Evangelische Kritik an Margot Käßmanns „theologischem Historismus“

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

OFFENER BRIEF an den evgl. Dekan Ralf Albrecht, Vorsitzender der „Lebendigen Gemeinde

Sehr geehrter Herr Albrecht,

Sie planen am 19. Juni den „Christtag 2014“. Christen, die ihren Glauben ernstnehmen, stellen mit Besorgnis fest, daß Sie die ehemalige Bischöfin Prof. Dr. Käßmann eingeladen haben, die Teilnehmer der Veranstaltung zu grüßen. christus

Durch diese Geste signalisieren Sie eine innere Verbundenheit im Glauben mit Frau Käßmann…

Lassen Sie mich in aller Deutlichkeit sagen, daß nicht nur ich der Meinung bin, daß diese Ihre Geste eine sehr subtile Form der Verführung ist.

In aller Klarheit hat Frau Käßmann in einem SPIEGEL-Interview gesagt, daß nach ihrer Überzeugung Joseph der Vater von Jesus war. Damit schließt Frau Käßmann aus, daß Gott einen eingeborenen Sohn hat, der in die Welt gekommen ist, um uns zu erlösen. Die Vaterschaft des Joseph schließt eine Präexistenz Jesu Christi aus.

Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß Frau Käßmann die Position des Theologischen Historismus vertritt. Diese Position kann folgendermaßen charakterisiert werden:
– Es gibt Gott, aber Gott hat sich nicht offenbart.
– Gott hat die Welt erschaffen, obwohl die Welt durch Selbstorganisation der Materie entstanden ist.
– Gott hat einen Sohn, aber der Vater von Jesus ist Joseph.
– Jesus ist auferstanden, obwohl sein Leichnam im Grab verwest ist.
– Jesus ist wunderbar, aber Jesus hat nie Wunder vollbracht.

Es ist anzunehmen, daß die meisten Christen keinen Durchblick haben für den verführerischen Charakter des Theologischen Historismus.

Eine Kirche, die dieser Irrlehre verfallen ist, hat keine Kraft, dem antichristlichen Zeitgeist zu widerstehen und will das auch gar nicht. Der Verlust ihrer Salzkraft ist den Christen in der Bibel vorhergesagt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner