Petition: Tibetischen Sänger Drakpa freilassen!

Der populäre tibetische Sänger Lhundrub Drakpa (siehe Foto) ist im Juni 2020 zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

Er wurde festgenommen, weil er in einem Song über die Unterdrückung der Tibeter unter chinesischer Besatzung gesungen hatte.

Lhundrub saß vor der Verurteilung bereits mehr als ein Jahr im Gefängnis. Es wurde ihm verweigert, einen Rechtsbeistand seiner Wahl einzuschalten.

Während der Haft wurde Lhundrub verprügelt – und er ist weiter in Gefahr, von den chinesisch-kommunistischen Behörden gefoltert zu werden.

Auch dass er in der Haft zu Tode kommt, ist nicht ausgeschlossen. 

Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Lhundrub Drakpa zu erreichen, in dem Sie sich an der Online-Petition von „International Tibet Network“ beteiligen, die Sie unter folgendem Link erreichen: https://actions.tibetnetwork.org/de/freiheit-fur-lhundrub-drakpa

Quelle: http://www.akm-online.info/


Mechanismen gegen China-Propaganda nötig

Jüngste Entscheidungen europäischer Medienaufsichtsbehörden gegen den staatlichen chinesischen Auslandssender CGTN haben verdeutlicht, dass Demokratien dringend Mechanismen schaffen müssen, um sich gegen die Propaganda autoritärer Regime zu wehren. Denn diese können von ihnen kontrollierte Inhalte ins Ausland exportieren, während sie gleichzeitig unabhängige Medien im eigenen Land stark einschränken.

Der Sender CGTN etwa, der in der Vergangenheit erzwungene Geständnisse übertragen hat, ist mittlerweile in mindestens 140 Ländern zu empfangen und betreibt Produktionszentren auf drei Kontinenten.

Gleichzeitig schränkt Peking die Arbeit von Auslandskorrespondenten und internationalen Medien in China durch Schikanen etwa bei der Visavergabe, Überwachung und Zensur immer weiter ein. Demokratien müssen auf dieses Ungleichgewicht reagieren.

Reporter ohne Grenzen empfiehlt daher, dass demokratische Länder ausländischen Medien die gleichen positiven Verpflichtungen auferlegen wie ihren eigenen Medien.

„Die Globalisierung von Nachrichten und Informationen kann ein enormer Fortschritt für die Menschheit sein, solange sie Diktaturen und ihren Propagandamedien keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber Demokratien und ihren freien, unabhängigen Medien verschafft“, sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

„Demokratien brauchen wirksame Mechanismen, um der Propaganda autoritärer Regierungen zu begegnen. Schutzmaßnahmen sind legitim und sogar notwendig, vorausgesetzt, sie schränken zu keinem Zeitpunkt die journalistische Freiheit, Unabhängigkeit und den Pluralismus ein.“

Quelle und Fortsetzung der Nachricht hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/demokratien-brauchen-wirksame-mechanismen-gegen-propaganda-autoritaerer-regime


China: Kindesentzug diskriminiert Uiguren 

Hunderttausende uigurische Kinder, die durch die zwangsweise Internierung ihrer Eltern durch China wie Waisen aufwachsen, werden entführt und ohne die Zustimmung oder den Zugang ihrer Eltern in staatlichen Einrichtungen festgehalten, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM fordert, die gewaltsame Trennung von Familien sofort zu beenden und alle Kinder in die Obhut ihrer Eltern oder Verwandten zurückzugeben.

Die Kinder der turksprachigen, muslimischen Volksgruppe werden gewaltsam von ihren Eltern getrennt und in staatlichen Weisenhäusern interniert, wo sie „sinisiert“ werden sollen. Die Kindesentziehungen sind Teil von Chinas gesellschaftspolitischer Strategie, Minderheiten kulturell auszulöschen.

Ziel der chinesischen Behörden ist es, die Kinder im Sinne der Kommunischen Partei Chinas umzuerziehen. IGFM-Sprecher Lessenthin erklärt: „Kindesentzug und Gehirnwäsche sind Teile des Uiguren-Genozids. Die Pekinger Führung will die kulturelle Identität von Uiguren, Tibetern und anderen Minderheiten zerstören!“  

Das Auseinanderreißen uigurischer Familien durch chinesische Behörden, insbesondere in der Provinz Xinjiang, erfolgt systematisch und in einem erheblichen Umfang. Millionen von uigurischen Familien sind voneinander getrennt.

Die Trennung der Kinder von ihren Eltern und Geschwistern soll den staatlichen Stellen die Umerziehung erleichtern. Viele sind in internatsähnlichen Schulen, sog. „Kindeswohleinrichtungen“ untergebracht, in denen ausschließlich Hochchinesisch gesprochen werden darf. 

Millionen in Internierungslagern festgehalten

Die Uiguren leben in der als Ostturkestan bekannten Region Zentralasiens, die seit 1949 von der Volksrepublik China besetzt ist. Insgesamt leben rund zehn Millionen Uiguren in China, eine turksprachige muslimische Volksgruppe, die ethnisch mit den Türken verwandt sind.

Brutale Menschenrechtsverletzungen durch China stehen dort auf der Tagesordnung: Schätzungen zufolge werden 1 – 3 Millionen Uiguren und Mitglieder anderer muslimischer Minderheiten in tausenden politischen Umerziehungslagern auf unbestimmte Zeit und ohne Anklage festgehalten und politischer Indoktrinierung unterzogen. Berichte von Folter, Nahrungsmangel, sexuellem Missbrauch und Todesfällen in den Lagern sind weitverbreitet. 

Zur Lage der Menschenrechte in China unterhttp://mail.igfm.de/c/36436927/29c515bc1ae9-qswdf8


Rot-China: Psychoterror gegen Tibeter

Der tibetische Mönch Tenzin Nyima starb am 19. Januar 2021 an den Folgen der durch die chinesische Polizei zugefügten Folter.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, haben die kommunistischen Behörden in China zu weiteren Maßnahmen gegriffen, um die Tibeter in der Region Dza Wonpo einzuschüchtern.

Als Mittel dient u. a. eine tägliche Parade von Polizeikommandos, ein „Fünf-Punkte-Dokument“ und eine „Säuberungsaktion“, um die Bilder des Dalai Lama zu beschlagnahmen.

Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) am 23. Juli und dem siebzigsten Jahr der chinesischen Besetzung Tibets ergreifen die Behörden in Tibet präventive Maßnahmen, um einen aus Sicht der Kommunistischen Partei „harmonischen“ Ablauf der Hundertjahrfeier zu gewährleisten.

Wie die IGFM weiter berichtet, wurden bereits Ende 2020 und im Frühjahr 2021 potenzielle Kritiker festgenommen. Zu den verhafteten prominenten Tibetern zählen der Philosoph Gangkye Drubpa Kyab und der Umweltschützer Sey Nam. Beide wurden am 23. März 2021 verhaftet.

Der Tod des am 7. November 2019 willkürlich festgenommen politischen Gefangenen Tenzin Nyima („Tamey“) hat in Tibet zu einem weiteren Aufschrei geführt. Nymia erlag im Januar 2021 den Verletzungen, die er in der Haft durch Misshandlung und Folter erlitt. Um kritische Stimmen kleinzuhalten wurden Tibeter, die Solidaritäts- und Beileidsbekundungen über Nyimas Tod auf ihren WeChat Konten posteten, von bewaffneten Polizisten mehrere Tage lang festgehalten und verhört.

Mit der Strategie „durch Bedrohungen Totenstille herbeizuführen“ konfrontieren die chinesischen Behörden pauschal die gesamte tibetische Bevölkerung in Dza Wonpo, so die IGFM.

Als Mittel zur Einschüchterung dient zum Beispiel ein täglicher Marsch. Erstmals am 5. März 2021 zogen die Kommandos mit lauten Schlachtrufen durch die Straßen der Stadt. Wie örtliche Behörden am 17. März 2021 bekanntgaben, würde nun das Ausstellen und der Besitz von Fotos des Dalai Lama von nun an strafrechtlich verfolgt.

Die ansässigen Tibeter mussten diesbezüglich das „Fünf-Punkte-Dokument“ unterschreiben, in dem sie sich verpflichteten, keine Bilder des Dalai Lama aufzubewahren oder zu verbreiten, jeder illegalen Aktivität entgegenzutreten und der Partei Folge zu leisten. Bei Nichteinhaltung könnten Leistungen und Gelder, die von der Regierung an Bürger gezahlt worden sind, ausbleiben oder zurückgefordert werden.

Teil des „Fünf-Punkte-Dokuments“ ist auch die „Säuberungsaktion“. Beamte durchsuchten die Häuser der Tibeter, beschlagnahmten die verbotenen Bilder und hängten in einigen Fällen Abbildungen von chinesischen Führern an den Wänden auf.

„Die Politik der Volksrepublik China zielt darauf ab, die Bedeutung der tibetischen Religion, Sprache und Kultur herabzusetzen.Gleichzeitig treten ständig neue Verordnungen in Kraft, die als weitere Instrumente zur Kontrolle, Überwachung und Einschränkung der Religionsfreiheit von Tibetern genutzt werden “, so die IGFM.

Zur Lage der Menschenrechte in China


China: Schlußlicht in Rangliste „Pressefreiheit“

Ein Jahr nach Beginn der Coronakrise stehen Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Informationssperren und staatliche Desinformation, willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Medienschaffende schränkten die Pressefreiheit auf allen Kontinenten ein.

Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken, und sich auch gefestigte Demokratien in der Krise schwertaten, sicherzustellen, dass Journalisten ihre Arbeit machen können.

Noch nie seit Einführung der aktuellen Methodik im Jahr 2013 gab es so wenige Länder, in denen Reporter ohne Grenzen die Lage der Pressefreiheit als „gut“ bewertete; ihre Zahl sank von 13 auf 12.

Spitzenreiter und Schlußlichter

Wie in den vergangenen Jahren machen die skandinavischen Länder die Spitzenplätze unter sich aus: Zum fünften Mal in Folge liegt Norwegen auf Platz 1, auch wenn sich norwegische Medien im vergangenen Jahr über einen schwierigen Zugang zu öffentlichen Informationen zur Corona-Pandemie beschwerten.

Finnland liegt nach wie vor auf Platz 2, während Schweden (3, +1) und Dänemark (4, -1) die Plätze getauscht haben. Direkt darauf folgt Costa Rica (5, +2) als mit Abstand bestplatziertes Land Lateinamerikas, in dem Menschenrechte und Meinungsfreiheit respektiert werden wie in keinem anderen Land der Region.

Auch am Ende der Tabelle hat sich wenig getan: China verharrt unter anderem aufgrund umfassender Internetzensur und Überwachung sowie Propaganda im In- und Ausland auf Platz 177.

Es folgen drei totalitäre Regime, die seit Jahren die letzten drei Plätze belegen: Turkmenistan (178, +1), Nordkorea (179, +1) und Eritrea (180, -2). Alle drei haben gemeinsam, dass die jeweilige Regierung die komplette Kontrolle über alle Informationsflüsse hält.

So erhalten Turkmenistan und Nordkorea die Behauptung aufrecht, dass es in ihren Ländern keinerlei Corona-Fälle gebe. Eritrea hüllt sich noch immer in Schweigen über den Verbleib von elf Journalisten, die vor 20 Jahren verhaftet wurden und über deren weiteres Schicksal kaum etwas bekannt ist.


China verschärft Gleichschaltung in Hongkong

Die Verurteilung von neun führenden Bürgerrechtlern zu acht- bis zwölf-monatigen Haftstrafen zeigt, dass die Pekinger Führung bereits jetzt die totalitäre Gleichschaltung von Hongkong vollziehen und Angst verbreiten will, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Die neun Oppositionellen, darunter Medienunternehmer Jimmy Lai, „Demokratie-Vater“ Martin Lee und die Menschenrechtsverteidigerin Margaret Ng wurden am 16. April 2021 für die Organisation und Teilnahme an Massendemonstrationen im August 2019 gegen das Auslieferungsgesetz nach China verurteilt.

Das umstrittene Gesetz hätte erlaubt, Hongkonger Bürger nach China auszuliefern und hatte über 1,5 Millionen Menschen auf die Strassen getrieben.

Trotz Widerruf des Gesetzes durch die Hongkonger Regierung hielten die Proteste für mehr Freiheiten in Hongkong an, bis Peking mit der Einführung des nationalen Sicherheitsgesetzes im Juni 2020 der Demokratiebewegung schließlich ein Ende bereitete.

„Diese Urteile dokumentieren die kontinuierliche Zerstörung von Rechtsstaatlichkeit in Hongkong. Sie dienen dazu Andersdenkende einzuschüchtern. Damit erdrosselt China die Reste von Vielfalt und Demokratie. Die totalitäre Gleichschaltung ist kurz vor der Vollendung“, kritisiert Martin Lessenthin, Vorstandsprecher der IGFM.

Was in Hongkong vorgeht, fügt sich nach Auffassung der IGFM in die Bekämpfung der Religionen und Erdrosselung jeder Art von Meinungsfreiheit in Festland-China ein.

Weitere Informationen über die Menschenrechtslage in China


Vatikan lädt Schimpansenforscherin Jane Goodall zu Webinar über Artenvielfalt

Von Felizitas Küble

Die weltbekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall spricht am kommenden Dienstag (20.4.) um 12 Uhr als Gast bei einem Vatikan-Webinar über globale Biodiversität (weltweite Artenvielfalt), wie Vatikan-News berichtet. Die Britin, die seit Jahrzehnten in Afrika stationiert ist, wirkt auch als UNO-Friedensbotschafterin.

Die Veranstaltung im Rahmen des Laudato-Si-Jahres wird vom Dikasterium für die Ganzheitliche Entwicklung des Menschen und der vatikanischen COVID-19-Kommission ausgerichtet und auf Youtube veröffentlicht.

Soweit die Meldung von Vatikan-News.

In der Philosophie-Reihe „Sternstunde“ im Schweizer Fernsehen wurde Godall im Dezember 2007 interviewt, damals war sie 72 Jahre alt. Goodall gilt als Pionierin der Tierforschung vor allem bei Primaten, sie hat sich auf Schimpansen konzentriert und erforscht ihr Verhalten.

Sie zog einst von London nach Kenia, um Schimpansen nicht nur im Zoo, sondern direkt in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten.

In der Sendung sagte sie, diese Affen, die bis zu 60 Jahre alt werden, seien sehr „konservativ“, sie würden nicht schnell vertrauen, sondern lange zuwarten. Schimpansen pflegen soziale Kontakte ohne Sprache = nonverbale Kommunikation. Es gäbe bei ihnen enge Band zwischen Mutter und Kind.

Sie kam auf China und die dortige Umweltverschmutzung zu sprechen und sagte, durch die kommunistische „Kulturrevolution“ dort sei das Verhältnis Mensch – Tier – Natur zerstört worden.

Die Artenvielfalt der Tiere würde durch die neuere Wissenschaft dadurch geschützt, dass man die Ökosysteme untersucht. Viele Regierungen – auch in Europa – seien aber leider abhängig von der Macht der großen Konzerne.

Sie habe zwei Bücher mit dem Wort „Hoffnung“ geschrieben und sei trotz aller Probleme zuversichtlich, denn sie vertraue auf den menschlichen Erfindungsreichtum, auf Herz und Hirn mit Empathie, auf den „unbezähmbaren menschlichen Geist“.

Nicht der Globalismus sei die Lösung der Zukunft, sondern das Zurückkehren zu kleineren Einheiten, die Zusammenarbeit in Netzwerken sowie Gemeinschaften auf lokaler oder regionaler Ebene.

 


Staatl. Stammzellforschung in China: Erstmals Tier-Mensch-Chimären im Labor erzeugt

Ein Team um den Stammzellforscher Juan Carlos Izpisua Belmonte hat am staatlichen Labor für biomedizinische Primatenforschung der Kumming-Universität in der chinesischen Provinz Yunnan erstmals Chimären-Embryos aus befruchteten Makakenaffen-Eizellen und menschlichen Stammzellen erzeugt. Das berichteten die Forscher in der Fachzeitschrift „Cell“.

Die Erzeugung von Tier-Misch-Wesen ist ethisch umstritten. Das gilt besonders, wenn dabei wie hier Primaten zum Einsatz kommen. Die Experimente, deren Ergebnisse die Forscher erst jetzt publizierten, liegen bereits zwei Jahr zurück. Sie wurden in China durchgeführt, weil dort Mensch-Tier-Wesen über den 14. Tag hinaus gezüchtet werden dürfen.

Demnach injizierten die Forscher mit Fluoreszenzgenen markierte pluripotente humane Stammzellen in sechs-Tage-alte Makakenembryos. Wie die Forscher schreiben, wuchsen die menschlichen Zellen in 132 dieser Mischembryonen an und konnten bereits am nächsten Tag als dort auch aktiv nachgewiesen werden.

Nach 12 Tagen, etwa zu der Zeit, zu der sich Makakenembryos in die Gebärmutter einnisten, habe der Anteil der menschlichen Zellen rund 7,8 Prozent betragen.

Wie die Forscher weiter berichten, hätten sich die Mischembryonen langsamer entwickelt als reine Makakenembryonen, die zur Kontrolle erzeugt worden waren.

Nach 18 Tagen waren von den Mischembryonen nur noch drei am Leben. Wie die Forscher schreiben, hätten sie ihre Experimente tags darauf aus ethischen Gründen beendet.

Nach Ansicht der Forscher könnte die bei ihren Experimenten gewonnen Erkenntnisse dazu beitragen, für Transplantationen benötigte menschliche Organe zukünftig in Tieren zu züchten. „Historisch krankte die Erzeugung solcher Tier-Mensch-Chimären an geringer Effizienz und ungenügender Intergration der Menschenzellen in die Wirtstierart“, zitiert das Wissenschaftsportal „scinexx.de“ Izpisúa Belmonte.

Der Wissenschaftler, der am US-Salk-Institut in La Jolla forscht, will bei den Versuchen neuartige Interaktionen zwischen den Affen- und Menschenzellen beobachtet haben.

„Wir haben verschiedene interzelluläre Kommunikationswege detektiert, die entweder ganz neu waren oder in den Chimären deutlich intensiver abliefen. Diese Signale tragen vermutlich dazu bei, die einzigartigen Kommunikationswege der Menschen- und Affenzellen in solchen Chimären-Embryonen zu formen“, so Izpisúa Belmonte.

Quelle: ALFA-Newsletter


China: Tibetischer Gelehrter in Isolationshaft

Die kommunistische Staatssicherheit in China hat den prominenten tibetisch-buddhistischen Gelehrten und Schriftsteller Gosher (Go Sherab Gyatso) festgenommen. Der aktuelle Grund für die Inhaftierung des tibetischen Intellektuellen ist unbekannt. Seine Festnahme erfolgte bereits Ende Oktober 2020, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Beamte der „Autonomen Region Tibet“ hatten den 45-jährigen Mönch bereits am 26. Oktober 2020 in Chengdu, Provinz Sichuan, festgenommen. Wie die IGFM weiter berichtet, wurde die Nachricht seiner erneuten Verhaftung erst nach fünf Monaten bekannt, da seine Angehörigen Angst hatten sich mitzuteilen und auf seine baldige Freilassung hofften, wenn der Fall keine öffentliche Aufmerksamkeit erregen würde.

Gyatsos Familie und Freunde wurden von den Behörden eindringlich gewarnt Informationen über seine Festnahme preiszugeben. Die Nichteinhaltung würde als ein „Verstoß gegen das Gesetz“ geahndet werden, drohten sie ihnen.

Die IGFM fordert die sofortige Freilassung von Go Sherab Gyatso, genannt Goscher. Der prominente Gelehrte war immer wieder Opfer von Verfolgung durch die chinesische Staatssicherheit. Bereits im Jahr 2008 – zur Zeit der Massenproteste in Tibet – wurde er ein Jahr lang in Lhasa gefangen gehalten.

Im Jahr 2013 führte sein Einsatz für die akademische Freiheit im klösterlichen Bildungswesen zu einer Inhaftierung, sowie zur Verbannung aus seinem Kloster. In einem Essay kritisierte Gyatso die Verordnung, nach der alle Schriften und Publikationen vor ihrer Verbreitung von der „Abteilung für Bildungsmanagement“ genehmigt werden müssen.

Go Sherab Gyatso ist der Autor von Büchern über Philosophie, Tradition und Kultur des tibetischen Buddhismus. Veröffentlicht sind auch seine kritischen Abhandlungen über das tibetische Bildungssystem in den Klöstern und die Forderungen nach Öffnung der klösterlichen Gemeinschaft. Seine Schriften sind sowohl in Tibet als auch bei Tibetern im Exil populär.

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in China


China: Volle Kontrolle der Religionsausübung

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verlangt die chinesische Regierung in einer neuen Verfügung von Geistlichen „Liebe zur Kommunistischen Partei“ zu bekunden, sowie die KPCh-Führung und das sozialistische System zu unterstützen.

Betroffen sind alle Religionen, buddhistische Lamas, christliche Gemeindeleiter und Priester, muslimische Imame und andere religiöse Führer. Die IGFM kritisiert diese weitere „totalitäre Maßnahme zur Einschränkung der Religionsfreiheit“, die am 1. Mai 2021 in Kraft tritt.

Wie die IGFM weiter berichtet, wurde die „Verordnung Nr. 15″ als „Maßnahme für die Verwaltung der religiösen Institutionen“, bereits im Januar vom Nationalen Amt für religiöse Angelegenheiten in Peking angeordnet. Demnach sind Geistliche verpflichtet, „die nationale Einheit, die ethnische Einheit, die religiöse Harmonie und die soziale Stabilität aufrecht zu erhalten“ und dürfen nicht „die nationale Sicherheit gefährden“, „die nationale Einheit untergraben“ und „das Land spalten“.

Ziel der chinesischen kommunistischen Führung in Peking sei es, die sogenannte Sinisierungspolitik bis zur totalen Gleichschaltung aller Gläubigen umzusetzen. Betroffen seien nicht nur religiöse Lehrer und Gemeindeleiter, auch religiöse Schriften und Zeremonien müssen den Standards der KP-Führung entsprechen.

Zur Durchsetzung sieht die chinesische Regierung drastische Kontrollmaßnahmen vor, z.B. die Zuweisung eines personalisierten 12-stelligen Zahlencodes, der Teil eines Bewertungssystems ist.

Das System verlangt von den Geistlichen, dass sie für religiöse Aktivitäten im Voraus eine Erlaubnis einholen. Bei Nichteinhaltung könnten sie ihre Legitimation verlieren und müssen mit Strafmaßnahmen rechnen.

China nutzt die neue Verordnung als ein weiteres Instrument zur Kontrolle und Einschränkung der Religionsfreiheit von Tibetern und Uiguren. Die neuen Maßnahmen fügen den bereits weitreichenden Befugnissen der Regierung zur Überwachung, Kontrolle und Einschränkung der Religionsausübung weitere hinzu und tragen dazu bei, die dauerhafte Unterdrückung der Gläubigen unterschiedlicher Religionen zu institutionalisieren.

Weitere Informationen zur Menschenrechtssituation in China