Venezuela: Bischöfe kritisieren in einem Hirtenbrief das sozialistische Regime

Die Bischöfe Venezuelas haben in einer Mitteilung von Donnerstag, die „unerträgliche Situation“ angeprangert, in der sich das Land angesichts der autoritär-sozialistischen Regierung und der Corona-Pandemie befindet.

In dem Hirtenbrief rufen sie zu einer „konzertierten Anstrengung aller“ auf und fordern ein nationales Abkommen. Sie verweisen auf die ernste Lage der Covid-19-Pandemie, die sich massiv im Land ausbreitet, „aber auf der anderen Seite leiden wir unter den Verwüstungen schwerwiegender wirtschaftlicher, politischer und sozialer Probleme, die sich jeden Tag verschärfen und Leid und Unsicherheit in der Bevölkerung hervorrufen.“

Die Bischofskonferenz fordert eindringlich, dass die Behörden die Erkenntnisse der Medizin und der Wissenschaft stärker berücksichtigen, um der Ausbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken; ebenso sollten sie „die Freiheit der Medienschaffenden in ihrer Pflicht, die Bevölkerung zu informieren,“ garantieren.

Die Bevölkerung, so stellen die Bischöfe fest, „hat sich mit großem Bürgersinn verhalten und Quarantäne- und Gesundheitsmaßnahmen respektiert“. Gesten der Solidarität gegenüber den Ärmsten und Schutzlosesten“ hätten sich vervielfacht, insbesondere von Seiten der verschiedenen Kirchen und Religionen.

Die Caritas sowie andere kirchliche Verbände verteilen weiterhin Medikamente und Lebensmittel, betonen die Bischöfe.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-05/venezuela-bischoefe-kritik-situation-corona-behoerde-aufruf-hilf.html


Ozeanien: Kath. Kirche gegen Menschenhandel

„llegale Aktivitäten, Prostitution, Drogenhandel, Waffenschmuggel und Geldwäsche nehmen weiter zu, während das Phänomen des Menschenhandels aus dem Ausland zunehmend als „normal“ betrachtet wird“, erklärt die Caritas zusammen mit der Bischofskonferenz von Papua-Neuguinea (PNG) in einer Verlautbarung.

Die katholische Kirche des Landes hat erklärt, dass sie mit den bereits in diesem Bereich tätigen Polizeikräften zusammenarbeiten werde.

Menschenhandel ist in Papua-Neuguinea ist ein komplexes Problem mit vielen Opfern und zahlreichen Kriminellen, die Missbrauch begehen.

Ein kürzlich von der Lokalzeitung „Post Courier“ veröffentlichter Bericht zeigt, dass mehrere ausländische multinationale Unternehmen Tätigkeiten ausüben, die in ihren Lizenzen nicht vorgesehen sind oder den Gesetzen des Landes zuwiderlaufen.

Abschließend empfiehlt die Caritas umgehende Gerichtsverfahren für Menschenhändler und für jene, die von ihnen profitieren, sowie eine stärkere Zusammenarbeit bei der Sensibilisierung zum Thema Menschenhandel durch Regierung Unternehmen, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft.

Quelle: Fidesdienst


Millionen Menschen flüchten aus der sozialistischen Diktatur in Venezuela

Der kolumbianische Außenminister Carlos Holmes Trujillo forderte am Mittwoch, den 22. Mai, eine stärkere internationale Zusammenarbeit mit Blick auf Flüchtlinge aus dem sozialistischen Venezuela, das von Diktator Maduro beherrscht wird, der gerade dabei ist, das Militär zu „säubern“. 

„Die Migrationskrise wächst weiter und erreicht in naher Zukunft besorgniserregende Ausmaße“, warnt der kolumbianische Außenminister bei einer Pressekonferenz.

Wie der kolumbianische Regierungsvertreter mitteilt, suchten bereits 1,3 Millionen Venezolaner in Kolumbien Zuflucht. Der Zustrom wachse aber weiter und mehr als 63.000 Venezolaner passierten täglich die Grenze, von denen 2.500 im Land bleiben.

Von einer „Massenflucht“ spricht auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Venezuela, Bischof José Luis Azuaje Ayala, der kürzlich in einem Interview erklärte:

„Wir Bischöfe werden oft von der Regierung beschuldigt, ihr Gegner sein…Wenn oppositionell zu sein bedeutet, auf der Seite der Armen zu stehen, die Menschenrechte zu achten, dann sind wir Opposition“.

