Israel: Staatspräsident Rivlin wünscht Christen und Juden ein segensreiches Jahr

Aus der Neujahrsansprache des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin:  1403634115528

„Es gibt viel, auf das wir im vergangenen Jahr zurückblicken können. Ich hatte die Gelegenheit, Indien zu besuchen, wo ich israelische Erfindungen sehen konnte, die zur Weiterentwicklung von Wasser und Landwirtschaft genutzt werden und dabei helfen, die Geißeln des Hungers und Dursts auf der Welt zu bekämpfen…

Man kann nicht ignorieren, dass 2016 ein sehr schwieriges Jahr war. Blutvergießen und Terror im Namen von Politik und Religion haben viel Leid und Elend verursacht. Wir mussten uns auch von einigen großen Persönlichkeiten verabschieden. Wir betrauerten den Verlust von Shimon Peres, Israels neuntem Präsidenten, der half, den Staat Israel und dessen Zukunftsvision aufzubauen….

Nach einen Jahr mit so vielen Höhen und Tiefen lasst uns das Jahr 2017 zu einem Jahr des gegenseitigen Respekts zwischen Menschen und Nationen machen.

Ich wünsche Ihnen allen, der christlichen Gemeinschaft in Israel und weltweit frohe Feiertage und ein sehr glückliches, gesundes neues Jahr; und all unseren jüdischen Brüdern und Schwestern wünsche ich ein frohes Chanukka. Gott segne Sie und Shalom aus Jerusalem.“


Weihnachten und jüdisches Chanukkafest fallen in diesem Jahr zeitlich zusammen

Weihnachten und Chanukka, das jüdische Lichterfest zur Wiedereinweihung des Tempels, fallen in diesem Jahr zeitlich zusammen.

Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung: Stephan_Lochner_Adoration_of_the_Magi

„Weihnachten und Chanukka sind traditionell Feste des Lichts, die das Dunkel vertreiben und Strahlen der Hoffnung und des Friedens aussenden. Diese Botschaft hat in diesem Jahr angesichts des furchtbaren und menschenverachtenden Anschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche eine besondere Tragweite.

In vielen Teilen der Welt finden wir in diesen Tagen eine angespannte Lage vor. Im syrischen Aleppo sterben viele Menschen im barbarischen Krieg. Im Irak kämpfen die Menschen weiter gegen den IS. Hinsichtlich des Ukraine-Konflikts vermissen wir die Einhaltung des Minster Abkommens durch Russland zur Deeskalation und Befriedung der Lage.

Auf der ganzen Welt werden Menschen aufgrund ihrer Religion bedrängt und verfolgt. Doch es gibt auch Hoffnung: In Kolumbien haben die Regierung und die FARC-Guerilla einen Durchbruch auf dem Weg zum Frieden für ihr Land erreicht.

Die Botschaft des Friedens, der Versöhnung und der Hoffnung, die Weihnachten und Hanukkah über die Welt bringen, ist in diesem Jahr besonders dringend. In unseren Gebeten, Gedanken und Wünschen sind wir in diesem Jahr besonders bei den Menschen, denen dieses Licht versagt bleibt.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wünscht allen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest.“


Unionsfraktion betont die Bedeutung des jüdischen Chanukka-Festes

Achttägiges jüdisches Lichterfest feiert ein Wunder

Ab kommenden Montag feiern die jüdischen Gläubigen in Deutschland und weltweit das achttägige Chanukkafest. Dazu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:  P1020947 - Kopie

„Das jüdische Lichterfest feiert das Wunder. Angesichts des Terrors tragen die Lichter am Chanukka-Leuchter in diesem Jahr auch die Botschaft der Hoffnung und des Friedens in die Welt.

In Deutschland werden an vielen Stellen auch in diesem Jahr die acht Lichter am Chanukka-Leuchter entzündet. Viele Menschen, auch nicht-jüdischen Glaubens, nehmen Anteil an diesem Brauch. Dies zeigt, dass jüdisches Leben seinen selbstverständlichen Platz in unserem Land gefunden hat.

Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch antijüdischen Hass in unserem Land gibt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nimmt die Sorgen der Juden vor einem ansteigenden Antisemitismus in Deutschland sehr ernst. Wir setzen uns dafür ein, vor allem die Aufklärung und Bildung junger Menschen gerade auch mit Migrationshintergrund in unserem Land zu verstärken.

Das Chanukkafest gibt den Menschen in Deutschland die Chance, unsere Solidarität und Verbundenheit mit unseren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen – diese Chance sollten wir nutzen.“

Hintergrund:

Chanukka erinnert an die Einweihung des zweiten jüdischen Tempels. Der siebenarmige Leuchter im Tempel, sollte niemals erlöschen. Nach der Überlieferung war nur noch ein Krug geweihtes Öl für einen Tag vorzufinden. Für die Herstellung neuen geweihten Öls werden acht Tage benötigt. Durch ein Wunder habe das Licht jedoch acht Tage gebrannt. Daran erinnern die acht Lichter des Chanukka-Leuchters, die nacheinander angezündet werden.


Vorbildlich: Die israelische Botschaft wünscht ihren Lesern „gesegnete Weihnachten“

Der Newsletter der israelischen Botschaft, den wir seit Jahren erhalten, bietet heute (22.12.) nicht nur wie üblich Infos und diverse Meldungen, sondern auch ein Grußwort zum Jahreswechsel an die  – teils jüdischen, teils christlichen  – Empfänger.  COLLAGE-BLUSP2

Dabei erwähnt Rogel Rachman (Leiter der dortigen Medienstelle) sowohl das jüdische Lichterfest Chanukka wie auch das christliche Weihnachten  –  und er wünscht den Lesern sogar „gesegnete Weihnachten“, was hierzulande Seltenheitswert genießt.

Selbst die üblichen Postkarten enthalten zu 90% nur noch Wünsche für ein „frohes“ oder „schönes“ Weihnachten, allenfalls noch „besinnliche“ Festtage (was dann das äußerste in Richtung Frömmigkeit ist…).

Hier folgt nun das heutige Grußwort der israelischen Botschaft in Berlin:

„Liebe Leserinnen und Leser,

heute zünden wir die siebte von acht Kerzen am Chanukka-Leuchter an und freuen uns über das wachsende Licht in dieser dunklen Jahreszeit. afc127c26a

Ich wünsche Ihnen herzlich, dass auch Ihnen in diesen Tagen ein Licht leuchtet – ob es nun Chanukka-Kerzen oder die Kerzen am Weihnachtsbaum sind. Möge Sie dieses Licht auch im neuen Jahr begleiten.

Hinter uns liegt ein schweres Jahr, das gezeichnet war von zahlreichen Terroranschlägen, Raketenangriffen auf israelische Städte und der Gaza-Offensive. Viele Menschen verloren dabei Familienangehörige, und wir trauern um jedes einzelne Menschenleben.

All jenen, die uns in dieser Zeit immer wieder ihre Solidarität zeigten, möchte ich an dieser Stelle herzlich dankendeutschland-israel-flag.

Das kommende Jahr wird hinsichtlich der deutsch-israelischen Beziehungen sicherlich geprägt sein von den zahlreichen Veranstaltungen, die dem Jubiläumsjahr „50 Jahre diplomatische Beziehungen“ gewidmet sind. 

Für uns Diplomaten sind damit viele Termine verbunden, und ich persönlich freue mich dabei sehr auf spannende Diskussionen über die deutsch-israelische Vergangenheit und Zukunft und auf bereichernde Begegnungen mit Ihnen. Informieren Sie sich gern auf der offiziellen Webseite über das laufende Programm.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich, auch im Namen aller Mitarbeiter der Botschaft, frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Jahreswechsel. Bleiben Sie gesund und, wenn Sie mögen, uns gewogen.
Mit den besten Wünschen und Schalom
Ihr Rogel Rachman“

HIER kann man den Newsletter der israelischen Botschaft anfordern: http://www.nl-services.com/subscribe/embassy_of_the_state_of_israel/subscribe.php


Heute beginnt das jüdische Chanukkafest

Das jüdische Lichterfest Chanukka beginnt Mitte Dezember und erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Diktatoren bzw. über das hellenistische Königreich der Seleukiden (164 v. Chr.) – zugleich auch ein geistiger Triumph des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. IMG_0744

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem religiösen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab: Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel.
Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka. Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“.Die Schulen in Israel sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Äußerst selten: Chanukka fällt mit dem amerikanischen Erntedankfest zusammen

 Jüdisches Lichterfest und Thanksgiving am selben Tag

Am Mittwochabend beginnt das jüdische Lichterfest Chanukka. Besonders für amerikanische Juden wird es ein ganz besonderes Chanukka sein, da der Feiertag besonders früh im Jahr liegt und exakt mit dem amerikanischen Erntedankfest Thanksgiving zusammenfällt.

Da sich die jüdischen Feiertage nach dem jüdischen Kalender richten, wird es erst in 70 000 Jahren wieder zu dieser ungewöhnlichen Konstellation kommen.

Historisch erinnert Chanukka an den Sieg israelitischer Truppen über die heidnisch-griechischen Herrscher unter Führung der Makkabäer (164 v. Chr.).

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

FOTO: In Öl gebackene „Sufganiot

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Levivot) und Berliner Pfannkuchen (Sufganiot) sowie das Drehen des Kreisels (Sevivon) zu den Bräuchen an Chanukka.

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Weitere Infos zu Chanukka und zu anderen jüdischen Feiertagen finden Sie hier: http://bit.ly/Chanukka

Quelle (Text/Bild): israelische Botschaft in Berlin


Christlich-jüdische Schulfeier über Grenzen hinweg: „Weihnukka“ in Wolmirstedt

Zum zweiten Mal feierten in diesem Jahr am gestrigen Donnerstag Schüler der Gerhard-Schöne-Schule Wolmirstedt und Schüler der Partnerschule Beit Uri gemeinsam Chanukka.

Die Zeremonie, die über Skype übertragen wurde, war eingebettet in das Weihnachtsprogramm des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums Wolmirstedt, bei dem die Gymnasiasten alljährlich die geistig und körperlich behinderten Schüler der Gerhard-Schöne-Schule mit ihren Weihnachtsliedern und -geschichten unterhalten.

In diesem Jahr nun kam das jüdische Lichterfest Chanukka als Höhepunkt der Veranstaltung hinzu.


(Foto: israelische Botschaft)

Der Magdeburger Rabbiner Benjamin Soussan erklärte den Schülern die Herkunft des Feiertags und führte durch die Zeremonie. Gleichzeitig entzündete Zeev Glezin in Beit Uri die sechs Kerzen an der Chanukkiya. Gemeinsam mit den deutschen Freunden wurde gesungen und gleichzeitig in Wolmirstedt und Afula gefeiert.

Für die deutschen und israelischen Schüler war dies bereits die zweite  –  wenn auch nur virtuelle  –  Begegnung in diesem Jahr, denn im Sommer hatten acht Wolmirstedter ihre Partnerschule in Israel besucht.

In seinem Grußwort, das verlesen wurde, erklärte der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht: „Durch Veranstaltungen wie der heutigen lernen Schüler, aber auch wir Erwachsene, jüdische Traditionen kennen […]. Es sind das Wissen und der Kontakt zu anderen Kulturen, die Offenheit, Verständnis und Toleranz fördern.“

Am Samstag endet das achttägige Chanukka-Fest.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin