Nigeria: Fünf entführte Schülerinnen geflohen

Nach der Entführung von 73 Schülern im nordnigerianischen Bundesstaat Zamfara ist fünf von ihnen die Flucht gelungen.

Die Mädchen konnten demnach fliehen, als die Entführer ihre Geiseln in kleinere Gruppen aufgeteilt hatten. Die Polizei bestätigte die Angaben.

Bewaffnete waren am Mittwochmittag in eine weiterführende Schule in Kaya im Landkreis Maradun eingedrungen und hatten 73 Schüler verschleppt. Die katholischen Bischöfe des Landes äußerten sich besorgt angesichts der vielen Entführungen der meist christlichen Schulkindern durch radikal-islamische Gruppen wie Boko Haram.

In Nigeria sind vor allem im Nordwesten allein seit Jahresbeginn rund 1.500 Schüler entführt worden. Damit wird Lösegeld erpresst.

Quelle. https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-09/nigeria-fuenf-entfuehrten-schuelerinnen-gelingt-die-flucht.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Nigeria: Islamisten entführten 73 Schulkinder

„Wir werden eine traumatisierte Generation junger Menschen haben“, warnen die katholischen Bischöfe Nigerias nach der Entführung von 73 Kindern der Tagesschule in dem Dorf Kaya im Bundesstaat Zamfara am gestrigen 1. September.

Die Nachricht kommt nur wenige Tage nach der Freilassung von drei anderen Geiselgruppen, die im Mai im Bundesstaat Niger im Norden Nigerias entführt worden waren, offenbar nach Zahlung eines Lösegelds.

Seit Dezember wurden mehr als 1000 – meist christliche – Kinder und Jugendliche aus Schulen im Norden Nigerias entführt.

Neben der Verschleppung von Studenten und Erwachsenen einschließlich Priestern weisen die Bischöfe auf die weit verbreitete Gewalt in Nigeria hin, die vor allem von radikal-islamischen Terrorgruppen und überwiegend muslimischen Nomadenstämmen ausgeht.

Quelle: Fidesdienst


Nigeria: Kath. Priester von Terroristen entführt

In Nigeria wurde ein weiterer Priester entführt. Es handelt sich um Harrison Egwuenu, Rektor des St. George’s College in Obinomba. Der katholische Geistliche wurde am 15. März in Abraka im Süden Nigerias entführt.
Laut lokalen Quellen feuerten die Entführer zunächst in die Luft, um Passanten zu erschrecken, holten den Priester aus seinem Auto und ließen das Fahrzeug am Straßenrand zurück. Ein Zeuge soll am Ort der Entführung etwa fünfzehn Kalaschnikow-Patronen gefunden haben.

Entführungen zum Zweck der Erpressung entlang von großen Verkehrsverbindungen werden ebenso wie Massenentführungen von Schülern in Nigeria immer häufiger. Unter den Opfern befinden sich auch mehrere Priester und Ordensleute, obwohl die nigerianische Bischofskonferenz kein Lösegeld zahlt.

Vor den Auswirkungen der zunehmenden Unsicherheit durch kriminelle Banden, bewaffnete Überfälle der meist muslimischen Fulani-Hirten und Aktionen der radikal-islamischen Milizen von Boko Haram warnen die Bischöfe des Landes eindringlich in einer gemeinsamen Botschaft.

Quelle: Fidesdienst


Russische Orthodoxie regt Allianz gegen Christenverfolgung in Afrika an

Das russisch-orthodoxe Moskauer Patriarchat schlägt die Gründung einer ökumenischen „Allianz für die Verteidigung der verfolgten Christen in Afrika“ vor. Das sagte der Außenamts-Leiter des Patriarchats, Metropolit Hilarion.

Der Moskauer Patriarch Kyrill I. habe bereits im November 2019 habe beim „Interreligiösen Gipfel“ in Baku darauf aufmerksam gemacht, dass die Christen in Nigeria einem „Genozid“ ausgesetzt seien. Er habe damals die religiösen Führungspersönlichkeiten aus aller Welt aufgefordert, ihre Stimme zur Verteidigung der Christen zu erheben.

In Ostafrika wiederum schlage die in Somalia beheimatete Terrororganisation „Al-Shabaab“ immer wieder auch in Kenia zu, erinnerte Metropolit Hilarion. Die bevorzugte Taktik seien dabei Überfälle auf Linienbusse. Die Terroristen trennten die Christen von den anderen Fahrgästen und ermordeten sie.

Der „Islamische Staat“ sei zwar im Nahen Osten zerschlagen, aber IS-Milizen hätten sich mittlerweile in Afrika durch ihre Kooperation mit „Al-Shabaab“ und der nigerianischen Terrorgruppe „Boko Haram“ eine neue Machtbasis geschaffen. In jüngster Zeit hätten die IS-Terroristen auch blutige Überfälle auf die christliche Bevölkerung in Mosambik und im Kongo gestartet.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/russland-kirche-religionsfreiheit-christenverfolgung-afrika.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Boko Haram entführte hunderte Schüler

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat sich zu der Entführung von über 300 nigerianischen Schülern bekannt. Das Nachrichtenportal Daily Nigerian erhielt eine entsprechende Audio-Botschaft des BK-Anführers Abuibakar Shekau.

„Was in Katsina passiert ist, soll den Islam stärken und ‘unislamischen’ Praktiken wie einer westlichen Erziehung eine Absage erteilen. Diese verbieten Allah und sein heiliger Prophet“, heiße es darin. Zudem würde an den Schulen nicht gelehrt, was der islamische Glauben gebiete.

Am Freitag waren zahlreiche Kinder aus einer Oberschule in der Stadt Kankara entführt worden, die im Bundesstaat Katsina im Norden des westafrikanischen Landes liegt. Wie viele Schüler tatsächlich verschleppt wurden, ist unklar. Die Regierung spricht von 333 Personen. Ein Journalist der nigerianischen Zeitung Daily Trust will in einem Schulregister hingegen die Angabe von 668 Vermißten gesehen haben.

Ende November hatte ein Milizenführer des Landes Boko Haram bereits für die Ermordung von mehr als hundert Reisbauern verantwortlich gemacht.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/boko-haram-entfuehrung/


110 Bauern und Arbeiter bei Islamisten-Anschlag in Nord-Nigeria ermordet

Nach Angaben der UNO wurden am 28. November im Dorf Zabarmari im Bundesstaat Borno im Norden Nigerias über 110 Bauern und Landarbeitern von Kämpfern der radikal-islamischen Boko Haram ermordet.

Am frühen Nachmittag führten bewaffnete Männer auf Motorrädern einen brutalen Angriff auf Zivilisten durch, die auf den Feldern in Koshobe und anderen ländlichen Gemeinden im Gebiet von Jere auf den Feldern arbeitete“, berichtet Edward Kallon, Koordinator der humanitären Hilfen in Nigeria.

Unterdessen beklagt der katholische Erzbischof Ignatius Kaigama von Abuja, dass die islamisch-nigerianische Regierung die katholische Kirche von Hilfsprogrammen für die Opfer des Terrorismus der Boko-Haram-Bewegung ausschließt.

„Die katholische Kirche mit ihrer Erfahrung im Umgang mit den Armen und ihrer Unterstützung für die Opfer von Terrorismus und anderen Katastrophen wird überraschenderweise nicht in bei der Zuweisung von Hilfe durch ausländische Regierungen berücksichtigt“, so Erzbischof Kaigama in einer Erklärung.

Quelle: Fidesdienst


Islamisten in Nigeria: Weitere Massenmorde von Boko Haram und Fulani-Nomaden

In der vergangenen Woche starben über 260 Menschen bei verschiedenen Angriffen der islamischen Terrormiliz Boko Haram und anderer bewaffneter Gruppen (meist muslimische Fulani-Nomaden) hauptsächlich in der nördlichen Region des Landes. 

Laut “Security Tracker of Nigeria”, der gewalttätige Vorfälle mit politischem und sozialem Hintergrund dokumentiert, verzeichnete der Bundesstaat Borno mit 114 Todesfällen die höchste Opferzahl, gefolgt vom Bundesstaat Katsina, in dem 75 Menschen ermordet wurden.

“Die Übergriffe von Nomaden auf sesshafte Bauern sind eine ernsthafte Bedrohung, die zu einer Zunahme der Hungersnot im Land führen könnte“, erklärt der katholische Bischof Paulinus Ezeokafor von Awka.

„Viele Bauern haben jetzt Angst, in ihre Höfe zurückzukeheren, und fürchten sich, von Hirten getötet zu werden“, sagte Bischof Ezeokafor am 14. Juni in der Predigt.

Bischof Ezeokafor forderte die nigerianische Regierung auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Massaker zu beenden.

Unterdessen äußerte die „South East Town Union” (ASETU) Bedenken im Hinblick auf die jüngste Ankunft junger Männer aus dem Norden des Landes im Südosten. In einem Brif an die Gouverneure der Staaten warnte der Verband:

„Im Südosten und in anderen Teilen Nigerias ist die Bevölkerung Morden und Vergewaltigung durch Nomaden ausgesetzt. Die Menschen haben jetzt Angst, ihr angestammtes Land zu bewirtschaften“.

Quelle: Fidesdienst

 


Kamerun: Ermordungen, Kindesentführungen und Plünderungen durch Islamisten

Am 6. Januar 2020 überfielen Islamisten –  mutmaßlich Kämpfer von Boko Haram  –  die drei Dörfer Hitawa, Hitere and Moudouko nahe der Grenze zu Nigeria. Sie ermordeten drei Christen, entführten mindestens drei christliche Kinder und plünderten über 200 Häuser.

