SchUM-Städte Speyer – Worms – Mainz

BUCH über die Kulturstätten des Judentums am Rhein

Dieser Reiseführer von Matthias Preißler lädt ein, die einzigartigen Denkmäler jüdischer Kultur zu erkunden, die sich in den drei Kathedralstädten Speyer, Mainz und Worms vorwiegend aus dem Mittelalter erhalten haben.

Orte wie die Synagoge und Mikwe im Judenhof von Speyer, die Mikwe, die wiedererrichtete Synagoge oder der Heilige Sand – der älteste jüdische Friedhof Europas – in Worms sowie der Mainzer Denkmalfriedhof erzählen noch heute von der großen Vergangenheit der SchUM-Gemeinden, die sich dort etwa seit der ersten Jahrtausendwende nachweisen lassen.

Ein Sinnbild für die Lebendigkeit der jüdischen Kultur in unseren Tagen ist die neue Synagoge in Mainz.

Herausgeber: Generaldirektion Kulturelles Erbe

Weitere Infos und Bestellmöglichkeit beim Verlag Schnell und Steiner: https://www.schnell-und-steiner.de/artikel_7260.ahtml

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Buch-Empfehlung: „Der deutsche Untertan“

Am 15. Juli erscheint im Handel das Buch „Der deutsche Untertan – Vom Denken entwöhnt“ im Langen Müller Verlag (LMV).

„Es ist so bequem, unmündig zu sein.“ – Josef Kraus macht das berühmte Kant-Zitat zum Leitmotiv einer provokanten Anleitung zum Selberdenken.

Der Bestsellerautor war 30 Jahre lang bis 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes mit seinen 160.000 Mitgliedern.

Er identifiziert diverse „Ismen“ und quasi-religiösen Anti-Bewegungen als Faktoren, die die deutsche Mentalität heute prägen. Die Folgen sind ein antideutscher Rassismu“ und eine „Vollkasko-Bemutterung“ durch Staat und Medien.

Letztendlich schleust uns all dies in politisch korrekte Meinungskorridore und führt zur Enteignung der Sprache und des Denkens.

Eine schonungslose Analyse des deutschen Untertanengeistes – für alle, die es sich nicht in der Dekadenz gemütlich machen wollen. 

Buch-Daten: Der deutsche Untertan. Vom Denken entwöhnt. Kraus, Josef. Langen-Müller-Verlag (LMV).
Erscheinungstermin: 15.7.2021 – 240 Seiten – Hardcover
ISBN: 978-3-7844-3584-8 22,00 EUR* D / 22,70 EUR* A / 29,90 CHF* (UVP)

Quelle u.a.https://www.langenmueller.de/seiten/produktdetails-buch/product/3219/Der%20deutsche%20Untertan/


Stendal: Lesung mit Chaim Noll über die Wüste

Am Sonntag, dem 4. Juli 2021, liest der israelische Schriftsteller Chaim Noll um 16 Uhr im Winckelmann-Museum in Stendal (Sachsen-Anhalt) aus seinem Buch „Die Wüste“ – Literaturgeschichte einer Urlandschaft des Menschen.

Wüsten, Trockengebiete und Steppen der Erde breiten sich aus – jedes Jahr um eine Fläche, die ungefähr der Größe Deutschlands entspricht.

Die fortschreitende Wüstenbildung führt zur Flucht der ansässigen Bevölkerung, zum Teil mit spürbaren Auswirkungen auf das Leben in Europa. Auch sonst erzwingt Wüste als Landschaft und Schauplatz historischer Entwicklungen immer stärker unsere Teilnahme.

Das Buch des deutsch-jüdischen Schriftstellers Chaim Noll hält anhand literarischer Texte von der Entstehung der Schrift bis zur Gegenwart Themen und Leitmotive einer Urlandschaft des Menschen überblicksartig fest.

Viele der alten Hochkulturen entstanden, wo Wüste auf besiedelbares Land trifft. Als zentrales Motiv erweist sich die Widersprüchlichkeit der Wüste:

Sie steht zugleich für Dürre und Aufblühen, für Mangel an Wasser und Überfülle an Sonne, für Niedergang und Erneuerung, für deprimierende Einförmigkeit und spirituellen Höhenflug, für Tod und Leben, Gut und Böse, Realität und Mythos.

Quelle: Kultur-Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin

Weitere Infos dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2020/07/03/israelischer-schriftsteller-noll-ueber-die-wueste-aus-literaturgeschichtlicher-sicht/


Buch-Neuerscheinung bietet fundierte Aufklärung über linke Cancel Culture

Fast 80 Prozent der Deutschen trauen sich nicht, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen. Denn man erlebt immer häufiger, wie Menschen aufgrund ihrer Meinung aus ihrem Job gedrängt, von Veranstaltungen ausgeladen oder gar körperlich angegriffen werden.

Podiumsdiskussionen, Lesungen und Seminare müssen abgesagt oder abgebrochen werden, weil radikale Gruppen randalieren oder mit Krawall drohen. Verlage werden gedrängt, Bücher nicht herauszubringen oder sich von Autoren zu trennen.

Jeder kennt die Themen, bei denen man vorsichtig sein muss. Zum Fallstrick werden kann mittlerweile fast alles, u. a. alberne Witze, unüberlegte „Likes“, private Kontakte zu unliebsamen Personen, sogar sachlich vorgetragene Kritik an der Regierungspolitik.

Seit einigen Monaten wird dieses Ausgrenzen und Stummschalten zumeist kontroverser, aber rechtlich von der Meinungsfreiheit gedeckter Äußerungen auch im deutschsprachigen Raum als „Cancel Culture“ bezeichnet. Das Buch von Kolja Zydatiss beleuchtet anhand vieler Beispiele die Entstehungsgeschichte des Phänomens, die enorme Bandbreite der betroffenen Personen, Organisationen und Lebensbereiche sowie die Vielfalt der Einschüchterungsmethoden.

Es wird gezeigt, wie die Cancel Culture zu einer Atmosphäre der Angst beiträgt, in der sich die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht traut, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen.

Kolja Zydatiss argumentiert, dass im Westen schon lange nicht mehr radikale Massenbewegungen wie Nationalsozialismus, Faschismus oder Kommunismus die größte Gefahr für die Demokratie darstellen. Mit der Demokratie hadern heute vor allem politisch eher linksliberale Akademiker, die Politik als Expertenhandwerk verstehen und „normale“ Bürger für unaufgeklärt und rückständig halten.

Die Methoden von Antifa und Co. werden von diesen tonangebenden Kreisen zwar nicht unbedingt gutgeheißen, man teilt aber einige Grundannahmen. So etwa die Vorstellung, dass die freie Rede eingeschränkt werden müsse, um Minderheiten zu schützen, und die Überzeugung, dass offene Debatten gefährlich seien, weil „die Massen“ von Demagogen verführt werden könnten.

Obwohl das Establishment die Demokratie ständig rhetorisch beschwört, toleriert oder befördert es faktisch sogar deren Verarmung, nicht nur durch die Cancel Culture. Das Buch plädiert für eine Wiederbesinnung auf die Meinungsfreiheit – also den freien Fluss von Ideen und Argumenten – als dem Fundament einer wirklich demokratischen Gesellschaft.

Quelle und Bestellung hier: https://www.solibro.de/buecher/Cancel-Culture


Sahra Wagenknecht kritisiert in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“ den Linksliberalismus

Die Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidatin der Linkspartei in NRW, Sahra Wagenknecht, steht bei manchen Themen quer zum Mainstream ihrer Fraktion und kritisiert nicht selten das eigene Spektrum.

In ihrem neuen Buch „Die Selbstgerechten“ knöpft sich die Politikerin vor allem den Linksliberalismus vor und wirft ihm mangelnde Toleranz und fehlendes Interesse für die hart arbeitende Bevölkerung vor.

Statt für mehr soziale Gerechtigkeit einzutreten, befassen diese sich Zeitgenossen lieber – so Wagenknecht – mit Modethemen wie Gender und „Diversity“ (sexueller Vielfalt).

Der Untertitel ihrer Neuerscheinung lautet daher: „Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt.“

Das Buch erschien im Campus-Verlag: https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/politik/die_selbstgerechten-16576.html

Am 15.4. ist Wagenknecht um 23,15 Uhr zu Gast bei Markus Lanz im ZDF.

In ihrem aktuellen Newsletter schreibt die Parlamentarierin u.a. Folgendes:

„Was ist heute noch links? Was rechts? Viele Menschen wissen es nicht mehr. Sie halten die alten Kategorien für überholt. Nur in einem sind sie sich sicher: Das, was sie an öffentlichen Äußerungen unter dem Label links vernehmen, ist ihnen oft unsympathisch. Und dem Milieu, das sie damit verbinden, misstrauen sie zutiefst.

Warum ist das so?

Mit dieser Frage beschäftigt sich mein neues Buch über die Selbstgerechten und “Lifestyle-Linken”, die oft als Linksliberale bezeichnet werden – obwohl sie weder links noch liberal sind, sondern zuweilen sehr intolerant und ignorant gegenüber Menschen, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.

Ich habe das Buch geschrieben, weil ich eine selbstkritische Debatte anstoßen will: Wie kann es sein, dass die Linke in ganz Europa so schwach geworden ist und der gesellschaftliche Zusammenhalt immer mehr zerfällt?

Als links galt einmal das Ziel, hart arbeitende Menschen vor Armut, Demütigung und Ausbeutung zu schützen, ihnen Bildungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten zu eröffnen, ihr Leben einfacher, geordneter und planbarer zu machen. Doch heute dominiert ein anderer Typus von Linken die öffentlichen Debatten…..“

Hier weitere Artikel über die Politikerin in unserem CF: https://charismatismus.wordpress.com/?s=Sahra+Wagenknecht


Turbulenzen um „Marienvisionen“ im Walde

Buchbesprechung von Cordula Mohr

Der satirische Roman des US-amerikanischen Schriftstellers David Guterson erschien in Deutschland unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Wald“. Ironischerweise gibt es in Südtirol ein kleines Dorf bei St. Felix mit genau diesem Namen, aber ganz ohne Marienerscheinung.

Zum Inhalt des Buches: Ein Mädchen namens Ann Holmes durchsucht ziellos den dichten Wald in der Nähe des Campingplatzes von North Fork nach Pfifferlingen, die es später verkaufen will, um ein bisschen Geld für ihr Überleben zu bekommen.

Sie benötigt Antihistamin gegen ihre vielen Allergien. Ebenso mag sie die „Zauberpilze“, von denen sie ins Träumen gerät und mit denen sie die leidvolle Zeit, als sie noch zuhause gelebt hat, scheinbar vergessen kann. Auch andere  Drogen wie Marihuana standen auf dem Campingplatz  zur Verfügung.

Sie las manchmal eifrig im Katechismus und machte sich mit bekannten Gebeten vertraut.

Unter diesen Vorzeichen hatte Ann eine Halluzination, die sie später ihrem Ortspfarrer Collins als Erscheinung der Gottesmutter schildert, weil es ihr so echt vorkam. Sie fühlte sich dieser hellen Gestalt verpflichtet und anheimgestellt.

Die 14-Jährige lebte seit ihrem Ausriss von zuhause auf einem Campingplatz und fand dort Menschen, die sie nett aufnahmen und umsorgten. Besonders kümmerte sich Carolyn Geer, ebenfalls eine Pilzsammlerin, um das Mädchen.

Sie übernahm gleichsam die Mutterrolle und wurde eine treue Freundin für Ann, die durch ihre Erlebnisse zur „Seherin“ wurde. Vorher war sie eine Einzelgängerin, die ihr Gesicht oft unter einer Sweatshirt-Kapuze verbarg.

Noch am selben Abend erzählte Ann ihrer Carolyn von dieser hellen Lichtkugel und dass es sicherlich die Muttergottes gewesen sei. Danach erfuhren weitere Frauen von diesem Ereignis.

Darunter befand sich eine Katholikin, die ihr kleines Kind in den Wäldern seit Jahren vermisste. Die Erscheinung erweckte in ihr die Hoffnung, die Madonna würde Ann mitteilen, wo ihre Tochter abgeblieben ist. Die Frau hatte die Hoffnung, dass das Kind noch lebt, nicht aufgegeben, obwohl damals lange vergeblich nach dem Mädchen gesucht worden war.

Diese drei Frauen – Carolyn, die Mutter des verschwundenen Mädchens und eine ehemalige Barfrau – gingen nun mit Ann zu jener Stelle im Wald, an der sich die Erscheinung nochmal zeigen wollte. Wieder wurde unterwegs von diesen aphrodisierenden Pilzen genommen.

Diese Lichtkugel war auch wieder für Ann sichtbar.

Das Buch ist vom Autor mit einer ordentliche Prise Humor gespickt worden und  der Leser muss viel schmunzeln, bisweilen geradezu lachen – wie bei diesem Dialog:

Ann sagte zu Carolyn nach dem Waldbesuch: Ich muss in die Stadt zu einem Priester.
Carolyn: Geh lieber zum Psychiater.

Carolyn glaubte der Visionärin nicht, weil sie wusste, dass sie Drogen und Medikamente nahm.

Trotzdem fuhren die beiden in die Stadt zu Pfarrer Collins, der echte Probleme mit dem Zölibat und auch mit dem Tragen einer Priesterkleidung hatte, so das man ihn nicht als Geistlichen erkennen konnte. Seine Schwäche lebte er aus, indem er gerne erotische Bücher zum Einschlafen las.

Die beiden Mädchen treffen auf den Pfarrer, der zivil herumläuft und sie dürfen zu ihm nach Hause, wo Ann ihm die Geschichte aus dem Wald erzählt. Carolyn ist auch mit dabei. Der Priester fragt vorsichtig nach, wie die Stimme wahrzunehmen sei – innerlich oder wie von aussen.

Ann sagt: In meinem Kopf ist der Klang ihrer Stimme. Auf diese Weise spricht sie mit mir.

Der Priester ist skeptisch und glaubt Ann nicht so recht. Jedoch bei seinen Nachfragen will er eine Echtheit nicht ausschließen. Ann gibt zu, nicht zu den Sakramenten der Kirche zu gehen. Er ist beeindruckt von der zarten, anmutigen Persönlichkeit von Ann und fängt an, sich ein wenig in sie zu verlieben.

Danach beschreibt der Autor einen Mann namens Tom Cross, der als Holzfäller in den Wälder von North Fork arbeitet. Er lebt seit einem Jahr von seiner Frau getrennt und darf laut Gerichtsbeschluss sein Haus und Grundstück nicht mehr betreten, weil er immer wieder ausfallend gegenüber seiner Frau geworden war.

Er und seine Frau haben ein schweres innerliches Leid zu tragen, denn Tom hat seinen Junior, wie er ihn nennt, durch grobe Fahrlässigkeit beim Baumfällen querschnittsgelähmt in den Rollstuhl befördert.

Tom hielt nicht viel seinem Sohn, der so ganz anders war, als wie er sich einen Sohn wünschte.

Seine Frau allerdings hat sich nach der Trennung und dem Schicksalsschlag an die Kirchengemeinde gewandt und von dort  Trost und Hilfe erfahren. Pfarrer Collin kümmerte sich seelsorgerisch ebenfalls um die getrennte Familie.

Tom arbeitet seitdem nebenbei auf dem Campingplatz, auf dem Ann und Carolyn sich aufhalten und bekommt unweigerlich diese Erscheinungsereignisse mit. Er selbst führt seit dem „Unfall“ ein sinnloses Leben zwischen Arbeit und der Suche nach einem Abenteuer, was ihm manchmal von der ehemaligen Barfrau erfüllt wird. Ganz hat er den Bezug zur Kirche jedoch nicht verloren.

Die Holzfäller im Wald können es kaum glauben, das sich eine echte Himmelserscheinung zugetragen hat und sie deuten die Ereignisse als Erlebnisse von streunenden Drogenabhängigen.

Anns Kindheit mit Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch durch den Stiefvater wird ausführlich geschildert.

Als Teenager erlebte sie eine Schwangerschaft durch ihren Stiefvater und eine Abtreibung. Auch Drogen waren schon in der Herkunftsfamilie im Gebrauch.

Schon ein paar Tage später ist der Campingplatz voll mit Pilgern aus allen Bundesstaaaten Amerikas. Es ist zu einer Massenbewegung gekommen.

Carolyn spricht durch das Megaphon und versucht, den Pilgern zu erläutern, das Ann mehr Ruhe braucht.

Es sind 2000 Schaulustige bei der ersten groß geführten „Wallfahrt“ zugegen und Ann, Carolyn und Pfarrer Collins führen die Pilger zu der Erscheinungsstelle in den Wald.

Der Autor beschreibt die teils sehr frommen Pilger mitunter beeindruckend, teils eher lächerlich wirkend – und jeder, der schon einmal an einem Erscheinungsort wie Medjugorje war, hat solche Szenen bildlich vor Augen, wobei der Verfasser gerade das kirchlich umstrittene Medjugorje mehrfach erwähnt.

Überall in den Wäldern gibt es nun Bittzettel, Kerzen, Metallkreuze, Rosenkränze, Blumen, Heiligenbilder und Kitschmadonnen, die dort abgestellt oder an Bäume angeheftet wurden, nicht selten durch überschwengliche religiöse Fanatiker, die wundersüchtig hinter der kindlichen Seherin her sind.

Und dann geschehen etliche „Heilungen“ an einigen Pilgern. Das spricht sich ohne Prüfung von Medizinern ganz schnell herum und wird als Wunderheilung ausgerufen, was die Visionärin Ann gerne bestätigt.

„Bescheiden“ erklärt Ann, die Gottesmutter bewirke die Heilungen und sie selber sei nur die Bittstellerin.

