Kardinal Marx spendete Riesensumme an die umstrittene „Mission Lifeline“

Italien wirft der Initiative Schleusertätigkeit vor

Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx (siehe Foto), hat der Organisation „Mission Lifeline“ 50.000 Euro gespendet.  

Lifeline-Kapitän Claus-Peter Reisch hatte Kardinal Marx für die finanzielle Zuwendung gelobt. Das Geld stammt laut einer Sprecherin des Bistums aus privaten Mitteln des Kirchenmannes, berichtete der Bayerische Rundfunk.

Zuletzt hatte der Vatikan eine Anfrage dieser Organisation abgelehnt, künftig unter der Flagge des Kirchenstaats im Mittelmeer fahren zu dürfen. Man könne einer entsprechenden Bitte von Anfang Juli nicht nachkommen, weil das „Schiff keine tatsächliche Beziehung zum Vatikanstaat“ habe, hieß es in dem Schreiben an Reisch.

Derzeit liegt die bisher unter niederländischer Flagge fahrende Lifeline beschlagnahmt im Hafen von Valletta. In Malta läuft derzeit auch ein Prozeß gegen Reisch. Ihm wird vorgeworfen, das Schiff ohne rechtmäßige Registrierung in die Gewässer Maltas gesteuert zu haben.

Die italienische Regierung wirft der Organisation Schleusertätigkeiten vor. Das Schiff war zuletzt mit über 230 Einwandern an Bord in den Hafen Vallettas eingelaufen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/kardinal-marx-spendet-50-000-euro-an-mission-lifeline/

Foto: Laura Mohr