Bischof Voderholzer (Regensburg) beteiligte sich am „Marsch für das Leben“ in Berlin

Den Schwächsten eine Stimme geben

„Menschenwürde ist unantastbar. Ja zu jedem Kind – Selektion und Abtreibung beenden“ war das Motto beim Marsch für das Leben 2018 in Berlin am vergangenen Samstag.

Zum vierten Mal beteiligte sich auch Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) an der Kundgebung, am Marsch und am ökumenischen Wortgottesdienst. Er zeigte sich beeindruckt, dass wieder so eine große Anzahl von Menschen nach Berlin gekommen ist, um dem Lebensrecht der Schwächsten eine Stimme zu verleihen.

Nach Polizeiangaben waren es 7000 Teilnehmer, die Organisatoren hatten 5500 Teilnehmer als erste geschätzte Zahl angegeben.

Der Regensburger Oberhirte freute sich auch, dass 120 Teilnehmer mit zwei Reisebussen aus dem Bistum Regensburg angereist waren. „Zeigen wir gemeinsam Flagge“ – dazu hatte das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum eingeladen.

Der Marsch selbst führte durch Berlin-Mitte als Schweigemarsch. Die 7000 Mitmarschierenden trugen dabei zahlreiche Transparente, Schilder und Kreuze. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer marschierte in etwa in der Mitte des Zuges und sagte später, dass die Wegstrecke in diesem Jahr etwas länger war, er auch sehr gerne marschiere und sich freut, dass das Anliegen „Einsatz für das Leben“ von so vielen Menschen aus seinem Bistum sichtbar durch die Teilnahme mitgetragen wird.

Laut gesprochen wurde nicht, jeder konnte aber für sich leise beten oder seinen Gedanken nachhängen. „Das Gebet ist die stärkste Waffe, die wir haben“ sagte eine Jugendliche. Viele Teilnehmer bemerkten auch das 10 mal 10 Meter hohe „Lichtkreuz“ am Berliner Fernsehturm, auf den der Marsch für das Leben teilweise zuging.

Wie bereits bei der Kundgebung startete auch beim Schweigemarsch eine vergleichbar kleine Gruppe von Gegendemonstranten, oftmals jugendliche Störer, lautstarke Übergriffe. Parolen wie „Ihr seid hier nicht willkommen!“ waren noch harmlos und schmerzhaft laute Trillerpfeifen ertönten. Rauchbomben mit farbigem Rauch flogen in die Menschenmenge und nahmen Sicht und Luft, aber auch da und dort zeugten Eierschalen von den Wurfgeschossen.

Diese Gegendemonstranten, darunter radikale Feministen sowie Vertreter der Homo-Lobby, beschimpften die Demoteilnehmer und begleiteten ihren Marsch durch die Stadt protestierend. Der Versuch einer Sitzblockade scheiterte, da sie zu klein ausfiel und die Polizei kurzerhand den Marsch über den Bürgersteig umlenkte.

Die immer wiederkehrenden Parolen, die Beschimpfungen und Proteste dieser radikalen Gegendemonstranten stimmten viele der Marschteilnehmer sehr nachdenklich. So berichtete ein 68-jähriger Mann aus dem Bistum Regensburg, dass er mit seinem weißen Kreuz auf den Schultern ruhig marschierte, als sich eine Gruppe der Gegner vor ihn in den Zug reindrückte. Er schätzte die junge Frau auf Anfang 20, die sich zu ihm umdrehte, ihn fixierte und an seiner Hand mit dem Ehering hängenblieb. Die Frage „Sind Sie verheiratet?“ bejahte er und ein wehmütiger Blick und kurzes Schweigen folgten. Bald darauf wurde wieder gegröhlt und der Schweigemarsch gestört.

„Was beschäftigt diese jungen Leute? Welche Not haben sie?“ waren die Fragen, die sich der 68jährige und viele andere Teilnehmer stellten. Die „Obszönität des Protestes“ der aggressiven Gegendemonstranten kann man als Beweis dafür sehen, dass die Lebensrechtler etwas Wichtiges zu sagen und etwas Heiliges zu schützen hätten.