Himmlische Botschaften hat Ann auch parat. Daran ist Carolyn beteiligt, indem sie Ann immer wieder sagt, was diese den Leuten „verkünden“ soll – und wenn Ann wieder kränklich ist, denkt Carolyn sich einfach welche aus. Die Pilger bekommen Ann immer weniger zu sehen und Carolyn übernimmt quasi die PR-Arbeit (Public relation, Werbung).

Sie kümmert sich um die Spenden, die in Wischeimern gereicht werden. Carolyn zweigt für sich selbst etwas davon ab, um irgendwann mal ein schöneres Leben führen zu können als in ihrem Campingbus.

Das Ganze wird dann von Pfarrer Collins dem Ortsbischof zugetragen und dieser sendet einen Pfarrer Butler aus, der schon viele angebliche Erscheinungen überprüft hat.

Für ihn ist im Vorfeld schon klar: diese Geschichte ist nicht stimmig. Doch Pfarrer Collins möchte ein ausgewogendes Gespräch und die Möglichkeit für Ann, die mittlerweile auch schon auf seinem Faltsofa übernachtete und knapp bekleidet auf seiner Bettkante gesessen hat und ihm erzählte, dass sie eine  sündige Person und zudem nicht einmal getauft sei.

Immer wieder spricht Ann davon, dass die Madonna eine Kirche im Wald erbaut haben möchte.

Nach den Gesprächen von Pfarrer Butler an den folgenden Tagen ist für ihn schnell klar: Die Story stimmt nicht. Er fragt nach Medikamenten und als Ann Phenathol erwähnt, weiß der Abgesandte des Bischofs  aus früheren Befragungen von Visionären, dass die Nebenwirkungen dieses Medikamentes Halluzinationen bewirken können. Ebenfalls erzählt sie von ihren „Zauberpilzen“ – und dass sie noch kein einziges Sakrament empfangen habe.

Pfarrer Collins stimmt Pfarrer Butlers Skepsis weitgehend zu. Aber die Seherin gefällt ihm trotzdem und er kümmert sich um die kränkliche Ann.

Dann wird wieder ein großes Pilgeraufkommen beschrieben. Nun sind es 4000 Leute, die sich versammelt haben. Weil die Erscheinung auf dem Privatgelände einer Company stattfand, soll das Geschehen von dem Eigentümer unterbunden werden.  Jedoch wird ein Abkommen mit dem Sheriff des Orts vereinbart und Ann darf noch einmal mit der Menschenmasse zu der Erscheinungsstätte. Wieder wird anschaulich beschrieben, wie naiv viele Pilger sich verhalten, aber auch ernstgemeinte Bitten und Anliegen werden vorgetragen.

Viele Facetten der Menschen, die auf Pilgerschaft sind, werden beschrieben:

Tom Cross bekommt deutlich mit, dass sogar Heilungen abgelaufen sind und drängt sich, als Ann in der Kirche ist, zu ihr vor.

Wieder wird er ausfällig und verlangt erpressend von Ann, die schon seit Wochen immer wieder an Fieber und Zittern leidet, die Heilung seines Sohnes.

Sie erwidert, das könne sie nicht bewirken, das müsse man dem Himmel überlassen.

Carolyn eilt zu Ann und sprüht Tom mit Pfefferspray Tom ins Gesicht, damit er die Visionärin in Ruhe läßt.

Das Fieber steigt immer mehr an und Ann verstirbt kurz nach dem Vorfall in der Kirche.

Das Buch endet völlig überaschend für den Leser nach einem Jahr später: Durch ein riesiges Spendenaufkommen wird nach Anns Tod die gewünschte Kirche im Wald erbaut und das Patronatsfest steht bevor. Reliquien von Ann liegen in der Kirche.

Der Ortsbischof ist unter diesen Umständen nicht anwesend, aber er hatte seinen wohlüberlegten Segen gegeben. Er möchte sich nicht persönlich einmischen, um sich nicht festzulegen, ist aber erfreut über die wachsende Gemeinde. Pfarrer Butler, der neuerdings Generalvikar des Bischofs ist, wurde zur Zeromonie gesandt. Er sagte zu Pfarrer Collins bei dieser seiner zweiten Ankunft: Wir müssen uns demütig fügen.

Zum Schluss taucht Carolyn auf, die sich mit den Spendengeldern ein schönes Leben in der Welt geleistet hat.

Sie spricht mit Pfarrer Collins über ihr schlechtes Gewissen und ihrem Wissen um die Drogen und Medikamente, die Ann genommen hat. Sie hat wegen des Pfeffersprayeinsatzes sogar eine Anzeige bekommen.

