Der ISLAM als Schicksalsfrage für Europa

Von Dr. Udo Hildenbrand

Wahrscheinlich machen sich sehr viele Menschen Gedanken über die Zukunft Europas. Sorgenvoll beobachten sie dabei die Vorgänge im Zusammenhang mit der Migrationswelle aus insbesondere islamischen Ländern.

Dazu kommen die vielfältigen Probleme und Schwierigkeiten, die sich aus den religiösen und kulturellen Verschiedenheiten und Gegensätzen mit der Religion Mohammeds ergeben.

Auch die Informationen über die weltweite Christenverfolgung gerade auch in islamisch dominierten Ländern bereiten Sorgen. Dazu kommt das insbesondere in Europa schwächelnde Christentum mit seinen spezifischen Problemen.

In Verantwortung auch für ihre Kinder und Kindeskinder, für die künftigen Generationen fragen sich nicht nur besorgte Eltern hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung: „Wie wird Deutschland, wie wird Europa in dreißig/vierzig Jahren aussehen? Werden die Muslime in Europa aufgrund der muslimischen Immigration und des Geburtenüberschusses zur wahlentscheidenden Minderheit, oder gar zur Bevölkerungsmehrheit auf dem europäischen Kontinent? Wird der Islam künftig tatsächlich das Schicksal Europas bestimmen“?

Westlicher Kunstbegriff „Islamismus“

Welche islamischen Gelehrten mit Rang und Namen, welche einfachen an Koranschulen in einem islamischen Land differenzieren zwischen Islam  und Islamismus?

Mit dem westlichen Kunstbegriff Islamismus als fundamentalistische, radikale Variante zum Islam will man hierzulande jene Problemzonen und dunklen Fakten des Islams verharmlosen oder verschleiern, die mit westlichen Wertvorstellungen inkompatibel sind.

Oder kurz formuliert: Alles, was am Islam fanatisch, aggressiv und terroristisch ist, wird als Islamismus deklariert. Der Unterschied zwischen Islam und Islamismus ist jedoch nur gradueller, keineswegs prinzipieller Art.

Bei Unsicherheit  frag doch einfach auch mal Erdogan. Er gibt dir die erhellende Antwort: „Es gibt keinen moderaten und nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam. Und damit hat es sich.“ – Basta! Übrigens: Haben nicht alle Muslime gemeinsam mit den sogenannten „Islamisten“ ein und denselben Koran?

So stellt Johannes Röser, ehem. Chefredakteur der Zeitschrift Christ in der Gegenwart, zu dieser Problematik fest:

Die bloß beschwichtigende Wortakrobatik, die meint, mit dem Kunstbegriff ´islamistisch´ die düsteren Fakten aussondern zu können, ist nichts als Kosmetik, die reale Problemzonen übertüncht. Einzig an den Muslimen liegt es, Verantwortung zu übernehmen für jene innerislamischen Traditionen und Interpretationen, mit denen sich die Dschihadisten in Treue zum Ur-Islam sehen.“

Gehört d e r Islam zu Deutschland?

Ein ehemaliger Bundespräsident, eine noch amtierende Bundeskanzlerin, zahlreiche Politiker, sogar Kirchenleute bejahen diese Frage, vertreten aber eine eindeutige Minderheitenmeinung. Nur 22% der in einer Umfrage Befragten teilen diese ominöse These von der Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland.

Die Verteidiger erkennen bei sich offensichtlich keinen Widerspruch, wenn sie die These „DER Islam gehört zu Deutschland“ mit großem Nachdruck vortragen und nahezu im gleichen Atemzug voller Überzeugung, jedoch bar jeglicher Logik betonen: „DEN Islam gibt es nicht“.

Dazu kommt: Natürlich gibt es DEN Islam, genauso wie es DAS Christentum, DEN Buddhismus, DEN Hinduismus, DEN Kommunismus, DEN Atheismus usw. gibt. Alle Religionen und Weltanschauungen unterteilen sich in Konfessionen und in verschiedene Strömungen.

Jene, die immer noch unbeirrt an dieser umstrittenen These festhalten, sind vor allem auch zu fragen: Haben sie sich jemals kundig gemacht, welche Lehren in den Moscheen und Koranschulen der sehr divergierenden islamischen Glaubens- und Rechtsschulen auch hier in Deutschland vertreten und vermittelt werden?

So in der asch‘aritischen, maturidischen,mu‘tazilitischen, in der salafitischen, sunnitischen und in der schiitische Glaubensschule, sowie in den hanbalitischen, hanafitischen, malikitischen und schafi‘itischen Rechtsschulen.

Was wird da in den Glaubensschulen gelehrt und in den Moscheen gepredigt, wie wird da in den Rechstschulen geurteilt etwa über Freiheit und Toleranz, über Religions- und Meinungsfreiheit, über Gleichberechtigung von Mann und Frau, über Polygamie, Zwangsverheiratung und Sklaverei, über Parallelrechtsprechung und die herabsetzende Haltung gegenüber den „Ungläubigen“, schließlich auch Lehren über die soziale Ausgrenzung und lebensbedrohenden Zugriffe bis hin zur Todesstrafe für Islam-Abtrünnige?

Was steht da nicht alles unüberbrückbar unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung und den Gesetzen unseres Landes gegenüber?

Möglicherweise müssen sich jene Politiker/innen und Interessensvertreter/innen eines Tages einen leichtfertigen Umgang mit unseren demokratischen Werten vorwerfen lassen, die heute die These von der Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland auch aus wahltaktischen oder ideologischen Gründen vertreten.

Mit dem Vorwurf der Fahrlässigkeit und der Verantwortungslosigkeit müssen sie sich dann – wenn es vielleicht schon zu spät ist – konfrontieren  und fragen lassen: „Warum habt Ihr die Erkenntnis einfach ignoriert bzw. zu spät realisiert, dass das islamische Wertesystem mit unserer freiheitlich-demokratischen Werteordnung grundsätzlich nicht kompatibel ist?“

Wer behauptet, der Islam gehöre zu Deutschland und habe auch Europa mitgeprägt, der möge zugleich darlegen, welche konkreten Anregungen und Werte, welche zivilisatorischen, geistig-kulturell und sozial prägenden Leistungen der Islam für das Werden des freiheitlich-demokratischen Europas in der Vergangenheit tatsächlich eingebracht hat und in heutiger Zeit einbringt.

Hat die Religion Mohammeds etwa mit irgendwelchen nennenswerten philosophischen Grundüberlegungen oder technischen und kulturellen Errungenschaften die deutsche Kultur, unsere Gesellschaft-, Staats- und Rechtsordnung mitgeprägt?

Christentum von jüdischer Tradition mitgeprägt

Dagegen ist der christliche Glaube in der Verbindung mit der jüdischen Tradition die einzige identitätsstiftende religiöse Kraft, von der die Kultur Europas und Deutschlands über Jahrhunderte hinweg entscheidend geprägt wurde und heute noch weithin gesprägt ist.

So stellt der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, klar:

„Der Islam gehört zu Deutschland.“ – Mit diesem Satz kann nicht gesagt werden, dass der Islam die deutsche Staatsordnung, Rechtsordnung , Gesellschaftsordnung und Kultur geprägt hat.“

Dennoch: In einer spezifischen Hinsicht gehört auch der Islam zu Deutschland, zu Europa. Inwiefern nun plötzlich doch ?

Weil er in negativer Weise das Überleben des Westens in langen Jahrhunderten hat fraglich werden lassen. Denn die Religion Mohammeds hat bekanntlich den europäischen Kontinentin einem Zeitraum von etwa 1000 Jahren vielfach und immer wieder bedroht, ihm militärische Abwehrschlachten aufgezwungen und gegen ihn – letztlich vergeblich – angekämpft.

Ständig schwebte das Damoklesschwert des Islams über Europa.

