Englischer Bischof will Anerkennung der Sterbesakramente als „Notfalldienst“

Der katholische Bischof Mark Davies aus dem westenglischen Shrewsbury richtete einen Appell an die Behörden, nachdem die Polizei Berichten zufolge einen Priester abgewiesen hatte, der dem katholischen Parlamentsabgeordneten Amess am Tatort die Sterbesakramente erteilen wollte.

„Jeder katholische Christ hofft, in der letzten Krise seines Lebens die Sakramente zu empfangen und vom Gebet der Kirche begleitet zu werden“, so der Oberhirte (siehe Foto).

Er fuhr fort: „Dies ist etwas, das in Krankenhäusern und Pflegeheimen gut verstanden wird, doch die Ereignisse nach dem mörderischen Angriff auf Sir David Amess zeigen, dass dies in Notfallsituationen nicht immer verstanden wird.“

Pater Jeff Woolnough begab sich am 15. Oktober zur Kirche, nachdem er erfahren hatte, dass Amess dort während eines Treffens niedergestochen worden war.

Berichten zufolge verwehrten Polizisten dem Priester den Zutritt zu dem sterbenden Katholiken. Stattdessen betete der Geistliche außerhalb der Polizeiabsperrung den Rosenkranz für Sir Amess.

Auf Nachfrage betonte die Polizei von Essex, dass es „von größter Wichtigkeit ist, dass wir die Integrität eines Tatorts bewahren und es den Rettungsdiensten ermöglichen, sich um die Bedürftigen zu kümmern.“

Die Journalistin Melanie McDonagh kritisierte die Entscheidung der Polizei, Pfarrer Woolnough nicht zum sterbenden Gläubigen zu lassen.

„Das beunruhigendste Element der Polizei-Erklärung ist, dass die Polizei ‚den Rettungsdiensten erlauben wollte, sich um die Bedürftigen zu kümmern‘. Auch und gerade ein Priester ist eine Rettungskraft, leistet Notdienst“, schrieb sie in der britischen Wochenzeitung The Spectator.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/englischer-bischof-fordert-die-anerkennung-der-sterbesakramente-als-notfalldienst-9356

Foto: Mazur/catholicchurch.org.uk.







Anglikanischer Bischof ist jetzt katholisch

Der frühere anglikanische Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, ist zur katholischen Kirche übergetreten. Das hat das „Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham“ am Donnerstag bestätigt. Der aus Pakistan stammende Kirchenmann werde mit Erlaubnis des Vatikan bald zum katholischen Priester geweiht werden.

Nazir-Ali selbst sprach von einem „weiteren Schritt im Dienst an unserem gemeinsamen HERRN und an seinem Volk“.

Er sei davon überzeugt, dass Anglikaner, „die den Lehren der Apostel, Kirchenväter und Konzilien anhängen wollen“, im katholischen Ordinariat am besten aufgehoben seien. „Die dortigen Regeln, die das legitime anglikanische Erbe bewahren, sind sehr ermutigend.“

Es bleibe für ihn „eine wertvolle Erfahrung“, anglikanischer Geistlicher in Pakistan und Großbritannien gewesen zu sein. Er bete auch künftig „für alle Teile der Kirche“.

Nazir-Ali wurde 1949 in eine Familie mit christlichem und muslimischem Hintergrund in Pakistan hineingeboren. An seinem 20. Geburtstag trat er der anglikanischen Kirche Pakistans bei. 1994 wurde er Bischof von Rochester.

Gegenüber dem „Daily Telegraph“ sprach Nazir-Ali, „von einem Mangel an Lehrautorität in der anglikanischen Kirche, einem Mangel an Zugehörigkeitsgefühl zu einer weltweiten Kirche“.

Der anglikanische Primas, Erzbischof Justin Welby von Canterbury, dankte Nazir-Ali „für seine jahrzehntelange hingebungsvolle Arbeit“ in der anglikanischen Gemeinschaft. Er versprach Gebete für Nazir-Ali und seine Frau Valerie, „auf dass dieser neue Schritt auf ihrer Reise sie in Christus näher zu Gott bringen möge“.

