Der BVL wählte seinen Bundesvorstand

Die 1966 geborene Übersetzerin, Lektorin und Publizistin Alexandra Maria Linder bleibt Vorsitzende des Dachverbands der deutschen Lebensrechtsbewegung.

Die Mitgliederversammlung des Bundesverband Lebensrecht (BVL bestätigte Linder in dem Amt, das sie seit 2017 innehat.

Linder ist seit 1992 Mitglied der „Aktion Lebensrecht für Alle“, seit 2003 dort im Bundesvorstand und war von 2016 bis 2019 Bundesvorsitzende.

Außerdem leitet sie die von ihr gegründete Schwangerenberatung vitaL und ist im Bundesvorstand der „Christdemokraten für das Leben“.

Gleichfalls einstimmig wiedergewählt wurde der stellv. Vorsitzende Hartmut Steeb aus Stuttgart. Der 67-Jährige ist mit einer Unterbrechung in den Jahren 2014–2017 seit Beginn des Verbands 2001 Mitglied im Vorstand des Dachverbands.

Von 1988 bis 2019 war Steeb Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Seit 1994 ist er außerdem Vorsitzender des BVL-Mitgliedsvereins „Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen“.

Auch die drei Beisitzer im Vorstand wurden in ihrem Ämtern bestätigt:

Die Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“, Cornelia Kaminski, Oberstudienrätin aus Fulda, Mechthild Löhr, Unternehmensberaterin und Vorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“, und Prof. Dr. Paul Cullen (siehe Foto), Internist, Labormediziner, Molekularbiologe und Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“.

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BVL veranstaltete Fachtagung zur Woche für das Leben über „Sterbehilfe“

„Tötung des Leidenden niemals zulässig“

Anlässlich der Woche für das Leben veranstaltete der Bundesverband Lebensrecht (BVL) – erstmals in Form einer Online-Tagung – am 17.4.2021 in Augsburg eine Fachtagung zum assistierten Suizid.

Wichtig sei, so BVL-Vorsitzende Alexandra Linder (siehe Foto), die Klärung grundsätzlicher Annahmen, auf deren Grundlage die vorliegenden Gesetzesentwürfe und das Urteil des BVerfG von Februar 2020 ausgearbeitet seien, und möglicher Auswirkungen:

„Kann Mitleid darin bestehen, die Existenz desjenigen, mit dem man leiden möchte, zu beenden? Welche Folgen hat ein Gesetz, das assistierten Suizid erlaubt, für die Würde von Menschen, deren Lebenssituation ihnen selbst und/oder anderen als nicht lebenswert erscheint?“

In einem grundlegenden Referat, das u.a. die Menschenbilder in der Vormoderne und der Moderne verglich, wies Prof. Dr. Berthold Wald auf die Tabuisierung des Todes einerseits und die Dignisierung des Todes andererseits hin und gab einen Überblick über historische Entwicklung und philosophische Ansätze in Bezug auf Leben, Tod und Selbstverständnis des Menschen.

Sei in der Vormoderne der Tod als Übergang betrachtet worden und die Lebenserwartung von etwa 40 irdischen Jahren mit einer Hoffnung auf ewiges Leben nach dem Tod verknüpft gewesen, so sei die heutige Lebenserwartung von rein irdischen 90 Jahren mit dem Tod als endgültigem Ende im Verhältnis dazu deutlich verkürzt.

Trotz aller Veränderungen gebe es aktuell immer noch gesellschaftlichen Konsens darüber, dass der Suizid keine normale Option sei. „Die Erlösung von Leid durch die Tötung des Leidenden ist niemals zulässig und ein Weg in die Barbarei“, stellte Professor Wald klar.

Aus der Praxis im psychotherapeutischen Umgang mit Menschen am Ende ihres Lebens berichtete Prof. Dr. Reinhard Lindner per Zoom aus Kassel.

Mit Zahlen, Fakten und anschließend sehr anschaulich anhand der Geschichte einer Patientin, die er betreut hatte, verdeutlichte er, wie intensiv, einfühlsam und langfristig die Kommunikation zwischen Patienten und den sie behandelnden Menschen sein müsse, um Vertrauen aufzubauen, um über suizidale Überlegungen und über Sterbewünsche zu sprechen oder Behandlungs- und Stärkungsmöglichkeiten auszuloten und anzubieten.

Dies umso mehr, als Charaktere, Lebenserfahrungen und erlittene Verluste oder Ängste der Patienten sehr unterschiedlich und entsprechend individuell zu behandeln seien. Eine weniger intensive Betreuung werde der Situation von Menschen mit Sterbewunsch, unter denen etwa 40 bis 60 Prozent depressiv seien, nicht gerecht.

Die Sicht eines Palliativmediziners schilderte Dr. Thomas Sitte, Vorstandsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung.

Eine in Gesetzesentwürfen vorgesehene Beratung zur Klärung des Sterbewunsches bezeichnete er als für Palliativpatienten unzumutbar. Desgleichen stellte er klar, dass bis auf wenige Einzelfälle allen Patienten durch palliative Behandlung Leid und Schmerz genommen werden könne und Berichte von regelmäßig qualvoll erstickenden Patienten nicht zuträfen.

Bei Zulassung von assistiertem Suizid und Tötung auf Verlagen würden wissenschaftliche Gremien wie zum Beispiel in den Niederlanden als „Goldstandard“ die Euthanasie oder bei assistiertem Suizid das Beisein eines Arztes empfehlen. Dieser könne bei fehlgeschlagenem Suizid durch Euthanasie nachhelfen. Diese logische gesetzliche Folge sei auch für Deutschland zu erwarten.

Die über 100 Teilnehmer der Fachtagung sowie einige hundert sich zwischendurch zuschaltende Besucher beteiligten sich zahlreich an den Fragerunden und erlebten zum Abschluss der von Cornelia Kaminski (siehe Foto), Mitglied im BVL-Bundesvorstand, moderierten Veranstaltung eine spannende Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Wald und Dr. Sitte.

Einen Mitschnitt der Online-Fachtagung finden Sie unter www.bundesverband-lebensrecht.de/fachtagung oder auf dem YouTube-Kanal „Bundesverband Lebensrecht e.V.“. Ab dem 23.4.2021 stehen die einzelnen Vorträge gesondert zur Verfügung.

Die nächste BVL-Fachtagung findet am Freitag, dem 17.09.2021, in Berlin statt. Thema dieser Fachtagung ist: „Der Mensch als Produkt? Fortpflanzung im 21. Jahrhundert“.
Der Marsch für das Leben 2021 ist am 18.9.2021 in Berlin.

Weitere Infos finden Sie unter www.bundesverband-lebensrecht.de


20 Jahre BVL – ein Erfolg für das Lebensrecht

Zum 20-jährigen Bestehen des Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 10. Februar 2021 erklärt Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des BVL, in Berlin:

Seit 20 Jahren macht es sich der Bundesverband Lebensrecht zur Aufgabe, die Würde jedes Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Zustand, zu wahren und dadurch eine humane Gerechtigkeit zu stärken.

Zusammen mit seinen Mitgliedsvereinen setzt er sich auf vielfältige Weise für den Schutz des Lebens, das Recht auf Leben und die Menschenwürde ein, insbesondere am Anfang und am Ende des Lebens.

In Zeiten, in denen es besonders um den Schutz des Lebens geht, Gesetze für die begleitete Selbsttötung zu entwerfen und Gesetze zum Schutz vorgeburtlicher Kinder abschaffen zu wollen, ist mit Blick auf die Würde des Menschen und einen humanen Rechtsstaat absurd.

Dieselbe Absurdität zeigt sich beim pränatalen Bluttest, durch den Menschen mit genetischen Besonderheiten selektiert und beseitigt werden.

Foto Axel Nickolaus

Auf die Würde des Menschen gab und gibt es viele Angriffe: durch menschenverachtende Ideologien, das gegenseitige Ausspielen von Rechten, die bewusste Missachtung der Rechte anderer Menschen zur Durchsetzung eigener und einseitiger Interessen, Versuche der Entmenschlichung.

