Zunehmendes Wokeness-Mobbing gegen nicht-linke Professoren an Universitäten

Warnungen von Prof. Klaus Kinzler in der NZZ

Der deutsch-französische Hochschullehrer Dr. Klaus Kinzler hat vor einer Einschränkung der Meinungs- und Forschungsfreiheit an Universitäten gewarnt.

„Der heutige Forscher ist im permanenten Kampf gegen Unterdrückung, abweichende Meinungen duldet er nicht“, kritisierte der in Deutschland geborene Professor an der Hochschule Sciences Po Grenoble gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

Zwar sei die Einrichtung „schon immer links“ gewesen, „aber man konnte über alles reden“. Heute gehe es jungen Sozialwissenschaftlern – ermuntert von linken Professoren – jedoch häufig nur darum, strukturellen Rassismus, Sexismus und Islamophobie zu beweisen. „Dies mittels Zirkelschlüssen, Leugnung von widersprechenden Tatsachen und Fakten, die oft nur auf Gesprächen und Gefühlen beruhten“, resümiert die Zeitung.

Seit Dezember 2020 war Kinzler wegen angeblich islamophober Äußerungen unter Kollegen und Studenten in die Kritik geraten, nachdem er den Begriff „Islamophobie“ als Teil einer Aktionswoche „für Gleichheit und den Kampf gegen Diskriminierung“ als unpassend beanstandete.

Sofort hätten sich andere Professoren und linke Studentengruppen in die Debatte eingeschaltet. Kinzlers Angaben zufolge habe ihn dann sein Kollege Vincent Tournier darauf aufmerksam gemacht, daß es auf Facebook eine Welle von Haßbotschaften, Bedrohungen und Denunziationsaufrufen gegen ihn gebe.

Kurze Zeit darauf hätten Plakate vor dem Eingang des politologischen Instituts gehangen mit der Aufschrift: „Faschisten in unseren Vorlesungssälen. Tournier und Kinzler: Rücktritt! Islamophobie tötet.“

Prof. Kinzler ließ sich krankschreiben und erhielt sechs Wochen lang Polizeischutz.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/professor-meinungsfreiheit-universitaeten-kinzler/


SPD-Politiker: Vielfalt statt „Cancel Culture“

Der Münchner SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post (siehe Foto) liegt nicht immer auf Linie seiner Partei – vielleicht ist er für die üblichen linken Sprechblasen einfach zu bodenständig – und zu eigenständig?

Jedenfalls stimmte der Parlamentarier nicht nur gegen die sog. Corona-„Notbremse“ und engagiert sich für die Erhaltung der bürgerlichen Grundrechte, sondern er wendet sich auch gegen die ultralinke, intolerante Cancel Culture.

Dabei handelt es sich um eine neuere Variante der „Politischen Korrektheit“, die aus den USA stammt und allmählich auch hierzulande Fuß faßt, vor allem in vielen Medien.

Unter dem Leitwort „Vielfalt gegen Cancel Culture“ schreibt der Sozialdemokrat auf seiner Webpräsenz, er plädiere für „Vielfalt statt Einfalt“.

Er würdigt München als tolerante Stadt – und „monokulturell“ sei sie „nur zwölf Jahre lang“ gewesengemeint ist die Zeit der NS-Gleichschaltung.

Dann heißt es weiter: „In den letzten Jahrzehnten ist München auch zu einer Stadt der Toleranz sexuellen Minderheiten gegenüber geworden. Und niemand darf wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft eine Diskriminierung oder Ausgrenzung erleiden.“

Der aus dem linksfanatischen Spektrum stammenden Cancel Culture erteilt der Politiker eine klare Absage:

Die seit etwa fünf Jahren praktizierte und so genannte „Cancel Culture“ steht meiner Meinung nach in einem Gegensatz dazu. Sie gibt sich zwar als Schutzpatron kleiner und schutzbedürftiger Minderheiten aus, kennt aber selber keinen Respekt Andersdenkenden gegenüber, sondern nur deren Anprangerung, strebt nicht den Dialog an, sondern die Ausgrenzung missliebiger Meinungen, will im Namen winzigster Gruppen der überwältigenden Mehrheit vorschreiben, wie sie ihre Sprache zu ändern hat, stellt mit den abwegigsten Begründungen Menschen in die rechte Ecke, weil sie dort angeblich überhaupt keine Grundrechte mehr haben können, will sogar Schauspielern verbieten, auf der Bühne Rollen zu spielen, die sie „im wirklichen Leben“ nicht verkörpern.“

Quelle für die Zitate: https://florian-post.de/aktuelles/vielfalt-gegen-cancel-culture/


Würzburg: Online-Diskussion am 19. Juli 2021 zum Thema: Forschung und Lehre sind frei?!

Datum:19.7.2021, 18:30 – 20 Uhr
Kategorie:Podiumsdiskussion
Ort:online
Veranstalter:Lehrstuhl für Neueste Geschichte (Leitung: Prof. Dr. Peter Hoeres) in Kooperation mit dem „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“

Am 19.7.2021 um 18:30 Uhr findet eine online-Diskussionsrunde zum Thema „Forschung und Lehre sind frei?!“ statt.

In der Diskussionsrunde nehmen folgende Bundestagsabgeordneten teil:

  • Dr. Jens Brandenburg (FDP) Kai Gehring (Grüne)
  • Dr. Marc Jongen (AfD)
  • N.N. (CDU/CSU)
  • Dr. Ernst-Dieter Rossmann (SPD) 
  • Dr. Petra Sitte (Linke)

Die Moderation übernimmt Heike Schmoll (FAZ-Korrespondentin).

Den Livestream kann man auf YouTube verfolgen: Link zum Livestream

Zum Hintergrund:
Gerade die Debatte um die Wissenschaftsfreiheit wird von Verkürzungen und Zuspitzungen geprägt. Angesprochen werden soll daher das gesamte Spektrum von Herausforderungen für die Freiheit von Forschung und Lehre: Von identitätspolitischen Interventionen unterschiedlicher Observanz gegen Lehrende über die Einflussnahme von industriellen Interessen auf Forschung und Hochschulstruktur bis hin zum fachspezifischen Ausschluss abweichender Lehrmeinungen.

Quelle u.a.: https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/veranstaltungen/detail/news/diskussionsrunde-forschung-und-lehre-sind-frei/


Der Genderwahn in Absurdistan greift jetzt sogar den „Lesbenfrühling“ an

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht den alten Spruch: „Die Revolution frißt ihre Kinder“ – und so manche Ideologie treibt immer wildere Sumpfblüten, so daß sogar einstige Anhänger unter die Räder kommen, wenn sie dem immer stärker um sich greifenden Wahn nicht zu folgen vermögen bzw. ihre Restvernunft nicht am Sargnagel eines verderblichen Zeit(un)geistes abgeben wollen.

Seit vielen Jahren werden wir mit dem Kürzel LGBTIQ (und ähnlichen Varianten) konfrontiert, was für Lesben – Gay (=Schwule) – Bisexuelle – Transgender – Intersexuelle – Queere steht, wobei die Inhalte dieser „bunten“ Community auch meist einen linksque(e)ren Eindruck hinterlassen.

Dabei geht es um das „Canceln“ und somit Ausgrenzen und Anprangern von Personen, die sich nicht zeitgeisthörig dem Genderwahn unterwerfen oder denen man aus dem irrsinnigsten Gründen „Rassismus“ unterstellen kann – vielleicht weil sie noch von „Schwarzfahren“ oder „Schwarzarbeit“ reden?

Gleichwohl trügt der Schein weitgehend, denn in Wirklichkeit dürften gleichgeschlechtlich orientierte Personen, die sich mit ihren Füßen noch auf dem Boden der Realität befinden und nicht im gegenderten Wolkennebel gelandet sind, an deren wahnwitzigen Ideen durchaus keinen Gefallen finden.

Denn wenn das Geschlecht letztlich nur ein soziales Konstrukt ist und in Wirklichkeit frei gewählt werden kann, wenn Transgender und Geschlechtsumwandlungen als „schöne neue Welt“ propagiert werden, dann bleibt letztlich jedwede Identität auf der Strecke – logischerweise auch die männliche Identität von Schwulen oder wie weibliche von Lesben oder Feministinnen etc.

Kein Wunder also, daß sich EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer und Gender-Erfinderin Judith Butler bereits vor Jahren in aller Öffentlichkeit „gezankt“ haben, denn Frauenemanzipation und Genderismus passen eben nur auf den ersten Blick auf eine Kuhhaut.

Dazu kommt, daß große Teile der Trans-Szene sich mit der intoleranten Cancel Culture identizieren, die vermehrt aus den USA nach Europa herüberschwappt und eine Art Radikalisierung der längst bekannten „Political correctness“ darstellt.

Canceln richtet sich – wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe im Titelblatt schreibt – vornehmlich gegen den „weißen Mann“ – besonders den „alten“ weißen Mann. Letztlich ist dies ein umgedrehter, ein anti-weißer Rassismus im heuchlerischen Gewand des „Antirassismus“.

BILD: Transgender-Werbung auf einem Plakat in der Kölner Innenstadt

Als Verstärker tritt überdies die damit verwandte „Wokeness“ in Erscheinung, gleichsam eine revolutionäre „Wachsamkeit“ gegenüber allem und jedem, was sich jenseits einer ultralinken Mentalität befindet.

Diese „Vorrede“ scheint sinnvoll, um die nachfolgende Meldung angemessen „einordnen“ zu können:

In der EMMA-Zeitschrift Nr. 4/2021 wird auf S. 33 unter dem Titel „Cancel Culture gegen Lesben?“ darüber berichtet, daß das Lesbenfrühlingsteffen, das seit 47 Jahren in Berlin stattfindet, derzeit von Genderseite massiv attackiert wird.

Man reibt sich die Augen und staunt nicht schlecht, immerhin knöpfen sich Genderisten ansonsten überwiegend die Konservativen oder zumindest klassisch-liberale Zeitgenossen vor.

Jetzt geht es wild zu gegen Teile des mehr oder weniger eigenen Spektrums.

Das Frauenmagazin beklagt, das Lesbenfest sei als „faschistoid“ und „menschenverachtend“ beschimpft worden – doch der Shitstorm hatte anscheinend sehr handfeste Folgen:

Die Bremer Frauenbeauftragte streicht den zugesagten Zuschuss, die Magnus-Hirschfeld-Stiftung „distanziert“ sich…Es hagelt Boykottaufrufe.“

Was war passiert?

Dazu schreibt EMMA: „Referentinnen aus dem In- und Ausland hatten angekündigt, sich mit den problematischen Entwicklungen des Transaktivismus beschäftigen zu wollen…Inzwischen kommen auf einen Jungen, der das Geschlecht wechseln will, 14 Mädchen.“

Sodann wird eine Untersuchung der Britin Angela Wild erwähnt: „Die Befragten schildern einen „großen Druck“, dem Lesben ausgesetzt sind, wenn sie nicht mit biologischen Männern Sex haben wollen, die sich „als Frauen definieren“ – bis hin zu Vergewaltigs- und Todesdrohungen und körperlichen Übergriffen.“

Auf dem Lesbenfrühlingstreffen (LFT) sollte also eine berechtigte Problematisierung derartiger Ausuferungen des Trans-Phänomens erfolgen. Doch dann folgte der Gender-Vorwurf, so EMMA: „Das LFT schließe Transfrauen aus und sei „transfeindlich“ und „transphob“. Das brachte die Boykott-Lawine gegen das LFT ins Rollen.“

Somit ist klar: Kritische Debatten über Gender bzw. Geschlechtsumwandlungen oder offene Diskussionen über „Identitätsfragensind nicht erwünscht, auch keine wissenschaftlichen Erörterungen; derartige Freiräume werden „gecancelt“, gewoked und so lange fanatisch bekämpft, bis auch die letzte denkerische Unabhängigkeit – mag sie nun von Heteros oder von Homos vertreten werden – aus dem öffentlichen Raum verschwindet.

Foto: Heidelore Puttkamer


Linkspartei will Wagenknecht ausschließen

Die Landesschiedskommission der Linkspartei in NRW hat die Ausschlußanträge gegen Sahra Wagenknecht zugelassen.

Mehrere Mitglieder hatten gefordert, Wagenknecht, die als Spitzenkandidatin der NRW-Linken in den Bundestagswahlkampf zieht, aus der Partei auszuschließen.

Hintergrund ist ihr Buch „Die Selbstgerechten“, in dem die Politikerin das linksliberale Milieu kritisiert. Damit habe Wagenknecht der Partei schweren Schaden zugefügt, argumentierten ihre Gegner.

Wagenknecht reagierte gelassen auf das nun anstehende Verfahren und verwies auf die in ihrem Buch thematisierte Cancel Culture.

„Einige scheinen großen Wert darauf zu legen, meine Thesen durch ihr Vorgehen zu bestätigen. Allerdings sind das Einzelne, von weit mehr Linke-Mitgliedern und -Wählern bekomme ich gerade Unterstützung und Solidarität“, sagte sie der Welt.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/linkspartei-parteiausschluss-wagenknecht/


Buch-Neuerscheinung bietet fundierte Aufklärung über linke Cancel Culture

Fast 80 Prozent der Deutschen trauen sich nicht, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen. Denn man erlebt immer häufiger, wie Menschen aufgrund ihrer Meinung aus ihrem Job gedrängt, von Veranstaltungen ausgeladen oder gar körperlich angegriffen werden.

Podiumsdiskussionen, Lesungen und Seminare müssen abgesagt oder abgebrochen werden, weil radikale Gruppen randalieren oder mit Krawall drohen. Verlage werden gedrängt, Bücher nicht herauszubringen oder sich von Autoren zu trennen.

Jeder kennt die Themen, bei denen man vorsichtig sein muss. Zum Fallstrick werden kann mittlerweile fast alles, u. a. alberne Witze, unüberlegte „Likes“, private Kontakte zu unliebsamen Personen, sogar sachlich vorgetragene Kritik an der Regierungspolitik.

Seit einigen Monaten wird dieses Ausgrenzen und Stummschalten zumeist kontroverser, aber rechtlich von der Meinungsfreiheit gedeckter Äußerungen auch im deutschsprachigen Raum als „Cancel Culture“ bezeichnet. Das Buch von Kolja Zydatiss beleuchtet anhand vieler Beispiele die Entstehungsgeschichte des Phänomens, die enorme Bandbreite der betroffenen Personen, Organisationen und Lebensbereiche sowie die Vielfalt der Einschüchterungsmethoden.

Es wird gezeigt, wie die Cancel Culture zu einer Atmosphäre der Angst beiträgt, in der sich die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht traut, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen.

Kolja Zydatiss argumentiert, dass im Westen schon lange nicht mehr radikale Massenbewegungen wie Nationalsozialismus, Faschismus oder Kommunismus die größte Gefahr für die Demokratie darstellen. Mit der Demokratie hadern heute vor allem politisch eher linksliberale Akademiker, die Politik als Expertenhandwerk verstehen und „normale“ Bürger für unaufgeklärt und rückständig halten.

Die Methoden von Antifa und Co. werden von diesen tonangebenden Kreisen zwar nicht unbedingt gutgeheißen, man teilt aber einige Grundannahmen. So etwa die Vorstellung, dass die freie Rede eingeschränkt werden müsse, um Minderheiten zu schützen, und die Überzeugung, dass offene Debatten gefährlich seien, weil „die Massen“ von Demagogen verführt werden könnten.

Obwohl das Establishment die Demokratie ständig rhetorisch beschwört, toleriert oder befördert es faktisch sogar deren Verarmung, nicht nur durch die Cancel Culture. Das Buch plädiert für eine Wiederbesinnung auf die Meinungsfreiheit – also den freien Fluss von Ideen und Argumenten – als dem Fundament einer wirklich demokratischen Gesellschaft.

Quelle und Bestellung hier: https://www.solibro.de/buecher/Cancel-Culture


Palmer lehnt Entschuldigung und Löschung ab

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat es abgelehnt, sich für seine Aussagen in der Auseinandersetzung um die Ex-Fußballprofis Jens Lehmann und Dennis Aogo zu entschuldigen.

„Diese Entschuldigungsforderungen sind ja Teil der Empörungsrituale, mit denen versucht wird, Leute mundtot zu machen“, sagte er der Wochenzeitung Zeit. Vielmehr gehe es dabei um die Cancel-Culture, in der er eine ernsthafte Bedrohung für die offene Gesellschaft sehe.

Eine Entschuldigung oder das Löschen des Beitrags sei ein falsches Zeichen. Das grüne Stadtoberhaupt äußerte, das wäre „nichts anderes, als den Kopf unters Joch zu halten, um selbst noch einmal davonzukommen. Und ich halte den Kopf aufrecht.“

Deswegen droht Palmer nun der Parteiausschluß. Er zeigte sich jedoch überzeugt, daß es nicht dazu kommen werde. „Es steht klar im Parteiengesetz, daß ich nur ausgeschlossen werden kann, wenn ich ihr vorsätzlich geschadet habe. Das habe ich nicht getan, im Gegenteil: ich will sie vor Schaden bewahren.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/palmer-lehnt-entschuldigung-fuer-neger-aussage-ab/


Palmer positioniert sich gegen Cancel Culture

Von Felizitas Küble

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer räumt zwar ein, seine umstrittene Aussage sei ein Fehler gewesen, womit er die sprachliche Stillosigkeit anspricht. Zugleich hält er daran fest, daß sein Motiv gerade nicht rassistisch war; vielmehr wollte er rassistisches Gedankengut durch ironisches Entlarven kritisieren. („Mit dem Stilmittel der Satire aufzeigen, wie heutzutage vollkommen haltlose Rassismusvorwürfe wirklich jedem zu Verhängnis werden können“, so Palmer, der zudem beklagte, sein Posting sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.)

Der springende Punkt jenseits dieser Erbsenzählerei ist aber ohnehin ein anderer, ein grundsätzlicher, nämlich die mehrheitliche Ausgrenzungswut seiner Partei ganz im Sinne der „identitätspolitischen“ Cancel Culture.

Diese fanatische Strömung akzeptiert nur stromlinienförmige Gleichschaltung und gebärdet sich noch verbissener als den bisherigen linken Zensurwahn namens „Political correctness“ (PC): Bereits in den 90er brachte die geistig wache und nonkonforme Wochenzeitung „Junge Freiheit“ einen Anti-PC-Aufkleber heraus (siehe Abbildung).

Palmer hat seine Partei in ihrem Erregungsmodus sogar ermutigt, ein Ausschlußverfahren gegen ihn anzustrengen, denn damit kann er beweisen, wie absurd der Rassismus-Vorwurf gegen ihn ist und dabei auch sonst noch einige Stühle geraderücken.

Ganz im Sinne von Sahra Wagenknecht und ihrer neuen Streitschrift wendet sich der grüne OB gegen die „selbstgerechten Lifestyle-Linken“, jene Besserverdienenden und Bildungsbürgerlichen, die gerne „rechts“ leben und links daherreden bzw. grün oder tiefrot wählen, wohl auch, um ihr Gewissen zu beschwichtigen nach der Devise: „Ich tue damit etwas für die Umwelt“ usw….

Für den eigenständig denkenden Palmer kommt es nicht infrage, sich bei der „Generation beleidigt“ zu entschuldigen oder sich einer anti-freiheitlichen Ausgrenzung zu unterwerfen.

Es geht um den Kern der liberalen Demokratie

In der „Welt am Sonntag“ vom 9. Mai 2021 erschien auf Seite 6 ein Artikel unter dem Titel „Boris Palmer äußert sich“. Darin stellt der grüne Politiker – dessen Corona-Politik in Tübingen erstaunlich erfolgreich gelaufen ist – klar:

„Ich kann Ächtung und Existenzvernichtung wegen angeblich falscher Wortwahl niemals akzeptieren“. Es gehe ihm bei seiner Kritik um den „Kern der liberalen Demokratie“.

Palmer wendet sich in seinem Statement in der „Welt am Sonntag“ gegen ein ausuferndes „Jakobinertum“ von Denunzianten und linken Fanatikern: „Die Welt wird einfach nicht besser, wenn man Menschen gesellschaftlich ächtet und ihre berufliche Existenz vernichtet, weil sie einen ungeschickten Satz gesagt haben, den man absichtlich falsch versteht“.

Dieses Ausgrenzungs-Phänomen passiere in letzter Zeit „leider“ immer häufriger und trage den Namen Cancel Culture.

Er fügt hinzu: „Gegen diese um sich greifende Ideologie wehre ich mich mit jeder Faser meines politischen Daseins.“

Das neue Jakobinertum entwickle sich, so schreibt Palmer abschließend, „zu einer ernsthaften Gefahr für die offene Gesellschaft. Dem entgegenzutreten, halte ich für eine Bürgerpflicht.“

Der bekannte Bestsellerautor, evangelische Theologe und ehem. ZDF-Moderator Peter Hahne (siehe Foto) hat den biographischen Hintergrund Palmers (Elternhaus, Vorfahren, spezifische Prägung) in „Tichys Einblick“ sehr anschaulich geschildert.

Sein Artikel ist gerade für die aktuelle Debatte sehr aufschlußreich: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/boris-palmer-und-der-remstal-rebell-der-apfel-faellt-nicht-weit-vom-stamm/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Baerbock erwägt Parteiausschluß von Palmer

Wie die Tageszeitung DIE WELT heute online meldet, bringt Annalena Baerbock einen Ausschluß des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer ins Gespräch.

Der grüne Politiker ist in den eigenen Reihen schon seit einigen Jahren „umstritten“, zumal er sich sowohl bei Migrationsthemen wie hinsichtlich einer Einengung der Meinungsfreiheit (Cancel Culture, Political correctness, Wokismus) mehrfach anders positioniert hat als seine Parteiführung.

Die grüne Kanzlerkandidatin zeigt sich empört über eine – aus ihrer Sicht – „rassistische und abstoßende Äußerung“ des OB zur Aogo/Lehmann-Debatte. Palmer beruft sich jedoch auf das „Stilmittel der Ironie“ und verweist auf den „Kontext“ bzw. Zusammenhang seines Kommentars.

Diese Erklärung läßt Baerbock allerdings nicht gelten, weil sein Hinweis erst nachträglich erfolgt sei. Offenbar hat Baerbock ihren Parteikollegen schon länger im Visier, denn sie erklärt zugleich:

„Das Ganze reiht sich ein in immer neue Provokationen, die Menschen ausgrenzen und verletzen. Boris Palmer hat deshalb unsere politische Unterstützung verloren. Nach dem erneuten Vorfall beraten unsere Landes- und Bundesgremien über die entsprechenden Konsequenzen, inklusive Ausschlussverfahren.“

SIEHE HIERZU auch dieser informative Artikel von Peter Hahne: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/boris-palmer-und-der-remstal-rebell-der-apfel-faellt-nicht-weit-vom-stamm/

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Linke „Cancel Culture“ gegen prominenten Atheisten, der nicht genderkonform denkt

Weil der Evolutionsbiologe Richard Dawkins anzweifelt, dass Männer sich einfach so zu Frauen umdefinieren können, verstößt ihn eine große amerikanische Atheistenvereinigung.

Der Evolutionsbiologe und Werber für Atheismus, Richard Dawkins („Der Gotteswahn“), war viele Jahre ein Liebling linksliberaler und „humanistischer“ Kreise. Inzwischen weht aber auch ihm der eisige Wind der Cancel Culture ins Gesicht. Die atheistische Amerikanische Humanistische Assoziation hat ihn sogar symbolträchtig „gelöscht“ und den Titel „Humanist des Jahres“ (1996) entzogen.

Warum? Dawkins habe… behauptet, „dass die Identität von Transgender-Individuen betrügerisch“ sei und zugleich habe er „Schwarze Identität angegriffen“. Seine anschließenden Erklärungsversuche seien unsensibel und ungenügend gewesen.

Dawkins hatte es gewagt, sich kritisch mit Identitätsdiskursen auseinanderzusetzen, die Linken heilig sind…

Der 80-jährige Dawkins hat unterdessen schon einige Erfahrung mit der Cancel Culture gesammelt. Vor ein paar Monaten wurde er von einem Debattenklub in Dublin erst eingeladen und dann vom neuen Vorstand ausgeladen, als diesem gewahr wurde, dass Dawkins sich wiederholt kritisch über den Islam geäußert hat.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/atheisten-canceln-dawkins-wegen-transgender-aussage;art310,217602