Die CDU in Hessen hält trotz wachsender Kritik eisern am Gender-Schulplan fest

Mathias von Gersdorff

Die Liste der Kritiker, welche die Gender-Lehrpläne für die Schulen kritisieren, wird immer länger. Nun ist  auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen. gersdorff

Laut einem IDEA-Bericht wird die Ablehnung des evangelischen Theologen folgendermaßen begründet:

„Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

Prof. Slenczka kann recht deutlich werden: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen‚ und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

Besonders krass ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden.

Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen. Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

Der dt. Philologenverband erklärt: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.

Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusetzen.

Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich diese verfehlte Politik zum Besseren werden.

Hierzu gibt es einen Appell der Aktion „Kinder in Gefahr“: Unterstützungserklärung – keine Experimente mit unseren Kindern!

Unser Autor Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist in Frankfurt, Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“ und er veröffentlicht seine aktuellen Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Hessen: CDU-Politiker Ismail Tipi fordert Verbot der Koran-Verteilaktionen

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Der türkisch-stämmige hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi fordert nach der Causa Oberusel ein Verbot der Koran-Verteilungen und der Lies-Aktion in den deutschen Innenstädten; andernfalls würden in Zukunft „noch viele Eltern um ihre Kinder weinen“.Mittel des Rechtsstaats wirken - Entzug von Reisepass und Personalausweis funktioniert!
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Der 56-jährige Tipi (siehe Foto) ist integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im hessischen Landtag. Er erklärt: 
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„Der versuchte Anschlag von Oberursel hat uns einmal mehr die Verletzlichkeit unserer Demokratie gezeigt. Gleichzeitig aber auch, dass unsere Sicherheitsbehörden sehr gute Arbeit leisten. Gemeinsam mit einer aufmerksamen Bevölkerung müssen wir uns dem salafistischen Terror entgegenstellen. Ich werde mich weiter dafür stark machen, dass diese unsäglichen LIES-Aktionen in unseren Innenstädten verboten werden.“
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Wie der CDU-Politiker berichtet, steckt hinter den Ständen mit den kostenlosen Koranen das Netzwerk „Die Wahre Religion“ (DWR), das laut Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) als zentral für die Organisation gilt.
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Tipi erläutert, über diese Aktion würden Jugendliche für den Salafismus angeworben und liefen Gefahr, in Syrien zu landen. Er wünsche sich ein Treffen der Innenminister mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière, um über ein Verbot zu beraten.
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Siehe hierzu sein Interview mit der HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine): http://www.hna.de/politik/noch-viele-eltern-werden-weinen-4972839.html


Grüne und Kindersex: Dokumentation der CDU Hessen wird totgeschwiegen oder abgewertet

Mathias von Gersdorff

Vergangene Woche veröffentlichte die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag eine Broschüre mit dem Titel „Das unangebrachte Schweigen der Grünen“. Die Dokumentation analysiert, wie diese Partei in den 1980er Jahren Pädosexualität nicht nur toleriert, sondern auch begünstigt und unterstützt hat:

„Bereits unmittelbar nach ihrer Konstituierung als Partei im Jahre 1980 wurden pädophile Bewegungen und Gruppierungen von den Grünen nicht nur toleriert, sondern ihre Anliegen auch entsprechend gefördert“, so die ersten Sätze.

M. von Gersdorff

M. von Gersdorff

Das Echo auf das Erscheinen der Broschüre war verblüffend gering. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete ihr eine Kurzmeldung, die Frankfurter Rundschau einen mittellangen Artikel im Regionalteil. Auch im Internet hielten sich die Reaktionen ziemlich in Grenzen.

Die in der Broschüre enthaltenen Informationen sind tatsächlich nicht ganz neu.

Doch die Tatsache, daß die CDU  –  immerhin die größte Partei in Deutschland  –  eine raschere und vor allem entschlossenere Aufklärung verlangt, ist durchaus eine wichtige Nachricht.

Die Broschüre der CDU-Fraktion fordert sehr deutlich: „Die Grünen bleiben daher aufgefordert, durch eine objektive und unverzügliche Aufklärung ihre fortwährende Bagatellisierung früherer pädophiler Umtriebe in den eigenen Reihen zu beenden und durch eine Trennung von den Pädophilie-Befürwortern ein klares Zeichen gegen Kindesmißbrauch zu setzen.“

Grünen und Kirche unterschiedlich behandelt

Wie wäre wohl die Reaktion gewesen, wenn es um pädosexuelle Handlungen katholischer Geistlicher gegangen wäre?

Man braucht kaum daran zu erinnern, daß viele Medien eine hysterische Kampagne gegen die Kirche losgetreten haben für Vorfälle, die Jahrzehnte zurücklagen. Die katholische Kirche ließ keinen Zweifel daran, daß diese Vorfälle kriminell sind und auch der katholischen Lehre widersprechen. Laut biblischer und kirchlicher Verkündigung werden unbußfertige Kinderschänder mit ewiger Verdammnis in der Hölle bestraft.

Im Falle der Grünen ging es jedoch um eine inhaltliche Rechtfertigung und um strafrechtliche Freiräume für Pädosexuelle. Der Natur der Sache nach ist das viel schwerwiegender als das, was in katholischen Einrichtung geschehen ist, weil man die Untaten an sich rechtfertigt und für moralisch zulässig empfindet.

Linkspresse wertet Aufklärungs-Broschüre ab

Grüne und SPD spüren wohl, daß man sie nicht „in die Pfanne hauen wird“, wie man das damals mit der katholischen Kirche getan hat.

Die Frankfurter Rundschau berichtet: „Der schmutzige Wahlkampf 2013 à la Hessen-CDU hat begonnen“, sagt der (grüne) parlamentarische Geschäftsführer Mathias Wagner. „Wie immer, wenn es für die Hessen-CDU in Wahlkämpfen eng wird, schreckt sie vor nichts mehr zurück.“

Günter Rudolph (SPD) sucht vergebens nach dem Neuigkeitswert und kommt zu dem Schluß: „Da hat jemand fleißig Zeitungen und Zeitschriften gelesen und eine Zusammenstellung gemacht. Weitere Erkenntnisse sind nicht darin enthalten.“

Für die linksorientierte Frankfurter Rundschau ist die Veröffentlichung allein ein Wahlkampfmanöver. Das mag sein.

Dennoch würde man normalerweise erwarten, daß das Thema allgemein und speziell die Veröffentlichung einer entsprechenden Broschüre Munition für viele liefern, die entweder eine Liberalisierung der Pädophilie verhindern oder gegen die Grünen polemisieren wollen.

Schließlich sind auch die Grünen nicht gerade zurückhaltend, wenn sie jemanden fertig machen wollen, man denke bloß an die Kampagne gegen Bundestagspräsident Philipp Jenninger.

Wenn der Grund für diese Zurückhaltung das Geflecht politischer Interesse ist, so wäre das äußerst besorgniserregend. Wenn es aus politischer Taktik unvorteilhaft ist, sich mit Gruppen oder Personen, die eng mit Pädosexuellen verquickt waren, anzulegen, so wären die Vorbereitungen für eine Liberalisierung schon sehr vorangeschritten.

Wer sind die „Freunde der Grünen“?

Wer die Geschichte der Christenheit studiert hat, weiß, daß moralische Dekadenz und Christenverfolgung dann geschahen, wenn daraus auch politischer Nutzen geschlagen werden konnte. In der Bibel wimmelt es von solchen Beispielen: Herodes ließ die Neugeborenen Bethlehems töten, weil er als König Konkurrenz durch einen Messias fürchtete.

Das entscheidende Argument für die Kreuzigung Christi seitens Pilatus war die Drohung, er würde ansonsten die Freundschaft des Kaisers verlieren. Die „Freundschaft des Kaisers“ war ein Ehrentitel für Beamte, dessen Entzug die Entlassung bedeutete. Dieser folgte aber eine Flut von Beschuldigungen und Denunziationen, die dem abgesetzten Beamten nur einen Ausweg offenließen: den Selbstmord (Suetons, Augustus 66, in: Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu)

Unsere Aufgabe ist nun, genau zu beobachten, wer die „Freunde der Grünen“ sind, die den politischen Selbstmord fürchten.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholische Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“

Erstveröffentlichung dieses Artikels in der Wochenzeitung http://www.jungefreiheit.de


Hessens CDU-Fraktionsvize Irmer gegen geplanten Islam-Unterricht

Der stellv. Vorsitzende der CDU im hessischen Landtag hat erneut Kritik an der geplanten Einführung eines Islamunterrichts in Hessen geübt. Dieser sei „kein Zeichen von Integration, sondern von Segregation“, sagte Irmer während einer Diskussionsveranstaltung der JUNGEN FREIHEIT auf der Frankfurter Buchmesse.

Der CDU-Politiker warnte, es sei völlig unklar, was in einem derartigen Unterricht vermittelt werden soll. Er bezweifelte, daß muslimische Schüler so aus den sogenannten „Hinterhof-Moscheen“ geholt werden könnten: „Durch so einen Unterricht wird es keine Koranschule weniger geben.“

Irmer hatte bereits mehrfach auf die Gefahr eines muslimischen Konfessionsunterrichts hingewiesen. Aus Protest gegen dessen Einführung in Hessen durch CDU und FDP war Irmer als schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion zurückgetreten.

Mit Blick auf die Diskussion um das konservative Profil der Union unterstrich er, eine Volkspartei wie die CDU müsse stets einen „schwierigen Spagat“ zwischen verschiedenen Strömungen üben.  Viele Mitglieder träten aus der CDU aus, weil sie die Entscheidungen in Berlin nicht mehr mittragen können. 

Quelle: Junge Freiheit