IRAN: Urteil von 80 Peitschenhieben wegen Abendmahlsfeier („Alkoholkonsum“) vollzogen

Die Bestrafung mit 80 Peitschenhieben wegen “Alkoholkonsums” bei der Abendmahlsfeier einer christlichen Gemeinde wurde am 30. Oktober im Falle eines von drei Verurteilten vollzogen.

Die Angeklagten waren am 20. Oktober wegen Alkoholkonsum und Besitz einer Satellitenantenne verurteilt worden, wie “Christian Solidarity Worldwide” (CSW) berichtet.

CSW-Direktor Mervyn Thomas erklärte in einer Verlautbarung:

“Diese Männer wurden bestraft, nur weil sie ein Sakrament empfangen haben, wie dies seit Jahrhunderten Christen in aller Welt tun. Es handelt sich um einen erschreckenden Verstoß gegen die religiöse Kultfreiheit. Mit der “Internationalen Konvention über zivile und politische Rechte” verpflichtet sich der Iran zur Religionsfreiheit für alle Religionsgemeinschaften.

Außerdem verstößt die Strafe gegen den Artikel 5 der Konvention, die unmenschliche und entwürdigende Strafen verbietet. Wir fordern die iranische Regierung zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen auf”.

Quelle: Fidesdienst


Iran: acht evangelische Christen verhaftet

Im islamischen Iran sind acht Protestanten zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Wie die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity Worldwide am 18. Juli in London mitteilte, handelt es sich um Gläubige, die Mitte Oktober bei einer Gebetsversammlung in der zentraliranischen Stadt Schiras verhaftet wurden.

Sie seien jetzt schuldig befunden worden, die „nationale Sicherheit“ gefährdet und „Propaganda gegen die Staatssicherheit“ verbreitet zu haben.

Bei den Verurteilten handele es sich um folgende Personen: Mohammed Roghangir (sechs Jahre Haft), Massoud Rezale (fünf Jahre), Mehdi Ameruni und Bijan Farokhpour Haghighi (jeweils drei Jahre), Shahin Lahooti und Suroush Saraie (jeweils zweieinhalb Jahre) sowie Eskandar Rezale und Roxana Forughi (jeweils ein Jahr). Sie wollen gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der Nationalrat der Kirche Irans erklärte, die Anklagevorwürfe entbehrten jeder Grundlage. Die Kirche sei im Einklang mit dem Evangelium unpolitisch. Als loyale Bürger werde man weiterhin für die politische Führung beten und sich für Frieden und Versöhnung im Land einsetzen.

Quelle: http://www.idea.de


Nordkoreas Steinzeitkommunismus verfolgt Christen und Andersdenkende

39 Menschenrechtverbände in aller Welt appellieren an die kommunistische Führung Nordkoreas, die schweren und massenhaften Verstöße gegen Grundrechte und Freiheit der Bürger einzustellen. Mehr als 200.000 Männer, Frauen und Kinder halte das kommunistische Regime in Gefängnissen und Arbeitslagern gefangen.

Auch Verwandte von Beschuldigten würden eingesperrt. Die Haftbedingungen glichen „schlimmsten Formen von Sklaverei“, heißt es in einem Offenen Brief von 39 Organisationen, darunter Human Rights Watch, Christian Solidarity Worldwide und amnesty international.

Nordkorea gilt auch als das Land mit der schlimmsten Christenverfolgung. Erlaubt ist nur der Kult um den „Ewigen Präsidenten“ Kim Il-Sung (1912-1994) und seinen Sohn, den am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-Il (69). Dessen Sohn Kim Jong-Un (28 Jahre), der die Nachfolge angetreten hat, wird ebenfalls als „vom Himmel geborene Persönlichkeit“ bezeichnet. Wer sich dieser Verehrung verweigert, wird verfolgt.

Nach Schätzungen werden bis zu 70.000 Christen als Staatsfeinde in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten. Von den 24 Millionen Einwohnern sind offiziellen Angaben zufolge etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken, die zu vier staatlich anerkannten Kirchengemeinden gehören. Mindestens 200.000 versammeln sich im Untergrund.

Unterdessen haben nordkoreanische Medien eine Amnestie aus Anlaß der Jubelfeiern zum 100. Geburtstag Kim Il Sungs (15. April) und zum 70. Wiegenfest von Kim Jong-Il (16. Februar) angekündigt. Begnadigt werden sollen Strafgefangene, doch ist nach Angaben der Londoner Zeitung  „The Times“ unklar, ob dies politische und religiöse Gefangene einbezieht.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA