LOB und DANK – auch unterm Christbaum!

Von Felizitas Küble

Manchmal tun wir ein gutes Werk, wenn wir einem lieben (oder weniger lieben) Mitmenschen einen freundschaftlich gemeinten Rippenstoß geben und ihn auf einen Fehler oder Irrtum hinweisen. Das ist offen und aufrichtig – im Unterschied zum Getratsche hinter seinem Rücken. 

So hilfreich konstruktive Kritik sein kann, noch besser und auch wirksamer ist es, wenn wir unseren Nächsten ermutigen und ihn für das loben, was er wirklich an Gutem leistet und vollbringt.

So können wir doch ins Geschenk für Geschwister oder Freunde ein paar schulterklopfende Zeilen hinzufügen – und nicht nur „Frohe Weihnachten“ wünschen (besser ist sowieso der christliche Gruß: Gesegnete / gnadenreiche Weihnachten!).

Wir können z.B. schreiben, warum wir uns über die Hilfsbereitschaft unseres Bruders besonders freuen – oder über die immer fröhliche Art unserer Schwester. Solch ein ehrlich gemeinter Lob-Brief verbessert nicht nur die Stimmung, sondern ermutigt im Guten!

Den Eltern können wir DANKes-Zeilen schreiben: So können wir uns bei Mutter für ihre Warmherzigkeit und Fürsorglichkeit bedanken, ihre Aufmerksamkeit, Schaffensfreude und das gute Zuhören – und bei unserem Vater für seinen Einsatz zugunsten seiner Familie, seinen Arbeitseifer, Rechtschaffenheit, Wahrheitsliebe usw.

Das sind hier nur beliebige Beispiele, die jeder selber mit Leben und mit den passenden Tugenden füllt, die es bei Anderen zu würdigen gilt.

HERZ-TRAINING in der Schule verbessert das Klassenklima

Im neuen Gemeindebrief der evangelischen Apostelkirchen-Gemeinde von Münster berichtet die Lehrerin Doris Möhring unter dem Titel „Ein Lob dem Lob“ ganz praktisch aus ihrem Schulalltag:

„In der Schule machen wir das Herztraining seit einiger Zeit mit sog. Lob-Briefen. Die Schüler/innen schreiben sich Briefe, um sich gegenseitig zu loben für das Einhalten von  Grundrechten….Diese Briefe werden vorgelesen und persönlich überreicht.

Das Klassenklima hat sich dadurch spürbar verbessert und die Schüler/innen nehmen zunehmend ihre Selbstverantwortung wahr und sich selber ernster. Und wir Erwachsenen? Wie gut tut es auch uns, ein Lob zu hören. Wir sehr lässt uns Anerkennung wachsen und unsere manchmal ungeahnten Fähigkeiten beleben.“

Eben! – Also versuchen wir doch alles unser Glück – um anderer Menschen Glück zu steigern. Gewiß nicht nur an Weihnachten, aber das „Fest der Liebe“ eignet sich besonders gut. Aber auch zum Geburtstag oder Namenstag können wir mit solchen Mutmach-Briefen viel Freude bereiten!


Irak: Muslimischer Geschäftsmann ließ Riesen-Christbaum in Bagdad aufstellen

Bagdad wird in diesen Tagen von einem riesigen Weihnachtsbaum überragt. Er ist etwa 25 Meter hoch mit einem Durchmesser von rund 10 Metern und befindet sich im al-Zawra Park, einem Freizeitpark der irakischen Hauptstadt. 302469-weihnachtsbaum-in-bagdad

Das Projekt, das insgesamt 24.000 US-Dollar gekostet hat, wurde von einem muslimischen Geschäftsmann der Stadt initiiert – aus Solidarität gegenüber den Christen, wie er der Presseagentur AP erklärte.

