Unionsfraktion lobt mutigen Schritt der unterdrückten Christen in Pakistan

Christliche Organisationen im islamisch regierten Pakistan fordern anlässlich des „Tages der Minderheiten“ ein Gesetz gegen religiöse Diskriminierung. Hierzu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Es ist ein mutiger Schritt der Christen in Pakistan, ihre konkrete Forderung gegen religiöse Diskriminierung und für Religionsfreiheit an die Politik zu richten. Die Lage der religiösen Minderheiten in Pakistan gibt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion immer wieder Anlass zur Sorge.

Christen, Hindus aber auch muslimische Minderheiten wie die Ahmadiyya leiden in Pakistan unter Bedrängung und Unterdrückung aufgrund ihrer Religion.

Neben Diskriminierungen im Alltag leiden religiöse Minderheiten insbesondere unter Blasphemievorwürfen. Das pakistanische Blasphemiegesetz ist eines der umstrittensten Gesetze, wenn es um das Menschenrecht Religionsfreiheit geht.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat erfolgreich darauf gedrungen, einen EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit einzusetzen. Zusätzlich fordert die Unionsfraktion nun einen eigenen Religionsbeauftragten auf Ebene der Bundesregierung, um dem Thema in Zukunft noch mehr Nachdruck zu verleihen.“

Hintergrund:
In Pakistan bestehen Einschränkungen vor allem der negativen Religionsfreiheit, die sich besonders in einzelgesetzlichen Regelungen, z.B. im Strafrecht finden. Außerdem werden Blasphemievorwürfe, zum Beispiel gegen Konvertiten oder „Apostaten“, immer wieder zum Anlass oder als Vorwand für Mob-Gewalt oder Mordanschläge genommen. In Pakistan reicht das Strafmaß für Blasphemie bis zur Todesstrafe (Art. 295-C des Strafgesetzbuchs).

Advertisements

Vor siebzig Jahren entstand der Staat Pakistan IGFM: Politische Gefangene freilassen!

Anlässlich des 70. Jahrestags der Unabhängigkeit Pakistans am 14. August weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt auf die hohe Zahl von Menschenrechtsverletzungen, insbesondere Todesurteile und Hinrichtungen hin.

Davon sind vor allem Angehörige der Minderheiten dort betroffen. Rund 90 Prozent der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 5 Prozent Schiiten, je knapp zwei Prozent Ahmadiyya und Christen.

Im Jahr 1956 erklärte sich Pakistan zur Islamischen Republik, seit der Jahrtausendwende ist es faktisch eine Atommacht.

Die IGFM fordert Präsident Mamnoon Hussain auf, anlässlich des Staatsjubiläums Zeichen der Versöhnung zu setzen und politische Gefangene sowie sogenannte „Blasphemie-Gefangene“ zu begnadigen und frei zu lassen.

Mit der Loslösung von Indien und der Gründung des neuen und eigenständigen Staates Pakistan am 14. August 1947 sollte nach dem Willen der Partei All-India Muslim League in Britisch-Indien um den Widerstandskämpfer Muhammad Ali Jinnah die politische und wirtschaftliche Gleichberechtigung der Muslime sichergestellt werden.

Andere Minderheiten unterstützten die Idee, ebenfalls in der Hoffnung auf Gleichberechtigung. „Sie dachten, dass es besser sei, mit Muslimen als mit Hindus zu leben, weil sie dieselbe Diskriminierung wie wir im indischen Subkontinent erlitten hatten“, kritisiert die pakistanische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Anthony, die der Minderheit der Christen und der IGFM angehört.

Zu den Hauptopfern der Unterdrückung zählen neben den Christen die Ahmadiyya-Muslime. Im Jahr 1974 erklärte das pakistanische Parlament die Ahmadiyya zur nicht-islamischen Minderheit, woraufhin die Verfolgung der Ahmadiyya eskalierte.

Zentrale Instrumente zur Unterdrückung Andersgläubiger und Andersdenkender, unter denen auch die Christen leiden, sind die sog. „Blasphemie“-Gesetze (Islamkritik, „Beleidigung“): Fadenscheinige Vorwürfe, falsche Anklagen, unfaire Gerichtsurteile und sogar Lynchjustiz sind die Folgen ihres Missbrauchs für persönliche und familiäre Rachefeldzüge.

„Unter dem Druck radikalislamischer Abgeordneter im Parlament und durch den Druck gewaltbereiter extremistischer Gruppen und Terrorzellen ist die pakistanische Regierung nicht in der Lage, das Gesetz zu ändern, geschweige denn abzuschaffen“, erklärt Michaela Koller (siehe Foto), IGFM-Referentin für Religionsfreiheit.

Die Blasphemiegesetze dienen auch zur Rechtfertigung von Verbrechen, wie im Fall des Lynchmords an dem säkular-muslimischen Studenten Mashal Khan:

Der 23-jährige Mann aus der pakistanischen Stadt Mardan wurde am 13. April dieses Jahres Opfer eines kalkulierten Mordaufrufs, nachdem er zuvor durch Kritik am Missmanagement seiner Universität und an sozialen Missständen angeeckt war. Die Täter hatten den Studenten der Blasphemie beschuldigt und so Kommilitonen und Universitätsmitarbeiter gegen ihn aufgestachelt, die mit Gegenständen auf ihr Opfer einschlugen und ihn aus dem zweiten Stock des Studentenheims warfen.

Siebzig Jahre nach der Gründung Pakistans sind schwerste Menschenrechtsverletzungen, politische Gefangene und Blasphemie-Gefangene Normalität. Von Gleichberechtigung ist nichts geblieben. Sklaverei in Form von Zinsknechtschaft, sowie systematische Kinderarbeit sind keine Seltenheit. Das Land leidet unter Korruption und Terrorismus. Versammlungsorte von Schiiten, Anhängern des Sufismus oder von Christen sind Ziel von Terroranschlägen.

Pakistan ist ein negatives Beispiel für ausufernden religiösen Extremismus und den Abbau von Rechtsstaatlichkeit.

Weitere Infos: www.igfm.de/pakistan


Pakistan: Evangelischer Familienvater wegen „Islamkritik“ festgenommen

Der evangelische Christ Babu Shahbaz aus Kamahan in der Nähe von Lahore wurde wegen angeblicher Blasphemie (= Islamkritik) von der pakistanischen Polizei festgenommen. csm_igfm_poster_art-09_6946dac2d0

Am 30. Dezember 2016 wurde gegen Shahbaz auf der Grundlage des sog. Blasphemieparagraphen 295b Anzeige erstattet. Der Muslim Haji Nadeem beschuldigt den Christen, Seiten aus dem Koran ausgerissen und auf die Straße geschmissen zu haben.

Der 41-jährige Shahbaz ist verheiratet und hat drei Kinder. Während der vergangenen 15 Jahre lud er immer wieder zu Gebetstreffen in seinem Haus ein. Viele Christen und Muslime nehmen an den Veranstaltungen teil und bitten um einen besonderen Segen.

Die wachsende Beliebtheit von Babu Shahbaz war jedoch vielen Muslimen ein Dorn im Auge.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst  – Foto: HMK


Junger pakistanischer Christ ist „Gefangener des Monats“

Als „Gefangenen des Monats August“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die evangelische Nachrichtenagentur IDEA den pakistanischen Christen Sajjad Masih Gill (siehe Foto) benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. gill_masih_sajjad_gdm_pr13_a683fe4e11

Ein Gericht im islamisch-pakistanischen Gojra (Provinz Punjab) hatte den 28-Jährigen am 13. Juli wegen angeblicher „Blasphemie“ zu lebenslanger Haft verurteilt. Er gehört zur evangelischen Freikirche der Adventisten.

