Christen und Juden sind in Deutschland am beliebtesten, Muslime weniger

92 Prozent der Deutschen denken eher oder sehr positiv über Christen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der „Antidiskriminierungsstelle des Bundes“ (Berlin) hervor. image

Niedriger sind die Werte bei anderen Religionsgemeinschaften: Juden (84 Prozent) rangieren in der Beurteilung vor Buddhisten (81 Prozent), Hinduisten (73 Prozent) und Muslimen (64 Prozent). Während fünf Prozent der Befragten Christen „eher negativ“ einschätzen, sagen dies gegenüber Muslimen 25 Prozent.

Quelle und Fortsetzung der Meldung bei IDEA: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/92-prozent-der-deutschen-denken-positiv-ueber-christen-96373.html


Sri Lanka: Zahlreiche Übergriffe fanatischer Buddhisten auf evangelikale Gemeinden

Mitglieder der buddhistischen “Ravana Balaya”-Gruppe forderten evangelikale Christen in Polonnaruwa im Norden Sri Lankas zur Einstellung missioniarischer Aktivitäten auf.  7e5988847c

Die Mitglieder dieser Gruppe hatten zuvor in den vergangenen Tagen an über 20 Gebetstreffen teilgenommen und verlangen nun von den christlichen Pastoren, auf weitere Bekehrungen zu verzichten.

Wie Beobachter mitteilen, hatte der Generalsekretär der buddhistischen Gruppe, Ittekande Saddhatissa Thero, mitgeteilt, dass er Beschwerden von zahlreichen Buddhisten und Hindus erhalten habe, die beklagten, dass christliche Pastoren  angeblich “Geschenke und Geld anbieten, um Buddhisten zu bekehren”.

Dies dementierten die Christen unmissverständlich, die ihrerseits beklagten, dass viele Pastoren und Gläubige bedroht und misshandelt worden seien.

Anfang Juli wahren aufgebrachte Buddhisten unter Leitung von zwei Mönchen in eine christliche Versammlung im Distrikt Ratnapura eingedrungen, wo sie das Gebet abbrechen ließen und Bibeln beschlagnahmten. Gläubige befürchten, dass sich die Gewaltbereitschaft dieser Buddhisten negativ auf das Land auswirken könnte, das der Papst voraussichtlich im Januar 2015 besuchen wird.

Nach Angaben der “Christian Evangelical Alliance” wurden seit Anfang 2014 rund 60 evangelikale Kirchen und Gebetszentren von buddhistischen Extremisten angegriffen, im Jahr 2013 gab es 120 Übergriffe.

Quelle: Fidesdienst / Foto: HMK


Birma: IGFM übt deutliche Kritik an Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

Rohingya-Muslime werden im buddhistischen Staat unterdrückt

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert Myanmars (Birmas) Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf, sich deutlich für Frieden und ein sofortiges Ende der Gewaltspirale in ihrem Land auszusprechen. Als „moralische Autorität“ muss sie sich an ihrem Einsatz für die Befriedung des Vielvölkerstaates messen lassen. Fokus-menschenrechte-IGFM_2_02

Am Sonntag, dem 3. November 2013, sank ein Boot besetzt mit 70 Rohingya-Muslimen, die vor der andauernden Gewalt buddhistischer Mobs flüchteten. Nur acht Menschen konnten lebend geborgen werden, so die IGFM.

Jüngste Opfer der Gewalt sind 62 Flüchtlinge, welche in ihrem Fischerboot am Sonntag die Ortschaft Ohn Taw Gyi gegen 3 Uhr verließen, kurz darauf kenterten und ertranken.

Schon am 26. Oktober ertranken mindestens zehn Rohingyas im Grenzfluss zu Bangladesch. 31 weitere wurden von myanmarischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Die Flüchtlinge waren unterwegs nach Malaysia und Bangladesch, um sich vor den andauernden gewalttätigen Übergriffen in der nördlichen Arakan-Provinz in Sicherheit zu bringen.

Zehntausende Rohingyas flüchten in Nachbarländer

In der letzten Woche sollen über 1500 Rohingyas über den Seeweg das Land verlassen haben – von Januar bis Oktober 2013 seien es über 24.000 gewesen, so berichten verlässliche Quellen.

Da sie in ihrer Heimat keine Überlebensmöglichkeit sehen, flüchten Rohingyas unter oftmals lebensgefährlichen Bedingungen in Nachbarländer.

Insbesondere das beharrliche Schweigen von Aung San Suu Kyi, Friedensnobelpreisträgerin von 1991, zu den humanitären Verbrechen gegen die Muslime schockiert die Menschenrechtler. Ihre ausweichenden Aussagen sind, gemessen an ihrem moralischen Anspruch, eine Bankrotterklärung.

Gewaltausbrüche von Buddhisten gegen Muslime

Hintergrund sind gewalttätige Ausschreitungen von Buddhisten, maßgeblich der Volksgruppe der Bamaren zugehörig, gegen die ethnische Minderheit. Die Rohingyas werden als eine der „meist bedrohten Minderheiten der Welt“ angesehen.

