Russische Orthodoxie regt Allianz gegen Christenverfolgung in Afrika an

Das russisch-orthodoxe Moskauer Patriarchat schlägt die Gründung einer ökumenischen „Allianz für die Verteidigung der verfolgten Christen in Afrika“ vor. Das sagte der Außenamts-Leiter des Patriarchats, Metropolit Hilarion.

Der Moskauer Patriarch Kyrill I. habe bereits im November 2019 habe beim „Interreligiösen Gipfel“ in Baku darauf aufmerksam gemacht, dass die Christen in Nigeria einem „Genozid“ ausgesetzt seien. Er habe damals die religiösen Führungspersönlichkeiten aus aller Welt aufgefordert, ihre Stimme zur Verteidigung der Christen zu erheben.

In Ostafrika wiederum schlage die in Somalia beheimatete Terrororganisation „Al-Shabaab“ immer wieder auch in Kenia zu, erinnerte Metropolit Hilarion. Die bevorzugte Taktik seien dabei Überfälle auf Linienbusse. Die Terroristen trennten die Christen von den anderen Fahrgästen und ermordeten sie.

Der „Islamische Staat“ sei zwar im Nahen Osten zerschlagen, aber IS-Milizen hätten sich mittlerweile in Afrika durch ihre Kooperation mit „Al-Shabaab“ und der nigerianischen Terrorgruppe „Boko Haram“ eine neue Machtbasis geschaffen. In jüngster Zeit hätten die IS-Terroristen auch blutige Überfälle auf die christliche Bevölkerung in Mosambik und im Kongo gestartet.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/russland-kirche-religionsfreiheit-christenverfolgung-afrika.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Boko Haram entführte hunderte Schüler

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat sich zu der Entführung von über 300 nigerianischen Schülern bekannt. Das Nachrichtenportal Daily Nigerian erhielt eine entsprechende Audio-Botschaft des BK-Anführers Abuibakar Shekau.

„Was in Katsina passiert ist, soll den Islam stärken und ‘unislamischen’ Praktiken wie einer westlichen Erziehung eine Absage erteilen. Diese verbieten Allah und sein heiliger Prophet“, heiße es darin. Zudem würde an den Schulen nicht gelehrt, was der islamische Glauben gebiete.

Am Freitag waren zahlreiche Kinder aus einer Oberschule in der Stadt Kankara entführt worden, die im Bundesstaat Katsina im Norden des westafrikanischen Landes liegt. Wie viele Schüler tatsächlich verschleppt wurden, ist unklar. Die Regierung spricht von 333 Personen. Ein Journalist der nigerianischen Zeitung Daily Trust will in einem Schulregister hingegen die Angabe von 668 Vermißten gesehen haben.

Ende November hatte ein Milizenführer des Landes Boko Haram bereits für die Ermordung von mehr als hundert Reisbauern verantwortlich gemacht.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/boko-haram-entfuehrung/


110 Bauern und Arbeiter bei Islamisten-Anschlag in Nord-Nigeria ermordet

Nach Angaben der UNO wurden am 28. November im Dorf Zabarmari im Bundesstaat Borno im Norden Nigerias über 110 Bauern und Landarbeitern von Kämpfern der radikal-islamischen Boko Haram ermordet.

Am frühen Nachmittag führten bewaffnete Männer auf Motorrädern einen brutalen Angriff auf Zivilisten durch, die auf den Feldern in Koshobe und anderen ländlichen Gemeinden im Gebiet von Jere auf den Feldern arbeitete“, berichtet Edward Kallon, Koordinator der humanitären Hilfen in Nigeria.

Unterdessen beklagt der katholische Erzbischof Ignatius Kaigama von Abuja, dass die islamisch-nigerianische Regierung die katholische Kirche von Hilfsprogrammen für die Opfer des Terrorismus der Boko-Haram-Bewegung ausschließt.

„Die katholische Kirche mit ihrer Erfahrung im Umgang mit den Armen und ihrer Unterstützung für die Opfer von Terrorismus und anderen Katastrophen wird überraschenderweise nicht in bei der Zuweisung von Hilfe durch ausländische Regierungen berücksichtigt“, so Erzbischof Kaigama in einer Erklärung.

Quelle: Fidesdienst


Islamisten in Nigeria: Weitere Massenmorde von Boko Haram und Fulani-Nomaden

In der vergangenen Woche starben über 260 Menschen bei verschiedenen Angriffen der islamischen Terrormiliz Boko Haram und anderer bewaffneter Gruppen (meist muslimische Fulani-Nomaden) hauptsächlich in der nördlichen Region des Landes. 

Laut “Security Tracker of Nigeria”, der gewalttätige Vorfälle mit politischem und sozialem Hintergrund dokumentiert, verzeichnete der Bundesstaat Borno mit 114 Todesfällen die höchste Opferzahl, gefolgt vom Bundesstaat Katsina, in dem 75 Menschen ermordet wurden.

“Die Übergriffe von Nomaden auf sesshafte Bauern sind eine ernsthafte Bedrohung, die zu einer Zunahme der Hungersnot im Land führen könnte“, erklärt der katholische Bischof Paulinus Ezeokafor von Awka.

„Viele Bauern haben jetzt Angst, in ihre Höfe zurückzukeheren, und fürchten sich, von Hirten getötet zu werden“, sagte Bischof Ezeokafor am 14. Juni in der Predigt.

Bischof Ezeokafor forderte die nigerianische Regierung auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Massaker zu beenden.

Unterdessen äußerte die „South East Town Union” (ASETU) Bedenken im Hinblick auf die jüngste Ankunft junger Männer aus dem Norden des Landes im Südosten. In einem Brif an die Gouverneure der Staaten warnte der Verband:

„Im Südosten und in anderen Teilen Nigerias ist die Bevölkerung Morden und Vergewaltigung durch Nomaden ausgesetzt. Die Menschen haben jetzt Angst, ihr angestammtes Land zu bewirtschaften“.

Quelle: Fidesdienst

 


Kamerun: Ermordungen, Kindesentführungen und Plünderungen durch Islamisten

Am 6. Januar 2020 überfielen Islamisten –  mutmaßlich Kämpfer von Boko Haram  –  die drei Dörfer Hitawa, Hitere and Moudouko nahe der Grenze zu Nigeria. Sie ermordeten drei Christen, entführten mindestens drei christliche Kinder und plünderten über 200 Häuser.

Am 7. und 8. Januar folgten weitere Angriffe und Plünderungen auf benachbarte Dörfer. Dabei kam ein bislang nicht identifizierter Mann ums Leben.

Die islamistische Gruppe Boko Haram hat seit einiger Zeit ihre Aktivitäten in der Provinz Far North deutlich ausgeweitet. Dabei kommt es immer wieder zu massiven Zerstörungen und gezielten Angriffen auf die dort lebenden Christen.

Der Angriff am 6. Januar dauerte von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens, wie eine örtliche Kontaktperson der Hilfsorganisation Open Doors mitteilte.

Bei den in Moudouko getöteten Christen handelt es sich um den 21-jährigen Kidkaye Antoine, den 62-jährigen Medge Guidkaye, Vater von vierzehn Kindern, und den 50-jährigen Shele Ndouvagui, der sieben Kinder hinterlässt.

In Hitere wurden Wabayé Viché (40 J.) und Teweshé Ezechiel, Vater von zwölf Kindern, ermordet. Einer seiner Söhne, Hawadak Teweshé, wurde zusammen mit zwei anderen Jungen, Warda Josue aus Moudouko und Feuleongwi Yadak aus Hitere, entführt.

Die Angreifer kehrten in den Tagen nach dem ersten Angriff mehrfach zurück und verübten weitere Überfälle. Am 7. und 8. Januar griffen sie die Dörfer Nguedjele und Gochime an. Auch hier plünderten sie nach Angaben einer Kontaktperson viele Häuser und nahmen Lebensmittel und Kleidung mit. Der Angriff zwang die Menschen aus Hitawa, die in Gochime Zuflucht gesucht hatten, erneut zur Flucht. In Nguedjele wurde mindestens eine Person ermordet, sie konnte allerdings noch nicht identifiziert werden.