Acht Hundertschaften von Polizeibeamten hatten alle Hände voll zu tun, um die Gegendemonstranten in Schach zu halten, die wie „Hase und Igel“ immer wieder die Straßen und Plätze entlang des Zuges wechselten. Die Marschteilnehmer wirkten durch ihr ruhiges und leises Dasein anscheinend wie eine Provokation auf die Gegendemonstranten, eine stille und friedliche Provokation.

Am Straßenrand tauchten immer wieder teils bunt kostümierte, teils ganz in schwarz gekleidete Protestler auf, die Sternen- und Antifa-Flaggen schwenkend lärmten, teils der Demo den Mittelfinger zeigten. Mit dabei: die RAF Berlin. Mit einem Banner „RAF Berlin. Der Kampf geht weiter“ suchten sie, die das Banner hielten, den Konflikt mit Teilnehmern des Marsches, wie auch die Regensburger erzählten. „Komm her und halte mir Deine Wange hin. Du bist Christ, Du bist Idiot!“, sagte einer der Männer zu einer der Regensburger Teilnehmerinnen. Sie blieb ungerührt und „strafte“ ihn mit einem freundlichen Lächeln – und stillem Gebet.

Ein wichtiges Thema der Kundgebung war die Schwangerschaftskonfliktberatung. Hierzu sprachen eine Mutter aus Uganda, ein Vater aus Israel und eine erfahrene Beraterin, die deutlich machte, dass Frauen in diesem Konflikt Empathie, Zeit, Zuwendung und hilfreiche Lösungsansätze brauchen, keinesfalls aber eine Werbung für Abtreibung.

Gäste aus dem Ausland und die Jugend für das Leben machten deutlich, wie jung und vielfältig die Lebensrechtsbewegung ist. Das war auch bei den Teilnehmern sichtbar – vom Baby im Kinderwagen bis zum über 90-Jährigen waren alle Generationen, vor allem viele junge Menschen und junge Familien, vertreten.

Der evangelische Bischof Hans-Jürgen Abromeit aus Greifswald rief in seiner Predigt zur Hilfe für schwangere Frauen in Notsituationen auf. „Eine ungewollte Schwangerschaft ist eine Nagelprobe auf die Solidarität der Gesellschaft“, so der lutherische Bischof. 

„Wir brauchen aber noch ganz andere Unterstützungssysteme“, forderte Abromeit. Väter, Eltern, Nachbarn und Arbeitgeber müssten ihre Verantwortung noch viel intensiver annehmen, „damit die Frauen am Ende nicht alleine dastehen“.

Der katholische Weihbischof Matthias Heinrich aus Berlin sagte, der Marsch trete auch für die hungernden, kranken und flüchtenden Menschen ein, denen das Lebensrecht abgesprochen werde.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/marsch-fuer-das-leben-zeugnis-fuer-die-wuerde-und-unantastbarkeit-des-menschen-6276/


Pfingsten und das Brauchtum in Bayern

Wenn die Wiesen blühen und die Bäume und Sträucher in prachtvollem Grün stehen, dann wird das Pfingstfest gefeiert. „Pentekoste hemera“ lautet der griechische Name, der besagt, dass dieses Fest genau 50 Tage nach Ostern folgt.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als sie in Jerusalem versammelt waren. Dies sollte in früherer Zeit den Kirchgängern auch anschaulich gemacht werden  –  und so kam vielerorts während des feierlichen Amtes der Heilige Geist in Gestalt einer echten, später hölzernen Taube aus dem „Heilig-Geist-Loch“ auf die Kirchenbesucher herabgeschwebt.

Drei Tage dauerte früher das Pfingstfest. Nach der religiösen Feier wurden Spiele und Umzüge abgehalten. Da wurde u. a. die „Pfingsthochzeit“ gefeiert, mit Brautwahl, Hochzeitszug, Pferden und Reitern. Die Feier endete schließlich – wie so oft – mit einem Festmahl.

