74. Annaberg-Wallfahrt nach Haltern (Westf.)

Am Sonntag, den 21. Juli, findet in diesem Jahr die 74. Wallfahrt der Oberschlesier zum Annaberg in 45271 Haltern am See statt.

Dieses traditionelle Brauchtum ist der hl. Anna  – der Großmutter Christi bzw. Mutter der Madonna – gewidmet, die von den Schlesiern besonders verehrt wird (siehe den bekannten Annaberg in Oberschlesien).

Dieser heimatverbundene Kulturtag beginnt um 9,30 Uhr mit einer Pilgerprozession, begleitet von Gebet, Gesang und Blasmusik (Treffpunkt ab Krumme Meer 3, Hagebaumarkt)

BILD: Darstellung der heiligen Anna mit Maria und dem Christkind (mit großer Krone links)

Um 11 Uhr zelebriert der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch ein feierliches Pontifikalamt, das musikalisch vom Oberschlesischen Blasorchester in Ratingen umrahmt wird

Danach um 12,45 Uhr Kranzniederlegung und Gedenkstunde an der St. Anna-Stele, um 13,30 Uhr Platzkonzert mit Blasmusik, Vorführungen von Trachtengruppen, Ausstellungen, geselliges Zusammensein auf dem Festplatz mit oberschlesischen Spezialitäten, Fleisch- und Backwaren usw.

Um 15 Uhr folgt die Schlußandacht mit sakramentalem Segen.

Quelle: Landsmannschaft der Oberschlesier

 


Israel/Hl. Land: 100-Jahres-Jubiläum der Marienwallfahrt zum Berge Karmel gefeiert

Mehr als fünftausend Christen nahmen an der traditionellen Prozession zu Ehren der Madonna vom Berg Karmel teil, die im Volksmund „Taalat al-Adra“ genannt wird, der „Aufstieg der Jungfrau Maria“.

Den zweieinhalb Kilometer langen Pilgerweg, der von der katholischen Gemeinde Haifa in bis zum Kloster „Stella Maris“ auf dem Berg Karmel führt, gingen Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land und zahlreiche Gläubige der verschiedenen Riten.

Der Marienwallfahrt schlossen sich auch Hunderte philippinische, indische und andere afrikanische und asiatische Einwanderer sowie Besucher aus Europa an, während auch jüdische und muslimische Gläubige den Pilgerweg säumten.

Der „Aufstieg der Jungfrau“ ist eine in der Volksfrömmigkeit der Christen des Heiligen Landes tief verwurzelte Tradition.

„Zur Zeit des 1. Weltkrieg“, erklärt Pater Abdo, „hatten die Türken hatten den Karmelitern drei Stunden Zeit gegeben, um das Kloster auf dem Karmel zu verlassen. die Mönche konnten nur wenige Dokumente aus dem Archiv retten und die Madonnenstatue mitnehmen. Nach dem Krieg fand im Jahre 1919 die erste Prozession statt, wobei als Zeichen des Dankes die Statue der Jungfrau Maria in das Kloster zurück gebracht wurde.“

Quelle: Fidesdienst


Pfingsten und das Brauchtum in Bayern

Wenn die Wiesen blühen und die Bäume und Sträucher in prachtvollem Grün stehen, dann wird das Pfingstfest gefeiert. „Pentekoste hemera“ lautet der griechische Name, der besagt, dass dieses Fest genau 50 Tage nach Ostern folgt.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als sie in Jerusalem versammelt waren. Dies sollte in früherer Zeit den Kirchgängern auch anschaulich gemacht werden  –  und so kam vielerorts während des feierlichen Amtes der Heilige Geist in Gestalt einer echten, später hölzernen Taube aus dem „Heilig-Geist-Loch“ auf die Kirchenbesucher herabgeschwebt.

Drei Tage dauerte früher das Pfingstfest. Nach der religiösen Feier wurden Spiele und Umzüge abgehalten. Da wurde u. a. die „Pfingsthochzeit“ gefeiert, mit Brautwahl, Hochzeitszug, Pferden und Reitern. Die Feier endete schließlich – wie so oft – mit einem Festmahl.

Ein seltsamer Gesang erklingt noch heute am Abend des Pfingstsonntags im Bayerischen Wald. Der Vorsänger singt litaneiartige Verse, die restliche Gruppe gibt immer dieselbe Antwort: „So reisen, so reisen, so reisen wir daher“.

Fast bedrohlich wirkt der Männerhaufen in Regenkleidung, mit hochgeschlagenen Krägen, die Gesichter unter Kapuzen und Hüten kaum erkennbar, die Hände in den Jackentaschen versenkt. So zieht die Gruppe von Haus zu Haus. Einer ist darunter, der mit einem Korb am Arm immer zuvorderst geht und von den Hausbewohnern rohe Eier oder auch Geldspenden in Empfang nimmt. Dabei kräht er wie ein Gockel, der „Moier“ oder „Oakoda“. Dann werden alle von den Hausbewohnern kräftig mit Wasser übergossen. Und nicht selten entsteht dabei ein Kampf um die Wassereimer und Gartenschläuche, denn Revanche ist erlaubt.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/pfingsten-und-pfingstbraeuche-6067/

 


Oberschwaben: Seit 300 Jahren gibt es den traditionellen Blutritt in Bad Wurzach

In Europa gibt es in mehreren Städten, vor allem in Süddeutschland, eindrucksvolle Reiterprozessionen zu Ehren des hl. Blutes Christi, so zB. im oberschwäbischen Weingarten sowie in Bad Wurzach. Dort wird in diesem Sommer das 300-jährige Jubiläum dieser Tradition gefeiert.

1700 Reiter, 35 Musikkapellen und mehr als fünftausend Pilger ziehen am Freitag, den 14. Juli 2017 schon am frühen Morgen ab 7 Uhr besinnlich betend durch die Innenstadt und das Umfeld dieses schwäbischen Kurortes.

Danach folgt ein Pontifikalamt (feierliche Bischofsmesse) mit Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart, später eine Predigt auf dem sog. „Gottesberg“ bei Bad Wurzach, zu dem bis vor wenigen Jahren spezielle Männerwallfahrten stattfanden (inzwischen Familienwallfahrten).

Der Jubiläums-Blutritt endet am späten Nachmittag.

 

 


Beatrix von Storch: Ramadan-Fastenbrechen ist kein deutscher Brauch

Die stellv. AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch (siehe Foto) hat die Behauptung des Zentralrats der Muslime zurückgewiesen, wonach das islamische Fastenbrechen mittlerweile Teil der deutschen Kultur sei. „Niemand käme auf den Gedanken, Halloween zu einem deutschen Brauch zu erklären, nur weil einige in Deutschland Halloween feiern“, sagte von Storch der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, hatte im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa gesagt, das feierliche abendliche Fastenbrechen während des Ramadans sei schon fast ein Teil des in Deutschland „gelebten Brauchtums“. Mit den Flüchtlingen seien die Moscheegemeinden gewachsen. „Ramadan ist eine Hochsaison, vergleichbar vielleicht mit der Weihnachtszeit.“

Dem widersprach von Storch: „Deutsches Brauchtum stammt aus Deutschland und wird nicht importiert“, betonte die AfD-Politikerin. Mazyek solle lieber einmal klarstellen, daß Frauen und Männer in Deutschland gleichberechtigt seien. Ebenso „daß Kinderehen gegen unsere Werte verstoßen und daß die rechtsrelevanten Teile der Scharia mit unseren Sitten, Bräuchen und Gesetzen unvereinbar sind“.

Mazyek hatte zuvor geklagt, Rechte würden den Ramadan zum Anlaß nehmen, um Stimmung gegen den Islam zu machen. „Rechtsnationale werden erneut selbst so friedliche Anlässe wie den Ramadan als angebliche Islamisierung Deutschlands darstellen. Ihnen geht es um die Spaltung der Gesellschaft.“ Der Zentralrat werde sich dem aber gerade im Ramadan friedlich entgegensetzen.

Erst am Wochenende hatte in Berlin ein internes Schreiben der Polizei für Schlagzeilen gesorgt, in dem den Polizisten geraten wurde, sich während des Ramadans darauf einzustellen, daß Moslems wegen des Fastens möglicherweise etwas gereizter seien.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Die Herkunft von Osterei und Eier-Bemalung

Die übertriebene Rücksichtnahme auf den Islam und Fixierung auf Geschäftsinteressen geht in England inzwischen soweit, daß die Firma Cadbury ihre Ostereier nicht mehr so nennt, um sie auch an Anhänger anderer Religionen zu verkaufen. Kritik daran kommt von Kirchenvertretern und Politikern. (Näheres hier: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/eiersuche-bei-cadbury-nur-nicht-ostern-erwaehnen-14965158.html)

Wobei das Osterei erst im Laufe einer längeren Zeit zum christlichen Symbol geworden ist. Es galt zunächst in vielen Religionen  – zum Beispiel im alten Ägypten oder Phönizien  – als Zeichen für neues Leben oder Wiedergeburt, denn aus einem – wie es scheint – leblosen Gegenstand schlüpft ein Küken und erwacht somit neues Leben.  

FOTO: Eine Volkskünstlerin dekoriert Eier in Münster bei einem Osterbasar

Die Kirche übernahm diese altertümlichen Traditionen und gab ihnen zugleich eine neue Bedeutung. Der Sinngehalt „neues Leben“ paßte gut zu Ostern, zum Fest der Auferstehung Christi.

Auch für das Färben und Dekorieren der Eier gibt es eine christliche Legende aus der griechisch-orthodoxen Sagenwelt. Demnach habe Maria Magdalena nach Christi Auferstehung dem römischen Kaiser von diesem Wunder aller Wunder berichtet. Dieser widersprach und meinte, Jesus sei genauso wenig auferstanden wie diese frisch gelegten Eier vor seinen Augen eine rote Schale aufweisen würden. In diesem Moment färbten sich diese Eier rot, um Christi Auferstehung zu bezeugen.

 Foto: Felizitas Küble