Obwohl Kamerun allgemein von religiöser Toleranz geprägt ist, wecken die verstärkten Übergriffe von Islamisten Erinnerungen an die gewaltsame Ausbreitung des Islam in den vergangenen Jahrhunderten. Damals führten Fulani einen Dschihad in den nördlichen Regionen, durch den die einheimische Bevölkerung gewaltsam zur Annahme des Islam gezwungen wurde.

Quelle: Open Doors – 1. Foto: Hilfsaktion Märtyrerkirche  –  Gemälde: Evita Gründler


Nigerias islamische Terrorgruppe Boko Haram ermordete über 50 Fischer im Tschadsee

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram haben mindestens 50 Menschen auf einer Insel im Tschadsee ermordet. Das sagte ein lokaler Beamter der BBC.

Bei den Getöteten handelt es sich um Opfer aus verschiedenen Nationalitäten. Die meisten seien Fischer gewesen, die auf dem See gefischt haben.
Das Verbrechen soll bereits Ende Dezember passiert sein – und erst jetzt, nachdem einige Gemeindemitglieder einen Suchtrupp in die Gegend des Angriffs geschickt haben, bekannt geworden sein.
Die Suchtruppe fand im Gewässer treibende Leichen, berichtet die BBC.
Die Regionalgouverneurin Midjiyawa Bakary bestätigte, dass der Angriff stattgefunden habe.

Auch am Freitag fand eine weitere Attacke auf ein Dorf statt. Bei Kämpfen seien mindestens 23 Menschen ermordet worden. Eine bewaffnete Gruppe überfiel ein Dorf im zentralnigerianischen Bundesstaat Kogi und brannte Teile davon nieder, wie die Zeitung „The Vanguard“ berichtete.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-01/nigeria-boko-haram-anschlag-tote-fischer-tschad-hirten.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Nigeria: Wieder Terror durch Boko Haram

In Nigeria sind an Weihnachten sieben Menschen durch die radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram getötet worden. Die Dschihadisten griffen das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf Kwarangulum im Bundesstaat Borno im Nordosten des Landes an.

Boko Haram und und deren Ableger, der „Islamische Staat“ in der westafrikanischen Provinz (ISWAP), haben kürzlich ihre Angriffe auf militärische und zivile Ziele verstärkt.

DBereits im April hatte Boko Haram das Dorf Kwarangulum angegriffen und es komplett niedergebrannt. Den Einwohnern war die Flucht gelungen, nachdem Beobachter sie vor den nahenden Kämpfern gewarnt hatten.

Bei dem jahrzehntelangen Konflikt im Nordosten Nigerias wurden 36.000 Menschen getötet, rund eine Million verloren ihr Zuhause, so die Vereinten Nationen. Die Gewalt breitete sich auch in die Nachbarstaaten aus.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-12/nigeria-boko-haram-kwarangulum-borno-chibok-angriff.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Kamerun: Christliche Frauen bei Angriff durch Terrorbande Boko Haram verstümmelt

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Am 29. Juli haben Angehörige der Terrormiliz Boko Haram ein Dorf im Norden Kameruns überfallen, das zum katholischen Bistum Yagoua gehört. Dies berichteten lokale Ansprechpartner gegenüber KIRCHE IN NOT.

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Demnach hätten die Terroristen bei diesem Übergriff eine Gewaltstrategie angewandt, die sich gegen Frauen richtet: „Sie kamen in der Nacht, gingen in die Häuser und entführten ausschließlich die Frauen“, erzählten die Ansprechpartner.

Die Entführten seien an eine zentrale Sammelstelle am Stadtrand gebracht worden. „Die Terroristen schnitten anschließend jeder Frau ein Ohr ab. Sie drohten ihnen, dass dies nur der erste Übergriff sei und sie zurückkommen würden.“

Die verstümmelten Frauen wurden vom Militär aufgegriffen und in ein 260 Kilometer entferntes Krankenhaus gebracht. Die Ohramputation sei ein neues Instrument von Boko Haram, um diejenigen zu bestrafen, „die auf die Regierung und die Stimmen derjenigen hören, die der extremistischen Ideologie nicht folgen“, so die lokalen Ansprechpartner.