Ein seltsamer Gesang erklingt noch heute am Abend des Pfingstsonntags im Bayerischen Wald. Der Vorsänger singt litaneiartige Verse, die restliche Gruppe gibt immer dieselbe Antwort: „So reisen, so reisen, so reisen wir daher“.

Fast bedrohlich wirkt der Männerhaufen in Regenkleidung, mit hochgeschlagenen Krägen, die Gesichter unter Kapuzen und Hüten kaum erkennbar, die Hände in den Jackentaschen versenkt. So zieht die Gruppe von Haus zu Haus. Einer ist darunter, der mit einem Korb am Arm immer zuvorderst geht und von den Hausbewohnern rohe Eier oder auch Geldspenden in Empfang nimmt. Dabei kräht er wie ein Gockel, der „Moier“ oder „Oakoda“. Dann werden alle von den Hausbewohnern kräftig mit Wasser übergossen. Und nicht selten entsteht dabei ein Kampf um die Wassereimer und Gartenschläuche, denn Revanche ist erlaubt.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/pfingsten-und-pfingstbraeuche-6067/

 


Regensburg: Bischof bekräftigt sein JA zum Kreuz in staatlichen Dienstgebäuden

Pressemitteilung des Bistums Regensburg:

„Ausdrücklich begrüße ich es, wenn in öffentlichen Einrichtungen sichtbar ein Kreuz angebracht ist.“ –  Dies betonte der Regensburger Bischof, Rudolf Voderholzer, im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamts am 1. Mai auf dem Habsberg anlässlich der Eröffnung der Wallfahrtssaison.  

Dabei verwies der Bischof auf die bekannten Überlegungen des Staatsrechtlers und Verfassungsrichters Ernst-Wolfgang Böckenförde.

Das Kreuz stehe für das vor-staatliche Fundament, auf dem unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung aufgebaut ist. Ein solches Fundament könne kein Staat aus sich selbst heraus schaffen oder garantieren.

Das, was die Menschen trägt und was sie glauben, lasse sich nicht gesetzgeberisch oder autoritativ herbeiführen. Historisch und sachlich sei dieses Fundament in Bayern, Deutschland und Europa der christliche Glaube.

Bischof Voderholzer dazu: „Die Bayerische Verfassung verweist mit Recht auf das Kreuz als Fundament für das öffentliche Zusammenleben in Freiheit, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit. Unser Werteverständnis und der gelebte Glaube begründen diese unsere Gesellschaft in ihrer freiheitlichen Grundordnung.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Bischof in seiner Predigt zum Patronatsfest des hl. Georg in Amberg betont:

„Das Kreuz ist Inbegriff der abendländischen Kultur. Es ist Ausdruck einer Kultur der Liebe, des Erbarmens und der Lebensbejahung. Es gehört zu den Fundamenten Europas.

Wenn wir zum Kreuz aufschauen, werden wir selber groß und werden wir erhoben aus Traurigkeit und Niedergeschlagenheit. Im Kreuz erkennen wir Hoffnung und Leben – beides errungen durch die Waffen der Liebe.

Jede menschliche Gemeinschaft gewinnt Segen, Lebensfreude und Zukunft, die sich diesem Zeichen in seinem eigentlichen Sinne verpflichtet sieht.“


Gratis und GRANDIOS: Neues katholisches Jugendmagazin aus dem Bistum Regensburg

100.000 Exemplare der neuen Jugendzeitschrift GRANDIOS verteilen die Pfarreien des Bistums Regensburg in den kommenden Wochen.

GRANDIOS ist das kirchliche Ostbayern-Magazin im Tablet-Format für alle, die sich überraschen, herausfordern und anregen lassen wollen.  

Thema der 114 Seiten starken Startausgabe: Leistung. –  Die Artikelmischung des Magazins  ist fundiert und vielseitig:

Was musst Du bis 30 geleistet haben, fragt etwa die große INSA-Meinungsforschung mehr als 1000 junge Menschen zwischen Marktredwitz und Landshut und zwischen Kelheim und Bayerisch Eisenstein. Oder Walter Gunz, der Gründer der Mediamärkte, spricht über das, was wirklich glücklich macht. Heiko Herrlich erklärt, warum er mit Bibelzitaten Fußballerfolge erzielt. Die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz zeigt, was den Looser vom Gewinner unterscheidet. 

GRANDIOS ist kostenlos – man kann es auch im Internet bestellen: www.grandios.online.

Im nächsten Jahr erscheinen zwei weitere Ausgaben. Jedes Heft widmet sich einem Leitthema, das sich durch das gesamte Heft zieht.

GRANDIOS richtet sich an alle Interessierten im Bistum Regensburg, insbesondere an junge Erwachsene und Familien.

Das Magazin ist nicht nur als Zeitschrift verfügbar: Unter www.Grandios.online gibt es Hintergrundberichte, Interviews im Videoformat, Bildergalerien etc.

Außerdem können Sie das Magazin in einem Online-Fragebogen bewerten, an einem Gewinnspiel teilnehmen oder weitere Exemplare bestellen.


Der Priester Hirblinger, das Zölibat und die Verfügbarkeit der Geistlichen „für andere“

Felizitas Küble

Unter der Überschrift „Priester Stefan Hirblinger: Familie statt Kirche“ berichtet die bayerische Online-Regionalzeitung O-Netz am gestrigen 25. Oktober über einen katholischen Geistlichen, der geheiratet und eine Familie gegründet hat, weshalb er seines Amtes enthoben wurde. Für das Bistum Regensburg sei er „ein Gefallener“, heißt es im Obertitel.

Der Vorgang an sich ist nicht sonderlich aufregend, immerhin kommt dergleichen öfter vor.

Verwunderlich ist allerdings der Vorwurf des suspendierten Priesters an seine Kirche: „Ich denke, es ist unredlich, so eine Entscheidung, die so sehr in das Persönliche eingreift, von einem jungen Menschen zu verlangen.“

Die Seminaristen sind bei ihrer Priesterweihe immerhin bereits erwachsene Männer von 23 Jahren an aufwärts. Außerdem heiraten manche Menschen schon deutlich früher, was nichts daran ändert, daß sie an ihr Eheversprechen gebunden bleiben.

Erstaunlich erscheint mir auch folgende Bemerkung des Geistlichen, der sich vom Zölibat (Ehelosigkeit der kath. Priester) gelöst hat:

„Negativ beeinflusst hätten ihn auch Aussagen des ehemaligen Bischofs Gerhard Ludwig Müller: „Priester brauchen keinen freien Tag. Sie sind rund um die Uhr für die anderen da. Da kriegt man einen dicken Hals, wenn man das gelegentlich hört.“

Abgesehen davon, daß Müller zwar ein Bischof „außer Dienst“ ist, aber kein „ehemaliger“ Bischof (die Bischofsweihe kann man bekanntlich nicht „abkratzen“, ebensowenig wie die Priesterweihe), so geht es bei dieser Aussage nicht speziell um den Zölibat, sondern um die allgemeine Verfügbarkeit der Priester bzw. um die Frage, ob sie sich am Montag einen „freien Tag“ genehmigen sollen, wie es vielfach praktiziert wird.

Natürlich ist ein solcher Wunsch menschlich verständlich, aber von einem katholischen Priester kann und darf der Gläubige wohl mehr erwarten als von „Hinz und Kunz“, denn wem viel gegeben wird, von dem wird auch viel verlangt, wie die Hl. Schrift sagt.

Wer wirklich ein Jünger Christi sein will, der ist tatsächlich „rund um die Uhr für die anderen da“.

Quelle für die Zitate: https://www.onetz.de/amberg-in-der-oberpfalz/vermischtes/priester-stefan-hirblinger-familie-statt-kirche-fuer-das-bistum-ein-gefallener-d1789957.html

 


Vatikanexperte Nersinger über die Causa Müller und die päpstliche „Spontanität“

Die „Badische Zeitung“ (BZ) veröffentlichte am heutigen Samstag (5.8.) ein Interview mit Ulrich Nersinger, einem katholischen Buch-Autor, Theologen und Vatikanexperten.

Unter dem Titel „Seine Spontanität ist mitunter kontraproduktiv“ äußert sich der 60-jährige Publizist auch zu der  –  im Ablauf sehr ungewöhnlichen  –  Entlassung von Kardinal Müller als Präfekt der Glaubenskongregation.

Auf die Frage von BZ-Redakteur Sebastian Kaiser, ob es sich hierbei um den Höhepunkt eines vatikanischen Machtkampfs handelt, sagt Nersinger, „natürlich“ habe es zwischen Papst und Müller Meinungsverschiedenheiten gegeben, aber durchaus auch Gemeinsamkeiten (z.B. eine „positive Sicht auf die Befreiungstheologie“).

Ob die inhaltlichen Differenzen ausreichen, um das Ende von Müllers Amtszeit zu erklären, sei aber fraglich: „Man darf die Konflikte und Intrigen im Vatikan, die auf den Papst einwirken, nicht unterschätzen.“

Nersinger fügt  – auch im Hinblick auf andere Entlassungen – hinzu: „Grundsätzlich sind die Personalentscheidungen des Papstes von sehr harten Schnitten gekennzeichnet – obwohl er doch eigentlich für Barmherzigkeit steht.“  –  Der Theologe erinnert sodann an die „Spontanität“ von Franziskus, die zu seinen „charakteristischen Wesenszügen“ zähle.

Zugleich sei sowohl in der Öffentlichkeit wie innerhalb der Kirche die „Betrachtung“ dieses Pontifikats in eine „neue Phase“ getreten und offenbar kritischer geworden: Man fragt sich, was dieser Papst möchte und was er überhaupt durchsetzen kann. Nicht alles ist offenbar so einfach, wie es sich Franziskus ursprünglich gedacht hat.“

Am gestrigen Freitag (4.8.) erschien in der linksgerichteten „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ein gegen Kardinal Müller gerichteter Online-Artikel mit den in diesen Kreisen üblichen Seitenhieben gegen den Ex-Glaubenspräfekten und früheren Oberhirten von Regensburg.

Wenig erstaunlich, daß sich die von der SZ zitierte Initiative „Wir sind Kirche“  –   für ihre „progressiven“ Ansichten seit langem bekannt   –  intensiv über Kardinal Müller beschwert.

Interessant freilich auch, was die SZ im nächsten Absatz einräumt:

„Wer die Geistlichen im Bistum fragt, hört dagegen nur Nettes über Müller. „Ich habe den Eindruck, dass sich alle freuen“ auf seinen Besuch, sagt Walter Karger, Diakon in Donaustauf. Für Karger war Müller immer „wie ein Bischof von nebenan, mit dem man gern am Tisch sitzt“.

Fotos: Radio Vatikan, Bistum Regensburg


Bistum Regensburg lädt Katholiken zu Telefonaten ein – fünf Geistliche hören zu

Alle Katholiken des Bistums Regensburg sind vom 22. Juli bis zum 22. August eingeladen, Vertreter des Bistums anzurufen. Die Themen bestimmen die Anrufer. Ob Zweifel, Ärger, offene Fragen: angesprochen werden soll alles, was bewegt.

In den vergangenen beiden Jahren nahmen sehr viele Menschen die sommerliche Gesprächseinladung des Bistums an. Deshalb stehen in diesem Jahr vier Priester und ein Diakon zur Verfügung, um zuzuhören.

Die Gesprächspartner:

Thomas Pinzer ist 52 Jahre alt. Er wurde 1989 zum Priester geweiht. Seit 2016 leitet er das Seelsorgeamt im Bistum Regensburg. Seine Themen berühren eine große Vielfalt menschlichen Lebens. Er war bis 2005 Jugendpfarrer und gilt als Torjäger der bayerischen Fußball-Klerusauswahl.

