Regensburg: Bittamt mit Bischof Voderholzer für die Stadt und das Bistum gefeiert

Erstmals wieder mit der zugelassenen Öffentlichkeit hat Bischof Rudolf Voderholzer am Mittwochabend in der Hohen Domkirche St. Peter Regensburg Gottesdienst gehalten. Es war ein Bittamt am Vorabend des Hochfestes Christi Himmelfahrt.

Am Ende des Gottesdienstes trat der Bischof mit dem Allerheiligsten Sakrament vor die Domkirche und segnete die Stadt und ihre Bewohner.

In seiner Predigt sagte der Regensburger Oberhirte: „Heute abend tragen wir die Anliegen, Sorgen und Nöte der Kirche von Regensburg und der ganzen Stadt vor Gott hin.“ –  Als erstes nannte er in diesem Zusammenhang die Kranken, Alten und die Sterbenden. 

Ins Gebet schloss Bischof Voderholzer ebenfalls die Familien ein, die „manch leidevolle Situation durchmachen mussten“.

Eigens erwähnte der Bischof auch diejenigen, die in große wirtschaftliche Nöte geraten sind: „Möge es mit Gottes Hilfe und der Solidarität in der Gesellschaft gelingen, Arbeitsplätze und Existenzen, oft das Lebenswerk mehrerer Generationen zu retten“.

Eingeschlossen wurden außerdem die Künstler und Freischaffenden, die für Schönheit, Nachdenklichkeit und kulturellen Mehrwert sorgen – sowie z.B. die Forscher, die Heilmittel und einen Impfstoff suchen. Der Bischof sagte zudem:

„Wir schließen ein auch die Sorgen nicht weniger, dass die gegenwärtige Krise missbraucht werden könnte zur Einschränkung individueller Freiheitsrechte und zur Bereicherung einiger weniger, die aus der allgemeinen Not noch Profit zu schlagen verstehen.“

Angesichts des nahenden Pfingstfestes flehte der Bischof um die rechte Erkenntnis: „Komm, Heiliger Geist, zeige uns, wo wir umkehren müssen, öffne uns die Augen für die Lehren, die wir aus dieser Krise ziehen müssen.“

Quelle: Bistum Regensburg – Foto: Dr. Veit Neumann


Regensburg: Traditionelle Bittprozession am 13. Mai (Vorabend von Christi Himmelfahrt)

Naturkatastrophen, Flüchtlingsdramen, Hunger, Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. – Die Not hat viele Gesichter.

Die vielfältigen Anliegen unserer Zeit ins Gebet zu nehmen, dazu lädt Bischof Rudolf Voderholzer am Vorabend von Christi Himmelfahrt, 13. Mai 2015, die Gläubigen der Regensburger Pfarreien ein. Bittprozession 2013

Die traditionelle Regensburger Bittprozession  beginnt um 19 Uhr im Dom St. Peter mit einem Pontifikalamt. Anschließend gehen wir in einer Lichterprozession durch die Regensburger Altstadt zum Emmeramsplatz, wo der Gebetsabend mit den Fürbitten und dem Segen endet.

Im „Jahr des Geweihten Lebens“ steht die Bittprozession unter dem Motto, das sich die deutschen Ordensgemeinschaften gegeben haben: „Für Gott. Für die Menschen“.

Die Bittprozession, die gerade in den Tagen um Christi Himmelfahrt in der katholischen Kirche eine lange Tradition hat, soll Ausdruck des lebendigen Vertrauens in Gott sein. Im Vertrauen auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria und aller Heiligen und Seligen unseres Bistums beten wir gemeinsam in den Anliegen der Zeit.

Organisatorische Hinweise:

Es wird ein Liedheft erstellt; das Gotteslob braucht nicht mitgebracht zu werden.  Möglichst viele Ministranten sollen in liturgischen Gewändern mitgehen; Plätze sind im Dom im nördlichen Querhaus vorgesehen.

Kirchliche Vereine und Verbände sind mit ihren Bannern und Fahnen zur Teilnahme eingeladen; Aufstellung an der südlichen und nördlichen Außenwand der Seitenschiffe. Das südliche Querhaus ist für Mitglieder des geweihten Lebens reserviert.
Kerzen für die Lichterprozession gibt es für einen Euro vor dem Pontifikalamt zu kaufen.

Der Prozessionsweg: Krauterermarkt – Domplatz – Altdorferplatz – Alter Kornmarkt – Maximilianstraße – Königsstraße – Fröhliche-Türken-Straße – Obermünsterstraße – Obere Bachgasse – Emmeramsplatz

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Der Katholikentag in Wort und Bild – 1. Teil: Eröffnungsmesse mit Andacht und Regen

Der diesjährige Katholikentag in Regensburg, der Ende Mai begann und an dem auch unser Christoferuswerk (CHR) aus Münster mit einem Infozelt vertreten war, zeigte sich von seiner erfreulichen Seite. 014_10A

Wir kennen einige Katholikentag, an denen wir  – das Team vom CHR  –  in den letzten Jahrzehnten teilnahmen, wobei uns das Regensburger Glaubensfestival  am besten gefallen hat,  wenngleich das Wetter sowohl am Mittwoch-Abend (dem Auftakt) wie auch am ersten großen Feier-Tag (Christi Himmelfahrt) ganz und gar nicht mitspielen wollte. 009_5A

Diese beiden verregneten Tage konnten aber das Interesse und den Eifer so vieler Teilnehmer nicht trüben – auch nicht die Andacht, mit der die Festmesse an Christi Himmelfahrt begangen wurde, die von 17.000 Gläubigen besucht wurde. 018_14A

Es wimmelte dort natürlich „open air“ (im Freien) von Regenschirmen und gelben Schutzcapes, die vor dem Beginn des Eröffnungsgottesdienstes verteilt wurden. 

Das erste Foto ganz oben zeigt Priester, Ministranten und vor allem viele Kinder , die zur Gabenbereitung vor den Altarraum gelangten und die zuvor in einer eigenen Kinderkatechese waren.

Auf dem zweiten Bild sehen wir die Damen, welche den Gehörlosen durch die Gebärdensprache geholfen haben, den biblischen Lesungen, der Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer und der feierlichen Liturgie zu folgen. 017_13A

Das dritte Foto zeigt Rollstuhlfahrer in der ersten Reihe bei dieser Eröffnungsmesse an Christi Himmelfahrt, links über ihnen das Katholikentags-Symbol. Für Behinderte gab es zahlreiche Vergünstigungen, praktische Hilfen, weitgehende Barrierefreiheit und ein eigenes Katholikentagsprogramm-Heft in „leichter Sprache“, also sehr verständlich verfaßt.

Das vierte Bild zeigt Priester und Ministranten nebst ein paar Kindern nach dem eucharistischen Hochgebet. Kurz darauf (siehe fünftes Foto) wurden die Kelche an die Priester gereicht, welche die hl. Kommunion an versammelte Gläubige austeilten. Erfreulich war, daß es keine Laien-Austeiler gab, sondern allein die Geistlichkeit mit der Spendung des Altarsakramentes beauftragt wurde. 100_1139

024_20ADas Kirchenvolk nahm trotz Regen regen Anteil am Festgottesdienst, erkennbar auch an diesem Bild mit dem Bischof von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer: er ist von Regenschirmen, aber auch von der Sympathie zahlreicher Gläubigen umgeben.

In seiner Predigt erinnerte der Oberhirte die Christen an ihren missionarischen bzw. apostolatischen021_17A Auftrag, den sie durch Taufe und Firmung erhalten haben.

Das 6. Foto zeigt unsere ehrenamtliche MITarbeiterin Cordula Mohr (zweite von links) neben einigen Malteser-Helfern während der hl. Messe. 022_18A

Auf unseren beiden letzten Fotos dieser würdig gefeierten Festmesse sehen wir Bischöfe und Priester beim Auszug während des Schlußlieds.

Fotos: Felizitas Küble, Leonhard Mohr