Die Bevölkerung des Dorfes sei angesichts des Übergriffs traumatisiert. Flucht sei jedoch für viele Bewohner keine Option, so die anonymen Ansprechpartner: „Sie leben von der Landwirtschaft und warten gerade auf die Ernte. Wohin sollten sie gehen?“

Quelle: https://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2019/08-01-kamerun-frauen-bei-angriff-von-boko-haram-verstuemmelt


Nigeria: Muslimische Fulani verüben Massaker nach christlicher Beerdigung

Eine Gruppe bewaffneter Fulani hat am 23. Juni in der Nähe von Barkin Ladi im nigerianischen Bundesstaat Plateau ein Massaker verübt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, überfielen die Bewaffneten eine christliche Trauergesellschaft nach der Beisetzung eines in der Region sehr beliebten Geistlichen.

Wie viele Todesopfer die Attacke, die bis zu sieben Stunden gedauert haben soll, gefordert hat, ist unklar; ein Augenzeuge spricht von 120 Toten, während die örtliche Polizei angab, es habe 11 Todesopfer gegeben. Die Opfer gehörten zur vorwiegend christlichen Volksgruppe der Berom.

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Angriffe der nomadischen Fulani auf die sesshafte Bevölkerung vor allem in Süden des Landes gegeben. Polizei und Militär gelingt es fast nie, derartige Attacken zu verhindern oder Angreifer in Gewahrsam zu nehmen.

Immer mehr Stimmen werden in Nigeria laut, die der Regierung vorwerfen, gar nicht erst zu versuchen, die Bevölkerung vor solchen Angriffen zu schützen.

„Es erschließt sich mir nicht, wie bewaffnete Banden seit Jahren unbehelligt ihr Unwesen in mehreren nigerianischen Bundesstaaten treiben können und immer wieder Massaker anrichten, ohne dass es Sicherheitskräften gelingt, ihrer Herr zu werden“, erklärt Dr. Emmanuel Ogbunwezeh, Afrika-Referent der IGFM.

Während die Sicherheitskräfte im Umgang mit der Terrorgruppe Boko Haram zumindest noch darauf bedacht seien, den Anschein zu erwecken, diese zu bekämpfen, ignorierten sie die Angriffe der muslimischen Fulani weitgehend.

Dr. Ogbunwezeh weiter: „Die nigerianische Bundesregierung verhält sich nicht wie die Regierung aller Nigerianer. Unter der Führung von Präsident Buhari ergreift sie immer mehr Partei für die muslimischen Volksgruppen, wie die Fulani, und ignoriert die Anliegen der christlichen Volksgruppen im Süden des Landes.“

Weitere Infos zu Menschenrechten in Nigeria: http://www.menschenrechte.de/nigeria


Nigeria: Islamische Terrorgruppe „Boko Haram“ entführte über 1000 Kinder

In Nigeria hat die radikal-islamische Terrormiliz Boko Haram seit 2013 über 1000 Kinder entführt. Das meldet das Kinderhilfswerk Unicef.

Anlass war der vierte Jahrestag der Entführung von 276 Mädchen in der Stadt Chibok im Nordosten des Landes am 14. April 2014. Mehr als 100 Mädchen seien bis heute in der Gewalt der Terrormiliz.

Für den Leiter von Unicef Nigeria, Mohamed M. Fall, ist es eine Erinnerung daran, dass Kinder im Nordosten Nigerias in „schockierend hoher Zahl Opfer von Angriffen werden“.

Der jüngste Überfall auf eine Schule in dem Dorf Dapchi (Bundesstaat Yobe) zeige, dass es kaum noch sichere Orte für sie in der Region gebe: „Die wiederholten Angriffe auf Kinder in Schulen sind völlig skrupellos.“  

In Dapchi waren am 19. Februar bei einem Überfall auf eine Mädchenschule 111 Mädchen verschleppt worden. 105 kamen im März wieder frei, fünf starben. Ein Mädchen, Leah Sheribu, befindet sich weiterhin in der Gewalt der Terroristen, weil sie sich weigert, ihrem christlichen Glauben abzuschwören.

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: https://www.idea.de/menschenrechte/detail/unicef-terrormiliz-boko-haram-hat-seit-2013-ueber-1000-kinder-entfuehrt-104955.html