München: Lebensrechtler von CDL und ALfA protestieren vor der Abtreibungsklinik Stapf

 
Am vergangenen Sonntag gab es die 5. Kundgebung der Christdemokraten für das Leben (CDL) und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) vor der Abtreibungsklinik von Friedrich Stapf in München-Freiham mit über 250 Teilnehmern.
 .
Am 15. Oktober war der Platz vor der Abtreibungsklinik voll: junge Teilnehmer, viele Familien, eine Gruppe aus Österreich sowie ein Bus voller Lebensrechtler aus Baden-Württemberg waren zur Kundgebung „Zukunft statt Abtreibung!“ angereist.
 .
Angesichts des Gebäudes, in dem Tag für Tag bis zu 20 schwangere Frauen hineingehen, um Stunden später ohne „Baby im Bauch“ wieder hinauszugehen, fragte Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der CDL Bayern: „Warum stehen wir hier? Wir wollen, dass keine Mutter mehr aus Druck, Verzweiflung oder wegen finanzieller Sorgen dieses Ärztehaus ohne ihr Baby im Bauch verlässt. Wir verlangen eine echte Willkommenskultur für Mütter und Kinder!“
 .
Zudem forderte Lambrecht eine familienfreundliche Politik, z. B. per Familiensplitting. Die Beratungsqualität in den offiziellen Stellen müsse verbessert werden.
 .
Der Erlanger Kinderarzt Prof. Dr. Holm Schneider  – er ist stellv. Bundesvorsitzender der ALfA  –  kam in Begleitung des 16-jährigen Jonathan, der das Down-Syndrom hat und ihn morgens im Zug beim Schachspiel wieder besiegt hatte.  Schneider wies u. a. darauf hin, dass die Diagnose Down-Syndrom bei 9 von 10 ungeborenen Kindern zur Abtreibung führe.Antonia Egger, RV-Vorsitzende der ALfA München, die seit der Geburt im Rollstuhl sitzt, erklärte eindrucksvoll, wie erfüllt ihr Leben sei.

Der Jurist Josef Dichgans, Landesvorsitzender der CDL Baden-Württemberg, kritisierte, dass CSU-Funktionär Hans Hammer der Vermieter des Abtreibungsgebäudes ist:
„Wenn ein kommunistischer Funktionär beruflich Kapitalist ist, ist er unglaubwürdig. Wenn ein Grüner Massentierhaltung betreibt oder ein Atomkraftwerk vermietet, ist er für seine Partei untragbar. Dass ein Parteifunktionär Räume an den bekanntesten Abtreiber im Land zum Betrieb einer Abtreibungsklinik vermietet, fügt der christlichen Partei, in der er immerhin das Amt eines Bezirksschatzmeisters innehat, schwersten Schaden zu.“
 .
Angelika Doose von der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) verlas einen persönlichen Brief an Herrn Stapf und stellte sich vor, wie es ohne Abtreibung wäre:
„Stellen Sie sich einen Augenblick lang vor, Sie hätten in Ihrem Leben 100.000 Kindern auf die Welt geholfen! Die Wandtafeln mit den Geburtsanzeigen, die die dankbaren Eltern Ihnen zugeschickt hätten, würden Ihr ganzes Büro einnehmen – haben Sie jemals eine Dankeskarte von einer Frau bekommen, deren Kind Sie abgetrieben haben? Herr Stapf, helfen Sie mit, die Probleme zu beseitigen, nicht die Kinder!“
 .
Die Jugend für das Leben setzte mit in den Himmel fliegenden, roten Herz-Luftballons ein Erinnerungszeichen für alle Verletzungen, die eine Abtreibung verursacht.
 .
„I have a dream“ war das Motto der Ansprache von Manuel Kuhn. Er sprach über die Hoffnung, dass wir zu einer Gesellschaft werden, in der jeder Mensch willkommen ist, in der keine Kinder abgetrieben werden und keine Mutter eine Schwangerschaft als Konflikt erfahren muss.
 .
Zuvor hatte eine Teilnehmerin berichtet, dass sie ihr zweites Kind abtreiben ließ, weil sie kein „Sicherheitsnetz“ fand, welches ihre Panik hätte auffangen können, und wie traurig sie darüber ist, dass dieses Kind nicht leben darf.
.
Die nächste Kundgebung vor der Abtreibungseinrichtung findet im Winter statt. Durch regelmäßige Präsenz werden CDL und ALfA weiterhin auf die menschliche wie politische Tragödie der Abtreibung verweisen, Änderungen fordern und Alternativen anbieten.
.
Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine von Mitgliedern der CDU/CSU 1985 gegründete, bundesweit tätige, politische Initiative, der viele Europa- und Bundestagsabgeordnete angehören
Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) ist mit über 11.000 Mitgliedern eine der größten Lebensrechtsorganisationen in Europa und beteiligt sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise am politischen Meinungsbildungsprozess.
Beide Organisationen sind Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). –  Kontakt:
Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der ALfA e.V., alexandra.linder@alfa-ev.de Tel.: 02724/288944; Mobil: 0175/9616906
Christiane Lambrecht, Landes-Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Bayern, Tel.: 0171/3810057. Mail: ct.lambrecht@t-online.de
 

München: 150 Lebensrechtler protestieren gegen Stapfs Abtreibungsklinik

Rund 150 Lebensrechtler haben am 1. Juli vor der Abtreibungsklinik des Arztes Friedrich Stapf in München-Freiham demonstriert. Sie forderten die Schließung der Einrichtung.  unspecified

Außerdem kritisierten sie scharf, dass der Münchner CSU-Schatzmeister und Immobilienunternehmer Hans Hammer dem Mediziner die Räumlichkeiten vermietet hat.

Zu der Kundgebung „Echte Hilfe für Mütter und Kinder – Zukunft statt Abtreibung“ hatten die Lebensrechtsorganisationen „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) und der bayerische Landesverband der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) aufgerufen.

Laut der CDL-Vorsitzenden in Bayern, Christiane Lambrecht, wollten die Teilnehmer „friedlich und mahnend“ auf das menschliche und ethische Drama der Abtreibung hinweisen. Sie beklagte, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt oft alleine gelassen und wegen fehlender Unterstützung regelrecht zur Abtreibung gedrängt würden.

Als Symbol habe man 100 brennende weiße Kerze in Form eines leeren Kinderwagens aufgestellt.

Während der Ansprachen der Lebensrechtler habe Stapf an einem offenen Fenster seiner Klinik gestanden und zugehört, so Lambrecht gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Ein Gespräch mit ihm habe es aber nicht gegeben.

Wie Lambrecht weiter sagte, steht das Abtreibungszentrum  –  täglich würden dort bis zu 20 ungeborene Kinder getötet  –  auch beispielhaft für die vielen täglichen Abtreibungen in Deutschland. Ebenso sei die Einrichtung ein Zeichen für die „Kultur des Wegschauens“, die die Gesellschaft bei dem Thema Abtreibung mittlerweile kennzeichne.

Die CDL-Landesvorsitzende kritisierte scharf, dass der Staat „so gut wie nichts“ für das Lebensrecht der von Tötung bedrohten ungeborenen Kinder tue. „Im Gegenteil: Er wacht darüber, dass ein flächendeckendes Netz von Abtreibungsgelegenheiten vorgehalten wird und bezahlt die meisten Abtreibungen im Rahmen der Sozialhilfe, finanziert von unseren Steuern.“

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/lebensschuetzer-fordern-abtreibungsklinik-schliessen-97420.html

Foto: CDL

 

 


Die CDL warnt vor der Gefahr einer straffreien „Sterbebeihilfe“ (§217) in Deutschland

Von Christiane Lambrecht

Anfang November ist es soweit: ein neuer § 217 StGB droht, der einer aktiven Sterbebeihilfe in Deutschland die Tore weit öffnen könnte.

Damit könnte sich der Rechtsschutz für alte, kranke oder lebensmüde Menschen dramatisch ändern.

Am 6.11.2015 will der Deutsche Bundestag darüber entscheiden, ob es künftig in Deutschland erlaubt sein soll, dass Ärzte oder Angehörige einem Dritten (er muss nicht einmal krank sein) bei dessen Selbsttötung “helfen” dürfen. Das ist der sog. assistierte Suizid, § 217 StGB  –  die Vorstufe zur aktiven Sterbehilfe, wie sie in den Niederlanden oder Belgien erlaubt ist.

Momentan ist die Mehrheit der Abgeordneten für den straffreien assistierten Suizid, aber mindestens 300 Bundestagsabgeordnete sind noch unentschlossen.

Alle Infos stehen auf der Webseite http://keine-lizenz-zum-toeten.de/.
 
Eine Übersicht über die Gesetzentwürfe siehe Postkarte in der Anlage.

Auch eine neue online Petition von Citizen Go (links auf der Webseite) braucht viele Unterzeichner.

Christiane Lambrecht ist Landesvorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) in Bayern

Vollständiger Text dieses Aufrufs hier: http://www.cdl-online.de/dringender-aufruf-protestieren-wir-jetzt-gegen-straffreie-sterbehilfe-durch-assistierten-suizid-217/377

CDL-Themenrubrik Sterbehilfe & Suizid


Protest-Aktion gegen Gesetzentwurf zur Euthanasie: Politiker erhalten „Todespille“

Politiker erhalten „Todespille“Ungewöhnliche Post haben Lebensrechtler an Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die 620 Bundestagsabgeordneten, Bischöfe und Medienvertreter geschickt: eine Packung mit der Aufschrift „§ 217 forte – Die Todespille in der praktischen Mogelpackung“.

Enthalten ist Lakritz in Totenkopf-Form. Die Lebensrechtler protestieren damit gegen den Entwurf für einen Paragraphen 217 StGB, in dem zwar gewerbsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe gestellt werden soll, aber Personen, die den Suizidwilligen „nahestehen“ und unentgeltlich Hilfe zur Selbsttötung leisten, straffrei bleiben. Das könnten auch Sterbehilfe-Vereine sein, die sich über Mitgliedsbeiträge finanzieren.

Hinter der Protestaktion steht die Initiative Solidarität statt Selbsttötung, die ein Verbot jeder organisierten und geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid fordert.

Ihre Sprecherin, Christiane Lambrecht, nannte es gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA „skandalös“, dass „die Beschlussfassung im Bundestag bei einem so wichtigen Thema innerhalb von zwei Monaten ohne ausführliche parlamentarische Debatte erfolgen soll“.

Die erste Lesung ist für den 29. November vorgesehen; am 31. Januar soll das Gesetz beschlossen werden.

Es verfehle die ursprüngliche Absicht, „Todesengeln das Handwerk zu legen“, so Lambrecht. Deshalb sei der Gesetzentwurf eine „Mogelpackung“. Jetzt seien „Helden“ im Bundestag gesucht, die sich für eine Nachbesserung des Gesetzes stark machen.

Unterstützt wird die Protestaktion vom „Bundesverband Lebensrecht“, in dem 14 Organisationen zusammengeschlossen sind. Deren Vorsitzender, Martin Lohmann, bezeichnet den Gesetzentwurf als „tödliche Mogelpackung“. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich Menschen künftig dafür rechtfertigen müssten, wenn „sie trotz Alter und Krankheit noch leben wollen“.

CDL: Privatisierter Euthanasie wird Tür und Tor geöffnet

Die in den Unionsparteien engagierte Initiative Christdemokraten für das Leben (CDL) übt ebenfalls scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf. Er öffne der „privatisierten Form von Euthanasie Tür und Tor“.

Die CDL-Bundesvorsitzende Mechthild Löhr fordert einen Paragraphen 217 StGB, „der nach österreichischem Vorbild generell jede Form der aktiven Mitwirkung an der Selbsttötung unter Strafe stellt“.

Lebensrechtler wollen am 29. November um zwölf Uhr vor dem Reichstag in Berlin gegen den Gesetzentwurf protestieren und „Mogelpackungen“ mit der „Todespille“ verteilen.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: www.idea.de