BILD: Der jährliche „Marsch für das Leben“ in Berlin

In allen Staaten, in denen Tötungshandlungen und Tötungshilfen vor der Geburt und am Ende des Lebens legalisiert sind, steigen die Zahlen, nehmen Mitmenschlichkeit, der Respekt vor der Würde des Menschen und Hilfsangebote ab. Das kann nicht das Ziel einer menschenwürdigen Welt sein. 

Als Dachverband ist der BVL auch Organisator des seit 2002 stattfindenden Marsches für das Leben in Berlin. Inzwischen 15 Märsche für das Leben mit bis zu 8.500 Teilnehmern, stetig wachsende Unterstützung und Aufmerksamkeit – 20 Jahre BVL sind auch eine Erfolgsgeschichte.

Gemeinsam mit anderen konnte er dazu beitragen, dass Lebensrechtsthemen weiter diskutiert werden, dass Euthanasie noch nicht legalisiert, Abtreibung noch kein „Frauenrecht“, Leihmutterschaft noch nicht zulässig ist.

Die Arbeit der Lebensrechtsbewegung hat des weiteren viele tausende von Kindern und Müttern vor Abtreibung bewahrt und erfreut sich eines steigenden Zulaufs an Unterstützern, Teilnehmern an Veranstaltungen, Helfern und Mitstreitern. Ihnen sei hier ebenso gedankt wie all denen, die in den letzten 20 Jahren im BVL an dieser Arbeit mitgewirkt haben und mitwirken.

Der BVL wird weiterhin konsequent und sachlich für das Recht auf Leben und den Schutz des Lebens eintreten. Der nächste Marsch für das Leben in Berlin ist am 18. September 2021.


EKD: Schierlingsbecher statt Rettungsanker

Zur Forderung führender protestantischer Theologen, in kirchlichen Einrichtungen einen professionellen assistierten Suizid zu ermöglichen, sagte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), in Berlin:

Die Stellungnahme von Vertretern der protestantischen Kirche, darunter auch ein Landesbischof und der Präsident der Diakonie, ist kurz gesagt menschenverachtend. Ja, auch Vertreter von Kirchen sind im Laufe der Geschichte mit vielen Menschen ungerecht umgegangen: mit Menschen, die sich selbst getötet haben, mit ledigen Müttern oder unehelichen Kindern.

Aus dieser „langen Schuldgeschichte“ jedoch die Konsequenz zu ziehen, dass kirchliche Einrichtungen künftig ein besonders sicherer Tötungsort werden wollen, ist der vollkommen falsche Weg. In schlimmsten Zeiten, im Krieg, in Hungersnöten oder Pestepidemien, bot die Kirche Hilfe, Versorgung, Seelsorge, Lebensperspektiven, Beistand.

Menschen in seelischer Not, die gemäß der Suizidforschung durch Schmerzen, fehlenden Beistand und vieles mehr nachweislich überwiegend fremdbestimmt sind, wenn sie über Suizid nachdenken, brauchen genau diesen umfassenden Rettungsanker, mit Sicherheit aber keine kirchliche Einrichtung, die ihnen den, wie es in der Erklärung heißt, „sicheren und nicht qualvollen“ Schierlingsbecher reicht.

Bei der Abtreibung lädt die evangelische Kirche sich aktuell eine neue, große „Schuldgeschichte“ auf.

Was wird sie tun, wenn die Euthanasie, wie sie zum Beispiel in Belgien oder den Niederlanden auch bei Minderjährigen beziehungsweise Neugeborenen zulässig ist, in Deutschland legal wird?

Kirchliche Einrichtungen müssen immer und ausschließlich eine menschenwürdige, sichere Oase sein, in der niemand darüber nachdenkt, Menschen dem Tode zu überlassen oder gar zuzuführen. Der Begriff „Professionalisierung der Selbsttötung“ aus dem Munde von sich christlich nennenden Kirchenvertretern ist paradox und zynisch. 

Sobald man die Selbstbestimmung über alles stellt, auch über das eigene Recht auf Leben oder das Lebensrecht anderer, wird die Legalisierung des assistierten Suizids, der Selektion von Kindern vor der Geburt, der Produktion von gewünschten Kindern oder der Abtreibung einfacher.

Diese Umkehrung der Wertigkeit wird zum Vorteil für die Lauteren und Stärkeren und zum Nachteil für die Selbstbestimmung anderer. Die protestantische Kirche sollte sich die Frage stellen, die sie in anderen Bereichen so gerne stellt: „Was hätte Jesus getan?“

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Abtreibung ist seelische Gewalt gegen Frauen

Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) erklärt Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), in Berlin:

Die weltweit verbreitete Gewalt gegen Frauen missachtet ihre Menschenwürde und Menschenrechte. Schon als Kleinstkinder werden Frauen diskriminiert und nur aufgrund ihres Geschlechts getötet: durch Abtreibung (millionenfach in China, Süd-Korea, außerdem unter anderem in Georgien, Albanien oder Großbritannien) und das Aussetzen von Mädchen nach der Geburt (zum Beispiel in Indien), weil sie in der Familie oder Kultur als minderwertig gelten.

Eine besonders perfide Form der Frauenverachtung sind Missbrauch und Vergewaltigung. Hier sind klare Maßnahmen gefordert (zum Beispiel massive Strafverschärfung für Täter), um Mädchen und Frauen vor diesen Straftaten zu schützen.

Missbrauchsopfern im Falle einer Schwangerschaft eine Abtreibung anzubieten und sie danach in dieselbe Lebenssituation zurückzuschicken, bekämpft das Grundübel in keiner Weise, sondern kostet zusätzlich das Leben von Kindern und fügt den betroffenen Frauen und Mädchen weiteren Schaden zu.

Frauen im Schwangerschaftskonflikt werden ebenfalls diskriminiert: Statt Hilfe und Unterstützung in ihrer schwierigen Lebenssituation wird ihnen Abtreibung als „Gesundheitsversorgung“ angeboten. Ohne Beratung, Aufklärung und Untersuchung will man ihnen außerdem die risikoreiche Abtreibungspille zur Verfügung stellen. Die damit verbundenen Gefahren für sie selbst werden verschwiegen, die Gründe für ihre Lebenssituation negiert.

Zu über 70 Prozent gehen Frauen in Deutschland gegen ihren Willen nur deshalb zu einer Abtreibung, weil die Kindsväter es verlangen. Auch das ist eine Form der Diskriminierung.

Abtreibung ist Gewalt gegen Frauen. Ihre Kinder sind tot, sie selbst tragen schädliche Folgen davon, ihre wirklichen Probleme bleiben ungelöst. Abtreibung als Frauenrecht zu propagieren, ist frauenverachtende Ideologie, zynisch und missachtet die tatsächlichen Bedürfnisse und Rechte von Frauen.

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Heute über 3000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben im Zentrum Berlins

„Wir lieben das Leben!“ Unter diesem Motto haben unter Corona-Bedingungen über 3.000 Teilnehmer an der alljährlichen Kundgebung beim Marsch für das Leben am 19.9.2020 teilgenommen, viele tausend weitere verfolgten die Veranstaltung im Fernsehen oder im Live-Stream zu Hause.

Neben dem hochkarätig besetzten Podium waren die musikalische Begleitung durch die OutbreakBand und die blinde Sängerin Bernarda Brunovic sowie die Vorstellung des Kinofilms „Unplanned“ ein Höhepunkt.

Wie jedes Jahr stellte der Bundesverband Lebensrecht e.V. (BVL) aktuelle Forderungen für mehr Lebensschutz in Deutschland an die Politik. Gerade die Corona-Pandemie zeige deutlich, dass der unbedingte Schutz des Lebens Vorrang gegenüber der Selbstbestimmung hat.

Dem stimmt auch die Sängerin Bernarda Brunovic zu, die über ihre Motivation sagte: „Wir brauchen eine Änderung in der Gesellschaft, in den Ideologien. Das Leben ist so schön, jedes Leben ist einzigartig, dafür müssen wir eintreten!“

Der ehemalige Vizepräsident des Bundestages, Johannes Singhammer (CSU), betonte das ganzheitliche Konzept der Schöpfung, da der Mensch zur Schöpfung dazu gehörte, und dankte allen Teilnehmern des Marsches herzlich dafür, in Berlin für das Lebensrecht aller Menschen so öffentlich und sichtbar einzutreten.

Ein bewegendes Zeugnis kam dieses Jahr von einer Mutter, die ihre Tochter trotz Anenzephalie nicht abgetrieben hat: „Der Druck auf uns, abzutreiben, war sehr hoch und zu einem besonders schweren Zeitpunkt sehr verlockend. Wir sind sehr froh, dass wir Hanna auch in den Armen halten durften.“

Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des BVL, verwies auf die Priorität der Menschenwürde, die keinen anderen Rechten wie Autonomie oder Selbstbestimmung untergeordnet werden dürfe: „Nur mit der Menschenwürde, die jeder Mensch von seiner Existenz an bis zu seinem Tod bedingungslos hat, kann ein humaner Rechtsstaat Bestand haben.“

Die Kundgebung beim Marsch für das Leben 2020 startete mit einer Begrüßung durch Alexandra Linder, auf dem Podium sprachen Johannes Singhammer, Ulrich Parzany, die Mutter von Hanna, Bernarda Brunovic, Sr. Monja Boll, Maria Schmidt und die Jugend für das Leben. Vorstandsmitglieder des BVL, Alexandra Linder, Paul Cullen, Hartmut Steeb und Cornelia Kaminski moderierten die Veranstaltung.

Der Marsch für das Leben startet jedes Jahr mit einer großen Kundgebung. Die Bühnengäste kommen aus Wissenschaft, Politik, Kunst, Gesellschaft und Kirche. Sie sind beruflich oder ehrenamtlich besonders im Lebensrecht engagiert oder berichten über ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen.

Coronabedingt waren dieses Jahr über 3.000 Teilnehmer auf der Kundgebung. 2019 nahmen etwa 8000 Menschen am Marsch für das Leben teil.

HIER eine Stellungnahme von Mathias von Gersdorff zum Marsch und den linksradikalen Gegnern: https://www.youtube.com/watch?v=NuFMCOCNHfs&feature=youtu.be

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Fachtagung des BVL zum Marsch für das Leben

Mit renommierten Referenten und coronabedingten 60 Teilnehmern wurde das Lebensrechts-Wochenende rund um den Marsch für das Leben 2020 in Berlin eröffnet.

Menschliche Bindungen und die damit verbundenen Grenzen von Autonomie und Selbstbestimmung, insbesondere mit Blick auf Lebensanfang und Lebensende, waren Thema der Fachtagung.

Autonomie und Selbstbestimmung gehören zu den menschenrechtlichen Errungenschaften der Moderne. Sie gelten einerseits als so maßgeblich, dass das Bundesverfassungsgericht daraus aktuell ein übergeordnetes, von keiner besonderen Lebenslage abhängiges „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ ableitet, das die Menschenwürde dieser Autonomie unterordnen will.

Andererseits zeigt gerade die Corona-Pandemie deutlich, dass der von der Menschenwürde abgeleitete unbedingte Schutz des Lebens höchste Priorität hat, auch gegenüber der Selbstbestimmung. „Menschenwürde hat höchste Priorität und ist die Grundlage unseres Staates“, fasst Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, zusammen.

In einem Grundsatzreferat ordnete Prof. Dr. Christoph Böhr, außerordentlicher Professor für Gegenwartsfragen, die Menschenwürde sowie Fremd- und Selbstbestimmung ethisch ein und veranschaulichte, wie subtil Fremdbestimmung sein und eine angebliche Selbstbestimmung maßgeblich beeinflussen könne.

Das noch relativ junge Forschungsfeld der pränatalen Psychologie präsentierte die Bindungsanalytikerin und Krisenbegleiterin Silke Nixdorff und verdeutlichte, wie folgenreich diese erste existentielle Bindung von der Zeugung bis zur Geburt und die damit verbundenen Erfahrungen für das gesamte weitere Leben eines Menschen sind.

Welche Risiken Mütter auf sich nehmen, um ihre Kinder vorgeburtlich therapieren zu lassen, erläuterte anschließend Prof. Dr. Holm Schneider, Oberarzt und Abteilungsleiter für Molekulare Pädiatrie am Universitätsklinikum Erlangen, der eine solche Therapie selbst entwickelt hat. Verschiedene genetische Besonderheiten und Krankheiten lassen sich im Mutterleib erfolgreicher behandeln als nach der Geburt.

Den Bogen zum Lebensende schlug Dr. Christian Spaemann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Er berichtete unter anderem aus seiner praktischen Erfahrung mit suizidalen Patienten und verdeutlichte die Gefahren einer als absolut gesetzten Autonomie und Selbstbestimmung für die Menschen und die Gesellschaft.

Diese Fachtagung ist der Auftakt eines Lebensrechtswochenendes, das der BVL jedes Jahr im September organisiert.

Höhepunkt ist der Marsch für das Leben am Samstag, 19.9.2020, der dieses Jahr zum 16. Mal in Berlin stattfindet.

Einige Vorträge werden aufgezeichnet und sind ab dem 25.9.2020 unter www.bundesverband-lebensrecht.de/fachtagung oder auf dem YouTube-Kanal „Bundesverband Lebensrecht e.V.“ verfügbar.

Der Marsch für das Leben kann auf der Facebook-Seite „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, bei EWTN und auf YouTube live verfolgt werden.


DBK unterstützt Marsch für das Leben in Berlin – Kath. Bischöfe persönlich dabei

Zur heutigen Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) erklärt Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, in Berlin:

Mit einem Grußwort unterstützt Bischof Georg Bätzing im Namen der DBK den Marsch für das Leben, der am Samstag, dem 19. September, zum sechzehnten Mal in Berlin stattfinden wird.

Darin thematisiert der Bischof insbesondere das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Februar 2020 zum assistierten Suizid, die Definition der Selbsttötung als „autonomes Sterben“ und die menschenwürdige Antwort von Christen darauf, die in Beistand, Linderung von Schmerzen und Trost bestehe: „Das Leben behält in jeder Situation – auch in scheinbarer Ausweglosigkeit – seinen Sinn durch die Gewissheit, dass Gott es in seiner Hand hält und es von der Dunkelheit zum Licht führen will.“

Thema der nächsten Woche für das Leben sei entsprechend die wertvolle Arbeit der Palliativversorgung. Der Bundesverband Lebensrecht wird die Woche für das Leben wie in den vergangenen Jahren mit einer Fachtagung vor Ort unterstützen.

Ausdrücklich dankt Bischof Bätzing den Organisatoren und Teilnehmern des Marsches für das Leben: „Ich danke Ihnen sehr für Ihr ungebrochenes Engagement. (…) Für Ihr Engagement wünsche ich Ihnen Gottes Segen.“

Ihre persönliche Teilnahme an der Veranstaltung, die um 13 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor beginnt, haben u.a. der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) und Erzbischof Heiner Koch (Berlin) zugesagt.

www.bundesverband-lebensrecht.de


Berliner Marsch fürs Leben dient allein dem Ziel eines „Lebensrechts für alle“

Aktuell kursieren Gerüchte und Behauptungen, der Marsch für das Leben sei eine „Anti-Corona“-Demonstration oder werde durch solche und weitere Fremd-Themen oder -Bewegungen unterwandert.

Dazu sagte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, heute in Berlin:

Als Dachverband der größten und wichtigsten Lebensrechtsvereine in Deutschland ist es unsere Aufgabe, die Themen des Lebensrechts im politischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und öffentlichen Raum zu vertreten – überparteilich, überkonfessionell und unabhängig.

Der Marsch für das Leben war und ist eine reine Pro-Life-Demonstration. Dies umfasst Lebensrecht und Lebensschutz aller Menschen von der Zeugung bis zum Tod. Daher beachten wir selbstverständlich die behördlichen Auflagen in Berlin, die als Hygienekonzept eine Mund-Nasen-Bedeckung und einen Mindestabstand erfordern, und haben vor Ort zusätzlich einen Vorrat an Pro-Life-Schlauchschals zu diesem Zweck. 

Beim Marsch für das Leben sind wie immer ausschließlich Materialien des Bundesverband Lebensrecht und seiner Mitgliedsvereine zugelassen. Jegliche Behauptung, die unsere Demonstration mit gesellschaftlichen Gruppierungen/Strömungen mit anderem Schwerpunkt in Verbindung bringt, ist unwahr.

Natürlich können vereinzelte Vorfälle in dieser Hinsicht ebensowenig vollkommen ausgeschlossen werden wie die regelmäßigen aggressiven Störungen durch extremistische, intolerante Gruppierungen, die Kindern ihr Lebensrecht absprechen und Mütter im Schwangerschaftskonflikt zugunsten einer frauenfeindlichen Ideologie im Stich lassen.

Wir freuen uns darüber, dass viele ranghohe Vertreter/innen von Kirchen und aus dem öffentlichen Leben unsere Veranstaltungen und unsere Arbeit seit vielen Jahren unterstützen und mit ihrer Teilnahme bereichern.


Film „Unplanned“ startet in Deutschland

Spannende Lebensgeschichte einer jungen Amerikanerin

Der international erfolgreiche Film „Unplanned“ ist gestern mit einer Filmpremiere in Fulda auch in deutschen Kinos gestartet. Das Filmdrama basiert auf der Lebensgeschichte von Abby Johnson, die acht Jahre lang eine Abtreibungsklinik leitete, bevor sie überzeugte Menschenrechtsaktivistin wurde. Ihre Geschichte hat sie in einem autobiographischen Buch verarbeitet (Englisch: Unplanned; Deutsch: Lebenslinie).

„Eine mitreißende Geschichte, und die Fakten werden sehr gut und sachlich präsentiert“, kommentierte ein Arzt aus Fulda den Film nach der Vorführung. Eine Münchner Studentin sagte nach der Premiere: „Dieser unglaublich bewegende Film regt zum Nach- und Umdenken an. Er wird viele Leben retten.“ 

„Besonders interessant ist zum einen, dass Abby Johnson beide Seiten intensiv kennengelernt hat und sehr gut einschätzen kann“, erläuterte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, die Hintergrundgeschichte, „und zum anderen kann man Strukturen der amerikanischen Organisation Planned Parenthood ebenso nachvollziehen wie menschliche Verdrängungsmechanismen in bestimmten Situationen; auch Abby Johnson selbst hat das erlebt.“

Als ehrenamtliche Mitarbeiterin beginnt die Studentin Abby Johnson eine Tätigkeit bei Planned Parenthood. Aufgrund ihres großen Engagements steigt sie zur Leiterin einer Abtreibungsklinik auf.

Als sie zum ersten Mal in ihrem Leben bei einer Abtreibung assistiert, wird ihr Weltbild erschüttert. Heute ist sie eine der führenden Lebensrechtspersönlichkeiten in den USA. Zwischen diesen beiden Polen liegt eine spannende und oft überraschende Berufs- und Lebensgeschichte.

Der Bundesverband Lebensrecht organisierte den Auftakt von „Unplanned“ in Deutschland. Die STIFTUNG JA ZUM LEBEN finanzierte die deutsche Synchronisation des Films.

Ab dem 16. Oktober 2020 wird der Film auf DVD und Blu-ray im Handel angeboten.

www.bundesverband-lebensrecht.de