IGFM-Pressesprecher Martin Lessenthin stellt fest: „Frau San Suu Kyi ist die einzige international bekannte Persönlichkeit des Landes mit moralischer Autorität. Sie sollte diese im Sinne der Menschenrechte einsetzen.“

Zudem fordert er die Europäische Union auf, Vorbehalte gegenüber der ehemals als „Pariastaat“ bezeichneten Republik nicht vorschnell fallen zu lassen: „Solange führende Politiker des Landes sich nicht für eine Befriedung des eigenen Landes einsetzen, darf keine finanzielle Aufbauhilfe ausgezahlt werden.“

Weitere Infos zur Lage der Menschenrechte unter:
http://www.menschenrechte.de

Facebook-Seite der IGFM:
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Sri Lanka: Buddhistische Mönchen treten immer aggressiver auf

Das zunehmend gewaltbereite Auftreten buddhistischer Mönche bereitet der katholischen Kirche Sri Lankas Sorge. Bischof Raymond Wickramasinghe von Galle verwies gegenüber dem Fidesdienst auf jüngste Ausschreitungen insbesondere gegen die christliche und muslimische Minderheit im Land.

Er hoffe, daß die katholische Kirche Vorreiter sein könne, den Religionsgemeinschaften des Landes den Weg zu einem harmonischen Miteinander zu weisen.

In den vergangenen Monaten hatten sich die Ausschreitungen und Einschüchterungsversuche radikaler buddhistischer Gruppierungen gegenüber Andersgläubigen verstärkt. Mit nur 8,8 Prozent sind Christen eine religiöse Minderheit in Sri Lanka, 70 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten.

Quelle: Vatikanische Nachrichtendienst „Fides“


Vietnam: Horrend hohe Haftstrafen für friedliche buddhistische Umweltschützer

Kommunistische Diktatur geht rabiat gegen ökologischen Tourismus vor

Wegen angeblicher „subversiver Aktivitäten“ wurden 22 Mitglieder einer buddhistischen Religionsgemeinschaft vom Volksgericht der zentralvietnamesischen Provinz Phu Yen am 4. Februar 2013 zu hohen Haftstrafen verurteilt: lebenslängliche Haft für den Gründer, Pham Van Thu, und insgesamt 299 Jahre Haft für die restlichen 21 Mitglieder, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Karl Hafen, geschäftsführender Vorsitzender der IGFM, fordert Vietnam auf, die inhaftierten Buddhisten umgehend freizulassen und das Grundrecht auf Religionsfreiheit zu respektieren. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Verhaftungswelle gegen die buddhistische Religionsgemeinschaft „Hoi Dong Cong Luat Cong An Bia Son“ begann am 5. Februar 2012. An diesem und dem darauffolgenden Tag wurden bei einer Polizeirazzia Pham Van Thu und acht weitere Mitglieder der Religionsgemeinschaft unter dem Vorwand des „Missbrauchs der freiheitlichen und demokratischen Rechte“ verhaftet. Später wurde die Anschuldigung in „Subversive Aktivitäten zum Umsturz der Regierung“ nach Art. 79 des StGB Vietnams umgeändert, so die IGFM.

Laut Polizeibehörden habe die Gemeinschaft eine Firma gegründet, die ökologischen Tourismus auf ihrem 48 Hektar großen Besitz auf dem Berg Bia-Son anbot. Der Gemeinschaft gehörten rund 300 Mitglieder im In- und Ausland an, die „mit friedlichen Mitteln“ die kommunistische Regierung Vietnams stürzen wollen, so die Anklage. Dies bezieht sich auf konfiszierte Schriften der Gemeinschaft, in denen die Regierungspolitik kritisiert werde. Regierungstreue Zeitungen beschuldigten die Gemeinschaft, die revolutionären und sozialistischen Gedanken aus dem gesellschaftlichen Leben drängen und Zweifel an der Führung der Kommunistischen Partei Vietnams säen zu wollen.

In dem bis zum 4. Februar 2013 auf fünf Verhandlungstage angesetzten Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde das härteste Urteil gegen eine Religionsgemeinschaft in den letzten Jahrzehnten verhängt: Einmal lebenslang und insgesamt 299 Jahre Haft für 21 weitere Personen, verteilt auf Haftstrafen zwischen zehn und siebzehn Jahren.

Ein Augenzeuge berichtete, dass die Angeklagten vehement ihre Unschuld beteuerten; sie sagten aus, dass sie friedliche Menschen seien und sich ausschließlich für religiöses Leben interessieren. Sie hätten keinesfalls politische Ambitionen gehabt, als sie an ihrem Umweltschutzprojekt arbeiteten. Die staatlich eingesetzten Pflichtverteidiger plädierten dagegen auf Teilschuld und Strafminderung, so die IGFM.

Hindergrund: Die Religionsgemeinschaft wurde 1968 unter dem Namen „An Dan Dai Dao“ in Südvietnam gegründet. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten 1975 wurde sie verboten. Zwölf ihrer Pagoden wurden zerstört, vier Mitglieder wählten als Zeichen des Protests den Freitod durch Selbstverbrennung. Der Gründer der Gemeinschaft, Pham Van Thu, und mehrere Mitglieder wurden verhaftet und in Umerziehungslager geschickt.

1991 kehrte Pham Van Thu, der nach Freilassung ins Exil gegangen war, in seine Heimat zurück und rief seine religiöse Gemeinschaft unter dem neuen Namen „Hoi Dong Cong Luat Cong An Bia Son“ wieder ins Leben. Seit 2004 arbeitete die Gruppe an der Bewaldung und Bebauung des 48 Hektar großen Umweltschutzgebietes Bia-Son und baute es zu einer touristischen Attraktion aus.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Vietnam:
http://www.igfm.de/Vietnam.543.0.html