Mein Fazit: Dieses Buch ist sozusagen filmreif. Es ist spannend, teilweise humvorvoll und durchaus auch tiefsinnig geschrieben.

Die vielen Facetten um die Menschen, die in dem Buch vorkommen, sind herzerfrischend geschildert.

Ich würde das Buch jedoch erst Lesern ab 18 Jahren empfehlen, weil manchmal eine sehr derbe Sprache verwendet wird. Daran kann der reifere  Leser vor allem die menschlichen Abgründe erkennen, die sich bei jedem – auch bei frommen Leuten und Priestern – auftun können.

Der Roman schildert auf teils ernste, teils satirische Weise viele Erlebniswelten und auch einige typischen Phänome, wie man sie in wundersüchtigen Kreisen und bei etlichen Erscheinungsstätten in ähnlicher Weise vorfinden kann.

Unsere Autorin Cordula Mohr ist Familienmutter und lebt in Rheine (Westfalen); sie leitet die „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA) im Münsterland.


Nachdenken über den „Mantel der Liebe“

Der folgende bemerkenswerte Beitrag stammt von dem evangelischen Propst i. R. Dr. Karl-Heinrich Lütcke aus Berlin. Es handelt sich um den ersten Teil seiner Ansprache anläßlich einer Tagung der Paul-Gerhardt-Diakonie am 8.9.2015, die wir mit freundlicher Genehmigung des Autors hier veröffentlichen.

Die Fortsetzung und weitere gehaltvolle Artikel und Predigten finden Sie in der Neuerscheinung „Raum und Zeit – von Gott gewährt“ – mit Beiträgen dem Kirchenjahr entlang sowie Auslegungen von biblischen Psalmen und Aussagen zu Kernthemen des Glaubens.
Das 168 Seiten umfassende Buch ist hier erhältlich: https://www.epubli.de/shop/buch/Raum-und-Zeit—-von-Gott-gew%C3%A4hrt-Karl-Heinrich-L%C3%BCtcke-9783753166704/110376#beschreibung

Pallium – Mantel – Umhüllung

Der Mantel der Liebe ist ein umstrittenes, ambivalentes Kleidungsstück. Das Bild „Mit dem Mantel der Liebe zudecken“ wird oft auch in kritischem Sinn verwendet, z.B. in der Kritik, dass gerade in der Kirche unter dem Motto falsch verstandener Liebe Probleme durch „Zudecken“ entstehen („Habt Ihr´s mal wieder mit dem Mantel der Liebe zugedeckt?“).

Das Bild hat (ohne jeden kritischen Unterton!) einen biblischen Hintergrund im Weisheits-buch der Sprüche: Hass erregt Hader; aber Liebe deckt alle Übertretungen zu. (Spr. 10, 12).

Der Spruch wurde wieder aufgenommen im 1. Petrusbrief: Vor allen Dingen habt unter-einander beständige Liebe; denn »die Liebe deckt auch der Sünden Menge“ (1. Petr. 4,8).


Wie man damit in einem institutionellen Kontext umgeht, ist ein kompliziertes Problem, auf das ich noch einmal zurückkomme. Aber zuvor möchte ich den Mantel der Liebe als ein wärmendes und tröstendes Kleidungsstück vorstellen.

(1) Das Pallium der Liebe – Palliativ-Medizin

Pallium ist das lateinische Wort für der Mantel, Palliare heißt: mit dem Mantel umhüllen. Der Sterbende wird, wenn er schwere Schmerzen hat, durch die Palliativ-Behandlung umhüllt wie mit einem Mantel.

Man denkt dabei zuerst an die schmerzlindernden ärztlichen Mittel. Aber auch die liebevolle Zuwendung durch Ärzte, Pflegende, Angehörige ist in der letzten Phase des Sterbens ein Mantel, der umhüllt, ein Mantel der Liebe.

Bei Jochen Klepper findet sich in einem schönen Morgenlied der Satz: Du (Gott) willst mich früh umhüllen mit deinem Wort und Licht.

Hier werden also das Schöpfungslicht, das nach der Nacht wieder da ist, und das tröstende Wort der Bibel als eine schützende Hülle verstanden, mit der auch ein schwieriger Tag leichter zu bestehen ist. Sein Wort will helle strahlen, wie dunkel auch der Tag, heißt es später in derselben Strophe.

Mit der Zuversicht des Glaubens, die aus diesem Lied spricht, können die nicht immer schmerzfreien Schläge und Verletzungen, die so manch ein Arbeitstag bringt, zwar nicht einfach an einem abprallen, aber sie werden schützend umhüllt.

Matthias Claudius sieht dann auch den Abend und die Ruhe der Nacht ähnlich und mit dem gleichen Bild des Umhüllens: Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.

Und wieder zurück zur Palliativ-Medizin: Dass auch Worte und Gebete trostreich umhüllen, erleben Menschen, wenn z.B. im Hospiz am Bett eines Sterbenden der 23. Psalm (Der Herr ist mein Hirte) oder das Vaterunser gebetet wird. Über die Palliativ-Medizin und die Hospiz-Arbeit entdecken wir also den Mantel der Liebe als einen Schutzmantel.

In der bildenden Kunst gibt es den Schutzmantel in der Gestalt der Schutzmantelmadonna.

Dort wird Maria mit einem Mantel dargestellt, unter dem sich schutzbedürftige Menschen bergen. Dahinter steht ein alter Rechtsbrauch: Wer einer Person rechtlichen Schutz gewähren wollte, legte seinen Mantel über die schutzbedürftige Person.

Der Apostel Paulus redet von einer Umhüllung und Umkleidung im Sterben bzw. nach dem Sterben, wenn der ewige Gott den Gestorbenen wie mit einem Mantel umhüllt: Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden. (2. Kor. 5,2)

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Buch-Tip: Aufklärung über Covid-Impfstoffe

Buch-Daten: Corona-Impfstoffe: Rettung oder Risiko? Wirkungsweisen, Schutz und Nebenwirkungen der Hoffnungsträger. Quadriga Verlag Taschenbuch, 144 Seiten ISBN: 978-3-404-07499-0, Preis 10 Euro

Die ganze Welt wartet auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch kann uns ein Wirkstoff retten, der innerhalb weniger Monate entwickelt wurde und auf einer kaum erprobten Technik beruht? Wie funktionieren die modernen Vakzine? 

Wie hoch ist ihr Schutz? Wie stark sind die Nebenwirkungen? Und können Langzeitschäden ausgeschlossen werden?

Der Biologe Clemens Arvay setzt sich in dieser Neuerscheinung differenziert und kritisch zugleich mit den Corona-Impfstoffen auseinander. Wissenschaftlich fundiert beantwortet er alle wichtigen Fragen, damit am Ende jeder für sich entscheiden kann: Soll ich mich impfen lassen oder nicht?

Bestellungen hier: https://www.luebbe.de/quadriga/buecher/gesundheit/corona-impfstoffe-rettung-oder-risiko/id_8746406


Buch-Tip: Deutsche Spuren in Rom

Unbekannte Facetten der Ewigen Stadt

Trotz verschiedener Reisewarnungen machen sich die Menschen wieder auf den Weg. Auf den Weg in den Sommerurlaub. Gerade Rom scheint den Ansturm von Touristen kaum noch zu verkraften. Warteschlangen bei den Hauptsehenswürdigkeiten sind mittlerweile die Regel.

Aber was wäre, wenn man auf geheimen Pfaden wandert?

Jörg Ernesti, dessen Promotion sich bereits mit der Kirchengeschichte Roms beschäftigte, nimmt uns in seinem neuen Buch mit in die Ewige Stadt und zeigt uns geheime Orte, die der Massentourismus noch nicht entdeckt und an denen man die Stadt noch für sich hat.

Die italienische Kulturgeschichte ist kaum zu denken ohne deutsche Einflüsse und umgekehrt. Diese enge Verbundenheit wird an keinem anderen Ort so deutlich wie in Rom. Männer und Frauen aus dem deutschen Sprachraum sind als Pilger, Kirchenleute, Künstler und Gelehrte in die Stadt gekommen und haben ihre Spuren hinterlassen.

Manche davon sind berühmt, andere sind nur Insidern bekannt.
Sommerzeit ist Reisezeit – auch in diesem, sehr außergewöhnlichen Jahr. Aber nicht jede Reise muss ein Risiko sein, denn auch die Vorstellungskraft kann uns an ungewöhnliche Orte führen…

Dieser Band will aber nicht nur Reiseführer im klassischen Sinn sein, sondern auch ein Rombuch für Liebhaber. Texte und Bilder laden dazu ein, die beschriebenen Spaziergänge mitzugehen: daheim oder vor Ort.

Zum Autor Jörg Ernesti: Studium in Paderborn, Wien und Rom, 1993 Priesterweihe, 1997 Promotion in Kirchengeschichte in Rom und 2007 in Ökumenischer Theologie in Paderborn, 2003 Habilitation in Mainz, seit 2013 Professor für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Universität Augsburg.

BESTELLUNG hier: https://www.herder.de/religion-spiritualitaet-shop/deutsche-spuren-in-rom-gebundene-ausgabe/c-38/p-19301/


Bundessprecher Dr. Jörg Meuthen über die AfD und das Christentum

Aus einer aktuellen Erklärung des AfD-Chefs Prof. Dr. Jörg Meuthen:

Die Medien und etliche Kirchenvertreter lassen kaum einen Hinweis darauf aus, dass vorgeblich die Positionen der AfD für Christen keine Alternative sein könnten.

Viele Menschen glauben diesen Unfug ungeprüft. Er basiert aber auf völlig unzutreffenden Vorurteilen.

Um damit aufzuräumen, haben meine Parteikollegen Joachim Kuhs, Volker Münz und Holger Schmitt ein sehr lesenswertes Buch geschrieben mit dem vielsagenden Titel: „Mut zur Wahrheit – warum die AfD für Christen mehr als eine Alternative ist“ (https://jf-buchdienst.de/Buec…/Politik/Mut-zur-Wahrheit.html)

Joachim Kuhs, mit dem mich auch persönlich eine langjährige Freundschaft verbindet, ist Mitglied des EU-Parlaments und Sprecher der „Christen in der AfD“, Volker Münz ist kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion und Holger Schmitt ist Sprachwissenschaftler.

Alle drei sind überzeugte, praktizierende Christen. Im Folgenden zitiere ich aus einer Rezension dieses Buches durch den Theologen und Publizisten Dr. Lothar Gassmann (siehe Foto):

„Der für Christen interessanteste und umfangreichste Teil des Buches ist der Beitrag ,Der Inhalt: Wofür die AfD wirklich steht‘. Nachdem noch einmal die massiven Verdrehungen von AfD-Aussagen durch die von linksgerichteten Mainstream-Medien propagierte ,Politische Korrektheit‘ vor Augen gestellt worden sind, werden die wirklichen Ziele der AfD anhand ihrer Programmatik vorgestellt und aus biblischer Sicht beleuchtet.

Dabei ergeben sich zum Teil große Schnittmengen zwischen dem AfD-Programm und dem christlichen Glauben, etwa in den Punkten: Ablehnung des Globalismus und antichristlichen Welteinheitsstaates, Schutz des Bargeldes […], Ablehnung der Auflösung der Geschlechter durch Gender Mainstreaming, Schutz der klassischen Ehe und Familie, Schutz des Erziehungsrechts der Eltern, Kampf für das Lebensrecht der Ungeborenen, Einsatz für verfolgte Christen und gegen Islamisierung, Appell zu einem differenzierten Umgang mit Betroffenen in der Migrationsproblematik.“ (https://www.joachimkuhs.de/mut-zur-wahrheit-warum-die-afd-…/)

Jeder Christ möge sich also die Frage stellen, wie er selbst zu den zuletzt genannten Themen steht und welche Position die versammelten Kartellparteien CDUCSUFDPSPDGRÜNELINKE hierzu einnehmen.

Schutz der klassischen Ehe und Familie? Von gestern, Ehe für alle!

Deutschland als souveräner Nationalstaat, der den eigenen Bürgern Schutz und persönliche Sicherheit gewährt? Ebenfalls von gestern, angestrebt werden die – sozialistischen – „Vereinigten Staaten von Europa“!

Kampf für das Lebensrecht der Ungeborenen? Von vorgestern, stattdessen fordern beispielsweise Jusos ungeniert, die bisherigen Fristenregelungen bei Abtreibungen komplett zu streichen. Da der entsprechende Beschluss der Jusos keine Empfehlungen für neue Fristenregelungen vorsieht, würde dessen vollständige Umsetzung faktisch die Möglichkeit der Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt mit sich bringen. (https://www.focus.de/…/grosse-aufregung-um-vorstoss-abbruch…)

Wir sind die einzigen, die eine echte Lebensschutz-Position vertreten. Deswegen sind auch viele in der AfD engagierte Christen beim „Marsch für das Leben“ dabei – der nächste findet am kommenden Wochenende in Berlin statt: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-l…/

Wer also auch aus christlicher Sicht die Entwicklung Deutschlands, insbesondere seit Beginn der Kanzlerschaft von Merkel, nicht mehr länger hinzunehmen bereit ist, hat nur eine wirkliche politische Alternative von Bedeutung, nämlich uns.

Zeit für überzeugte Christen, diesem verirrten staatlichen Rad in die Speichen zu greifen.

Quelle: https://www.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/posts/1745038578978173?__tn__=K-R