AfD kritisiert EKD-Magazin „Chrismon“ wegen abtreibungsfreundlicher Äußerungen

Die Chefredakteurin des evangelischen Monatsmagazins „Chrismon“, Ursula Ott, fordert in der aktuellen Online-Ausgabe, das Werbeverbot für Abtreibung (§219a) abzuschaffen.

Frau Ott schreibt mit keinem Wort, dass es dabei um die Tötung menschlichen Lebens handelt. Es geht ihr vorrangig um ihr eigenes Leben als „Gesamtkunstwerk“ und um den weiblichen Körper.

Der kirchenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Volker Münz, ist darüber empört:

„Es ist ein Skandal, dass ein Magazin, das von der EKD finanziert und vom EKD-Ratsvorsitzenden herausgegeben wird und das angeblich christliche Werte vermitteln will, nicht zum ersten Mal elementare christliche Werte verrät.

Ich schäme mich für diese Kirche, in der ich mich auf lokaler Ebene als Kirchengemeinderats- und Bezirkssynodenmitglied engagiere. Wann distanzieren sich hochrangige EKD- und Landeskirchenvertreter von den Aussagen, die den biblischen Geboten widersprechen?

Die Kirche sollte sich für das Lebensrecht von Ungeborenen, für die Familie und für eine Willkommenskultur für Kinder einsetzen.“ 

 

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Warum die wachsende Verharmlosung des Islam durch die EKD verhängnisvoll ist

Von Peter Helmes 

Leider habe ich auf diesem Forum schon oft darüber Klage führen müssen, daß die evangelische Kirche offensichtlich ihre christliche Glaubensgrundlage verloren hat und versucht, dem Islam ihre Tore weit zu öffnen. peter-helmes-227x300

Das „verkünden“ ihre Vertreter  –  Pfarrer und Bischöfe  –  verharmlosend als „Toleranz“ und „Nächstenliebe“. (Es sei auch nicht verschwiegen, daß dies oftmals auch auf die katholische Kirche zutrifft – was die Sache auch nicht besser macht.)

Währenddessen werden im Nahen Osten und in deutschen Flüchtlingslagern Christen von radikalen Moslems gequält, unterdrückt, gepeinigt und ermordet. Doch was vernimmt man von der Kirche? So gut wie nichts! Ihre Fürsorge gilt den Moslems, den vermeintlich „armen Flüchtlingen“.

Aber keinerlei „Toleranz“ und „Nächstenliebe“ bringt die Kirche  –  anders als für unsere „unsere lieben muslimischen Brüder und Schwestern“   –  für die (vorwiegend) christlichen Mitglieder der AfD auf, denen sie Haß vorwirft – meist in einem für Kirchenvertreter völlig inakzeptablen Haßton. Von „christlicher Nächstenliebe“ kann schon gar keine Rede sein.

O-Ton Bischof Bedford-Strohm  in „Chrismon“ vom 1.11.2016: „Einen programmatischen Vorrang der Christen darf es nicht geben.“   – Das ist mehr als deutlich  –  und eine Ohrfeige für alle Christen, die vom Islam verfolgt werden.

Was soll das? Bekennende Christen werden bekämpft, Christen bekämpfende Imame aber hofiert und unterstützt. Welche Kirche vertreten Bedford & Genossen eigentlich? Was ist christlich daran, sich nicht zuerst um die eigenen „Schäfchen“ zu kümmern?“ (Siehe dazu auch: https://conservo.wordpress.com/2016/11/03/unglaublich-die-kirchen-unterstuetzen-offiziell-den-deutschen-islam/) afd_-300x298

Hierzu sei ein Beitrag unseres Autors Dr. Hans Penner wiedergegeben,  der sich in einem Offenen Brief an den ev. Landesbischof Dr. Dröge in Berlin wendet und dabei die Allergie der EKD gegen die AfD anspricht:

„Sie behaupten, „die Kirche habe die moralische Pflicht, sehr deutlich zu sagen, dass wir die Unterstützung einer Partei, die die Grundwerte unserer Gesellschaft aushöhlt, nicht gutheißen können(Laut IDEA vom 27.10.2016). Gemeint ist mit dieser Lüge die AfD.

