BKU-Chef Ulrich Hemel schlägt eine schrittweise Lockerung für Gottesdienste vor

Der Bund Katholischer Unternehmer tritt für eine gut überlegte, schrittweise Wiederbelebung des öffentlichen Lebens ein, wie das Kölner Domradio meldet.

Das gelte sowohl für Schulen wie für die Wirtschaft, aber auch für den öffentlichen Gottesdienst: https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2020-04-14/wir-haengen-alle-voneinander-ab-katholische-unternehmer-fuer-kluge-und-schrittweise-lockerung

Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel ist Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). Zur Frage des Domradios, ob angesichts der Corona-Krise die Hygieneregeln in der Kirche korrekt beachtet werden können, antwortet er:

„Ich finde, sie können gut umgesetzt werden. Das ist eine Aufgabe für alle Beteiligten. Man kann zwischen Kirchenbänken Platz lassen und die Abstandsregel durchaus realisieren. Auch hier, denke ich, sollten wir über eine kluge, schrittweise Lockerung diskutieren.“

 


BKU-Forum: Bestechungsgelder sind oft auch betriebswirtschaftlich unsinnig

Ex-Obi-Chef: Orientierung an den Zehn Geboten

Bestechung ist nicht nur unmoralisch, sondern meist auch ein schlechtes Geschäft. Zu diesem Ergebnis kamen Anti-Korruptionsexperten bei einem Forum des BKU (Bund Katholischer Unternehmer) und der kath. Akademie Rabanus Maurus, das am 10. September in Frankfurt stattfand.

Dem 1949 gegründeten BKU gehören nach eigenen Angaben rund 1200 Inhaber-Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte an.

Der Begründer des Korruptionswahrnehmungsindex, Prof. Johann Graf Lambsdorff, sagte, in vielen Unternehmen habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich Geschäfte, bei denen Bestechungsgelder fließen, betriebswirtschaftlich nicht lohnen. Denn oft führe ein korruptes Verhalten der Geschäftspartner auch bei den eigenen Mitarbeitern zur Untreue. 

Der Gründer der Bau- und Heimwerkermarktkette OBI, Prof. Manfred Maus, sagte in einer Podiumsdiskussion, er habe aus christlicher Verantwortung dafür gesorgt, dass sein Unternehmen keine Bestechungsgelder zahle. Seit seiner Kindheit orientiere er sich an den Zehn Geboten.

Als von ihm für die Ansiedlung eines OBI-Marktes in Shanghai (Rot-China) 20.000 US-Dollar Schmiergeld gefordert wurde, habe er auf den Bau verzichtet. Inzwischen habe sich auch in China die Erkenntnis durchgesetzt, dass Korruption die wirtschaftliche Entwicklung gefährde.

Prof. Maus räumte aber auch ein, in Fragen der Bestechung nicht makellos zu sein. So sei ein Partner in Moskau kurz vor der Einweihung eines OBI-Marktes mit dem Hinweis konfrontiert worden, dass die Verlegung einer Gasleitung ein halbes Jahr dauern werde. So lange müsse das Geschäft geschlossen bleiben. Der Partner habe dann mit 20.000 Euro das Problem aus der Welt geschafft. Maus wusste davon: „Im Sinne meiner christlichen Überzeugungen habe ich eine Sünde begangen.“

Quelle: http://www.idea.de


BKU-Chefin Dött gegen Verkürzung der Elternzeit: auf das Kindeswohl kommt es an!

„Staatliche Ordnung muß familiengerecht werden, nicht die Familien arbeitsgerecht“

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hält eine Verkürzung der Elternzeit auf zwölf Monate nicht für angemessen.

„In den ersten Lebensjahren entwickeln sich die entscheidenden Grundlagen für die Entfaltung der Persönlichkeit jedes Kindes. Es gibt gute Gründe dafür, dass in dieser Lebensphase der höchstpersönlichen Erziehung durch die Eltern gegenüber der eigenständigen Erwerbstätigkeit eine besondere Bedeutung zukommt und die Gemeinschaft es einem Elternteil ermöglichen muss, nicht erwerbstätig zu sein“, sagte die Bundesvorsitzende des BKU, Marie-Luise Dött, die zugleich als CDU-Bundestagsabgeordnete tätig ist.

„In unserem BKU-Arbeitskreis „Bildung“ haben wir diese Fragen intensiv diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Elternzeit und Elterngeld ein sachgerechter Ausdruck dieser Erkenntnis sind“, erklärte die BKU-Chefin weiter.

Entscheidendes Kriterium der Gewichtung von Erziehungsarbeit und Erwerbsarbeit sei das Kindeswohl.

Die Entscheidungshoheit hierüber liege bei den Eltern:

„Eltern muss eine umfassende Flexibilität und Wahlfreiheit ermöglicht werden, auf sehr unterschiedliche und individuelle Weise die Erziehung ihrer Kinder mit Erwerbstätigkeit zu verbinden. Staatliche Ordnung, Gesellschaft und Wirtschaft müssen familiengerecht werden, nicht die Familie arbeitsgerecht. Zu dieser Verantwortung bekennen sich die katholischen Unternehmer ausdrücklich“, sagte Dött.

Dazu gehöre auch, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ganz auf die Familie zu konzentrieren. Die Dreijahres-Regelung entspreche zugleich dem Zeitraum, für den in der gesetzlichen Rentenversicherung Rentenansprüche für die Kindererziehung gewährt werden.

Hier gehts zum Grundsatzpapier des BKU „Bildung für alle“, das auch ein Konzept für den frühkindlichen Bereich umfaßt: hier.

Der BKU: Dem 1949 gegründeten BKU gehören über 1200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.


BKU und KKV pro „Rente mit 67“

Angesichts der demografischen Entwicklung (Geburtenrückgang)  ist die „Rente mit 67“ unumgänglich. Das hat der Bundesvorsitzende des Bundesverbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Bernd Wehner, betont.

Er reagiert damit auf die Infragestellung der Rente mit 67 durch den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Dieser hatte gefordert, daß zuerst die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 Jahre verbessert werden müssten. Auch der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) bezeichnete Seehofers Einwände gegenüber den beschlossenen Maßnahmen als verheerend.

Nach Elisabeth Schulte, Leiterin des BKU-Arbeitskreises „Soziale Ordnung“, dürfen junge Menschen nicht mit immer größeren Sozialkosten belastet werden. Gerade als Christen müsse man sich in dieser Hinsicht verantwortlich zeigen, so Schulte.

Quelle: Radio Vatikan