INSA-Institut: Asylpolitik war wichtigstes Bundestagswahl-Thema für die Bürger

Das Erfurter INSA-Institut befragte Bürger nach den Themen, die sie im Bundestags-Wahlkampf als besonders wichtign betrachten. Jeder zweite Befragte (50%) sah den Bereeich „Flüchtlinge und Zuwanderung“ als für sich selber wahlentscheidend an.

An zweiter Stelle folgen Sicherheit und Kriminalität (46 %), danach soziale Ungleichheit (45 %). Auch das Thema Rente wird von mehr als jedem dritten Befragten (36 %) genannt. Als am wenigsten wahlentscheidend deklarierten die Befragten die Themen Infrastruktur (15 %) und Steuern/Finanzen (28 %).

Bei den Befragten ab 50 Jahren sind die wahlentscheidenden Themen vor allem Asylpolitik sowie Sicherheit und Kriminalität. Auch bei den jüngsten Befragten unter 30 Jahren spielen Flüchtlingspolitik,  Sicherheit und Kriminalität und Ungleichheit eine große Rolle. Genauso häufig werden dort auch die Themen Bildung sowie Umwelt- und Klimaschutz genannt.

Hinsichtlich Parteipräferenz zeigt sich, dass vor allem Wähler der AfD  die Asylpolitik als wahlentscheidend ansehen. Soziale Ungleichheit spielt für Wähler der Linkspartei und der Grünen die größte Rolle. Wähler der Grünen nennen ebenfalls am häufigsten die Umweltpolitik. 

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Lafontaine kritisiert Asylpolitik der Linkspartei

Oskar Lafontaine, einst führender SPD-Politiker und ehem. Chef der Linkspartei, hat seiner Partei vorgeworfen, mit einer falschen Flüchtlingspolitik Wählerstimmen verspielt zu haben. Es müsse seiner Partei zu denken geben, daß sie nur elf Prozent der Arbeitslosen und zehn Prozent der Arbeiter unterstützt hätten, schreibt Lafontaine auf Facebook.

Dann wird er deutlich: „Der Schlüssel für diese mangelnde Unterstützung durch diejenigen, die sich am unteren Ende der Einkommensskala befinden, ist die verfehlte ‘Flüchtlingspolitik’. Dieser Vorwurf trifft nicht nur Die Linke, sondern alle bisher im Bundestag vertretenen Parteien, weil bei ihren Antworten auf die weltweite Flüchtlingsproblematik das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit außer Kraft gesetzt wurde.“

BILD: Dieses Plakat der Linkspartei war auf vielen Straßen in Münster zu sehen

Die soziale Gerechtigkeit verpflichte dazu, denen zu helfen, die darauf am meisten angewiesen seien:

„Man darf die Lasten der Zuwanderung über verschärfte Konkurrenz im Niedriglohnsektor, steigende Mieten in Stadtteilen mit preiswertem Wohnraum und zunehmende Schwierigkeiten in Schulen mit wachsendem Anteil von Schülern mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht vor allem denen aufbürden, die ohnehin bereits die Verlierer der steigenden Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen sind.“

Die Erfahrung in Europa zeige: Wenn diese Menschen sich nicht mehr durch linke oder sozialdemokratische Parteien vertreten fühlten, wählten sie in zunehmendem Maße rechte Parteien.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/lafontaine-kritisiert-fluechtlingspolitik-der-linkspartei/

Foto: Felizitas Küble

 


CSU will Wahlpleite „schonungslos“ aufarbeiten und beharrt auf „Obergrenze“

Asylpolitik ist Ursache für „Weckruf“ der Wähler

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat im Interview mit der Passauer Neuen Presse angesichts der Bundestagswahl eine schonungslose Aufarbeitung der Ergebnisse angekündigt.

Scheuer forderte: „Es darf kein „Weiter so“ geben. Wir müssen den Wähler/innen zeigen: Ja, wir haben verstanden! Das Wahlergebnis kann uns nicht kalt lassen.“

Nur wenn man den Weckruf der Wähler ernst nehme und die richtigen Konsequenzen ziehe, könne man sie wieder zurückgewinnen.

