Synodaler Sonderweg: Erklärung des „Forum Deutscher Katholiken“ zur Schelte des Vatikan

Der Synodale „Reformprozess“ mit dem irrigen Verständnis, die Kirche sei eine quasidemokratische Institution, aber nicht die Stiftung Jesu Christi, in der sein Wort und die Lehre seiner Kirche gelten, ist zurecht durch die Intervention der Bischofskongregation in Rom mit Kurienkardinal Quellet korrigiert worden.

In der Vorbereitung des „Synodalen Weges“ wurde zudem außer Acht gelassen, dass die Inhalte der vier Hauptforderungen die Kompetenzen der Ortskirche übertreffen, weil sie die Weltkirche betreffen:

Frauen den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern gewähren, den Pflichtzölibat abschaffen, in der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen positiv anerkennen.

Die eigentlichen Probleme der deutschen Ortskirche, der Glaubensverlust und die Notwendigkeit von Evangelisierung und Katechese, fehlen auf der Agenda des „Synodalen Prozesses“.
Die mahnenden Worte von Papst Franziskus und seine Hinweise auf die Defizite wurden mit „Ermutigung“ quittiert.

Der penetrante Versuch, die sexuellen Missbrauchsfälle zu instrumentalisieren, um eine „andere Kirche“ zu schaffen, ist demaskiert.
Wir brauchen in Deutschland keine „Zweite Reformation“, sondern die Umkehr zu Gott und zur Lehre der Kirche!

Das „Forum deutscher Katholiken“ dankt den Bischöfen, insbesondere Erzbischof Woelki und Bischof Voderholzer, dass sie in dieser schwierigen Situation immer wieder den Glauben der Kirche in Erinnerung rufen.

Prof. Dr. Hubert Gindert , Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“


Eritrea: Katholische Bischöfe beklagen Beschlagnahmung von kirchlichen Schulen

Nach der Enteignung von Krankenhäusern und Apotheken beginnt die Regierung in Eritrea nun mit der Beschlagnahmung von Schulen, die von religiösen Gemeinden getragen werden.

In den letzten zwei Jahren wurden 29 Kliniken beschlagnahmt und in den letzten Wochen sieben Schulen (davon vier katholische Schulen).

Zu dieser erzwungenen Verstaatlichung äußerten sich nun auch eritreische Kirchenvertreter, darunter Erzbischof Mengistheb Tesfamariam von Asmara. 

Er und drei weitere Bischöfe schreiben in einem an den Bildungsminister Semere Re’esom gerichteten Brief:

„In Anbetracht dessen, dass die Maßnahmen, die gegen unsere Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ergriffen werden, gegen das Gesetz verstoßen und die Religionsfreiheit sowie die Ausübung des Glaubens, der Mission und ihrer sozialen Dienste stark beeinträchtigen, fordern wir, dass die jüngsten Beschlüsse überprüft werden und die daraus resultierende Vorgehensweise unverzüglich gestoppt wird.“

 Zudem wird beklagt, daß die Regierung jeden Gesprächswunsch von bischöflicher Seite abgelehnt habe.

Quelle: Fidesdienst


Warum viele Katholiken besorgt sind

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Mit dem Advent 2019 beginnt der „Reformprozess“ in der deutschen Ortskirche unter der Bezeichnung „Der synodale Prozess“. Zwei Aussagen sollen verdeutlichen, warum Katholiken in Deutschland in Sorge sind:

Der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, äußerte in einem Vortrag in Münster am 25.5.2019:

„Die alte Zeit ist zu Ende! Wir sind in einer Krise und stehen an einer Zäsur, die vielleicht noch tiefer geht als die Reformation“ – „Der synodale Weg muss ergebnisoffen sein.“ – „Der Prozess muss in verbindliche Ergebnisse münden.“ – „Die Kritik an der Kirche muss Gehör finden, damit es zu einem echten Kulturwandel kommt.“

BILD: Prof. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat seine „Kernforderungen“ auf seiner Vollversammlung am 10. u. 11. Mai 2019 dargelegt. Sie werden als „Grundlage einer Beteiligung des ZdK am synodalen Weg“ mit den Bischöfen vorgelegt.