Am 7. und 8. Januar folgten weitere Angriffe und Plünderungen auf benachbarte Dörfer. Dabei kam ein bislang nicht identifizierter Mann ums Leben.

Die islamistische Gruppe Boko Haram hat seit einiger Zeit ihre Aktivitäten in der Provinz Far North deutlich ausgeweitet. Dabei kommt es immer wieder zu massiven Zerstörungen und gezielten Angriffen auf die dort lebenden Christen.

Der Angriff am 6. Januar dauerte von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens, wie eine örtliche Kontaktperson der Hilfsorganisation Open Doors mitteilte.

Bei den in Moudouko getöteten Christen handelt es sich um den 21-jährigen Kidkaye Antoine, den 62-jährigen Medge Guidkaye, Vater von vierzehn Kindern, und den 50-jährigen Shele Ndouvagui, der sieben Kinder hinterlässt.

In Hitere wurden Wabayé Viché (40 J.) und Teweshé Ezechiel, Vater von zwölf Kindern, ermordet. Einer seiner Söhne, Hawadak Teweshé, wurde zusammen mit zwei anderen Jungen, Warda Josue aus Moudouko und Feuleongwi Yadak aus Hitere, entführt.

Die Angreifer kehrten in den Tagen nach dem ersten Angriff mehrfach zurück und verübten weitere Überfälle. Am 7. und 8. Januar griffen sie die Dörfer Nguedjele und Gochime an. Auch hier plünderten sie nach Angaben einer Kontaktperson viele Häuser und nahmen Lebensmittel und Kleidung mit. Der Angriff zwang die Menschen aus Hitawa, die in Gochime Zuflucht gesucht hatten, erneut zur Flucht. In Nguedjele wurde mindestens eine Person ermordet, sie konnte allerdings noch nicht identifiziert werden.

Obwohl Kamerun allgemein von religiöser Toleranz geprägt ist, wecken die verstärkten Übergriffe von Islamisten Erinnerungen an die gewaltsame Ausbreitung des Islam in den vergangenen Jahrhunderten. Damals führten Fulani einen Dschihad in den nördlichen Regionen, durch den die einheimische Bevölkerung gewaltsam zur Annahme des Islam gezwungen wurde.

Quelle: Open Doors – 1. Foto: Hilfsaktion Märtyrerkirche  –  Gemälde: Evita Gründler


Nigerias islamische Terrorgruppe Boko Haram ermordete über 50 Fischer im Tschadsee

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram haben mindestens 50 Menschen auf einer Insel im Tschadsee ermordet. Das sagte ein lokaler Beamter der BBC.

Bei den Getöteten handelt es sich um Opfer aus verschiedenen Nationalitäten. Die meisten seien Fischer gewesen, die auf dem See gefischt haben.
Das Verbrechen soll bereits Ende Dezember passiert sein – und erst jetzt, nachdem einige Gemeindemitglieder einen Suchtrupp in die Gegend des Angriffs geschickt haben, bekannt geworden sein.
Die Suchtruppe fand im Gewässer treibende Leichen, berichtet die BBC.
Die Regionalgouverneurin Midjiyawa Bakary bestätigte, dass der Angriff stattgefunden habe.

Auch am Freitag fand eine weitere Attacke auf ein Dorf statt. Bei Kämpfen seien mindestens 23 Menschen ermordet worden. Eine bewaffnete Gruppe überfiel ein Dorf im zentralnigerianischen Bundesstaat Kogi und brannte Teile davon nieder, wie die Zeitung „The Vanguard“ berichtete.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/nigeria-boko-haram-anschlag-tote-fischer-tschad-hirten.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Nigeria: Wieder Terror durch Boko Haram

In Nigeria sind an Weihnachten sieben Menschen durch die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram getötet worden. Die Dschihadisten griffen das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf Kwarangulum im Bundesstaat Borno im Nordosten des Landes an.

Boko Haram und und deren Ableger, der „Islamische Staat“ in der westafrikanischen Provinz (ISWAP), haben kürzlich ihre Angriffe auf militärische und zivile Ziele verstärkt.

DBereits im April hatte Boko Haram das Dorf Kwarangulum angegriffen und es komplett niedergebrannt. Den Einwohnern war die Flucht gelungen, nachdem Beobachter sie vor den nahenden Kämpfern gewarnt hatten.

Bei dem jahrzehntelangen Konflikt im Nordosten Nigerias wurden 36.000 Menschen getötet, rund eine Million verloren ihr Zuhause, so die Vereinten Nationen. Die Gewalt breitete sich auch in die Nachbarstaaten aus.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-12/nigeria-boko-haram-kwarangulum-borno-chibok-angriff.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE