Steht die Caritas im Dienst des Genderismus?

Erklärung des Forums Deutscher Katholiken (FdK):

Gender bezeichnet das „soziale Geschlecht“, das mit dem biologischen Geschlecht nicht übereinstimmen muss. Durch die Genderpolitik soll die Geschlechterhierarchie, d.h. die tatsächliche oder vermeintliche Herrschaft des Mannes über die Frau durch gesellschaftsverändernde Strategien gebrochen werden.  120505288_BV_July und Mike

Jede „sexuelle Identität“ soll als gleichwertig anerkannt und rechtlich gleichgestellt werden. Gender ist eine Bedrohung der Familie, der Gesellschaft und der Kultur. Papst Franziskus hat die Genderideologie als „dämonisch“ bezeichnet.

Der Kampf um die „Genderlufthoheit über den Kinderbetten“ ist inzwischen bei der Caritas angelangt. Um diese Ideologie in die Gesellschaft zu bringen wird bei den Kleinsten angesetzt.

„Deshalb gehört Gender Mainstreaming schon und gerade in den Bereich der Frühpädagogik“ meint die Caritas und wirbt für das Buch von Tanja Dräger mit dem Titel „Gender Mainstreaming im Kindergarten“; denn das Buch „zeige konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Umsetzung der Strategien des Gender Mainstreaming“.  (Vgl. kath.net/news/45297)

Das „Forum Deutscher Katholiken“ protestiert aufs schärfste gegen die Gender-Indoktrinierung der Kinder in Einrichtungen der Caritas. Wenn dieses Vorhaben nicht sofort gestoppt wird, müssen wir befürchten, dass viele Katholiken ihre finanzielle Unterstützung der Caritas einstellen werden.

Die Leidtragenden werden dann die Hilfsbedürftigen in aller Welt sein, die dringend auf die Hilfe der Caritas angewiesen sind.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Sprecher des FdK


Ehrenamtliche Beratung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche nominiert

Die Onlineberatung [U25] für selbstmordgefährdete Jugendliche ist für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Bis zum 1. November2013  können Sie auf www.deutscher-engagementpreis.de abstimmen.

Hier gehts direkt zum Abstimmungsfeld: http://www.deutscher-engagementpreis.de/nc/online-voting/abstimmen.html0023

Der Deutsche Engagementpreis ist ein Publikumspreis – deshalb hilft jede abgegebene Stimme, die Arbeit der [U25]-Beratung zu unterstützen. Der Publikumspreis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Auf www.u25-deutschland.de können suizidgefährdete Jugendliche mit einer verschlüsselten Mail anonym um Unterstützung bitten. Speziell ausgebildete Jugendliche beraten dann ehrenamtlich per Mail. Dabei leitet eine erfahrene hauptamtliche Sozialpädagogin die jugendlichen Peerberater an.

„Wir freuen uns besonders über die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis, weil dadurch die wertvolle Arbeit und der besondere ehrenamtliche Einsatz der jugendlichen Berater Anerkennung findet“, verdeutlicht Caritas-Präsident Peter Neher.

Jede Stunde nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben; alle sechs Minuten versucht es jemand. Junge Menschen unter 25 Jahren sind besonders gefährdet.

Allein im Jahr 2012 haben sich 1900 selbstmordgefährdete Jugendliche an die Caritas-Berater gewandt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Anfragen in der Online-Beratung stark gestiegen, denn im Internet ist die Hemmschwelle für Jugendliche geringer, sich Unterstützung zu suchen.

Träger des Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit. Eine Fachjury hat aus mehr als 1200 Wettbewerbseinreichungen die 15 engagiertesten Organisationen ausgewählt.

Noch bis zum 1. November können Sie unter www.deutscher-engagementpreis.de ihre Stimme für [U25] abgeben.


Bistum Regensburg: Nach Soforthilfe erneut kirchliche Unterstützung für Flut-Opfer

Jetzt erhielten 600 betroffene Familien je 2000 Euro

„Die Kirche ist in diesen Zeiten der großen Not bei den Menschen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Wir versuchen, auch materiell zu helfen“, erklärte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nachdem er im Juni nach Fischerdorf bei Deggendorf gereist war, um mit den Menschen zu sprechen, sich ihrer anzunehmen und mit ihnen zu beten. 

