„Katholischer Arbeitskreis“ der CDU Sachsen kritisiert Bischofserklärungen zu Ramelow

Der Katholische Arbeitskreis in der CDU Sachsen hat kein Verständnis dafür, dass sich drei katholische Bischöfe, darunter auch unser Bischof Heinrich Timmerevers vom Bistum Dresden Meißen, hinter die Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen der Partei „Die Linke“ stellen, diese befürworten und dazu gratulieren.

Diese Haltung ist respektlos gegenüber allen Katholiken, die damals stets gegen das SED-Regime waren – ja wegen dieses Unrechtsstaats Repressalien erfahren haben.

Sie ist auch respektlos gegenüber all denen, die auf den ostdeutschen Straßen dagegen demonstriert haben, um eben genau diese Zustände nie wieder zu erleben.

Die Linkspartei ist Rechtsnachfolgerin der SED und eine demokratiefeindliche Organisation. Sie hat das Ziel, unsere freiheitliche Ordnung wieder in eine sozialistische Diktatur zu verwandeln.

Wir finden das Handeln der Bischöfe irritierend und möchten deutlich ausdrücken, dass wir dies auf keinen Fall unterstützen. Wir legen Seiner Exzellenz Bischof Heinrich Timmerevers sehr ans Herz, sich mit der Vergangenheit im Osten der Republik zu befassen.

Quelle: https://www.ka-sachsen.de/index.php/aktuelles/pressemitteilungen/268-haltung-der-bischoefe-ist-respektlos-gegenueber-den-opfern-der-sed-diktatur


Pakistan: Brutaler Mord an einem Christen

Polizei ließ festgenommene Täter wieder frei

Der 22jährige Christ Saleem Masih wurde von Großgrundbesitzern im  pakistanischen Kasur brutal gefoltert, weil er einen Brunnen durch Baden „verschmutzt“ haben soll.

Am 25. Februar hatte der Landarbeiter Saleem seine Arbeit auf den Feldern im Dorf Baguyana beendet und wusch sich ab, als eine Gruppe muslimischer Männer  – darunter Sher Dogar, Iqbal, Altaf, Jabbar und Haji Muhammad – anfing, auf ihn einzuschlagen. Dabei nannten sie ihn einen „schmutzigen Christen“.

Die Bande fesselte ihn an Händen und Füßen und schlug mit Stöcken und einem glühenden Eisenstab auf ihn ein, was zu mehreren Brüchen sowie inneren und äußeren Verletzungen am ganzen Körper führte.

Die Angreifer nahmen den schwer Verletzten drei Tage lang in Gewahrsam, bevor sie ihn an seine Familie zurückgaben. Der junge Mann, der am 27. Februar in Lahore ins Krankenhaus eingeliefert wurde, starb am 28. Februar an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Vertreter der katholischen und anglikanischen Kirche verurteilen in einer gemeinsamen Erklärung den brutalen Mord an Saleem Masih und fordern die Provinz- und Bundesregierung auf, „gegen die Mörder zu ermitteln und entsprechend zu bestrafen“. 

Dabei beklagten sie aber auch das Verhalten der Polizei, die keine strengeren Maßnahmen ergriffen und die Täter des Verbrechens zwar zunächst festnahm, aber sofort wieder auf freien Fuss setzte.

Bischof Azad Marshal sagte, er selbst werde „Anzeige gegen die Täter erstatten und nicht aufgeben, bis sie eine angemessene Strafe erhalten“.

Quelle: Fidesdienst


Der „Synodale Prozess“ als Ereignis im Vergleich mit der Französischen Revolution

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die drei ersten Tage des „Synodalen Weges“ vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 in Frankfurt brachten Weichenstellungen, die eine „andere Kirche“ zum Ziel haben.

Es ging nicht um Neuevangelisierung oder ein vertieftes Verständnis unseres Glaubens. Mit der Zustimmung von 87 % der abstimmungsberechtigten Mitglieder können bei den weiteren Beratungen auch Beschlussvorlagen, die sich gegen die Lehre der Kirche richten, aufgegriffen und abgestimmt werden. Das ist ein revolutionärer Schritt!

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Wie sich die „Revolutionäre“ dieser kirchlichen Versammlung weiter verhalten werden, nachdem Papst Franziskus mit seinem nachapostolischen Schreiben zur Amanzonassynode die ausgesprochenen Ziele: Lockerung des Zölibats für Priester, Frauenpriestertum etc. durchkreuzt hat, bleibt eine spannende Frage. Die ersten Reaktionen der „Reformer“ reichen von Enttäuschung und Wut bis zu „jetzt erst recht“.

Wie Revolutionen ablaufen – die Mehrheit der Synodalteilnehmer agiert wie ein politisches Gremium – kann man an historischen Beispielen studieren, insbesondere am großen Vorbild, d.h. an der Französischen Revolution von 1789.

In Frankreich wurden von Ludwig XVI. die sogenannten „Generalstände“ (Adel, Geistlichkeit, Dritter Stand) einberufen. Der Staat war zahlungsunfähig geworden.

Der Auftrag an die Generalstände war, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Vor dem Zusammentreten der Generalstände wurden im ganzen Land heftige emotionale Diskussionen geführt, bei denen es weniger um den eigentlichen Auftrag, sondern vielmehr um die künftige Machtaufteilung im Staat ging. Das weitverbreitete Flugblatt von Abbé Sieyes stellte die Frage: „Was ist der Dritte Stand“? und beantwortete sie mit: „Bisher war er nichts, in Zukunft wird er alles sein“!

Vor Beginn des „Synodalen Weges“ wurden im ZdK und in den katholischen Frauenverbänden, bei Maria 2.0 und im BDKJ ebenfalls heftig gegen die Lehre der katholischen Kirche (Zölibat, die Priesterweihe von Frauen), mit dem Rückenwind der Medien, polemisiert und die eigenen Forderungen deutlich genannt: Es ging darum, mit dem Synodalen Weg „eine Kirche zu schaffen, nachdem nichts mehr so sein wird, wie es war“, merkte ein Bischof an.

Am 5. Mai 1789 trafen sich die französischen Abgeordneten zu ihrer ersten Sitzung; sie befassten sich nicht mit ihrem Auftrag, die Staatsfinanzen zu sanieren, sondern mit der Neuaufteilung der Macht im Staat, d.h. mit der Verfassung.

Die Mehrheit der Synodenvertreter in Frankfurt griffen nicht das auf, was ihnen Papst Franziskus in seinem Schreiben an das „pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ aufgetragen hatte. Das konnte angesichts des desaströsen Zustandes des Glaubenswissens und der Glaubenspraxis nur die Glaubensvertiefung und Neuevangelisierung sein. In Frankfurt ging es aber um die Weichenstellungen, mit den vorher deutlich artikulierten Forderungen eine neue Kirche zu etablieren.

Die französische Versammlung umfasste 1214 Teilnehmer (Klerus 305, Adel 285, Dritter Stand 621). Nach der bisherigen Ordnung saßen die drei Stände in getrennten Räumen. Damit die Beschlüsse Geltung erlangten, mussten sie in allen drei Ständen die Mehrheit haben.

Der Dritte Stand verlangte nun gemeinsame Sitzungen in einem Raum. Damit wäre ihnen mit 621 Abgeordneten immer die Mehrheit gesichert gewesen. Der Streit in dieser Frage dauerte acht Wochen. Am 17. Juni 1789 verabschiedete der Dritte Stand eine Resolution und erklärte sich zur Nationalversammlung, das heißt zur Vertretung der französischen Nation. Das war ein revolutionärer Akt, der alle Standesunterschiede beseitigte.

Die Organisatoren des ZdK verlangten, dass die Laien auf „gleicher Augenhöhe“ mit den Bischöfen und Klerikern stehen müssten. Dabei ging es nicht um die selbstverständlich gleiche Würde, sondern um die Mitbestimmung in allen Fragen, die anstehen, obwohl das Zweite Vatikanische Konzil bekräftigt hat, dass die Bischöfe und die Weltchristen ganz unterschiedliche Aufgaben und Kompetenzen in Kirche bzw. Gesellschaft haben.

Die Bischöfe haben die ZdK-Forderung hingenommen. Das ist ein eigenartiges Selbstverständnis. Das „Genossentum“ ging sogar einen Schritt weiter. Es wurde der Antrag gestellt, Rangunterschiede und Titel aufzugeben. Alle sollten sich nur mit dem Nachnamen ansprechen. Selbst ein solcher Antrag bekam eine stattliche Anzahl von Stimmen.

Am 23. Juni berief Ludwig XVI. alle Stände zusammen und ordnete weiterhin getrennte Sitzungen an. Aber der König hatte schon zulange gezögert. Am 24. Juni schlossen sich über die Hälfte des geistlichen Standes und 47 Adelige dem Dritten Stand an. Schon vorher waren Adelige wie Graf Mirabeau oder Geistliche wie Abbé Sieyes Wortführer des Dritten Standes geworden. Der König musste nachgeben.

Wir können Ähnliches bei Bischöfen und Pfarrern feststellen, die sich zu Sprechern radikaler Laienforderungen machen, z.B. zu den Zielen von Maria 2.0 oder der Segnung homosexueller Paare etc..

Der weitere Ablauf der französischen Revolution ist bekannt. Die Nationalversammlung griff immer stärker in die Rechte der Kirche ein.

So wurde am 4. August 1789 der Kirchenzehnt („Kirchensteuer“) abgeschafft. Der Kirche wurde der Landbesitz weggenommen. Die Nationalversammlung blieb aber nicht bei der Trennung von Kirche und Staat stehen. Sie versuchte vielmehr, 1790 eine Staatskirche einzurichten mit vollständiger Kontrolle über sie. Die Pfarrer wurden zum Treueid gezwungen. Zwei Drittel aller Pfarrer und sämtliche Bischöfe –  außer sieben – verweigerten den Treueid.

Im weiteren Verlauf wurde der König abgesetzt und hingerichtet. Die radikale Minderheit der Jakobiner terrorisierte die gemäßigte Mehrheit. Am Ende spalteten sich selbst die Jakobiner und es entstand das Terrorregime.

Es bleibt abzuwarten, wie nach den Weichenstellungen von Frankfurt der „Synodale Prozess“ weitergehen wird.


Burkina Faso versinkt im islamischen Terror

Im afrikanischen Burkina Faso sind laut Human Rights Watch (HRW) seit April mindestens 256 Menschen allein durch radikal-islamische Terrorangriffe ums Leben gekommen. Das geht aus einem Report der amerikanischen Menschenrechtsorganisation hervor.

Nach Angaben der EU-Bischofskommission COMECE ist rund ein Drittel des Landes aufgrund von Kämpfen für humanitäre Helfer unzugänglich. Mehr als 1.000 Menschen, vor allem Zivilisten, seien seit Anfang 2019 der andauernden Gewalt zum Opfer gefallen.

Rund 20 Terroranschläge verzeichnet Human Rights Watch für die vergangenen Monate. Sie sollen Augenzeugen zufolge von Terrorgruppen wie Al-Kaida, dem „Islamischen Staat in der Größeren Sahara“ (ISGS) oder der lokalen Miliz Ansaroul Islam verübt worden sein. 

Bereits im Sommer 2019 hatte der Bischof von Dori, Laurent Birfuore Dabire, ein Waffenverkaufsverbot an dschihadistische Gruppen gefordert. Islamisten, die Christen ermordeten, dürften nicht unterstützt werden.

„Wenn die Welt weiter nichts unternimmt, werden diese Handlungen zum Verschwinden der christlichen Gemeinschaft in dieser Region und vielleicht mittelfristig im ganzen Land führen“, so Bischof Dabire.

Quelle und vollständigre Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/burkina-faso-islamisten-angriffe-tote-eu-bischoefe-human-rights.html


Kamerun: Bischöfe warnen vor Tribalismus

Die katholischen Bischöfe Kameruns beklagen in ihrem Hirtenbrief vom 10. Dezember eine wachsende, „sehr besorgniserregende Verschlechterung des sozialen Klimas“ seit der letzten Präsidentschaftswahl.

Die Oberhirten befürchten eine Zunahme des Tribalismus (Vorherrschaft der Stammestraditionen), denn durch die politischen Probleme könnten sich die „Stammeskonflikte weiter zuspitzen“.

Die Bischöfe kritisieren jene Politiker, die durch Medien versuchen, „ihre politischen und ideologischen Gegner als Feinde des ganzen Volkes abzustempeln“.

Die Zugehörigkeit zu einem Stamm sei zunächst positiv, heißt es weiter:  „Gemeinsame Sprachen, Bräuche und Traditionen sind Faktoren des Zusammenhalts innerhalb einer Gruppe.“

Wenn sich die Menschen jedoch vom Staat im Stich gelassen fühlen, „wenden sie sich zurück an ihre Stammesgruppe, zu der sie gehören“. Der Tribalismus könne aber die Einheit der Nation gefährden.

Quelle: Fidesdienst


Super aktuell: Was Papst Johannes Paul II. einst zu Asyl und Einwanderung erklärt hat

Von Felizitas Küble

Am 19. Dezember 1992 wurde Johannes Paul II. von süddeutschen Bischöfen besucht und hielt dabei eine beachtliche Rede.

Der Papst bezeichnete den deutschen Einsatz für Entwicklungsländer als „bewunderungswürdig“.

„Ihr habt euch in den letzten Jahren in vorbildlicher Weise für Flüchtlinge und den Schutz politisch Verfolgter eingesetzt…Deutschland hat in diesen Jahren mehr Ausländer aufgenommen, als irgendein anderes Land in Europa.“

Er fügte hinzu: „Trotz der Klagen, in Deutschland wachse die Ausländerfeindlichkeit, bleibt festzustellen, daß Freundlichkeit gegenüber Fremden und Hilfsbereitschaft unter den Menschen in Eurem Land nach wie vor groß sind.“

Gleichzeitig verwies der Pontifex aber auf die Grenzen der Einwanderung, denn eine unbegrenzte Migration überfordere das Land:

„Allerdings muß die Kirche die Tatsache auch ernst nehmen, daß immer mehr Menschen das Gefühl haben, der Zustrom von Asylbewerbern führe zu einer Überforderung, die zur Folge hat, daß Hilfsbereitschaft in Abschottung umschlagen kann.“

Der Papst warnte vor einer übertriebenen Fernstenliebe zu Lasten der Interessen des eigenen Landes:

„Es besteht die Gefahr, daß das Gebot unseres christlichen Glaubens, Fremde aufzunehmen, bei überzogenen Asylvorstellungen nicht mehr eingehalten werden kann.

Einerseits soll auf die Nächstenliebe hingewiesen werden, andererseits darf man die Notwendigkeit einer baldigen Lösung des Asylproblems nicht außer Acht lassen.“

Für eine sprüchklopfende „Gesinnungsethik“, die sich in ihrem eigenen Moralismus suhlt und gefällt, aber nicht auf die Folgen achtet, hatte Johannes Paul II. wenig übrig:

„Helft mit, eine Gesinnungsethik zu vermeiden, die als Theorie keinen Bezug zum wirklichen Leben hat. Damit leistet Ihr einen wichtigen Dienst, weil Ihr mithelft, ungesunde und menschenverachtende Verwirrungen gerade junger Menschen zu verhindern.“

Zudem appellierte er an die deutschen Bischöfe, dafür zu sorgen, daß das einst gespaltene Deutschland erst einmal  seine eigene Identitätssuche vollendet:

„Ihr müßt dazu beitragen, daß das deutsche Volk nach Jahrzehnten der Teilung und angesichts der schwierigen Einigung in Frieden seine volle Identität noch findet.“

 


Ecuador: Jesuit Emilio Moscoso Cardenas seliggesprochen – Beim Rosenkranz ermordet

Kardinal Angelo Becciu, Präfekt der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen, hat am 16. November im Olympiastadion von Riobamba die Seligsprechung von Pater Emilio Moscoso Cardenas, dem ersten Märtyrer Ecuadors, vollzogen.

Emilio Moscoso wurde am 21. August 1846 in Cuenca geboren und am 4. Mai 1897 mit 51 Jahren, während der Revolution mit ihren kirchenfeindlichen Attacken ermordet.

Nach seinem Jurastudium trat er der Gesellschaft Jesu (SJ) bei, wurde 1877 zum Priester geweiht und studierte in Frankreich und Spanien. Nach einer dreijährigen Tätigkeit an einer Schule in Peru kehrte er nach Ecuador zurück, zuerst an das Collegio San Luis (Quito), dann an das „Collegio San Felipe Neri“ (Riobamba), wo er 1892 zum Rektor ernannt wurde.

Am 2. Mai wurde P. Moscoso zunächst verhaftet, kam aber auf Druck der Bürger, die die Arbeit der Jesuiten schätzten, am nächsten Tag wieder frei.

Am 4. Mai drangen Soldaten gewaltsam in die Jesuitenschule ein und stießen, nachdem sie die Kapelle verwüstet hatten, auf Pater Moscoso, der in seinem Zimmer den Rosenkranz betete, und ermordeten ihn kaltblütig.

Zum Abschluss ihrer Vollversammlung nahmen alle katholischen Oberhirten Ecuadors an der feierlichen Seligsprechung teil.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler