Vermeintliche „Schauwunder“ nehmen zu – Kirchenleitungen reagieren skeptisch

Seit zwei Jahren geistert ein „Wunder“-Video, das in der Geburtskirche von Bethlehem entstanden ist, durch die schwarmgeistige und mirakelbewegte Szene, wobei sich angeblich das Christkind  höchstselbst in Form von Nebelschwaden herausbilde  –  was freilich völliger Unfug ist.

Näheres hier:
http://blog.gwup.net/2013/01/02/jesus-christus-ist-erschienen-in-bethlehem-auf-video/?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+gwup-die-skeptiker+%28gwup+|+die+skeptiker%29

Auch sonst wird in erscheinungsfrommen Kreisen  –  nicht zuletzt aus dem Umfeld Medjugorje  –  seit Jahrzehnten von angeblichen „Foto-Wundern“ oder Bluttränen-Madonnen erzählt. media-375643-2

Dabei nehmen derlei Phänomene manchmal größere Ausmaße an und rufen so die jeweilige Kirchenleitung auf den Plan, die mit Recht vor jeder Wundersucht warnt,  so etwa im September 2012, als es ein „Blutwunder“ an einer Marienstatue in Byblos im Libanon gegeben haben soll.

Ähnlich wenige Monate zuvor in New Jersey, wo es an einem Ginkgo-Baum zu einer Art mysteriösem Marienbild gekommen sein soll,  wobei die Kirchenvertreter das „Wunder“ sofort dementiert haben.

Mit solchem Unfug wird der wahre Glaube lächerlich gemacht, der nicht allein durch den Unglauben bedroht ist, sondern auch und erst recht durch den Aberglauben.

Wir leben hier auf Erden im Glauben, nicht im Schauen, wie der hl. Apostel Paulus bekräftigt (vgl. 2 Kor 5,7)  – wer hingegen  mirakulöse „Schauwunder“  benötigt (noch dazu solche, die  inhaltlich bzw. theologisch sinnlos sind), der ist offenbar in seinem Glauben  nicht sattelfest.

Felizitas Küble


Libanon: Kirchenleitung dementiert angebliche „Bluttränen-Madonna“

Führende Kirchenvertreter haben ein vermeintliches Marienwunder im libanesischen Byblos dementiert. Die dunklen Verfärbungen an einer Statue der Jungfrau Maria seien keine Tränen aus Blut und Öl, sondern auf Witterungseinflüsse und die Meeresnähe zurückzuführen, heißt es in einer Erklärung vom Samstag.

Der Priester Elias Andary von der Kirche «Unsere Liebe Frau vom Meere» mahnte Medienvertreter, Fakten besser zu prüfen. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA.

Zugleich rief die Kirchenleitung alle Gläubigen auf, mißtrauisch gegenüber Wunderberichten zu sein und die Madonna um ihre Fürsprache für den Schutz der Libanon zu bitten.

Quelle: Gloria-TV