Janeth Marquez, Direktor der Caritas in Venezuela, sagte unterdessen:

„Fast 4 Millionen Venezolaner haben das Land mit enormen Folgen zu Lasten der Gesellschaft verlassen: zerbrochene Familien, alleingelassene Kinder und ältere Menschen. Die Caritas in Venezuela hat nur begrenzte Mittel. Wir fordern die dringende Öffnung eines Kanals für humanitäre Hilfe. Diese Krise zerstört das Leben aller Venezolaner.“

Die katholische Kirche in Kolumbien, die zu den wenigen Einrichtungen gehört, die Venezolaner aufnehmen, teilt mit, dass ihre Strukturen für  Flüchtlinge an der Kapazitätsgrenze sind.

„Dies ist die größte und schwerwiegendste Migrationskrise in der Geschichte des Kontinents“, bekräftigt Pater Mauricio Durán, Leiter des Flüchtlingshilfswerks der Jesuiten in Lateinamerika.

Quelle: u.a. Fidesdienst


Caritas, SkF und CBP protestieren gegen eine Kassenzulassung des pränatalen Bluttests

„Plädoyer für das Lebensrecht aller Menschen“

Der Deutsche Caritasverband (DCV) und seine Fachverbände, der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) positionieren sich gegen die Zulassung nichtinvasiver Pränataltests (NIPT) als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

DCV, SkF und CBP fordern den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einer gemeinsamen Stellungnahme dazu auf, sich gegen die Zulassung von nichtinvasiven Pränataltests als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung einzusetzen.

Die nichtinvasiven Pränataltests, über deren Zulassung als Kassenleistung in diesem Jahr entschieden werden soll, können genetische Auffälligkeiten wie Trisomie 21 beim Embryo in einer frühen Phase der Schwangerschaft erkennen.

Hinweise auf Trisomie 21 mit pränataldiagnostischen Methoden führen in vielen Fällen zum Abbruch der Schwangerschaft, die Information über die Behinderung des Kindes in der Schwangerschaft ist eine schwere Belastung für die werdenden Eltern.

In der Stellungnahme sprechen sich die drei Verbände entschieden für eine verbesserte Verzahnung von ärztlicher und unabhängiger, psychosozialer Beratung und das Lebensrecht aller Menschen aus.

Maßstab politischen Handelns müsse auch in dieser Frage die 2009 in Deutschland in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention sein, so die Verbände. „Wenn sich der Wert eines Menschen danach bemisst, ob er nach gängigen Vorstellungen gesund ist, dann führt dies dazu, Menschen in lebenswert und nicht lebenswert einzuteilen. Diese Entwicklung gilt es zu verhindern“, betont Caritas-Präsident Peter Neher.

Einem flächendeckenden Screening als Kassenleistung treten die Verbände mit Nachdruck entgegen. „Viele Menschen mit Behinderung empfinden die Aufnahme der Bluttests in die kassenärztlichen Leistungen als Hinweis darauf, dass sie in unserer Gesellschaft zunehmend nicht mehr erwünscht sind“, erläutert Johannes Magin, 1. Vorsitzender des CBP.

Die Bundesvorsitzende des SkF, Anke Klaus, ergänzt: „Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Druck auf werdende Eltern von Ärzten, Lebensumfeld, aber auch den Krankenkassen wächst, alle diagnostischen Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, um die Geburt eines Kindes mit bestimmten genetischen Auffälligkeiten auf jeden Fall zu verhindern.“

Quelle: https://www.caritas.de/fuerprofis/presse/pressemeldungen/keine-kassenzulassung-fuer-den-praenatalen-bluttest-4c9084ca-1312-4447-9a32-7204b068d6d8


Italien: Katholische Kontroverse um ultralinke Massenabtreiberin Emma Bonino

Am 31. Juli 2017 veröffentlichte das Nachrichtenportal „kath.net“ folgende Meldung:

„Emma Bonino, eine italienische Linksaktivistin, die damit prahlt, über 10.000 illegale Abtreibung durchgeführt zu haben, trat vor wenigen Tagen in einer italienischen Pfarrei auf. 

Bonino, die bereits italienische Ministerin war, sprach in der Pfarrei San Defendeten über Immigration und Flüchtlinge. Bonino soll für ihr Engagment für Flüchtlinge auch von Papst Papst Franziskus gelobt worden sein.

Ihr Auftreten für Abtreibung, Drogen und gelebte Homosexualität stehen im Widerspruch zu Lehre der katholischen Kirche.“

Eingeladen wurde diese Massenabtreiberin von der italienischen Caritas. Katholiken, die gegen ihren Auftritt protestierten, durften laut Medienmeldungen nicht an dem Vortrag teilnehmen bzw. wurden sogar von der Polizei abgeführt.

