Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

Rom: Die Initiative Mehr-Franziskus-wagen protestiert gegen das neue Papstmosaik, das bald in St. Paul vor den Mauern aufgehängt werden soll: „Der Goldhintergrung steht im krassen Gegensatz zur armen Haltung des Papstes; zudem wird Bruder Franziskus im Messgewand und nicht in schlichter Soutane wiedergegeben. Das Bild muss sofort zerschlagen und ein Neues gemacht werden  –  oder, was noch besser wäre, gar keins. Stattdessen soll das Bild einer diskriminierten Femen-Aktivistin aufgehängt werden, denn das sind die Armen, um die sich die Kirche kümmern muss.“ bildma1

Köln: Die Kölner Kircheninitiative fordert die Beteiligung des Volkes an der Bischofswahl. Zu diesem Zweck soll das Kirchenvolk ein Vorwahlkomitee wählen, das neun Kandidaten nach Rom schickt, aus denen der Papst drei auswählen kann. Dann wählen die Pfarrgemeinderäte einen Wahlausschuss von 15 Mitgliedern, die zusammen mit dem Domkapitel bei einer Stimme pro Kopf den Bischof bestimmen. Dieser wird dann von der Bischofskonferenz und dem ZdK bestätigt und erhält den päpstlichen Segen. Im Rahmen der Inthronisation muss er dann vom anwesenden Kirchenvolk akklamiert werden.

Köln: Die Kölner Kircheninitiative fordert den freien Dialog aller Laien im Zusammenhang mit der Wahl des neuen Erzbischofs. Sie fordert außerdem den von ihnen zensierten Dialog über die Kölner Kircheninitiative. Außerdem die Abschaltung der katholischen Blogger und von kathnet, um den Dialog frei von Meinungsunterschieden durchführen zu können.

Rom: Der Gesandte der Kölner Kircheninitiative in Rom, Karl-Heinz Müller, versicherte der Redaktion auf Nachfrage, der Papst unterstütze die Initiative im vollen Umfang. Er selber habe dazu ein Papst-Bild intensiv betrachtet. Eine entsprechende Nachfrage im Apostolischen Palast blieb bisher unbeantwortet. Gerüchten zufolge kommuniziert der Papst aber nicht telepathisch mit deutschen Profilneurotikern.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/12/samstaglicher-newsticker.html


Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zur „Kölner Kircheninitiative“

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die anlaufende Medienkampagne der „Kölner Kircheninitiative“ will nach strategischer Vorplanung auf die Besetzung des freiwerdenden erzbischöflichen Stuhls Einfluss nehmen, um einen ihr genehmen Kandidaten durchzusetzen. 

Foto: Dr. Bernd F. PelzSo wird der Kampf mit einer Kampagne um eine „andere Kirche“ fortgesetzt, wie wir es bereits bei der Ernennung von Joachim Meisner zum Erzbischof von Köln erlebt haben und wie es sich am Beispiel von Pfarrer-Initiativen und derzeit vor allem in der Diözese Limburg abspielt.

Die Erstunterzeichner des Aufrufs der „Kölner Kircheninitiative“ Domkapitular Graf zu Elz und Professor Schüller liefern den Beweis dafür.

Der „Kölner Kircheninitiative“ geht es um Macht und Deutungshoheit über das, was Kirche aus ihrer Sicht ist. Sie fragt nicht danach, welche Kirche Jesus Christus wollte.

Der Versuch der „Kölner Kircheninitiative“, für eine so genannte „Mitbestimmung bei der Bischofswahl“ die Gläubigen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, bedeutet auch eine Form der „Klerikalisierung“ der Laien.

Diese haben die vorrangige Aufgabe, ihren Weltauftrag wahrzunehmen. Nach dem Apostolischen Schreiben von Papst Franziskus heißt das zum Beispiel, sich um „einsame alte Menschen,  Menschen ohne Dach,  ungeborenen Kinder, um die Frauen, die den neuen Formen der Sklaverei“ ausgesetzt sind, wie überhaupt um Menschen in Not zu kümmern.

Das Forum Deutscher Katholiken ruft die Gläubigen auf, sich nicht durch die Kölner Kircheninitiative verwirren und manipulieren zu lassen!

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Die „Kölner Kircheninitiative“ plädiert für Bischofswahl durchs Kirchenvolk

Die „Kölner Kircheninitative“ fordert eine stärkere Beteiligung des Kirchenvolkes an der Bischofswahl und macht dafür einen konkreten Vorschlag: Aus der Dreier-Liste, die aus Rom kommt, sollen die Domkapitulare den wählen, den das Volk will. bischof

Nun zeugen diese Ideen von einer gewissen Kreativität, haben aber nichts, wie behauptet wird, mit alten Formen der Volksbeteiligung zu tun, die nebenbei schon im hohen Mittelalter kaum mehr als Formalien waren. Die Kirche kannte früher nämlich die Akklamation:

Das Volk bestätigt die Wahl des Kandidaten. Das dahinterstehende Prinzip kommt aus der Zeit der römischen Republik, wo die Volksversammlungen dem zustimmen durften, was der Senat sich ausgedacht hatte. Beteiligung in unserem heutigen Sinne war das also nicht.

Politikertypen in der Kirchenleitung?

Jetzt zum aktuellen Fall. Wenn das Volk dem Domkapitel vorschlägt, wen von den aus Rom Übersandten es zu wählen hat, dann wählt faktisch nicht mehr das Domkapitel, sondern das Volk, genauer die Gremien, den Kandidaten aus.

Faktisch müssen sich dann die drei in Frage kommenden Kandidaten einer Art Wahlkampf stellen und erklären, warum sie denn Bischof werden sollten. Es wird also nicht jener gewählt, der am besten geeignet ist, es aber eigentlich nicht will, sondern derjenige, der es will und sich am besten verkaufen kann – wie in der Politik eben. 

Im Konkordatsrecht steht: „Unter Würdigung dieser Listen benennt der Heilige Stuhl dem Kapitel drei Personen, aus denen es in freier, geheimer Abstimmung den Erzbischof oder Bischof zu wählen hat.“

Wenn das Domkapitel sich verpflichtet, den zu wählen, den die Gremien bzw. das Volk will, ist diese Wahl dann noch frei und geheim?

QUELLE und vollständiger Text hier: http://demut-jetzt.blogspot.de/2013/12/wir-wollen-ein-kurzkommentar-zur-kolner.html