„Kinderrechte“ ohne Elternbezug im Grundgesetz gefährden das Kindeswohl

Pressemitteilung des Bündnisses „Rettet die Familie“:

Am 14. Oktober veröffentlichte die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Kinderrechte ins Grundgesetz“ ihren Abschlussbericht. Darin werden drei alternative Formulierungen vorgeschlagen, die sich aber nur unwesentlich unterscheiden.

Das führt die Diskussion weg von der wesentlichen Frage: Wer bestimmt, was das Recht eines Kindes ist?

Im bestehenden Grundgesetz wird mit Art. 6 die Zuständigkeit für diese Frage den Eltern zugeordnet und nur bei Versagen oder Fehlen der Eltern dem Staat.

Sabine Wüsten, Vorsitzende des Bündnisses, warnt vor der „Lufthoheit des Staates über den Kinderbetten“, die die Entwicklung der Kinder jeder gerade aktuellen Staatsideologie ausliefere.

Der stellv. Vorsitzende des Bündnisses, Dr. Johannes Resch, erklärt dazu:

Bei Erwähnung von ‚Kinderrechten‘ im GG ohne Elternbezug besteht die Gefahr, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr vor der Willkür des Staates schützen können. Z. B. könnte er eine Krippenpflicht zum ‚Recht des Kindes‘ erklären. Der Staat orientiertseine Familienpolitik schon heute nicht mehr am Kindeswohl, sondern am ‚Profitwohl‘ von internationalen Konzernen und Finanzinvestoren sowie an der patriarchal begründeten Überbewertung der Erwerbsarbeit.

Beispiel Krippenpolitik: Ein Krippenplatz wird mit ca 1000 €/Monat öffentlich bezuschusst. Selbstbetreuenden Eltern werden dagegen nicht maL 150 € Betreuungsgeld zugestanden.

Dabei sind nahezu alle Fachleute, die sich mit kindlicher Entwicklung befassen, der Auffassung, dass Krippenbetreuung in der Regel mit höheren Risiken für die psychische Gesundheit der Kinder verbunden ist als die Entwicklung einer festen Bindung zu den Eltern in den ersten Lebensjahren.

Allerdings erlaubt ein hohes Arbeitskräftepotential auf dem Erwerbsmarkt, die Löhne niedrig zu halten, was den Profit erhöht, aber eben das Kindeswohl gefährdet.

Beispiel Elterngeld: Die ‚Lohnersatzfunktion‘ wertet Kinderbetreuung ab, indem diese mit Krankheit und Arbeitslosigkeit gleichstellt wird. Wer vor einer Geburt zugunsten der Betreuung bereits vorhandene Kinder länger als ein Jahr auf Erwerbsarbeit verzichtet hat, erhält bis zu 1500 € /Monat weniger Elterngeld.

Hier wird der Verzicht von Eltern zugunsten ihrer Kinder regelrecht bestraft. Auch das schadet dem Kindeswohl.

Diese Beispiele zeigen, dass sich der Staat schon jetzt nicht am Wohl der Kinder orientiert. Was haben Familien zu erwarten, wenn er nun auch noch die Deutungshoheit über die Rechte der Kinder erhält?

Geschäftsstelle des Bündnisses:
Theresia Erdmann, Heidigweg 57a in 63743 Aschaffenburg
Vorsitzende: Sabine Wüsten
Pressekontakt: Dr. Johannes Resch
E-Mail: Johannes.Resch@t-online.de

 


Familienbewegte Initiativen gründeten ein Bündnis „Rettet die Familie“

Stellungnahme der „Aktion Familienschutz“:

Der 1. August 2013 dürfte für die ehemalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihre Amtsvorgängerin Renate Schmidt ein Freudentag gewesen sein. Von nun an hat jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf staatliche Fremdbetreuung. IMG_1421

Der Bürgermeister einer süddeutschen Gemeinde  in einem kenntnisreichen und mutigen Interview ermöglicht uns einen Blick hinter die Kulissen des Krippenausbauwahnsinns. Er erklärt darin u.a., daß der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz letztlich sogar für jedes Kind gelte, „wenn es der Entwicklung des Kindes dient oder wenn die Eltern arbeitssuchend sind – sprich, auch wenn es der Entwicklung des Kindes nicht dient, sondern nur dem Geldbeutel der Familie und der Produktion.“

Ernüchtert von der Macht, mit der man in Familien einzugreifen versucht, resümiert er:

„Egal wie man zu Kinderkrippen steht, meiner Meinung nach wurden die Bürger hier klassisch verschaukelt. Die Motivation war für mein Dafürhalten hier alles andere als christdemokratisch, sprich christlich, sondern ideologisch-sozialistisch, wie Marx und Engels unter Ziff. 8 ihrer Grundsätze des Kommunismus zum Ablauf der Revolution schreiben: „Erziehung sämtlicher Kinder, von dem Augenblicke an, wo sie der ersten mütterlichen Pflege entbehren können, in Nationalanstalten und auf Nationalkosten. Erziehung und Fabrikation zusammen.“ –  Heute wird uns das unter dem Allheilmittel „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ verkauft.“

Lesen Sie hier das ganze Interview „Für Eurorettung und Krippen spielt Geld keine Rolle“auf www.freiewelt.net.

Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz und dem Ausbau der Betreuungsplätze auf inzwischen mehr als 813.000 Plätze ist für die Kollektivierungsbeauftragten die Sache aber noch längst nicht erledigt.

Schon gibt es wieder Versuche, eine allgemeine Kita-Pflicht in Deutschland salonfähig zu machen. Erst kürzlich forderte der Berliner SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh, den Besuch einer Kita spätestens ab dem 3. Lebensjahr verpflichtend zu machen.

Auch in der CDU ist man da nicht mehr abgeneigt. Lesen Sie hier und hier mehr dazu.

Um unsere Schlagkraft zu erhöhen, hat sich die Initiative Familienschutz mit Frau2000plus, dem Verband Familienarbeit, dem Aktionsbündnis Familie u.v.m. zu dem Bündnis „Rettet die Familie“ zusammengeschlossen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die Diskriminierung der Eltern durch den Gesetzgeber, die die Existenzfähigkeit der Familie bedroht. Erfahren Sie hier mehr.