Zum Hinweis in „kath.net“, die ultralinke „Flüchtlings-Engagierte“ sei von Papst Franziskus „gelobt“ worden, zitieren wir aus einem Bericht der internationalen katholischen Nachrichtenagentur ZENIT vom 8. November 2016:

„Papst Franziskus hat die ehem. italienische Außenministerin und EU-Kommissarin Emma Bonino in Privataudienz empfangen.

Es war die dritte Begegnung zwischen dem Papst und der Politikerin der ‪„Radikalen Partei“. Am 2. Mai 2015 hatte Franziskus Bonino sogar angerufen, um sich über ihre Gesundheit zu erkundigen; sie bezeichnete den Anruf damals als ‪„überraschend“ und ‪„angenehm“.

Die italienische Politikerin befürwortet Abtreibung und Euthanasie. Die Frauenrechtlerin ist zudem wegen ihren Einsatzes für die Rechte von Gefangenen bekannt.“

Kommentar überflüssig.

Ausführlicher Bericht über die Veranstaltung mit Frau Bonino hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2017/07/noch-einmal-der-bonino-skandal-in.html


Jordanien: Katholische Kirche organisiert Armentafel für bedürftige Muslime

Am Mittwoch, den 23. Dezember, beginnt eine Tafel ihre Tätigkeit, die jeden Tag von 14 Uhr bis 16 Uhr ingesamt rund 500 Mahlzeiten an Bedürftige verteilt. Das sog. „Restaurant der Barmherigkeit“ worde in Amman von der Ortkriche in Zusammenarbeit mit Caritas Jordanien auf den Weg gebracht. bildma1

An der offiziellen Eröffnung werden Erzbischof Maroun Laham, Vikar für Jordanien des lateinischen Patriarchats Jerusalem und der Bürgermeister von Amman teilnehmen.

“Die Tafel”, so der Präsident von Caritas Jordanien, Wael Suleiman, “befindet sich in einer ehemaligen katholische Druckerei im Stadtgebiet Jabal Luweibdeh in der Nähe der katholischen pfarrei, was zeigen soll, dass es sich um eine Intiative der Ortskirche im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit handelt.

Dabei wollen wir auch Zeugnis davon ablegen, dass die Kirche, wenn sie als Instrument der Barmherzigkeit Gottes auftritt, allen entgegengeht, angefangen bei den Armen. Wir wissen bereits heute, dass die meisten, die bei uns essen werden, Muslime sind.“

Quelle: Fidesdienst

 


Regensburg: Bischof Rudolf Voderholzer vergißt Hochwasser-Opfer nicht

Betroffene Familien zum Kurzurlaub nach St. Englmar eingeladen

Fast ein dreiviertel Jahr ist seit der Hochwasserkatastrophe im Raum Deggendorf vergangen. Kirche und Caritas haben die Sorgen und Nöte der Betroffenen nicht vergessen: borMedia1847901

„Gerade von Eltern und ihren Kindern fordert es noch immer viel Kraft, das Erlebte zu verarbeiten und die Folgen der Flut zu bewältigen. Wir stehen auch jetzt nahe bei den Menschen“, erklärt Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto).

Deswegen werden jetzt die betroffenen Familien in den Pfingstferien für ein paar Erholungstage in das Caritas-Haus Tannenhof nach Sankt Englmar in den Bayerischen Wald eingeladen.

Dort können Eltern und ihre Kinder kostenlos bei Vollpension unbeschwerte Tage genießen. Oben drauf gibt es, falls gewünscht, eine kleines „Erlebnis-Paket“ mit Waldwipfelweg, Rodel- und Freizeitspaß, Spieleland, Streichelzoo, Ponyreiten und Freibad in Viechtach. 

„Jede Familie soll die Tage so gestalten wie sie es möchte. Wenn jemand über das Erlebte reden will, sorgen wir auch dafür“, sagt Caritasdirektor Dr. Roland Batz. Die Caritas stellt im Zeitraum vom 10. bis 18. Juni ihren idyllisch gelegenen Tannenhof zur Verfügung.

Selbstverständlich können die Familien innerhstockbrot 2 - Kopiealb der acht Tage Zeit und Dauer ihres Aufenthaltes selbst bestimmen. Alle vom Hochwasser betroffenen Familien, unabhängig von Konfession oder Nationalität, sind herzlich eingeladen, diesem Angebot zu folgen. 

Mehr Informationen zum Erholungsangebot aber auch weitere materielle und psychosoziale Hilfen gibt es beim Kreis-Caritasverband Deggendorf, dem Beratungsdienst des Malteser-Hilfsdienstes oder den Pfarreien in der vom Hochwasser betroffenen Region.

Den Informationsflyer gibt es auch im Internet unter http://www.tannenhof-englmar.de
 
Anmeldung und Buchung bei: Caritas Regensburg, Referat Erholung,
E-Mail: erholung@caritas-regensburg.de, Telefon 0941/5021-126.

Zusatzinfo 1: In drei Hilfswellen hat die Kirche und die Caritas materielle Unterstützung für die Opfer der Flutkatastrophe ermöglicht: Nach einer Soforthilfe in Höhe von 300 Euro im Juni, folgten im Juli und noch einmal zum Nikolaustag jeweils 2000 Euro Haushaltshilfe pro Familie. Daneben haben Caritas und Malteser ihr Beratungs- und Hilfsangebot im Raum Deggendorf vor Ort und auf die Bedürfnisse der vom Hochwasser Betroffenen ausgerichtet.

Text und Fotos: Bistum Regensburg

 


Steht die Caritas im Dienst des Genderismus?

Erklärung des Forums Deutscher Katholiken (FdK):

Gender bezeichnet das „soziale Geschlecht“, das mit dem biologischen Geschlecht nicht übereinstimmen muss. Durch die Genderpolitik soll die Geschlechterhierarchie, d.h. die tatsächliche oder vermeintliche Herrschaft des Mannes über die Frau durch gesellschaftsverändernde Strategien gebrochen werden.  120505288_BV_July und Mike

Jede „sexuelle Identität“ soll als gleichwertig anerkannt und rechtlich gleichgestellt werden. Gender ist eine Bedrohung der Familie, der Gesellschaft und der Kultur. Papst Franziskus hat die Genderideologie als „dämonisch“ bezeichnet.

Der Kampf um die „Genderlufthoheit über den Kinderbetten“ ist inzwischen bei der Caritas angelangt. Um diese Ideologie in die Gesellschaft zu bringen wird bei den Kleinsten angesetzt.

„Deshalb gehört Gender Mainstreaming schon und gerade in den Bereich der Frühpädagogik“ meint die Caritas und wirbt für das Buch von Tanja Dräger mit dem Titel „Gender Mainstreaming im Kindergarten“; denn das Buch „zeige konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Umsetzung der Strategien des Gender Mainstreaming“.  (Vgl. kath.net/news/45297)

Das „Forum Deutscher Katholiken“ protestiert aufs schärfste gegen die Gender-Indoktrinierung der Kinder in Einrichtungen der Caritas. Wenn dieses Vorhaben nicht sofort gestoppt wird, müssen wir befürchten, dass viele Katholiken ihre finanzielle Unterstützung der Caritas einstellen werden.

Die Leidtragenden werden dann die Hilfsbedürftigen in aller Welt sein, die dringend auf die Hilfe der Caritas angewiesen sind.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Sprecher des FdK


Ehrenamtliche Beratung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche nominiert

Die Onlineberatung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Bis zum 1. November2013  können Sie auf www.deutscher-engagementpreis.de abstimmen.

Hier gehts direkt zum Abstimmungsfeld: http://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/online-voting/abstimmen.html0023

Der Deutsche Engagementpreis ist ein Publikumspreis – deshalb hilft jede abgegebene Stimme, die Arbeit der [U25]-Beratung zu unterstützen. Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Auf www.u25-deutschland.de können suizidgefährdete Jugendliche mit einer verschlüsselten Mail anonym um Unterstützung bitten. Speziell ausgebildete Jugendliche beraten dann ehrenamtlich per Mail. Dabei leitet eine erfahrene hauptamtliche Sozialpädagogin die jugendlichen Peerberater an.

„Wir freuen uns besonders über die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis, weil dadurch die wertvolle Arbeit und der besondere ehrenamtliche Einsatz der jugendlichen Berater Anerkennung findet“, verdeutlicht Caritas-Präsident Peter Neher.

Jede Stunde nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben; alle sechs Minuten versucht es jemand. Junge Menschen unter 25 Jahren sind besonders gefährdet.

Allein im Jahr 2012 haben sich 1900 selbstmordgefährdete Jugendliche an die Caritas-Berater gewandt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Anfragen in der Online-Beratung stark gestiegen, denn im Internet ist die Hemmschwelle für Jugendliche geringer, sich Unterstützung zu suchen.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit. Eine Fachjury hat aus mehr als 1200 Wettbewerbseinreichungen die 15 engagiertesten Organisationen ausgewählt.

Noch bis zum 1. November können Sie unter www.deutscher-engagementpreis.de ihre Stimme für [U25] abgeben.


Bistum Regensburg: Nach Soforthilfe erneut kirchliche Unterstützung für Flut-Opfer

Jetzt erhielten 600 betroffene Familien je 2000 Euro

„Die Kirche ist in diesen Zeiten der großen Not bei den Menschen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir versuchen, auch materiell zu helfen“, erklärte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nachdem er im Juni nach Fischerdorf bei Deggendorf gereist war, um mit den Menschen zu sprechen, sich ihrer anzunehmen und mit ihnen zu beten. 

In einem ersten Schritt zahlte das Bistum eine Soforthilfe von je 300 Euro an alle Betroffenen aus. Die schnelle und unbürokratische Hilfe sollte in den ersten Tagen der Katastrophe dazu dienen, das Nötigste, wie beispielsweise Kleidung und Nahrung, besorgen zu können.

In einer zweiten Hilfswelle bekamen 600 Familien jeweils 2000 Euro Haushaltshilfe.

„Dieses Geld war für uns ein großer Segen“, sagte Michaela Baum. „Wir konnten uns davon wenigstens das für den Haushalt notwendige leisten“, erklärte sie.

Ihr Haus war mehrere Tage bis zur Decke des Erdgeschosses von den Fluten umspült. Ihr Mann Carsten packt nach seiner Schicht seither täglich an, um das Haus wieder in einen bewohnbaren Zustand zu bekommen. Bis auf den Rohbau musste das Einfamilienhaus zurückgebaut werden. Immer noch liegt Ölgeruch in der Luft.

„In den ersten drei Wochen hätte ich eigentlich nur weinen können“, sagt Carsten. Jetzt blickt die Familie mit den beiden kleinen Töchtern wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Ihr Haus musste nicht komplett abgerissen werden. Ein wenig Glück im Unglück also. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen war und ist immer noch unglaublich“, sagte Michaela Baum. Sie und alle anderen Hochwasseropfer hätten soviel Solidarität erfahren: „Wir sind dankbar dafür, auch für die schnelle Hilfe der Kirche.“   Voderholzer 1

Die Kirche und ihre Caritas  wollten möglichst schnell in einer zweiten Hilfswelle den Menschen die Spenden weitergeben. Beinahe alle Wohnungen und Häuser, auf Regensburger Bistumsseite hauptsächlich in den betroffenen Orten Fischerdorf, Siedlung Natternberg und Altholz, haben durch das Hochwasser besonders großen Schaden erlitten.

Ab dem dritten Kind weitere 500 Euro Hilfe

Die Diözese Regensburg zahlte an alle betroffenen Familien in diesen Gebieten je 2000 Euro. Ab dem dritten Kind wurden zusätzlich 500 Euro ausgezahlt. „Damit leisteten wir für viele Familien einen Beitrag, damit die für den Haushalt notwendigen Dinge beschafft werden können“, sagt der Regensburger Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz.

Selbstverständlich war die finanzielle Zuwendung unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit.

Gleichzeitig stehen den Betroffenen weiter die Notfallseelsorger und Sozialberater der Caritas sowie Seelsorger vor Ort zur Seite. Es wird auch die Möglichkeit geben, für Familien in Erholungsheimen der Caritas eine Woche auszuspannen, Abstand zu gewinnen oder sich mit Gleichgesinnten auszusprechen. Dies soll durch weitere Angebote begleitet werden.

Die Kirchenleitung von Regensburg wird auch dafür sorgen, dass die Angebote nachhaltig sind, über den Rest des Jahres und darüber hinaus.

Bischof dankt allen Helfern und Spendern

Bischof Rudolf Voderholzer dankt allen Spendern und Helfern, die in selbstloser Weise ihre Mitmenschen unterstützt haben:

„Für Ihre Spenden für die zahlreichen Flutopfer in unserer Region möchte ich ihnen allen mein Vergelt´s Gott aussprechen. Mein Dank gilt auch allen Helfern, die mit angepackt haben, die Häuser von Schlamm zu befreien, kaputten Hausrat zu entsorgen oder heimatlose Nachbarn aufgenommen haben. Hier wird die christliche Nächstenliebe konkret gelebt  –  und dafür möchte ich Ihnen allen recht herzlich danken!“
 
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Fotos: Abtei Weltenburg,  Bistum Regensburg