovic mit, dass der Bischof falsch liege und ihre „Heiligen“ schuldlos seien, wobei dem Bischof die „Gerechtigkeit“ Gottes angedroht wurde, es sei denn, er widerrufe den Ausschluss (P. Vego zeigte bald, wie heilig er war und schwängerte eine Franziskanerin).

Als Bischof Zanic dann die Erscheinungen untersuchte, hätte er mit einer Kooperation seitens der Franziskaner gerechnet. Stattdessen beschimpften sie ihn öffentlich als einen „Wolf“, „Satan“ und einen „Heuchler“. Es war kaum eine Überraschung, dass Bischof Zanic bald zu dem Schluss kam, dass die sechs Kinder lügen  –  und daß er öffentlich P. Zovko und dessen Mitbruder P. Tomislav Vlasic beschuldigte, sie hätten der „Gospa“ Worte in den Mund gelegt. (…)

1985 schrieb er an den Theologen Rene Laurentin, der für die Echtheit der Erscheinungen eintritt, und klagte, dass „eine stolze Raserei viele der früher guten Gläubigen ergriffen hat… Man kann sich auf einen religiösen Krieg hier einstellen.“(…)

Der tiefste Grund des Grolls vieler Franziskaner gegen Rom war ihm bewußt: Während der 400-jährigen Geschichte waren die Franziskaner autonom gewesen; jetzt aber mussten sie auf Weisung der Kirche ihre Gemeinden abgeben – in einer Säuberungsaktion, die im Zweiten Weltkrieg begonnen hatte, als sie  –  den Anordnungen des Vatikans zum Trotz  –  die Ustascha, die kroatischen Faschisten, unterstützten, deren Grausamkeit sogar die SS schockierte.

In alle Ustascha-Gräueltaten, die mit der Kirche in Zusammenhang gebracht werden konnten, waren fanatisch-nationalistische Franziskaner aus der Herzegovina involviert. (…) Papst Pius XII. ging zuerst gegen die Mönche vor, indem er es 1942 vorzog, statt einem örtlichen franziskanischen Bischof einen Bischof aus dem Weltklerus für Mostar zu ernennen.

Die Rebellion, die darauf folgte, erreichte 1975 ihren Höhepunkt, als Papst Paul VI. ein Dekret herausgab, das den Mönchen die Frist von einem Jahr setzte, die umkämpften Gemeinden zu räumen.

Wie vorauszusehen, weigerten sie sich. Die Verteidiger von Medjugorje bestehen darauf, dass die Hercegovina-Frage und die Erscheinungen in keinem Zusammenhang stehen Die Diözese Mostar betont, dass hier sehr wohl ein sehr enger Konnex besteht.

Bischof Zanic sagte, dass die „Gospa“ benützt würde, den Ungehorsam der Mönche zu rechtfertigen. Don Ante Luburic, Ordinariatskanzler der Diözese, ging 1997 sogar so weit, Medjugorje als einen Ort „religiöser Unordnung, des Ungehorsam und antikirchlicher Aktivität“ zu beschreiben.

Traurigerweise hat sich die Lage dadurch verschärft, dass „Millionen von Leuten aus allen fünf Kontinenten“ die Mönche vertrauensvoll unterstützen. Die Kirche hat in der Herzegovina-Frage seit 1941 nur sehr kleine Fortschritte gemacht.

Während des Bosnien-Krieges, als kroatische Flaggen von der Jakobskirche in Medjugorje flatterten und Rosenkränze neben Nazisymbolen verkauft wurde, wurden unter der Fahne der „Königin des Friedens“ geschätzte 10 Millionen Pfund (umgerechnet 15.873.000 Euro) im Westen für Kriegs-Waisen gesammelt. Aber alles, was für dieses Geld hergezeigt werden kann, ist in Medjugorje eine Krippe für 40 Kinder, deren Mütter arbeiten müssen.

Wenige, vor allem der Bischof von Mostar, haben eine Ahnung, wo der Rest des Geldes verblieben ist; einige Quellen vermuten, dass etwa 70 Prozent in den Händen von „Warlords“ und organisierten Kriminellen gelandet sind. Das ist nicht Fantasterei: Mitte der neunziger Jahre fror die britische Charity Commission die Gelder des britischen „Medjugorje Appeal“ ein, als sich herausstellte, es sollten davon Handschellen für die Miliz der kroatischen HVO in der Hercegovina gekauft werden.

Papst Johannes Paul II. bleibt zurückhaltend

Die Bischöfe aus Ex-Jugoslawien – einhellig in ihrer Ablehnung der „Gospa“ – erinnerten im Beisein des Papstes bei der letztjährigen Bischofssynode in Rom an die Herzegovina-Frage, als Kardinal Vinko Puljic aus Sarajevo vor der ernsten Bedrohung der Einheit der gesamten katholischen Kirche durch die ungehorsamen Mönche warnte, die „in Medjugorje arbeiten und ihre Meinungen mit Hilfe von Pseudocharismen anderen aufdrängen“.

Der Papst seinerseits hat sich aus der Causa Medjugorje herausgehalten, indem er die Sache der Unterscheidungsgabe der lokalen Bischöfe überließ. Nachdem es weltweit ständig rund 300 Fälle behaupteter Erscheinungen gibt, könnte er sich um nichts anderes mehr kümmern, würde er sich mit jeder dieser Angelegenheiten persönlich auseinander setzen.

Wie auch immer, die Promotoren von Medjugorje bestehen darauf, der Papst habe in privater Form seine Zustimmung zu den Erscheinungen signalisiert. Sie zählen Bemerkungen auf, die er angeblich zu ihren Gunsten getan hat, vielleicht die bekannteste: „Lasst die Menschen nach Medjugorje pilgern, wenn sie sich bekehren, beten, beichten und Buße tun“.

Ein amerikanischer Katholik fragte einmal Erzbischof Pio Laghi, damals päpstlicher Nuntius in den Vereinigten Staaten, ob die Bemerkungen wahr seien und erhielt darauf folgende Antwort: „Obwohl dem Heiligen Vater und Amtsträgern des Heiligen Stuhls Bemerkungen über Medjugorje zugeschrieben werden, wurde keine einzige als authentisch anerkannt.“

Vielleicht das bedeutungsvollste Zeichen setzte der Papst im April 1997 bei seinem Besuch in Bosnien, als er nicht nur den Besuch Medjugorjes ablehnte, sondern auch nicht ein einziges Mal die umstrittene heilige Stätte erwähnte.

Kurz gesagt, all die Argumente sprechen gegen die Wahrscheinlichkeit, dass die Erscheinungen von Medjugorje authentisch sind. Als das zwingendste Argument bleiben nur die sogenannten geistigen „Früchte“ – die Bekehrungen, die Mehrung von Frömmigkeit und Anbetung, das Wiederfinden schon verlorenen Glaubens und vieles andere.

Auch zu diesem Argument vertritt Bischof Peric eine Meinung:

„Die geistigen Früchte, von denen hier sooft die Rede ist, beweisen nicht, dass sie aus Erscheinungen oder übernatürlichen Offenbarungen der Mutter Gottes resultieren. In dem Maß, in dem sie wahrhaft christlich sind, können sie als ein Werk des normalen Wirkens der göttlichen Gnade, des Glaubens an Gott, der Fürsprache der Jungfrau Maria und der Sakramente der katholischen Kirche interpretiert werden.  Damit ist noch kein Wort über die negativen Früchte gesagt“.

Entsprechend der kirchlichen Lehre kommen Früchte von authentischen übernatürlichen Phänomenen zuerst in jenen zum Tragen, die sie unmittelbar empfangen.

Doch scheinen die zwei Männer, die den Seherkindern von Anfang an am nächsten waren, nicht im eigentlichen Sinn bekehrt worden zu sein:

P. Vlasic, der in den siebziger Jahren in einem „gemischten“ Konvent in Zagreb mit einer Nonne ein Kind in die Welt gesetzt hatte, lebt nun in Italien, wo er – ironischerweise – zum zweiten Mal versucht, eine „gemischte“ Kommunität ins Leben zu rufen

P. Zovko wiederum ist einer jener 16 Mönchen aus der Hercegovina, die entweder durch Bischof Peric suspendiert oder überhaupt durch den Ordensgeneral P. Giacomo Bini aus dem Franziskanerorden ausgeschlossen wurden. Bini hatte während der letzten acht Jahre sogar damit gedroht, die ganze herzegovinische Provinz zu suspendieren.

Wie seine rebellischen Mitbrüder ignoriert Zovko die Zensuren des Bischofs – nicht nur dadurch, dass er weiter die Messe zelebriert und die Beichte abnimmt, obwohl er dazu keine Erlaubnis hat. Außerdem errichtete er – ohne bischöfliche Genehmigung – einen großen Konvent in Siroki Brijeg, in der Nähe von Mostar.

Die Finanzquellen bleiben ein Mysterium. Letztes Jahr schrieb der Bischof jedem einzelnen der 120 Franziskaner in der Hercegovina, um an ihren Gehorsam zu appellieren, aber ein Drittel widersetzte sich seinem Wunsch.

Davor hatten die Rebellen einen angeblichen „Erzbischof“ eingeladen – Srecko Franjo Novak, einen Ex- Seminaristen, der 700 Jugendliche in drei Kirchen firmte. Die Firmungen waren natürlich ungültig und verursachten beim lokalen Klerus und beim Bischof große Sorge.

Für viele steht Medjugorje nicht für die Erscheinungen der Jungfrau Maria, sondern vielmehr für den Ungehorsam gegenüber der legitimen kirchlichen Autorität: Ordensleute widersetzen sich ihren Vorgesetzten  –  und Katholiken aus aller Welt ignorieren die kirchliche Weisung, nicht nach Medjugorje zu pilgern.

Und noch viel ernster: Es verstärkt sich diese Haltung des Ungehorsams noch durch die Kardinäle und Bischöfe, die dort ebenfalls hinpilgern; durch dieses bewusste Ignorieren der Einschätzung des Ortsordinarius verstoßen sie gegen das Prinzip der Kollegialität, wie es in Abschnitt 23 der Konzilserklärung „Lumen Gentium“ definiert ist.

Sie helfen, das weiterzuführen, was einer der subversivsten Streiche in der Geschichte der katholischen Kirche sein könnte.“

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