Das eigentliche Ärgernis besteht darin, daß Sie die AfD beurteilen, ohne deren Parteiprogramm zu kennen und sich nur auf minderwertige Medienkommentare verlassen. Ihr Statement ist verantwortungslos, weil es auf mangelnder Sachkenntnis beruht.

Im Parteiprogramm der AfD steht:

7.6. Der Islam im Spannungsverhältnis  zu unserer Werteordnung. Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit. Sie fordert jedoch, der Religionsausübung durch die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte Schranken zu setzen. Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze und gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, tritt die AfD klar entgegen. Die Rechtsvorschriften der Scharia sind mit unserer Rechtsordnung und unseren Werten unvereinbar. Dies wird auch durch die für die islamische Staatenwelt bedeutendste Kairoer Erklärung vom 4.8.1990 dokumentiert. Moschee-Bonn-4

In der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam (hier) haben 1990 die Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz die Scharia als alleinige Grundlage von Menschenrechten definiert. Die mit Abstand wichtigsten islamischen Organisationen haben mit dieser Erklärung der UN-Menschenrechtecharta, also dem Fundament unseres Grundgesetzes, den Kampf angesagt.

Konkret bedeutet das, daß die AfD die einzige Partei in Deutschland ist, welche in ihrem Parteiprogramm Stellung gegen die Kairoer Erklärung bezieht. Fakt ist, daß die AfD im Gegensatz zu den anderen Parlamentsparteien die freiheitliche Demokratie gegen den Islam verteidigt. Das Gegenteil Ihrer Behauptungen ist wahr.

Die Evangelische Kirche fördert massiv den gesetzwidrigen Islam, der permanent Christen ermordet:

Der braunschweigische Landesbischof behauptet fälschlicherweise, der Islam sei eine Religion des Friedens. – Der württembergische Landesbischof behauptet, der Islam würde zu Deutschland gehören, was Geschichtsklitterung ist. Der bayerische Landesbischof fordert, daß flächendeckend in öffentlichen Schulen der verfassungsfeindliche Islam gelehrt wird.“

Ähnlich Dr. Christoph Heger, der hinsichtlich jenes Crismon-Interviews von Bedford-Strohm darüber informiert, wie dieser Bischof auf den Leserbrief eines Schreibers reagiert, er müsse sich doch zuerst für die Christen einsetzen.

Der EKD-Chef antwortete, dass er „die Haltung einiger europäischer Länder, nur christliche Flüchtlinge aufzunehmen, ablehne.“  – Das hatte der Briefschreiber aber gar nicht Petrus-paulus - Kopieverlangt! Er hatte vielmehr gefordert, was auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Galater schreibt: „So lasset uns Gutes tun an jedermann, vor allem aber an des Glaubens Genossen!“ (Gal 6:10).

Und der EKD-Ratsvorsitzende schreibt weiter:

„Natürlich sind wir im engen Kontakt mit unseren christlichen Schwestern und Brüdern in anderen Teilen der Welt. Natürlich setzen wir uns für sie ein, wo sie verfolgt werden. Natürlich versuchen wir, wo immer wir können, legale Fluchtwege für sie zu eröffnen. Leider meistens ohne Erfolg. Durch unsere engen Beziehungen in alle Welt ­mögen diejenigen, für die wir uns einsetzen, überdurchschnittlich häufig Christen sein. Aber einen programmatischen Vorrang der Christen darf es nicht geben.“

Dies widerspricht aber nicht nur der christlichen Ethik, sondern mit Immanuel Kants Begrifflichkeit auch der „praktischen Vernunft“. Wo man nicht allen helfen kann, da ist es geboten, denen vorrangig zu helfen, gegenüber denen man besondere Verpflichtungen hat: der eigenen Familie, seinen Landsleuten, Freunden oder eben auch Glaubensgenossen.

Sollte der Bischof tatsächlich diesen Unterschied nicht kennen? Ist seine Bibelkenntnis so schlecht, daß ihm die Mahnung des Apostels Paulus unbekannt ist?

Ein klarerer Kopf scheint mir der Münchner Philosoph Prof. Dr. Robert Spaemann, der sich ebenfalls in „Chrismon“ äußert:

„…Uneingeschränkt kann die Hilfsbereitschaft sein, aber nicht die tatsächliche Hilfe. Es kann nicht unsere Pflicht sein, uneingeschränkt zu helfen, weil es nicht möglich ist. Wir können es nicht. Und wir sollten auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unserer Hilfe Obergrenzen setzen. Zudem ist es so, dass, wenn es solche Grenzen gibt, man auswählen muss, wen man nimmt und wen nicht.

Es besteht das allgemeine Vorurteil, dass der Zufall immer das beste Kriterium sei, aber das ist Unsinn. Es gibt verschiedene Grade der Nähe und hier hat Augustinus den entscheidenden Begriff geprägt:

ordo amoris, also eine Rangordnung der Liebe. Wo unserer Hilfe Grenzen gesetzt sind, da ist es auch gerechtfertigt…auszuwählen, also zum Beispiel Landsleute, Freunde oder auch Glaubensgenossen zu bevorzugen.

Wenn es tatsächlich nicht möglich ist, beiden zu helfen – was man versuchen sollte –, dann ist es nicht falsch, sondern sogar vernünftig, Glaubensgenossen zu bevorzugen. Das ist ja auch in einigen Ländern gängige Praxis. Kultureller Pluralismus kann eine historisch begründete Gegebenheit sein, aber wir sollten ihn nicht zu einem Ziel hochjubeln. Er vergrößert das Konfliktpotential.“ 

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und leitet die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com 

Zitat-Quellen: https://chrismon.evangelisch.de/blog/auf-ein-wort/32744/henrich-bedford-strohm-hilfe-fuer-christen-hat-keinen-vorrang-bibel sowie http://www.fr-online.de/kultur/gespraech-mit-robert-spaemann–religionen–die-es-ernst-meinen–sind-intolerant-,1472786,32908406.html

HINWEIS auf den Offenen Brief einer buddhistischen Österreicherin an Papst Franziskus contra Islam: https://philosophia-perennis.com/2016/11/09/islam-papst/


„Politisch korrekt“: Julia Klöckner und das neue Familien-(Zerr-)Bild der CDU

Von Peter Helmes

Der ganze Schrott des zeitgeistigen Ideenmarktes macht offensichtlich auch vor der CDU nicht halt. In der Union scheint es Mode zu werden, auch noch den letzten „Dernier Cri“ der gegenderten Gesellschaft mitzumachen.

Sollte die Union jemals ein Meßinstrument für moralische Fehlerströmungen gehabt haben, so ist es ihr gründlich abhandengekommen. Dies zeigt sich sehr deutlich an ihrem gewandelten Familienbild. 1511

Julia Klöckner, stellv. CDU-Bundesvorsitzende und (vermeintlich) „letzte Hoffnung“ der arg gebeutelten Landespartei in Rheinland-Pfalz, verleiht dem neuen Familiengefühl ihrer Partei ein besonderes Flair, vermutlich weil sie in diesem Punkt besonders kompetent  –  will heißen: politisch korrekt  –  wirkt:

Sie lebt unverheiratet mit ihrem Freund zusammen, das Paar hat keine Kinder  –  eine moderne „Ehe“ sozusagen.

In einem Gespräch mit dem sich als „schwul“ bezeichnenden ehem. Wehrbeauftragten des Dt. Bundestages, Reinhold Robbe („verheiratet“ mit dem Opernregisseur Freo Majer), wird sie im protestantischen Monatsmagazin „Chrismon“ (Nr. 12/2013) gefragt, wie sie das Thema Familie sehe.

Die Redaktion äußert im Laufe des Gesprächs: „…Wir fragen, weil die Definition bei der CDU lange hieß – und teilweise auch heute noch heißt: Familie ist, wo Kinder sind.“

Darauf antwortet Klöckner: „Ich bin ja auch Kind. Kind meiner Eltern. Und ich habe zwei Patenkinder. Jeder hat Familie! Familie ist, wo Kinder und Eltern sind, sie sich kümmern. Aber auch Geschwister, Opas, Tanten, Neffen, Nichten. Familie ist ein Gebilde von Zusammenhalt, natürlich auch, aber nicht nur Blutsverwandtschaft…“

Schiefes, zeitgeistiges Familienbild

Nun geht das Gespräch über zu Herrn Robbe, der erklärt:

„Familie ist, wo Menschen sind, die sich lieben und füreinander Verantwortung übernehmen und wo man sich selber ein Stück zurücknimmt zugunsten anderer, zum Beispiel der Kinder. Verantwortung in guten wie in schlechten Zeiten. Und natürlich gilt das ebenso für gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben. Da hat sich in der Gesellschaft schon sehr viel positiv verändert…“

Auf die Frage, wie er dieses Thema in der Bundeswehr sehe, entgegnet Robbe, es sei auch heute für schwule und lesbische Soldaten/innen „noch nicht immer einfach, die sexuelle Orientierung offen zu leben“.

Allerdings dürfe in der Bundeswehr niemand deshalb benachteiligt werden. „Da sind wir fortschrittlicher als die meisten anderen Staaten.“  –  Dazu sage ich nur: „Potzblitz, da können wir aber stolz auf uns sein!“

An dieser Stelle des Gesprächs unterbricht Frau Klöckner Herrn Robbe und betont, sie habe ihn „übrigens damals als Wehrbeauftragten gewählt“. –  Sowas klingt im Militär-Jargon etwa so: „Förmliche Anerkennung! Danke. Wegtreten!“  –  welch Letzteres wiederum gar nicht so schlecht wäre.

Ich glaub´ es nicht! Da entblättert die Klöckner ihr schiefes Familienbild, indem sie von „Omas, Tanten, Neffen“ faselt und dem noch schieferen Bild des Herrn Robbe nicht ´mal ansatzweise widerspricht.

„…Gleichgeschlechtliche Paare, die ja immer häufiger auch Kinder haben…“, sagt Robbe. Ja, wo kommen die denn her? Aus homosexuellen „Ehen“ oder Partnerschaften entstehen nun mal nach den Gesetzen der Natur keine Kinder. Welches Gesellschaftsbild hat Julia Klöckner?

Es gibt kein allgemeines „Recht auf Kinder“

Bei Kindern hört der Spaß doch auf. Es gibt kein allgemeines Recht auf Kinder! Da erwarte ich von einer christlich-demokratischen Partei eine klarere Haltung. Wenn nicht, ist die Freigabe des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Partner für die CDU nur noch eine Frage der Zeit; denn in dieser Partei gibt´s noch mehr Klöckners.

Und bei der Antwort Robbes merkt man, wie aus Sprachmanipulation Meinungsmanipulation entsteht. Die Formulierung „…die ja immer häufiger auch Kinder haben…“ soll wohl suggerieren, zwei Männer oder zwei Frauen hätten „ein Kind bekommen“, so als ob dies eine völlig natürliche Angelegenheit sei. Und demnächst wird man bei solchen Paaren wohl ganz selbstverständlich (und politisch korrekt) von „Eltern“ reden.

Hier, besonders hier, zeigt sich der Verlust der tradierten Werte der Union. Wenn eine Bundeskanzlerin und Vorsitzende der „Christlich“-Demokratischen Union sich nicht nur NICHT gegen den Aufgabe unserer Werte stemmt und ihre Stellvertreterin (Julia Klöckner), noch deutlicher, unser tradiertes Familienbild in den Mülleimer der Geschichte stampft, ist dies die familienpolitische Offenbarung der Union.

Die zerstörerische Lawine, die die Familie als Grundstruktur der Gesellschaft hinwegfegen soll, rollt ungebremst auf uns zu.

Der Buchautor Peter Helmes betreibt folgende Webseite: http://conservo.wordpress.com/


ZDF-Moderatorin Gundula Gause über Glaube, Gebet und Auferstehung

Sie zählt zu den bekannten Gesichtern des deutschen Fernsehens: die Moderatorin des „Heute-journals“, Gundula Gause. Gegenüber dem evangelischen Magazin „Chrismon“ äußerte sie sich nun über Glaube, Gebet, Gottesdienst und Gottvertrauen:

„Letztlich bleibt alles in Gottes Hand. Ich finde es vermessen, zu glauben, man habe alles selbst in der Hand. Wenn ich im Senegal oder in Kenia diese grenzenlose Armut sehe und zugleich das Gottvertrauen der Menschen, hat das etwas Bereicherndes und Befreiendes. Man spürt eine ganz eigenwillige Nähe gerade der christlichen Afrikaner zu Gott.“ 239982[0-0-1643-1548]-Gundula-Gause

Den Gottesdienst besucht Gundula Gause gemeinsam mit ihrer Familie:

„Das gibt Ruhe und Frieden. In der Liturgie, in den Bibeltexten, in den Liedern und den Predigten ist so viel drin! Im gemeinsamen Vaterunser fühle ich mich aufgehoben. Man kann Trost und Zuversicht finden in Zeilen wie ‚Dein Wille geschehe‘ und ‚Friede sei mit dir‘.“

Zur Sinnfrage erklärt die Moderatorin: „Nicht umsonst hat Gott sich uns Menschen für das Ende seiner Schöpfungskette ausgedacht. Mein Sinn definiert sich über die Familie und den Beruf und mein ehrenamtliches Engagement. Die Gesellschaft ist auf Sinnsuche, und die Kirchen bieten jede Menge ‚Sinn‘ und Lebenserfüllung an.“

Auch zum Tod äußert sie sich in dem Interview: „Es bleibt ein grosser Respekt vor dem Ende des Lebens, aber der Glaube an die Auferstehung schützt uns Christen vor Todesfurcht, zumindest ein wenig. Ich fürchte einen Tod, der mich aus der Mitte des Lebens reissen würde  –  zu einem Zeitpunkt, den man einfach für zu früh hielte“, bekennt sie.

Quelle und vollständiger Artikel von Miriam Hinrichs hier: http://www.jesus.ch/n.php?nid=239980 


Evangelischer Bischof kritisiert neues „Chrismon“-Magazin der EKD: Karfreitag und Ostern ausgeblendet!

Heftige Kritik am EKD-Monatsmagazin „Chrismon“ hat der nordelbische Altbischof Prof. Ulrich Wilckens geübt. Das Blatt gehe in der April-Ausgabe weder im Leitartikel noch mit anderen Beiträgen auf die bevorstehenden zentralen kirchlichen Feiertage Karfreitag und Ostern ein, schrieb er an Mitherausgeber Landesbischof a. D. Johannes Friedrich.

„Chrismon“ erscheint in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren als Beilage in Tages- und Wochenzeitungen. Autor des aktuellen Leitartikels ist Friedrich, der von 1999 bis 2011 als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern amtierte. 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Nach Ansicht von Wilckens ist es ein „geistlicher und kirchlicher Skandal“, dass das Blatt in der Osterausgabe das Zentrum des christlichen Glaubens nicht thematisiert. Er fragt Friedrich:

„Trauen Sie im Herausgeberkreis den Lesern dieser Beilage in großen und wichtigen deutschen Zeitungen ein klärendes Wort und ein geistlich-begeisterndes persönliches Zeugnis zum Thema des Todes Christi für unsere Sünden und seiner Auferstehung zum vollendenden Leben durch Gottes Heilshandeln schlicht nicht mehr zu?

Oder ist dieses Thema für die Herausgeber selbst so unwichtig, dass sie es bei der Vorbereitungsarbeit schlicht vergessen oder einfach nicht beachtet haben?“

Wilckens erwartet eine Entschuldigung der Herausgeber in der nächsten Ausgabe oder die Streichung von „evangelisch“ im Untertitel von „Chrismon“.

Da Letzteres der EKD-Rat beschließen müsste, so Wilckens, würde dies auch das Ende des EKD-Zuschusses in Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln bedeuten. In der Selbstdarstellung des Blattes bezeichnet sich „Chrismon“ als „das Biblischste, was der deutsche Protestantismus zu bieten hat“.

Evangelikale: Große Chance vertan

Unterstützung bekommt Wilckens von der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands. Für den Vorsitzenden der theologisch konservativen Organisation, Pastor Ulrich Rüß, ist das völlige Ausblenden der elementaren Botschaft von Kreuz und Auferstehung Jesu in der aktuellen Ausgabe „unverständlich, befremdend und empörend“.

„Chrismon“-Mitherausgeber Friedrich wies die Kritik zurück. Es sei eine „unglaubliche Unterstellung“ anzunehmen, er traue sich nicht, modernen Menschen zentrale Inhalte des christlichen Glaubens nahezubringen, sagte er der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Zu Kreuz und Auferstehung habe er sich in zahlreichen Artikeln geäußert, und auch in „Chrismon“ gebe es dazu immer wieder Beiträge. Der Herausgeberkreis schreibe der Redaktion nicht vor, welche Beiträge in einzelnen Ausgaben erscheinen sollten.

Weitere Herausgeber von „Chrismon“ sind der EKD-Ratsvorsitzende, Nikolaus Schneider, und die EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Margot Käßmann. Chefredakteur ist Arnd Brummer.

Quelle: http://www.idea.de


Chrismon-Chefredakteur hält Ereignisse von Weihnachten und Pfingsten für erfunden

Arnd Brummer läuft der Religionskritik Feuerbachs in die Falle

Das offiziöse evangelische Monats-Magazin Chrismon, das vielen Tageszeitungen  – auch der FAZ  – beigefügt wird, bringt in seiner jüngsten Ausgabe (Nr. 6/2012) einen selbst für protestantische Verhältnisse hammerharten Artikel, in dem wesentliche historische Grundlagen des Christentums geleugnet werden.

Kein Geringerer als Arnd Brummer, der Chefredakteur von Chrismon, schreibt unter dem Motto „Was ich notiert habe“ auf S. 22 darüber, daß sich der Evangelist Lukas sowohl die Bethlehem-Geschichte wie auch die Pfingstereignisse „ausgedacht“ habe. 

Seine etwas flapsige Überschrift lautet: „Warum etwas wahr sein kann, was sich jemand mal ausgedacht hat.“

Das klingt zunächst paradox, doch des Rätsels Lösung ist einfach aus Sicht von Brummer: Auch Ereignisse, die nie stattgefunden haben, könnten Menschen beeindrucken, berühren, so daß es ihnen wie eine „Offenbarung“ erscheine, erläutert er. Die „Wahrheit“ liege daher nicht in den Vorgängen an sich, sondern in der erfreulichen Wirkung, die diese „ausgedachten“  Geschichten entfalten können.

Ist die Heilige Schrift also lediglich ein  –  psychologisch durchaus wertvolles –  „Märchenbuch“ für Erwachsene  –  jenseits historischer Korrektheit?

Für den Autor gilt dies zumindest hinsichtlich „Bethlehem“ und Pfingsten. „Den Wahrheitsgehalt einer Geschichte erkenne ich an ihrer Wirkung, an dem, was sie mir vermittelt  –  daran, ob sie mich erreicht“, schreibt er.

Wirkungsgehalt statt Wahrheitsgehalt

Es geht Brummer folglich nicht um den objektiven, faktischen, historischen Wahrheitsgehalt, den er ausdrücklich in Abrede stellt, sondern um den symbolischen, psychologischen, subjektiven „Wirkungsgehalt“.

Diesen Gedankengang illustriert der evangelische Chefredakteur wie folgt:

„Ich habe Menschen im Kino weinen und lachen sehen. Warum? Ist doch alles nur „erfunden“? Ich konnte mich nicht satthören an den selbst erdachten Gutenachtgeschichten meiner Urgroßmutter und schlief meistens getröstet und zufrieden ein. Augenblicke von Wahrheit, von Überschreitung meiner alltäglichen Wirklichkeit, die wahr sind, weil sie in mir lebendig werden.“

Zum Pfingstereignis fällt Brummer eine Seid-nett-zueinander-Story ein:

„Ein paar Wochen nach Kreuzigung und Auferstehung ließ Jesus seine Freunde allein zurück –  mitten in einer Umgebung von misstrauischen, kritischen oder gar feindlich gesinnten Menschen. Sie trafen sich. Sie hatten Muffe. Sie sahen einander an, sie bestärkten einander. Und da spürten sie, wie stark das macht, einander zu lieben, miteinander neue Hoffnung zu schöpfen, an ein gutes Ende der Geschichte zu glauben. Sie wurden fröhlich, sie sangen und begannen, die Botschaft von der Liebe allen zu erzählen. Sie waren plötzlich so gut drauf, daß die Passanten meinten, sie seien betrunken.“

Das war es dann also  –  keine Herabkunft des Heiliges Geistes, keine Erfahrung des „ganz Anderen“, der göttlichen Gnade und Erleuchtung, der besonderen Kraft von oben  –  vielmehr verbleibt alles im Bereich des rein Menschlichen: man  bestärkt sich gegenseitig und spricht sich Mut zu.

Was Brummer freilich nicht erklärt: Wie aus ängstlichen Aposteln und Jüngern, die sich versteckt hielten, eine Schar bekenntnisfreudiger und todesmutiger Zeugen Christi wurden.

Immerhin haben alle Apostel das Martyrium erlitten  – außer Johannes, der in der Verbannung starb. Dreihundert Jahre lang starben tausende Christen unter der blutrünstigen römischen Verfolgung  –  und all dies wegen „ausgedachter“ Geschichten?

Wie unrealistisch die Thesen Brummers sind, zeigt auch folgende Überlegung:

Gerade wegen dieser Verfolgungssituation wurde die Verkündigung der frühen Kirche äußerst kritisch unter die Lupe genommen. Die christlichen Apologeten der ersten Jahrhunderte verteidigten die Botschaft des Evangeliums gegen Anfeindungen von heidnischer (vor allem griechischer) Seite, aber auch gegen die Irrtümer der weitverbreiteten Gnosis.

Wenn die biblische Geburtsgeschichte (Bethlehem) und das Pfingstereignis erfundene Storys gewesen wären, erbauliche „Symbolgeschichten“ gewissermaßen, dann wäre dies den ohnehin bedrohten Christen unter der Verfolgung als dreiste Lüge aufs Butterbrot geschmiert worden.

Außerdem begibt sich der evangelische Chefredakteur mit seiner psychologisierenden, subjektivistischen Argumentationsweise voll ins Visier der „aufklärerischen“ Religionskritik (etwa eines Philosophen Feuerbach), die davon ausgeht, daß Religionen –  auch die christliche Botschaft  –  eine Projektion menschlichen Wunschdenkens darstellen  –  frei nach der Devise: „Der Mensch erschafft sich Gott nach seinem Bilde.“

Wären die in der Heiligen Schrift berichteten Heils-TATSACHEN tatsächlich nur fromm ausgedachte Geschichten, die unseren Ohren schmeicheln und unser Herz erquicken, dann hätte die Religionskritik der „Aufklärung“ insoweit recht: Dann wäre das Christentum  letzten Endes lediglich eine Abteilung „Märchenstunde für Erwachsene“.

Doch als überzeugte Christen bekennen wir, daß das Neue Testament historisch zuverlässig über Geburt, Leben, Sterben und Auferstehen unseres HERRN berichtet  – und daß unser Glaube nicht auf erdachten „Symbolgeschichten“ beruht, sondern auf einer wahren Geschichte, der real geschehenen Offenbarung Gottes in Jesus Christus, wie sie in der Heiligen Schrift bezeugt wird.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster