Zu „Maria 2.0“: Katholische Kirche sollte sich nicht dem Protestantismus anpassen

Von Bruno Machinek

Kirchenkritiker berufen sich gern auf das Zweite Vatikanische Konzil. Aber niemand kann einem bei Nachfrage sagen, gegen welche Konzilsbeschlüsse die „Amtskirche“ angeblich fortwährend verstößt.

Von einer Abschaffung des Zölibats oder der Einführung des Frauenpriestertums ist in den Beschlüssen natürlich nirgends die Rede. Dafür viel von Aufbruch und Glaubenserneuerung.

Für ausgesprochen perfide halte ich die Vermischung der Missbrauchskandale mit der Forderung nach Abschaffung des „Zwangszölibats“ durch die Aktivisten von „Maria 2.0“.

BILD: Bruno Machinek ist Autor eines ausgezeichneten Buches über Naturwissenschaft und Glaube: „Ohne Gott geht gar nichts“ (14,80 €, bei uns portofreie Lieferung).

Und was konkret mit einer zu verändernden Sexualmoral gemeint ist, kann man auch nur vermuten. Die Abschaffung des 6. und 9. Gebots doch sicherlich nicht.

Die katholische Kirche sollte all das nicht anstreben, was im Protestantismus seit langem Usus ist, den Mitgliederschwund aber nicht aufhalten konnte.

Nicht Anpassung an den kurzlebigen Zeitgeist macht die Kirche attraktiv und zukunftsfähig, sondern die von ihr ausgehende Spiritualität und die mutige Verkündigung ihrer einzigartigen Botschaft.

Eine von Zwist und Zweifeln geplagte Kirche ist jedenfalls keine Option für die große Anzahl spirituell Suchender. Mit den bekannten Folgen. Ob das die streikenden Frauen und deren Unterstützer in den vier betroffenen Bistümern wohl auch bedacht haben?

 


Historiker Karlheinz Weißmann sprach beim AfD-Neujahrsempfang in Düsseldorf

Von Felizitas Küble

Wie bereits im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, hat die AfD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen am 11. Januar 2019 ihren Neujahrsempfang im Düsseldorfer Landtag veranstaltet. 

Die Hauptrede auf dieser gut besuchten Versammlung hielt der evangelische Theologe, Philosoph und Historiker Dr. Karlheinz Weißmann (siehe Fotos).

Der konservative Buchautor sprach bereits vorigen April bei der AfD in Münster über das Thema 68er-Bewegung und ihre Folgen: https://charismatismus.wordpress.com/2018/04/26/dr-weissmann-ueber-den-kulturbruch-der-68er-revolte-und-die-fatalen-folgen/

Dr. Weißmann begann seinen Vortrag mit dem Hinweis auf Janus, jene doppeldeutige Gestalt aus dem antiken römischen „Götterhimmel“ mit zwei Gesichtern, wobei eines die Vergangenheit und das andere die Gegenwart symbolisierte, Krieg ebenso wie Frieden anzeigte und insgesamt als der „Gott des Ursprungs“ angesehen wurde.

Weil dies zum ersten Monat im Jahr paßt, in welchem die Menschen sowohl „rückwärts wie vorwärts“ blicken, von Hoffnungen ebenso wie von Ängsten geprägt sind, nannten sie ihn „Januar“.

Der Untergang Roms und unsere Zeit

Der Geschichtsphilosoph übertrug dieses Sinnbild in unsere Zeit und erinnerte daran, daß es nach dem Mauerfall so schien, als sei unser Land nun gleichsam „von Freunden umzingelt“, alles in Butter und die Zukunft ebenso friedlich wie verheißungsvoll. 

Diese Phase sei inzwischen – auch durch massive Fehlleistungen seitens der Politik  – einer viel größeren Besorgnis gewichen, erläuterte Dr. Weißmann. Nicht wenige Zeitgenossen würden unsere Zeit inzwischen mit dem Niedergang Roms vergleichen, denn manche Kennzeichen der Dekadenz träfen auch auf die heutige Lage zu.

Damals hätten die „Barbaren vor den Toren Roms“ gestanden  – und derzeit könne man sich fragen, ob sie die Tore nicht schon durchschritten hätten.

Sodann befaßte sich der Historiker mit dem  – wie er es nannte – „geradezu kometenhaften Aufstieg“ der AfD, wodurch die Parteienlandschaft in nur zwei Jahren wesentlich verändert worden sei.

Der schnelle Erfolg der Grünen Anfang der 80er Jahre sei zum Teil auch der Tatsache zu verdanken gewesen, daß die Medien diese neue Partei „hochgeschrieben“ hätten, während hinsichtlich der AfD das genaue Gegenteil der Fall sei.

Alle anderen Partei-Versuche „rechts von der Mitte“ seien daran gescheitert, teils auch an internen Querelen. Zudem habe es teils „Generäle ohne Soldaten“ (Elitepartei) oder „Soldaten ohne Generäle“ (fehlende kompetente Führung) gegeben. 

Die AfD verfüge über beides – zudem habe sie ihre Krisen, Abspaltungen und Personalstreitigkeiten überstanden und sei nicht daran zerbrochen.

Das Thema Masseneinwanderung sei nicht neu, sondern seit dreißig Jahren intensiv auf der Tagesordnung, ebenso die wachsende Bedrohung durch den politischen Islam. Allerdings seien diese drängenden Fragen zuvor von keiner konservativen Partei kraftvoll gebündelt worden.

Politische Wende durch die Grenzöffnung 2015

Der AfD seien die Probleme der Grenzöffnung 2015 zugute gekommen und sie habe die Gelegenheit gut genutzt, um den wachsenden Unmut im Volke aufzufangen und ihm eine deutlich vernehmbare Stimme zu geben. Viele Menschen seien fassungslos gewesen und hätten sich angesichts der unkontrollierten Massenmigration wie ohnmächtig gefühlt, zumal Kanzlerin Merkel einfach lakonisch erklärte: „Nun sind sie halt da.“

Doch die anderen Parteien wollen sich, so Weißmann, nicht von den „Futterkrippen der Macht“ verdrängen lassen, daher die scharfen Attacken gegen die AfD.

Er habe mit einem solch wirksamen Aufstieg einer konservativen Partei nicht gerechnet, auch eingedenk der Erfahrung, wonach die Bürgerlichen „im Zweifel feige“ seien. Gleichwohl habe er sich jahrzehntelang publizistisch für eine seriöse konservative Partei rechts der Mitte eingesetzt. Die AfD sei für ihn gleichsam „eine Antwort auf meine Gebete“ (starker Beifall der Anwesenden).

Die AfD sei aber kein Selbstläufer, sondern müsse fundierte Leistungen vorweisen; sie dürfen nicht resignieren gegen einen übermächtig erscheinenden Gegner in Politik und Medien.

„Es läuft grundsätzlich etwas schief“

In diesem Land laufe „grundsätzlich etwas schief“, betonte Dr. Weißmann. Als Beispiel erwähnte er, daß die Töpfe der EU gefüllt würden, aber zugleich die deutsche Infrastruktur vernachlässigt werde. Zudem habe man bei der vielgepriesenen „kulturellen Bereicherung“ durch Migration übersehen, daß damit auch „religiöser Extremismus“ importiert worden sei.

Das Verhältnis zur eigenen Nation sei gestört; man lasse den „elementaren Zusammenhalt verkommen“, beklagte der Redner. Seit 1968 werde der Patriotismus diffamiert und eine  volksverbundene Haltung als „Populismus“ abgetan, dabei gehöre ein recht verstandener Populismus wesentlich zur Demokratie als einer Volksherrschaft.

BILD: Eines der zahlreichen Sachbücher von Dr. Weißmann: „Kulturbruch 68“

Europaweit gäbe es immer mehr „populistische“ Kräfte, die eine festgefahrene Parteienlandschaft in Bewegung bringen.

Der Historiker schilderte seine Begegnungen in Dänemark mit Vertretern patriotischer Bewegungen und konservativen lutherischen Pastor/innen, die ein positives Verhältnis zu ihrem Land pflegen – aber auch mit Wertschätzung auf Deutschland schauen, die deutsche Kultur und Literatur wertschätzen. Viele junge Dänen studieren in Deutschland. Man hoffe auf eine patriotische Veränderung in Europa, zugleich höre er immer wieder die Aufforderung: „Deutschland muß vorangehen!“

Allerdings sei der Populismus  – das Aufgreifen von Volksstimmungen – nur ein erster Schritt. Es sei eine bleibende Herausforderung für die AfD, so der Historiker, sich gründlich zu fundieren und zugleich ein breites Meinungsspektrum abzubilden. Der Partei müsse es gelingen, weiterhin die verschiedenen Flügel zu integrieren. Außerdem sei es wichtig, weder die parlamentarische Sacharbeit noch den Aktionismus an der Basis zu vernachlässigen.

Klugheit ist die „vornehmste politische Tugend“

Klugheit, so mahnte er die Versammelten, sei die „vornehmste politische Tugend“. Daher sollten interne Streitigkeiten und Personalquerelen nicht an die große Glocke gehängt werden. Nur so sei es möglich, die AfD „in der Mitte der Gesellschaft zu verankern“.

Angesichts des massiven Gegenwinds solle niemand vorschnell resignieren. Manchmal drehe sich der Wind des Zeitgeistes ganz überraschend. Er erinnerte an das alte Wort, wonach die „Dämonen von gestern die Götter von morgen“ sein könnten.

Als nüchterner Konservativer beschränke er sich auf einen „vorsichtigen Optimismus“. Ein dauerhafter Sieg sei keineswegs unausweichlich, sondern müsse hart erarbeitet werden.

Dr. Weißmann erinnerte an den deutsch-jüdischen Politiker Walter Rathenau, der nach dem Versailler Vertrag einen „flammenden Appell“ für den Zusammenhalt der Deutschen veröffentlicht habe. Seinem Schlußwort wolle er sich anschließen: „Sursum corda – Hoch die Herzen!“

Abschließend scherzte der Redner: „Das Büffet ist eröffnet – trinken Sie mindestens ein Glas auf das Wohl unseres Vaterlandes!“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 

 


Münster/Tel Aviv: Großer jüdischer Freund Deutschlands sprach heute im Paulus-Dom

Von Felizitas Küble

Am heutigen Mittwoch, dem 29. August, sprach Avi Primor, der frühere israelische Botschafter in Deutschland, im Paulus-Dom von Münster im Rahmen der Vortragsreihe „Domgedanken“. Primor ist Vorsitzender der Israelischen Gesellschaft für Auswärtige Politik (Israel Council on Foreign Relations).

Der Andrang interessierter Menschen war so gewaltig, daß die Sitzplätze nicht ausreichten. Zu den Zuhörern in der ersten Reihe gehörte auch Diözesan-Bischof Dr. Felix Genn.

Nach seiner völlig frei gehaltenen Ansprache erhielt der jüdische Diplomat minutenlangen Beifall. 

Der heute 83-jährige Primor wirkte von 1993 bis 1999 als Botschafter in Bonn. In dieser Zeit setzte er sich in einzigartiger Weise für die deutsch-israelische Verständigung ein. Dazu diente nicht zuletzt sein im Jahre 1997 erschienenes Buch „…mit Ausnahme Deutschlands.“  

Der Sohn von Holocaust-Überlebenden wollte nämlich ursprünglich überall in der Welt Diplomat werden „mit Ausnahme Deutschlands“. Die gesamte Familie seiner Mutter wurde in der NS-Diktatur ermordet. Doch Primors Kontakte mit Deutschen änderten seine Einstellung allmählich grundlegend – und schlußendlich vertrat er den jüdischen Staat ausgerechnet in Deutschland.

Sein Buch ist eine ebenso kompetente wie humorvolle Sympathie-Erklärung für unser Land, ohne deshalb unkritisch zu sein, jedoch immer fair und freundlich. So erlebten wir ihn auch selber, denn unsere Redaktion stand damals im guten Briefkontakt mit Primor. 

Dompropst Kurt Schulte begrüßte den prominenten Gast, der eigens aus Tel Aviv eingeflogen war und auf einem Ministrantenhock im Chorraum Platz nahm (siehe 2. Foto).

Zur Einstimmung gab es musikalische Einlagen aus traditionellen jüdischen Gebeten. Ergänzend dazu wurde die Veranstaltung mit dem Vaterunser-Gebet abgeschlossen, zu dem alle gemeinsam aufstanden.

Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM  bereits begründet, daß das Vaterunser ein zutiefst jüdisch geprägtes Gebet ist – und das nicht allein deshalb, weil Jesus selber Jude war, sondern weil sein gesamter Inhalt vom jüdischen Gedankengut lebt. (Siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/09/die-juedischen-wurzeln-des-vaterunser-gebets/)

Der Vortrag Primors wirkte sehr persönlich und lebendig, nicht nur wegen der heiteren Anekdoten und seiner freien Redeweise, sondern auch wegen der historisch bewegenden Themen, ging es doch um seinen Blick auf das Verhältnis von Deutschen und Juden.

Gleich zu Beginn lobte er (erstaunlicherweise) den katholischen Templerorden und betonte mehrfach, dieser habe damals im Hochmittelalter sehr viel Gutes für das Land geleistet im Sinne von Fortschritt und Modernisierung.

Zwischen Juden und Templern hätten „allerbeste“ Beziehungen bestanden – nicht nur im Mittelalter, auch später bis in die Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Das Thema Kreuzzüge erwähnte der Regner nicht.

Sodann würdigte Primor den israelischen Nachrkriegs-Ministerpräsidenten David Ben Gurion. Dieser habe Vertrauen zum deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer entwickelt (Adenauer hatte sich in der NS-Zeit als Gegner der Nazis erwiesen). Für Ben Gurion bestand kein Zweifel: das neue Deutschland ist ein  a n d e r e r  Staat als die NS-Diktatur.

Für die Israelis war dies damals noch völlig befremdlich. Die Abwehrhaltung und Abneigung gegenüber Deutschland war verständlicherweise groß. Doch der israelische Regierungschef war nüchtern und machte sich klar, daß sein junger Staat sich im Aufbau befand, praktisch keine Industrie vorhanden war, zugleich aber immer noch große Massen jüdischer Flüchtlinge und Einwanderer ins Land strömten.  

Er benötigte dringend Unterstützung und begann daher klugerweise mit Handelsbeziehungen zu Deutschland. Dazu kam das mit Adenauer vereinbarte Wiedergutmachungsabkommen. Diese Politik führte in Israel zu Massenprotesten auf der Straße, doch Ben Gurion ließ sich nicht beirren.

Er wollte deutsche Technik, Knowhow und Investitionen ins Land holen. Damit kam es automatisch zur Fühlungsnahme mit deutschen Experten, Ingenieuren, Wirtschaftsleuten – und es entstanden auch auf menschlicher Ebene immer mehr Kontakte. Zugleich ging es durch diese vorausschauende Politik mit der israelischen Wirtschaft aufwärts. „Das hat uns damals gerettet“, erklärte Avi Primor wörtlich.

1965 war es dann soweit: Deutschland und Israel nahmen diplomatische Beziehungen miteinander auf. Heute seien 80% der Israelis deutschlandfreundlich eingestellt, erklärte der frühere Botschafter. Ende der 50er Jahre sei es noch genau umgekehrt gewesen. Der jüdische Staat würde mit den USA und Deutschland heute weltweit die engsten Beziehungen pflegen. Aus seiner Sicht sei die israelisch-deutsche Freundschaft heute nicht nur „bestens“, sondern „ein Wunder“.

Anders standen die Aktien freilich bei der „DDR“. Der kommunistische bzw. sowjetisch beherrschte Teil Deutschlands war im Sinne des Ostblocks extrem israelfeindlich und einseitig pro-arabisch. Es gab zwischen der „DDR“ und Israel keine diplomatischen Beziehungen, sondern Eiszeit.

Der frühere Botschafter äußerte sich auch zum arabisch-israelischen (Miß-)Verhältnis. Die Palästinenser bezeichneten sich selber in der Nachkriegszeit als Araber. Primor erwähnte den Überfall arabischer Armeen auf den jüdischen Staat kurz nach dem Beschluß der UNO vom 29.11.1947, wonach das Heilige Land zwischen Juden und Arabern geteilt werden soll – doch die islamische Seite beanspruchte das gesamte Land für sich allein.

Der jüdische Gast betonte im Dom, wie wichtig es für den Frieden im Nahen Osten sei, daß sich die Beziehungen zwischen Juden und Arabern verbessern. Auch die Palästinenser sollten in Würde leben können.

BILD: Eingang der Synagoge von Münster

Aus meiner Sicht besteht ein großes Hindernis für eine jüdisch-arabische Verständigung jedoch im Islam selbst, in seinem antisemitischen und zudem militanten Potential, was alle noch so wohlmeinenden israelischen Bemühungen nicht ändern können.

Von daher fand ich es merkwürdig, wenngleich typisch für die islamfreundliche Bistumsleitung von Münster, daß die Kollekte für diesen Abend an die „Flüchtlingshilfe“ ging.

Die in unser Land strömenden Migranten bestehen zu 80% aus Muslimen, die zudem häufig ihren Antisemitismus „importieren“. Das Problem wird auf jüdischer Seite längst klar erkannt: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/27/historiker-wolffsohn-ist-besorgt-gewalt-gegen-juden-geht-allein-von-muslimen-aus/

Zudem wäre es ohnehin dem Redner und Anlaß angemessener gewesen, die eingesammelten Spenden der Gläubigen an ein israelisches Hilfszentrum oder eine soziale Initiative im Hl. Land zu übermitteln (gerne auch an ein Projekt, das sich für den Dialog mit Palästinensern einsetzt)  – oder an die Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit in Münster bzw. die Deutsch-israelische Gesellschaft, was höchst angebracht gewesen wäre. Schließlich ging es in Primors Vortrag um genau diese Anliegen, vor allem um die israelisch-deutsche Freundschaft!  

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Kritischer Vortrag von Dr. Aust zur Homöopathie am 13. Juni in Homburg

Vortrag mit Norbert Aust in Homburg/Saar: „Homöopathie: Lehre – Überzeugung – Evidenz“

Am kommenden Mittwoch (13. Juni) ist Dr. Norbert Aust am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg zu Gast.

Auf Einladung des AStA spricht Aust im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik (Kirrbergerstraße 100, Gebäude 9) über „Lehre, Überzeugung, Evidenz“ der Homöopathie:

Der Vortrag setzt sich mit den Argumenten der Kritiker und der Befürworter der Homöopathie auseinander und soll eine Orientierung in der in der Öffentlichkeit sehr emotional geführten Diskussion liefern.

Die Veranstaltung ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Quelle: https://blog.gwup.net/2018/06/07/vortrag-mit-norbert-aust-in-homburg-saar-homoeopathie-lehre-ueberzeugung-evidenz/

HINWEIS auf unsere Besprechung des Aust-Buches „In Sachen Homöopathie“ (siehe Foto) von Cordula Mohr: https://charismatismus.wordpress.com/2013/07/11/buch-tip-in-sachen-homoopathie-eine-beweisaufnahme-von-dr-norbert-aust/


Konservativer Erziehungswissenschaftler von Bildungstagen in München ausgeladen

Der Bildungsexperte Dr. Albert Wunsch (siehe Foto) ist als Referent von den Münchener Bildungstagen ausgeladen worden. Die Veranstalter begründeten dies mit seinem Einsatz beim Aktionsbündnis „Demo für Alle“ und seinen Publikationen in anderen Medien.

Die Veranstalter hatten den konservativen Erziehungswissenschaftler ausgeladen, weil er sich z.B. beim Aktionsbündnis „Demo für Alle“ engagiert und auf der Internetseite „Die freie Welt“ publiziert. Die Zeitung „Münchener Merkur“ als Veranstalter sah damit die „notwendige Neutralität infrage gestellt“.

Buchautor Wunsch kann das nicht nachvollziehen, weil er in seinen Vorträgen auf die kritisierten Beiträge gar nicht eingehe. Der Schirmherr der Veranstaltung, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), habe den „Rauswurf“ veranlasst.

Prof. Wunsch macht stutzig, dass durch Druck aus bestimmten Gruppen ein solcher Schritt erfolgt. Die offizielle schriftliche Begründung: „Da Eltern und Schüler objektiv informiert werden sollen, sei die notwendige Neutralität auf dem Hintergrund meines Engagements infrage gestellt. Dann wurde mein Verständnis für die Absage erbeten“.

Das Argument der fehlenden Neutralität ist aus Sicht von Dr. Wunsch eine Farce. Anonyme Kritiker würden anders geprägte Positionen pauschal bekämpfen und durch diffuse Unterstellungen mundtot machen, sagte Wunsch in einem Interview. Es sei absurd, dass solche Gruppierungen, die Vielfältigkeit und Toleranz einfordern, sie an anderer Stelle vehement bekämpfen.

Als äußerst undemokratisch habe er auch die Vorkommnisse bei dem Symposium „Öffnung der Ehe – Folgen für Alle“ in Frankfurt wahrgenommen, als 450 friedliche Tagungsteilnehmer von 100 Polizisten und einer Reiterstaffel geschützt werden mussten, weil radikale Gruppen mit Parolen den Ablauf gestört hatten.

Auch Universitäten würden bei unliebsamen Meinungen immer häufiger Redeverbote aussprechen, Medien bestimmte Themen völlig ausgrenzen oder für bestimmte Veranstaltungen keine Räume zur Verfügung gestellt werden, sagte der Professor.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2018/02/05/konservativer-bildungsexperte-von-bildungstagen-ausgeladen/


Gastvorlesung in Mainz: Dr. Eckart von Hirschhausen „Warum Worte Medizin sind“

Eine Veranstaltung zugunsten der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN

„Bei allem technischen Fortschritt sind und bleiben kluge Fragen und einfühlsame Gesprächsführung die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Instrumente des Arztes!“, so die Überzeugung von Dr. Eckart von Hirschhausen. 978-3-498-09187-3

Sein aktuelles Buch „Wunder wirken Wunder“ ist seit Erscheinen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und zeigt, wie groß das Bedürfnis nach verständlichen und fundierten Gesundheitsinformationen in Deutschland ist.

Hirschhausen ist es eine Herzensangelegenheit, die Ärzte dieser und der nächsten Generation zu inspirieren, Worte als Medizin wertzuschätzen und bewusster einzusetzen. „Der Placebo-Effekt wird oft missverstanden als eine Täuschung des Patienten. Dabei geht es im Kern darum, positive Erwartungen zu wecken und professionell zu nutzen, statt die Menschen frustriert der Alternativmedizin zu überlassen.“

Die Vorlesung für Studierende und Lehrende des Fachbereichs Universitätsmedizin findet auf Einladung des Wissenschaftlichen Vorstands der Universitätsmedizin Mainz und der Teddyklinik Mainz statt.

Vor Ort wird es die berühmten roten Nasen gegen eine kleine Spende geben. Mit der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN fördert Dr. v. Hirschhausen seit Jahren die Clownsvisiten in der Mainzer Kinderklinik, Fortbildungen für Pflegekräfte und Studien, warum Lachen tatsächlich die beste Medizin ist.

Gastvorlesung von Dr. Eckart von Hirschhausen
am Dienstag, dem 31. Januar 2017, von 11 bis 13 Uhr,
im Hörsaal Chirurgie (Geb. 505H),
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz,
Langenbeckstr. 1 in 55131 Mainz.