Nigeria: Islamischer Terrorangriff auf christliches Dorf an Heiligabend

Mutmaßliche Anhänger der islamischen Terrormiliz Boko Haram haben am Heiligen Abend das Dorf Pemi im Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias angegriffen und mindestens fünf Menschen ermordet. Teilweise ist von bis zu elf Toten die Rede. Sieben Menschen, darunter ein Pastor, sollen entführt worden sein.

Die Angreifer brannten auch eine Kirche der evangelikalen Church of the Brethren nieder. Außerdem seien sieben Menschen entführt worden, darunter ein Pastor.

Der Überfall begann gegen 18 Uhr. Laut Sahara-Reporters dauerte es drei Stunden, bis das Militär eintraf. Außer der Kirche seien auch mehrere Geschäfte angezündet worden.

Pemi liegt nur rund 20 Kilometer von Chibok entfernt, wo im April 2014 insgesamt 276 Schülerinnen von Boko Haram entführt wurden. Gut 100 sind bis heute in Geiselhaft oder mittlerweile gestorben.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-12/nigeria-terroristenattacke-auf-dorf-am-heiligabend.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


110 Bauern und Arbeiter bei Islamisten-Anschlag in Nord-Nigeria ermordet

Nach Angaben der UNO wurden am 28. November im Dorf Zabarmari im Bundesstaat Borno im Norden Nigerias über 110 Bauern und Landarbeitern von Kämpfern der radikal-islamischen Boko Haram ermordet.

Am frühen Nachmittag führten bewaffnete Männer auf Motorrädern einen brutalen Angriff auf Zivilisten durch, die auf den Feldern in Koshobe und anderen ländlichen Gemeinden im Gebiet von Jere auf den Feldern arbeitete“, berichtet Edward Kallon, Koordinator der humanitären Hilfen in Nigeria.

Unterdessen beklagt der katholische Erzbischof Ignatius Kaigama von Abuja, dass die islamisch-nigerianische Regierung die katholische Kirche von Hilfsprogrammen für die Opfer des Terrorismus der Boko-Haram-Bewegung ausschließt.

„Die katholische Kirche mit ihrer Erfahrung im Umgang mit den Armen und ihrer Unterstützung für die Opfer von Terrorismus und anderen Katastrophen wird überraschenderweise nicht in bei der Zuweisung von Hilfe durch ausländische Regierungen berücksichtigt“, so Erzbischof Kaigama in einer Erklärung.

Quelle: Fidesdienst


Islamisten in Nigeria: Weitere Massenmorde von Boko Haram und Fulani-Nomaden

In der vergangenen Woche starben über 260 Menschen bei verschiedenen Angriffen der islamischen Terrormiliz Boko Haram und anderer bewaffneter Gruppen (meist muslimische Fulani-Nomaden) hauptsächlich in der nördlichen Region des Landes. 

Laut “Security Tracker of Nigeria”, der gewalttätige Vorfälle mit politischem und sozialem Hintergrund dokumentiert, verzeichnete der Bundesstaat Borno mit 114 Todesfällen die höchste Opferzahl, gefolgt vom Bundesstaat Katsina, in dem 75 Menschen ermordet wurden.

“Die Übergriffe von Nomaden auf sesshafte Bauern sind eine ernsthafte Bedrohung, die zu einer Zunahme der Hungersnot im Land führen könnte“, erklärt der katholische Bischof Paulinus Ezeokafor von Awka.

„Viele Bauern haben jetzt Angst, in ihre Höfe zurückzukeheren, und fürchten sich, von Hirten getötet zu werden“, sagte Bischof Ezeokafor am 14. Juni in der Predigt.

Bischof Ezeokafor forderte die nigerianische Regierung auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Massaker zu beenden.

Unterdessen äußerte die „South East Town Union” (ASETU) Bedenken im Hinblick auf die jüngste Ankunft junger Männer aus dem Norden des Landes im Südosten. In einem Brif an die Gouverneure der Staaten warnte der Verband:

„Im Südosten und in anderen Teilen Nigerias ist die Bevölkerung Morden und Vergewaltigung durch Nomaden ausgesetzt. Die Menschen haben jetzt Angst, ihr angestammtes Land zu bewirtschaften“.

Quelle: Fidesdienst