Damit habe er das Ziel verfolgt, andere mit «unseren christlichen Brüdern in ihrem Fest» zu vereinen und den Irakern zu helfen, «ihr Leid zu vergessen, insbesondere den Krieg in Mossul».

Noch zu Beginn dieses Jahrtausends lebten im Irak über eine Million Christen. Doch seit Beginn des Krieges und durch das Wirken von ISIS sind sie zu Zehntausenden aus dem Land geflohen. Mittlerweile sprechen Experten von der Gefahr, dass es, wenn die Tendenz so weitergeht, bald in der Region, die als «Wiege des Christentums» gilt, keine Christen mehr geben wird.

Quelle: http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/asien/302470-muslimischer_geschaeftsmann_stellt_riesigen_weihnachtsbaum_auf.html


Pilger-Infos: Weihnachten in Israel

Presse-Information der israelischen Botschaft in Berlin:

Weihnachten in Israel zu feiern, ist eine besonders festliche und spirituelle Erfahrung für viele Pilger. Ob Nazareth, Jerusalem oder Haifa – viele Städte in Israel bieten in der Weihnachtszeit ein spezielles Programm für Pilger und Touristen an.

Nazareth:
Vom 13. bis 20. Dezember wird die Stadtverwaltung von Nazareth einen Weihnachtsmarkt ausrichten. Besucher finden dort neben einem großen Essensangebot auch Kunsthandwerk und Kunstgegenstände. Am 19. Dezember werden das Galiläa-Orchester, der Chor des Oberen Galiläas und die Sängerin Keren Hadar ein festliches Chanukka- und Weihnachtskonzert geben. Es dirigiert Yishai Shtekler.

BILD: Öffentlicher Christbaum in Israel

Am 24. Dezember findet eine traditionelle Parade mit tausenden Jugendlichen aus Jugendbewegungen und den Vorsitzenden der christlichen Gemeinden in der Hauptstraße von Nazareth statt. Sie wird an der Verkündigungsbasilika mit einem festlichen Feuerwerk enden. Die Weihnachtsmesse wird um 19 Uhr in der Verkündigungsbasilika gefeiert. Am 1. Weihnachtstag werden alle katholischen Kirchen die Messe feiern.

Jerusalem:
In Jerusalem gibt es zahlreiche weihnachtliche Veranstaltungen. Das YMCA lädt am 18. und 19. Dezember zu einem Weihnachtsbasar ein, bei dem unter anderem weihnachtliche Waren und Handwerk angeboten werden. Seit 60 Jahren organisiert das YMCA außerdem in der Weihnachtszeit einen besonderen Tag für 600 Kinder in Jerusalem, deren Familien arm sind.

Das traditionelle Weihnachtslieder-Konzert im YMCA findet am 24. Dezember um 20 Uhr statt. In diesem Jahr treten unter anderem der internationale Jerusalemer YMCA-Jugendchor und Solisten der israelischen Oper auf.

Weihnachtsmessen werden in Kirchen in ganz Jerusalem angeboten, beispielsweise in der Grabeskirche, der Kirche Sankt Katharina und der Kirche Sankt Stephanus.

Tel Aviv – Jaffa:
Bis Januar wird am Hafen von Alt-Jaffa zum ersten Mal ein Weihnachtsmarkt präsentiert. Für Weihnachtsstimmung sorgen unter anderem ein spektakulärer Weihnachtsbaum und Schneekanonen. An den Ständen werden lokale Produkte wie etwa Olivenöl, Früchte, Gemüse und Delikatessen angeboten.

Haifa:
Haifa feiert ein einzigartiges und besonderes Ereignis, das Festival „Fest der Feste“. Das Event findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt und symbolisiert das harmonische und friedliche Zusammenleben sowie den gegenseitigen Respekt aller sechs Religionsgemeinschaften, die in der Stadt vertreten sind. Das „Fest der Feste“ wird vom 8. bis zum 24. Dezember an den Wochenenden im Viertel Wadi Nisnas gefeiert.

Bethlehem (Palästinensische Autonomiegebiete):
An den Weihnachtsfeiertagen bietet das Tourismusministerium kostenlose Transportmöglichkeiten für Pilger, die zwischen Jerusalem und Bethlehem pendeln. Busse werden am 24. Dezember ab 15 Uhr vom Carta-Parkplatz beim Mamilla-Boulevard in Jerusalem zur Geburtskirche in Bethlehem fahren. Karten für die Weihnachtsmesse müssen online bestellt werden.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Israelisches Tourismus-Ministerium


Christmette im Regensburger Dom: „Offen sein für d a s Geschenk aller Geschenke“

Bischof Rudolf Voderholzer hat die Christmette mit den Gläubigen im vollbesetzten Regensburger Dom gefeiert. In seiner Predigt ermutigte der Bischof die Menschen, zu weihnachtlichen, zu neuen Menschen zu werden: Christmette Dom 2012

„Das Kind in der Krippe ist das Weihnachtsgeschenk schlechthin, das Urbild und die Quelle jeder Herzensgabe, mit der wir zum Weihnachtsfest Freude, Liebe und Zuneigung bekennen.

Öffnen Sie Ihr Herz für dieses Geschenk aller Geschenke. Nicht das Ansichreißen erlöst den Menschen. Kein Geld der Welt kann Glück, Lebensfülle oder Liebe kaufen. Alles, was im Leben wichtig ist, muss man sich vom Himmel schenken lassen.“

Der Christbaum ist wie ein sinnliches Bild weihnachtlichen Geschehens, ja der Geschichte Gottes mit den Menschen. Seine Kugeln verweisen auf den Apfel des Paradiesbaumes, den der alte Adam an sich riss. Seine Lichter durchdringen das Dunkel, das Adams Selbstherrlichkeit der Welt bescherte.

Die Kerzen stehen für den „neuen Adam“, für die Quelle allen Lichts, für Christus, geboren in Bethlehem; zu Deutsch: Brothausen, Haus des Brotes.  –  Darauf verweisen die Lebkuchen.

Die Sterne des Christbaums führen den Weg zum Kind in der Krippe, das ewiges Leben schenkt, immergrün wie die Tanne. Sein Holz deutet auf den Stamm des Kreuzes, an dem Christus seine Liebe zu den Menschen bis zum bitteren Tod erfüllte.

Der Regensburger Oberhirte erklärte:

„Der Christbaum des Petersplatzes in Rom stammt in diesem Jahr aus der bayerisch-böhmischen Grenzregion. Er ist ein wahrhaft grenzüberschreitender Baum, der die Universalität des göttlichen Geschenks beleuchtet. Gott meint jeden Menschen, wirklich jeden, zu allen Zeiten, überall und in jeder Phase des Lebens.“

Quelle (Text und Foto): Bistum Regensburg:

Dr. Veit Neumann
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2
93047 Regensburg


Der erste Christbaum Bayerns wurde bereits 1590 in Schwarzach aufgestellt

Ursprung und Geschichte des Christbaums

Überall leuchten sie nun bald wieder, die Christbäume. Geschmückt mit Lichterketten, bunten Christbaumkugeln, Lametta und Strohsternen stehen sie in Kirchen und Wohnungen, erhellen Plätze und Dörfer.  Christbaum

Wo und wann der Christbaum seinen Ursprung hatte, kann heute nicht mehr eindeutig geklärt werden. Vermutlich hat er sich im Lauf der Zeit aus den Bräuchen der unterschiedlichsten Kulturen entwickelt. Immergrüne Pflanzen galten als Quell der Lebenskraft, sie sollten Gesundheit in das Haus bringen.

Schon die Römer schmückten ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen und in den nördlichen Regionen wurden im Winter Tannenzweige ins Haus gehängt, um damit die bösen Geister abzuwehren.

Die eigentliche Geschichte unseres Christbaums beginnt im 16. Jahrhundert. Zwar soll die Freiburger Bäckerschaft schon im Jahr 1419 einen Baum mit allerlei Naschwerk, Früchten und Nüssen behängt haben, den die Kinder dann an Neujahr plündern durften, doch diese Aussage lässt sich urkundlich nicht belegen.

Erst 1539 gibt es einen urkundlichen Beleg über einen Weihnachtsbaum im Straßburger Münster. Und erste Aufzeichnungen über den Christbaum als einen allgemein üblichen Brauch findet man im Elsass im Jahr 1605.

Außergewöhnliche Entdeckung im Archiv

Bisher ist man auch davon ausgegangen, dass der Christbaum erst viel später nach Bayern gekommen ist. Doch dann hat der Oberpfälzer Heimatforscher Josef Fendl eine Entdeckung gemacht, nach der die Geschichte des Christbaums in Bayern umgeschrieben werden muss.

Denn im bischöflichen Zentralarchiv in Regensburg fand er bei der Arbeit an einer Chronik von Schwarzach in Niederbayern unter einem Stapel von Kirchenakten ein Papier aus dem Jahr 1590.

Bei dem Papier handelt sich um eine „Überschreibung“ des Pfarrers an den Bischof von Regensburg. Beim „Überschreiben“ eines Pfarrers wenden sich Gemeindemitglieder an den Bischof, um sich über ihren Seelsorger zu beklagen. So auch die Schwarzacher Schäfchen. Mehrere Punkte waren in dem Papier aufgeführt, denn der eifrige Seelsorger namens Wolfgang Schopper war bisweilen in seiner Wortwahl nicht zimperlich.

Doch das wichtigste ist unter Punkt 6 zu lesen:

Im selbigen Jahr  –   also im Jahr 1590  –  habe der Pfarrer „am heiligen Weihnachtstag zu der Vesper vom hochwürdigen Sakrament“ an ein Tannenbäumel Äpfel gesteckt: Das kann nur eine Art Christbaum gewesen sein, davon ist auch der Heimatforscher überzeugt.

Nun ist nicht anzunehmen, dass früher die Aufstellung eines Christbaums in der Kirche zur Weihnachtzeit für wichtig genug angesehen wurde, um das Geschehen in den Chroniken zu erwähnen. So ist es nur dem Schwarzacher Pfarrer Wolfgang Schopper und dem Heimatforscher Josef Fendl zu verdanken, dass der kleine Ort Schwarzach die erste urkundliche Erwähnung eines Christbaumes in Bayern vorweisen kann.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Bischöfe brachten Christbaum aus dem Böhmischen Wald zu Papst Franziskus

Oberhirten von Regensburg und Pilsen gemeinsam in Rom

Am gestrigen Freitag nahm Bischof Rudolf Voderholzer an der offiziellen Übergabe des Christbaumes aus dem Böhmischen Wald in Rom teil. Auch eine Delegation von tschechischen Gästen war vertreten, darunter der Bischof von Pilsen, Frantisek Radkovsky. Das Bistum Regensburg pflegt seit vielen Jahren eine innige Freundschaft zu der Nachbardiözese. or131213133007_111560

Bereits am Morgen feierte der Regensburger Oberhirte mit Bischof Frantisek und den zahlreichen Gästen aus Waldmünchen und Tschechien einen Gottesdienst am Kathedra-Altar im Petersdom in Rom.

Danach folgte die Audienz bei Papst Franziskus für die gesamte Delegation aus Bayern und Tschechien. Die Schwarzen Panduren im Trenckverein Waldmünchen organisierten heuer nach 1984 zum zweiten Mal den Christbaum für den Petersplatz in Rom.

Das FOTO zeigt den Papst mit Bischof Voderholzer, Bischof Radkovsky sowie Mitgliedern der Delegation.

Quelle: Bistum Regensburg / Foto: KNA