Seit seiner Gründung 2011 hat Personalordinariat über tausend bisherige anglikanische Pfarrer in die katholische Kirche aufgenommen. Die meisten von ihnen arbeiten jetzt als Diakone oder Priester.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-10/nazir-ali-bischof-anglikaner-christen-katholisch-uebertritt.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Österreich: Zwei doppelt-geimpfte katholische Bischöfe an Corona erkrankt

Der Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics ist Covid-infiziert und schwer grippekrank. Der 58-Jährige ist zweifach gegen Corona geimpft.

Heute (22.9.) wurde zudem bekannt, dass St. Pöltens Weihbischof Anton Leichtfried (54 J.) ebenfalls an Covid-19 erkrankt ist (er nur mit leichten Symptomen). Auch er hat bereits zwei Spritzen erhalten.  

Sowohl Zsifkovics als auch Leichtfried nahmen am 12. September 2021 an einem Gottesdienst mit Papst Franziskus in Budapest teil

Quelle und vollständige Meldung hier: https://kurier.at/chronik/burgenland/burgenland-bischof-aegidius-zsifkovics-ist-an-corona-erkrankt/401744232


Kolumbien: Bischof schenkt Militär 500 Bibeln

Der katholische Militärbischof von Kolumbien, Víctor Ochoa Cadavid, der für die geistliche Begleitung von Männern und Frauen im Dienst der inneren und äußeren Sicherheit zuständig ist, überreichte am vergangenen 10. August mehr als 500 Bibeln an die Mitglieder der öffentlichen Institutionen.

Der Oberhirte wies darauf hin, dass er mit diesem Geschenk die gläubigen Beamten unterstützen wolle, wenn es darum gehe, „im Respekt vor der Religionsfreiheit, aber auch im Respekt vor der Justizbehörde“ zu leben und zu handeln.

Ebenso versicherte er, dass das Wort Gottes für viele dieser Beamten in ihrem Leben eine wichtige Quelle ist, die zu großen sittlichen und menschlichen Werten inspiriert. „Für die Polizei ist das Wort Gottes eine Ermutigung und Teil ihrer Werte, mit dem Motto, das uns inspiriert: der Einsatz für Gott und das Vaterland“.

Die feierliche Zeremonie fand im Hauptquartier der Polizei-Generaldirektion in Anwesenheit von General Jorge Vargas Valencia, dem Polizeichef, mehreren Generälen, Offizieren und zivilen Mitarbeitern statt.

Quelle: Fidesdienst


Frankreich: Bischof kritisiert Corona-Politik

Der katholische Oberhirte Marc Aillet ist für die Bezirke Bayonne, Lescar und Oloron an der Südatlantikküste verantwortlich. In einem Hirtenbrief stellt der Bischof mit vorsichtigen, aber klaren Worten die Haltung der Regierung in der Corona-Krise in Frage.

Vor allem kritisiert er die «Impfstrategie» und die Forderung nach dem diskriminierenden «Gesundheitspass», der in Frankreich eingeführt werden soll.

Den Gesundheitspass in Frankreich erhält nur, wer den Nachweis über eine vollständige Impfung oder einen negativen Test vorweisen kann, der höchstens 48 Stunden alt ist. Der Zutritt zu Kinos, Theatern oder Museen wird von diesem Pass abhängig gemacht.

Bischof Aillet betont, dass sich viele Menschen «unter Zwang» impfen liessen, um den Arbeitsplatz nicht zu verlieren und ihre Familien nicht zu gefährden – und um die Freiheit zu geniessen, weiter in Kinos, Restaurants oder auf Reisen gehen zu können. Er spricht vom «sozialen Tod» jener, die sich gegen die «Anreize» wehren, die Medien und das öffentliche Narrativ vermitteln.

Der Oberhirte fragt auch nach der moralischen Vertretbarkeit des „Impfstoffes“, ob es sich tatsächlich um eine Art «Gentherapie» handle und ob es nicht problematisch sei, dass bei der Erprobung, Entwicklung und Herstellung dieser Genpräparate die Zell-Linien abgetriebener Föten verwendet werden.

Quelle und vollständiger Text hier: https://corona-transition.org/franzosischer-bischof-viele-lassen-sich-unter-zwang-impfen-aus-sorge-um-den


Kath. Kirche in den USA: Junge Priester im Spannungsfeld von Gewissen und „Gehorsam“

Von Dr. Edith Breburda

Es gibt viele Pfarrer in den USA, darunter vor allem jüngere Geistliche, die theologisch konservativ denken oder sogar besonders der kirchlichen Tradition verbunden sind, etwa durch die Zelebration der überlieferten Messe.

Doch gerade dies ist es, was einige progressive Bischöfe erzürnt, vor allem, wenn diese Priester sich kritisch mit der Gender- und Abtreibungspolitik der Biden-Administration befassen oder skeptisch über die staatlich-kirchlichen Restriktionen im Gottesdienst äußern.

Solche engagierten Priester sind den zeitgeistlichen Oberhirten ein Dorn im Auge – und so bekommen diese meist jüngeren, unangepaßten Pfarrer womöglich einen Anruf von ihrem Oberhirten, der ihnen kurzerhand mitteilt, dass sie ihre Koffer packen sollen. Es bleiben ihnen nur wenige Tage, um ihr Pfarrhaus zu räumen. Was haben diese so rigide bestraften Diener Gottes verbrochen, fragt man sich...

Ein Paradebeispiel dafür ist Pfr. James Altman (siehe Foto). Er hatte bis zum 8. Juli 2021 seine Gemeinde im idyllischen La Crosse (US-Bundesstaat Wisconsin) zu verlassen – dort, wo Präsident Biden vor ein paar Tagen weilte, um sich unweit von Altmans Pfarrei eine Eiscreme zu kaufen. Was soll man auch anders in Milchland der USA konsumieren?

Der Präsident war bestimmt nicht gekommen, um den Wallfahrtsort von „Our Lady of Guadalupe“ aufzusuchen, den Kardinal Burke in der Stadt am Mississippi errichtet hatte, als er selbst noch Oberhirte der Diözese von La Crosse war, die dem Hl. Josef geweiht ist.

Ein berühmter Sohn des Bistums ist der von Papst Franziskus am 18. November 2017 selig gesprochene Kapuzinerpater Solanus Casey. Er widmte sein Leben den Gläubigen und wurde geliebt, weil es immer ein Ohr für sie hatte. Er verstand sie und teilte vollen Herzens ihre Sorgen, egal, zu welcher Zeit die Menschen bei ihm anklopften.

Der selige Pater Solanus demonstrierte, dass ein gewöhnlicher Mann aus dem Glauben heraus katholische Werte von Generation zu Generation weitergeben kann.

Dies ist ein Anliegen, welches gerade junge Priester in den USA inspiriert. Deshalb ist es für sie unverständlich, dass ihre Oberhirten sie fallen lassen, wenn sie versuchen, die Lehre der katholischen Kirche entschlossen zu verkündigen, sei es gelegen oder ungelegen.

Dabei hat Kardinal Leo Burke den wunderschönen Wallfahrtsort, „Our Lady of Guadalupe“ auch deshalb errichtet, um hierdurch der Ungeborenen zu gedenken. (Siehe das hier abgebildete Denkmal der Mutter mit den kleinen Säuglingen auf ihrem Arm im Park der Pilgerstätte.)

Und rufen nicht auch die Evangelikalen seit langem dazu auf, den Kindermord an den Ungeborenen zu beenden?! Sie sind es vor allem, die von einer lauen, schläfrigen Kirche sprechen, die es nicht wagt, gegen die heutigen verhängnisvollen Praktiken anzugehen.

Vehement prangern gläubige Christen an, dass ein Präsident, der nichts für das Lebensrecht der Ungeborenen tut, sondern dieses weiter unterhöhlt, ein Skandal auf zwei Beinen ist. Sie fordern, dass die Kirchenmänner tapfer auftreten und das Lebenrecht ohne Angstanfälle verteidigen.

Mutter Theresa sah bereits 1979 in ihrer Friedensnovelpreis-Rede die Abtreibung als den größten Zerstörer des Friedens an.