Mehrere islamische Religionsvertreter beschuldigen ihn, „blasphemische“ Inhalte per SMS von seinem Mobiltelefon verschickt zu haben.

Die IGFM bezeichnet Anklage und Urteil gegen den jungen Christen als höchst fragwürdig. Es gebe keine Beweise dafür, dass von dem beschlagnahmten Mobiltelefon lästerliche Botschaften versandt wurden. Sajjid Masih beteuert seine Unschuld.

Nach Angaben von Menschenrechtlern werden die Blasphemie-Gesetze in Pakistan  –  sie richten sich gegen die Beleidigung des Islam und seines Propheten Mohammed – immer wieder dazu mißbraucht, um gegen religiöse Minderheiten wie die Christen vorzugehen.

Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, beim neuen pakistanischen Staatspräsidenten Mamnoon Hussain gegen das offenkundig haltlose Urteil zu protestieren. 

Quelle: http://www.idea.de


IGFM beklagt: Muslimbruderschaft beherrscht ägyptische Justiz

Hohe Geldstrafe für angebliche Islam-Kritik

Eine 24-jährige christlich-koptische Grundschullehrerin (siehe Foto) ist am vorigen Dienstag wegen angeblicher „Blasphemie“ bzw. Islam-Kritik zu einer beispiellos hohen Geldstrafe von 100.000 Ägyptischen Pfund (rund 10.000 Euro) verurteilt worden. 4bb176e547

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat das Gericht im oberägyptischen Luxor „sowohl während des Verfahrens als auch im Strafmaß das ägyptische Recht grob missachtet“. Nach Einschätzung der IGFM sei dies beispielhaft dafür, in welchem Ausmaß sich die regierenden Muslimbrüder bereits die ägyptische Justiz unterworfen hätten und sich über bestehende Gesetze hinweg setzen.

Die verurteilte Lehrerin Demiana Ebeid Abdelnour ist nach Art. 171 des ägyptischen Strafrechts verurteilt worden, der ein Strafmaß von „100 bis 500 Ägyptischen Pfund oder Gefängnis“ ermögliche, so die IGFM. „Ein mittleres Monatseinkommen liegt in Ägypten bei etwa 500 bis 1.000 Ägyptischen Pfund. 100.000 Pfund sind nach örtlichen Maßstäben eine exorbitant hohe Summe“, erläutert IGFM Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die Lehrerin selbst war während der Verhandlung nicht anwesend und befindet sich gegenwärtig noch auf Kaution auf freiem Fuß. Einer ihrer Anwälte erklärte gegenüber der IGFM, dass Ebeid Abdelnour in Berufung gehen wolle. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die IGFM betonte, dass die Zahl der Anklagen und Prozesse wegen angeblicher Gotteslästerung sprunghaft gestiegen sei. So gab es unter dem ehemaligen Diktator Mubarak pro Jahr im Schnitt ein bis zwei Blasphemie-Prozesse. Mit der Machtübernahme der Muslimbrüder seien Blasphemie-Vorwürfe von einem Randphänomen zu einem Machtmittel geworden, erläutert die IGFM.

Weitere Ins zur Menschenrechtslage in Ägypten unter:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.html

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland

Foto: HMK


Ägypten: Kinder und Jugendliche kommen wegen vermeintlicher „Blasphemie“ in den Knast

Bei Verbrennung einer Bibel im Fernsehen geschieht jedoch nichts

So hatten sich die meisten Demonstranten das „neue Ägypten“ wohl nicht vorgestellt: Wegen angeblicher Blasphemie kommen Jugendliche ins Gefängnis. Die Muslimbrüder und das Militär sorgen jetzt für eine Einheitsmeinung.

 „Wenn jemand einen islamkritischen Artikel schreibt, wandert er ins Gefängnis“, bilanziert der Journalist und Menschenrechtler Medhat Klada gegenüber livenet.ch. Äußert sich jemand aber gegen das Christentum, kann er dies problemlos tun.

„Als die Proteste gegen das Mohammed-Video vor zwei Wochen ihren Siedepunkt erreichten, zerriss der Imam Abu Islam, dem eine islamische TV-Station gehört, in einer Sendung eine Bibel und zündete sie an. Und er drohte, wenn Mohammed wieder beleidigt werde, uriniere er nächstes Mal auf eine Bibel.“

2100 Christen und Muslime klagten gegen den Imam. In einer Zeitung behauptete er, daß es keine echte Bibel gewesen sei, sondern eine Kopie. Er ging straffrei aus. Christen hingegen kommen hinter Gitter, wenn nur schon der Verdacht besteht, dass sie den Islam beleidigt haben könnten.

Zum Beispiel die Geografie-Lehrerin Niveen Gad: Die hochschwangere Koptin wurde aus dem Nichts heraus verhaftet. Ein Junge, dessen Vater ein Salafist ist, behauptete, sie habe Mohammed gelästert. Für zwei Tage saß sie im Gefängnis, bis der Anwalt herausfand, daß der Junge an besagtem Tag nicht einmal in der Schule war. Sie kam wieder frei, gedroht hätten ihr zwei Jahre Haft. Vergleichbare Fälle häufen sich.

Viele Christen wurden angeklagt, so etwa der 16-jährige Gamal Abdou Massoud (siehe Foto), der inzwischen im Gefängnis sitzt. Geht es nach dem Gericht, soll er noch für 2,5 Jahre dort bleiben  –  wegen angeblicher Beleidigung des Islam. Fanatische Muslime trachten nach seinem Leben und verbrannten zudem in seinem Heimatdorf sieben Häuser von Christen.

In Ägypten sei es mittlerweile so wie in Pakistan, schrieb Medhat Klada. Er denkt dabei an Makram Diab Said, einen Schulsekretär, der für sechs Jahre hinter Gitter soll  –  oder an Bishoy Kameel Kamel, einen Lehrer, der zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde  –  vor dem Gerichtsgebäude hatte ein Mob seinen Tod gefordert.

Selbst Kinder und Jugendliche erwischt der lange Arm der neuen Regierung. Die beiden Jungen Nabil Nagi Rezk (10) und Mina Nady Farag (9) spielten auf der Straße, einer der beiden ist Analphabet. Sie pinkelten draußen, wie es in ihrer Gegend üblich ist. Ein Muslim behauptete, sie hätten dies auf einen Koran getan. Die beiden landeten im Gefängnis. Durch den Druck westlicher Proteste kamen sie wieder frei. 

Autor: Daniel Gerber
Quelle: www.Jesus.ch

Pakistan: Elfjähriger Christenknabe schwer verstümmelt aufgefunden

Kürzlich wurde in der Provinz Punjab im islamischen Pakistan die grausam entstellte Leiche eines elfjährigen Christen aufgefunden. Die Leiche Samuel Yaquubs war schwer verstümmelt. Nase und Lippen waren abgetrennt und der Magen entfernt worden. Zudem wurden seine Beine verstümmelt.

Nach Polizeiangaben wurde der Körper später verbrannt und konnte kaum identifiziert werden. Angehörige identifizierten die Leiche anhand der Stirn des Jungen. Yaquub wohnte in der christlichen Siedlung in Faisalabad und wurde seit dem 20. August vermißt.

Zum letzten Mal war er auf dem Weg zum nahegelegenen Markt gesehen worden. Seine verstümmelten Überreste wurden am muslimischen Feiertag Eid ul-Fitr gefunden, der das Ende des Fastenmonats Ramadan markiert.

Ermittlungsbeamte versuchen nun herauszufinden, ob im Vorfeld der Tat Vorwürfe wegen Blasphemie bzw.  „Gotteslästerung“  gegen den Knaben erhoben wurden, was die Mutter bestreitet.

In Pakistan wird jede Kritik am Islam, dem Koran oder Mohammed als „Blasphemie“ streng bestraft.

Quelle: Webseite „Kopten ohne Grenzen“