So hat der Islam durch die Fülle kriegerischer Auseinandersetzungen faktisch auf die Geschichte Deutschlands und Europas massiven Einfluss genommen und dadurchauch mitgeprägt, allerdings als schwere Last und Bürde. Hätte diese Religion schon im 8. Jahrhundert diesen Kampf gewonnen, wären heute Freiheit und Demokratie höchstwahrscheinlich Fremdwörter für den europäischen Kontinent.

Die Sache mit den  Muslimen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die unser freiheitlich-demokratisches  Grundgesetz und die Gesetze unseres Landes vollumfänglich anerkennen und beachten, steht auf einem anderen Blatt. Sie gehören zu Deutschland.

Dennoch bestehen berechtigte Zweifel: Können überzeugte Muslime, die den Koran ohne Einschränkung ernstnehmen, zugleich auch wirklich überzeugte Demokraten sein ?

Wie soll daszusammengehen, was die Geschäftsordnung des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland (2007) zusammenbringen möchte: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed“ und „Bundesrepublik Deutschland“?

Wie soll das übereinstimmen, ohne dass auf einer der Seiten massive, letztlich verfälschende Einschnitte gemacht werden müssten ? Islam und freiheitlich-demokratische Grundordnung: Eine unlösbare Spannung, die letztlich nur Muslime lösen können!

Nicht aber durch die Auflösung unseres freiheitlich-demokratischen Wertesystems, nicht durch die Aufhebung der Trennung von Religion und Staat, die den Prinzipien islamischer Staaten zutiefst wirderspricht. Dies zu verhindern, ist vordringliche Aufgabe aller politischen und gesellschaftlichen Verantwortungsträger in den demokratischen Ländern.

Nach Adonis, der als der bedeutendste arabische Gegenwartsdichter gilt, ist die Trennung von Staat und Religion die unabdingbare Bedingung für eine moderne demokratische Gesellschaft:

„Wenn es keine Trennung von Religion und Staat gibt, wird es keine Demokratie geben, keine Gleichstellung für die Frau. Dann behalten wir ein theokratisches System.

Unser Autor Dr. theol. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester war zuletzt Spiritual eines Klosters im Schwarzwald.

Von ihm stammt u.a. das Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung); es ist für 11,80 € portofrei bei ihm erhältlich  – per Mail: udo.hildenbrand@gmx.de


Buch-Tip: Neuerscheinung über islamische Strömungen mit Weltherrschaftsanspruch

Wer wird die Welt beherrschen? Der erobernde Westen? Das erobernde China? Der erobernde Islam? – Große, übergeordnete Systeme wollen herrschen!

Der Islam ist das weltanschauliche System, das weltweit am schnellsten wächst. Wo der erobernde Islam Fuß fasst, scheinen Konflikte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen unvermeidlich.

Aber Vorsicht: Es gibt tausend verschiedene Arten, ein Muslim zu sein – liberal oder radikal, als Sufi, Salafist, Agnostiker, Dschihadist und vieles mehr.

Für viele Muslime ist der Islam überhaupt kein eroberndes System, sondern nur eine Sinnquelle, ihre Religion. Wenig praktizierende Muslime kennen häufig ihre eigenen Grundlagentexte nicht gut und auch nicht die Eroberungsstrategien, die seit den Ursprüngen ihrer religiösen Tradition verfolgt wurden.

Shafique Keshavjee stellt diese Vielfalt des Islam vor – vor allem aber beschreibt er, wie der erobernde Islam im Sinne eines „übergeordneten Systems“ alle Dimensionen des Daseins, die spirituellen, gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen etc. einschließt und wie seine Welteroberungsstrategie funktioniert.

Und diese Richtung des Islam kann sich zu Recht auf die Grundlagentexte des Islam berufen – ganz anders als beim Christentum, wo im Neuen Testament grundlegend zwischen Religion und Politik unterschieden wird.

Das Buches hilft zu verstehen, wie dieses System es mit seinen Vormachtsansprüchen geschafft hat, viele Orte, an denen es Fuß gefasst hat, zu beherrschen und zu erobern.

Dieses Buch ist im März 2021 im evangelikalen Brunnen-Verlag erschienen, umfaßt 208 Seiten und kostet 15 Euro.

Bestellungen hier: https://www.sendbuch.de/a115279/shafique-keshavjee/der-erobernde-islam


Der hl. Franz Xaver war der Apostel Indiens

Die Kirche feiert am heutigen 3. Dezember das Fest des heiligen Franz Xaver (1506 – 1552), einen der ersten Schüler des hl. Ignatius von Loyola und ein Gründungsmitglied der Gesellschaft Jesu.

Franz Xaver lebte nur 46 Jahre und 8 Monate, doch er leistete in gut 10 Jahren unglaubliche Missionsarbeit und brachte das Evangelium in Kontakt mit den großen orientalischen Kulturen. Seine Reisen führten ihn nach Indien und Japan. Er starb, kurz bevor er sich aufmachen wollte, die Botschaft Christi in China zu verkünden.

Für seine missionarischen Eifer wurde er 1748 zum Schutzpatron des Ostens erklärt und schließlich 1927 zum Schutpatron der Missionen, zusammen mit der hl. Theresia vom Kinde Jesu.

Franz Xaver wird auch „der heilige Paulus von Indien“ genannt, da seine Missionsarbeit von hier aus entscheidend für die Verbreitung des Christentums in ganz Südasien war.

In seinem kurzen, aber intensiven Jahrzehnt in der Mission hat sich der Heilige nicht geschont, wie er in seinen Briefen an den Ordensgründer Ignatius erzählt:

„Die Vielzahl der Konvertiten ist so groß, dass meine Arme oft so weh tun, bis sie getauft sind und ich keine Stimme mehr habe und keine Kraft, das Glaubensbekenntnis und die Gebote in ihrer Landessprache zu wiederholen“.

Quelle: Fidesdienst


Europäisches ReIReS-Netzwerk bietet Web-Datenbank zur Religionsforschung

Datenbank vereint große Sammlungen verschiedener europäischer Institutionen und bietet damit verbesserten Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen

Im EU-Projekt „Research Infrastructure on Religious Studies” (ReIReS) engagieren sich seit mehr als zweieinhalb Jahren verschiedene europäische Institutionen, darunter die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), für die Etablierung einer innovativen Infrastruktur für Religionsforschung in Europa.

Ziel ist der transnationale und virtuelle Zugang zu wichtigen Quellen und Forschungsmaterialien im Bereich der europäischen Religionsforschung. In diesen Tagen startet nun mit ReIReSearch unter https://reiresearch.eu/ eine web-basierte Forschungsdatenbank, die als Suchwerkzeug einen verbesserten Zugang für Forschungen zu Judentum, Christentum und Islam sowie antiken und außereuropäischen Religionen bietet.

Die historische Religionsforschung stellt verschiedene Herausforderungen: Sie untersucht Ereignisse, die über verschiedene Epochen, Kontexte und Kulturen hinweg stattgefunden haben. Dies erfordert eine Vielzahl von Quellen, Datentypen und Forschungsmethoden, die über die Welt verteilt und teils nicht leicht aufzufinden sind.

Die Vielfalt der Katalogsysteme, die Bibliotheken und Archive zur Benutzung ihrer Sammlungen verwenden, erschwert den Zugang. Viele Quellen sind bislang nicht digitalisiert, aber auch Bestände in Open Access sind oftmals schwer zu finden, wenn sie nur durch institutseigene Systeme zugänglich gemacht werden.

Verbesserter Zugang durch technologische Entwicklungen

Um Wissenschaftlern die Suche nach Daten von einem einzigen Standort aus zu erleichtern und gleichzeitig bislang wenig sichtbare Datensätze für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen, wurde nun die ReIReSearch, eine kombinierte Forschungsdatenbank, entwickelt. Hier sollen so viele Daten wie möglich integriert und auf einer einzigen Plattform verfügbar gemacht werden. Das Design der ReIReSearch-Plattform basiert dabei auf den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung. In der Datenbank sollen zudem kontinuierlich weitere Materialien veröffentlicht werden, die derzeit nur in lokalen Netzwerken oder an speziellen Standorten ge­hostet werden.

Datenbank wird ständig erweitert

Zum offiziellen Start der Datenbank enthält ReIReSearch bereits Bestände aus den wissenschaftlichen Bibliotheken der Fondazione per le Scienze Religiose Giovanni XXIII, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der KU Leuven und der Universität St. Kliment Ohridski in Sofia. Gegenwärtig sind unter anderem hebräische Manuskripte aus den Jahren 1700 bis 1920 aus der Jüdischen Gemeinde Mainz, eine digitalisierte Version der Quellen von Kirchenräten, eine Auswahl seltener Bücher und Manuskripte aus der Maurits Sabbe Library Leuven sowie Bücher aus den Bereichen Slavistik und Religion erfasst.

ReIReSearch liefert auch Suchergebnisse aus der Datenbank Index Religiosus, die von Brepols Publishers für Nutzerinnen und Nutzer, die Zugang zu dieser abonnierten Datenbank haben, zur Verfügung gestellt wird. Weiterhin fortlaufend sollen zudem Daten aus anderen Bibliotheken und Forschungsdatenbanken importiert und damit der Nutzen der Datenbank stetig gesteigert werden.

Quelle: Universität Mainz


Kardinal Müller: Im Herzen der Christen erklingt das Danklied der Erlösten

Die Krise der Kirche ist von Menschen verursacht und kann nur durch das einzig wahre „Gegengift“ zur Verweltlichung geheilt werden: Die Wahrheit des Evangeliums Christi, wie Kardinal Gerhard Müller in seiner Neujahrs-Predigt sagte.

Deutlich warnt der ehem. Präfekt der römischen Glaubenskongregation vor einer aggressiven „Selbstsäkularisierung“ der Kirche.  

Nicht wenige „lechzten“ heute nach einer „Zivilreligion“, einem Katholizismus ohne Dogmen und Sakramente, sagte der Kardinal. Wer der Kirche vorwerfe, sie hinke 200 Jahre hinter der Zeit her, erhebe einen falschen Vorwurf.  „Modernisierer“ würden katholische Positionen als „rechts“ oder „traditionalistisch“ denunzieren, um ihre Fortschrittsideologie durchzusetzen, erklärte Müller weiter.

Gleichzeitig spielten andere Katholiken die „Musterschüler der Aufklärung“, die sogar „versprechen, die versäumten Lektionen der atheistischen Religionskritik schnell nachzuholen“.

Der Preis für den Eintritt der Kirche in die „Internationale der Weltreligionen“ sei aber der „Verzicht auf ihren Wahrheitsanspruch“.

Der deutsche Kurienkardinal feierte am 1. Januar 2020 die hl. Messe im US-amerikanischen Phoenix.

CNA Deutsch veröffentlicht die redigierte deutschsprachige Fassung der Predigt:

Lieber Brüder und Schwestern in „Jesus dem Christus, dem Sohne Gottes“ (Mk 1,1).

Wenn wir uns am ersten Tag des Neuen Jahres begegnen, wünschen wir uns wechselseitig ein Glückliches Neues Jahr. Als Christen sehen wir das in dem tieferen Zusammenhang, dass wir alle Gottes geliebte Söhne und Töchter sind.

Als Katholiken verbinden wir unser Wohlwollen für die Mitmenschen mit der wunderbaren Erfahrung, dass alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige im Licht Gottes einen Sinn hat. Wenn in der hl. Messe das Opfer Christi für das Heil der Welt gegenwärtig wird, danken wir Gott dafür.

Wir danken Gott, dass er die Welt erschaffen hat und uns alles gibt, was wir zum Leben brauchen. Wir danken ihm, dass er um unseres Heiles willen Mensch geworden ist und dass er uns den Hl. Geist geschenkt hat.

Wir danken ihm für die Kirche, die im Glauben unsere Mutter geworden ist. Sie ist der Leib Christi, in den wir durch die Taufe und das Bekenntnis des katholischen Glaubens eingegliedert worden sind.

Wir danken ihm für die Familie, in der wir heranwachsen durften und für unsere Freunde, die uns im Leben treue Begleiter sind. Und wenn Gott uns zur Lebensform der Ehe berufen hat, danken wir für unseren Ehemann bzw. unsere Ehefrau sowie die Kinder, die wir lieben, weil sie Gottes Geschenk an ihre Eltern sind.

Wir Christen haben ein musikalisches Lebensgefühl. In unserem Herzen singt und klingt das Danklied der Erlösten.“

Quelle und FORTSETZUNG der Müller-Predigt hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-muller-kirchenfursten-lechzen-nach-einer-zivilreligion-ohne-sakramente-5548


Regensburg: Hörsaal-Vorträge eines Juden und eines Jesuitenpaters am 14. November

Im Gespräch über Religion in turbulenter Zeit

Am 14.11.2019 von 18:30 bis 20 Uhr
Universität Regensburg – Hörsaal H 13, Universitätsstraße 31 in 93053 Regensburg

Das Zweite Vatikanische Konzil hat vor 50 Jahren das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum theologisch neu bestimmt: Dialog ist nötig, um den Anderen und im Anderen sich selber zu verstehen.

Referenten: Christian M. Rutishauser SJ ist Provinzial der Schweizer Jesuiten sowie Lic. phil. Bollag Michel, Fachreferent Judentum und bis 2017 Co-Leiter des Zürcher Lehrhauses

Mehr Information über das gemeinsame Buch der beiden Redner

Eintritt frei, Spenden erwünscht

Veranstalter: KEB in der Stadt Regensburg e.V.
Roland Preußl
Obermünsterplatz 7 in 93047 Regensburg
E-Mail: info@keb-regensburg-stadt.de
www.keb-regensburg-stadt.de

Quelle: https://www.jesuiten.org/termin/ein-jude-und-ein-jesuit-im-gespraech-ueber-religion-in-turbulenter-zeit/

Weltärztebund und interreligiöse Initiative gegen Euthanasie und assistierten Suizid

Die Liga „Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben“ begrüßt die aktuelle Erklärung des Weltärztebundes und die interreligiöse Deklaration von Vertretern der abrahamitischen Religionen gegen assistierten Suizid und Euthanasie.

Ende Oktober 2019 bekräftigte der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) auf der 70. Generalversammlung in Tiflis, Georgien, erneut seinen ablehnenden Standpunkt gegenüber Euthanasie und ärztlich assistiertem Suizid.

Vorangegangen waren intensive Beratungsprozesse mit Ärzten und Nichtmedizinern auf der ganzen Welt. Die WMA betont ihr starkes Bekenntnis zu den Grundsätzen ärztlicher Ethik und fordert höchsten Respekt vor dem menschlichen Leben. Auch solle kein Arzt zur Teilnahme an Euthanasie und assistiertem Suizid gezwungen oder dazu verpflichtet werden, diesbezüglich Überweisungsentscheidungen zu treffen.

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt unterstrich die Bedeutung der Erklärung: „Ärzte sind dem Leben verpflichtet. Es ist wichtig, dass der Welt-
ärztebund das noch einmal zum Ausdruck gebracht hat.“ (Dt. Ärzteblatt 1.11.2019)

Neben der Ärzteschaft positionierten sich auch Vertreter der drei abrahamitischen Religionen und unterzeichneten am 28.10.2019 im Vatikan eine gemeinsame Erklärung gegen Euthanasie und assistierten Suizid:

„Euthanasie und assistierter Suizid sind von Natur aus und in der Konsequenz aus moralischer wie religiöser Sicht falsch und sollten ausnahmslos verboten werden. Jeglicher Druck auf Todkranke, ihr Leben durch aktives und vorsätzliches Handeln zu beenden, wird kategorisch abgelehnt.“

Gefördert und unterstützt werden solle eine qualifizierte und professionelle Palliativmedizin.

Der Vatikan bezeichnete die Deklaration als historisch. Es sei das erste Mal, dass Muslime, Juden und Christen gemeinsam ein solches Dokument unterzeichneten.

Die Liga „Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben“ hofft sehr, dass diese beiden bedeutenden Deklarationen auch in der Politik, bei den Gerichten und in den Medien angemessene Beachtung finden!

Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben
c/o Dr. med. Susanne Ley
Postfach 68 02 75, 50705 Köln
liga@aerzte-in-ehrfurcht-vor-dem-leben.de
http://www.aerzte-in-ehrfurcht-vor-dem-leben.de

Der christliche Glaube ist die tragende Basis der europäischen Völker

Hauptgottesdienst beim 70. Sudetendeutschen Tag

„Es gibt keine andere tragfähige Klammer als den christlichen Glauben, der das vereinte Europa zusammenhalten kann. Die Seele Europas ist das Christentum und das Wasserzeichen ist das Kreuz Christi.“

Das hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer während des Gottesdienstes am Sonntagvormittag beim 70. Sudetendeutschen Tag in Regensburg betont.

BILD: Bischof Voderholzer und seine Mitzelebranten bei der Festmesse in Regensburg

Über die Tatsache, dass Bischof Rudolf als Hauptzelebrant dem Festgottesdienst zum Sudetendeutschen Tag vorstand, freute sich in seiner Begrüßung Monsignore Dieter Olbrich, Präses der sudetendeutschen Katholiken und Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde.

Auch Bischof Rudolf hieß die Gottesdienstbesucher in der Bischofsstadt Regensburg willkommen. Er verwies auf die seit 1951 bestehende Patenschaft Regensburgs für die Sudetendeutschen und auf seine eigenen böhmischen Wurzeln.

„Es ist für mich eine große Ehre und Freude, dieses Pfingstfest hier feiern zu dürfen“, stellte er fest. Er erinnerte an den letzten deutschen Weihbischof in Prag, Dr. Johannes Nepomuk Remiger, dessen Todestag sich am 21. Mai zum 50. Mal jährte und dessen Bruder als Pfarrer in der Heimat von Voderholzers Mutter  –  in Kladrau  – gewirkt hatte.

In seiner Predigt nahm der Bischof auf die vielen Völker beim Pfingstwunder Bezug und schloss daraus, dass „die Kirche vom ersten Tag ihres Bestehens völkerumspannend und universal“ gewesen sei, zumal das Wort katholisch „das Ganze umspannend“ bedeute.

Diese Integrationsfunktion der Kirche gelte historisch besonders für Europa, von den Galliern und Germanen bis heute zu den Bayern, Franken, Schwaben und Sudetendeutschen.

Die musikalische Begleitung des Festgottesdienstes oblag den Böhmerwälder Musikanten unter der Leitung von Kurt Pascher. 

Quelle (Text/Fotos): Bistum Regensburg


„Das Christentum ist die Seele Europas“

Bischof Voderholzer beim 70. Sudetendeutschen Tag

„Es gibt keine andere tragfähige Klammer als den christlichen Glauben, der das vereinte Europa zusammenhalten kann. Die Seele Europas ist das Christentum und das Wasserzeichen ist das Kreuz Christi.“

Das hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) während des Gottesdienstes am Sonntagvormittag beim 70. Sudetendeutschen Tag in Regensburg betont.

Der katholische Oberhirte verwies auf den völkerumspannenden und universalen Charakter der Kirche. Wie beim Pfingstwunder stehe die Kirche für Integration und Völkerverständigung, denn katholisch bedeutet „das Ganze umspannend“.

Dies gelte – historisch – besonders für Europa, von den früheren Galliern und Germanen bis heute zu den Bayern, Franken, Schwaben und Sudetendeutschen.

Daher stimmte der Oberhirte, der selbst sudetendeutsche Wurzeln hat, dem Motto des Sudetendeutschen Tages „Ja zur Heimat im Herzen Europas“ deutlich zu.

„Europa ist eine geistig-geistliche Größe und seine Seele ist das Christentum“, sagte er. Er nannte die verbindenden Elemente der Gotik, der Marienverehrung und der europäischen Pilgerstraßen die Pulsadern des christlichen Europas.

Tschechischer Kirchenvertreter würdigt deutsche Prägung Prags

Für die Tschechische Bischofskonferenz sprach Monsignore Adolf Pintíř, Geistlicher Beirat der tschechischen Sdružení Ackermann-Gemeinde. Adolf Pintíř grüßte die Sudetendeutschen auch im Namen aller Gläubigen in der Tschechischen Republik.

Die deutsch-tschechische Vergangenheit beginne nicht erst vor 70 Jahren. Der Monsignore verwies auf den Regensburger Bischof Wolfgang, der das Erzbistum Prag durch Abtrennung von seinem Bistum Regensburg gegründet hat. Er steht für die gemeinsame Vergangenheit in Christus.

„In den vergangenen 100 Jahren standen aber Leid, Hass, Gewalt, Schuld und Vertreibung im Vordergrund des Verhältnisses unserer Völker. Das kommende Zeitalter muss mit Versöhnung, Entschuldigung, Anerkennung und Liebe verbunden sein. So feiern wir dann immer Pfingsten“, sagte Monsignore Adolf Pintíř.

Quelle: Bistum Regensburg


Kein Christentum ohne Kreuz: Angepaßter Glaube ohne die Kraft des Evangeliums

„Eine der großen existenziellen Tendenzen unserer heutigen Welt ist es, alles ’schmerzfrei‘ gestalten zu wollen. Viele Christen in Afrika träumen von einem friedlichen Leben ohne Leiden und Opfer. In der Praxis träumen wir von einem schmerzfreien Christentum“, so Pater Donald Zagore, ivorischer Theologe von der Gesellschaft der Afrikamissionen.

„Wir träumen von einem Leben ohne Leiden, Schmerz und Not. Diese existentielle Herangehensweise, die von Ängsten und Buße bereinigt ist, zeigt sich auch in der Realität der religiösen Erfahrung. Und doch“, so Zagore weiter, „führt ein schmerzfreies Christentums dazu, dass der Einzelne Gefangener einer illusorischen Realität wird. Es wird zu einer spirituellen Illusion. Die afrikanische Kirche muss zeigen, dass es kein echtes Christentum gibt, ohne die Kraft und die Macht des Kreuzes, den Weg zur Erlösung.“

„Der gesamten missionarischen Tätigkeit Christi, aus der die missionarische Tätigkeit der Kirche hervorgeht, wohnt das Kreuz inne. Im Leiden, im Schmerz, in den Tränen, in den Enttäuschungen, in den Missverständnissen, in den Widersprüchen manifestiert sich die Kraft des Evangeliums Christi. Dies ist die existenzielle Realität des Glaubens und der Missionstätigkeit, der sich jeder Christ, der durch die Taufe auch Missionar ist, nicht entziehen kann“, so Pater Zagore weiter.

„Das anästhesierte Christentum, das auf den Straßen, in Afrika und in Teilen der Welt verkündet wird und die Massen anzieht, kommt nicht von Jesus Christus, sondern ist ein rein menschliches Unternehmen, das in einer im Wesentlichen wirtschaftlichen Dynamik aufgebaut und als ‚Produkt‘ die Nachfrage befriedigen soll. Aus diesem Grund kann das schmerzfreie Christentum in keiner Weise zu authentischem und prophetischem Glauben und missionarischer Tätigkeit führen“, betont der Ordensmann abschließend.

Quelle: Fidesdienst