Bischof Morlino von Madison verstorben

Der katholische Bischof von Madison im US-Bundesstaat Wisconsin, Robert Morlino, ist gestern Abend im Alter von 71 Jahren verstorben. Er war ein glaubensstarker Oberhirte und erregte vielfach den Widerspruch zeitgeistgelenkter Medien.  Liturgisch stand er der überlieferten Messe nahe und zelebrierte sie öfter.

Morlino (siehe Foto) erblickte am 31.12. 1946 das Licht der Welt. Vor seiner Ernennung zum Bischof von Madison war der Bioethik-Experte bereits Oberhirte in Helena Montana.

Sein Generalvikar James Bartylla veröffentlichte noch gestern Vormittag einen „dringenden Gebetsaufruf“ an die Priester seines Bistums.

Zunächst habe man Hoffnungen auf eine gesundheitliche Besserung beim Bischof haben dürfen, doch dies habe sich zerschlagen und die Dinge hätten sich „zum Schlimmsten“ gewendet. Die Geistlichen wurden aufgefordert, für eine wunderbare Heilung zu beten und auch dafür, daß „unser geliebter Bischof, wenn die Zeit kommt, die Gnade eines glückseligen Todes erhält“.

Am 18. August veröffentlichte der unbeugsame Bischof einen Hirtenbrief an seine Diözesanen, also an die Gläubigen seines Bistums, zur Mißbrauchskrise: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/21/us-amerikanischer-bischof-morlino-warnt-vor-schwul-klerikaler-subkultur-in-der-kirche/

Darin hat er das Problem einer homosexuellen Subkultur unter Klerikern klar beim Namen genannt  – was in Deutschland bislang kein Oberhirte gewagt hat.

Bereits im Vorjahr forderten homosexuelle Organisationen seinen Rücktritt. Unsere deutsch-amerikanische Autorin Dr. Edith Breburda hatte im CHRISTLICHEN FORUM darüber berichtet: https://charismatismus.wordpress.com/2017/10/31/homo-aktivisten-in-den-usa-fordern-den-ruecktritt-von-bischof-morlino/

Beten wir für den Bischof, auf daß der HERR ihn aufnehme in die ewige Seligkeit und ihm seine Mühen und allen Einsatz für das Gottesreich belohne.


Gutes VORBILD: So freundlich geht ein amerikanischer Bischof mit Gläubigen um

Von Felizitas Küble

Seit Jahren veröffentlichen wir im CHRISTLICHEN FORUM fundierte Artikel der deutsch-amerikanischen Ärztin und Publizistin Dr. med. Edith Breburda.

Die versierte Bio-Ethikerin befaßt sich mit einem breiten Spektrum medizinischer Aspekte sowie aktueller Fragen zu Gentechnik, Umweltschutz, Lebensrecht sowie zu kirchlichen Themen. Dazu sind in den letzten Jahren mehrere ebenso aktuelle wie kompetente Sachbücher von ihr erschienen.

Unsere Gastautorin hat aber zugleich einige Kinder- und Jugend-Bücher geschrieben, darunter ein fromm-fröhliches über den Wallfahrts-Kater FELIX. Das Buch erschien zuerst auf deutsch, sodann unlängst auch in den USA, wobei es dort auf Anhieb den 3. Platz im renommierten Buchwettbewerb Book Awards erhielt (bezogen auf Kinder- und Jugend-Literatur), den die CPA (Catholic Press Association USA und Kanada) veranstaltet.

Die deutsche Ausgabe der originellen, humorvollen und „herzigen“ Publikation ist beim Fe-Verlag in Kisslegg (siehe hier: https://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) oder auch bei uns erhältlich.

Als nun Dr. Breburda ihr Buch an Bischof Morlino (Bistum Madison) schickte, erhielt sie einen ausgesprochen wohlwollenden und wertschätzenden Antwortbrief (datiert vom 27.2.2o18), den wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten möchten (siehe verkleinerte Abbildung).

Hier unsere Übersetzung dieses Schreibens ins Deutsche:

Liebe Edith,
meine Fastenzeitgrüße an Sie. Danke für das Geschenk Ihres letzten Buches über die Abenteuer von Felix. Ich bin nicht überrascht zu sehen, dass Sie damit beschäftigt sind, Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu inspirieren.
Lassen Sie uns weiterhin füreinander beten  –  Sie für meinen Dienst und ich für Ihre akademische Arbeit, aber wir beide für einen tieferen Glauben, Hoffnung und Liebe.

Mit freundlichen Grüßen in Christus
Robert C. Morlino
Bischof von Madi
son

Aus meiner über vierzig-jährigen Erfahrung in puncto Briefwechseleien mit deutschen Bischöfen kann ich sagen, daß eine solch freundliche, gleichsam schulterklopfende Reaktion hierzulande reichlich aus dem Rahmen fallen würde – leider!

Haben US-amerikanische Bischöfe vielleicht einen unkomplizierteren, direkteren Draht zu ihren „Schäflein“? Oder einfach Ihren „Knigge“ (klassisches Benimm-Buch) besser gelesen? Oder ist der Oberhirte Morlino (siehe Foto) auch dort ein positiver Sonderfall?

Wir wissen es nicht, wollen sein Verhalten aber hiermit würdigen!