In einem ersten Schritt zahlte das Bistum eine Soforthilfe von je 300 Euro an alle Betroffenen aus. Die schnelle und unbürokratische Hilfe sollte in den ersten Tagen der Katastrophe dazu dienen, das Nötigste, wie beispielsweise Kleidung und Nahrung, besorgen zu können.

In einer zweiten Hilfswelle bekamen 600 Familien jeweils 2000 Euro Haushaltshilfe.

„Dieses Geld war für uns ein großer Segen“, sagte Michaela Baum. „Wir konnten uns davon wenigstens das für den Haushalt notwendige leisten“, erklärte sie.

Ihr Haus war mehrere Tage bis zur Decke des Erdgeschosses von den Fluten umspült. Ihr Mann Carsten packt nach seiner Schicht seither täglich an, um das Haus wieder in einen bewohnbaren Zustand zu bekommen. Bis auf den Rohbau musste das Einfamilienhaus zurückgebaut werden. Immer noch liegt Ölgeruch in der Luft.

„In den ersten drei Wochen hätte ich eigentlich nur weinen können“, sagt Carsten. Jetzt blickt die Familie mit den beiden kleinen Töchtern wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Ihr Haus musste nicht komplett abgerissen werden. Ein wenig Glück im Unglück also. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen war und ist immer noch unglaublich“, sagte Michaela Baum. Sie und alle anderen Hochwasseropfer hätten soviel Solidarität erfahren: „Wir sind dankbar dafür, auch für die schnelle Hilfe der Kirche.“   Voderholzer 1

Die Kirche und ihre Caritas  wollten möglichst schnell in einer zweiten Hilfswelle den Menschen die Spenden weitergeben. Beinahe alle Wohnungen und Häuser, auf Regensburger Bistumsseite hauptsächlich in den betroffenen Orten Fischerdorf, Siedlung Natternberg und Altholz, haben durch das Hochwasser besonders großen Schaden erlitten.

Ab dem dritten Kind weitere 500 Euro Hilfe

Die Diözese Regensburg zahlte an alle betroffenen Familien in diesen Gebieten je 2000 Euro. Ab dem dritten Kind wurden zusätzlich 500 Euro ausgezahlt. „Damit leisteten wir für viele Familien einen Beitrag, damit die für den Haushalt notwendigen Dinge beschafft werden können“, sagt der Regensburger Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz.

Selbstverständlich war die finanzielle Zuwendung unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit.

Gleichzeitig stehen den Betroffenen weiter die Notfallseelsorger und Sozialberater der Caritas sowie Seelsorger vor Ort zur Seite. Es wird auch die Möglichkeit geben, für Familien in Erholungsheimen der Caritas eine Woche auszuspannen, Abstand zu gewinnen oder sich mit Gleichgesinnten auszusprechen. Dies soll durch weitere Angebote begleitet werden.

Die Kirchenleitung von Regensburg wird auch dafür sorgen, dass die Angebote nachhaltig sind, über den Rest des Jahres und darüber hinaus.

Bischof dankt allen Helfern und Spendern

Bischof Rudolf Voderholzer dankt allen Spendern und Helfern, die in selbstloser Weise ihre Mitmenschen unterstützt haben:

„Für Ihre Spenden für die zahlreichen Flutopfer in unserer Region möchte ich ihnen allen mein Vergelt´s Gott aussprechen. Mein Dank gilt auch allen Helfern, die mit angepackt haben, die Häuser von Schlamm zu befreien, kaputten Hausrat zu entsorgen oder heimatlose Nachbarn aufgenommen haben. Hier wird die christliche Nächstenliebe konkret gelebt  –  und dafür möchte ich Ihnen allen recht herzlich danken!“
 
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
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Fotos: Abtei Weltenburg,  Bistum Regensburg


Regensburger Bischof: Klare Erklärung zum §218-Beratungsverein „Donum vitae“

Dr. Rudolf Voderholzer feierte mit der CARITAS in der Wolfgangswoche

„Wir Christen haben nicht sofort eine Antwort auf alle Fragen des Lebens, gerade angesichts von Leid und Krankheit. Aber wir haben die Hoffnung auf das Leben in Gott, die sich in Christus gründet.“

So formulierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer in seiner Predigt am „Tag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas“ die zentrale Botschaft des Christentums.

Am heutigen Freitag feierte der der Regensburger Oberhirte mit haupt- und ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeitern im Rahmen der Wolfgangswoche eine feierliche hl. Messe. Danach folgte eine persönliche Begegnung im Pfarrgarten der Basilika St. Emmeram (siehe Foto). borMedia1859501 (2)

Konsequentes Zeugnis für das Leben

Weil dieses Thema grundsätzlich die Arbeit der Caritas berühre, bekräftigte der Bischof in seiner Predigt noch einmal seine Haltung zum Verein Donum Vitae:

„Wir dürfen im nächsten Jahr in Regensburg den Katholikentag ausrichten. Er wird unter dem Motto stehen: ‚Mit Christus Brücken bauen’. Wir wollen mit vielen Tausend Gästen aus ganz Deutschland und den benachbarten Ländern unseren Glauben feiern und seine gesellschaftspolitische Relevanz deutlich machen, bei vielen Veranstaltungen zeigen, dass wir Christen, auch in ökumenischer Eintracht, einer Kultur des Lebens dienen.

In diesem Zusammenhang, Sie haben es vielleicht mitbekommen, wird noch diskutiert, ob der Verein Donum vitae offiziell beim Katholikentag auftreten darf oder nicht. Weil dieses Thema ja grundsätzlich die Arbeit der Caritas berührt, möchte ich diese Predigt nützen, kurz auch ein Wort zu meiner Haltung zu sagen.

Es ist hier nicht der Ort, eine Entscheidung zu fällen oder bekannt zu geben. Aber eines wollte ich klarstellen. Ich habe es immer bedauert, dass angesichts von Donum vitae der Eindruck entstehen konnte und auch entstanden ist, wir als katholische Kirche und als Caritas würden die durch eine Schwangerschaft in Not geratenen Frauen im Stich lassen und aus der Beratung und Hilfe aussteigen. Davon kann doch keine Rede sein.

Hilfe für Schwangere JA, Abtreibung NEIN

Es muss klar sein: Bei uns, bei Ihnen, bei der Caritas bekommen Frauen, die durch eine Schwangerschaft in Not geraten sind, jede nur erdenkliche Hilfe: materiell, psychologisch, menschlich, seelsorglich. Die Bedrängnisse können ja vielfältigster Art sein, bis hin zum Drängen des Vaters und des Umfeldes, die Frau gegen ihren Willen zu einer Abtreibung zu bewegen. Da muss klar sein: Bei uns gibt es jede nur erdenkliche Hilfe. Und die Caritas lässt sich diese Beratung viel kosten, bekommt aber im Unterschied zu Donum vitae kaum Zuschüsse.

Nur  –  und das ist das Entscheidende: Zu einer Hilfe können und dürfen wir die Hand nicht reichen, zu einer Lösung, die nicht eine Lösung, sondern die Beseitigung des Problems darstellt, ja die brutale Beseitigung des Problems, nämlich die Beseitigung des Kindes.

Liebe Schwestern und Brüder! Ich habe nie behauptet, dass nicht auch Donum vitae gute Absichten hat; ich habe nie behauptet, dass Donum vitae die schlechteste aller Lösungen ist. Ich halte auch nicht generell alle Mitglieder und Mitarbeiter von Donum vitae für böse Menschen und schlechte Christen.

Klares Eintreten der Kirche für das Lebensrecht

Aber –  und das haben die Schreiben aus Rom von Anfang an deutlich gemacht   durch Donum vitae und die Beteiligung am Abtreibungssystem in Deutschland, durch die Ausstellung des Scheins, der zu nichts anderem dient als zur Durchführung einer straffreien Abtreibung, wird das konsequente Eintreten der Kirche für das Leben unter allen Umständen verdunkelt, die Klarheit der Kirche doch erschüttert. Darin besteht das Problem.

Und die Folgen sind schwer abschätzbar. Einigen Fällen, bei denen vielleicht eine Frau, die nur zu Donum vitae gekommen ist und durch ergebnisoffene Beratung doch zur Entscheidung hin beraten wurde, das Kind zu behalten, steht die Gefahr einer moralischen Verunsicherung gegenüber, die darin ihren Ausdruck findet, dass nun der Eindruck entsteht, die Kirche macht grundsätzlich doch auch mit. Noch einmal:

Es ist hier nicht der Ort für Entscheidungen im Hinblick auf den Katholikentag, aber es ist der Ort, den Beraterinnen und Beratern der Caritas wie überhaupt allen Mitarbeiterinnen auf das herzlichste für ihren Dienst zu danken und es hinauszurufen in unsere Stadt und unser ganzes Bistum: Wir stehen für eine Kultur des Lebens. Und bei uns bekommen Sie in einer durch eine Schwangerschaft entstandenen Notsituation jede erdenkliche materielle, psychologische, menschliche und seelsorgliche Hilfe. Wir beraten, wir helfen, wir begleiten, und das auch nachhaltig!“, sagte der Bischof und fügte hinzu:

„Gerade Sie als Mitarbeiter der Caritas stehen oft genug vor Situationen, die einem angesichts der Verzweiflung am Krankenbett oder bei einer Beratung Tränen in die Augen treten lassen.“

Bischof Rudolf ermutigte seine Mitarbeiter in der Caritas, dass sie sich gerade in solchen Situationen auf die zentrale Botschaft des Christentums besinnen: „Hoffnung, Ermutigung und Trost sind die ersten Sätze der Verkündigung von Christus, nicht ein Satz der Moral“, sagte Voderholzer.

In der Arbeit für Menschen mit Behinderungen, mit Asylsuchenden oder in den zahlreichen anderen caritativen Diensten und Einrichtungen gäben die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Caritas und ihrer Fachverbände laut Bischof Voderholzer im Geist Christi der Kirche ein jugendliches, zukunftsfähiges Gesicht.

CHRISTUS ist die Hoffnung auf Herrlichkeit

In der Deutung des Spruchs auf seinem Bischofswappen „Christus in vobis spes gloriae“ („Christus ist unter Euch, er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit“) erkennt der Oberhirte den Auftrag und die Würdigung des caritativen Dienstes: „Es ist Christus, dem sie als Caritas-Mitarbeiter dienen, Christus identifiziert sich mit jedem ihrer Patienten oder Ratsuchenden“.

Nach dem Gottesdienst in der vollgefüllten Basilika St. Emmeram ließ es sich Bischof Rudolf nicht nehmen, den Caritas-Mitarbeitern zu begegnen und sie in persönlichen Gesprächen kennenzulernen. Zahlreiche ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter der Caritas kommen jedes Jahr zur Wolfgangswoche nach Regensburg.

„Es ist für uns ein Zeichen der Wertschätzung unserer caritativen Arbeit, dass Bischof Rudolf uns zur Wolfgangswoche eingeladen und sich auch Zeit für persönliche Begegnungen genommen hat“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz.

Zusatz-Info zur Caritas im Bistum Regensburg

Mehr als 900 sozial-caritative Einrichtungen mit über 15.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Von der Hilfe für Obdachlose, über die Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen mit und ohne Behinderung bis hin zur modernen Hochleistungsmedizin im Krankenhaus: Unter dem Dach der Caritas im Bistum Regensburg werden jährlich mehr als 250.000 Menschen betreut.

Vor fast 40 Jahren wurde die Beratungsstelle für Frauen in Konfliktsituationen in Regensburg errichtet. Sie war in Bayern die erste katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen. Heute bietet die Caritas diözesanweit Schwangerschaftsberatung an elf Orten: in Amberg, Cham, Deggendorf, Dingolfing, Kelheim, Landshut, Mainburg, Regensburg, Schwandorf, Straubing, Tirschenreuth.

Neben der psychosozialen Beratung bieten die Beraterinnen soziale und lebenspraktische Unterstützung. Hierzu gehören Informationen über Sozialleistungen und Rechtsansprüche sowie die finanzielle Unterstützung aus verschiedenen Fonds und Stiftungen. Einen Schwerpunkt bildet die Beratung und Hilfe vor, während und nach Pränataldiagnostik (vorgeburtliche Untersuchungen). Die Beratung ist kostenlos, unabhängig von Herkunft und Religion, vertraulich und auf Wunsch anonym. Vor der Geburt bis zum dritten Lebensjahr des Kindes können die Hilfen der Caritas-Beratungsstellen in Anspruch genommen werden. Adressen und weitere Informationen zu „Hilfen für Schwangere“: www.caritas-schwangerschaftsberatung.de.

Caritas heißt aber auch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden. Auch sie sind häufig unmittelbarer Ansprechpartner für Menschen, die Rat und Hilfe brauchen. Derzeit engagiert sich die Caritas in der Diözese Regensburg auch in der Unterstützung der Hochwasseropfer. Die Betroffenen erfahren schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfe. Gleichzeitig stehen den Betroffenen die Notfallseelsorger und Sozialberater der Caritas sowie die Seelsorger vor Ort zur Seite.

Weiterhin bittet der Caritasverband im Bistum Regensburg alle Menschen, die von der Flutwasserkatastrophe verschont wurden um eine Spende: Das Spendenkonto lautet dafür: Konto 760, Ligabank Regensburg (BLZ 750 903 00), Stichwort „Hochwasser 2013“.

Quelle (Text/Foto): Bischöfliches Presseamt Regensburg


Eine bedeutende Papst-Ansprache über Leitlinien kirchlicher Caritasarbeit ist von aktueller Brisanz

Mathias von Gersdorff

Seit Wochen besteht auch innerkirchlich in Deutschland Uneinigkeit darüber, ob katholische Krankenhäuser die „Pille danach“ verschreiben sollen oder nicht. Aufgrund dieser besorgniserregenden Tendenzen gewinnt eine Ansprache von Papst Benedikt XVI. vom 19. Januar 2013 große Bedeutung und Brisanz.

Der Pontifex beschreibt darin Leitlinien und Profil einer katholischen karitativen Einrichtung. Wir dokumentieren und kommentieren Auszüge dieser Rede vor der Vollversammlung des Päpstlichen Rates „Cor Unum“.  75743_14122011

In seiner Einführung erklärt Papst Benedikt XVI., dass die karitative Arbeit nicht losgelöst werden kann vom christlichen Glauben:

Das ganze christliche Ethos bezieht in der Tat seinen Sinn aus dem Glauben, verstanden als eine »Begegnung« mit der Liebe Christi, die »unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung gibt« (vgl. die Enzyklika Deus caritas est, 1). Die christliche Liebe findet ihre Grundlage und ihre Form im Glauben.“

Konkret heißt das, dass sich die Arbeit im karitativen Dienst  –  wie zB. in Krankenhäusern, Kindergärten usw.  –  von Prinzipien des Glaubens und vom Evangelium leiten lassen muss:

„Die gläubige Treue und Zustimmung zum Evangelium gibt in der Tat der Liebe ihre typisch christliche Form und ist deren unterscheidendes Prinzip.

„Ideologien haben sich als Götzendienst erwiesen“

Dass dies nicht einfach ist, weiß der Papst und erläutert:

Der Mensch war zu allen Zeiten dann, wenn er es versäumt hat, nach diesem Plan zu suchen, ein Opfer kultureller Versuchungen, die ihn schließlich zu ihrem Sklaven gemacht haben. In den vergangenen Jahrhunderten haben sich die Ideologien, die den Kult der Nation, der Rasse, der Gesellschaftsklassen verherrlichten, als wahre Götzendienste erwiesen. . .“

Dunkle Wolken, die Gottes Plan überschatten 

Sodann fährt der Papst fort und geht auf die Gefahren ein, die heute besonders wirksam sind:

„Leider gibt es auch in unserer Zeit dunkle Wolken, die Gottes Plan überschatten. Ich beziehe mich hierbei vor allem auf eine tragische anthropologische Verkürzung, die den alten hedonistischen Materialismus erneut hervorholt, dem sich dann aber auch noch ein »technologischer Prometheismus« hinzugesellt.

Aus der Verbindung zwischen einer materialistischen Sicht des Menschen und den Riesenschritten der technologischen Neuerungen entsteht eine in ihrem tiefsten Grunde atheistische Anthropologie. Diese nimmt an, dass der Mensch sich auf autonome Funktionen, der Geist auf das Gehirn, die Menschheitsgeschichte auf die Bestimmung zur Selbstverwirklichung reduziert.

All dies unter Außerachtlassung Gottes, der im eigentlichen Sinne spirituellen Dimension und des jenseitigen Horizontes. Aus der Perspektive eines seiner Seele und folglich auch seiner persönlichen Beziehung zum Schöpfer beraubten Menschen wird das, was technisch möglich ist, moralisch legitim, jede Art von Experiment gilt als akzeptabel, jede Form einer demographischen Politik als erlaubt, jede Manipulation als gerechtfertigt.“

Welche Gefahren das konkret sind, liegt auf der Hand: Embryonenverbrauchende Stammzellenforschung, PID (Präimplantationsdiagnostik), Pränataldiagnostik zur Feststellung von Behinderung bei Ungeborenen.

Doch auch die Abtreibungsmentalität, die zu einer Ablehnung des Personenseins des Menschen führt, ist Folge dieser hier angesprochenen Verbindung von Atheismus und einer Technologie, die sittliche Grenzen ignoriert oder missachtet. Die „Pille danach“, die eine Abtreibung in Kauf nimmt, ist ebenfalls ein Erzeugnis dieser unmenschlichen Mentalität.

Aufgabe der Bischöfe: Vor Irrwegen warnen

Der Papst ermahnt zur Aufmerksamkeit, um nicht in die Irre geleitet zu werden. Hier haben die Bischöfe die besondere Pflicht, die Gläubigen zu beschützen, damit sie nicht verführt werden:

„Die berechtigte Zusammenarbeit mit internationalen Instanzen auf dem Gebiet der Entwicklung und des menschlichen Fortschritts darf uns nicht dazu verführen, die Augen angesichts dieser irreleitenden Ideologien zu verschließen, und die Hirten der Kirche  –  die »die Säule und das Fundament der Wahrheit ist« (1 Tim 3,15)   –  haben die Pflicht, sowohl die katholischen Gläubigen als auch jeden anderen Menschen guten Willens und rechter Vernunft vor diesen Irrwegen zu warnen.

Tatsächlich handelt es sich dabei um Abwege, die für den Menschen schädlich sind, auch wenn sie sich unter dem Vorzeichen eines vermeintlichen Fortschritts, vermeintlicher Rechte oder eines vorgeblichen Humanismus als gute Gesinnungen ausgeben.“

Kath. Einrichtungen dürfen auch nicht mit Institutionen zusammenarbeiten, die den christlichen Prinzipien entgegenwirken:

„Wir müssen mit Sicherheit eine kritische Wachsamkeit üben und bisweilen Finanzierungen und Kollaborationen ablehnen, die direkt oder indirekt Aktionen oder Projekte begünstigen, die in Widerspruch zur christlichen Anthropologie stehen. Die Kirche aber engagiert sich zweifellos immer, um den Menschen nach dem göttlichen Plan in seiner ganzheitlichen Würde und unter Achtung seiner zweifachen, sowohl vertikalen als auch horizontalen Dimension zu fördern.“

Nein zur Gender-Philosophie

Die kath. Einrichtungen der Caritas müssen sich die christliche Botschaft deutlich an die Menschen herantragen, also entschlossen am Apostolat der Kirche mitwirken und keine zweideutige Sprache wählen:

„In der Tat ist die christliche Sicht des Menschen ein großartiges ›Ja‹ zur Würde des Menschen, der zu inniger Gemeinschaft mit Gott berufen ist, zu einer kindlichen Gemeinschaft, demütig und vertrauensvoll. . .

Daher bekräftigt die Kirche ihr großes ›Ja‹ zur Würde und Schönheit der Ehe als dem Ausdruck der treuen und fruchtbaren Verbindung zwischen Mann und Frau. Und ihr ›Nein‹ zu Philosophien wie etwa der »Gender«-Philosophie gründet auf der Tatsache, dass die Wechselseitigkeit von männlich und weiblich Ausdruck der Schönheit der Natur ist, die der Schöpfer gewollt hat.“

MATHIAS von GERSDORFF ist katholischer Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt


Neue Wohlfahrtsbriefmarke zeigt Weihnachtskapelle in winterlicher Landschaft

wnm_2012_WeihnachtsmarkewwwSeit November gibt es eine schöne neue Sonderbriefmarke „Weihnachten 2012“ der deutschen Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie usw).

Das Postwertzeichen zeigt eine kleine Kapelle in Elmau/Oberbayern, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde.

Die stimmungsvolle Impression wurde vom Grafiker Carsten Wolff realisiert. 

Die sich in Finsternis hüllende schneebedeckte Landschaft in der Abenddämmerung wird durch einen hell strahlenden Christbaum erleuchtet.

Dieser Kontrast deutet auf den Prolog (die Einleitung) des Johannesevangeliums: „Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Joh. 1,5). Damit wird auf Christus hingewiesen, den die Gläubigen als „Licht der Welt“ (Joh. 8,12)
bezeugen.

Die Sonderbriefmarke gibt mit dem Wert von 55 Cent und einem Zuschlag von 25 Cent. Aus den Zuschlagserlösen werden alle Bereiche gefördert, in denen die Wohlfahrtsverbände tätig sind.

Schwerpunkte sind die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, die Gesundheits- und Familienhilfe sowie soziale Maßnahmen für Arbeitslose, Flüchtlinge und Suchtkranke.

Die neue Wohlfahrtsmarke ist bei allen Postfilialen und Vertriebsstellen der Wohlfahrtspflege erhältlich, zB. bei der Caritas. Das Motiv mit dem Portowert 55 + 25 Cent für den Standardbrief gibt es erstmals auch selbstklebend im 10-er-Marken-Set.


Der Papst zur Neu-Evangelisierung: CONFESSIO und CARITAS sind Säulen des Apostolats

Ansprache zur Eröffnung der universalen Bischofssynode in Rom

Am Montagvormittag, den 8. Oktober 2012, um 9.10 Uhr, begannen in Gegenwart des Papstes in der vatikanischen Aula  die Arbeiten der   Bischofssynode über das Thema Neu-Evangelisierung  und Weitergabe des Glaubens. 

Zur Eröffnung erklärte Benedikt XVI., die Säulen der Neuevangelisierung seien die Confessio (das Bekenntnis des Glaubens) und die Caritas (Nächstenliebe).

Zum Bekenntnis, so der Papst, gehöre die Bereitschaft zu leiden bis zum Martyrium, denn die Confessio drückt den Willen aus, Zeugnis abzulegen bis zum Tod.

Diese Haltung garantiere unsere christliche Glaubwürdigkeit.

Die Confessio müsse mit Herz und Mund abgelegt werden  –  ergänzt durch die Caritas, die Liebe, die zum Feuer wird; sie ist die Flamme, so der Papst, die die anderen entzündet.

Das Wort Evangelium (Frohbotschaft) enthält schon die Ankündigung eines Siegs des Guten und der Freude in Christus.

Sodann griff Papst Benedikt auf die ursprüngliche Bedeutung des Wortes in der altrömischen Kultur zurück und erklärte, wie das Evangelium eine Botschaft der Kraft Gottes und des Heils durch Christus sei.

Quelle: Libreria Editrice Vaticana


Regensburg: Das Kirchenvolk verabschiedet Bischof Gerhard L. Müller am 23. September

Meldung der Bischöflichen Pressestelle Regensburg:

Papst Benedikt hat Erzbischof Gerhard Ludwig Müller zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Nach fast zehnjähriger Amtszeit verlässt der Regensburger Oberhirte unsere Diözese und wird in Zukunft in Rom wirken.

In Dankbarkeit für sein segensreiches Wirken für die Kirche von Regensburg von 2002 bis 2012 verabschiedet das Bistum seinen bisherigen Bischof. Den Dank gegenüber Gott feiern die Gläubigen in einem festlichen Pontifikalamt um 15 Uhr im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg, dem Erzbischof Gerhard Ludwig Müller vorstehen wird.

Im Anschluss daran, gegen 16.30 Uhr, lädt Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner alle Gläubigen zu einer Begegnung auf dem Domplatz ein, die um 19 Uhr mit einem kurzen Orgelkonzert in der Kathedrale St. Peter ihren Abschluss findet.

Auf dem südlichen Domplatz werden zusätzliche Sitzplätze sowie eine Bild‐ und Tonübertragung für die Mitfeier des Pontifikalamts bereitgestellt.

Während der Begegnung auf dem Domplatz gibt es für alle Gäste kostenlos kalte und warme Getränke. Gegen einen Unkostenbeitrag von 1 Euro werden Bratwurstsemmeln, Brezeln und Gebäckstücke angeboten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Jugendblaskapelle St. Konrad.

An zwei Stehpulten können sich die Gläubigen in Gästebücher eintragen und so ihrem bisherigen Oberhirten einen persönlichen Gruß zukommen lassen.

Alle Gläubigen sind zur Mitfeier des Gottesdienstes, der Begegnung auf dem Domplatz und dem Orgelkonzert im Dom recht herzlich eingeladen.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller bittet, auf persönliche Geschenke zu verzichten. Stattdessen freut er sich über eine Spende zugunsten der Caritas‐Schwangerenberatung im Bistum Regensburg. Spendenkonto 760 – BLZ 750 903 00.  – Verwendungszweck: Helfen und Beraten.

Von 15 Uhr bis 19.30 Uhr besteht auf dem Domplatz eine Vollsperrung. Es gibt keine Umleitung zu den umliegenden Straßen. Parkmöglichkeiten findet man in den Parkhäusern „Dachauplatz“ und „Bismarckplatz“ sowie auf dem „Donaumarkt“ und „Am alten Eisstadion“.

Mit bestem Gruß
Jakob Schötz

stellv. Leiter / Pressesprecher
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Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Bischof Hanke kritisiert die Caritas in puncto Betreuungsgeld

Der Eichstätter Oberhirte Gregor Maria Hanke wandte sich am 15. Juni 2012 mit deutlicher Kritik an die Caritas, weil diese sich gegen das Betreuungsgeld äußert.

Prälat Dr. Peter Neher, der Chef des bekannten kath. Wohlfahrtsverbands, agitiert seit Monaten öffentlich gegen das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld, das Eltern für die häusliche Erziehung ihrer Kleinkinder zugute kommen soll. 

Der Caritas-Präsident erklärte, die Zahlung des Betreuungsgeldes dürfe nicht daran gekoppelt sein, „dass Eltern keinen öffentlich geförderten Kita-Platz oder Kindertagespflege in Anspruch nehmen“.

In einem jetzt von der „Bild“-Zeitung veröffentlichten Brief schreibt Bischof Hanke an den Caritaschef, er finde „es beschämend, dass ausgerechnet ein Verband der römisch-katholischen Kirche sich gegen eine wie auch immer geartete Anerkennung und damit Hochschätzung elterlicher Erziehungsleistungen ausspricht“.  

Außerdem fügt der Bischof an:  „Die Caritas sollte unbedingt den Eindruck vermeiden, als Anwalt in eigener Sache zu agieren, um das eigene ökonomische Interesse als Krippenträgerin vor das Kinderwohl zu stellen.“

Vollständiger Wortlaut des Bischofsbriefs hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/26/vollstandiger-wortlaut-des-briefes-von-bischof-gregor-m-hanke-an-den-vorsitzenden-der-carit/