Die Agenda des ZdK enthält u.a. folgende Punkte:

  • Frauen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern gewähren
  • den Pflichtzölibat abschaffen
  • in der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen und Lebenswirklichkeiten positiv anerkennen
  • Entscheidungskompetenz für alle Getauften auf allen Ebenen der Kirche verwirklichen

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) hat in der Abteikirche Rohr seine Bedenken gegen den geplanten „Synodalen Weg“ geäußert.

Von den Themen, die auf die Tageordnung des „Synodalen Weges“ gesetzt werden sollen, nannte er exemplarisch „Die Liberalisierung der Sexualmoral, Anerkennung homosexueller Partnerschaften, Synodalisierung der Kirchenleitung“. Sie bewirken nach seiner Ansicht eine „Angleichung der Kirche an die protestantischen Glaubensgemeinschaften“.

Es gebe Themen, so der Regensburger Oberhirte, über die man als christliche Gemeinschaft, die sich auf das Neue Testament beruft, nicht „ergebnisoffen“ abstimmen könne, „sondern nur entscheidungsfordernd“.

Bischof Voderholzer weiter: „Die Themen der Agenda des Synodalen Weges blieben hinter der Frage zurück „Wie der Glaube so gestärkt werden“ könne, „dass es die Menschen drängt, am Sonntag Christus, seine Auferstehen und unsere Hoffnung zu feiern“.

Papst Franziskus hat in seinem Schreiben „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ betont, „dass die Evangelisierung unser Leitkriterium sein muss“, es sei notwendig „den Primat der Evangelisierung zurückzugewinnen“.

Der geplante Ablauf der Synode sichert den Veranstaltern, dass sie ihre Vorhaben wie geplant durchbringen. Der „Reformprozess“ hat, soweit bisher bekannt drei Foren: „Macht, Partizipation und Gewaltenteilung“, „Priesterliche Lebensform“ und „Sexualmoral“.

Die Bezeichnungen umschreiben „weich“ und „verschleiernd“ die angestrebten Ziele.

Nehmen wir die Zusammensetzung der Foren hinsichtlich der Bischöfe:

In das Forum „Macht, Partizipation und Gewaltenteilung“ sind die Bischöfe Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, Gebhard Fürst, Bischof von Stuttgart-Rottenburg und Gregor Maria Hanke OSB von Eichstätt berufen.

In das Forum „Sexualmoral“ wurden die Bischöfe Franz-Josef Bode, Osnabrück, Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Heiner Koch, Erzbischof von Berlin berufen.

In das Forum „Priesterliche Lebensform“ sind Felix Genn, Bischof von Münster, Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz und Wolfgang Ipold, Bischof von Görlitz berufen.

Das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ steht zum jetzigen Zeitpunkt (3.9.19) noch nicht fest. Zum Vorbereitungsteam gehören Franz Josef Bode, Bischof von Osnabrück, Michael Gerber, Bischof von Fulda und Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg.

Die Sorge der lehramtstreuen Katholiken bleibt bestehen.


Philippinen: Oberstes Gericht gegen Homo-Ehe

Der katholische Bischof Ruperto Santos von Balanga erklärt zum Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 3. September, das eine umstrittene Petition zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe abwies:

„Mit der Entscheidung, die gleichgeschlechtliche Ehe nicht zu legalisieren, bestätigten unsere Richter, was richtig ist, und bekräftigten die natürliche und ethische Form der Ehe. Dass es keine Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Personen geben soll, stärkt die Heiligkeit der Ehe und die Stabilität der Familie auf den Philippinen.“

Mehrere andere philippinische Bischöfe äußerten sich zu dem Urteil und bekräftigt, dass die Beziehungen zwischen Personen gleichen Geschlechts weder mit einer religiösen noch mit einer bürgerlichen Ehe legalisiert werden sollten.

Bischof Arturo Bastes von Sorsogon bezeichnete den Vorstoß als „unmoralisch“ und lobte den Obersten Gerichtshof für die Verteidigung der „wahren Natur der Ehe“.

Quelle: Fidesdienst

 

 


Piusbruderschaft warnt vor „Synodalem Weg“

Pressemitteilung der Priesterbruderschaft St. Pius X.:

Mit dem „Synodalen Weg“ tritt die katholische Kirche in eine neue Phase katastrophaler Reformen ein. Statt der Rückbesinnung auf die Tradition und den Kern des katholischen Glaubens entfernt sich die Kirche weiter von ihren Wurzeln.

Pater Stefan Pfluger, der deutsche Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., warnt daher vor der unheilvollen Allianz mit dem „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ sowie einem deutschen Schisma.

Das kirchliche Leben ist – nicht nur in Deutschland – in einer tiefen Krise.

Innerhalb von nur einem Jahr sind die Kirchenaustritte um 29 Prozent in die Höhe geschnellt. Gleichzeitig sind innerkirchliche Traditionsbrüche unübersehbar und haben schwere Folgen.

Der geplante „Synodale Weg“ ist dafür ein anschauliches Beispiel. Besonders verhängnisvoll für dessen Ergebnis ist die Beteiligung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

Dieses hat zur Bedingung seiner Teilnahme gemacht, dass Mehrheitsbeschlüsse der Synode in Folge bindend seien – und das, obwohl es weder ein Organ der Kirche noch eine repräsentative Vertretung der katholischen Laien in Deutschland ist.

Auf der Agenda des ZdK stehen zahlreiche Punkte, die sich mit der katholischen Lehre nicht vereinbaren lassen: unter anderem Zugang für Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und ein Ende der traditionellen katholischen Sexualmoral.

Trotzdem haben sich die deutschen Bischofe ohne Gegenstimmen und mit nur vier Enthaltungen dafür entschieden, diesen synodalen Prozess ausgerechnet mit dem ZdK zu beschreiten.

„Ist das ZdK mit seinen extremen Forderungen erfolgreich, droht tatsächlich ein deutsches Schisma“, befürchtet Pater Stefan Pfluger und mahnt mit den Worten des Gründers der Piusbruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre: „Wenn man die Kirche retten will, muss man zu den wahren Quellen des Glaubens zurückkehren.“

Unter der Mailanschrift kontakt@fsspx.de können Interessierte die kostenlose Orientierungshilfe „Ist die Kirche in Deutschland noch zu retten?“ bestellen, welche die Priesterbruderschaft St. Pius X. zum „Synodalen Weg“ herausgegeben hat.

 

 


Homosexueller Pfarrer ärgert sich über die Kardinäle „Müller und Brandmüller“

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Unverschämt katholisch sein“ hat ein Pfarrer aus Hamm in diesem Jahr sein Buch veröffentlich, in dem er sich als homosexuell outet. Soweit nicht weiter aufregend – in heutigen Zeiten jedenfalls. 

Der 52-jährige Priester Bernd Mönkebüscher wurde am 30. August 2019 von Christiane Florin im Deutschlandfunk wohlwollend und ausführlich interviewt. Die linksliberale Publizistin bezeichnet sein Buch als „Mischung aus Streit- und Bekenntnisschrift“.

Wenngleich Homosexuelle statistisch eine Minderheit sind, so werden sie von Politik und Medien teilweise regelrecht hofiert und insofern bevorzugt behandelt. Man fragt sich, wo hier die sonst so vielgepriesene „Gleichstellung“ bleibt.

Auf die Frage, wie die Reaktionen auf sein homosexuelles Selbstbekenntnis ausgesehen haben, antwortet der Geistliche zufrieden: „Alle positiv.“ – Er sieht auch keinerlei Gefahr, von seinem Paderborner Bischof Becker „eins auf den Deckel zu kriegen“. Zudem gäbe es in einigen Bistümern sehr wohl kirchliche Segensfeiern für Homo-Paare, teils mit Wissen des jeweiligen Oberhirten.

Wie bereits erwähnt: Wer sich heutzutage öffentlich als gleichgeschlechtlich präsentiert, schwimmt auf einer Welle des Beifalls bis hinein in kirchliche Kreise.

Merkwürdig wirkt freilich der Buchtitel „Unverschämt katholisch sein“, denn als Florin den Priester am Schluß des Gesprächs fragt, ob er sich „schämt, katholisch zu sein“, antwortet er: „Manchmal ja.“

BILD: Kardinal Gerhard Müller betont die Schöpfungsordnung Gottes und die Bedeutung von Ehe und Familie

Als Begründung verweist der Geistliche auf zwei theologisch konservative Würdenträger, nämlich „die Kardinäle Müller und Brandmüller“ und spricht kritisch über „Äußerungen von Menschen dieser Kategorie“.

Dabei sind es doch gerade Reformkatholische und Homosexuelle, die häufig fordern, Menschen nicht in Schubladen zu stecken, also anders gesagt: nicht in „Kategorien“.

Außerdem widerspricht sich Pfarrer Mönkebüscher selber:

An einer anderen Interview-Stelle hat er sich nämlich skeptisch über jene Bischöfe geäußert, die herumeiern und sich nicht klar festlegen (immerhin die meisten Oberhirten in Deutschland).

Mit Recht erklärt er daher, er könne „eher“ mit einem Bischof leben, der sagt: „Ich bin dagegen aus den und den Gründen“, denn das sei „eine klare Position“. Er fügt hinzu: „Ich finde, das ist anders als so schwammige Aussagen: „Ja, Weltkirche und ich weiß auch nicht  …“.

Na also – dann möge er doch zufrieden sein, wenn sich die Kardinäle „Müller und Brandmüller“ eindeutig positionieren, statt diese Kirchenmänner ironisch und kryptisch als „Menschen dieser Kategorie“ zu betiteln.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

„Missio“ unterstützt Gretas Schulschwänzer

Von Felizitas Küble

Man ist allmählich Kummer gewohnt in puncto Hochjubeln von Gretas Kinderkreuzzügen „fürs Klima“ auch von kirchlicher Seite.

Wenn hingegen fromme evangelikale Schüler an bestimmten üblen Theaterstücken im Rahmen des Sexunterrichts nicht teilnehmen, gibt es Knasttage für die Eltern, mindestens aber Bußgeldzahlungen, obwohl es sich nur um wenige Stunden handelt – und die Sexualkunde zudem kein Basisfach ist.

BILD: Wahlkampfplakat der Grünen  – beim „Klima“ spielt auch die Schulpflicht plötzlich keine Rolle mehr

Ganz anders läuft es freilich, wenn zehntausende Schüler nicht nur ein paar Stunden fehlen, sondern gleich den ganzen Freitagvormittag schwänzen, um sich am Kinderkreuzzug von Schwedens Klima-Greta zu beteiligen.

Als Folge erleben die Teenis bzw. deren Eltern keine Gerichtsurteile, geschweige Gefängnisaufenthalte, sondern Lob von allen Seiten: Fast die ganze Presse spendet ergebenst ihr Lob, auch die Kanzlerin klatscht Beifall, selbst Bischöfe finden des Rühmens kein Ende – und Greta Thunberg ist die neue Prophetin unserer Zeit!

Plötzlich spielt die sonst so vielgepriesene „Schulpflicht“ (die bei der staatlichen Sexkunde vielfach in einen strafbewehrten Unterrichtszwang ausartet) keine Rolle mehr, deren Verletzung wird gar zu einer guten Tat, die den Schülern öffentliche Anerkennung einbringt.

Bei einer solch klaren „Sachlage“ wollte sich anscheinend das kirchliche Hilfswerk „Missio“ nicht ausklinken, sondern dem modernen Klima-Kinderkreuzzug direkt den Rücken stärken.

In der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift KONTINENTE (Nr. 10/2019) heißt es unter dem Titel „Missio unterstützt Schülerprotest“ auf S. 42: Missio solidarisiert sich mit fridays for future“.

Daher sei das Hilfswerk aus Aachen Mitglied bei den „Churches for future“ (Kirchen für die Zukunft). Besonders gefreut habe man sich, so lesen wir weiter, daß am 21. Juni „Zehntausende junge Menschen aus ganz Europa in Aachen für den Klimaschutz demonstrieren.“

Oh wie schön!

Bei soviel Soli-Gesinnung ist klar, daß dem Schulschwänzern auch eine wortreiche „Grußbotschaft“ übermittelt wurde, worin der Wunsch nach „Gottes Segen“ für ihre Aktionen nicht fehlte.

Zudem bittet das international tätige Hilfswerk die Pfarrgemeinden, eine vorformulierte „Fürbitte“ in den Gottesdiensten zu verlesen, in welcher dem „guten Gott“ mitgeteilt wird, man sei „dankbar“ für das Engagement der „jungen Menschen“, die „jeden Freitag“ für eine „Begrenzung des Klimawandels demonstrieren“ usw.

Überdies bittet Missio darum, den Kontakt mit „Friday for future“ vor Ort zu suchen, „um zu erfahren, welche Unterstützung durch Kirchen, kirchliche Organisationen und Initiativen sie brauchen.“

Dieses Ausmaß an Anbiederung läßt sich nicht mehr steigern!