Weiter machte der CSU-Generalsekretär deutlich, dass man zunächst Klarheit über den gemeinsamen Kurs von CDU und CSU brauche: „Wir müssen an der liberalen und konservativen Flanke Antworten liefern.“

Das reiche von der Sozialen Sicherheit, von der Alterssicherung bis hin zu Integration und Zuwanderung und der Inneren Sicherheit.

Die Asylpolitik war seiner Ansicht nach die Ursache für die hohe Unzufriedenheit und das schwache Wahlergebnis von CDU und CSU: „Davon hat vor allem die AfD profitieren können“, so Scheuer.

Die CSU bleibe aber bei ihrer Linie: „Die CSU hat den Wähler/innen Garantien gegeben  – und dazu gehört auch eine Obergrenze für Flüchtlinge.“

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/september-2017/schonungslose-analyse/


Polizeigewerkschaft zum Wahlergebnis: Ängste und Sorgen der Bürger ernster nehmen!

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat das Ergebnis der Bundestagswahl als Verantwortungsauftrag für alle demokratischen Kräfte in Deutschland bezeichnet.

Die Innere Sicherheit dürfe nicht auf der Strecke bleiben, der Kurs der Stärkung der Sicherheitsbehörden müsse unbedingt fortgesetzt werden, meinte DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt in einer ersten Reaktion.

In der Vergangenheit seien die Ängste und Sorgen vieler Menschen nicht ausreichend wahrgenommen worden.

In Berlin erklärte Rainer Wendt (siehe Foto):

„Dieses Ergebnis ist eine deutliche Warnung an die etablierten politischen Parteien, die sich in einer komplizierten und schwierigen Konstellation wiederfinden. Sie sind jetzt in der Pflicht, sich zusammenzureißen und stabile politische Mehrheiten zu schaffen, um die vielen Aufgaben, auch und gerade in der Inneren Sicherheit, zu bewältigen.

Dieser Verantwortungsauftrag beinhaltet auch, viel genauer hinzuhören, wenn Menschen Ängste und Sorgen formulieren.

Einbruchskriminalität, Terrorgefahren und Gewalt auf unseren Straßen lösen solche Ängste aus und dürfen nicht allein mit Hinweisen auf statistische Wahrscheinlichkeiten beantwortet werden.

Vor allem die verstärkte Präsenz der Polizei in der Öffentlichkeit, auch in ländlichen Regionen, muss eine der Antworten sein. Deshalb muss der eingeschlagene Kurs der Stärkung unserer Sicherheitsbehörden im Bund und in den Ländern fortgeführt werden.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/innere-sicherheit-weiter-staerken/

 


In der CSU wird die Kritik an Seehofer laut(er)

Nicht erst jetzt, schon in der Endphase des Wahlkampfs kamen in der CSU erhebliche Zweifel hoch, ob Parteichef Seehofer mit seiner Doppelstrategie (Merkel loben und kritisieren zugleich) auf Dauer den richtigen Kurs fährt.

Dazu kam der Einwand, CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann (bayerischer Innenminister) werde zu wenig beachtet, hingegen der neue Seiteneinsteiger, Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu stark in den Vordergrund gerückt.

Für Horst Seehofer war die Mäkelei aber leicht auszuhalten, denn immerhin versprachen die Umfragen zwar geringe Verluste, doch ein insgesamt gutes Ergebnis für die CSU (stets über 45%).

So berichtete z.B. der Münchner Merkur am 21. September: Die Christsozialen kommen nach einer Befragung des Hamburger Umfrage­-Institutes GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ auf 47 Prozent (2013: 49,3 Prozent) im Freistaat„.

Nicht zum ersten Mal lagen Umfrageprognosen schwer daneben. Umso herber ist die Enttäuschung über das schlechte Abschneiden der CSU bei der Bundestagswahl.

Jetzt hat ein erster Ortsverband der Partei den Rücktritt Seehofers gefordert, weitere werden folgen.

Thomas Zehmeister, CSU-Vorsitzender im mittelfränkischen Großhabersdorf, forderte Seehofer im Namen seines Ortsvorstands auf, „mit sofortiger Wirkung sein Amt als CSU-Parteivorsitzender niederzulegen, um den Weg für einen personellen Neuanfang frei zu machen“.

Der Parteichef habe, so heißt es in der Erklärung weiter, das „historisch katastrophale Abschneiden“ der CSU persönlich zu verantworten. Der CSU-Kommunalpolitiker hielt Seehofer auch die „ständigen Wendungen in der Haltung zur Schwesterpartei“ vor. Angesichts des massiven Absackens bei der Bundestagswahl sei kein „Weiter so“ möglich.

Inzwischen plädieren sogar CSU-Abgeordnete für einen „personallen Neuanfang“ an der Parteispitze  –  siehe hier: http://www.focus.de/regional/bayern/wahlen-seehofer-personaldebatten-gehoeren-auf-parteitag_id_7641819.html


Schweiz: Pfarrer Sabo beschwert sich über die Dämonisierung der AfD in Deutschland

In der Schweiz gehen die Uhren bisweilen anders als hierzulande, zumindest verläuft die öffentliche Debatte oft sachlicher.

In der „Basler Zeitung“ vom vergangenen Mittwoch erschien unter der Rubrik „Einspruch“ ein nachdenkenswerter Beitrag des katholischen Pfarrers Franz Sabo.

Unter dem Titel „Die verteufelten Unzufriedenen“ kritisiert der Geistliche aus Röschenz die Dämonisierung der AfD in Medien und Politik.

Pfarrer Sabo  –  er ist durchaus kein konservativer Priester  –  erwähnte in seinem Artikel, was durch die aktuellen Wahlanalysen bestätigt wird, wonach AfD-Wähler vor allem aus CDU und CSU sowie dem Nichtwähler-Spektrum stammen, teils sogar aus der Linkspartei. 

Der Autor schreibt hierzu: „Diese zählt inzwischen ebenfalls zu den etablierten Parteien, obwohl deren Mitglieder vor nicht allzu langer Zeit noch den Ausgestossenen zugerechnet wurden.“

Freilich mußte auch die SPD Federn lassen bzw. der AfD abgeben: rund eine halbe Million Sozialdemokraten wechselten zu den konservativen „Alternativen“. Manche sehen die AfD deshalb schon als eine Art „neue Arbeiterpartei“ an.

Pfarrer Sabo beanstandet einen unfairen und undemokratischen Umgang mit der AfD: „Die Wähler werden verunglimpft als Neonazis, Wutbürger und Halb- bzw. flüchtig Gebildete, wobei gemeint ist: ein dummes und primitives Volk.“

Zudem schreibt der Priester:
„Von den Linken bis zur CSU, von den Medien – vor allem vom deutschen Fernsehen – bis zu den Kirchen, von Künstlern bis zu den Intellektuellen und jenen, die sich gerne dazuzählen, wird die AfD dämonisiert…
Altkanzler Schröder rief zu einem Aufstand der Anständigen gegen die Unanständigen (Pegida) auf. Denselben Schröder, Erfinder von Hartz IV, zieht es in den Vorstand des russischen Ölkonzerns Rosneft.“

Die „Verteufelung“ der AfD durch die „sogenannten und selbsternannten Anständigen“ werde sich jedoch, so der Pfarrer vor einigen Tagen, als kontraproduktiv erweisen:

„Die AfD wird bei der Wahl des Deutschen Bundestages ein deutlich zweistelliges Ergebnis einfahren. Ich kann gut verstehen, dass viele Unzufriedene sagen: jetzt erst recht!“

Quelle für die Zitate: https://bazonline.ch/ausland/europa/die-verteufelten-unzufriedenen/story/19003644


CDU-Politiker Bosbach übt scharfe Kritik an Kanzlerin Merkel und seiner Partei

Von Felizitas Küble

Der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der bereits mehrfach den Linksrutsch in seiner Partei kritisierte, fordert nach dem massiven Stimmenverlust bei der heutigen Bundestagswahl seine Parteiführung zu einer „nüchternen und selbstkritischen Aufarbeitung“ des Wahlergebnisses auf.

Es habe einen „massiven Vertrauensverlust der Menschen in die Politik von CDU und CSU“ gegeben, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“.

Der konservative Christdemokrat macht vor allem dem Präsidium und dem Vorstand der CDU schwere Vorwürfe: „Die gesamte Parteiführung muss vier Jahre lang gespürt haben, dass die CDU mit ihrer Politik weite Teile der Wähler verloren hat.“

Die von Kanzlerin Merkel eisern durchgezogene Aslypolitik habe die Menschen „komplett irritiert“. Der parlamentarische Geschäftsführer der CSU, Max Straubinger, bezeichnet das gute Abschneiden der AfD in ähnlicher Weise als eine „Anti-Asyl-Politik der Bürger“.

Im Dezember letzten Jahres hatte Bosbach eine Neuausrichtung der CDU-Migrationspolitik angemahnt: https://charismatismus.wordpress.com/2016/12/21/cdu-politiker-bosbach-personen-ohne-ausweis-jede-einreise-verweigern/

CSU-Chef: rechter Flügel wurde vernachlässigt

Erwartungsgemäß hat der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer den Absturz seiner Partei bei der Bundestagswahl darauf zurückgeführt, dass CSU und CDU „die rechte Flanke in der Flüchtlings- und Sicherheitsfrage offen gelassen“ hätten:

Wir müssen das Vakuum auf der rechten Seite der Union jetzt schließen“, sagte er, „durch eine Politik, die gewährleistet, dass Deutschland Deutschland und dass Bayern auch Bayern bleibt“.

Der CSU-Chef hat die Asylpolitik Merkels seit zwei Jahren deutlich kritisiert und gegen den anhaltenden Widerstand der Kanzlerin eine „Obergrenze“ für Neuankömmlinge gefordert.

Seehofer bezeichnete das Wahlergebnis für die Union als „herbe Enttäuschung“.

Kritik am CSU-Vorsitzenden kommt allerdings auch aus der eigenen Partei. Der frühere CSU-Chef Erwin Huber erklärt nunmehr, es sei falsch gewesen, Merkel mit einem Bein zu unterstützen und mit dem anderen zu attackieren: „So eine Schaukelpolitik irritiert die Wähler.“  (Seehofer wird in und außerhalb seiner Partei schon lange mit dem Spitznamen „Drehhofer“ auf die Schippe genommen.)

Michael Fuchs, Vize-Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, warnt derweil davor, die Wähler der AfD pauschal zu verunglimpfen, zumal „eine ganze Reihe von unseren Leuten dabei sind“, weil sie „enttäuscht sind, dass wir bestimmte konservative Elemente aufgegeben haben“. Er erwähnte in diesem Zusammenhang auch das Verhalten von Kanzlerin Merkel in der Causa „Ehe für alle“.

 


Wachsender Linksrutsch in Deutschland gestoppt: konservative Opposition präsent

Von Dr. David Berger

Der große Gewinner dieser Bundestagswahl ist die AfD: gleichsam ein „blaues Wunder“!

Mit ihrem triumphalen Einzug in den Bundestag endet eine politische Epoche der Bundesrepublik, die mit dem Einzug der Grünen in das Parlament 1983 begann.

Es war die Wende der Bonner Republik nach links, die sich dann auch wirkmächtig in den gesellschaftlichen Prozessen spiegelte.

Die AfD stellt die Weichen für die längst überfällige grundsätzliche rechtsliberale Wende. 

Der zuletzt ohne echte Opposition und mit der perfiden Unterdrückung Andersdenkender agierende Linksrutsch hat sich endgültig totgelaufen.

Auch Helmut Kohls wirkungslos gebliebene Idee einer „geistig-moralischen Wende“ hatte ihn nicht aufhalten können; er wurde zudem verstärkt durch den Einzug der SED/Linkspartei in den Bundestag nach 1990.

Seinen Kulminationspunkt erreichte dieser Linksrutsch in der kompletten Vermerkelung der CDU und CSU in den letzten vier Jahren: inhaltlich war die CDU in den wichtigen Fragen nicht mehr von den Positionen der SPD, der Grünen und auch der Linkspartei unterscheidbar.

BILD: Wahlplakat der AfD mit satirischer Veränderung des Merkel-Slogans

Dass zahlreiche Christdemokraten, Rechte und Konservative dadurch politisch heimatlos wurden, ging in den erfolgversprechenden Katroffelsuppenrezepten Merkels komplett unter. Eine echte Opposition im Bundestag war de facto nicht mehr vorhanden.

Das wird nun auf jeden Fall anders: Der Soziologe Dr. Bastian Behrens, der als sachlicher und ruhiger Beobachter der politischen Szene in Deutschland gilt, dazu kurz nach der ersten Prognose:

„Mit AfD und FDP gibt es jetzt endlich wieder eine bürgerliche Opposition im Bundestag. Das ist ein Gewinn für unsere Demokratie. Diese Anti-AfD-Hysterie war und ist lächerlich.“

Aufgrund des Ausbleibens einer echten Oppositionsarbeit im Bundestag bildete sich eine Art neuer außerparlamentarischer Opposition, stark organisiert über die sozialen Netzwerke.

Diese Opposition basierte vor allem auf dem Widerwillen, diesen Linksrutsch und seine Folgen (offene Grenzen, Islamisierung, „Umvolkung“) einfach widerspruchslos hinzunehmen, zumal er immer mehr die Formen einer gemerkelten Demokratur annahm.

FORTSETZUNG des Artikels von Dr. Berger HIER: http://philosophia-perennis.com/2017/09/24/afd-btw/


Jüdisches „Jewiki“ empfiehlt die Wahl der AfD

Von Felizitas Küble

Bei JEWIKI handelt es sich um ein Online-Lexikon von jüdischer Seite, das sich speziell mit jüdischen Stichworten/Fragen bzw. mit allgemeinen Themen aus jüdischer Sicht befaßt: https://www.jewiki.net/w/index.php?title=Hauptseite&oldid=425481

Man könnte es gleichsam als jüdische Variante von Wikipedia ansehen  – natürlich weitaus bescheidener im Umfang. Betreiber der Internetseite ist der deutsch-schweizerische Publizist und Unternehmer Dr. Michael Kühntopf aus Brügg.

Das Web-Portal ruft auf der Startseite bzw. Hauptseite die Juden und alle Leser zur Wahl der AfD auf: „Jewiki empfiehlt, bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag mit beiden Stimmen die Alternative für Deutschland zu wählen.“

Es gibt sodann einige Info-Links dazu: „Das sind die Gründe“ – „Juden wählen AfD“ – und „Juden in der AfD“. Außerdem wird zum Grundsatzprogramm der AfD verlinkt. (Näheres hier: https://www.jewiki.net/w/index.php?title=Hauptseite&oldid=425714)

Mich wundert diese Stellungnahme keineswegs. Ich kenne auch persönlich Juden, die Mitglied der AfD sind oder diese Partei wählen wollen. Allein im AfD-Landesverband Baden-Württemberg gibt es vier Juden unter 38 Direktkandidaten der Partei.

Zudem berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA:

„Zwei jüdische Bundestagskandidaten der AfD haben bei einer Veranstaltung in Uhingen den Vorwurf zurückgewiesen, ihre Partei sei antisemitisch. Nach den Worten des ehemaligen Vorsitzenden des Oberrates der israelitischen Religionsgemeinschaften in Baden, Wolfgang Fuhl (Lörrach), ist die beste Politik für Juden und für Israel, die Islamisierung Deutschlands und Europas zu verhindern: „Das ist mit den Altparteien nicht zu schaffen.“

Auch die „Jüdische Rundschau“  –  eine noch relativ neue Monatszeitung  – zeigt jedenfalls keine Berührungsängste; sie veröffentlichte ein langes Interview mit AfD-Sprecherin Dr. Frauke Petry, das auch online gelesen werden kann: HIER 

Die Zeitung kritisiert seit Monaten deutlich die Asylpolitik Merkels  – und die damit verbundene Islamisierung und steigende Kriminalität.

In diesem Artikel zur Bundestagswahl wird die AfD gegen eine unfaire „braune Keule“ in Schutz genommen  –  und die Merkel-Politik ebenso abgelehnt wie SPD und linkes Spektrum: http://juedischerundschau.de/am-24-september-2017-verzichten-die-deutschen-auf-eine-wirkliche-wahl-135910929/

Jeder Jude, der bis fünf zählen kann, weiß genau (vor allem, wenn er sich mit dem Schicksal Israels identifiziert), wie gefährlich der ISLAMismus für den jüdischen Staat und für alle Juden auf der Welt ist. Kanzlerin Merkel jedoch hat die verhängnisvolle Devise ausgegeben: „Der Islam gehört zu Deutschland.“

Dies ist völlig falsch. Man könnte wohl sagen, daß Muslime zu Deutschland gehören, nicht jedoch der Islam – und schon gar nicht die mit ihm verbundene Scharia, das islamische Religionsgesetz.

Hingegen gehören Juden nicht etwa nur als Personen zu Deutschland, sondern das Judentum als solches ist Bestandteil der christlich-abendländischen Kultur.

Die Hebräische Bibel  –  das Alte Testament  –  gehört vollständig zur Heiligen Schrift der Christen, nicht jedoch der Koran, nicht einmal Teile davon.

Die Psalmen als Gebete der Israeliten sind aus dem amtlichen Gebetsschatz der Kirche gar nicht wegzudenken; sie gehören wesentlich zum mönchischen Stundengebet, zum priesterlichen Brevier und zum Gregorianischen Choral. Auch privat nehmen gläubige Christen immer wieder ihre Zuflucht zu den Psalmen Davids, zu jenen unübertrefflichen Bittgebeten, den Lob- und Dankliedern Israels für den Höchsten.

Nicht etwa wegen „Rechtsextremismus“, sondern wegen der zunehmenden Dominanz von Muslimen in Frankreich wandern immer mehr Juden nach Israel aus.

Der Rabbi von Barcelona forderte nach den radikal-islamischen Anschlägen kürzlich ebenfalls zum Übersiedeln ins Heilige Land auf. Er hält Europa für „verloren“, die Juden in Europa dem Untergang geweiht: https://charismatismus.wordpress.com/2017/08/21/barcelona-oberrabbiner-animiert-spanische-juden-zur-ausreise-nach-israel/

HIER zudem ein Kurzfilm über eine AfD-Veranstaltung, wobei ein deutsch-russischer Jude sich meldet und erklärt, seine Gemeinde stände mehrheitlich hinter der AfD: https://www.youtube.com/watch?v=AI5zp1P9Hg8

HIER interviewt der israelische TV-Sender Channel KAN 11 die AfD-Spitzenkandidatin Dr. Alice Weidel: https://www.youtube.com/watch?v=D051g0wafWA

HIER meldet sich der Berliner AfD-Mann und Jude Emanuel B. Krauskopf zu Wort: https://www.youtube.com/watch?v=q7mPNv_GeOk   Er sagt: Jeder dritte Deutsche jüdischen Glaubens wähle die AfD: https://www.youtube.com/watch?v=ZeGF38FiFJk

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den Jugendverlag KOMM-MIT und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


AfD Münster plant Wahlbeobachtung statt Wahlparty am Sonntag

Pressemitteilung des AfD-Kreisverbands Münster:

Die AfD-Münster wird am kommenden Sonntag auf eine Wahlparty nach der Bundestagswahl verzichten. Die Gründe erläutert ihr Spitzenkandidat Martin Schiller (siehe Foto):

„Bei der Auszählung der Landtagswahl haben wir in vielen Stimmbezirken sehr starke Unregelmäßigkeiten und dies nur zum Nachteil der AfD festgestellt. Von Zufall kann hier keine Rede mehr sein.“

Damit sich dies bei der Bundestagswahl nicht wiederholt, will die AfD in Münster vorbeugen: „Wir werden am Sonntag so viele  Wahlbeobachter wie möglich in die Wahllokale schicken. Darum verzichten wir auf eine Wahlparty“, so AfD-Kandidat Schiller.

Für seine Partei zieht der AfD-Politiker ein positives Resümee über den Bundestagswahlkampf: „Viele Mitglieder der AfD haben sich aktiv im Wahlkampf eingesetzt. So waren wir in diesem Wahlkampf erstmals auf vielen Wochenmärkten mit Infoständen vertreten.“

Es gab auch Negatives aus seiner Sicht: „Schlimm sind die Angriffe von gewaltbereiten Linksextremisten gegen unseren Stand auf der Ludgeristraße.“

Der AfD-Politiker kann dennoch auch dieser Entwicklung etwas Positives abgewinnen:

„Wir haben nach den Angriffen auf uns sehr viel Unterstützung erhalten. Die meisten Menschen haben erkannt, dass die Attacke auf den AfD-Stand ein Angriff auf die Meinungsfreiheit sind.