Sie erreichen ihn vom 27.7. bis 14.8.2017 unter der Nr. 0175 4334 634.

Manfred Strigl (siehe 1. Foto) ist 55 Jahre alt. Er wurde 1987 zum Priester geweiht. Seit 2015 ist er Regionaldekan für die Region Weiden und Leiter von Haus Johannisthal. Viele der Angebote seines Hauses wenden sich an alle Menschen, die neue Zugänge zu sich selbst suchen, die sich Zeit nehmen wollen, um auf ihr Leben zu schauen.

Sie erreichen ihn vom 22.7. bis 6.8. und vom 13.8. bis 20.8. unter der Nr. 01573 4878 428.

Michael Weißmann (siehe 2. Foto) ist 1969 in Regensburg geboren und Vater von zwei Kindern. 2001 wurde er zum Ständigen Diakon geweiht. Seit 2016 leitet er den Diözesan-Caritasverband. Die verbandliche Caritas leistet ihren Dienst in vielen sozialen Bereichen, beispielsweise in Krankenhäusern, Sozialstationen, Altenhilfe, Kindergärten und Beratungsstellen. Daneben gibt es in jeder Pfarrgemeinde eine lebendige Caritas.

Sie erreichen ihn vom 22.7. bis zum 15.8. unter der Nr. 0151 7302 9484.

Holger Kruschina wurde 1971 in Kemnath geboren. 1996 wurde er zum Priester geweiht. Seit 2011 leitet er die Pfarrei in Roding. Eine seiner großen Leidenschaften ist das Singen, er wird auch gerne der „singende Pfarrer“ genannt.

Sie erreichen ihn vom 22.7. bis 31.7.2017 und vom 14.8. bis 22.8. unter der Telefonnummer 09461 1302.

Egon Dirscherl ist 50 Jahre alt. Er wurde 1992 zum Priester geweiht. Seit 1998 leitet er die Pfarrei in Eggenfelden. Er sieht sich als Seelsorger und geistlicher Begleiter der Menschen seiner Pfarrei.

Sie erreichen ihn vom 22.7. bis 20.8. unter der Telefonnummer 0177 1689 798.

Nicht immer werden alle Ansprechpartner gleichzeitig zu erreichen sein. Die beste Anrufzeit ist zwischen 10 Uhr und 18 Uhr.

Anlass der Sommeraktion ist die Veröffentlichung der Jahreszahlen der Katholischen Kirche durch das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Meist schaut die Öffentlichkeit vor allem auf die Kirchenaustritte. 2016 kehrten im Bistum Regensburg 6.342 Menschen der Katholischen Kirche den Rücken zu. Das waren 290 Personen weniger als im vorhergehenden Jahr. Die Austrittsquote liegt bei 0,5 %.

Der Rückgang kann in keiner Weise beruhigen. Jeder einzelne Mensch, der die Kirche verlässt, ist ein großer Verlust. Der Glaube der Kirche ist ihm fremd geworden. Christus spielt keine große Rolle mehr in seinem Leben. Ob das wirklich so ist und warum, wollen manche von Soziologen oder Zeitgeistforschern wissen. Andere befragen die Demoskopie. Das Bistum Regensburg bittet die Menschen um ihr Wort. Wir versprechen Ihnen anregende Gespräche.

Einladung zu einem Treffen in Windischessenbach:

Herzlich laden wir darüber hinaus zu einem Wochenende ein:
10. – 12. November 2017
im Haus Johannisthal, Johannisthal 1
92670 Windischeschenbach

Zwei Tage für Zweifel, Kirchenkritik, offene Fragen und Suchende … in der herrlichen Natur des Johannisthals bei gutem Essen und in einem Haus, dessen Architektur diese Natur aufgreift.
Anmelden können Sie sich unter:
Tel.: 09681 40015-0
E-Mail: kontakt@haus-johannisthal.de
Internet: www.haus-johannisthal.de

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg: http://www.bistum-regensburg.de