Es ist nicht verwunderlich, dass junge Geistliche dem Stillschweigen der liberalen Oberhirten Einhält gebieten und von der Kanzel aus das verurteilen, was viele ihre Mitbrüder um des lieben bzw. faulen Friedens willen tolerieren. Diese Priester, die nicht mit den Wölfen heulen, riskieren jedoch, durch ihre klaren Predigten von heute auf morgen von ihrem Priesteramt suspendiert zu werden.

Ein Anruf des Bischofs und Pfarrer Altman erging es wie so vielen seiner mutigen Mitbrüder, denen vorgehalten wird, sie würden mit ihrer klaren Linie „ihre Gemeinde spalten“. Dieser Vorwurf ist leicht bei der Hand, zumal wenn sich ein Priester in einer Predigt deutlich ausdrückt und dabei nicht jedes Wort vorher genau abwägt.

James Altman ist ein ausgebildeter Jurist, der 12 Jahre in seiner Kanzlei tätig war und danach Kirchenrecht studierte. Dank seiner Vorbildung weiß er vermutlich, wie er sich kirchenrechtlich verteidigen kann. Dem Vernehmen nach hat er Rekurs (Beschwerde) gegen seine Amtsenthebung in Rom eingelegt.

BILD: Die Kirche von La Crosse, der Pfarrgemeinde von Pfr. Altman

Nun kann er aber zusehen, was mit seinen 90-jährigen Eltern geschieht, die bei ihm im Pfarrhaus gewohnt haben. – Neben seiner riesengroßen Dogge müssen sie nun alle die Pfarrgemeinde verlassen.

Bischof William Patrick Callahan hat Pfarrer Altman mit der Amtsenthebng zugleich die Ausübung einiger priesterlichen Vollmachten entzogen. Er darf die Hl. Messe nur noch alleine (bzw. lediglich im Beisein der Eltern) feiern und erhielt ein Predigtverbot. Er darf keine Sakramente spenden und muss sich einer 30-tägigen Einkehr unterziehen, damit er sozusagen mit sich selbst ins reine kommt.

Er muss innerhalb der Diözese wohnhaft bleiben und sich regelmäßig mit dem Generalvikar treffen. Wenn der Priester den Auflagen nicht nachkommt, wird der Bischof weitere Sanktionen erteilen. (1)

Doch viele Gälubige im mittleren Westen der USA stehen auf und stellen sich hinter ihre gemaßregelten Priester. „Jemand, der Abtreibung duldet, kann keine Kommunion erhalten. Er gibt ein Ärgernis“, sagt Liz Yore zur Debatte um Biden; sie ist die Human Rights Anwältin, Aktivistin und Gründerin von „Yore Children.

„Katholiken haben genug von Regierungen, welche die Religionsfreiheit massiv beeinträchtigen. Genug ist genug, wir lassen uns das nicht mehr gefallen“, berichtet eine sichtlich erregte Dame in dem Video des Blogs Choosing-Him vom 7.7. 2021 (2)

Der amerikanische Bischof Joseph Strickland hat Pfarrer Altman inzwischen grundsätzlich verteidigt, seinen Kampf gegen Abtreibung gewürdigt, ihn aber zugleich aufgefordert, dem Bischof gegenüber gehorsam zu sein, weil das nun einmal die Pflicht eines Priesters sei. (3)

Quellenhinweise:

  1. https://www.complicitclergy.com/2021/07/08/breaking-bishop-callahan-cancels-fr-altman/
  2. https://choosing-him.blogspot.com/2021/07/brave-young-cadre-of-priests-fighting.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+choosing-him+%28……..Choosing-Him%29
  3. https://m.youtube.com/watch?v=yjk7AVuk0EA

Bischof Overbeck will die Sexualmoral ändern

Von Felizitas Küble

Am 19. März 2021 veröffentlichte die amtliche Webpräsenz des Bistums Essen einen Artikel mit dem Titel: „Bischof Overbeck wirbt für kirchliche Neubewertung der Homosexualität“.

Der dortige katholische Oberhirte, der früher als Weihbischof in Münster amtierte, wandte sich in einem Brief an die Pfarrgemeinden seiner Diözese, um dort seinen Ungehorsam gegenüber dem Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation zu unterstreichen, das eine Segnung homosexueller Partnerschaften verbietet.

Passenderweise ziert diesen Beitrag ein banales Bild mit Riesenlettern „Glaube – Sex“.

Bischof Franz-Josef Overbeck berichtet – feministisch „korrekt“ – von Zuschriften „vieler Seelsorgerinnen und Seelsorger“, die ihm eine „offene Ablehnung der lehramtlichen Position“ mitgeteilt hätten.

Statt diesen Zeitgeistlichen und Laien nun die Leviten zu lesen oder zumindest das theologische Einmaleins zu verklickern, betrachtet der progressiv ausgerichtete Würdenträger dies als eine Causa, „die nicht mehr ignoriert werden darf“.

Angesagt sei jetzt eine „ernsthafte und zutiefst wertschätzende Neubewertung der Homosexualität“, läßt der Herr Bischof ernsthaft verlauten. Wohlgemerkt: Er spricht nicht von einer Wertschätzung der gleichgeschlechtlich geprägten PERSONEN, was durchaus theologisch korrekt wäre, sondern ausdrücklich von der „Homosexualität“ an sich!

Damit von seinen Schäflein niemand auf andere bzw. vernünftige oder gar biblische Gedanken kommt, wehrt er vorsorglich gleich ab, man dürfe nicht etwa „fundamentalistischen Versuchungen“ erliegen.

Es wäre auch zu traurig, wenn Gläubige das überlieferte „Schriftzeugnis, Lehramt und Tradition“ eins zu eins für voll nähmen; vielmehr müssen diese drei Säulen christlichen Glaubens – so Overbeck – in unsere Zeit mit ihren „Zeichen“ übersetzt werden, schließlich sei doch die Tradition „ein lebendiges Geschehen“.

Gewiß, Herr Bischof, lebendig schon, aber nicht widersprüchlich in den wesentlichen Aussagen der Kirche.

Was jahrtausendelang gemäß der Heiligen Schrift als Botschaft Gottes verkündet wurde, kann nicht heute plötzlich falsch sein, nur weil einige Oberhirten theologisch stärker mit dem Zeitgeist als mit dem Heiligen Geist verbunden sind.

Im übrigen wäre Overbeck nie zum Bischof geweiht worden, wenn er nicht vor diesem feierlichen Geschehen versprochen hätte, sich als Oberhirte voll und ganz an der Lehre der Kirche zu orientieren.

Sein Amt ist eben nicht nur Würde, sondern auch Bürde, nicht nur Lust, sondern auch Last – wenn man den notwendigen Widerstand gegenüber heutigen „Reform“-Forderungen überhaupt als „Bürde“ und „Last“ definieren will, womit man diesen angepaßten Hierarchen schon weit genug entgegenkäme, denn die Offenbarung Gottes und seine Schöpfungsordnung sollten für alle Kirchenvertreter höchst erfreulich sein und beileibe nicht nur Pflichterfüllung – aber selbst diese wird noch verweigert.

Ein Bischof hat grundsätzlich weder seine eigenen Spleens zu verkünden noch dubiose Pseudo-Anliegen von „Seelsorerinnen und Seelsorgern“, sondern die zeitlose Botschaft des Ewigen, die für alle Gläubigen verbindlich ist – auch und vor allem für Bischöfe.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Chinesischer Bischof tot: 27 J. Zwangsarbeit

In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 2020 ist Bischof Andreas Han Jingtao, „nicht offizieller“ Bischof von Siping in der Provinz Jilin (Festlandchina), gestorben.

Am 26. Juli 1921 wurde er in Shanwanzi (Weichang, Hebei) als Sohn einer katholischen Familie geboren. Am 14. Dezember 1947 wurde er zum Priester geweiht.

Wegen seines starken Glaubens und seiner Papsttreue wurde er 1953 verhaftet und zu 27 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, von denen 6 isoliert in einem Bunker inhaftiert war.

Dank der Intervention von stellv. Präsident Deng Xiaoping wurde er 1980 in Anbetracht der Leistungen, die er als Wissenschaftler für den Staat erbringen konnte, freigelassen.

Er lehrte an der Changchun Normal University und am Institut für Geschichte der klassischen Zivilisation an der Normal University of the Northeast mit dem Titel eines außerordentlichen Professors. Dabei führte er viele chinese Studierende in das Studium der lateinischen und griechischen sowie der klassischen westlichen Kultur ein.

Zu seinen Hauptwerken gehört die Übersetzung der Summa Theologiae des hl. Thomas von Aquin ins Chinesische.
Am 6. Mai 1982 wurde er im Untergrund zum Bischofskoadjutor von Siping geweiht, wo er 1986 nach dem Tod von Bischof Chang Zhenguo zum ordentlichen Bischof ernannt wurde. 1993 gründete er die erste Klinik und das erste Altersheim der Diözese sowie ein Waisenhaus.

In den letzten Jahren lebte Bischof Han Jingtao unter strenger polizeilicher Kontrolle. Nach der Beerdigung, an der weder Geistliche noch Gläubige teilnehmen konnten, wurde die Leiche eingeäschert. Dank der beharrlichen Bitte der Familienmitglieder erlaubten die örtlichen Behörden, die Asche des Prälaten neben den Eltern auf den Friedhof des Heimatdorfes beizusetzen.

Auf seinem Grabstein durfte weder ein religiöses Symbol noch der Titel eines Bischofs erwähnt werden.

Quelle: Fidesdienst


Der heilige Moses bekehrte die Sarazenen

Die katholische Kirche verehrt auch die Gerechten des Alten Bundes, im überlieferten Ritus wurden einige von ihnen sogar im liturgischen Hochgebet erwähnt (z.B. Abraham, Melchisedeck). Zu diesen Vorbildern aus dem Judentum gehört auch Moses, Prophet und Führer der Hebräer.

Es gibt aber auch einen heiligen Moses aus der nachbiblischen Zeit, dessen Gedenktag die katholische und auch die orthodoxe Kirche heute – am 7. Februar – feiert. Er lebte als Einsiedler in der Region Rhinocolura in Ägypten, wurde zum Priester und Bischof geweiht.

Er bestand darauf, nicht vom Erzbischof von Alexandria geweiht zu werden, weil dieser ein Arianer war (und somit die Gottheit Christi leugnete), sondern von einem rechtgläubigen katholischen Bischof aus Ägypten, der von Arianern ins Exil verjagt wurde. Moses starb um 390 in Ägypten.

Er, der wahrscheinlich selber von den Sarazenen abstammte, ging als Glaubensbote zu diesem nordafrikanischen Nomadenstamm und führte viele von ihnen zu Christus. Beim Namen „Sarazenen“ denken wir gleich an islamische Araber des frühen Mittelalters, aber dieser Ausdruck wurde auf sie übertragen.

.


Mord an hilfsbereitem Priester in Italien

.
Der katholische Priester Roberto Malgesini ist im norditalienischen Como offenbar hinterrücks erstochen worden. Ein obdachloser Tunesier soll den 51-Jährigen plötzlich mit einem Küchenmesser angegriffen haben, als dieser auf einer Piazza Nahrungsmittel an Bedürftige verteilte.

Der Geistliche war als Seelsorger der Armen bekannt. Weit über Como hinaus sorgt der Mord vom vorigen Dienstag für Entsetzen.

„Er war ein glücklicher Mensch und Priester“, sagt Ortsbischof Oscar Cantoni zu Radio Vatikan über den Ermordeten. Der katholische Oberhirte lud am Dienstagabend die Gläubigen von Como in die Kathedrale ein – dort wurde für den Ermordeten und für seinen Mörder gebetet.

Bischof Cantoni war mit Malgesini eng befreundet. „Ich erinnere mich an ihn mit großer Verehrung. Ich glaube, man kann ihn einen Märtyrer der Nächstenliebe nennen.“

Für Pfarrer Malgesini gehörte es zum Alltag, den Bedürftigen in seiner Pfarrei zu helfen. Jeden Morgen drehte er eine Runde, damit sie etwas zum Frühstück hatten – auch während der Corona-Einschränkungen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-09/como-malgesini-mord-priester-italien-migrant-arme-tod-interview.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE